CH286094A - Verfahren zur Gewinnung von schwerflüchtigen Elementen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von schwerflüchtigen Elementen.

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CH286094A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B35/00Boron; Compounds thereof
    • C01B35/06Boron halogen compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  International Alloys Limited, Aylesbury (Buckinghamshire, GroBbritannien:  Verfahren zur Gewinnung von schwerflüchtigen Elementen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  (Gewinnung von schwerflüchtigen Elementen,  insbesondere von Metallen.  



  Bekanntlich können Elemente, insbeson  dere Metalle wie Quecksilber, Kadmium,  Zink, Magnesium, Thallium und die Alkali  metalle, die bei technisch verwendbaren Tem  peraturen einen genügend hohen Dampf  druck haben, durch direkte Destillation, das  heisst durch vorübergehende Überführung in  den Dampfzustand raffiniert oder aus sol  chen Ausgangsstoffen, die das Element in  elementarer Form enthalten, gewonnen wer  den, indem man     das    Ausgangsmaterial unter  normalem oder, um die Destillationstempe  ratur herabzusetzen, unter reduziertem Druck  erhitzt und die entstehenden Dämpfe in  einem geeigneten Kondensator kühlt.  



  Die vorliegende Erfindung ermöglicht die  Gewinnung solcher Elemente, insbesondere  Metalle, die bei technisch anwendbaren Tem  peraturen keinen zur direkten Destillation  hinreichenden Dampfdruck haben (schwer  flüchtige Elemente) aus Ausgangsstoffen, die  diese Elemente in elementarer Form enthal  ten.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann  auf unreine schwerflüchtige Elemente, ins  besondere Metalle, angewandt werden und auf  solche Gemenge, Gemische oder Lösungen,  insbesondere Legierungen, die ein oder meh  rere schwerflüchtige Elemente, insbesondere  Metalle enthalten.  



  Die Erfindung beruht auf der Existenz  instabiler Halogenide schwerflüchtiger Ele-    mente, wie z. B. BBr, BCl, BF, CoBr, CoCl,  CeBr, CeCl, MnF, NiBr, NiCl, SnBr, SnCl,       SnF,        TiCl,    in der Dampfphase. In diesen  Verbindungen weist das     sehwerflüchtige        Ele-          inent    eine niedrigere     Valenz    auf als in seinen  beständigen Halogenverbindungen. Die Exi  stenz dieser Verbindungen in der Dampf  phase kann nur durch indirekte Mittel wie  ihr Absorptionsspektrum nachgewiesen wer  den.  



  Die schwerflüchtigen Elemente können bei  Temperaturen unterhalb der Temperatur  ihrer direkten Verdampfung in die Dampf  phase überführt werden, durch beliebige An  näherung an das Gleichgewicht     zwischen    dem  das feste oder flüssige Element enthaltenden  Material und dem Dampf eines höheren Halo  genides des Elementes, ein Gleichgewichts  zustand, bei dem sich in der entstehenden  Dampfmischung Dampf eines niedrigeren       Halogenides    bildet.  



  Unter dem Ausdruck  höheres     Halogenid     des Elementes  soll ein stabiles     Halogenid    des  Elementes verstanden werden, in welchem  das Element eine     Valenz    von mehr als eins  besitzt und welches ohne sich in Element und  Halogen zu zersetzen auf die Reaktionstem  peratur gebracht werden kann. Falls mehr als  ein solches     Halogenid    existiert, wird vorzugs  weise dasjenige stabile     Halogenid    verwendet,  in dem das Element- die niedrigste     Valenz     besitzt.  



  Das schwerflüchtige Element kann dann  beispielsweise dadurch gewonnen werden, dass  die entstandenen Dämpfe durch     Abkühlung         in das Element und das ursprüngliche Halo  genid zerlegt werden oder auch durch Ab  sorption des Elementes     durch    ein anderes  Element, beispielsweise Metall.  



  Bei einer Variante der Erfindung wird  das höhere Halogenid durch das Mono- oder  höhere     Halogenid    eines andern als des zu  gewinnenden Elementes, insbesondere eines  Metallen ersetzt, das unter den Reaktions  bedingungen flüchtig ist, wodurch die entste  hende Dampfmischung den Dampf dieses  andern Elementes zusammen mit dem insta  bilen Halogenid des zu gewinnenden Metallen  enthält. Wenn das Halogenid des andern Me  tallen unterhalb der Kondensationstemperatur  und in Berührung mit dem zu gewinnenden  Metall stabil ist, so wird das schwerflüchtige  Element und das     Halogenid    des andern Ele  mentes durch Abkühlung oder Absorption der  Reaktionsdämpfe zurückgewonnen.  



