CH248932A - Verfahren zum Regulieren von Gasturbinenanlagen, insbesondere für Fahrzeugantrieb. - Google Patents
Verfahren zum Regulieren von Gasturbinenanlagen, insbesondere für Fahrzeugantrieb.Info
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Description
Verfahren zum. Regulieren von Gasturbinenanlagen, insbesondere für Fahrzeugantrieb. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regulieren von Ga3turbinen- anlagen, insbesondere für Fahrzeugantrieb. Bei solchen nimmt mit wachsender Last die Drehzahl der Nutzleistungswelle, das heisst der Radachsen oder einer mit diesen verbun denen Welle, ab.
Das Kompressoraggregat darf daher nicht starr mit der Nutzwelle ver bunden sein, da sonst bei Steigungen, wo die Drehzahl der Nutzleistungswelle naturge mäss langsamer werden soll (Seriecharakte- ristik), der Kompressordruck und damit auch die Nutzleistung sinken und nicht stei gen würde. Das Kompressoraggregat sollte also im Gegenteil Drehzahl und Druck stei gern durch Erhöhung der Temperatur des Arbeitsmittels an seiner Turbine, wenn die Drehzahl der Nutzleistungswelle abnimmt.
Gegenstand .der Erfindung ist ein Ver fahren zur Regulierung von Gasturbinen- anlagen, insbesondere für Fahrzeugantrieb, mit mindestens zwei Turbinen, wovon eine zum Antrieb eines Kompressors und eine andere als Nutzleistungsturbine verwendet wird, wobei zur Beeinflussung der Drehzahl der Nutzleis;tungswelle die Temperatur des Arbeitsmittels an der Kompressorturbine reguliert wird.
Auf diese Weise ist es mög lich, bei sinkender Drehzahl der Nutzlei- stungsturbine, also z. B. beim Überwinden von Steigungen, :die Drehzahl des Kompres- sors und damit den Luftdruck und die För dermenge desselben rasch zu steigern und da durch die Nutzleistung auch bei sinkender Drehzahl :der Nutzwelle zu erhöhen und so mit die gewünschte Seriecharakteristik zu erzeugen.
An Hand der Fig. 1 und 2 der Zeich nung werden Ausführungsbeispiele des Ver fahrens erläutert. In Fig.l wird das Arbeits mittel vom Kompressor 1 angesaugt und komprimiert, im Austauscher 2 durch Über nahme von Abgaswärme der Turbine 6 vor gewärmt, in der Brennkammer 3 verbrannt und dadurch auf die Eintrittstemperatur der Turbine 4 erhitzt, in letzterer expandiert,
in der Zwischenbrennkammer 5 wieder erhitzt und in der Turbine 6 nochmals egpaudiert. Die Nutzleistungsturbine 4 treibt direkt oder über zwischengeschaltete Übersetzungsorgane die Nutzwelle 7 an. Die Kompressorantriebs- turbine 6 treibt den Kompressor 1.
Es wird nun die Drehzahl des Aggre gates 4, 7 bezw. die Geschwindigkeit des Fahrzeuges durch Regulierung der Tempe ratur des Arbeitsmittels vor der Kompressor turbine 6 eingestellt; diese Temperaturrege lung kann durch Betätigung des: Brennstoff ventils 11 des Brennraumes 5 .erfolgen. Die Temperatur vor der Kompress.orturbine kann auch indirekt durch Regulierung der Brenn stoffzufuhr des Brennraumes 3 (Brennstoff ventil 9) beeinflusst werden. Der Brennraum 5 könnte alsdann wegfallen.
In diesem Falle wird aber gleichzeitig auch die Temperatur der Nutzleistungsturbine beeinflusst, wa.s eher ungünstiger ist, da man in diesem Falle mit Temperaturschwankungen an der Nutzlei- stungsturbine zu rechnen hat, sa dass man dieselbe nicht dauernd auf der höchstzuläs sigen Grenze laufen lassen kann. Im weite ren können mehrere Brennräume verwendet werden, von denen der eine die Temperatur des Arbeitsmittels an der Kompressortu:
r- bine, ein anderer diejenige an der Nutzlei- stungsturbine reguliert.
