CH292639A - Verfahren und Streckwerk zum Verziehen von Textilfasern. - Google Patents

Verfahren und Streckwerk zum Verziehen von Textilfasern.

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CH292639A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H5/00Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
    • D01H5/18Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
    • D01H5/22Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by rollers only

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Description


  Verfahren     und    Streckwerk     zum    Verziehen von     Textilfasern.       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum Verziehen von Textilfasern nach  dem Patentanspruch und Unteransprüchen 2  und 4 des Hauptpatentes.  



  Nach dem Verfahren gemäss dem Patent  anspruch des Hauptpatentes wird ein Vor  (     arn    von gleichförmigem Drall und auch sonst  gleichförmiger Beschaffenheit von     Zuführ-          walzen    Streckwalzen zugeführt und an einer  Stelle näher der Klemmstelle der Streck  walzen als der der     Zuführwalzen    vorwärts  gestossen, wobei über eine Wegstrecke, welche       sieh    von der Vorstossstelle gegen die Klemm  stelle der Streckwalzen erstreckt, jegliche  Drehung des     Vorgarns    verhindert wird.  



       Clemäss    dem Unteranspruch 2 des Haupt  patentes wird verhindert, dass das     Vorgarn     an der Vorstosssteile zu einem flachen Band  zusammengepresst wird, und gemäss dem Un  teranspruch     J    des Hauptpatentes wird dem       Vorgarn    ein Verzug von über 50 erteilt. Die  Erfindung betrifft auch ein Streckwerk zur  Durchführung des vorgenannten Verfahrens  gemäss dem Patentanspruch     II    des Haupt  patentes.

   Das Streckwerk nach dem Patent  anspruch     II    des Hauptpatentes zeichnet sich  aus durch     Zuführwal.zen    und Streckwalzen  und durch Mittel, um das     Vorgarn    an einer  Stelle näher der Klemmstelle der Streck  walzen als der der     Zuführwalzen    vorzu  stossen, welche Vorstossmittel bewegliche Flä  chen aufweisen, um die Fasern zwischen sich  zu pressen, und ferner durch     Führungsmittel,       welche zwischen der Vorstossstelle und der  Klemmstelle der     Streckwalzen    angeordnet  sind, um auf der Wegstrecke eine Drehung  des     Vorgarns    zu verhindern.  



  Im Hauptpatent wird erläutert, dass die  eine der Streckwalzen einen nachgiebigen  Überzug aufweist, welcher unter dem Be  lastungsdruck etwas nachgibt, so dass die  wirkliche Klemmstelle etwas     vorverschoben     wird, das heisst die Klemmstelle liegt dort,  wo die Fasern zuerst durch die Oberflächen  der Klemmwalzen geklemmt werden. Es hat  sich gezeigt, dass zufolge der schärferen  Spitze eines     Vorgarns    bei Hochverzug die  Klemmstelle weniger verschoben werden darf       als    bei geringerem Verzug.

   Jede Änderung  der Lage dieser Klemmstelle führt zu Garn  unregelmässigkeiten, da schon eine kleine Ver  schiebung dieser Stelle bewirkt, dass eine ver  schiedene     Anzahl    von Fasern erfasst wird,  und dass eine grössere Abweichung vom Ideal  fall auftritt, in welchem die Fasern einzeln  erfasst werden. Um den erforderlichen Still  stand der Klemmstelle bei Hochverzug zu ge  währleisten, ist die sorgfältige Auswahl des  elastischen Materials eines Überzuges einer       Streckwalze    erforderlich, um Form und Grösse  des durch den an der Klemmstelle bewirkten  Druck erzeugten     Eindrückens    des Überzuges  dem genannten Erfordernis auf Stillstand  der Klemmstelle anzupassen.

   Es hat sich ge  zeigt, dass ein nachgiebiger Überzug für eine       Streckwalze    vorzusehen ist, um eine Einpres-           sung    zu erzielen, die genügend tief ist, um die  Klemmstelle ortsfest zu halten.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung ist zusätzlich dadurch gekenn  zeichnet, dass das     Vorwärtsstossen    durch be  wegliche, belastete Vorstossflächen erfolgt,  die auf das     Vorgarn    allseitig pressen, und  dass an der Klemmstelle der Streckwalzen das       Vorgarn    gegen eine nachgiebige Fläche ge  drückt wird, um diese Klemmstelle ortsfest  zu halten.  



  Das     erfindtungsgemässe    Streckwerk ist da  durch gekennzeichnet, dass die beweglichen  Flächen belastet. sind und dass die eine  Streckwalze mit einem nachgiebigen Überzug  mit einer     Shore-Härte    zwischen 55 und 80  versehen     ist.     



       Ausführungsbeispiele    des     erfindungsge-          mässen    Verfahrens und des Streckwerkes zur  Durchführung desselben werden nachfolgend  an Hand der beiliegenden schematischen  Zeichnung erläutert.  



  In der Zeichnung     zeigt:          Fig.    1 einen     Querschnitt    durch einen Teil  einer Spinnmaschine mit einem Ausführungs  beispiel des erfindungsgemässen Streck  werkes,       Fig.    2 und 3 eine Draufsicht bzw.

   eine  Seitenansicht einer Einzelheit aus     Fig.    1,       Fig.    4 ein Verzugsdiagramm,       Fig.    5 ein Diagramm, welches die Ver  drehungsverteilung bei bestimmter Einstel  lung des     Streckwerkes    zeigt,       Fig.    6 ein der     Fig.    5 gleiches Diagramm  bei anderer     Einstellung    des Streckwerkes,       Fig.    7 ein der     Fig.    6 ähnliches Diagramm,  das die Wirkung eines Verdrehungsstabilisa  tors zeigt,       Fig.    8 ein Verzugsdiagramm,       Fig.    9 ein     abgeändertes    Verzugsdiagramm,

         Fig.    10 ein Satz von Diagrammen, welche  die Beziehung zwischen Zwischenwalzen  anordnung, Verzug und     Luntengewicht    zei  gen, wenn das Streckwerk mit einem Trichter  arbeitet,       Fig.    11 ein Satz ähnlicher Diagramme,  welche diese Beziehungen zeigen, wenn kein  Trichter     Verwendung    findet, und         Fig.    12 ein Diagramm, das die Beschickung  des Trichters veranschaulicht.  



  Das dargestellte Streckwerk besitzt einen  Trichter, da ja. mit. einem solchen Streck  werk höhere     Verzüge    als ohne Trichter er  zielt werden können. Die theoretischen, die  Wirkungsweise des Streckwerkes berühren  den     Verhältnisse    werden indessen für beide  Fälle erörtert.  



  Das in     Fig.    1 bis 3 gezeichnete Streck  werk weist die gleiche allgemeine     Bauweise     auf, wie sie im Hauptpatent beschrieben ist  (mit Ausnahme des Vorhandenseins eines Ver  drehungsstabilisators, besonders     ziaeh        Fig.    2  und 3, der später noch beschrieben wird). Es  ist deshalb nicht.     notwendig,    das     Streckwerk     im einzelnen zu beschreiben, die folgende,       kurzgefasste    Beschreibung dürfte zum Ver  ständnis ausreichen.  



       .Nach        Fig.    1 bis 3 läuft eine Lunte 1 durch  die Klemmstelle eines     Einzugswalzenpaares    2,  3 und durch einen Drehungsstabilisator 3A  und eine     Luntenfülirting    4 zur Klemmstelle  eines Paares von kleinen     Zwischen-    oder       Mittelwalzen    5, 6 und dann von dort. durch  einen Trichter 7 zur     Klemmstelle    eines     Streck-          oder    V     erzu;:swalzenpaares    8, von dem es als  Garn 9 zur Spule einer nach bekannter Art  hergestellten und mit 10 bezeichneten Spinn  vorrichtung gelangt.  



  In. dem gezeichneten Streckwerk weist die  untere     Einzu-swalze    3 ein Paar Flanschen 11  auf, zwischen die die obere     Einzugswalze    2  eng     eingepasst    ist. Die zugeführte Lunte ist  infolgedessen bei ihrem Durchgang     zwiselien     die zylindrischen Oberflächen und die Seiten  flansche in eine Form.     finit        rechteckigem    Quer  schnitt zusammengepresst.  



  Die untere Mittelwalze 6 ist mit einem  Paar Flanschen 12 ausgebildet, zwischen  denen die obere Walze eng     eingepasst    ist und  auf der Lunte 1, die zwischen den Flanschen       hindureliläuft,    aufliegt. Die untere Walze 6  ist drehbar in geeigneten Lagern im gemein  samen Gestell 13     montiert    und wird durch  ein (nicht.     --ezeielinetes)    Getriebe von einer  in einem     La-,ergfied    19 angebrachten An  triebswelle 18 gedreht.

