CH280824A - Apparatur zur Abscheidung fester und flüssiger Partikel aus einem Gasstrom mit Hilfe eines radioaktiven Ionisators. - Google Patents

Apparatur zur Abscheidung fester und flüssiger Partikel aus einem Gasstrom mit Hilfe eines radioaktiven Ionisators.

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CH280824A
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Societe Financiere D E Sfindex
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    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
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    • B03C3/41Ionising-electrodes
    • B03C3/43Ionising-electrodes radioactive

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Description


  Apparatur zur Abscheidung fester und flüssiger Partikel aus einem Gasstrom  mit Hilfe eines radioaktiven lonisators.    Gegenstand der Erfindung ist eine Appa  ratur zur elektrostatischen     Abscheidung    fester  und flüssiger Partikel aus einem kontinuier  lichen Gasstrom. Der zu reinigende Gasstrom  wird radioaktiven Strahlungsquellen ausge  setzt zur Ionisation der durchströmenden  Gasmoleküle, die ihrerseits die vom Gasstrom  mitgeführten festen und     flüssigen    Partikel  elektrisch aufladen.

   Ferner durchströmt das  Gas ein Elektrodensystem, das mit einer     elek-          trisehen    Spannungsquelle verbunden ist und  ein elektrisches Feld aufweist, das quer zur  Strömungsrichtung des Gasstromes gerichtet  ist und eine ebenfalls quer zur Gasströmung  gerichtete Ablenkung der mitgeführten elek  trisch geladenen Partikel bewirkt. Die ab  gelenkten Partikel bewegen sich somit auf die  Elektroden zu, werden dort abgeschieden und  bleiben haften. Dabei wird die am Elektro  densystem liegende Spannung so niedrig ge  halten, dass mit Sicherheit weder eine     Glimm-          entladung    noch Funkenerscheinung auftritt.  



  Es sind elektrostatische Staubabscheider  bekannt, bei denen zwischen den     Abscheider-          elektroden    so hohe elektrische Feldstärken  herrschen, dass eine elektrische     Glimment-          ladung    an den Elektroden auftritt und da  durch eine Ionisation der durch den     Abschei-          der    strömenden Gasmoleküle hervorgerufen  wird, und ein Ionisationsstronm zwischen den  Elektroden entsteht, der seinerseits die Auf  ladung der vom Gasstrom mitgeführten Par  tikel bewirkt. Die geladenen Partikel bewegen    sich dann unter Wirkung des elektrischen  Feldes auf die Elektroden zu und werden  dort abgeschieden.

   Derartige elektrostatische       Abscheider        weisen    aber den grundsätzlichen       -Nachteil    auf, dass sehr hohe elektrische Span  nungen erforderlich sind, und die     Cflimment-          ladung    zur Bildung von Ozon und andern un  erwünschten Gasen führt. Aus diesen Grün  den sind solche     Abscheider    nicht, für die  Luftreinigung in Klimaanlagen geeignet und  können wegen der Explosionsgefahr bei ent  zündlichen Gas- oder Dampfgemischen so  wie explosiblen Staubgemischen nicht ange  wendet werden.  



  Eine andere bekannte Bauweise elektro  statischer     Abseheider    besitzt eine besondere  Kammer zur Ionisation der Gasmoleküle  zwecks     Aufladung    der vom Gasstrom mitge  führten Partikel und eine zweite Kammer zur       Abseheidung    derselben in einem     Elektroden-          sy        stem.    Die     Ionisierung    des Gases wird aber  auch hier durch eine elektrische     Glimment-          ladung    bewirkt, die in unmittelbarer Um  gebung einer dünnen Drahtelektrode erzeugt  wird.

   Durch die kürzere Zeitdauer,     -während     welcher der Gasstrom der Glimmentladung  ausgesetzt ist, soll eine Reduzierung der Ozon  bildung erzielt und die Entstehung anderer  unerwünschter Gase bei der Reinigung eines  Luftstromes vermieden werden. Dennoch ist:  die Ozonbildung stark genug, um die Ver  wendung derartiger Luftreiniger in     Umluft-          Klimaanlagen    ohne Frischluftzufuhr auszu-      schliessen. Die erzeugten aggressiven Gase stö  ren auch bei vielen industriellen Anwendun  gen solcher Abscheiden, und die Explosions  gefahr ist durch die beschriebene Konstruk  tion in keiner Weise verringert.  