  Gemäss einer weiteren Variante der Erfin  dung können solche halogenhaltige Substan  zen wie die Wasserstoff-Halogenide oder die  Halogene selbst verwendet werden, die aber  in nicht vollständig umkehrbarer Weise mit  dem im Ausgangsmaterial enthaltenen Ele  ment reagieren und eine Mischung von niedri  gen und höheren Halogenverbindungen bil  den. Diese Reaktion erfolgt mit allen     halogen-          haltigen    Substanzen, die unter üblichen Be  dingungen mit demn nichtflüchtigen Element  das normale stabile Halogenid dieses Elemen  tes bilden. In diesem Fall führt die Abküh  lung der Reaktionsdämpfe oder Absorption  zur Kondensation des Elementes und seines  höheren Halogeniden.  



  Der Ausdruck halogenhaltiger Stoff um  fasst die eben genannten Stoffe ebenso wie  die oben erwähnten höheren     Halogenide    des  sclwerflüchtigen Elementes und stabilen  Halogenide flüchtiger Elemente, die alle für  das Verfahren gemäss der Erfindung ange  wandt werden können.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur  Gewinnung von     schwerflüchtigen    Elementen  aus Ausgangsstoffen, die diese Elemente in  elementarer Form enthalten, ist dadurch ge  kennzeichnet, dass durch Reaktion des im Aus-    gangsstoff enthaltenen schwerflüclhtigen Ele  mentes mit den Dampf einer halogenhaltigen       Substanz    bei erhöhter Temperatur der Dampf  eines instabilen Halogenides des schwerflüch  tigen Elementes gebildet wird und das     schwer-          fliiehtige    Element aus den entstehenden  Dämpfen unter Bildung eines stabilen Halo  geniden abgeschieden wird.  



  Wenn das stabile Halogenid des schwer  flüchtigen Elementes als halogenhaltige Sub  stanz verwendet wird und wenn das niedrigere  Halogenid wie in vielen Fällen ein Monohalo  genid ist, so lautet die Gleichung der erfin  dungsgemässen Reaktion  
EMI0002.0011     
  
    (n-1) <SEP> Mefest <SEP> + <SEP> MeXn <SEP> # <SEP> n <SEP> MeXDampf <SEP> (I)       In dieser Gleichung bezeichnet Mefest das  schwerflüchtige Element in flüssigem oder  festem Zustand, X das Halogen, MeXn das  stabile Halogenid und MeXDampf den Dampf  des niedrigeren Halogenides. Wenn z. B. Bor  das schwerflüchtige Element ist und     Bortri-          chlorid    als höheres Halogenid gebraucht wird,  wird die Gleichung:  
EMI0002.0014     
  
    2Bfest <SEP> + <SEP> BCl3Dampf <SEP> # <SEP> 3 <SEP> BClDampf.

         Wenn das niedrigere Halogenid ein Mono  halogenid ist und wenn das Monohalogenid  (MaX) eines flüchtigen Metallen (Ma) be  nutzt wird, findet die Reaktion statt entspre  chend der Gleichung:  
EMI0002.0015     
  
    Mefest <SEP> + <SEP> MaXDampf <SEP> # <SEP> MeXDampf <SEP> + <SEP> MaDampf       Wenn z. B. wieder Bor das schwerflüch  tige Element ist und z. B. Natriumchlorid  gebraucht: wird, so wird die Gleichung der  Reaktion  
EMI0002.0016     
  
    Bfe,t <SEP> + <SEP> NaC'Dampf <SEP> BClnampf <SEP> <B>+</B> <SEP> NaDampf       Unter den Halogeniden werden     Chloride     bevorzugt, doch wurden     Fluoride,        Bromide     und in einigen Fällen     Jodide    wirksam gefun  den.  



  Um ein     seliwerflüclitig-es    Element für Sinn  der vorliegenden     Erfinden-    und unterhalb  der Temperatur seiner direkten Verdamp  fung, unter dem in der     angewandtem    Appa  ratur     herrschenden        Druck,        -gewinnen        zri    kön-      nen, werden zweckmässigerweise die nachfol  genden Bedingungen, die auch für die Aus  wahl der angewandten     halogenhaltigen    Stoffe  von Bedeutung sind, eingehalten.  



  1. Das Monohalogenid des schwerflüchti  gen Elementes darf bei wesentlich unterhalb  der Reaktionstemperatur liegenden Tempera  turen nicht beständig sein.  



  2. Der Dampf eines stabilen Halogenides  (höheres Halogenid), in dem das schwer  flüchtige Element eine Wertigkeit von mehr  als 1 (eins) hat, darf unter den Reaktions  bedingungen nicht nennenswert in Metall und  Halogen dissonieren.  



  3. Die Wärme der Dissoziation in Element  atom und Halogenatome des Dampfes des  höheren Halogenides, in dem das Element die  niedrigste Wertigkeit all seiner stabilen Halo  genide besitzt, geteilt durch die Wertigkeit  in diesem höheren Halogenid muss geringer  sein als die Wärme der Dissoziation des (nied  rigeren) instabilen Halogeniddampfes in     Ele-          mnentatom    und Halogenatome, geteilt durch  die Wertigkeit des Elementes in diesem niedri  geren Halogenid.  