   Die obere Walze 5 ist      geriffelt und in geeigneten Lagern in einem       (Testellarm    21 montiert, der bei 22 an das ge  meinsame Gestell     angelenkt    ist, so dass er  zum Einlegen der Lunte nach oben     ge-          seliwenkt    werden kann. Am Arm 21 sind ab  nehmbare     CTewichte    23 befestigt, von denen  eine Anzahl von verschiedenem Gewicht zur  wechselnden Belastung Verwendung findet,  so dass der notwendige Druck auf die Lunte  zwischen den Walzen 5 und 6 aufgebracht       werden    kann. Die Lunte wird deshalb bei  ihrem Durchgang durch diese Walzen 5 und 6  von den Zylinderoberflächen und deren Sei  tenflanschen allseitig auf rechteckigen Quer  schnitt zusammengepresst.

   Die obere Walze 5  wird durch ein (nicht. gezeichnetes) Getriebe       finit    der     deichen        L-mfangsgesehwindigkeit    ge  dreht wie die untere Walze 6.  



  Das gemeinsame Gestell 13 wird von  einem durch die Oberfläche des benachbar  ten Gliedes 19 gebildeten Lager getragen und  ist durch ein Paar Stifte 32 in einem     Feder-          1=r-ägelpaar    33 schnell abnehmbar mit einem  Querarm 31 verbunden. Der Arm 31 ist an  einer     vierschiebbar    in Ansätzen 36 in, den       Lagergliedern    19 montierten Querwelle 34  befestigt.  



  Der Bauteil, der aus dem allgemeinen Ge  stell 13, dem Drehungsstabilisator     3t1,    der       Luntenführung    4, den Mittelwalzen 5, 6 be  steht, bildet zusammen mit den Getrieben und  dem Trichter 7     eine    Mitteleinheit, die zu der  Klemmstelle der Verzugswalzen hin und von  ihr weg eingestellt werden kann.  



  Die Mittelwalzen 5 und 6 sind notwendig,       um    die Lunte durch Reibung zu fassen und  sie nach vorn zu treiben, während sie unter  Spannung gehalten wird. Sie werden deshalb  mit einer     Umfangsgeschwindigkeit,    die etwas  grösser als die     Umfangsgeschwindigkeit    der       Einzugswalzen    ist, gedreht, der     Überschuss     soll. annähernd     81/o    betragen.

   Der auf die       Lunte    von der obern Walze 5 ausgeübte       Druck    muss ausreichend sein, um unter an  derem die Länge der Lunte zwischen Einzugs  walzen und Mittelwalzen 5 und 6 straff zu  halten, aber er darf nicht so gross sein,     da,ss     die Mittelwalzen die Lunte ergreifen, um eine    merkliche     Verziehwirkumg    bei oder hinter der  Klemmstelle der Mittelwalze zu erzeugen. Die  Spannung übt eine leichte Streckung auf die  Lunte aus, und der     Geschwindigkeitsüber-          schuss    der Mittelwalzen sollte ausreichend  sein, um nach Berücksichtigung dieser  Streckung eine leichte Führung zu ergeben,  so dass ein leichtes Schlüpfen zwischen den  Mittelwalzen und der Lunte entsteht.  



  Für die Gewichte 23 hat sich ein Gewicht  von annähernd 205 g als geeignet für die ver  schiedenen     Verziehvorgänge    von normalen  Wollqualitäten herausgestellt, wobei die Mit  telwalzen einen Durchmesser von 6,4 mm auf  weisen, obwohl es selbstverständlich ist, dass  es notwendig sein kann, das Gewicht zu ver  ändern, so dass es, wie im folgenden erklärt  wird, gewisse Bedingungen befriedigt.

   Der  Druck infolge dieser Gewichte steigt durch  das Gewicht des     angelenkten    Armes 21, das  unbedeutend ist und durch eine nach unten  wirkende, durch das Getriebe beim Betrieb  des     Streckwerkes    erzeugte Kraft an.     .Der    Be  reich der Berührung zwischen der obern  Walze und der Lunte ist klein, und das Ge  wicht von annähernd 205 g entspricht unter  den erwähnten Bedingungen einem Druck von  annähernd 500     g/cm2    auf der Lunte. Ge  arbeitet wird immer mit einem Verzug von  über 50.  



  Zusammenfassend kann gesagt werden,  dass nach richtiger Wahl des Verdrehungs  grades des     Vorgarns    1 die Stelle, an welcher  ein Drehen     des        Vorgarns    an der Vorstoss  welle verhindert wird, sowie der Abstand der  Vorstossstelle von der Klemmstelle der     Streck-          "Nalzen    so einstellbar     sind,    dass, bei geeigneter  Wahl des an der Vorstossstelle ausgeübten  Klemmdruckes, der zwischen den     Zuführ-          walzen    2, 3 und der Vorstossstelle liegende       Vorga.rnteil    dauernd unter leichter Spannung  gehalten wird, und an jeder Stelle einen ge  nügenden Verdrehungsgrad besitzt,

   um zu  sammenhängend zu bleiben. Der     zwischen    der  Vorstossstelle und der Klemmstelle der Streck  walzen 8 liegende     Vorgarnteil    bleibt gleich  förmig zusammenhängend, ohne jedoch eine  jedes weitere Strecken verunmöglichende      Festigkeit zu erhalten. Gleichzeitig wird ge  währleistet, dass eine genügende Menge Fa  sern, die an der Klemmstelle der     Streckwalzen     festgeklemmt sind, bis zur Vorstossstelle ra  gen, um zu verhindern, dass der von diesen  Fasern aufzunehmende Zug ein Reissen des       Vorgarns    bewirken kann. Eine oder beide  Streckwalzen 8 sind mit einem nachgiebigen  Überzug mit einer     Shore-Härte    zwischen 55  und 80 versehen.

   Dieser Überzug ist radial       zusammendrü        ckbar.     



  Zufolge der schärferen Zuspitzung des       Vorgarns    bei Hochverzug sollte sicher ge  stellt sein, dass der Winkel, unter welchem sich  die deformierten Streckwalzen nähern, um  sich an der vorgerückten Klemmstelle zu be  rühren, im folgenden     Einfallwinkel    genannt,  grösser ist als der Winkel der Spitze des       Vorgarns    gegen die Klemmstelle hin, da die  Streckwalzen sonst das     Vorgarn    vorzeitig be  rühren und die Gleichförmigkeit der Ver  drehung stören würden, was das bei Hoch  verzug gegenüber geringerem Verzug erfor  derliche genauere Einklemmen des     Vorgarns     durch die Streckwalzen     verunmöglichen    kann.

    Wird eine zur Erzielung einer annähernd  feststehenden     Klemmstelle    der Streckwalzen  genügende Einpressung in der nachgiebigen  Walzenoberfläche erzeugt, so ist es schwierig,  den notwendigen     Einfallwinkel        zix    erhalten,  wenn der nachgiebige Walzenüberzug so be  schaffen ist, dass der an der Klemmstelle aus  geübte Druck eine andere als radiale Ver  schiebung des     Überzugmaterials    der Walze  bewirkt, da ein solches Verschieben ein An  schwellen des     überzugmaterials    neben der       Einpressstelle    verursachen würde..  



  Für Hochverzug und einen hohen Gleich  förmigkeitsgrad des fertigen Garnes muss der  nachgiebige     Streckwalzenüberzug    nicht nur  weich genug sein, um die erforderliche Ein  pressung zuzulassen (ohne zu weich zu sein,  um das Festklemmen des Garnes zu verhin  dern), sondern muss auch radial, das heisst  nur radial     zusammenpressbar    sein. Mit andern       Worten    sind Walzenüberzüge zu     verwenden,     die z. B. Lufteinschlüsse oder Poren aufwei  sen,     wie    sie z. B. im Kork vorhanden sind    oder die künstlich im Material erzeugt wer  den können.

   Eine     Streekivalze    mit einem über  zug aus einem Lufteinschlüsse oder Poren  aufweisenden Material, das eine Oberflächen  härte zwischen 55 und<B>75,</B>     gemessen.    mit dem       Shore-Durometer,    besitzt, hat sich als beson  ders geeignet. für das dargestellte Streck  werk erwiesen, obwohl auch Material mit einer  Oberflächenhärte bis 80 in gewissen Fällen  verwendbar ist, wobei der Klemmdruck zwi  schen den     Streekwalzen    natürlich entspre  chend erhöht. werden     muss,    um die     erforder-          liehe    Einpressung zu ergeben.  