  Demgegenüber wird bei dem Abscheiden  gemäss der vorliegenden Erfindung die er  forderliche Ionisation der Gasmoleküle nicht  durch eine elektrische     Glimmentladung    be  wirkt, sondern durch die Anwendung einer  radioaktiven Bestrahlung des Gasstromes. Die  Spannung an den Elektroden des eigentlichen  Abscheidersystems wird so niedrig gehalten,  dass Glimm- oder Funkenerscheinungen mit  Sicherheit vermieden werden, so dass auch die  Verwendung bei explosiblen Staub- oder  Dampfgemischen bzw. Gasen zulässig ist. Die  Entstehung von Ozon oder andern störenden  Gasen ist vermieden, so dass Abscheider ge  mäss vorliegender Erfindung auch in Klima  anlagen ohne jeden Nachteil zur Reinigung  der Umluft ohne Frischluftzufuhr angewen  det werden können.

      Die Ionisierung der Gasmoleküle durch  radioaktive Strahlungsquellen wird je nach  Art der verwendeten radioaktiven Substanzen  bewirkt durch die Ausstrahlung positiver  Alpha- und negativer Beta-Teilchen, während  die von manchen Stoffen ausgestrahlten  Gamma-Photonen weniger wirksam sind. So  wohl die Alpha- wie auch die Beta-Teilchen  erzeugen durch Stoss vor allem positive  Gasionen in grosser Zahl, während die bei der  Stossionisation frei werdenden Elektronen  ihrerseits eine geringe Anzahl negativer Gas  ionen hervorrufen. Die Gasionen bewirken  ihrerseits infolge der ständigen Wärmebewe  gung eine Aufladung der im Gasstrom schwe  benden Partikel.

   Die kinetische Energie der  von den radioaktiven Substanzen emittierten  Teilchen ist so gross, dass die im Elektroden  system angewendeten Spannungen deren Bah  nen praktisch nicht beeinflussen, unabhängig  von der Polarität der Teilchen.    In den Fig. 1 bis 6 sind beispielsweise  Ausführungen des     Abscheiders    mit radio  aktivem Ionisator angegeben.    Fig. 1 zeigt das Prinzip eines Abscheidens  in zylindrischer Bauweise.  



  Fig. 2 stellt eine beispielsweise Ausfüh  rungsform für die Gestaltung der radio  aktiven Strahlungsquelle dar.  



  Fig. 3 gibt die Konstruktion des     Abschei-          ders    in zvlindrischer Bauweise mit Wasser  spülung, Hoehspannungsgerät und automa  tisch gesteuerten Ventilen an.  



  Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform in  kastenförmiger Bauweise.  



  Fig.5 stellt eine beispielsweise Ausfüh  rungsform des Abscheiders dar mit getrenn  tem rahmenförmigem Ionisator und     platten-          förmigem    Abscheider-Elektrodensystem.  



  Fig. 6 zeigt eine beispielsweise Ausführung  eines Abscheiders mit radioaktivem     Gegen-          strom-Ionisator.     



  Das Prinzip eines Abscheiders mit radio  aktivem Ionisator zeigt Fig. 1 in einer zy     lin-          drischen    Bauweise. Der von mitgeführten  festen und flüssigen Partikeln zu     reinigende     Gasstrom 1 durchströmt ein zylindrisches  Metallrohr 2, in dem konzentrisch ein Metall  stab 3 angeordnet. ist, derart, dass Metallrohr  2 und Metallstab 3 voneinander elektrisch  isoliert, sind und ein     Elektrodenpaar    bilden,  welches mit der     Spanniuigsquelle    4 verbun  den ist.

   Das Metallrohr 2     trägt    kurz     binter     seiner Eintrittsöffnung auf seiner Innen  seite einen relativ schmalen, ringförmigen Be  lag 5 aus radioaktivem Material, das vor  wiegend     Alpha-Teilehen    aussendet. Die vom  radioaktiven Belag 5 konzentrisch in Richtung  auf die Innenelektrode abgestrahlten     Alpha-          Teilchen    bewirken die erwünschte starke  Ionisation der jeweils in der bestrahlten  Querschnittebene befindlichen Gasmoleküle,  und zwar werden vorwiegend positive Gas  ionen gebildet.

