CH282638A - Verfahren zur Herstellung eines neuen harzartigen Materials. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen harzartigen Materials.

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CH282638A
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    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G79/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule
    • C08G79/02—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule a linkage containing phosphorus
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines neuen harzartigen Materials.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf die Herstellung eines neuen, synthetischen  harzartigen Polyesters, welcher gleichzeitig  ausserordentlich günstige physikalische und       ehemisehe    Eigenschaften aufweist.  



  Das neue Kunstharz ist ein     Polykonden-          sationsprodukt    mit dem     ehemisehen    Charak-         ter    eines linearen, aromatischen Polyphospha  tes, in welchem die Phosphoratome in linearer  Anordnung je mit. zwei aromatischen Grup  pen     verestert.    sind und ausserdem je eine aro  matische, nicht kettenbildende     Estergruppe     tragen.  



  Es besitzt die Formel:  
EMI0001.0008     
    Das neue     -Material    ist in Wasser, Alkohol,  Äther und     Paraffinen    unlöslich, jedoch in  Chloroform,     Dioxan    und Gemischen von Ben  zol und Alkohol sowie in verschiedenen an  dern Gemischen organischer Flüssigkeiten,  welche einzeln dieses Material nicht. zu lösen  vermögen, löslich. Es lässt sich ferner in ver  hältnismässig kleinen Mengen von Benzol und       Toluol    unter Bildung von     konz.    Lösungen  lösen. Lösungen dieses Harzes sind klare,       durehsiehtige,    viskose     Flüssigkeiten.    Das neue       harz    wird bei genügendem Erhitzen weich  und schmelzbar.

   Es härtet in der Wärme nicht,  kann jedoch durch chemische Veränderung in    einen in der     Wärme        unse        hmelzbaren    Zustand  gebracht werden. Bei Verwendung von flüch  tigen Lösungsmitteln kann das Harz durch  Spritzen, Bürsten oder durch Tauehen als  Überzug auf Metalle, Glas, Holz, Gummi usw.  aufgetragen werden, wobei die so erhaltenen  Überzüge einen hohen Glanz und gute Bieg  samkeit besitzen; sie sind äusserst gut zum  Schützen von Metallflächen gegen Korrosion  geeignet. Das Harz zeichnet sich ferner durch  ausserordentlich gute Klarheit, hohes Bre  chungsvermögen und im allgemeinen durch  ein blasses oder farbloses Aussehen aus.

   Es ist  gegen Wasser und Säuren äusserst wider-           standsfäliig,    besitzt eine geringe Entflammbar  keit und kann ohne Zersetzung auf etwa  300  C erhitzt werden.  



  Das neue Harz kann auch als Kitt für  Bindezwecke, z. B. für Glas, verwendet wer  den. Es kann ferner zum Verbinden von Me  tallen, Gummi, Holz und andern Materialien  Verwendung finden. Überdies ist es ein her  vorragendes Bindemittel für unlösliche Füll  mittel, Pigmente und dergleichen. Durch Ein  verleiben solcher Stoffe in das erfindungs  gemässe Harz bei einer Temperatur, welche  über dem     Erweichungspunkt        liegt,    erhält man  ein thermoplastisches Material von hoher Zä  higkeit und günstigen mechanischen     Eigen-          sehaften.     



  Diese thermoplastische Masse kann zur  Herstellung von Grammophonplatten und  ähnlichen Gegenständen,     aie    unter Erziehung  scharfer Konturen geformt werden sollen, ver  wendet werden.  



  Das neue Material ist mit manchen andern,  organischen filmbildenden Materialien ver  träglich; so ist es beispielsweise in beliebigen  Mengenverhältnissen mit     Industrienitrozellu-          lose    und in gewissen     11engenverhältnissen    mit       Äthy        lzellulose,        Poly        vinylchlorid    und v     erschie-          denen    andern Polymeren mischbar.     Gewünseh-          tenfalls    können     Plastifizierungsmittel    für sol  che filmbildenden Materialien in Lösung mit  samt dem neuen Harz gehalten werden.

