CH291509A - Verfahren zur Herstellung eines Monoazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Monoazofarbstoffes.

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CH291509A
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Ag J R Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Monoazofarbstoffes.       Das vorliegende Verfahren betrifft die  Herstellung von     chromierbaren        Monoazofarb-          stoffen,    die sich durch besonders günstiges  Verhalten beim Färben von     keratinischen    Fa  sern nach der     Einbadchromiermethode    aus  zeichnen und dabei echte     blaustichigrote    Fär  bungen ergeben.  



  Die     Einbadchromiermethode,    auch     Chro-          niatmethode    oder     Metachrommethode    ge  nannt, ist. in der     'Vollechtfärberei    beliebt.  wegen der einfachen Arbeitsweise und der       Mögliehkeit    zur direkten Beurteilung des  entwickelten Farbtons auf dem Färbegut, was  dem Färber das Nuancieren erleichtert.

   Bei    weitem nicht alle Chromfarbstoffe besitzen die  notwendigen     Eigenschaften    eines     geiten        Ein-          badchromierfarbstoffes:    Genügende Wasser  löslichkeit, Beständigkeit gegenüber den  chromsauren Salzen im Färbebade und vor  allem eine sehr gute Faseraffinität schon im  neutralen bis schwach sauren Färbebad.  



  Es wurde nun gefunden, dass durch Kupp  lung von     diazotierten        6-Nitro-4-alk@rl-    bzw.       -4-cycloalky        1-2-aminophenolen    mit     1-Phenyl-5-          pyrazolon-3-carbonsäure    -     3'-sulfonsäur        e-diami-          den    nach üblichen Methoden     Monoazofarb-          stoffe    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0029     
    worin R einen     aliphatischen    oder     alicyclischen     Kohlenwasserstoffrest von 4 bis 8 Kohlenstoff  atomen und R' und R" Wasserstoff oder einen  niederen 

      Alkyl-    oder     Osalkylrest    bedeuten, er  halten werden, die nach der     Einbadchromier-          methode    ohne jeden Säurezusatz in der üb  liehen Färbezeit unter vollständiger Erschöp  fung der Färbebäder volle, echte blaustichig  rote     Wollfärbungen    ergeben. Solche Farb-         stoffe    sind technisch besonders wertvoll, weil  sie das echte Färben des     Wollanteils    in Stapel  fasern unter     möglichster        Schonung    des     Cellu-          loseanteils    gestatten.  



  Die erfindungsgemäss verwendbaren     Diazo-          komponenten    sollen in     4-Stellung    einen     alipha-          tischen    Kohlenwasserstoffrest von 4 bis 8       Kohlenstoffatomen    tragen, der     gerad-    oder  v     erzweigtkettig    oder auch     alicyclisch    sein      kann.

       6-Nitro-4-tert.        amyl-2-aminophenol    ist  eine bevorzugte     Diazokomponente.    Die erfin  dungsgemäss verwendbaren Kupplungskom  ponenten erhält man durch Kondensation  von nach üblichen Methoden aus entsprechen  den     Aminoverbindungen    hergestellten     3-          Hydrazinobenzol-l-sulfonsäureamiden,    die am.

    Stickstoffatom der     Sulfonamidgruppe    einen  niederen     Alkyl-    oder     Oxalkylrest,    Beispiels  weise eine     Methyl-,    Äthyl-,     Oxäthylgruppe    tra  gen können, mit     Oxalessigestern    zu     1-(3        -Sul-          f        onsäureamido-phenyl)    - 5 -     py        razolon-3-carbon-          säureestern,

      die man durch Einwirkung von  Ammoniak oder niederen primären     alipliati-          sehen    Aminen in die entsprechenden     3-Car-          bonsäureamide    überführt.

   Eine Variante zur  Herstellung der erfindungsgemässen     Monoazo-          farbstoffe    besteht darin, dass man in vielen  Fällen die     Diazokomponente    mit     1-(3'-Sulfon-          säureamido-phenyl)    - 5 -     pyrazolon    - 3 -     carbon-          säurealkylestern    kuppeln und dann im ge  bildeten Farbstoff mittels Ammoniak oder  niederen primären     aliphatischen    Aminen die       3-Carbonsäureester-    in die     3-Carbonsä.ure-          amidgrazppe    umwandeln kann.  



  Geeignete Kupplungskomponenten nach  dieser Variante bzw. nach dem direkten Ver  fahren sind beispielsweise der     1-(3'-Sulfon-          säureamido-phenyl)-,    der     1-(3'-Sulfonsäure-N-          methylamido-phenyl)-,    der     1-(3'-Sulfonsä.ure-          N-äthyIamido-phenyl)-    und der     1-(3'-Sulfon-          säure    -N-     oxäthylamido-phenyl)        -5-pyrazolon-3-          e.arbonsäureäthylester    und die entsprechenden       -3-earbonsäureamide,        -3-carbonsäure-N-methyl-,

            -\,-äthyl-    und     -N-oxäthylamide.        Oxalkylgrup-          pen    sollen in den     Säueamidgruppen    der er  findungsgemässen Farbstoffe mit Vorteil nur  einmal in einer der beiden     Amidogruppen    vor  kommen.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe stellen  in der Form ihrer     Alkalisalze        violettbraune     Pulver dar, die sich in Wasser mit blauroter,  in konzentrierter Schwefelsäure mit orangen  Farbe lösen. Sie können entweder direkt oder       zweckmässig    nach Vermischen mit Puffersal  zen, wie     Natriumpyrophosphat    und     dispergie-          rend    wirkenden,     oberflächenaktiven    Substan-         zen    zum Färben von     Wolle        naeli    dem Einbad  ebromierverfahren verwendet     werden.     



