CH244579A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen sulfonierten Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen sulfonierten Kondensationsproduktes.

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CH244579A
CH244579A CH244579DA CH244579A CH 244579 A CH244579 A CH 244579A CH 244579D A CH244579D A CH 244579DA CH 244579 A CH244579 A CH 244579A
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    • C07D249/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D249/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D249/081,2,4-Triazoles; Hydrogenated 1,2,4-triazoles

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen     sulfonierten        Kondensationsproduktes.       Es wurde gefunden, dass man wasser  lösliche Kondensationsprodukte von ausge  zeichneten     kapillaraktiven    Eigenschaften er  hält,

   wenn man     Arylhydrazine        bezw.    deren       Sulfonsäuren    und     aliphatische    oder     alicy-          clische        Carbonsäuren    mit mehr als 5     gohlen-          stoffatomen        bezw.    deren für die     Acylie-          rungsreaktion    geeignete Derivate und Ver  bindungen mit weniger als 8 Kohlenstoff  atomen, die mindestens einmal die Atom  gruppierung     NHz-C@        bezw.        NH=C <     ent  halten,

   oder solche     Verbindungen    liefernde  Stoffe miteinander kondensiert und, im Falle  wasserunlösliche     Verbindungen    entstehen,  diese     sulfiert.    Das Verfahren wird am besten  in konzentrierter     bezw.    rauchender Schwefel  säure durchgeführt, wobei     Kondensation        und     gegebenenfalls     Sulfuration    nebeneinander er  folgen.  



  Die neuen wasserlöslichen Kondensations  produkte besitzen ein sehr gutes     Emulgier-          bezw.    Lösevermögen,     insbesondere    für Kalk  seife, ferner     ein        ausgezeichnetes    Wasch  vermögen; sie können aber auch als Mittel  zum Weichmacher Verwendung finden.    Als     Arylhydrazine    kommen in Frage: im  aromatischen gern     ursubstituierte    oder be  liebig, z. B. durch     Alkyl-,        Alkogy-,        Nitro-          gruppen,    Halogen usw., substituierte Verbin  dungen, die freien Basen wie die Salze.

         Praktisch    ist von Wichtigkeit, dass die Dar  stellung der freien     Hydrazinbasen    selbst  überflüssig ist, da die in der Technik meist  als Chlorhydrate     anfallenden    Salze beste Re  sultate ergeben. Man kann aber auch, ins  besondere wenn deren Schwerlöslichkeit die  Isolierung begünstigt, die     Alkalisalze    der  aromatischen     Hydrazin-N-sulfonsäuren,    aber  auch     Sulfonsäuren    mit kernständigen     Sulfon-          säuregruppen    verwenden.  



  Von den     aliphatischen    oder     alicyclischen          Carbonsäuren    mit mehr als 5     gohlenstoff-          atomen    kommen als     aliphatische    Verbindun  gen     in    Frage: vor allem     Fettsäuren,    z.

   B. die  reinen     Verbindungen,    vorteilhafter jedoch die  billigen Handelsgemische von höheren Fett  säuren, wie sie beispielsweise in den     Copraöl-.          Cocosöl-    oder     Palmkernfettsäuren,        in    der  technischen     Stearinsäure    u. a. m. vorliegen;

    aber auch     carbogylgruppenhaltige    Ogyda-           tionsprodukte    von natürlichen oder syntheti  schen     Paraffinen    eignen sich sehr gut für  das neue     Verfahren.    Als     alicyclische        Carbon-          säuren,    worunter auch die von aromatischen       Verbindungen    durch Hydrierung sich ablei  tenden     Carbonsäuren    verstanden werden,  kommen in Frage:

       Naphthen-,    Harz-,       Camphol-,        Fenchol-,        Hexahydrobenzoesäure,          Dihydrobenzoesäure        usw.    Statt der freien       Säuren        können    auch die für     Acylierungs-          reaktionen        verwendbaren        Derivate,    wie die       Halogenide,        Anhydride,    Ester, insbesondere       Glyceride    usw.,     verwendet    werden.

