CH267686A - Verfahren zur Herstellung eines neuen acylierten Sulfonamides. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen acylierten Sulfonamides.

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CH267686A
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines neuen     acylierten    Sulfonamides.    N,     (p-Isopropoxy-benzoyl)-p;        amino-benzolsulfonamid    der Formel  
EMI0001.0004     
    und seine Salze sind bisher nicht bekannt ge  worden.  



  Das neue Sulfonamid lässt sich herstellen    durch     Verseifung    von substituierten     Amid-          inen    und     Iminoäthern    der     p-Isopropoxy-ben-          zoesäuren,    welche der Formel     II    entsprechen.  
EMI0001.0012     
         R=    bedeutet eine     Alkoxy-,        Aralkoxy-,          Amino-    oder substituierte     Aminogruppe.     



       R3    bedeutet eine     Aminogruppe    oder einen  durch     Verseifung    oder durch Reduktion in  die     Aminogruppe        überführbaren    Rest.  



       Iminoäther    und     Amidine    der Formel     II     sind leicht zugänglich. Beispielsweise erhält  
EMI0001.0026     
    man aus dem     Nitril    der     p-Isopropoxy-benzoe-          säure    und (vorzugsweise     niedrigmolekularen)     Alkoholen bei Gegenwart von wasserfreien an  organischen Säuren, wie z. B. Chlorwasser  stoffsäure, die entsprechenden Salze von       Iminoäthern    der Formel    worin     R"    eine     Alkoxy-    oder     Aralkoxygruppe     bedeutet.  



  Analoge     Amidine    der Formel     III,    worin       Ra    eine     Amino-    oder substituierte     Amino-          gruppe,    z. B. eine     Alkylamino-,    Dialkylamino-    oder     Phenylaminogruppe    bedeutet, werden  z. B. aus den obigen     Iminoäthern    durch Um  setzung mit Ammoniak oder Aminen erhalten.  Man kann jedoch an den Stickstoffatomen     un-          substituierte        Amidine    dieser Art auch direkt      herstellen, z.

   B. durch Einwirkung von     Na-          triumamid    auf     p-Isopropoxy-benzonitril.     



  Die     Amidine    bzw.     Iminoäther    der For  mel     II    werden aus den Zwischenprodukten  der Formel     III    durch Umsetzung mit einem       Halogenid    der     p-substituierten        Benzolsulfon-          säure    der Formel  
EMI0002.0012     
    erhalten, worauf der Rest     R1    gewünschten  falls in die     Aminogruppe    verwandelt werden  kann.  



  Die     Verseifung    der Verbindungen der  Formel     II    erfolgt im gewünschten Sinn beim  Erwärmen mit     Hydrolysierungsmitteln    (Salz  säure, Schwefelsäure, Phosphorsäure und der  gleichen). Zur     Verseifimg    von     Amidinen    und       Iminoäthern    mit freier     Aminogruppe          (R.3    =     IN-H.)    genügt meist     verdünnte    (1- bis       2-normale)    Salzsäure, während häufig kon  zentrierte Säuren erforderlich sind,

   wenn     R3     eine     Nitro-    oder eine     Acylaminogruppe    be  deutet. Im letzteren Fall ist es unter Umstän  den möglich, gleichzeitig mit der     Verseifung     der     Amidin-    bzw.     Iminoäthergruppe    auch die       Acylaminogruppe    zur     Aminogruppe    zu     hydro-          lysieren.        R3    wird zum Schluss, wenn nötig,     zur          Aminogruppe    reduziert bzw. verseift.  



  Die als     Ausgangsmaterial    verwendete     p-          Isopropoxy-benzoesäure        ist        bekannt.    Siehe  z. B.     Grignard,        Dupont,        Locqtün,    Traute de       chimie        organique,        Tome    XI,     page    666.  



  Das neue     acylierte    Sulfonamid lässt sich in  an sich bekannter Weise mit Basen und ba  sisch reagierenden Verbindungen in Salze       überführen.    Es ist jedoch bei einigen Verfah  ren auch möglich, die Salze, insbesondere die  Alkali- und     Erdalkalisalze,    direkt aus der       Verseifungs-    oder Reduktionsmischung abzu  scheiden.

   Die     Herstellung    der Salze     kann     auch durch doppelte     Umsetzung    von leichter  löslichen     Salzen    des     acylierten    Sulfonamids  mit Salzen solcher Basen, die schwerer lös-    liehe     Sulfonamidsalze    zu bilden vermögen,  erfolgen.  



  Das neue Sulfonamid kann mancherlei  technische Anwendung finden, z. B. als Zwi  schenprodukt für die Herstellung von Textil  hilfsmitteln. Zum Beispiel erhält. man durch       Acylierung    der     p-Aminogruppe    mit hochmole  kularen Fettsäuren     kapillaraktive    Produkte,  die z. B. als Wasch-,     Emulgier-    und Netzmittel  dienen können.  