   Die durch die Batterie 4 ge  genüber der Innenelektrode 3 negative Aussen  elektrode 2 übt auf diese positiv geladenen  Gasionen eine anziehende     Wirkung    aus, so  dass ein     Ionenstrom    in Richtung auf die  Aussenelektrode resultiert. Dieser     Ionenstrom     fliesst nicht nur in der radioaktiv bestrahlten       Querschnittsebene,    sondern längs des ganzen  zylindrischen     Elektrodensystems,    soweit durch      die Gasströmung diese Ionen mitgeführt wer  den. Ein derartiger Ionenstrom quer zur  Strömungsrichtung des Gases bewirkt aber  erfahrungsgemäss eine positive Aufladung der  vom Gasstrom mitgeführten festen und flüs  sigen Partikel, praktisch ohne Rücksicht auf  deren Grösse und Durchmesser.

   Die so posi  tiv aufgeladenen Partikel erfahren längs des  ganzen zylindrischen Elektrodensystems durch  das negative Potential der Aussen- gegen die  Innenelektrode eine ablenkende Kraft quer  zur Strömungsriehtung des Gases und wan  dlern zur Aussenelektrode, an deren Innen  wand sie niedergesehlagen werden und haf  tenbleiben. Bei zweckmässiger     Dimensionie-          rung    von Strömungsgeschwindigkeit,     Alpha-          Intensität,    Breite des radioaktiven Belages  und Länge des Elektrodensystems, wird eine  Abseheidung praktisch aller vom Gasstrom  mitgeführten festen und flüssigen Partikel  erzielt.

   Dabei sind die Spannung an den  Elektroden und die elektrische Feldstärke in  unmittelbarer Umgebung der Innenelektrode  genügend niedrig gehalten, um mit Sicherheit  jede Funken- und Glimmentladung zu ver  meiden.  



  Für die gewünschte Wirkungsweise der  radioaktiven Ionisation als Mittel zur     elektri-          sehen.    Aufladung der vom Gasstrom mitge  führten festen und flüssigen Partikel ist mitge  führten  nicht erforderlich, dass in der radioaktiv be  strahlten Quersehnittsebene gleichzeitig ein  elektrisches Feld herrscht. Vielmehr kann  ohne Beeinträchtigung der Wirkung im Elek  trodensystem der Fig. 1 die stabförmige In  nenelektrode so weit verkürzt werden, dass der  Gasstrom 1 nach dem Eintritt in das äussere  Rohr zuerst die radioaktiv bestrahlte     Quer-          sehnittsebene    durehströmt und erst dahinter  in das zwischen Aussen- und Innenelektrode  herrschende Feld eintritt.

   In diesem Falle  werden im bestrahlten Raum die Gasmoleküle  radioaktiv ionisiert und bewirken ihrerseits,  ohne dass sieh ein Ionisationsstrom ausbildet,  die elektrische Aufladung der vom Gasstrom       mitgeführten    festen und flüssigen Partikel  durch Stoss infolge der ständigen Wärnmebewe-    gung der Gasionen und der relativ geringen   freien Weglänge  derselben.  



  Da aber die Reichweite der für die Ioni  sation besonders wichtigen Alpha-Teilchen in  Gasen beschränkt ist und nur wenige Zenti  meter beträgt, wird das Durehmesserverhältnis  von Metallrohr 2 und Innenelektrode 3 so  gewählt, dass der lichte radiale Abstand     zwi-          sehen    den beiden Elektroden nicht grösser als  die maximale Reichweite der emittierten  Alpha-Teilchen ist.  



  Der für die Funktion des Absclheiders ent  scheidend wichtige radioaktive Belag auf der  Innenseite der     Aussenelektrode    der     Fig.l    ist  in einer beispielsweisen Ausführung in     Fig.    2  in     Aufsicht    und     Querschnitt    dargestellt., in  welcher     Ausführung    derartige radioaktive       Stralil.ungsquellen    für andere     Zwecke    bereits       bekannt    sind und angewendet werden.