  4l. Wenn das Halogenid eines flüchtigen  Elementes als reagierendes     Halogenid    benutzt  wird, so muss es in Berührung mit dem  schwerflüechtigen Element bei Temperaturen  von Zimmertemperatur bis zur niedrigsten  Kondensationstemperatur beständig sein, und  die durchschnittliche Dissoziationswärme des  Dampfes dieses Halogenides des flüchtigen  Elementes in seine Atome muss geringer sein  als die entsprechende Dissoziationswärme des  unstabilen niedrigeren Halogenides.  



  Das Verfahren wird z. B. ausgeführt,i  indem man den reagierenden Halogeniddampf  bei hoher Temperatur und vorzugsweise bei       vermindertem    Druck über das     flüssige    oder  feste Ausgangsgut leitet, das vorteilhaft in  einen Zustand übergeführt wurde, in dem es  eine hohe spez. Oberfläche hat, und dann die  erhaltenen Dämpfe in einem oder mehreren  geeigneten Kühlern abkühlt, wodurch sich  das schwerflüchtige Element und das Aus  gangshalogenid bilden.

      Die besten Bedingungen für die Ausfüh  rung der Reaktion können aus folgenden     Be-          traehtungen    über das Gleichgewicht zwischen  stabilem und unstabilem     Halogenid    und  sclwerflüelitigem Element gefunden werden,  die zum Zwecke der Vereinfachung für ein       Uonohalogenid    als niedrigeres     Halogenid    auf  gestellt wurden. Die     Gleiehgewiehtskonstante,     die nur von der Temperatur abhängt, ist ge  geben durch  
EMI0003.0013     
    worin     pMeX    sowie     pMeX"    die Teildrucke des  niedrigeren bzw. höheren     Halogenides    be  deuten.  



  Wenn     p"    den Druck bezeichnet., mit dem  das stabile     Halogenid    in den Reaktionsraum  eintritt, und a den Bruchteil davon, der in  das niedrigere     Halogenid    übergeführt wird, c  so kann die     Gleichgewielitskonstante    geschrie  ben werden  
EMI0003.0021     
    und in dem in Frage stehenden Beispiel des  Bors das mit     Bortrichlorid    reagiert  
EMI0003.0023     
    Diese Gleichung zeigt,     da.ss    die Reaktion  um so vollständiger ist, je niedriger der An  fangsdruck oder der     Anfangsteildruck    des  halogenhaltigen Stoffes ist.

   Es ist daher von  Vorteil, wenn die Reaktion zwischen dem  Ausgangsgut und dem Dampf des     halogen-          lialtigen    Stoffes unter vermindertem Druck  ausgeführt wird. Der Druck darf aber nicht  zu niedrig sein, weil die je Zeiteinheit und  Oberflächeneinheit des     Ausgangsgiftes    destil  lierende Menge dann zu gering wäre. Drucke  von etwa 0,1 mm Quecksilber scheinen die  Grenze für die Grossproduktion zu sein.    Die chemische Reaktion (1) ist.     endotherm          und    wird deshalb um so näher der Voll  ständigkeit     kommen,    je höher die Tempe  ratur ist. Im allgemeinen ist es jedoch wirt  schaftlicher, sich mit, einer Wirksamkeit von      a = 30 bis 90 % zufrieden zu geben.

   Wenn  man sich um eine höhere Wirksamkeit als  v. = 0,9 bemüht, bringt ein relativ hoher       Temperaturanstieg    nur eine relativ geringe  Änderung von a hervor. Überdies verliert das  Verfahren, gemäss der Erfindung, nach und  nach seine Vorteile, je mehr sieh die Tempe  ratur der erfindungsgemässen Reaktion der  Verdampfungstemperatur des Elementes, bei  dem im Apparat herrschenden Druck nähert,  wie sich leicht aus den folgenden Überlegun  gen über die Verdampfung des Elementes  und über die Dissoziation     gasförmiger    niedri  ger und höherer     Halogenide    in Element und  Halogen erklärt. Zum Zwecke der Verein  fachung wird das niedrigere Halogenid als  Monohalogenid angenommen.  



  Die thermochemische Reaktionsgleichung  für die Verdampfung eines Elementes ist:  
EMI0004.0004     
  
    Mefest <SEP> # <SEP> MeDanpf <SEP> - <SEP> L1 <SEP> (II)       worin Mefest und MeDampf das Element in  seinem festen (oder flüssigen) Zustand bzw.  in seinem dampfförmigen Zustand und L1 die  Überführungswärme in den gasförmigen Zu  stand, in diesem Fall einfach die Verdamp  fungswärme, bedeuten. Zum Beispiel ist im  Falle von Bor bei 1200  C    Bfest = BDampf - 99 500 cal.    wobei die Verdampfungswärme von festem  Bor bei 25  C geschätzt wurde und der an  genommene Wert von 100 000 cal. auf 1200  C  berichtigt wurde, unter Benutzung des Wer  tes von 1,54 + 4,40. 10-3. T cal./  C (T = ab  solute Temperatur) und 5 cal./  C für die  Molarwärme von festem bzw. gasförmigem  Bor.

