CH282881A - Verfahren zur Herstellung einer quaternären Ammoniumverbindung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer quaternären Ammoniumverbindung.Info
- Publication number
- CH282881A CH282881A CH282881DA CH282881A CH 282881 A CH282881 A CH 282881A CH 282881D A CH282881D A CH 282881DA CH 282881 A CH282881 A CH 282881A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- sep
- quaternary ammonium
- methyl
- dodecanoyl
- compound
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C233/00—Carboxylic acid amides
- C07C233/89—Carboxylic acid amides having nitrogen atoms of carboxamide groups quaternised
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N37/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
- A01N37/44—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing at least one carboxylic group or a thio analogue, or a derivative thereof, and a nitrogen atom attached to the same carbon skeleton by a single or double bond, this nitrogen atom not being a member of a derivative or of a thio analogue of a carboxylic group, e.g. amino-carboxylic acids
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C233/00—Carboxylic acid amides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C237/00—Carboxylic acid amides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by amino groups
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Agronomy & Crop Science (AREA)
- Pest Control & Pesticides (AREA)
- Plant Pathology (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Dentistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung einer quaternären Ammoniumverbindung. Verbindungen der allgemeinen Formel
EMI0001.0003
worin R einen Alkylrest mit 7 bis 15 C-Ato- men, Hal Chlor oder Brom, R' einen nied rigen Alkylrest und R" Wasserstoff, Chlor, Brom, einen Alkyl- oder Alkoxyrest oder meh rere dieser Substituenten bedeuten, sind bisher nicht bekanntgeworden.
Wie gefunden wurde, zeichnen sich diese Verbindungen durch eine sehr starke bakteri zide Wirksamkeit vor bekannten quaternären Ammoniumverbindungen aus; gleichzeitig be- sit.zen sie gegenüber einem grossen Teil dieser Verbindungen auch den Vorzug, dass sie meist feste kristallisierte Körper sind und deshalb für eine grössere Zahl von Verwendungs7wek- ken in Betracht kommen.
Die neuen Verbindungen lassen sieh nach verschiedenen, unter sich verwandten Verfah ren herstellen.
So kann man basische Amide der allgemei nen Formel
EMI0001.0019
mit Halogenaeetaniliden der allgemeinen For mel
EMI0001.0021
umsetzen. Hierin und in allen weiteren all gemeinen Formeln haben R, Hal, R' und R" stets die oben gegebene Bedeutung.
Man kann aber auch Verbindungen der all gemeinen Formel
EMI0001.0024
mit Dimethylaminoacetaniliden der allgemei nen Formel
EMI0001.0026
zur Umsetzung bringen.
Im weiteren kann man auch Verbindungen der allgemeinen Formel
EMI0002.0001
mit Methylchlorid bzw. Methylbromid im Autoklaven umsetzen.
Die vorgenannten Umsetzungen können in An- oder Abwesenheit von geeigneten Lösungs mitteln, wovon Benzol, Toluol, Xylol, Aceton, Äthyl- und Butylacetat sowie Wasser genannt seien, vorgenommen und gegebenenfalls durch Zusatz von geringen Mengen Kaliumjodid er leichtert werden.
Die zur erstgenannten Umsetzung verwen deten basischen Amide erhält man zum Bei spiel durch längeres Erhitzen von höheren Fettsäuren, insbesondere Laurinsäure oder 3/Iyristinsäure, aber auch Palmitinsäure, mit niedrigen Dimethylaminoäthyl-alkylaminen, wobei an Stelle der freien Fettsäuren auch Derivate, insbesondere Säurehalogenide oder Ester derselben, verwendet werden können.
Hierbei ist es nicht notwendig, dass der Alkylrest der Fettsäure eine einheitliche Ket tenlänge aufweist. Es können mit Vorteil auch Gemische höherer Fettsäuren verwendet wer den, wie sie bei der Spaltung pflanzlicher und tierischer Fette und Öle anfallen. Solche Ge mische von Fettsäuren, z. B. aus Palmkernfet- ten, enthalten neben Fettsäuren mit durch schnittlicher Alkylkettenlänge von 11 bis 13 Kohlenstoffatomen auch geringe Anteile an niedrigeren und höheren Fettsäuren.
Durch einmalige Destillation kann man diese Anteile abtrennen und erhält dann ein Pettsäure- gemisch, das im wesentlichen eine Alkylketten- länge von 11 bis 13 Kohlenstoffatomen auf weist.
