CH253471A - Verfahren zur Herstellung von p-Nitro-phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-äthyl)-sulfon. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von p-Nitro-phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-äthyl)-sulfon.

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CH253471A
CH253471A CH253471DA CH253471A CH 253471 A CH253471 A CH 253471A CH 253471D A CH253471D A CH 253471DA CH 253471 A CH253471 A CH 253471A
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Herstellung von     p-Nitro-phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-äthyl)-sulfon.       Asymmetrische     Sulfone,    in denen die       Sulfongruppe    an einen     p-Amino-phenylre.st     und an einen eine     Ketogruppe    enthaltenden  Rest gebunden ist, wurden noch nicht be  schrieben. Eine Gruppe solcher     Ketosulfone     kann durch folgende allgemeine Formel wie  dergegeben werden:  
EMI0001.0007     
    Es bedeuten R einen     Aminorest    oder einen  in einen     Aminorest        überführbaren,        Stickstoff     enthaltenden Rest, z.

   B.     eineu        Nitro-    oder       Acylaminorest,        R'    einen     unsubstituierten     oder     Substituierten        Alkyl-,        Ringalkylen-,        Cy-          cJoa.lkyl-,        Alkenyl-,        Aryl-,        Aralkyl-    oder       Ara.lkenylrest    und     R@,

          R3    und     R4    jeweils  einen     Reät    aus der gleichen Gruppe     wie        R'     oder Wasserstoff, wobei als spezielle Bei  spiele solcher Reste die folgenden aufgezählt       zeien:

          Methyl,        Äthyl    und höheres     Alkyl,          Ringmethylen,        Cy        clopentyl,        Cyclohexyl,        Cy-          clohexenyl,        Propenyl,        Butenyl,        Phenyl,    p  Tolyl,     p-Chlor-phenyl,        Naphthyl,        Benzyl.,          Phenylä.tlivl    und     Phenyläthenyl.     



  Es     wa.r    überraschend,     festzustellen,    dass  diese     Ketosulfone    eine neue Type von wert  vollen     Darma.ntiseptica    darstellen, welche  den bisher bekannten Verbindungen der       Sulfanilamidreihe    überlegen sind. Sie sind    praktisch nicht toxisch und werden durch  den Darmtrakt nicht resorbiert. Werden  Dosen bis zu 5     g/kg    der neuen     Sulfone    mit  einer freien     Aminogruppe    im     Phenylrest:     Mäusen verabreicht, so kann keine Spur von       diazotierbaren        .Substanzen    im Blut der Tiere  ermittelt werden.  



  Beispielsweise kann     p-Amino-phenyl-(1-          phenyl-2-benzoyl-äthyl)-sulfon    bei oraler  Applikation in 15     g/kg    übersteigenden Men  gen ohne irgendwelche toxische Symptome  Mäusen verabreicht werden. Es konnte keine  letale oder toxische Dosis erreicht werden.  Werden gewöhnliche Mäuse auf einer Diät  gehalten, die 1 % dieser neuen- Verbindung  enthält, so     wird    eine     wesentliche    Abnahme  der Anzahl der     coliformen    Organismen in  mindestens<B>80%</B> der Exkremente der behan  delten Tiere     ermittelt.     



  Die neuen Verbindungen können     dadurch     erhalten werden,     da-ss    man     p-Amino-benzol-          sulfinsäure    oder ein ähnliches     Benzolsulfin-          säurederivat,    welches in     p-Stellung    durch  einen in einen     Aminorest        überführbaren,     Stickstoff enthaltenden Rest substituiert ist,  beispielsweise     p-Nitro-benzolsulfinsäure    oder       p-Acetamino-benzolsulfinsäure,    mit einem un  gesättigten     Keton,

      welches     mindestens    eine  Doppelbindung in     a,ss-Stellung    zur     Keto-          gruppe    enthält, umsetzt. Diese Methode  wurde als. allgemein anwendbar gefunden und       gestattet    die Herstellung der verschiedensten       ,Sulfone    bezüglich des die     Ketogruppe    ent-      haltenden Restes.

   Die     Umsetzung    kann durch  Erhitzen der Komponenten in wässerigem       Alkohol    oder einem ähnlichen     geeigneten          Lösungsmittel    oder     Verdünnungsmittel    erfol  gen, wobei die     neuen        Ketosulfone    in guten  Ausbeuten erhalten werden.

   Gemäss allge  mein geltender Regel für die Anlagerungen  an die Doppelbindung der     a,ss-ungesättigten          Ketone    wird     -angenommen,    dass bei dieser  Umsetzung das     Schwefelatom    der     Sulfin-          säure    sich vermutlich mit dem     ss=Köhlen-          stoffatom    des     a,ss-ungesättigten        Ketons    ver  bindet.

   \  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     p-Nitro-          phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-äthyl)-sulfon,    wel  ches dadurch     gekennzeichnet    ist,     dass        p-Ni-          ti        o-benzolsulfinsäure    -mit     Benzalaceton    um  gesetzt wird.  



       Das        p-Nitro-phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-          äthyl)-sulfon    bildet farblose Kristalle, die bei  125 bis 126  C     schmelzen    und in den meisten  organischen Lösungsmitteln sowie in Wasser  sehr schwer, in Alkohol leicht löslich sind.  Durch     Reduktion    der Nitrogruppe kann der       Endstoff    in die     p-Aminoverbindung    überge  führt werden.    Die neue Verbindung bildet ein Zwi  schenprodukt für die Herstellung von Arz  neimitteln.  



  <I>Beispiel:</I>  5- g     p-Nitro-benzolsulfinsäure    und 5 g       Benzalaceton    werden in 200     cm@    70%igem  Äthylalkohol gemischt. Beim Erwärmen er  hält man eine klare, gelbe Lösung, welche  während 90 Minuten unter     Rückfluss    zum  Sieden erhitzt wird. Beim Stehenlassen über  Nacht- bei Zimmertemperatur scheiden sich  farblose     Kristalle    ab, welche     abfiltriert    und  zweimal aus 70%igem Alkohol     umkristalli-          siert    werden. Die Ausbeute beträgt -9,0 g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von p-Nitro- phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-äthyl)-.sulfon, da durch gekennzeichnet, dass p-Nitro-benzolsul- finsäure mit Benzalaceton umgesetzt wird.
    Das p - Nitro -phenyl - (1-phenyl-2-acetyl- äthyl)-sulfon bildet farblose Kristalle, die bei 125 bis. 126 C schmelzen und in den mei sten organischen Lösungsmitteln sowie in Wasser sehr -schwer, in Alkohol leicht lös lich sind.
CH253471D 1944-08-16 1945-12-08 Verfahren zur Herstellung von p-Nitro-phenyl-(1-phenyl-2-acetyl-äthyl)-sulfon. CH253471A (de)

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