  Die beweglichen Flächen an der Vorstoss  stelle werden durch die Zwischenwalzen 5, 6  gebildet, wovon die eine ein     Flanschpaar    auf  weist und die andere zwischen diesen Flan  schen angeordnet ist.  



  Das Streckwerk kann Mittel zur Verhin  derung des     Drehens    eines     Vorgarnstüekes    ent  weder hinter der Vorstossstelle (das heisst       zwisehen    den     Zuführwalzen    und der Vorstoss  stelle) aufweisen, besitzt solche jedoch in  allen Fällen vor der Vorstossstelle (das heisst  zwischen der Vorstossstelle und der Klemm  stelle der Streckwalzen).  



  Es versteht sich, dass solche Mittel nicht  derart ausgebildet sind, dass sie eine solche       Längshemmung    des V     orgarns    erzeugen, die  einen befriedigenden Verzug verhindert. Zu  folge der vorhandenen Verdrehung des Vor  ga.rns hat die auf das     Vorgarn    wirkende  Spannung eine Komponente,

   die in Richtung  auf den Kern des     Vorgarns    hin wirkt und  die Fasern desselben in der ganzen Länge  der Verzugszone     gegeneinanderdrückt.    Die  durch das     Gegeneinanderdrücken    der Fasern  des     Vorgarns    auftretende     Reibung    zwischen  den Fasern bewirkt einen Widerstand auf  die Längsbewegung der Fasern zueinander  und ergibt so den Zusammenhang des Vor  garns. Das Ausmass des     Zusammenhanges     soll so sein, dass das     Vorgarn    einer starken  Spannung ausgesetzt werden muss, um eine  Längsbewegung der einzelnen Fasern gegen  einander zu verursachen, wobei diese Span  nung nicht so gross sein darf, dass die Fasern  brechen.

        Zu     irgendeiner    Zeit, gibt es in der     Ver-          zng;szone    drei Gruppen von Fasern:  <I>ei)</I> die von den     Zuführwalzen    erfassten Fa  sern (die rückwärtigen Fasern),       h)    die von den Streckwalzen erfassten Fasern  (die vordern Fasern) und       @)    die weder von den     Zuführwalzen    noch von       den        Streckwalzen    erfassten Fasern (die  freien Fasern).  



  Die Spannung des     Vorgarns    wird durch  den Zug der Streckwalzen entgegen dem von  den beweglichen Flächen auf das     Vorgarn          tius-@eübten    Umfangsdruck hervorgerufen.       t'ni    diesen Druck wirksam zu     machen,    ist es       notwendig,    dass sieh eine relativ grosse Anzahl  an     vordern    Fasern von der Klemmstelle der       Streckwalzen    nach hinten über die     Vorstoss-          sIelle        hinaus    erstreckt,

   so     da.ss    ein     beträcht-          lielier    Zug auf diese Fasern ausgeübt wird,  wenn sie durch die Streckwalzen gestreckt  werden. Die aus diesem Zug entstehende       Spannung    wird durch die vordern Fasern  (durch die Verbundwirkung der sieh nach  vorn durch die Vorstossstelle erstreckenden  freien und rückwärtigen Fasern) dem zwi  schen der Vorstossstelle und den     Zuführ-          @calzen    befindlichen Teil des V     orgarns    zu  wodurch das letztere in der ganzen       @'eizun:szonc.    unter Spannung gehalten wird.

    Die so erzeugte Spannung bildet die- stets  notwendige Kraft zum Zuführen des     Vor-          gziins    zur Klemmstelle der Streckwalzen. Sie  soll als     Zuführkraft    bezeichnet werden.  



  Damit die     Zuführkraft    immer wirksam  bleibt, muss infolgedessen eine grosse Anzahl  von vordern Fasern von der Klemmstelle der  Streckwalzen nach rückwärts durch die Vor  stossstelle, wie oben erklärt, vorhanden sein.  Die Anzahl solcher Fasern nimmt (für eine       vornesehene        Vorgarnart)    mit wachsendem       Verzag    ab, es sei denn, diese V     erzugzunahme     werde durch ein Näherlegen der     Vorstoss-          .stelle    an die Streckwalzen ausgeglichen, und  ist abhängig (für gegebenen Verzug und  Walzenzwischenraum) vom Anteil und von  der Länge der längeren Fasern im     Vorgarn,

       so dass beispielsweise     Kunstseidefaser    mit    ihrer gleichmässigen Faserlänge ein stärker  zusammenhaltendes     Vorgarn    und infolge  dessen höheren Verzug ergibt, als eine Kamm  garnlunte mit der gleichen maximalen Faser  länge, aber mit vergleichsweise weniger langen  Fasern.  



  Der grösste Zwischenraum zwischen den  Streckwalzen und der Vorstossstelle ist; so  durch die Anzahl der vordern Fasern be  grenzt, die sich notwendigerweise nach rück  wärts durch die Vorstossstelle erstrecken  müssen, um das Zusammenhaften des Vor  garns sicherzustellen. Der kleinste Zwischen  raum zwischen diesen Walzen ist mechanisch  dadurch begrenzt, dass bei hohen     Verzügen     die Walzen sehr klein sein müssen (6,4 mm  Durchmesser oder     wesentlich    weniger bei       Streckwalzen    gewöhnlicher Grösse) wie dies  im Hauptpatent beschrieben ist. Unmittelbar  hinter den Walzen wird vorzugsweise eine       Vorgarnführung    angeordnet.  



  Der an der Vorstossstelle auf das     Vorgarn     ausgeübte Umfangsdruck darf nicht so stark  sein, dass die Fasern übertrieben zusammen  gedrückt werden. Gleichzeitig muss der Teil  des V     orgarns    zwischen der Vorstossstelle und  den     Zuführwalzen    unter     merklichem    Druck  gehalten werden. Zu diesem Zweck wird ein  Paar Zwischenwalzen 5, 6 verwendet, die  beide mit einer Umfangsgeschwindigkeit an  getrieben werden, die etwas grösser als die  Geschwindigkeit des zwischen ihnen durch  laufenden     Vorgarns    ist.

   Der durch     diese     Walzen auf das     Vorgarn    übertragene Druck  darf nicht so gross sein, dass der notwendige  leichte Schlupf zwischen     Vorgarn    und Walzen  verhindert wird. Die auf diese Weise erzeugte  Spannung wird durch den von den Streck  walzen ausgeübten Zug vergrössert, wobei  dieser Zug, wie oben erklärt, auf die rück  wärtige Zone wirkt.  



  Wie oben erklärt wurde, ist der kleinste  Abstand zwischen der Vorstossstelle und den       Streckwalzen    aus mechanischen Gründen be  grenzt, und obwohl die Verwendung von  kleinen Walzen, wie sie im Hauptpatent  beschrieben sind, die Schwierigkeit bis zu  einem gewissen Grad verringern, und sehr      hohe     Verzüge    ermöglichen, ist doch der  höchste Verzug dadurch begrenzt. Bei Höchst  verzügen wird infolgedessen ein Trichter ver  wendet, wie er im Hauptpatent beschrieben  ist, der die Drehung des     Vorgarns    über eine  Länge verhindert, die sich nach vorn über  die Vorstossstelle erstreckt.  



  Unter gewissen Bedingungen kann beim  Verziehen mit. sehr hohem Verzug und bei  gewissen Qualitäten des     Vorgarns    die Stel  lung der Zwischenwalzen so sein, dass der  unmittelbar vor den     Zuführwalzen    liegende  Teil des     Vorgarns    keine genügende Drehung  mehr hat, um zusammenzuhalten, und dass  dies, obwohl eine grössere Anfangsverdrehung  des     Vorgarns    diese Schwierigkeit überwinden  würde, zu verschiedenen     Schwierigkeiten    in  dem zwischen den Zwischenwalzen     liegenden     Teil des     Vorgarns    führen würde.

   Es hat sich  herausgestellt, dass unter diesen     Umständen     durch eine Verhinderung der Drehung des       Vorgarns    an einem oder mehreren Punkten  zwischen den Zwischenwalzen und den Zu  führwalzen, wodurch der Lauf der Ver  drehung des     Vorgarns    zwischen. den     Zuführ-          wa.lzen    und den Zwischenwalzen geregelt  wird, ein hinreichendes Zusammenhaften des       Vorgarns    erhalten bleibt, ohne dass eine Ver  grösserung des ursprünglichen Verdrehungs  grades des     Vorgarns    notwendig ist.