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe über  treffen die ähnlichen     bekannten    Farbstoffe  mit     Sulfonsäure-    oder     Carboxylgruppen    ent  haltenden     Kupplungskomponenten    durch ihre  bessere Eignung im     Einbadehromierverfahren.     



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     Monoazo-          farbstoffes.    Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     diazotiertes        6-Nitro-2-          amino-4-tert.        amyl-phenol    mit     1-Plienyl-5-pyi,-          azolon    - 3 -     earbonsänx-e    -     niet        liylamid    - 3' -     sul        fon-          säureätlianolamid        kuppelt.     



  Der erhaltene neue     llonoazofarbstoffstellt     ein dunkelviolettes Pulver dar, das sieh in  Wasser mit rotvioletter und in     konz.    Schwe  felsäure mit braunorangen Farbe löst und  Wolle     nachcliromiert    blaustichig rot. färbt.    <I>Beispiel:</I>  22,4 Teile     6-Nit.ro-2-amino-4-tei-t.        anivl-plie-          nol    werden mit 4,1 Teilen     Natriumhydroxyd     in 200 Teilen Wasser gelöst und mit. einer Lö  sung von 6,9 Teilen     Natriumnitrit    in 35 Teilen  Wasser versetzt.

   Diese Mischung wird bei  einer Temperatur von 0 bis 3  auf 25     Volum-          teile    Salzsäure     konz.    und 100 Teile Wasser       aufgetropft.    Man erhält eine     grünliehgelbe     Suspension des     Diazokörpers.    Nach beendeter       Diazotierunwird    mit.

   etwas     Natriumbiear-          bonat    die     Aeidität    der     Diazosuspension    auf  kongoneutrale Reaktion abgestumpft, worauf  man eine Lösung von<B>36,8</B> Teilen     1-Phenyl-          pyrazol        on-3-earbonsäureinet        liylamid    -     3'-sulfon-          säureäthanolamid    und 8,1 Teile Natrium  hydroxyd in 200 Teilen     Wasser    von 0  zugibt.

    Durch     Zutropfen    von 10 Teilen Ammoniak  20 %     ig    wird die Reaktion schwach     phenol-          phthaleinalkalisch    gestellt. Die Temperatur  lässt man dann langsam auf     '?0     steigen. Nach  20 Stunden ist. die     Diazoniumverbindung    um  gesetzt.

   Der ausgeschiedene Farbstoff wird       abfiltriert,    mit Sole von     21!i        ;;,    gewaschen und       getrocknet.    Er stellt ein     dunkelviolettes    Pul  ver dar, das sieh in Wasser mit rotvioletter  und in     konz.        Sebwefelsäure    mit braunorangen  Farbe löst.

   Er färbt Wolle (zweckmässig     nacb              Vermisehen    mit 10 % seines Gewichtes an     Na-          1        riumearbonat    und 2 % einer     dispergierenden          Substanz)    aus saurem Bad orange und ergibt  beim     Naehehromieren    ein stark blaustichiges  Rot. Der grosse Vorteil des     Produktes    besteht  darin, dass es Wolle auch nach dem     Einbad-          eliromierverfahren    sowohl ohne wie mit nur  einem geringen Säurezusatz     nuancengleich    und  unter völliger Erschöpfung des Färbebades  färbt.  



  Das oben erwähnte     Pyrazolon    erhält man  <B>,</B>     -ius,        --ehend        von        3-Aminobenzolsulfon-mono-          äthanolamid    über das entsprechende     Hydrazin     durch Kondensation mit     Natriumoxalessigester     zum entsprechenden     1-Phenyl-pyrazolon-3-car-          bonsä.Ltreester-3'-sulfonsäureäthanolamid,

      das    schliesslich durch Behandlung mit     wässrigeln     25%igem     Methylamin    in das     3-Carbonsäure-          methylamid        übergeführt    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Monoazo- farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man diazotiertes 6-Nitro-2-amino-4-tert. amyl- phenol mit 1-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbon- säure-methylamid-3'- sulfonsäureäthanolamid kuppelt. Der erhaltene neue Monoazofarbstoff stellt ein dunkelviolettes Pulver dar,
    das sich in Wasser mit rotvioletter und in konz. Schwefel säure mit braunoranger Farbe löst und Wolle nachchromiert blaustichig rot färbt.
CH291509D 1951-07-27 1950-12-12 Verfahren zur Herstellung eines Monoazofarbstoffes. CH291509A (de)

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