CH291812A - Verfahren zur Herstellung eines braunen, chromhaltigen Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines braunen, chromhaltigen Farbstoffes.

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CH291812A
CH291812A CH291812DA CH291812A CH 291812 A CH291812 A CH 291812A CH 291812D A CH291812D A CH 291812DA CH 291812 A CH291812 A CH 291812A
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  Verfahren zur Herstellung eines braunen, ehr     omhaltigen    Farbstoffes.    Es ist bekannt, G     emisehe    von zwei     metalli-          sierbaren    Farbstoffen verschiedener Konsti  tution derart zu     chromieren,    dass komplexe  Chromverbindungen entstehen, die im glei  chen Komplexmolekül beide Farbstoffe an  ein und     dasselbe    Chromatom gebunden ent  halten. So sind     sulfonsäuregruppenhaltige          nemischte    Chromkomplexe von metallisier  baren     Azofarbstoffen    beschrieben, die auf  Wolle aus stark saurem Bade ziehen.

   Es sind  aber auch     sulfonsäuregruppenfreie    Misch  ehromkomplexe von     metallisierbaren        Parb-          @toffen    bekannt, die als Lackfarbstoffe ver  wendet werden. In allen bisher bekanntge  wordenen Verfahren zur     IIerstellung    von ge-  
EMI0001.0015     
    in denen     R        NII@    oder     CH3          R1        Il,

          CH?    oder Chlor und  ss einen niederen     aliphatischen    Asylrest  bedeuten und worin der     Phenylrest    A die in  der     Farbstoffchemie    üblichen, aber keine       wasserlöslichmachenden        Substituenten    wie    mischten     Chromkomplexverbindungen    von       metallisierbaren    Farbstoffen handelt es sich  um Kombinationen von solchen Farbstoffen,  die als komplexe Chromverbindungen gleiche  oder sehr ähnliche Farbtöne aufweisen, bei  spielsweise von marineblauen mit marine  blauen oder schwarzen, von schwarzen mit  schwarzen, von orangen mit roten usw.  



  Es wurde nun überraschenderweise     ge-          iunden,    dass beim     Chromieren    der Gemische       äquimolekularer    Mengen von als Chromkom  plexe orangen     Azofarbstoffen    der allgemeinen  Formel I mit als Chromkomplexe grauen       Azofarbstoffen    der allgemeinen Formel     II     
EMI0001.0036     
         Sulfonsäure-    oder     Carboxylgruppen    tragen  kann, wasserlösliche, gemischte Chromkom  plexe erhalten werden, die die Wolle in dun  kelbraunen Tönen färben.  



  Als     Diazokomponenten    für die erfin  dungsgemäss verwendbaren Farbstoffe der      allgemeinen Formeln I und     TI        kommen    z. B.  in Frage:     2-Aminophenol-4-methylsulfon,          2-Aminophenol-4-sulfonsäureamid,        6-Chlor-          2-aminophenol-4-methy        lsulfon    und     6-Clilor-          2-aminophenol-4-sulfonsäureamid    usw., wobei  die aus     \?-')-4-methylsnlfoiien    auf  gebauten Farbstoffe ein besseres Ziehvermö  gen aus neutralem Färbebade besitzen.

   Das  Ziehvermögen auf Wolle wird durch den Ein  tritt eines Chloratoms in     6-Stellung    des       2-Aminophenol-4-methylsulfons    oder des       2-Aminophenol-4-sulfonsäitreamids    erhöht.  



  Für den Aufbau der Farbstoffe der all  gemeinen Formel I kommen als Kupplungs  komponenten beispielsweise in Frage:     1-Phe-          nyl-3-niethyl-5-pyrazolon,        1-(3'-Chlorphenyl.)-          3-methyl-5-pyrazolon,        1-.(4'-Bromplienyl)-          3-methyl-5-pyrazolon,        1-(4'-Methyl-phenyl)-          3-methyl-5-pyrazolon,        1-(4'-Nit.rophenyl)-          3-niethyl-5-pyrazolon,        1-(2',5'-Dichlorphenyl)-          3-niethyl-5-pyrazolon,        1-(3',4'-Diehlorphenyl)

  -          3-metli51-5-py        razolon,    1- (4' -     Methoxyplieny    l)     -          3-methy-l-5-pyrazolon    usw. Diejenigen     Pyrazo-          lone,    die durch Halogenatome substituiert  sind, führen zu Mischkomplexen von erhöh  tem neutralem Ziehvermögen.  



