CH261885A - Verfahren zur Darstellung eines Pentaens. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Pentaens.Info
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Description
<B>verfahren zur Darstellung eines</B> Pentaens. In der Hauptpatentschrift wurde ein Ver fahren zur Darstellung eines Pentaens darge legt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man 1- Methoxy - 3,7-dimethyl-6-oxy-9- [2',6',6'- tri- methyl-cyclohexen - (1') -y1] - nonadien- (2,7) -in (4) durch katalytische Teilhydrierung an der Dreifachbindung mit 1 Mol Wasserstoff hy driert, das erhaltene 1-Methoxy-3,
7-dimethyl. 6 - oxy - 9 - trimethyl - cyclohexenyl-nonatrien- (2,4,7) mit einem eine Allylumlagerung be wirkenden Mittel behandelt und die gebildete Verbindung unter Abspaltung des in 8-Stel- lung gewanderten Sustituenten zusammen mit einem benachbarten Wasserstoffatom in das 1- Methoxy - 3,7 - dimethyl-9- [ 2', 6',6'-trimethy 1- eyclohexen-(1')
-yl]-nonatetraen-(2,4,6,8) über führt; für die Bewirkung der Allylumlage- rung und Dehydratisierung eignet sich insbe sondere Erwärmen mit einer kleinen Menge Jod.
Es wurde nun gefunden, dass dieses Pentaen auch dadurch erhalten werden kann, dass man den gleichen Ausgangsstoff, also das 1- Methoxy - 3,7-dimethyl-6-oxy-9- [2',6',6'- tri- methyl-cyclohexen- (1' )-y1] - nonadien- (2,7) -in (4), mit einer geringen Menge Jod erwärmt und dann durch Teilhydrierung 1 Mol Was serstoff an die dreifache Bindung anlagert.
Diese Synthese verläuft nach folgendem Formelschema
EMI0001.0041
Die einzelnen Reaktionsstufen können in analoger Weise durchgeführt werden, wie es in der Hauptpatentschrift beschrieben ist, zweckmässigerweise wie folgt:
Das 1-Methoxy- 3,7;'-dimethyl-6-oxy-9-trimethyl - cyclohexenyl- nonadien-(2,7)-in-(4) wird in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels mit einem Siedepunkt zwischen 80 und 140 C mit 1 bis 2 % Jod gekocht.
An die Dreifachbindung des gebilde ten Wasserabspaltimgsproduktes lagert man unter Verwendung von Palladiumkohle-Kataly- sator, an den vor Gebrauch Chinolin adsor- biert wurde, 1 Mol Wasserstoff an.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man ein Pentaen (Vitamin-A-Methyl- äther), das die gleiche biologische Wirksam keit besitzt wie das aus natürlichen Materia lien gewonnene Vitamin-A-Derivat. Das Ver fahrensprodukt ist gekennzeichnet durch das im Ultraviolettspektrum bei 328 mAc auftre tende Absorptionsmaximum und durch die für Vitamin A charakteristischen Farbreak- tionen mit
Autimontrichlorid, Arsentrichlorid, chlorwasserstoffhaltigem Aluminiumsilikat und Trichloressigsäure.
Das Erzeugnis kann nach den gleichen Methoden gereinigt werden wie aus natür lichen Materialien gewonnene Hochkonzentrate von Vitamin A und seinen Derivaten (Tren nen zwischen Lösungsmitteln, chromatographi- sche Adsorption, schonende Destillation usw.).
Das Produkt ist genau wie natürliches Vit amin A vor dem zerstörenden Einfluss von Licht, Luft und Hitze zu schützen. Es emp fiehlt sich die Zugabe von Antioxydantien, welche auch während des gesamten Ablaufes der Synthese anwesend sein können;
als Anti- oxydantien eignen sich besonders Tocopherole. <I>Beispiel 1:</I> 10 Gewichtsteile 1-lblethoxy-3,7-dimethyl-6- oxy-9 - [2',6', 6'-trimethyl - cyclohexen- (1') -yl]- nonadien-(2,7)-in-(4) werden in 200 Raum teilen Toluol in einer inerten Atmosphäre auf 100 C erwärmt und im Verlaufe von 10 Mi nuten mit einer Lösung von 0,
15 Gewichts teilen Jod in 50 Raiunteilen Toluol versetzt. Dabei ist es zweckmässig, schon vor der Re- aktion 0,05 Gewichtsteile Tocopherol als Anti- oxydans zuzusetzen. Man rührt noch 20 Minu ten bei 110 C, lässt erkalten, wäscht mit Na- triumthiosulfatlösimg und engt im Vakuum ein.