   Eine  solche Verhinderung der Drehung des Vor  garns kann durch die Verwendung von einem  oder mehreren kanalförmigen Gliedern, wie  dem oben erwähnten Trichter, zustande ge  bracht werden. Ein solches zusätzliches     kanal-          förmiges    Glied     wird.    im folgenden als Ver  drehungsstabilisator bezeichnet. Es hat sich  weiter herausgestellt, dass die Verwendung  eines Verdrehungsstabilisators unter normalen       Hoehverzugsbedingungen    ein ziemlich lockeres       Vorgarn        ztt    strecken erlaubt, das heisst ein       Vorgarn    reit relativ geringem Verdrehungs  grad.  



  Es wird z. B. so vorgegangen, dass matt  zuerst. den Abstand zwischen den Zwischen  walzen und den Streckwalzen in Übereinstim  mung mit dem     gewünschten    Ausmass des  Verzuges und den Merkmalen des zu ver-    ziehenden Materials, im besonderen der An  zahl der in ihm enthaltenen     Fasern    der ver  schiedenen Längen, auswählt. Bei sehr hohen       Verzügen    von     Kammgarnlunten    ist es er  wünscht., die beiden Walzenpaare so dicht  wie möglich beieinander anzuordnen.

   Dann  kann bei einer Verdrehung des     Vorgarns,    die  etwas grösser als die im allgemeinen bei be  kannten     Streekwerhen    übliche Verdrehung  ist, der durch die Zwischenwalzen ausgeübte  Druck so     angepasst    werden, dass das best  mögliche Ergebnis erzielt wird. Sobald zu  friedenstellende Betriebsbedingungen für  einen speziellen Verzug gefunden sind, kön  nen sie, wenn es vorgezogen wird und mecha  nisch möglich ist, in ziemlich weiten Grenzen  zum Verändern des Verzugs nur durch An  passung des     Zwischenraumes    zwischen Zwi  schen- und Streckwalzen eingestellt werden.

    Für 50- bis 100fache     Verzüge    bei     Karnnrgarn-          lunten    hat sieh gezeigt, dass bei -Verwendung  von geflanschten     Zwisehernialzen    mit 7,6 mm       Durchmesser        und        8%        rascherem        Antrieb        als     die     Zuführgesehwindigkeit    des     Vorgarns,    wie  sie im Hauptpatent. beschrieben sind, und bei  der     Anwendung    des dort.

   vorgeschlagenen  Zwischenraumes und der ebenfalls dort vor  geschlagenen Verdrehung sowie beim Auf  bringen einer Last von ungefähr     ?00    g auf  die Welle der obern     Zwischenwalze    ein ge  eigneter Druck auf die Lunte ausgeübt wird.  



  Wenn das Streckwerk mit einem Trichter  versehen ist, können     \?00-    oder sogar     ?50fache          Verzüge        für        Kammgarnlunten    und (wenn  auch wegen der Schwierigkeit., vollständige       Gleichmässigkeit.    des Betriebes der Streck  walzen     zu\    erzielen, mit etwas geringerer  Gleichmässigkeit des Erzeugnisses) 1000- oder  sogar 1500fache     Verzüge    für V     orgarne    aus       Kunstseidestapelfaser,    deren Länge den läng  sten     Kanrmgarnfasern    entspricht, bei denen  das Verfahren arbeitet., erzielt werden,

   ob  gleich bei den erwähnten höheren     Verzügen     beim Spinnert zur Erzielung gegebener Garn  nummern es selbstverständlich ist, dass der  durch die geflanschten Walzen gebildete  Durchgang ebenso wie der Kanal des Trich  ters genügend grosse     Abmessungen    aufweisen      müssen, damit sie der notwendigerweise an  gewachsenen Grösse der     Vorgarne    angepasst  sind.  



  Im folgenden werden Betriebserfahrungen  mit. diesem Streckwerk und die damit ver  bundenen theoretischen Betrachtungen be  schrieben. Es wird gezeigt, wie das Streck  werk auch ohne einen Trichter zur Verhin  derung der     Luntendrehung    vor den Mittel  walzen Verwendung finden kann, wobei hoch  gradiges Verziehen auch ohne Verwendung  eines Trichters erzielt wird, obwohl das Ver  ziehen nicht so hoch ist, wie es bei Verwen  dung eines Trichters 7 erreicht werden  könnte. Wird ohne einen Trichter 7 gearbei  tet, so sind trotzdem noch Führungsmittel  vorhanden, welche zwischen der Vorstoss  stelle und der Klemmstelle der Streckwalzen  angeordnet sind und auf einer Wegstrecke  eine Drehung des     Vorgarns    verhindern.

    Diese Führungsmittel sind die Flanschen 12  der untern Walze 6, und zwar deren in     Fig.    1  oberer, rechter Sektor.  



  In     Fig.    4 ist ein     Verzugszonendiagramm     einer Lunte von 36,6     drams    pro 40 Yards dar  gestellt, die aus     64's/70's    Wolle besteht, die  einem 40fachen Verzug ausgesetzt ist. Das in  diesem Falle erzeugte Garn ist ein "20's  Kammgarn. Die     Querschnittsfläche    bzw. das  Gewicht der Lunte, das bei Annäherung an  die Verzugswalzen zunehmend -kleiner wird,  kann natürlich leicht nach den in dem mehr  faeh erwähnten Hauptpatent niedergelegten       Grundsätzen    berechnet werden.

   Diese Werte  sind über Abständen längs der Garnlänge ge  messen und hinter der     Verzugswalzenklemm-          stellebis        zu,        einemAbstand,    der gleich der Länge  (]er längsten Faser ist, aufgetragen. Dies ergibt  den obern Kurventeil R des Diagramms, der  (las Gewicht der Lunte in     drams    pro 40 Yards  von den     Einzugswalzen    2 bis zu den Verzugs  walzen 8 angibt. Natürlich sind hier alle Fa  serarten, rückwärtige freie und vordere Fa  sern, mit eingeschlossen.  



  Das Gewicht der     vordern    Fasern kann  nun getrennt berechnet und ebenfalls über  den gleichen     Garnlärigenabständen    aufgetra-    gen werden. In dem Diagramm     wurde    das  ausgeführt, der Kurventeil F zeigt das Ge  wicht der vordern Fasern allein.. Diese Fa  sern werden stetig aus den andern ausgezo  gen und deshalb wird der Bereich zwischen  der Kurve F und der Grundlinie als  Aus  zugsbereich  bezeichnet. Die Verzugswalzen  und die     Einzugswalzen    sind schematisch     in     ihrer richtigen Stellung waagrecht einge  zeichnet; ebenso sind die Mittelwalzen 5 und  der Trichter 7 in Stellungen eingezeichnet,  die für diesen Verzug und diese besondere  Wollqualität geeignet sind.

   Die Mittelwalzen  haben durch das Aufbringen der     Spannung     auf die Lunte eine wichtige Aufgabe und  sind deshalb im folgenden als Spannwalzen  bezeichnet. Die Längen der Lunte, die zwi  schen den vier im Diagramm gezeichneten       Berührungspunkten    liegen, werden später  wie .folgt bezeichnet:  Zwischen Einzugswalzen und Spannwalzen  als     rückwärtige    Zone;  zwischen Spannwalzen und     Trichteraus-          gang    als     Txichterzone;     zwischen     Trichterausgang    und Verzugs  walzen (oder, wenn es keinen Trichter gibt,  zwischen Mittelwalzen und Verzugswalzen)  als vordere Zone.  



       Fig.    5 zeigt die Verteilung der Drehung,  welche sich auf das     Verzugszouendiagramm     nach     Fig.    4 bezieht. Der Verzug ist     40fach     und die Anfangsdrehung der Lunte 0,6  Drehungen pro 2,54 cm. Aus     Fig.    4 ist zu er  sehen, dass es in jeder Zone eine von hinten  nach vorn fortschreitende Verringerung der       Luntendicke    gibt. Drehungsänderung erfolgt  bis zum Vorderteil der     rückwärtigen    Zone,  eine Änderung wird dann durch die Hem  mung der Drehung an den Spannwalzen ver  hindert.

   In der     Trichterzone    wird die  Drehung der Lunte über die gesamte Zonen  länge verhindert, und zwar erstens durch den  vor der Klemmstelle der Spannwalzen liegen  den Teil der     Spannwalzenflanschen    und  zweitens durch die Seitenwände des Trichter  kanals.  