      Als     Verbindungen    mit weniger als 8  Kohlenstoffatomen, die mindestens einmal die  Atomgruppierung     NHZ        Cz,        bezw.        NH=C <      enthalten, oder solche     Verbindungen    liefernde  Stoffe     kommen    in Frage:

   hauptsächlich       Amide        aliphatischer        Carbonsäuren,    wie     Acet-          amid,        Propionamid    oder     Ammoniumacetat     oder     -propionat    oder Harnstoff und     Thio-          harnstoff        bezw.    deren Abkömmlinge,     Di-          cyandiamid    usw., aber auch einfache aroma  tische     Säureamide,    wie     Benzamid    usw., ferner       Hexahydrobenzamid,

          Phenylessigsäureamid     <B>USW.</B>    Theoretisch lässt sich die     erfindungs-          gemäss.e    Reaktion in mehrere Stufen zerlegt  denken. Sehr wahrscheinlich tritt in erster  Stufe die     Acylierung    des     Arylhydrazins    zum       Arylhydrazid    ein, in zweiter Stufe erfolgt  wohl die Bildung     eines        1-Aryl-1,2,4-triazols     und gegebenenfalls schliesslich die     Sulfonie-          rung.    Diese Auffassung hat insofern ihre  Berechtigung, als praktisch dieselben End  produkte erhalten werden, wenn man die  Kondensationsreaktion in einzelne Stufen  zerlegt,

       beispielsweise,    indem man     Hydrazide     aus aromatischen     Hydrazinen    und     Carbon-          säuren    gemäss obiger Definition mit Verbin  dungen mit weniger als 8     Kohlenstoffatomen,     die mindestens einmal die Atomgruppierung       NHZ-C"'   <B>'</B>     bezw.        NH=C <     enthalten, kon  densiert und gegebenenfalls nachträglich       sulfoniert    oder indem man     unsulfonierte          bezw.    niedrig     sulfonierte        1-Aryl-1,2,

  4-tri-          azole    der folgenden allgemeinen Formel  
EMI0002.0073     
    worin Ar einen substituierten oder     unsubsti-          tuierten        Arylrest,          R1    einen     aliphatischen    oder     alicycli-          schen    Rest mit mehr als 4 Kohlen  stoffatomen und       R2    Wasserstoff     NH.    oder einen orga  nischen Rest mit höchstens 7     Koh-          lenstoffatomen     bedeuten, sulfoniert.

   Die als Ausgangsver  bindungen in Frage kommenden     Arylhydra-          zide    sind bekannt; die Darstellung der spe  ziellen     1-Aryl-1,2,4-triazolverbindungen    er  folgt nach dem für die Darstellung von       1,2,4-Triazol    üblichen Verfahren.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines wasserlösli  chen,     sulfonierten    Kondensationsproduktes.  Das     Verfahren    ist dadurch gekennzeichnet,       da.ss    man     Phenylhydrazin,    eine den     Steari.n-          säurerest    abgebende Verbindung, wie z. B.       Stearinsäure,    ihre     Halogenide,    Ester oder ihr       Anhydrid,        Acetamid    und ein     Sulfonierungs-          mittel    aufeinander einwirken lässt.

   Die Al  kalisalze der neuen, sulfonierten     Triazol-          verbindung-sind    helle, in Wasser leicht lös  liche Pulver. Sie sollen als Textilhilfsmittel  verwendet werden.         Beispiel   <I>1:</I>    14,5 Teile     Phenylhydrazin-Chlorhydrat     oder 18,8 Teile     Phenylhydrazin-N-sulfon-          säure    werden in 60 Teilen     Schwefelsäure-          monohy        drat    gelöst und 28 Teile technische       Stearinsäure    dazugegeben. Es wird so lange  gerührt, bis alles gelöst ist.

   Darauf werden  bei 20-30  6,0 Teile     Acetamid    allmählich  eingetragen und eine Stunde nachgerührt.  Bei 20-30  werden dann 40 Teile rauchen  der Schwefelsäure     (26    ö     S03)    und bei 0-10   ebensoviel     66        ö        iges        Oleum    eingetropft. Nach  15stündigem Rühren wird das Reaktionsgut  auf eine     Eis-Kochsalz-Mischung    gegossen      und die abgeschiedene     Sulfonsäure    abge  trennt. Nach Neutralisation mit Natronlauge  und Eindampfen wird das     Natriumsalz    der       Sulfonsäure    erhalten.