   Über  züge, welche das neue Harz und Nitrozellu  lose enthalten, sind weniger entflammbar als       Nitrozelluloseüberzüge    allein; das neue Mate  rial besitzt somit. auf Nitrozellulose eine       flammhemmende        Wirkung.     



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  das neue, harzartige Material dadurch her  gestellt, dass     p-tert.-Oetyiphenoxy-phosphoryl-          dichlorid    und     Hydrochinon        miteinander    kon  densiert werden.  



  Das     p-tert.-Oetylphenoxy-phosphorvldiehlo-          rid        und    das     Hydrochinon    werden vorzugs  weise in     äquimolekularen    Mengen, verwendet.  



  Die Kondensation wird vorzugsweise da  durch bewirkt, dass ein Gemisch der genann  ten Verbindungen erhitzt wird, zweckmässig  während einiger Stunden bei Temperaturen,         welehe    progressiv mit     dem        Fortsehreiten    der       Umsetzung    von etwa 100 bis 180  C im An  fangsstadium bis auf etwa 1.90 bis     240         C'     steigen. Es     ist.    wünschenswert, das Reaktion     s-          1.emisch    insbesondere bei Beginn der     Viskosi-          tätszuna.hme    langsam zu rühren.

   Selbstver  ständlich     inuss    die     Feuehtigkeit    während der  Reaktion ausgeschlossen werden. Es ist daher  zweckmässig, die Umsetzung in einer     inerten     Atmosphäre, wie zum Beispiel Stickstoff oder  Kohlendioxyd, durchzuführen. Die     Umsetzung-          erfolgt        ztveckmässig    bei normalen Drücken,  wobei es ferner vorteilhaft ist, nach Beendi  gung der Umsetzung das Material unter Va  kuum zu setzen, um Spuren von Chlorwasser  stoff aus dem viskosen Produkt     zu    entfernen.  Die Anwesenheit von Chlorwasserstoff entfer  nenden Katalysatoren, wie z.

   B.     metallisehein     Zinn,     Calciumehlorid,        Bortrifluorid    und Zink  oder Aluminiumchlorid, die beiden letzteren  in sehr kleinen Mengen, mag in manchen Fäl  len     -wünschenswert    sein, um den Reaktions  verlauf zu begünstigen.  



  Die in Frage stehende     Kondensation    kann  auch durch Behandeln des     p.-tert.-Octylphen-          oxy-phosplior3rldiehlorids    mit dem     Hydrochi-          non    in einem üblichen Lösungsmittel, das eine  Chlorwasserstoff bindende Substanz enthält,  erfolgen. Als Beispiele eines solchen Lösungs  mittels seien genannt  Äther, Benzol und Chloroform. Die Chlor  wasserstoff bindende     Substanz    kann zum Bei  spiel ein tertiäres Amin, wie     Pyridin,    sein.  



  Das entstandene harzartige Material kann       gewünsehtenfalls        gereinigt.    werden. So kann  es     beispielsweise    in Benzol gelöst und hierauf  aus dieser Lösung durch Zusatz von Äther  ausgefällt werden. Der     Nieclerselilag-,    welcher  in Form eines dickflüssigen, mit. Äther     solva-          tierten    Körpers vorliegt,     kann    mit. Äther wei  ter gewaschen und nachträglich unter nor  malem oder vermindertem Druck     getroeknet     werden.  