  Für den Aufbau der Farbstoffe der all  gemeinen Formel     II    kommen als Kupplungs  komponenten beispielsweise in Frage:     Acetyl-,          Propionyl-,        Methoxyacetyl-,        Carbomethoxy-,          1lethoxycarbäthoxy-amino-naphthol-(1,7)    usw.  Hier geht die Steigerung des neutralen Zieh  vermögens ungefähr parallel mit der Erhö  hung des     Holekulargewichtes    des     Acylrestes.     



  Es lassen sich im erfindungsgemässen Ver  fahren     Azofarbstoffe    der allgemeinen For  meln I und     II    kombinieren, deren     Diazokom-          ponenten    gleich oder verschieden sind.

   Beson  ders wertvolle, gut aus neutralem Färbebad  ziehende Kombinationen werden jedoch erhal  ten, wenn in beiden     Farbstoffkomponenten     das     2-Aminophenol-4-methylsulfon    als     Diazo-          komponente    verwendet und als     'Kupplung-s-          komponenten        1-Carbalkoxyamino-7-oxynaph-          thaline    mit niederem     Alkylrest,    vorzugsweise  einer     INIethylgruppe,

      im     Acylrest    einerseits  und gegebenenfalls im     Benzolring    A ehlor-    substituierte     1-Plienyl-3-nietliyl-5-pyrazolone     anderseits gewählt werden.  



  Als     Chromiermittel    eignen sich normale       Lind    komplexe Salze und     Flydroxyde    des  3wertigen Chroms wie Chromacetat, Chrom  formiat,     hiatriumsalicylato-cliromiat,        Ammo-          niumsalicylato-chromiat.    Besonders geeignet  sind     Chromiermittel,    die in alkalischem oder  neutralem Medium zu     metallisieren    vermögen,

    wie insbesondere die     Alkalisalze    der     Chrom-          salicy        lsäure.    Man kann die     Chromierung    nach  üblichen -Methoden offen oder unter Druck,  in     wässriger    Lösung oder     Suspension    oder in  Gegenwart von Salzen oder von     inerten    orga  nischen Lösungsmitteln. oder Lösungsvermitt  lern ausführen, wobei man die     Chromiermittel     in solchen Mengen anwendet, dass auf zwei  Moleküle     metallisierbaren        Azofarbstoff    min  destens 1 Atom     Uhroin.    entfällt.

      Abgesehen vom     wertvollen    Farbton der  neuen komplexen     Chromverbindungen,    der  bisher durch     llischchromierung    von     met.alli-          sierbaren        Azoiarbstoffen        nieht    erreicht wor  den ist, unterscheiden sich die erfindungs  gemässen neuen Farbstoffe von den bekann  ten     Misehkoinplexen    durch ihre hohe Affini  tät zur Wolle.

   Sie ergeben schon aus neutra  len oder schwach saurein Färbebad starke  und volle     Wollfärbung-.    Diese     zeichnet    sich  durch hervorragende     Liebteelitheit    und durch  sehr     geite        Waseli-,        Walk-    und     Seewasserecht-          heit    aus. Ein besonders wichtiger Vorteil der  neuen, gemischten     Chromkomplexverbindun-          gen    besteht, darin, dass sie die Spitzen und die  Wurzeln der einzelnen     Wollhaare    gleichmässig  anfärben.  



  In jenen Fällen, wo die     \V        asserlöslichkeit     der     erfindungsgemässen,        gemischten        Chrom-          komplexverbinclungen    für\ die Textilfärberei  nach üblichen Methoden nicht ausreicht, kann  sie durch Beimischen von     Alkaliphosphaten     oder     -carbonaten    oder von Netz- oder     Disper-          giermitteln    verbessert werden.

      Die     erfindungsgemässen        ehromhaltigen          Azofarbstoffe    eignen sich nicht nur zum Fär  ben von Wolle, sondern     dank    ihrem guten      Ziehvermögen     aus    neutralem bis schwach       saurem    Färbebad auch zum Färben von Seide,  ferner zum Färben von künstlichen Poly  amid- oder     Polyurethanfasern    wie Nylon,   Perlon  oder     Saran    sowie von Leder.  



  Die erfindungsgemässen Mischkomplexe       verhalten    sich     färberisch    anders als mecha  nische Gemenge der Chromkomplexe der ein  zelnen     Komponenten.    Mechanische Gemenge  
EMI0003.0008     
    mit chromabgebenden Mitteln in solchen     @Ten-          r''en    behandelt, dass auf 2 Moleküle     Azofarb-          stoff    mindestens 1 Atom     Chrom    entfällt.  



