CH244768A - Verfahren zur Herstellung von zyklischen Amiden der w-Aminokarbonsäuren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von zyklischen Amiden der w-Aminokarbonsäuren.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von zyklischen Amiden der m-Aminokarbonsäuren. Das Hauptpatent hat ein Verfahren zum Gegenstande, bei welchem zyklische Säure- amide (Isoxime, Lactame) einfach durch längeres Rühren von Hydroxylaminsulfat mit dem betreffenden zyklischen Beton, ge gebenenfalls unter Zusatz von Schwefelsäure und/oder Oleum, und darauffolgendes Er hitzen auf 90-150 C hergestellt wurden.
Es hat sich gezeigt, dass dieses Verfahren wesentlich beschleunigt und vereinfacht wer den kann, wenn erfindungsgemäss sämtliche Komponenten, nämlich zyklisches Beton, Hydroxylaminsulfat und Schwefelsäure, ge gebenenfalls unter Zusatz von Oleum, ohne längeres Rühren und unter äusserem Kühlen, bloss zusammengemischt bezw. gelöst werden, worauf das Gemisch auf 90-150 C erwärmt und das Reaktionsprodukt nach Verdünnen mit Eis oder Wasser isoliert wird. Das lange Rühren hat sich als überflüssig erwiesen, da sämtliche zu Isoximen führende Reaktionen bei Erwärmen fast gleichzeitig, jedoch in rich tiger Reihenfolge eintreten.
Das Mischen der oben bezeichneten Komponenten kann in ver schiedener Weise erfolgen. Man kann bei spielsweise das zyklische Beton in eine kalte Lösung von Hydroxylaminsulfat in mehr oder weniger konzentrierter Schwefelsäure, gegebenenfalls unter Zusatz von Oleum, ein rühren, oder man kann das Hydroxylamin- sulfat im zyklischen Beton suspendieren und diese Suspension mit Schwefelsäure und/oder Oleum vermischen. Ebensogut kann man alle drei Komponenten in einem Gefässe zusam menbringen, indem man z.
B. das Hydro- xylaminsulfat und das zyklische Keton gleichzeitig oder nacheinander in konzen trierte bezw. oleumhaltige Schwefelsäure ein rührt. Oleum kann auch nachträglich zur fertigen Lösung zugefügt werden.
Je grösser der Oleumzusatz, desto niedri ger ist die zur Umwandlung erforderliche Temperatur. Das Erwärmen erfolgt entweder in kleinen Portionen oder besser durch Leiten des Gemisches durch erhitzte Röhren oder der gleichen, wobei die Röhren mit Vorteil in eine siedende Flüssigkeit getaucht werden. Vorzugsweise kann die Reaktion in der im Schweizer Patent Nr. 235568 beschriebenen Vorrichtung durchgeführt werden, wobei das Gemisch in vorgewärmte Schwefelsäure bezw. in vorgewärmte Isoximlösung unter Rühren tropfenweise oder in dünnem Strahle ein fliesst.
<I>Beispiel 1:</I> In einem mit Rührer und Thermometer versehenen Kolben werden 82 g technisches Hydroxylaminsulfat in 92 g Schwefelsäure (D = 1,84) in der Kälte gelöst. Darauf wer den 98 g technisches Zyklohexanon darin eingerührt, wobei der Kolben aussen mit Wasser gekühlt werden kann. Der Kolben inhalt wird sodann in auf 97 C vorgewärmte Schwefelsäure eingerührt, wobei gleichzeitig 100 g Oleum (mit 60% freiem<B>SO,)</B> zuge setzt werden. Die Temperatur steigt dabei auf 105-110 C.
Nach weiterem 20 Minuten dauerndem Erwärmen auf siedendem Wasser bade wurde die kalt gewordene Lösung auf Eis gegossen, mit Sodalösung auf pH7 neu tralisiert, filtriert 8mal mit je 30 cm' Chloro form ausgeschüttelt und nach dem Abdestil- lieren von Chloroform das rohe s-Capro- lactam unter Luftleere umdestilliert. Die Ausbeute an reinem Lactam betrug 84,6 der Theorie, auf Zyklohexanon berechnet.