Als erfindungsgemäss verwendete Halogen- aeetanilide der allgemeinen Formel
EMI0002.0029
seien beispielsweise das Chloracet- und, Brom- acet-anüid, -o-toluidid, -m-tolLiidid, -p-toluidid, -o-anisidid, -m-anisidid, -p-anisidid, -o-chlor- anilid, -m-chloranilid, -p-chloranilid, -p-brom- anilid,
-3,4-dichloranilid, -2,4-dimethylanilid und -2,5-dimethylanilid genannt.
Die neuen Verbindungen können in Form ihrer wässerigen Lösungen zur Desinfektion der Hautoberflächen von Mensch und Tieren sowie zur Desinfektion von Wohnräumen, Bö den oder von Gebrauchsgegenständen aller Art, wie von Bestecken, Geschirr, ärztlichen Instrumenten, Krankenwäsche usw., aber auch von Sputum, Exkrementen usw. Verwen dung finden. Die Gebrauchslösungen können vom Verbraucher in üblicher Weise, z. B. durch Verdünnen von konzentrierten Lösun gen, zubereitet werden oder auch durch direk tes Auflösen der festen Verbindungen in Was ser. Zur letzteren Anwendung können die neuen Verbindungen auch in Tablettenform gebracht werden. Weiterhin können sie zum Beispiel durch Zusatz von andern desinfizie rend wirkenden Stoffen, wie z.
B. Phenolen, oder von Rostschutzmitteln, wie z. B. von Na triumnitrit oder oetyloxyessigsaurem Natrium, verschiedenen Verwendungszwecken angepasst werden. Ferner können sie auch mit pulver förmigen Stoffen oder mit organischen Lö sungsmitteln kombiniert ebenso Salben und Pasten einverleibt werden.
Die desinfizierende Wirkung ist sowohl gegen gram-positive Infek tionserreger, wie Staphylokokken, als auch gegen gramnegative, wie Baeteriunz coli, Ty phus, ParatyphLis B, Baeterium pyoeyaneum, Enteritis Gärtner usw., vorzüglich. Infolge ihrer kapillaraktiven Eigenschaf ten können die neuen Verbindungen auch als Netz- und Dispergiermittel für verschiedene technische Zwecke in Betracht kommen, so zum Beispiel in der Leder-, Papier- und Textil industrie.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung einer quater- nären AmmoniLUnverbindung. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI0003.0001
mit einer Verbindung der Formel
EMI0003.0002
X-CH2--CO-NH- <SEP> < D,
<tb> CH,
<tb> worin <SEP> das <SEP> eine <SEP> X <SEP> den <SEP> -N <SEP> < CH, <SEP> und
<tb> CH3 das andere X Chlor bedeuten, umsetzt.
In Ausführung des Verfahrens kann man Dode- eanoy 1- N,N - dimethy 1- aminoäthyl - N'-methyl- amid mit Chloracetanilid reagieren lassen oder man setzt Dodecanoyl-ss-chlor-äthyl-me- thylamid mit Dimethylamino-essigsäure-anilid um.
Die erhaltene neue Verbindung, das (Dode- eatioy 1-N' - methy 1- aminoäthyl) - (phenylcarba- myl-methyl)-dimethyl-ammoniumchlorid, zeigt einen Schmelzpunkt von 124 . Sie soll als Des infektionsmittel Verwendung finden.
<I>Beispiel 1:</I> 284 Teile Dodecanoyl-N,N-dimethyl-amino- ättiyl-N'-inethyl-amid vom Siedepunkt 140 bis 160 bei 0,3 mm Druck (z. B. aus Laurinsäure und Trimethyläthylendiafnin hergestellt) wer den mit 169,5 Teilen Chloracetanilid in 800 Teilen Ä thylacetat 6 Stunden unter Rüekfluss gekocht. Der beim Stehen ausgefallene Nieder schlag wird abgesaugt.
Nach Umkristallisieren aus Aceton erhält man das (Dodeeanoyl-N'-me- thyl-aminoäthyl) - (phenylcarba.myl-methyl).- dimethyl-ammoniumehlorid als weisse Sub stanz vom Schmelzpunkt 124 , die klar in Wasser löslich ist.. Beispiel <I>2:</I> 275,5 Teile Dodecanoyl-ss-chlor-äthyl-me- thylamid und 178 Teile Dimethylamino-essig- säure-anilid werden in 600 Teilen Äthylace- tat 12 Stunden unter Rückfluss gekocht.