  In     Fig.    5 ist zu sehen, dass der Drehungs  grad in der     rückwärtigen    Zone, dargestellt      durch die Kurve     T-R,    entlang der Lunte in  umgekehrtem Sinne zur Dicke der Lunte an  diesen Stellen verläuft, wobei er allerdings  bei der     Spannwalzenklemmstelle    infolge der  Tatsache,     da.ss    die     Luntendrehungsänderung     durch die Spannwalzen angehalten wird, zu  dem gleichen Grad ansteigt, wie er unmittel  bar hinter der     Einzugswalze    vorhanden ist,  nämlich 0,6 Drehungen pro 2,54 ein.

   Der  mittlere     Drehungsgrad    der gesamten Länge  der Lunte in der rückwärtigen Zone liegt, wie  zu ersehen ist, bei 0,561 pro 2,54 ein.  



  Wenn der Trichter unmittelbar vor den       Spannwalzen,    wie gezeichnet, angebracht ist,  gibt es keine merkliche     Luntendrehungsände-          rung    in der     Trichterzone,    so dass die Anfangs  drehung der Lunte von 0,6 pro 2,54 cm über  die ganze Länge dieser Zone erhalten bleibt,  wie es bei     TFL   <I>zu</I> sehen ist, trotzdem das       Luntengewicht    pro 40 Yards bei Annäherung  an die     Trichterzone    abnimmt.  



  Die Drehung in der     vordern    Zone ist mit       TFR    bezeichnet. Sie steigt hinter den Ver  zugswalzen von ihrem tiefsten Punkt     tuimit-          telba.r    vor dem     Trichterausgang    auf 0,6 pro  2,54, das heisst den Anfangswert an. An allen  Zwischenpunkten ist die Änderung in um  gekehrtem Sinne zum     Luntengewicht    in     drams     pro 40 Yards gemessen. Der mittlere Drehungs  grad dieser ganzen Zone beträgt 0,1 pro  2,54 ein.  



  Es ist zu beachten, dass der     absolute     Drehungsgrad an sich     und    die     '#Virluuiig    des  Drehungsgrades auf das Zusammenhaften der  Lunte zwei verschiedene Begriffe sind. Diese  Wirkung ist abhängig von der     Luntendicke,     und zwar je dünner die Lunte, desto weniger  wirksam ist ein gegebener Drehungsgrad und  umgekehrt. Weiter hängt die Wirksamkeit  der Drehung vom Zustand der Lunte ab,  diese Abhängigkeit wird weiter unten disku  tiert. Der     Gesamtbeitrag    der Drehung zum  Zusammenhaften der Fasern an irgendeiner  Stelle wird im folgenden als  wirksamer  Drehungsgrad  bezeichnet.  



       Fig.    6 zeigt die Wirkung einer Verschie  bung der Spannwalzen und des Trichters um  12,7 mm nach vorn. Die     Spannwalzen    stehen    nun mit einem dünneren Teil der Lunte als  nach     Fig.    5 in Berührung. Der     berührte     Punkt auf der Lunte nimmt den gleichen       Drehungsgrad    (0,6 pro 2,54 ein) wie die An  fangslunte an, wobei alle andern Punkte in  der rückwärtigen Zone geringeren Drehungs  grad als 0,6 pro 2,54     ein    in umgekehrtem Än  derungsinn zur     Luntendieke    erhalten.

   Der  mittlere     Drehungsgrad    in der rückwärtigen  Zone beträgt nun 0,533 pro     2,54    ein und ist  infolgedessen geringer als der Wert von 0,561  in     Fig.    5.     Durch    einen Vergleich der beiden       Diagraniiiie    kann man erkennen, dass die  Kurve des     Drehungsgrades    in     Fig.    6 über die  ganze Länge der rückwärtigen Zone tiefer  liegt als die     hiirve    in     Fig.    5.

   In der rückwär  tigen Zone -ab es jedenfalls keine wesentliche  Änderung der     Luntendieke,    und infolgedessen  hat die     Vorwärtsverschiebung    der Spann  walzen und des     Triehter:s        sowohl    den mitt  leren Drehungsgrad als auch den wirksamen  Drehungsgrad über die     Clesaintlänge    dieser  Zone herabgesetzt. Eine     Püclzv        erschiebung     der     Spannwalzen    und des Trichters würde  eine     entgegengesetzte    Wirkung     haben    und zu  einem höheren wirksamen Drehungsgrad in  der rückwärtigen Zone führen.  



  Ein solches     Vorwärtsschieben    der Spann  rollen und des Trichters, das     -unter    verschie  denen Bedingungen erforderlich sein kann,  kann zu schweren Störungen in der     riickwär-          tigen    Zone führen.

   Beispielsweise kann eine  ungenügende Drehung in der Rückzone, die  die Folge eines solchen     Vorwärtsschiebens    ist,  dazu führen, dass das     Zusammenhaften    der  Lunte in dieser Zone so weit herabgesetzt  wird,     da.ss    die Lunte der auf sie ausgeübten  Spannung nicht     widerstehen    kann und so  an irgendeinem Punkt dieser Zone     auseinan-          derbriclit    oder sehr     geseliwäclit    wird, was zu       t        ngleiehmässigkeiten    im Garn     führt.    Diesem  Zustand kann natürlich durch eine Verstär  kung -der Anfangsdrehung der Lunte abge  holfen werden,

   aber das würde ebenfalls zu  einem     Ansteigen    des wirksamen     Drehungs-          grades    in den beiden andern Zonen führen,  was nicht erforderlich oder erwünscht sein  kann. Diesem Zustand kann auch durch ein      Absenken der Spannung abgeholfen werden,  aber es treten Schwierigkeiten bei der Ein  stellung der Spannung auf, so dass beispiels  weise in der vordern Zone die benötigte Span  nung gerade vorhanden ist, während die  Spannung gleichzeitig in der rückwärtigen  Zone, wenn die Drehung dort zu gering ist,  zu gross ist.

   Diese Schwierigkeiten können  indessen, wie oben erwähnt, überwunden wer  den, wenn man einen Drehungsstabilisator  3.1 an einer Stelle zwischen die Mittel- und  die Einzugswalzen     einpasst.    Nach     Fig.    7 ist  der Drehungsstabilisator in diesem Beispiel  angeordnet, um die Lunte in seinem Kanal  für eine Strecke von beispielsweise 36,1 mm  hinter den Spannwalzen einzuschliessen. Die  drehungsfeindlichen Eigenschaften dieser Ein  richtung erhalten die Anfangsdrehung der  Lunte (0,6 pro 2,54 cm) über ihre ganze  Eigenlänge.

   Ebenso steigt, da die     Lunten-          drehungsänderung    in der rückwärtigen Zone  nun am hintern Ende dieser Einrichtung (wo  die     Luntendicke    grösser als an den Spann  walzen ist) angehalten wird, der hinter ihr  liegende mittlere Drehungsgrad.\ So steigert  diese Einrichtung sowohl den mittleren als  auch den wirksamen Drehungsgrad in der  rückwärtigen Zone, ohne die andern beiden  Zonen     zn    beeinflussen.  



       Fig.    7 zeigt gleiche     Verhältnisse    wie     Fig.    6,       mit.    Ausnahme der Anwendung     Lind    der Wir  kung des Drehungsstabilisators     3t1.    Es ist zu  ersehen, dass er so angeordnet ist, dass sein  rückwärtiges Ende an einem Platz liegt, der  dem verhältnismässig flachen Teil der Kurve  1? des     Luntengewichtes    in     Fig.    4 zugeordnet  ist, wo nur geringe Änderungen des     Lunten-          en    auftreten.

   So wird ein Rückwärts  und     Vorwärtsschieben    der Mitteleinheit, die  aus den Spannwalzen 5, dem Trichter 7 und  dem Drehungsstabilisator     3:1    besteht, nur  kleine Unterschiede im mittleren oder im  wirksamen Drehungsgrad in der     rückw        ärti-          gen    Zone hervorrufen.     Fig.    7 zeigt, dass der  mittlere Drehungsgrad über der rückwärtigen  Zone 0,595 Drehungen pro 2,54 cm ist, was  gegenüber dem Wert von 0,533 in     Fig.    6  einen wesentlichen Anstieg darstellt und nur    wenig unter der Anfangsdrehung von 0,6  liegt.  