Beispiel <I>2:</I> 288 g Schwefelsäure (D =1,84) wurden mit 13 g Wasser verdünnt und mit 87 g Ily- droxylaminsulfat und 80 g Zyklopentanon unter Rühren und Kühlen gemischt. Ein kleiner Teil der entstandenen Lösung wurde auf 140 C erwärmt. Sofort nach dem Ver lauf der heftigen Reaktion wurde die übrige Lösung tropfenweise mit solcher Geschwin digkeit zugesetzt, dass die Temperatur durch sich entwickelnde Reaktionswärme auf 140 bis 145 C erhalten blieb. Der Kolbeninhalt wurde dabei kräftig gerührt. Nach dem Ver brauch der gesamten Reservelösung wurde das Ganze nochmals 15 Minuten auf 140 C erwärmt.
Nach dem Erkalten wurde die Re aktionslösung auf Eis gegossen, mit Wasser verdünnt und so viel Kalziumkarbonat zu gesetzt, bis der pH-Wert von 7 erreicht wurde. Das ausgeschiedene Kalziumsulfat wurde abgenutscht, 5mal mit. Wasser ge waschen und die zusammengegossenen Fil trate wurden unter Luftleere eingedickt. Zu letzt wurde das rohe Piperidon unter Luft leere umdestilliert. Siedepunkt 137-138 'C/ 1.3 mm Hg. Die Ausbeute betrug 60,5 % der Theorie, auf Zyklopentanon berechnet.
Die verhältnismässig niedrige Ausbeute wird in diesem Falle durch Hydrolyse vom Piperidon zu d-Aminovaleriansäure im Laufe der Wärmereaktion verursacht.
Beispiel <I>3:</I> 23 cm' Schwefelsäure (D = 1,84) wurden mit 2,5 cm' Wasser verdünnt und mit 8,5 g Hydroxylaminsulfat gemischt. Dann wurden unter äusserem Kühlen 11,3 Suberon (Zyklo- pentanon) zugesetzt. Kleine Mengen der ent standenen Lösung wurden zur beginnenden Reaktion erwärmt. Als die Temperatur auf 130 C sank, wurde die Lösung tropfenweise mit solchem Tempo zugesetzt, dass die Reak tionstemperatur zwischen 130-135 C lag. Nach dem Einbringen der gesamten Lösung wurde das Ganze noch 10 Minuten auf 130 C erwärmt.
Nach dem Abkühlen wurde die Lö sung auf Eis gegossen, mittels Sodalösung auf pH7 neutralisiert, filtriert und das Fil trat 8mal mit 15 cm' Chloroform extrahiert. Der Extrakt wurde nach dem Austrocknen mit kalziniertem Natriumsulfat durch Destil lation von Chloroform befreit. Das rohe s-Oenantholactam wurde unter Luftleere um destilliert. Siedepunkt 158-162'C/12 mm Hg. Die Ausbeute: 86 % der Theorie (auf das Suberon berechnet).
In ganz analoger Weise können auch sämtliche andere homologen Isoxime darge stellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von zyklischen Amiden der co- Aminokarbonsäuren aus zy klischen Ketonen, Hydroxylaminsulfat und Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Komponenten ohne längeres. Rühren und unter äusserem Kühlen bloss zusammen gemischt werden, worauf das Gemisch auf 90-150 C erwärmt und das Reaktionspro dukt nach Verdünnen mit Eis oder Wasser isoliert wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sämtliche Kompo nenten unter Zusatz von Oleum zusammen gemischt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Erwärmen durch Einrühren des Gemisches in vorge wärmte Schwefelsäure durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Erwärmen durch Einrühren des Gemisches in vor gewärmte Schwefelsäureisoximlösung durch geführt wird.
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