   Die Verdampfungswärme ist die wich  tigste individuelle Grösse, die den Dampf-    druck regelt, der bei der absoluten Tempera  tur T gegeben ist durch:  
EMI0004.0005     
    weil S1, die Entropie der Verdampfung unter  Normaldruck sich nicht. viel von Element zu  Element ändert.  



  Für den Dampfdruck des Bors bei unge  fähr l200  C erhält man:  
EMI0004.0006     
    wobei der Wert von 36,66 cal./ C und  1,7 cal./  C für die Entropien von gasförmi  gem bzw. festem Bor und obige Molarwärmen  gebraucht wurden. Nach dieser Formel wird  der Dampfdruek von Bor bei 1200  C unge  fähr 7.10-5 mm Hg.  



  Wenn die Entropie der Reaktion des  stabilen höheren Halogenides mit dem     schwer-          flüehtigen    Element unter Bildung des niedri  geren unstabilen Halogenides dieselbe ist  wie die der Verdampfung des Elementes, so  bedeutet jede Verminderung der Reaktions  wärme gegenüber der Verdampfungswärme  eine proportionale     Herabsetzung    der Reak  tionstemperatur gegenüber der Verdampfungs  temperatur, beide Wärmen genommen je  Grammatom Element und beide Temperatu  ren gemessen in der absoluten Skala.  



  Die thermochemischen Reaktionen der  Dissoziation eines unstabilen niedrigeren und  eines beständigen höheren     Halogeniddampfes     in gasförmige Atome sind:  
EMI0004.0011     
  
    MeXDampf <SEP> # <SEP> MeDampf <SEP> + <SEP> Xatorm <SEP> D1 <SEP> (III) <SEP> und
<tb>  Mexn <SEP> Dampf <SEP> # <SEP> MeDampf+nXatom-nD <SEP> (IV)       wo     D,    und n D die     Dissoziationswärmen    in ;  Atome des niedrigeren bzw. höheren Halo  genidee sind.

   Hieraus und aus (I) und     (1I)     erhält. man  
EMI0004.0015     
    die     thermoehemische    Gleichung der Reaktion  zur erfindungsgemässen     Überführung    eines       Grammatoms    Element in den Dampf des unsta  bilen Halogenidee. Durch     Vergleichungmit(II)     sieht man, dass dies dann einer Verminderung    der Verdampf     ungswärme    um
EMI0004.0021  
    entspricht, wenn     D1    > D, das heisst, wenn die       Dissoziationswärme    des niedrigeren Haloge  nidee in seine Atome grösser als die des höhe-      ren Halogenides je Halogenatom ist.

   Im Falle  von Bor und     Borchlorid    wird die Differenz  D1-D (bei Zimmertemperatur) 15000 cal.,  der Ausdruck
EMI0005.0002  
   eal.  und die Erniedrigung des Wertes von L1 =  100000 cal. auf
EMI0005.0003  
    ist beträchtlich. Der Wert für Dl-D wurde  aus dem bandenspektroskopisch geschätzten  Wert von 118000 cal. für D1 und aus der  Bildungswärme von Bortrichloriddampf (Q  = 122000 cal.), der Verdampfungswärme von  Bor und der Dissoziationsenergie des Chlor  moleküls (D2 = 56900 cal.) für D berechnet.  Im allgemeinen Fall, in dem das niedrige  Halogenid nicht ein Monohalogenid, sondern  ein Halogenid MeXm ist, ist die Bedingung  Dnm > 1), wo mn Dm die Dissoziationswärme  des gasförmigen niedrigeren Halogenides in  seine m + 1 Atome ist, massgebend für die  Anwendbarkeit der Erfindung.

   Wenn die  Differenz (Dm-D) positiv ist, ist die Reak  tion entsprechend der Erfindung weniger  endotherm als die Verdampfung des Elemen  tes und findet daher bei niedrigeren Tempe  raturen statt.  



  Eine derartige Differenz der durchschnitt  liehen Dissoziationsenergie des niedrigeren  und des höheren     Halogenides    können in den  Hlalogeniden derjenigen Elemente erwartet  werden, in denen, wie sich aus den Spektren  der Metallatome und Ionen ergibt, die Bin  dungselektronen des Atoms in dem höheren  Halogenid nicht alle energiemässig gleichwer  tig sind, ganz besonders wenn sie nicht alle  von derselben Art sind. Zum Beispiel sind  von den drei Bindungselektronen der Bor  halogenide eines ein 2-p-Elektron und zwei  2-s-Elektronen. Die erwähnte Differenz darf  jedoch nicht so gross sein, dass sie das niedrige  Halogenid bei Zimmertemperatur stabil maeht.    Genau gleiche Berechnungen können ange  stellt werden, wenn das reagierende Halogenid  das eines flüchtigen Metalles ist.  