  Es     ist    indessen nicht wesentlich, dass der  Drehungsstabilisator 3-1 auf dem gemein  samen Gestell 13 befestigt ist, um eine von  der Mitteleinheit getragene Einrichtung zu  bilden. Ein solches Anbringen ist zwar ge  bräuchlich, aber es ist nur     wesentlich,    dass  der Stabilisator irgendwo zwischen den  Spann- und Einzugswalzen gemäss den ge  forderten     Drehungszuständen    angeordnet ist.  



  Bei weiterer Betrachtung der Wirkung  eines     Verschiebens    der Spannwalzen und des  Trichters ist zu ersehen, dass die Trichter  zone in     Fig.    6 und 7 den gleichen Drehungs  grad     wie    in     Fig.    5, nämlich 0,6 pro 2,54 cm,  aufweist; der wirksame Drehungsgrad wird  indessen leicht herabgesetzt, weil das mittlere       Luntengewicht    als Folge der Vorwärtsbewe  gung auf die Zuspitzung der Lunte zu ver  ringert wurde. Eine Rückwärtsbewegung der  Einheit würde den wirksamen Drehungsgrad  in der     Trichterzone    anwachsen lassen.  



  In     Fig.    5 ist der mittlere Drehungsgrad  in der vordern Zone 0,1 pro 2,54 cm und in       Fig.    7 0,135 Drehungen pro     2,54-    cm, so dass  durch das Vorschieben der Einheit der mitt  lere Drehungsgrad angestiegen ist. Die Kurve       TFR    in der vordern Zone ist in beiden Fällen  die gleiche, ausgenommen, dass die Kurve in       Fig.    6 oder     Fig.    7 wegen des     Vorschiebens     der     Trichtereinheit    kürzer ist als im Falle  der     Fig.    5.

   Infolgedessen ist der kleinste  Drehungsgrad in     Fig.    6 und 7 grösser als in       Fig.    5, das heisst 0,057 in     Fig.    6 und 7 gegen  0,05 in     Fig.    5, was einem Anwachsen von       14        %        entspricht.        Das        mittlere        Luntengewicht     in der vordern Zone und das Gewicht am       Trichterausgang    sind in     Fig.    6 kleiner als in       Fig.    5.  



  Aus verschiedenen Gründen ist der An  stieg des Drehungsgrades verhältnismässig  grösser als die Verringerung     des    Lunten  gewichtes, so dass der wirksame Drehungs  grad im Falle nach     Fig.    7 etwas grösser als im  Falle nach     Fig.    6 ist. Infolgedessen steigert  bei konstantem Verzug ein Vorschieben der  Einheit etwas den wirksamen Drehungsgrad      in der vordern Zone, während ein Zurück  schieben einen leichten Rückgang verursacht.  



  Das Vorschieben des Trichters hat     da-          dureh,    dass die<B>12,7</B> mm     betragende    Länge  der Lunte unmittelbar vor dem     Trichter-          ausgang    in     Fig.    5 in den     Trichterkanal    nach       Fig.    6 und 7 eingeschlossen wurde, eine wei  tere wichtige Wirkung gehabt. Dies hat zu  einem sehr grossen Anwachsen sowohl des     ab-          soluten    Drehungsgrades als auch des wirk  samen Drehungsgrades in dieser<B>12,7</B> nun  messenden Länge geführt.

   Infolgedessen hat  das Vorschieben der Einheit eine Länge von  verhältnismässig hohem     Drehungsgradzustand     weiter     luntenabwärts    erzeugt und somit mehr  freie Fasern umschlossen. \Ein Zurückschie  ben hat die entgegengesetzte Wirkung.  



  Es gibt nur vier Wege zur Steigerung des  mittleren und des wirksamen Drehungsgrades,  nämlich       a)    durch Herabsetzen des Verzuges, das  heisst Herstellung eines dickeren Garnes     aus     der gleichen Lunte oder des gleichen Garnes  aus einer dünneren Lunte;  b) durch     Verschieben    der  Einheit ;

    c) durch Steigerung der     Luntenanfangs-          dr        ehung;          (1)    durch Veränderung der Form. der Ge  wichtskurve in der vordern Zone im     Ver-          zugszonendiagramm,    das heisst Verwendung  einer Materialqualität mit verschiedener     Fa-          serlängennisammensetzung.     



  Im folgenden wird die Rolle beschrieben,  die die     Spannung    spielt.  



  Das notwendige Zusammenhaften erfor  dert eine angemessene     Spannung    an einem  Punkt, wo die     Drehung    gering ist, insbeson  dere vor dem Trichter. Gleichzeitig darf die  Spannung in der vordern Zone nicht so gross  sein,     da.ss    dort die Fasern brechen, noch darf  die Spannung in der rückwärtigen Zone so  gross sein, dass sich die Lunte vor den Ein  zugswalzen trennt, wenn die Drehung in  diesem Bereich unzulänglich ist. Dazu kommt  die Überlegung, dass die Spannung in der  rückwärtigen Zone ausreichend sein muss, um  die Lunte straff zu halten, da beim     Ersehla.f-          fen    an dieser Stelle die Lunte durch die    Spannwalzen     ruckartig    und ungleich gezogen  werden kann.

   Die Anwendung, Regelung und       Nutzbarmachung    der Spannung in allen  Zonen, hinter und vor dem Trichter muss  deshalb betrachtet werden.  



  Die Spannung in der vordern Zone ist na  türlich bestimmt durch den gesamten Zug,  der durch die Verzugswalzen ausgeübt wird       und    der     gleieli    dem Widerstand gegen den  von den vordern Fasern     ausgeübten    Auszug  ist.

   Dieser Widerstand ist abhängig von der  Reibung, die durch das Durchziehen der     vor-          dern    Fasern durch den     Luntenteil    verursacht  ist, der in der Klemmstelle der     Spannwalzen     liegt, und kann infolgedessen als aus drei  Faktoren zusammengesetzt betrachtet werden:       a)    eine     Konstante,    abhängig von den Rei  bungskoeffizienten zwischen den Fasern;  b) die Belastung der     obern    Spannwalze  und  c) die Anzahl der vordern Fasern, die  durch die     Spannwalzen-Klernmstelle    laufen.

         Fig.    ä ist nur eine     Vergrösserung    des Aus  zugsbereiehes nach     Fig.    4. Die sich von B  über F nach     1I    er     ;streekende    Kurve ist. infolge  dessen     gleiehwertig    mit der Kurve F in     Fig.    4,  die die Dicke des Bündels der vordern     Fasern     allein zeigt. Aus dieser Figur ist zu ersehen,  dass ein Vorschieben der Spannwalzen den  Widerstand gegen den Auszug durch einen  Steigerungsfaktor (c) vergrössert.  



  Die Spannung in der     riickwärtigen    Zone  ist in erster Linie durch den Vorwärtsschlupf  der Spannwalzen über der zwischen ihnen       hindurchlaufenden    Lunte bedingt. Die auf die  obere Spannwalze aufgebrachte Belastung  kann durch eine     Änderung    der an dem diese  Walze tragenden Arm befestigten Gewichte       geändert    werden.

   Die auf die Lunte aus  geübte Spannung ist     direkt,    proportional den  so angebrachten     CTewichten.    Diese Spannung  wird (bei hohem Verzug aber nur gering)  durch die Spannung vergrössert, die auf die       rückwärtige    Zone     wegen    des Zuges der Ver  zugswalzen von der vordern und der     Trich-          ter7one    übertragen wird. Es ist erwähnens  wert, dass die Spannung in der vordern Zone  auf die     Trichterzone    und, weil die Spann-      walzen eine höhere Geschwindigkeit als die  zwischen ihnen durchlaufende Lunte haben,  auch auf die rückwärtige Zone übertragen  wird.  



  Es ist selbstverständlich,     dass    bei verschie  denen     Luntendicken    und     Verzügen    unter  verschiedenen Bedingungen die     geeignete     Anfangsdrehung wichtig ist. Es gibt Formeln       zum    Ausrechnen des Drehungsgrades bei     ge-          ,ebener        Luntendielze,    in denen immer eine  Konstante auftritt, um einen wirksamen       Drehungsgrad        vorzusehen,    so dass das er  wünsehte Ausmass des     Zusammenhaftens    er  reicht wird.

   Jedes Textilmaterial hat seine  eigene Konstante, die solche Faktoren, wie  Reibungskoeffizient zwischen den Fasern,  mittleren     Faserdurehmesser    und mittlere     Fa-          serlän-e    und Fasersteifheit berücksichtigt.  