   Es besitzt ein vorzüg  liches Waschvermögen und ein sehr gutes       Emulgier-    und Lösevermögen für Kalkseife.  <I>Beispiel 2:</I>  10,8 Teile     Phenylhydrazin    und 28,4 Teile  technische     Stearinsäure    werden im Vakuum  auf 80  erhitzt und     3'7,5    Teile des gebildeten       Stearinsäure-phenylhydrazids    unter Rühren  in 60     Teilen        Schwefelsäuremonohydrat    ge  löst. Hierauf werden bei 20-30  allmählich  6 Teile     Acetamid    eingetragen und die Mi  schung langsam auf 50  erhitzt.

   Hernach  werden 30 Teile 26 %     iges        Oleum    bei     20-30      und 30 Teile 66 %     iges        Oleum    bei 0-10  ein  getropft und das. Ganze 15     Stunden    bei 20  bis 25  nachgerührt.     Hierauf        wird    das     Sul-          fonierungsgemisch    auf eine     Eis-Kochsalz-          mischung    gegossen, die abgeschiedene     Sul-          fonsäure    abgetrennt, mit Natronlauge neutra  lisiert und eingedampft.

   Man erhält so das       Natriumsalz    der     Sulfonsäure    in Form eines  hellen Pulvers.    <I>Beispiel 3:</I>  30 Teile des nach Beispiel 2 aus     Phenyl-          hydrazin    und     Stearinsäure    erhaltenen     Stearin-          säure-phenylhydrazids    und 9 Teile     Acetamid     werden in 100 Teilen trockenem Benzol ge  löst und 14 Teile wasserfreies     Zinkchlorid     hinzugegeben.

   Darauf wird das Reaktions  gut unter Rühren 15     Stunden    am     Rückfluss          erhitzt.    Nach dem Abdampfen des Benzols  wird der     Kolbeninhalt    in Wasser gegossen  und     ausgeäthert.    20 Teile des nach dem Ent  fernen des Äthers beim Destillieren des Rück  standes erhaltenen     1-Phenyl-3-"heptadecyl"-          5-methyl-1,2,4-triazols    werden in 30 Teilen       Schwefelsäuremonohydrat    unter Rühren ge  löst.

   Dann gibt man allmählich bei 10-20   20 Teile 26 %     iges        Oleum    und bei 0-10   20 Teile 66 %     iges        Oleum    zu und rührt 15  Stunden bei 20-25 .     Hierauf    wird das     Sul-          fonierungsgemisch    auf     Eis    gegossen und wie  in Beispiel 2 angegeben aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines wasser löslichen, sulfonierten Kondensationsproduk- tes, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenyl- hydrazin, eine den Stearinsäurerest abge bende Verbindung, Acetamid und ein Sulfo- nierungsmittel aufeinander einwirken lässt. Die Alkalisalze der neuen, sulfonierten Tri- azolverbindung sind helle, in Wasser leicht lösliche Pulver.
    Sie sollen als Textilhilfs mittel verwendet werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Phenyl- hydrazin, eine den Stearinsäurerest abge bende Verbindung und Acetamid in Schwe felsäure miteinander kondensiert und das Kondensationsprodukt, ohne es zu isolieren, mit einem Sulfonierungsmittel behandelt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenylhydrazin verwendet, das bei der Reaktion aus einem seiner Salze gebildet wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenylhydrazin verwendet, das bei der Reaktion aus seiner N-Sulfonsäure ge bildet wurde. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Phenyl- hydrazin mit einer den Stearinsäurerest ab gebenden Verbindung acyliert, das entstan dene isolierte Stearinsäurephenylhydrazid, mit Acetamid in Schwefelsäure kondensiert und das Kondensationsprodukt, ohne es zu isolieren, mit einem Sulfonierungsmittel be handelt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Phenyl- hydrazin mit einer den Stearinsäurerest ab gebenden Verbindung acyliert, mit Acetamid zum 1-Phenyl-3-"heptadecyl"-5-methyl-1,2,4- triazol kondensiert und das isolierte Kon densationsprodukt mit einem Sulfonierungs- mittel behandelt.
CH244579D 1944-03-03 1944-03-03 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen sulfonierten Kondensationsproduktes. CH244579A (de)

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