  Der Unterschied der Entropie zwischen  der Gleichgewichtsreaktion der vorliegenden  Erfindung und der Verdampfung kann eine  Auswirkung nach beiden Richtungen haben,  wirkt jedoch im allgemeinen im Sinne einer  weiteren Herabsetzung der Reaktionstempe  ratur. Diese Wirkung ist gewöhnlich von  untergeordneter Bedeutung, besonders bei  schweren Elementen.  



  Die zur Ausführung der erfindungsgemä  ssen Reaktion in einer Atmosphäre von höhe  ren Halogeniden geeignete Temperatur kann  man aus log
EMI0005.0005  
   finden.  Hierin bedeutet K die Gleichgewichtskon  stante, h die Reaktionswärme in cal. und s ist  die Entropie der Reaktion, alle bei der abso  luten Temperatur T. Die Reaktionswärme  kann aus den Bildungs- oder Dissoziations  wärmen der an der Reaktion beteiligten Stoffe  in wohlbekannter Weise berechnet werden.  Die     Dissoziationswärme    von vielen niedrigeren  Halogeniden, insbesondere Monohalogeniden,  ist hinreichend genau aus ihren Bandenspek  tren bekannt und muss andernfalls durch Ver  gleich mit andern Millolekülen unter Berück  sichtigung der     Ionisationsenergien    der betei  ligten Atome geschätzt werden.  



  Die Reaktionswärme h muss (in bekannter  Weise) auf Reaktionstemperatur korrigiert  werden. Bei Benutzung der Werte von 9 und  20 für die     Holarwärmen    von     Bormonochlorid     bzw. von     Bortrichlorid    wird die Wärme h der  Bildung von     Bormonochlorid    aus     Bortrichlorid     und Bor nach der Gleichung: 2 B +     BCl@    _  3     BCl    bei l200  C 150000 cal.  



  Die Entropie der Reaktion     -          (n--m        )Me        fest+m        (MeX")    Dampf     -n        (MeXm)        Dampf     unter normalem Druck ist. gegeben durch  
EMI0005.0023     
    die Entropien des festen oder flüssigen     Ele-          s        mentes,    des gasförmigen höheren und des  niedrigeren     Halogenides    bezeichnen, Diese  Entropien sind entweder gemessen worden    oder sie können errechnet oder geschätzt wer  den und müssen ebenfalls auf Reaktionstem  peratur berichtigt werden.  



  Die     Entropie    von Bor bei 25  C     wurd=         z. B. geschätzt. (SB = 1,7 cal./  (C ) die Entropie  von Bortrichlorid ist bandenspektroskopisch  berechnet worden. (S BCl3 = 68,6 eal./  C), und  die Entropie von Bormonoehloriddampf ist  interpoliert und geschätzt worden. Der Wert  von 53 cal./  C wurde angenommen. (Die     Un-          seherheit    ist für alle praktischen Zwecke ganz  vernaehlässigbar.) Mit diesen Werten und  denselben Molekularw ärmnen wie vorhin be  rechnet, beträgt die Entropie der Reaktion bei  l200  C 92 eal./ C.

   Die Gleichgewichtskon  stante der Reaktion wird daher bei 1200  C  
EMI0006.0003     
    Entsprechend dieser Gleichung wird     Bortri-          chlorid    von etwa 10 mm Quecksilber Druck  in Berührung mit Bor bei etwa 1200  C in  einem Ausmass zu Bormonochlorid umgewan  delt, das einem scheinbaren Sättigungsdruck  von     etwa    20 mm Quecksilber entspricht, eine  sehr beträchtliche Steigerung über den wirk  lichen Sättigungsdruck von Bor (geschätzt,  auf etwa 7.10-5 mm Hg). Eine sehr beträcht  liche Reaktion im Sinne der Erfindung wurde  experimentell verwirklicht, wie im Ausfüh  rungsbeispiel gezeigt ist.  



  Völlig analoge Gleichungen bestimmen die  Reaktionstemperatur, wenn der Halogenid  dampf eines flüchtigen Elementes (Metall)  als reagierender Halogeniddampf benutzt  wird.  



  Wie bereits erwähnt, werden die Fluoride  und Chloride bevorzugt, doch auch Bromide  können sehr wirksam sein. Jodide sind weni  ger wirksam, weil die Gleichgewichte bei höhe  ren Temperaturen durch die im allgemeinen  viel geringeren Bindungsenergien zwischen  Element und Jodatom und zwischen     olod-          atomen    selbst im entgegengesetzten Sinne be  einflusst werden, was zu freien Jodatomen im  Gleichgewichtsgemisch führt, wodurch die für  die Verflüchtigung des Metalles wirksame  Reaktion vermindert oder unterdrückt wird.  