   Auf  einer bandförmigen metallischen Unterlage 1  ist in freier Verteilung die radioaktive Sub  stanz 2 mittels elektrolytischen     Abscheidung     oder auf andere Weise aufgebracht, wobei seit  lich ein nichtaktiver Rand     freibleibt.    Die  aktive Schicht wird durch eine dünne Metall  folie 3, beispielsweise aus Gold, abgedeckt, die  aufgewalzt oder     elektrol@-tisch    aufgebracht  wird und derart mit der Unterlage verbunden  wird, dass die radioaktive Schicht völlig gas  dicht abgeschlossen ist. Die     Deekfolie    3 wird  so dünn gemacht, dass einerseits nur ein ge  ringer Teil der erwünschten     Alpha-Strahlung     absorbiert wird, anderseits aber der Austritt.

    des beim radioaktiven Zerfall entstehenden       Radongases    mit Sicherheit vermieden ist.  



  Das in     Fig.    2 schematisch dargestellte     ilTe-          ta.llband    mit radioaktiver Einlage wird bei  dem zylindrischen     Abseheider    gemäss     Fig.1    so  an der Innenwand der Aussenelektrode ange  bracht, dass die aktive Oberfläche mit der  dünnen Deckfolie nach dem Innenraum des       zy        lindrisehen        Elektrodensystems    gerichtet ist.  Dadurch wird der freien Abstrahlung der       Alplia-Teilehen    kein weiteres Hindernis in den  Weg gelegt und gleichzeitig der rückwärtige  Austritt radioaktiver Strahlungen durch die  Aussenelektrode zusätzlich geschwächt.

   Bei der  Verwendung intensiver     Radiumpräparate    ist      eine weitere     Abschirmung    durch einen Blei  ring erforderlich, der aussen um die Elektrode  2 herumgelegt ist.  



  Die gleiche Wirkungsweise des radioakti  ven Ionisators in der Prinzipanordnung nach  Fig.l wird erzielt, wenn der ringförmige  Belag 5 aus radioaktiven Substanzen nicht auf  der Innenseite der Aussenelektrode 2, sondern  auf der Aussenseite der Innenelektrode 3  aufgebracht ist. Im letzteren Fall muss     natür-          lieh    die aktive Seite des Belages nach aussen  gerichtet sein zwecks radioaktiver Bestrahlung  des Innenraumes der konzentrischen Elek  trodenanordnung, und ausserdem muss pro  Raumteil im radioaktiv betrachteten Quer  schnitt etwa die gleiche Zahl von Gasionen  erzeugt werden, wie bei der in Fig.1 darge  stellten Anordnung des radioaktiven Belages.  



  Eine beispielsweise Konstruktion des     Ab-          scheiders    mit radioaktivem Ionisator in zylin  drischer Bauweise zeigt Fig. 3. Der zu reini  gende Gasstrom tritt bei 1 in die Apparatur  ein und wird über den Rohrkrümmer 2 dem  Elektrodensystem zugeführt. Dieses besteht  aus der zylindrischen, im Schnitt gezeichneten  Aussenelektrode 3, die mit. Isolierringen 4  und 5 von den übrigen Konstruktionsteilen  elektrisch isoliert ist, sowie der rohrförmigen,  konzentrisch angeordneten Innenelektrode 6.  Die Innenseite des Rohrkrümmers 2 trägt einen  Ring 7, der radioaktive Substanzen enthält  und vorwiegend Alpha-Teilchen ausstrahlt.  Der aus dem untern Ende des Elektroden  systems austretende Gasstrom wird in einem  ringförmigen Gehäuse 8 umgelenkt und ver  lässt bei 9 die Apparatur.

   Die isoliert auf  gehängte Aussenelektrode 3 wird mit dem  negativen Pol 10 der Hochspannungsquelle  11 verbunden, deren positiver Pol an der  Innenelektrode 6 und damit am Gehäuse des  Apparates angeschlossen ist. Die beim Betrieb  des     Abscheiders    auf der Innenseite der       Aussenelektrode    3 niedergeschlagenen, aus  dem     Gasstrom    abgeschiedenen Partikel bil  den eine Schicht, die von Zeit zu Zeit ent  fernt werden muss. Hierzu ist eine Flüssig  keitsspülung vorgesehen und die rohrförmig  ausgebildete Innenelektrode 6 mit einer Per-    foration 13 versehen, durch welche die beim  Anschluss 14 eintretende Spülflüssigkeit gegen  die Innenseite der Aussenelektrode 3 gespritzt  wird, sobald das Ventil 15 durch seine elek  trische Betätigung 16 geöffnet wird.