  Diese Konstanten sind indessen für     na-          türlielie    Textilien, wie beispielsweise Wolle,  wegen gewisser unberechenbarer Varianten,  wie Reifegrad, Fettgehalt, Feuchtigkeits  zustand und Fasersprödigkeit, unzuverlässig.  Der beste Weg zur Festlegung der Anfangs  drehung scheint indessen in Erfahrung,  Experiment und Gefühl zu liegen, damit ist       gemeint,    dass ein Fachmann durch Prüfung  eine Drehung finden kann, die ein geeignetes       Ausmass    des     Zusammenhaftens    bietet, wenn  er die gedrehte Lunte von Hand auseinander  zieht. Mit dieser Methode kann der Fachmann  den Widerstand gegen den Auszug fühlen  und so ziemlich genau das     Ausmass    des Zu  sammenhaftens abschätzen.

    



  Die Merkmale der Lunte ändern sieh  durch die Lagerung und bei Änderung der  Witterung. Es ist. zu erwähnen, dass beim  Vorbereiten der Lunte solche Faktoren be  rücksichtigt werden sollen; das Ziel ist, eine       Lunte    zu erzeugen, die ein geeignetes     Zu-          sanimenhaften    zeigt, wenn sie dem Verziehen       unterworfen    wird. Für unvorhergesehene  Änderungen muss ein gewisser Spielraum     Be-          rüeksielitigttng    finden. Es ist indessen vor  zugsweise die Aufgabe, auf die Verwendung  einer Lunte abzuzielen, die gerade der zum  Verzug erforderlichen Spannung, ohne zu  zerfallen, widersteht.

   Die Anwendung einer    wesentlich stärkeren Drehung, als für den  Zusammenhalt notwendig ist, ist schädlich.  (Bei extrem hohen     Verzügen,    die so hoch  sind, dass es unmöglich ist, die Spannwalzen  dicht genug an die Klemmstelle der Verzugs  walzen heranzubringen, kann es     indessen    not  wendig sein, eine stärkere als die erwähnte  Drehung anzuwenden.) Unvorhergesehene  Änderungen im Zustand der Lunte können       normalerweise    durch ein Abändern der Be  lastung der Spannwalzen ausgeglichen werden.  



  Der wirksame Drehungsgrad in der- rück  wärtigen Zone ist von hoher Grössenordnung,  wenigstens wenn ein Drehungsstabilisator  Verwendung findet. Die Spannung wird  durch die Spannwalzen auf mechanischem  Wege hervorgerufen und zuverlässig aufrecht  erhalten. Wenn deshalb eine geeignete An  fangsdrehung Verwendung findet,     ist    ein  richtiges Mass des     Luntenzusammenhaltes    si  chergestellt, so dass die Lunte weder zerreisst,  noch das Ausmass des     Zusammenhaftens    ein  Brechen der Fasern verursacht. Der Lunten  zusammenhalt in der     rückwärtigen    Zone ist  deshalb nicht mehr weiter von Interesse.  



  Eine Spannung wird in der rückwärtigen  Zone durch die Spannwalzen auf die Lunte  aufgebracht und wirkt infolgedessen auf alle  rückwärtigen und freien Fasern. Diese sind  selbst einem hohen wirksamen Drehungsgrad       unterworfen,    so dass der     Luntenzusammenhalt     leicht zustande kommt. In der vordern und  der     Trichterzone    besteht die     Hauptspannung     indessen nur bei den vordern Fasern, die sich  von den Streckwalzen (woher sie die Span  nung erhalten) durch die Trichter- und vor  dere Zone erstrecken. Die freien und rück  wärtigen Fasern in der     Trichterzone    und der  vordern Zone stehen nicht unter irgendwel  cher wesentlicher Spannung.

   Das Problem  besteht also darin, diese rückwärtigen und  freien Fasern in einem genügenden Ausmass  zusammenzuhalten durch die wenigen unter  Spannung stehenden Fasern.  



  Das Ausmass des durch die freien     und          rückwärtigen,        ungespannten    Fasern gegen  diese Bindekraft ausgeübten Widerstandes  hängt von ihrer natürlichen Neigung ab, aus-      einander- oder wegzuspringen und diese  hängt wiederum teilweise von der Kräuse  lung der Faser ab und von der Faserdicke.  Die feinste     C,arnnummer,    zu der Textilmate  rial versponnen werden kann, hat sich als  eine gute Angabe für die Faserdicke heraus  gestellt. Je höher die     Grenzgarnnummer,     desto feiner ist die Faser, und damit wird die       eigang,        auseinanderzuspringen    und der  Bindekraft zu widerstehen, geringer.

   Der       Wert    der Bindekraft hängt ebenfalls vom  wirksamen Drehungsgrad und dem Anteil der  gespannten Fasern ab.  



  Ein kleinerer Anteil     gespannter,    willkür  lich über den Querschnitt verteilter Fasern  wird eine genügende nach dem Kern der  Lunte zu gerichtete resultierende Kraft ver  ursachen, wenn der wirksame     Drehungsgrad     hoch ist, während ein grösserer Anteil an ge  spannten Fasern erforderlich ist, wenn der  wirksame Drehungsgrad klein ist.  



  Infolgedessen ist in der vordern und der       Trichterzone    das     Ausmass    des Zusammen  ha.ftens abhängig von:       a.)    der Feinheit der Faser, bezeichnet  durch die     Crenzgarnnummer;     b) der Grösse der Spannung in jeder ge  spannten Faser;  c) dem Anteil der gespannten Fasern im       Luntenquerschnitt    und  d) dem wirksamen Drehungsgrad.  



  In der     Trichterzone    ist der     wirksame     Drehungsgrad     verhältnismässig    hoch, so     da.ss     trotz des geringen Anteils gespannter Fasern  im Vergleich mit rückwärtigen und freien  Fasern, ein     genügendes    Ausmass des Zusam  menhaltens in der     Trichterzone    auftritt.

   Der  wirksame Drehungsgrad nimmt mit dem Vor  schieben der Mitteleinheit ab, aber wie aus       Fig.    q und 8 zu ersehen ist, steigt, wenn die       Trichterzone    mit der Mitteleinheit nach vorn  geschoben wird, pro     Querschnittsfläche    die  Anzahl der gespannten Fasern im Trichter  an,     -während    die mittlere     Lunt.endicke    in der       Trichterzone    abnimmt. Infolgedessen steigt.  der Anteil c) nach dem vorhergehenden Ab  schnitt an Und gleicht den geringeren wirk  samen Drehungsgrad aus, so dass annähernd    das gleiche Zusammenhaften erhalten bleibt.  Das     Zurückverschieben    der Mitteleinheit  würde die umgekehrte Wirkung haben.

   Es  kann     infolgedessen        angenommen.    werden, dass  ein angemessenes     Zusammenhaften    in der       Triehterzone    bei allen Betriebsstellungen der  Mitteleinheit vorhanden ist.  



  Wie im vorhergehenden erwähnt, hängt  der wirksame Drehungsgrad bei Verwendung  des gleichen     Textilmaterials    in der vordern  Zone vom Verzug, der     Anfangsdrehung    der  Lunte und der     Stellung    des     "Mittelgliedes    ab.  Beim Anwachsen des Verzuges fällt die wirk  same Drehung und damit das Zusammen  haften. Dies durch eine     Änderung    des     An-          fangsdrehun        Isgrades    auszugleichen, ist im  allgemeinen nicht erwünscht.

   Die wirksame  Drehung in der vordern Zone kann durch  ein Verschieben der     Mitteleinheit    geändert  werden, aber nicht. stark genug, um die Ände  rungen, die durch einen Wechsel des Ver  zuges hervorgerufen werden, auszugleichen.  Es gibt noch zwei Wege, um die durch ein  Ansteigen des Verzuges entstandene Verringe  rung des     Zusammenhaltens    auszugleichen,  nämlich       a)    Steigerung der     Spannung    auf die ge  spannten Fasern (durch Erhöhen der     Spann-          rollenbelast.ung)    Und       b)    Steigerung des Anteils der gespannten  Fasern (durch ein Vorschieben der Mittelein  heit).

   Eine Verminderung des Verzuges würde  zu einem     vermehrten        wirksamen    Drehungs  grad in der vordern Zone fuhren Und so eine  Verringerung des     Zusamnienhaftens    erfor  dern, die durch einen     umgekehrten    Vorgang       rwie    nach     a)    und     b)    ] verwirklicht werden  kann.  