  Wie sich gezeigt hat, ist das neue Sulfon  amid auch als Therapeutikum hervorragend  geeignet. Es besitzt geringe Toxizität bei  hoher chemotherapeutischer Wirksamkeit. Ge  genüber entsprechenden     p-Amino-benzolsul-          fonamiden,    welche mit     methoxylierten        Benzoe-          säuren        acyliert    sind, zeichnet es sieh durch  höhere Wirksamkeit und durch besonders<B><U>--</U></B>     Lite     Verträglichkeit aus, wobei selbst bei Über  dosierung     unerwünschte    Nebenwirkungen  praktisch völlig ausbleiben.

   Die     Lösliehkeits-          verhältnisse    des     N=        Acet;y        lderivates    sowohl im  Serum wie im Harn sind sehr günstig, so dass  keinerlei     Konkrementbildungen    in Leber,  Niere und Harnwegen auftreten.  



  Das neue Sulfonamid eignet sich daher zur  Bereitung von Arzneimitteln für internen  und externen Gebrauch. Es kann als freies  Sulfonamid oder in Form seiner Salze an  gewendet werden. Geeignet ist. z. B. das Na  trium-,     Kalium'-,        Lithium-,        lia-nesium-    oder       Calcitumsalz    sowie die Salze mit     or        fl,anisehen     Basen wie     Äthylamin,        Dimethvlamin,        Diäthv1-          amin,        1Iorpholin,        Äthylendiamin,        Äthanol-          amin,

          Diäthanolamin,        Triäthanolamin.    Die  Salze sind in Wasser     löslieh;    die wässerigen  Lösungen reagieren neutral oder schwach al  kalisch (PH 7-9) und sind für die Herstel  lung von Injektionslösungen sehr gut geeignet.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes bildet  ein Verfahren zur Herstellung des     NI-(4-Iso-          propoxy-benzoy1)        -p-amino-benzolsulfonamids.     welches dadurch gekennzeichnet. ist, dass man  eine Verbindung der Formel  
EMI0002.0099     
      worin R. einen durch     hydrolysierende        Mittel          abspaltbaren    Rest, wie z. B. eine     Alkoxy-,          Aralkoxy-,        Amino-    oder substituierte     Amino-          gruppe,    bedeutet, mit einem     Hydrolysierungs-          mittel    behandelt.

    



  Die entstandene neue     Verbindung,    das     Ni          (4-Isopropoxy        -benzoyl)    -     p-amino-benzolsulfon-          amid    schmilzt bei 187-188o und soll als Zwi  schenprodukt für die Herstellung von Textil  hilfsmitteln und als Therapeutikum verwen  det werden.  



       Beispiel:     107 Teile     p-Isopropoxy-benzamidin-ehlor-          hydrat     -erden in 500 Teilen trockenem     Pyr-          idin    suspendiert, mit 111 Teilen     p-Nitro-ben-          zolsulfoehlorid    versetzt und einige Stunden  auf 50-60o erwärmt. Nach dem Abkühlen  giesst man die Lösung auf Eis und setzt eine  für die Neutralisation des     Pyridins    genügende  Menge konzentrierter Salzsäure zu, wobei das  Kondensationsprodukt kristallinisch ausfällt.  Der Niederschlag wird mit Wasser gewaschen    und ohne Reinigung nach     Beehamp    reduziert.

    Das erhaltene N-     (4-Amino-benzolsulfonyl)-          4'-isopropoxy-benzamidin    vom Schmelzpunkt  <B>1680</B> wird mit 1000 Teilen     3,5o/oiger    Salzsäure  4 Stunden auf 90-1000 erwärmt. Nach Ab  kühlen wird mit verdünnter     Sodalösung    alka  lisch gestellt, filtriert und mit     85o/oiger    Essig  säure angesäuert. Durch     Umkristallisieren    aus  verdünntem Alkohol lässt sich das     Nl-(4-Iso-          propoxy-benzoyl)    - p     -amino-benzolsulfonamid     vom Schmelzpunkt 187-1880 erhalten.  



  Anstatt vom     p-Isopropoxy-benzamidin-          chlorhydrat    auszugehen, kann man auch das  entsprechende     Imino-äthy1-äther-chlorhydrat     oder ein anderes geeignetes     Stickstoff-alkylier-          tes        p-Isopropoxy-benzamidin    zur Umsetzung  mit     p-Nitrobenzolsulfochlorid    verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines acylierten Sulfonamides, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0043 worin R einen durch hydrolysierende Mittel abspaltbaren Rest bedeutet, mit einem Hydro- lysierungsmittel behandelt.
    Die entstandene neue Verbindung, das Nl- (4-Isopropoxy -benzoyl )-p-amino-benzolsulfon- amid, schmilzt bei 187-188o und soll als Zwi schenprodukt für die Herstellung von Textil- hilfsmitteln und als Therapeutikum verwen det werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen Imino- äther der Formel EMI0003.0058 worin R eine Alkoxygruppe bedeutet, mit einem Hydrolvsierungsmittel behandelt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch. gekennzeichnet, dass man ein Amidin der Formel EMI0003.0062 worin R eine Aminogruppe bedeutet, mit einem Hydrolysierungsmittel behandelt.
CH267686D 1947-04-03 1947-04-03 Verfahren zur Herstellung eines neuen acylierten Sulfonamides. CH267686A (de)

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