   Die  Spülflüssigkeit sammelt sich im Trichter 17  und verlässt die Apparatur am Austritt 18,  wenn das Ventil 19 durch seine elektrische  Betätigung 20 geöffnet wird. Mit dem Hoch  spannungsgerät 11 arbeitet. ein Steuergerät. 21  zusammen, das bewirkt, dass bei Betätigung  des     Zuflussventils    15 die     Hoehspannungsquelle     11 abgeschaltet und gleichzeitig das     Abfluss-          ventil    19 geöffnet wird.

   Eine Zeitverzögerung  im Steuergerät 21 sorgt dafür, dass nach  Schliessung des     Zuflussventils    15 erst nach  Ablauf einer vorbestimmten     Trocknungszeit     das     Abflussventil    19 ebenfalls automatisch  schliesst und das Hochspannungsgerät 11  wieder eingeschaltet wird.  



  Wird in der beispielsweisen Ausführung  des     Abscheiders    in     konzentriseher    Bauart nach       Fig.    3 der radiale Abstand zwischen Aussen  elektrode 3 und Innenelektrode 6 grösser ge  macht als die maximale Reichweite der vom  radioaktiven Belag 7 emittierten     Alpha-Teil-          chen    in dem     zu    reinigenden Gas, so wird  der radioaktive Belag 7 nicht mehr im Rohr  krümmer 2 angebracht, sondern auf der In  nenseite der Elektrode 3, unmittelbar hinter  dem Isolierring 4.

   Damit. befindet sich der  radioaktiv bestrahlte Rohrquerschnitt im Be  reich des elektrischen Feldes zwischen den  Elektroden 3 und 6, so dass ein     Ionenstrom     entsteht, der eine elektrische     Aufladung    der  im Gasstrom mitgeführten festen und flüs  sigen Partikel auch in solchen Bereichen des  Rohrquerschnittes bewirkt., die von der radio  aktiven     Alpha-Emission    selbst. nicht mehr  erreicht werden.  



  In der in     Fig.    3 wiedergegebenen Ausfüh  rung ist der     Abscheider    mit radioaktivem     loni-          sator    für die Reinigung von kleinen     Luft-          oder    Gasmengen geeignet, aus denen feste und  flüssige Verunreinigungen abgeschieden wer  den sollen, wofür als Spülflüssigkeit warmes  Wasser verwendet wird. Bei Parallelbetrieb  einer Vielzahl solcher     Abscheider    können auch      grössere Gasmengen gereinigt werden.

   Dar  über hinaus kann der zvlindrische Abscheider  in dieser Bauweise aber mit Vorteil auch für  die Rückgewinnung wertvoller Stoffe dienen,  die in Form von Staub oder Nebel von     Luft-          oder    Grasströmen fortgeführt werden. In die  sen Fällen werden jeweils passende Lösungs  mittel als Spülflüssigkeiten verwendet, um  die     abgeschiedenen    Nutzstoffe von     uner-          wünschten    Verunreinigungen zu Seheiden. Er  forderlichenfalls wird für solche Zwecke die  Apparatur teilweise oder ganz aus Metallen  oder Materialien hergestellt, die von den zu  reinigenden Gasen oder abzuscheidenden Stof  fen chemisch nicht angegriffen werden.  



  Für die Abscheidung fester und flüssiger  Partikel aus brennbaren und explosiblen Ga  sen     kann    die beispielsweise Ausführung des  konzentrischen Abscheiders gemäss Fig. 3 ver  wendet werden nach hermetischer Isolierung  der Metallelektroden 3 und 6. Hierfür wird  als Aussenelektrode 3 ein Rohr aus isolieren  Material, beispielsweise Porzellan, Glas  oder Kunststoff, verwendet, das auf seiner  Aussenseite einen metallischen Belag besitzt ,  der an der Klemme 10 angeschlossen ist. Als  lnrnenelektrode 6 wird ebenfalls ein mit Per  foration versehenes Rohr aus Isoliermaterial  verwendet, das auf seiner Innenseite einen  metallischen, mit der Klemme 12 und dem  übrigen Gehäuse verbundenen Metallbelag  aufweist.

   Das zwischen den Metallbelägen der  beiden Elektroden bestehende elektrische Feld  wirkt durch die jeweiligen Isolierschiehten  lhindurch auf den vom Gas durchströmten       Zwischenraum    zwischen Innen- und Aussen  elektrode, so dlass die Abscheiderwirkung nicht  beeinträchtigt wird. Wohl aber wird ein  direkter Kurzschluss zwischen den Elektroden  durch Materialanhäufung oder grobe Verun  reinigungen im Gasstrom verhindert. Bei     ge-          niigend    niedriger Feldstärke ist trotz     ausrei-          ehender    Abscheiderwirkung jede     Funken-          oder    Glimnmerscheinung vermieden.