  Die erhaltene neue, gemischte Chrom  komplexv     erbindung    stellt ein schwarzes     Pul-          @@er    dar, das sieh in heissem Wasser mit     brau-          zier    Farbe löst und das Wolle aus neutralem  lade in tiefbraunen Tönen färbt.         Beispiel:       18,7 Teile     2-Amino-phenol-4-rnetltylsulfon          @r    erden in 150 Teilen Wasser mit 17 Teilen  konzentrierter Salzsäure gelöst, auf 5  abge  kühlt und unter zeitweiser Zugabe von Eis  mit 6,9 Teilen     Natriumnitrit    100     %    (als       331)roz.    Lösung) versetzt. Nach.

   Beendigung  der     Diazotiexung    macht man durch Zugabe       @        an        Natriumhydrogenkarbonat    gerade neu  t     ral,    gibt dann noch 3 Teile     Natriumhydro-          gcllkarborlat    zu und giesst eine Lösung von  22 Teilen     1-(3'-Chlor-phenyl)-3-methyl-5-py-          razolon    in 300 Teilen Wasser und 10,5     Vo-          hiniteilen        10-n-Natronlauge    zu.

   Man rührt,  ohne     ztt    kühlen, bis die Kupplung beendet ist,  erhitzt auf     60     und filtriert den     ausgefalle-          lieti    Farbstoff (Farbstoff I) ab. 18,7 Teile       2-Atnino-phenol-4-methylsulfon    werden nach    haben den Nachteil, die Wolle     dichroitisch     anzufärben, was mit den     Mischkomplexen     nicht der Fall ist.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines braunen,  chromhaltigen Farbstoffes. Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass man ein Ge  misch     äquimolekularer    Mengen der     Azofarb.-          stoffe     
EMI0003.0047     
    obigen Angaben     diazotiert    und mit Natrium  hydrogenkarbonat neutralisiert.

   Die     Diazo-          verbindung    giesst man bei 0 bis 3  in eine Lö  sung von 22,8 Teilen     Carbomethoxy        amino-          naphthol-(1,7)    in 250 Teilen Wasser, 10,5       Volumteilen        10-n-Natronlauge    und 15 Tei  len wasserfreiem Natriumkarbonat. Die Kupp  lung ist nach einigen Stunden beendet. Man  erhitzt auf 70 , fällt den teilweise in Lösung  gegangenen Farbstoff durch Zugabe von Na  triumchlorid aus und filtriert ihn ab (Farb  stoff     II).    .  



  42,9 Teile     Mononatriumsalz        des    Farbstof  fes I und 43,7 Teile     Mononatriumsalz    des  Farbstoffes     II    werden     in    2000 Teilen Wasser  miteinander verrührt. Dann werden 220 Teile  einer Lösung von     chromsalicylsaurem    Ammo  nium     (entsprechend    5,7 Teilen     Cr)    zugegeben  und während 5 Stunden zum Sieden erhitzt.  Dabei scheidet sich ein braunschwarzes Öl  aus, das beim Erkalten kristallinisch erstarrt.  Es wird     abfiltriert    und getrocknet.

   Der neue  Farbstoff stellt . ein schwarzes Pulver dar,  das sich in heissem Wasser mit brauner Farbe  löst und das Wolle aus neutralem Bade in  tiefbraunen Tönen von sehr hoher Lichtecht  heit, sehr guter Wasch-, Walk- und     Seewas-          serechtheit    färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahre. zur Verstellung eines braunen, chromhaltigen Farbstoffes, dadurch gekenn- EMI0004.0002 mit. chromabgebenden Mitteln in solchen Men gen behandelt, dass auf 2 Moleküle Azofarb- stoff mindestens 1 Atom Chrom entfällt. Die erhaltene neue, gemischte Chrom komplexverbindung stellt ein schwarzes Pul- zeichnet, dass man ein Gemisch äquimoleku- larer Mengen der Azofarbstoffe ver dar, das sich in heissem Wasser mit brau ner Farbe löst und das Wolle aus neutralem Bade in tiefbraunen Tönen färbt.
CH291812D 1951-01-11 1951-01-11 Verfahren zur Herstellung eines braunen, chromhaltigen Farbstoffes. CH291812A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2814615A (en) * 1957-11-26 Soinhi

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2814615A (en) * 1957-11-26 Soinhi

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