Würde man, entgegen dem Erfindungs gedanken, nur die Nutzleistungsturbinen- Temperatur regulieren, so würde der Druck über alle Lasten angenähert konstant blei ben und man müsste eine grosse Temperatur differenz zwischen Teillast und Vollast in Kauf nehmen, so dass die Teillastpunkte einen viel schlechteren Brennstoffverbrauch aufweisen würden.
Die grösste Empfindlich keit der Regulierung bei kleinsten Tempera turschwankungen wird daher durch die er findungsgemässe Temperaturregulierung der Kompressorturbine erreicht, wobei gleich zeitig eine Temperaturregulierung der Nutz- leistungsturbine erfolgen kann.
Die Temperaturregulierung am Eintritt in die Kompressorturbine kann auch nur zur Einleitung der Drehzahländerung benützt werden, indem z. B. bei Belastung das Brenn stoffventil 11 geöffnet wird, wodurch die Drehzahl des Aggregates 6, 1 steigt, ebenso der Lieferdruck, des Kompressors und die Fördermenge.
Nach erfolgter Drehzahlstei gerung kann infolge des grösseren FÖrder- gewichtes die Temperatur vor der Turbine 6 automatisch oder :durch entsprechende Vor kehrungen, wie etwa durch Thermostat regulierung, wieder auf den ursprünglichen Wert gehen, so dass in diesem Fall die Än derung der Temperatur vor der Kompressor- turbine nur zur Einleitung des Überganges vom alten auf den neuen Zustand gebraucht wird.
Die Fig. 2 zeigt eine Schaltung mit par allel liegenden Turbinen und Brennräumen; die beiden letzteren können zu einem ein- zigen vereinigt werden. Im übrigen sind in Fig. 2 gleichartige Bezeichnungen wie in Fig. 1 verwendet, so dass sich eine weitere Erläuterung erübrigt. Die Beeinflussung des Brennstoffes braucht nicht unbedingt durch Drosselorgane 11, 9 zu erfolgen, sie kann z.
B. auch durch Regulierung des Luftdruk- kes über einem mit Schwimmer versehenen Olgefäss oder durch ähnliche bekannte Mittel vor sich gehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Regulieren von Gasturbi- nenanlaben, insbesondere für Fahrzeugan trieb, mit mindestens zwei Turbinen, wovon eine zum Antrieb eines Kompressors und eine andere als Nutzleistungsturbine ver wendet wird, und bei welchen die Drehzahl der Nutzleistungswelle willkürlich einstell bar ist, dadurch gekennzeichnet,dass zur Be einflussung der Drehzahl der Nutzleistungs- welle die Temperatur des Arbeitsmittels an der Kompressorturbine reguliert wird. UNTERANSPRttCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Arbeitsmittels an der Kompressortur- bine im Gegensinne zur Drehzahl der Nutz leistungswelle reguliert wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch. gekennzeichnet, dass mehrere Brenn- räume verwendet werden, von denen der eine die Temperatur des Arbeitsmittels an der Kompressorturbine, ein anderer diejenige an der Nutzleistungsturbine beeinflusst. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Temperatur änderung des Arbeitsmittels nur zur Einlei tung einer Drehzahländerung der Nutzlei- stungswelle benützt wird, und dass nach er folgter Änderung derselben die Temperatur wieder angenähert auf den ursprünglichen Wert zurückgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH248932T | 1946-04-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH248932A true CH248932A (de) | 1947-05-31 |
Family
ID=4467233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH248932D CH248932A (de) | 1946-04-15 | 1946-04-15 | Verfahren zum Regulieren von Gasturbinenanlagen, insbesondere für Fahrzeugantrieb. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH248932A (de) |
-
1946
- 1946-04-15 CH CH248932D patent/CH248932A/de unknown
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