   Bei dieser  beispielsweisen Ausgestaltung des Abscheiders  mit radioaktivem Ionisator ist derselbe auch  zur Abscheidung von Metallstaub geeignet.  



  Bei konzentrischen Abscheidern mit radio-    aktivem lonisator für grössere Gasmengen  werden eine grössere Zahl von     Metallrohren     mit jeweils um den Bleiehen Betrag grö  sserem Durchmesser konzentrisch und isoliert  voneinander angeordnet und jedes zweite  Rohr mit dem positiven, die übrigen Rohre  mit dem negativen Pol einer Hochspannungs  quelle verbunden. Der radioaktive Ionisator  wird in diesem Fall in einer vor dem ge  samten System konzentrischer Rohre ge  legenen Querschnittsebene angebracht oder  auch derart aufgeteilt, dass in jedem einzel  nen der konzentrisch ineinander angeord  neten ringförmigen     Abscheiderzellen    eine       Querschnittsebene    dicht am jeweiligen Gasein  tritt radioaktiv bestrahlt wird.  



  Eine weitere beispielsweise Ausführung  des     Abseheiders    mit radioaktivem     Ionisator     zeigt.     Fig.4    in kastenförmiger Bauweise. Ein  Metallgehäuse 1 dient. als     Aussenelektrode    und  trägt auf seiner Innenseite dicht hinter der  Eintrittsebene einen radioaktiven Belag 2 in  Form eines schmalen Streifens, der vorwie  gend     Alpha-Teilchen    in Richtung auf die       Innenelektroden    3 emittiert. Diese Innen  elektroden 3 bestehen aus Metallplatten, die  von den     Aussenelektroden    isoliert sind.

   Zwi  schen Aussen- und Innenelektroden wird eine  Spannung angelegt, die eine genügend grosse  Feldstärke im     Elektrodeninnenraum    erzeugt,  uni die geladenen Partikel mit ausreichender  Beschleunigung seitlich aus dein Gasstrom  abzulenken, anderseits aber mit ausreichender  Sicherheit noch keinerlei Glimm- oder Fun  kenentladung bewirkt.  



  Bei der Ausführung des     Abseheiders    in       kastenförmiger    Bauweise gemäss     Fig.    4 kann  der radioaktive Belag in gleicher Weise auf  der Aussenseite der Innenelektroden     ange-          braelit    werden, falls die Intensität. der verwen  deten radioaktiven Substanzen genügend gross  ist. In diesem Falle besteht dann der Vor  teil,     da.ss    nur eine geringere lineare Ausdeh  nung des radioaktiven Belages notwendig ist  und gleichzeitig ein gewisser     Mindestabstand     der Strahlungsquelle von der Gehäusewan  dung gewährleistet ist, der eventuell erfor  derliche     Absehirmmassnahmen    erleichtert.

        Auch bei einer Ausführung nach Fig.4  kann die radioaktiv bestrahlte Querschnitts  ebene ausserhalb des elektrischen Feldes im  Abscheider angeordnet. werden, beispielsweise  durch Verkürzung der Innenelektroden 3,  doch darf dann der Abstand der Aussen  wände der einzelnen kastenförmigen Zellen  des     Abscheiders    1 nicht grösser als die dop  pelte Maximalreichweite der Alpha-Emission  des radioaktiven Belages 2 in dem zu reini  genden Gas sein.

   Befindet sieh dagegen die  radioaktiv bestrahlte Querschnittsebene inner  halb des elektrischen Feldes des Abscheiders,  so gilt diese Beschränkung nicht, da dann  ein Ionenstrom in der betreffenden     Quer-          sehnittsebene    entsteht, der eine Aufladung der  im Gasstrom mitgeführten festen und flüs  sigen Partikel bewirkt, auch in Bereichen der  Querschnittsebene, die ausserhalb der Maximal  reichweite der radioaktiven Alpha-Teilchen  gelegen sind.  