  Bei der praktischen Durchführung der Er-    Findung wird der Dampf des halogenhaltigen  Stoffes, z. B. der eines höheren Halogenides  des zu gewinnenden Elementes oder eines ge  eigneten flüchtigen Elementes (insbesondere  Metall), bei erhöhten Temperaturen mit dem  Ausgangsgut in Berührung gebracht. Zu  diesem Zwecke wird das Ausgangsgut vor  zugsweise in einen Zustand hoher spezifischer  Oberfläche gebracht. Wenn es bei der Reak  tionstemperatur fest ist, wird es vorzugsweise  als grobes Pulver angewandt, lose oder in  Form poröser Briketts. Ist es flüssig, wird es  als Film oder in Form von Tropfen über ein  nicht reaktionsfähiges Material von hoher  spezifischer Oberfläche ausgebreitet, oder es  kann im höheren Halogendampf oder seiner  Mischung mit Inertgas zerstäubt werden.  



  Der Dampf des     halogenhaltigen    Stoffes  kann in die eigentlieche Reaktionskammer vor  zugsweise unter vermindertem Druck oder in  einem indifferenten Trägergas unter reduzier  tem, atmosphärischem oder erhöhtem Druck  eingeführt werden. Der reagierende Dampf  kann auch in der     Reaktionskammer    erzeugt  werden, indem man eine feste oder     flüssige     Substanz bei geeigneter     Temperatur    einbringt,  aus der beim Erhitzen höhere     Halogenid-          dämpfe    entstehen, z. B. das     flüssige    oder feste  höhere     Halogenid    oder eine Verbindung (z. B.

    ein     Komplexhalogenid),    das in reagierenden  Dampf oder Dämpfe und in feste Stoffe oder  Flüssigkeiten ohne nennenswerten Dampf  druck oder in     inerte    Dämpfe dissoziiert. Im  Falle von Bor als     sehwerflüelitiges    Element  und     Bortrifluorid    als höheres     Halogenid,    kann  z. B. dieses Gas in der     Reaktionskammer    durch  Einführen von Natrium- oder     Kalium-Bor-          fluorid    in diese erzeugt werden.  



  Das instabile     Halogenid    (im Gleichgewicht  mit dem stabilen     Halogenid)    kann auch     h)     der Reaktionskammer erzeugt werden durch  Einführung solcher Substanzen wie ein Halo  gen (z. B. Chlor)     oder    Halogenwasserstoff  (z. B. Chlorwasserstoff) , die zur Bildung des  höheren     FIalogenides.        dureli    Reaktion mit     dem     metallhaltigen     -Material    führen.  



  Abhängig von der Natur des benutzte        Halogenides    und des Ausgangsgutes sowie      der Durchführung des Verfahrens, konden  siert das Halogenid entweder völlig getrennt  vom schwerflüchtigen Element oder in einem  wechselnden Grade mit ihm vermischt. Eine  notwendige Bedingung für die getrennte Kon  densation ist, dass der Dampf sieh bei der  Temperatur wirksamer Reaktion im unge  sättigten Zustand befindet, das heisst, dass  sein Druck oder Teildruck niedriger ist als  der Dampfdruck des Halogenides bei der  Berührungstemperatur. Dies kann erreicht  werden z.

   B. durch praktisches Konstanthalten  des Druckes im System und durch Halten der  Reaktionstemperatur über der Verdampfungs  temperatur des Halogenides, oder durch Ex  pandierenlassen oder Verdünnen des Halo  geniddampfes vom Verdampfungsort zum  Orte der Reaktion bei praktisch gleicher Tem  peratur dieser beiden Orte oder durch Kom  bination dieser zwei Massnahmen.  



  Wenn der Teildruck des höheren Haloge  niden unter den     geeigneten    Reaktionsbedin  gungen im Vergleich mit seinem Dampfdruck  bei der Reaktionstemperatur (stark ungesät  tigter Dampf) gering ist, kondensiert das       Element    bei viel höheren Temperaturen als  das Halogenid und darum völlig getrennt von  demselben. Dies kann besonders leicht erreicht  werden, wenn zur Reaktion mit dem Aus  gangsgut ein bei erheblich niedrigerer Tem  peratur verdampfender halogenhaltiger Stoff  verwendet wird.  



  Es ist darum besonders zweckmässig, sol  che stabile     Halogenide    des Elementes oder  flüchtiger Metalle für die Reaktion zu ge  brauchen, welche unter dem im System herr  schenden Druck weit unter der Reaktionstem  peratur sieden oder sublimieren (niedrig  siedende oder sublimierende Halogenide). In  diesem Falle wird das Halogenid nach der  Reaktion entweder bei viel niedrigerer Tem  peratur als das Element kondensiert oder da  durch dampfförmig in dem angewandten  Apparat in Umlauf gehalten, dass man eine  Umlaufpumpe verwendet und den Element  kühler und alle andern Teile des Systems ein  schliesslich der Umlaufpumpe über der Kon  densationstemperatur des Halogeniden hält.

      Wenn das Halogenid kondensiert wird, wer  den vorzugsweise wenigstens zwei Halogenid  kühler angewandt und abwechselnd als     Halo-          _-enidkühler    und     Halogenidverdampfer    be  nutzt, wodurch eine Kreisführung des     Halo-          genides    ohne Unterbrechung der Reaktion mit.  dem     Ausgangsgut    erzielt werden kann. Ge  trennte Kondensation oder Umlauf lassen sieh  leicht anwenden, wenn z. B. Bor in einem  Strom vom     Bortriehlorid    destilliert wird.