  Die Erfindung sei durch das folgende Bei  spiel erläutert:       Beispiel:     323g     p-tert.-Octylphenoxy        -phosphoryl-di-          chlorid        (Sdp.        154     C 1,2 mm) werden auf           einem    Bad aus geschmolzenem Metall     zusain-          men    mit<B>110-</B>     Hydrochinon    in einem     Glas-          gel'iiL>    erhitzt, das mit einem langsam laufen  den     Rührer    und einem Luftkühler, von dessen  Ende ein Rohr in eine Chlorwasserstoff ab  sorbierende Flüssigkeit führt,

   ausgerüstet ist.  Der Inhalt des Gefässes wird mittels eines       Chlorealeiumrohres        -egen    Feuchtigkeitszutritt  geschützt. Bei     einer\Badtemperatur    von etwa  150  C beginnt sieh Chlorwasserstoff zu ent  wickeln. Nach     3stündigem    Erhitzen bei     die-          ser        Temperatur        sind        50%        des        Chlorgehaltes     des Gemisches in Form von Chlorwasserstoff  in der Flüssigkeit absorbiert. Nun wird 1 g  metallisches Zinn in das Gefäss eingetragen  und die Temperatur im Verlauf von 3 Stun  den allmählich auf 185  C erhöht.

   Nach 20  stündigem Erhitzen, vom Beginn der Reak  tion an gerechnet, beträgt die Menge des     ent-          wickelten        Chlors        91%        der        Gesamtmenge.        In     diesem Stadium wird das Reaktionsgefäss mit  tels einer     Wasserstrahlpumpe    auf einen Druck  von     ?Z        nim    evakuiert. Das Erhitzen wird unter       verininderteni    Druck bei 180 bis 185  C wäh  rend weiterer 5 Stunden fortgesetzt.

   Nach       Ablauf    dieser Zeit ist keine Entwicklung von       Chlorwasserstoffblasen    mehr feststellbar. Das  zähflüssige Reaktionsgemisch wird hierauf in  heissem Zustand in     Aluminiumschalen    gegos  sen. Das Reaktionsgemisch bildet beim Ab  kühlen ein klares, glasähnliches; nahezu farb  loses Harz, das in kleine Klumpen zerbrochen   -erden kann.  



  Das erhaltene Harz weist eine     Erwei-          ehnngstemperatur    von     110 C    auf, bestimmt.       nach    der Methode mit Kugel und Ring, und  besitzt eine Säurezahl von 9. Es ist in ver  schiedenartigen Lösungsmitteln löslich, bei  spielsweise in Äther, Estern, z.

   B.     Essigsäure-          but.ylester,        Essigsäureäthylester,        Essigsäure-          aini1ester,        1lilchsäurebutylester    und in     Ge-          mischen    von Alkoholen und aromatischen       Kohlenwasserstoffen.    Es ist praktisch in je  dem Lösungsmittel, das sieh zum Lösen indu  strieller Nitrozellulose eignet, löslich.

   Lösun  gen des Harzes können mit ziemlich grossen       Nengen        (etwa        30%)        aliphatischen        Kohlen-          wasserstoffen    verdünnt werden. Das Harz ist    in     Wasser    und in Alkohol unlöslich. Es ist       ,-egenüber    Wasser ausserordentlich beständig.  Lösungen des Harzes in industriellen Lösungs  initteln können während langer Zeit gelagert  werden, ohne dass dabei die Säurezahl der  Lösung eine Änderung erfährt.

   Das Harz be  sitzt ein gutes Adhäsionsvermögen gegenüber  verschiedenen Oberflächen, einschliesslich  Oberflächen von Leichtmetallen, wie Alumi  nium und seinen Legierungen, und lässt sich  mit, Erfolg als filmbildendes Material zur Er  zeugung von Oberflächenüberzügen, mit oder  ohne Pigmenten, oder als     Grundierüberzug     zur Erleichterung der Adhäsion anderer  Überzüge und als Zusatz zu Nitrozellulose und  andern Polymeren zwecks Erhöhung ihres  Haftvermögens und Verminderung ihrer Ent  flammbarkeit verwenden.  



  Das Harz kann auch     als    Versteifungsmit  tel zum Imprägnieren von Geweben, insbeson  dere     -'#N'ollgeweben,    oder als Bindemittel für       Pressmassen    mit Erfolg verwendet werden.  