Nach dem Abkühlen wird abgesaugt und nach Um kristallisieren aus Äthylacetat erhält man (Dodecanoyl -N'-inethyl-aminoäthyl) - (phenyl- carbamyl-methyl) - dimethyl-ammoniumchlorid vom Schmelzpunkt 124 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer quater- nären Ammoniumverbindung, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0050 mit einer Verbindung der Formel EMI0003.0051 X-CH2-CO-NH-<B> < Z></B>, <tb> CH3 <tb> worin <SEP> das <SEP> eine <SEP> X <SEP> den <SEP> -N <SEP> <I> < CH,</I> <SEP> und <tb> <B>C@3</B> das andere X Chlor bedeuten, umsetzt. Die erhaltene neue Verbindung, das (Dodecanoyl-N'-methyl-aminoäthyl)-(phenyl- carbamyl-methyl) -dimethyl-ammoniumehlorid, zeigt einen Schmelzpunkt von 124 . UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man Dodeca- noyl-N,N-dimethyl-aminoäthyl-N'-methyl-amid mit Chloraeetanilid umsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Dodecanoyl- ss-chlor-äthyl-methylamid mit Dimethylamino- essigsäure-anilid umsetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH282881T | 1950-02-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH282881A true CH282881A (de) | 1952-05-15 |
Family
ID=4483869
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH282881D CH282881A (de) | 1950-02-24 | 1950-02-24 | Verfahren zur Herstellung einer quaternären Ammoniumverbindung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH282881A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2912460A (en) * | 1952-08-18 | 1959-11-10 | Hoechst Ag | Basically substituted carboxylic acid amides and a process of preparing them |
-
1950
- 1950-02-24 CH CH282881D patent/CH282881A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2912460A (en) * | 1952-08-18 | 1959-11-10 | Hoechst Ag | Basically substituted carboxylic acid amides and a process of preparing them |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2303761A1 (de) | Neue n,n'-disubstituierte thioharnstoffe, deren herstellung sowie verwendung als antimikrobielle substanzen | |
| DE1167328B (de) | Verfahren zur Herstellung von Salicylsaeureaniliden | |
| CH618688A5 (de) | ||
| DE1695780A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen N-Alkyl-3,1-benzoxain-2-onen | |
| CH282881A (de) | Verfahren zur Herstellung einer quaternären Ammoniumverbindung. | |
| DE855550C (de) | Verfahren zur Herstellung von quaternaeren Ammoniumverbindungen | |
| DE1083830B (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-Aminothiophen-2-carbonsaeureestern bzw. den entsprechenden freien Carbonsaeuren | |
| DE2451899C2 (de) | Triazindionverbindungen | |
| DE1026301B (de) | Verfahren zur Herstellung von antimykotisch wirksamen 4-Halogensalicylsaeureamiden | |
| DE737980C (de) | Verfahren zur Herstellung von am Stickstoff substituierter Sulfimiden | |
| DE2162238B2 (de) | 2-Methyl-33-dijod-4-hydroxy-6chlorpyridin-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende herbizide Mittel | |
| AT218530B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 2, 3-Dimercaptochinoxalins | |
| DE2508420A1 (de) | Quaternaere imidazoliumverbindungen | |
| AT205803B (de) | Schädlingsbekämpfungsmittel | |
| AT353984B (de) | Mikrobizide zubereitung | |
| DE2054235A1 (de) | Oximdenvate und deren Verwendung als Fungizide | |
| AT208845B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Anthranilsäurederivaten | |
| AT211603B (de) | Selektive herbizide Mischungen | |
| DE1050753B (de) | Verfahren zur Herstellung von a, ß, /5'-Trichlorisobuttersäure | |
| AT120407B (de) | Verfahren zur Darstellung von Estern von Derivaten des 4-Oxypiperidins. | |
| DE1768833A1 (de) | Methylen-bis-(phenylsulfid)-4-arylsulfonsaeure-ester | |
| DE2054887A1 (en) | Antifungal bromonitroalkanols - for plant protection | |
| CH229982A (de) | Verfahren zur Darstellung von 5,7-Dichlor-8-oxychinaldin. | |
| CH214904A (de) | Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, höhermolekularen, a-substituierten Benzylaminderivates. | |
| CH304558A (de) | Verfahren zur Herstellung eines bakteriziden Salicylanilides. |