Der Rückstand wird zwischen Petroläther vom Siedepunkt 30 bis 60 C und 95 % igem Methylalkohol verteilt. Dabei lösen sich die Wasserabspaltungsprodukte (etwa 7 Gewichts teile) im Petroläther, während irrverändertes Ausgangsmaterial (etwa 3 Gewichtsteile) in den 95%igen Methylalkohol wandert. Das Hethylalkohollösliche wird wie üblich isoliert und in genau gleicher Weise wieder mit Jod in siedendem Toluol umgesetzt.
Die Petrol- ätherlösung, die die . Wasserabspaltungspro- dukte enthält, wird mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und einge dampft.
5 Gewichtsteile des so gewonnenen Pro duktes werden in 50 Raumteilen Methylalko hol gelöst und unter Verwendung von 2 Ge wichtsteilen 4 % iger Palladiiunkohle, an die man vor Gebrauch 1 Gewichtsteil Chinolin adsorbiert, hydriert. Nach der Aufnahme von etwas weniger als 1 Mol Wasserstoff wird die Hydrierung unterbrochen, der Katalysator ab- genutscht und das Filtrat eingeengt.
Die Reinigung des so gewonnenen 20 % igen Vitainin-A-ylethyläthers gelingt beispielsweise im Diirchlaufchromatogramm durch Säulen mit wenig aktivem Aluminiumoxyd mittels Pe- troläther vom Siedepunkt 60 bis 80 C. Dabei haften Zwischenprodukte mit einer freien Oxygruppe am Al-Luniniumoxyd, während bei tieferen Wellenlängen absorbierende Neben produkte (280 bis 290 my) weniger absorbiert werden und sich in den Vorläufen anreichern.
Der Vitamin-A-Methyläther selbst wandert langsam durch die Säule, wobei seine Lage durch die intensiv gelbgrüne Fluoreszenz im Ultraviolett leicht festgestellt werden kann. Die gute Fraktion ist gekennzeichnet durch die Beständigkeit der Carr-Price-Farbreaktion -Lind die hohe Brechung des Rückstandes. Der so gereinigte Vitamin-A-Methyläther ist ein gelbes Öl, das bei 90 bis 95 C/10-5 mm siedet. Die Verbindung zeigt das charakteristische Absorptionsspektrum des Vitamin A mit Maxi mum bei 325 bis 328 mlc; sie ist biologisch hochwirksam.
Beispiel <I>2;</I> 8 Gewichtsteile 1-liethoxy-3,7-dimethyl-6- o xy-9- trimethylcyclohexenyl - nonadien - (2,7) - in-(4) erden in 200 Raumteilen Petroläther vom Siedepunkt 80 bis 110 C unter Einlei ten von Stickstoff und Rühren unter Rück fluss gekocht. Im Verlaufe von 10 Minuten wird eine Lösung von 0,15 Gewichtsteilen Jod in 50 Raumteilen Petroläther (Siedepunkt 80 bis 110 C) zugefügt.
Man rührt noch 20 Mi nuten unter Rückfloss, lässt erkalten, wäscht die Petrolätherlösung mit Natriumthiosulfat- lösung und engt im Vakuum ein. Der Rückstand wird im. Molekulardestillations- apparat bei 10-5 mm destilliert, und dann wie im Beispiel 1 in methylalkoholischer Lösung hydriert und gegebenenfalls gereinigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Penta- ens, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Methoxy -3,7-dimethyl-6-oxy-9-[2',6',6'-tri- methyl-cyclohexen- (1') -y1 l - nonadien- (2,7) -in- (4) mit einer geringen Menge Jod erwärmt und dann durch Teilhydrierung 1 Mol Was- serstoff an die dreifache Bindung anlagert.,wodurch Vitamin-A-Methylä ther gebildet wird. UNTERAN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Ausgangs verbindung in Gegenwart eines inerten Lö sungsmittels mit einem Siedepunkt zwischen 80 und 140 mit einer geringen Menge Jod kocht und dann durch katalytische Teilhy drierung 1 Mo1 Wasserstoff an die dreifache Bindung anlagert. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Allylumlagerung und die Was serabspaltung durch Erwärmen mit 1 bis 2 ä Jod bewirkt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man als inertes Lösungs mittel bei der Allylumlagerung und Wasser abspaltung Petroläther vom Siedepunkt 80 bis. 110 C verwendet. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator bei der Teilhydrie rung Palladiumkohle, an welche vor Gebrauch Chinolin adsorbiert wurde, verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Umsetzungsgemisch Antioxydantien zugesetzt. werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH261885T | 1946-12-20 | ||
| CH256698T | 1946-12-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH261885A true CH261885A (de) | 1949-05-31 |
Family
ID=25730000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH261885D CH261885A (de) | 1946-12-20 | 1946-12-20 | Verfahren zur Darstellung eines Pentaens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH261885A (de) |
-
1946
- 1946-12-20 CH CH261885D patent/CH261885A/de unknown
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