  Das Harz kann durch Erhitzen in Gegen  wart von verschiedenen     l@Ietalloxy    den, z. B.  Bleioxyd,     unsehmelzbar    gemacht werden, wo  durch gleichzeitig dessen Löslichkeit in orga  nischen Lösungsmitteln verringert wird. So  kann man zum Beispiel durch Zusatz einer  kleinen     Menge    eines solchen Oxyds, z. B. 1 bis  5 Teile Bleiglätte, zu diesem Harz und an  schliessendes Erhitzen bei zum Beispiel 80 bis       200     C das Harz     unschmelzbar    machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen harzartigen Materials, dadurch gekennzeich net, dass man p-tert.-Octylphenoxy-phospho- ryl-dichlorid und Hydroehinon miteinander kondensiert. Das neue harzartige Material weist eine Erweiehungstemperatur von 110 C auf und ist in Wasser, Alkohol, Äther und Paraffinen umlöslich, hingegen in Chloroform, Dioxan und Gemischen von Benzol und Alkohol lös lich. Das harzartige Material zeichnet sieh fer ner durch hohes Brechungsvermögen und ge ringe Entflammbarkeit aus und lässt sieh ohne Zersetzung auf etwa 300 C erhitzen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das p-tert.-Octyl- phenoxy-phosphoryldichlorid und das Hydro- chinon in äquimolekularen Mengen verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch aus p-tert.-Oetylphen- oxy-phosphoryldiehlorid und aus Hydrochinon erhitzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kondensation in einer eier ten Atmosphäre erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass nach Beendigung der Konden sation das entstandene Material vermindertem Druck ausgesetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass :das Reaktionsgemisch einen Ka talysator für das Entfernen des Chlorwasser stoffes enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass als Katalysator metallisches Zinn verwendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass als Katalysator Calciumchlorid verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass als Katalysator Bortrifluorid verwendet wird . 9. Verfahren nach Patentansprueli und Unteranspriiehen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass als Katalysator Zinkehlorid ver wendet wird. 10.
    Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprüehen 1 bis 5, dadureh gekenn zeichnet, dass als Katalysator Aluminiumchlo rid verwendet wird. 11. Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprueli 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation dadurch erfolgt, dass das p-tert.-Octylphenoxy-phosphoi@yldielilorid mit dem Hydrochinon in einem gemeinsamen Lösungsmittel behandelt wird. 12.
    Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprüchen 1 und 11, dadurch gekerrrr- zeichnet, dass als Lösungsmittel. Äther verwen det wird. 13. Verfahren nach Paterit.arisprueh und Unteransprüehen 1 und 11., dadurch gekenn zeichnet, dass als Lösungsmittel Benzol ver wendet wird. 14. Verfahren nach Patentarisprueh und Unteransprüchen 1 und 11, dadurch gekenn zeichnet, dass als Lösungsmittel Chloroform verwendet, wird. 15.
    Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprüchen 1 und 11, dadurch gekenn zeichnet, dass das Lösungsmittel als Chlorwas serstoff bindende Substanz ein tertiäres Amin enthält. 16. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 11 und 1.5, dadurch ge kennzeichnet, dass als tertiäres Amin Pyridirr verwendet wird.
CH282638D 1948-01-02 1948-12-31 Verfahren zur Herstellung eines neuen harzartigen Materials. CH282638A (de)

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CH277666T 1948-12-31

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2716101A (en) * 1952-09-10 1955-08-23 Eastman Kodak Co Polymeric organo-phosphonates containing phosphato groups
US2716100A (en) * 1952-09-10 1955-08-23 Eastman Kodak Co Resinous, linear polymeric chloroalkanephosphonates
US2743258A (en) * 1952-09-10 1956-04-24 Eastman Kodak Co Resinous, linear polymeric alkane-phosphonates

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