    Wenn     anderseits    der Dampfdruck des höhe  ren     Halogenides    bei Reaktionstemperatur     ver-          -#leichbar    mit., aber grösser als dessen Druck  in der Reaktionsmischung (ungesättigter  Dampf näher der Sättigung) ist, kondensiert  das Element teilweise zusammen mit dem  höheren.     Halogenid    und muss davon durch  mechanische oder sonstige --Mittel, z. B. durch  Schmelzen und Seigern, getrennt werden. Es  ist. darum sehr vorteilhaft, das reagierende       Halogenid,    seinen Druck und die Reaktions  bedingungen so zu wählen, dass die Konden  sationstemperatur des Halogeniden niedrig im  Vergleich zur wirksamen Reaktionstempera  tur ist.

   Wenn das kondensierte     Halogenid    nur  relativ wenig kondensiertes Element enthält,  kann es ohne weitere Trennung wieder be  nutzt werden ohne Gefahr, die folgende Aus  beute oder Ausbeuten nennenswert zu ver  mindern.  



  Das schwerflüchtige Element kann     schliess-          licll    auch gewonnen werden aus dem Dampf  durch Absorption mittels eines geeigneten  Absorptionsmittels (z. B. eines flüssigen oder  festen Metallen), aus dem es nachher abge  trennt wird.  



  Durch das vorliegende Verfahren kann ein  Element. A (oder eine Gruppe von Elementen  A) von einem Element B (oder eine Gruppe  von Elementen B) befreit werden, mit dem  es gemischt. oder legiert ist, indem man ent  sprechend der vorliegenden Erfindung die  Mischung unter Bedingungen erhitzt, die für  die Gewinnung des Elementes (oder der Ele  mente) B geeignet. sind. -Man kann dadurch  das     Element.    (oder die Elemente) A als Rück  stand praktisch frei vom Element (oder den  Elementen) B erhalten.      Beispiele:  Etwa. 22 % Eisen und 8 % Kohlenstoff  enthaltendes Bor wurde dem     erfindungsge-          mnässen    Verfahren unter Benutzung von     Bor-          triehlorid    als höheres Halogenid unterworfen.  



  Das Reaktionsgefäss bestand aus einem  Stahlrohr, das innen gut kalorisiert und mit  einem Rohr aus Tonerde (A12O3) gefüttert war.  Das untere Ende des Tonerdenrohres war auf  eine poröse Scheibe aus Tonerde aufgepasst,  auf die das borhaltige Material gelegt würde.  



  Der mittlere Teil des Stahlrohres bildete  einen Teil eines elektrisch beheizten Vakuum  ofens. Das untere Ende des Stahlrohres war  vakuumdicht mit dem Bortrichloridbehälter  verbunden. Die Verbindung schloss ein Va  kuumventil ein. Das obere Ende des Stahl  rohres war vakuumdicht mit dem     Bortriehlo-          ridkühler    verbunden, der selbst mit einer  2stufigen Ölvakuumpumpe verbunden war.  Die Pumpe gestattete, das ganze System auf  einen Restdruck von weniger als 0,02 mm Hg  zu evakuieren. Das borhaltige Material war zu  einem groben Pulver zerkleinert worden, so  dass es auf einem Sieb von 35 Maschen pro  Zoll zurückiblieb und durch ein Sieb von  20 Maschen pro Zoll hindurchging. Es wurde  danach auf die poröse Seheibe am Boden des  Tonerderohres gebracht.

      Der Bortrichloridbehälter und die Kühler  wurden zuerst auf die Temperatur von flüssi  ger Luft gekühlt, das ganze System evakuiert  und die Pumpe während der ganzen Destilla  tion in Betrieb gehalten.  



  Der Ofen und mit ihm das borhaltige  Material wurde dann auf ungefähr 1200      er-          litzt,    worauf der Bortrichloridbehälter auf  etwa rund -100  C aufgewärmt wurde. Prak  tisch reines Bor kondensierte innerhalb des  Tonerderohres in Form einer dicken Kruste  bei einer Temperatur von schätzungsweise  etwa. 1000  C.  



  Die Menge des unter diesen Bedingungen  destillierten Bors war um ein Vielfaches  grösser als die sehr kleine Menge, welche ohne  den Bortrichloridstrom destillierte.    In einer Reihe von Versuchen wurde Nickel  in einer Form hoher spezifischer Oberfläche  im Innern eines Tonerde- oder Graphitrohres  erhitzt, das an beiden Enden offen und in ein  Rohr aus Mullit eingepasst war. Frisch subli  miertes Nickelchlorid, das sieh in einem  Schiffchen aus Tonerde befand, wurde gleich  falls ins Innere desselben     Mullitrohres    an  seinem geschlossenen Ende gebracht. Das  andere Ende, das kalt gehalten wurde, war  mit, einem evakuierten System verbunden.  