  Der mit radioaktiver Strahlung arbeitende  Ionisator und der elektrostatische Abseheider  selbst können auch bei kastenförmiger Bau  weise getrennt benützt werden, wie im Prinzip  in einer beispielsweisen Ausführung in Fig. 5  dargestellt. Der bei 1. eintretende Gasstrom  wird durch einen Rahmen 2 geleitet, der auf  seinen Innenseiten 3 einen radioaktiven Be  lag mit vorwiegender Alpha-Emission auf  weist und solche Abmessungen besitzt, dass  trotz der beschränkten Reichweite der     Alpha-          Teilchen    die gesamte innere Querschnitts  ebene des Rahmens keine unbestrahlten Be  reiche besitzt.

   Die Ionisation der Gasmoleküle  in der Rahmenebene bewirkt die elektrische  Aufladung der vom Gasstrom mitgeführten  festen und flüssigen Partikel, die mit dem  Gasstrom zusammen dann in das Elektroden  system des elektrostatischen     Abscheiders    ein  treten. Letzterer besteht wechselweise aus  Metallplatten 4 mit positivem und Metallplat  ten 5 mit negativem Potential. Beim Durch  strömen der Plattenzwischenräume erfahren  die geladenen Partikel eine quer zur Gas  strömung berichtete Anziehung von den je  weils entgegengesetzt geladenen Platten, be  wegen sich auf diese zu und werden auf den    Elektrodenoberflächen niedergeschlagen, wo  sie haftenbleiben. Die elektrische Feldstärke  im Elektrodensystem des Abscheiders wird  nur so gross gemacht, dass keine Glimm- oder  Funkenentladung auftritt.  



  Auch bei     kastenförmiger    Bauweise der  Abscheider mit radioaktivem Ionisator, wie  beispielsweise in Fig. 4 und 5 dargestellt, wer  den bei Verwendung für die Abscheidung  fester und flüssiger Partikel, die selbst brenn  bar sind oder von explosiblen Gasen mitge  führt werden, die metallische Oberfläche aller  Elektroden hermetisch umgeben mit Isolier  material.  



  Bei den in Fig.1 bis 5 dargestellten bei  spielsweisen Ausführungen des Abscheiders  mit radioaktivem Ionisator sind jeweils der  Einfachheit halber die radioaktiven Substan  zen in Form schmaler Streifen oder Bänder  dargestellt, entsprechend dem in Fig. 2 dar  gestellten Herstellungsverfahren. Die Wir  kungsweise des radioaktiven Ionisators wird  jedoch in keiner Weise beeinträchtigt, wenn  die     radioaktiven        Substanzen    nicht in Form  von derartigen Bändern angewendet werden,  sondern beispielsweise in entsprechender  Breite direkt auf elektrolytischem oder an  derem Wege auf die betreffenden Elektroden  aufgebracht werden.

   Es muss     lediglieli    dafür  gesorgt. sein, dass die radioaktiven     Schieliten     eine für     Alpha-Teilehen    durchlässige aber  gasdichte     Deeksehicht    erhalten, um den Aus  tritt von     Radongas    zu verhindern. Auch die  Verteilung der radioaktiven Substanz längs  der ganzen     Ausdehnung    der betreffenden  Elektrode ist möglich.  



  Bei den bisher bekannten elektrostatischen       Abseheidern,    bei denen ein getrennter       Glimmlicht-Ionisator    den eigentlichen     Ab-          scheiderzellen    vorgeschaltet ist, durchläuft der       Classtrom    die wirksame     Quersehnittsebene     des     Ionisators    in der sehr kurzen Zeit von  etwa 20     Millisekunden,    damit die Anreiche  rung mit dem im Glimmbereich entstehenden  Ozon möglichst niedrig ist.

   Durch diese ge  ringe     Verweilzeit    des Gasstromes im     Ionisator-          bereich    wird anderseits aber bewirkt, dass die       erwünschte        Aufladung    einer möglichst gro-           ssen    Zahl der vom Gasstrom mitgeführten  festen und flüssigen Partikel nur dann wahr  scheinlich ist, wenn eine starke Glimment  ladung und sehr hohe Spannung vorhanden  ist. Beim radioaktiven Ionisator sind der  artige Nachteile nicht vorhanden, so dass eine  möglichst grosse Verweilzeit des Gasstromes  im wirksamen Ionisatorbereich anzustreben ist.

    Je grösser diese Verweilzeit gemacht wird, um  so niedriger ist die erforderliche Alpha-Inten  sität des radioaktiven Belages, bzw. um so  höher kann die Gasgesehwindigkeit sein.  



  Eine beispielsweise Ausführung eines     Ab-          scheiders    mit radioaktivem Ionisator grosser  Verweilzeit zeigt im Prinzip die Fig.6. Der  Gasstrom tritt bei 1 in die Apparatur ein,  durchströmt den radioaktiven Ionisator, der  aus den Elektroden 2 und den Gegenelektro  den 3 mit dem radioaktiven Belag 4 besteht,  und tritt dann in die Abseheiderzellen ein,  die aus den positiven Platten 5 und den nega  tiven Platten 6 gebildet werden. Der radio  aktive Ionisator ist hierbei nach dem Gegen  stromprinzip aufgebaut, wobei die zwischen  den Elektroden 2 und 3 liegende Spannung  auf Grund der durch die radioaktive Emis  sion verursachten Ionisation einen Ionen  strom erzeugt, der entgegengesetzt verläuft  wie die Gasströmung.

   Durch den Gegen  stromeffekt und die lange Verweilzeit des  Gasstromes im wirksamen Ionisatorbereieh  wird ein besonders hoher Abscheidungswir  kungsgrad erzielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Apparatur zur elektrostatischen Absehei- dung fester und flüssiger Partikel. aus einem kontinuierlichen Gasstrom, dadurch gekenn zeichnet, dass der zu reinigende Gasstrom radioaktiven Strahlungsquellen ausgesetzt wird zur Ionisation der Gasmoleküle, die ihrer seits die elektrische Rufladung der vom Gas strom mitgeführten festen und flüssigen Par tikel bewirken, und ein Elektrodensystem durchströmt., das mit einer Spannungsquelle verbunden ist und ein elektrisches Feld quer zur Gasströmung aufweist, wodurch die elek trisch aufgeladenen festen und flüssigen Par- tikel eine Ablenkung quer zur Gasströmung erfahren,
    sich auf die Elektroden zu bewegen und an deren Oberflächen niedergeschlagen werden, wobei die Feldstärke im Elektroden system niedrig genug ist, um jedwede Glimm- oder Funkenentladung zu vermeiden. UNTERANSPRÜCHE 1. Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sieh die radio aktiven Strahlungsquellen innerhalb des Elektrodensystems des Abseheiders befinden und dadurch der vom elektrischen Feld durchsetzte Raumteil mindestens teilweise radioaktiv bestrahlt wird. 2.
    Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zur Ionisation der Gasmoleküle zwecks elektrischer Ruf ladung der vom Gasstrom mitgeführten festen und flüssigen Partikel vorhandenen radio aktiven Strahlungsquellen vonviegend Alpha- Teilchen emittieren. 3.
    Apparatur nach Unteransprueli 2, da durch gekennzeichnet, dass die als Strahlungs quellen vorhandenen radioaktiven Substanzen auf ein Trägermaterial aufgebracht und mit anderem Material gasdicht abgedeckt. sind, um den Austritt gasförmiger Zerfallprodukte die ser radioaktiven Substanzen in den zu reini genden Luft- oder Gasstrom zu verhindern, ohne die Alpha-Emission zu stark zu absor bieren.
    Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Abseheidung der elektrisch aufgeladenen und vom Gas strom mitgeführten festen und flüssigen Par tikel zylindrische Elektrodensysteme vorhan den sind, deren Innenelektroden gleichzeitig als Zuführungen und Düsensysteme für die Spülflüssigkeit zur Reinigung des Elekt.roden- systems von niedergeschlagenen Stoffen aus gebildet sind. 5.
    Apparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass elektrisch betrie bene und von einer Schaltuhr mit Zeitver zögerung gesteuerte Ventile am Ein- und Austritt von Leitungen für eine zur Reini gung des Elektrodensy stems von niederge- schlagenen Stoffen dienende Spülflüssigkeit vorgesehen sind, zwecks automatischer Ab schaltung der Hochspannungsquelle bei Ein leitung des Spülvorganges und automatischer Einhaltung einer Trocknungszeit vor Wieder inbetriebnahme der Hochspannungsquelle nach erfolgter Spülung. 6.
    Apparatur nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass am Austritt der Spülflüssigkeit zusätzliche Einrichtungen an gebracht sind zur Rüclkgewinnung der von den Elektrodensystemen mittels der Spülflüs- sigli:eit entfernten Stoffe.
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