  Zwei Drittel der Länge des     Mullitrohres     anschliessend an das geschlossene Ende konn  ten von zwei Öfen erhitzt werden. Diese waren  so gestellt, dass das     Niekelchloridschiffchen     und das Nickel unabhängig voneinander auf  die     gewünschten    Temperaturen gebracht wer  den konnten, wobei     zwisehen    beiden Öfen ein  gelindes     Temperaturgefälle    bestand.  



  Für jeden Versuch wurde das System zu  erst evakuiert, bis der Druck in dem System  auf unter     10-3.    mm     Hg    gefallen war. Dann  wurde das Nickel auf die gewünschte Tem  peratur gebracht und schliesslich das Nickel  chlorid erhitzt.    In einer Reihe von Versuchen war die       Verdampfungstemperatur    des     Nickelchlorides     auf etwa. 640  C gehalten und das Nickel auf  etwa 1000  C erhitzt worden. Nickel, obgleich  nur in geringen Mengen im Verhältnis zur  Menge des     Nickelchlorides,    kondensierte wäh  rend des Betriebes teilweise als kleine graue  Kristalle und teilweise als graues schwarzes  Pulver in der     kühleren    Zone des feuerfesten  Rohres.

   Das schwarze Pulver wurde röntgen  graphisch als fein verteiltes Nickel in seiner  gewöhnlichen     fläehenzentrierten    kubischen  Kristallform identifiziert. Die Kondensation  des Nickels fand schätzungsweise     zwischen     600     und700     C statt. Die Kondensationszone des  Nickels war der des     Nickelchlorides        benae.h-          bart    und überdeckte sieh teilweise mit dieser.  



  Bei Versuchen, bei denen das Nickel in  genau derselben Weise und auf dieselbe Tem  peratur, jedoch in Abwesenheit von Nickel  chlorid erhitzt wurde, konnte kein Destillat  festgestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von schwer- flücltigen Elementen aus Ausgangsstoffen, die diese Elemente in elementarer Form ent halten, dadurch gekennzeichnet, dass durch Reaktion des im Ausgangsstoff enthaltenen schwerfliüchtigen Elementes fmnit dem Dampf einer halogenhaltigen Substanz bei erhöhter Temperatur der Dampf eines instabilen Halo genides des schwerfliüchtigen Elementes gebil det wird und das schwerflfichtige Element aus den entstehenden Dämpfen unter Bildung eines stabilen Halogenides abgeschieden wird. CU NTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abscheidung des schwerflüechtigen Elementes aus den bei der Reaktion entstandenen, das instabile Halo genid des schwerflüchtigen Elementes enthal tenden Dämpfen durch Abkühlung erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abscheidung des schwerflüchtigen Elementes aus den bei der Reaktion entstandenen, das instabile Halo genid des schwerflüchtigen Elementes enthal tenden Dämpfen durch Absorption erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das schwerflüch tige Element ein schwerflüchtiges Metall ist. 4l. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff eine Legierung ist. 5.
    Verfahren naeh Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion zwi schen den Ausgangsstoff und dem Dampf des halogenhaltigen Stoffes unter verminder tem Druck ausgeführt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff zwecks Erzielung hoher spezifischer Oberflä chen sich in einem v erteilten Zustand befindet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Dampf des halogenhaltigen Stoffes bei der Reaktion mit, dem Ausgangsstoff in ungesättigtem Zustand verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruceh und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Reaktion mit dem Ausgangsstoff ein halogenhaltiger Stoff verwendet wird, dessen Verdampfungstemperatur bei den Reaktions bedingungen niedriger als die Reaktionstem peratur ist. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein solches Halo genid als halogenhaltige Substanz verwendet wird, das sich aus den Reaktionssprodukten bei Abscheidung des schwerflüchtigen Elemen tes zurückbildet. 10. Verfahren nach Patenanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da.ss ein stabiles höheres Halogenid des schwer flüchtigen Elementes als halogenhaltige Sub stanz verwendet wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein stabiles Halogenid eines flüchtigen Elementes als halogenhaltige Substanz ver wendet wird. 1.2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7 und 9, dadurch gekenn zeichnet, dass das stabile Halogenid dampf- förmig wieder in die Reaktion eingeführt wird, indem man den Kondensator für das schwerflüchtige Element und alle andern Teile der Apparatur, einschliesslich einer Um laufpumpe, über der Kondensationstempera tur des Halogenides hält. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das schwerflüchtige Element und das stabile Halogenid in voneinander getrennten Zonen kondensiert. werden. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7, 9 und 13, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens zwei Halogenid- kondensatoren angewandt und abwechselnd als Halogenidkondensator und als Halogenid- verdampfer verwendet werden, wodurch eine Kreisführung des Halogenides ohne Unter brechung der Reaktion mit dem Ausgangs stoff erzielt wird.
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