  Durch eine     richtige    Kombination der er  wähnten Faktoren     a),        b),   <I>c)</I> und     (1)    können  Zustände in der vordern Zone geschaffen  werden, die     auf    alle Verzugszustände Rück  sieht nehmen (abhängig von einer Aus  dehnungsbegrenzung, die später erklärt wird).

    Diese Kombination kann durch die Gleichung  
EMI0012.0057     
    ausgedrückt werden, wobei bedeutet           h'    = wirksame Drehung (wie vorher defi  niert),  <B>C</B> =     Grenzgarnnummer    für das Material,  1' = Spannung pro gespannte Faser,  
EMI0013.0003     
  
    P <SEP> = <SEP> Anzahl <SEP> der <SEP> gespannten
<tb>  Fasern,
<tb>  N <SEP> = <SEP> Zahl <SEP> der <SEP> Fasern <SEP> in <SEP> der <SEP> am <SEP> Ausgang
<tb>  Lunte, <SEP> des <SEP> Trichters
<tb>  P <SEP> Anteil <SEP> der <SEP> gespannten
<tb>  N <SEP> - <SEP> Fasern,       K = Konstante, abhängig von der Natur der  Fasern.  



  Wenn diese Gleichung am Punkt kleinsten       Zusammenhaftens    erfüllt     ist    (das heisst am  Ausgang des Trichters, oder, wo ein solcher       #iiiclit    vorhanden ist, am Punkt unmittelbar  vor den Spannwalzen), dann kann     angenom-          nien    werden, dass ein optimales Zusammen  haften in der vordern Zone erzielt wird. Die  wirksame Drehung an einem Punkt der. Lunte  hängt ab von der Anfangsdrehung und dem  Zustand der Lunte, ebenso wie vom Lunten  querschnitt an dieser Stelle und dem Aus  mass, in dem die Drehung längs der Lunte  gelaufen ist.

   Es soll     angenommen    werden,       class    die Anfangsdrehung nach einem     empi-          rischen    Verfahren bestimmt wird und dass  die wirksame Anfangsdrehung zum Zeitpunkt  des Verzuges immer die gleiche ist. Wenn das  so ist, dann kann E als nur vom     Lunten-          quersclinitt    und dem Verlauf der Anfangs  drehung und somit nur vom     Luntenquer-          schnitt    und dem Verzug abhängig angesehen  werden, der konstante Faktor, der die An  fangsdrehung berücksichtigt, soll durch ge  eignete Auswahl der Konstanten     K    berück  sichtigt werden.

   Es kann dann (aus Gründen,  die hier nicht erklärt werden sollen) als  durch  
EMI0013.0018     
    gegeben angesehen werden, wo Y gleich Y f ist  (was später noch erklärt wird), wenn ein  Trichter vorhanden ist, und gleich     Yt    (was  später ebenfalls erklärt wird) ist, wenn es  keinen solchen gibt; d ist der Verzug.    Man kann aus     Fig.    8 erkennen, dass die  Zahl der gespannten Fasern am Trichter  ausgang ungefähr proportional zur Quer  schnittsfläche     B-D    an der Spannwalzen  klemmstelle ist.

   In     Fig.    4 ist     offensichtlich     die grösste     Luntendicke    in der     vordern    Zone  am     Trichterausgang,    wobei diese Dicke mit       LK    in dieser Figur bezeichnet ist. Dies ist  der Punkt, wo in der vordern Zone das ge  ringste Verhältnis an     gespannten    Fasern     zur          Luntendicke    herrscht. Man kann deshalb sa  gen, dass  
EMI0013.0031     
    Der Zähler dieses Bruches wächst bei An  näherung an die     Verzugswalzen,    wie aus       Fig.    8 zu ersehen ist, während der Nenner  dabei abnimmt.

   Infolgedessen wächst der  Wert dieses Bruches beim Vorschieben der  Mitteleinheit.  



  Wenn kein Trichter vorgesehen ist, dann  gibt es keine     Trichterzone,    und die vordere  Zone reicht von den     Verzugswalzen    bis zu den  Spannwalzen. In einem solchen Fall sollte die       Luntendicke    bei den Spannwalzen     (11I   <I>. N in</I>       Fig.    4) genommen werden, und der Wert von  
EMI0013.0039     
    \ Offensichtlich ist dieser zweite Bruch  kleiner als der erste. Der     Trichterausgang     kann immer dichter bei den Verzugswalzen  (infolge der Länge des Trichters) angebracht  werden als die Spannwalzen.

   Bei Hochverzug  ergibt infolgedessen der Trichter einen Vor  teil, weil sich das Verhältnis von gespannten  Fasern zur gesamten     Luntendicke    erhöht,  wenn die Spannwalzen die Grenze ihrer Vor  schiebmöglichkeit erreicht haben, das heisst  wenn sie fast die Verzugswalzen berühren. In  Fällen verhältnismässig niedrigen Verzuges  kann der Trichter theoretisch nicht erforder  lich sein. In der Praxis ist indessen seine Ver  wendung in einem solchen Fall ein beträcht  licher Vorteil, da er ja sicherstellt, dass die  Lunte die Spannwalzen in gedrehter Form      verlässt     und    so ein     Herumwickeln    der     Fasern          um    die Walzen verhindert.  



  Der Auszugsbereich     ist    für eine gegebene  Qualität ohne Rücksicht. auf den Verzug  immer von gleicher Gestalt. Die grösste Ordi  nate kann gleich 1 gemacht werden,     und    die       Werte    der Ordinaten können dann verwendet  werden, um die Dicke der ganzen Lunte oder  der vordern Fasern allein an irgendeinem  Punkt. in der Verzugszone bei irgendeinem  Verzug zu     ermitteln.    Ein solcher Auszugs  bereich ist in     Fig.    9 dargestellt, wobei die  Spannwalzen und der Trichter schematisch in  einer Stellung für     40fachen    Verzug einge  zeichnet sind. Die senkrechten Ordinaten der  Kurve werden allgemein mit Y bezeichnet.  



  Es hat sieh herausgestellt, dass die Quer  schnittsfläche bzw. das     Längeneinheitsgewiclit     der ganzen Lunte an irgendeinem Punkt in  der Verzugszone bei irgendeinem Verzug  durch R (1- Y) gegeben ist, wo R =     drams     pro 40     3Tards    der Anfangslunte bedeutet.  



  Ebenso ist die     Querschnittsfl.äche    der vor  dern Fasern, in     drams    pro 40 Yards, an einem  Punkt der
EMI0014.0016  
   wo d den  Verzug bedeutet.  



  Nennt man die     Y-Ordinate    an den Spann  walzen     Y,    und die am     Trichterausgang        Yf,     dann ist die     Luntendicke    (bzw. Gewicht) am       Triehterausgang   <I>R</I>     (1-Yf)    und das Gewicht  der     vordern    Fasern an den Spannwalzen  
EMI0014.0025  
    Infolgedessen ist der     Brueli   
EMI0014.0027  
   bei Ver  wendung eines Trichters
EMI0014.0028  
   das  heisst. gleich
EMI0014.0029  
   und wenn kein  Trichter Verwendung findet
EMI0014.0030  
    T kann proportional zur     Belastung    auf  der obern Spannwalze angenommen werden.

         Airs    Bequemlichkeitsgründen soll wieder       Gleichung    (I) als  
EMI0014.0034     
    festgesetzt werden, wo     H    eine vom zu ver  ziehenden Textilmaterial abhängige Konstante  ist.  



  Setzt man die obigen Werte ein, dann  wird: Bei Vorhandensein eines Trichters  
EMI0014.0036     
         bzw.    wenn kein Trichter zur Anwendung  kommt,  
EMI0014.0038     
    Wenn die Gleichungen     (III)    und (IV) er  füllt sind, für den Fall mit bzw. ohne Trich  ter, dann treten das optimale Zusammen  haften der Fasern und optimale     Arbeits-          v        erhältnisse    in der vordern Zone auf, und  bei Verwendung eines     Drehungsstabilisators     in. der     rüekwä.rtigen    Zone ist, die vordere  Zone einzig wesentlich.  



  Der geeignete     Verzug    d für den gegebenen  Zustand kann nun durch Umformen der  obigen Gleichung erhalten werden:  Bei Vorhandensein eines Trichter., ist  
EMI0014.0046     
    und bei     nichtvorhandenem        Trichter    ist  
EMI0014.0049     
    Beim     beschriebenen    Streckwerk ist die  vorderste     Spannwalzenklemmstelle    1,

  25 Zoll       von    der     Klemmstelle    der Verzugswalzen ent  fernt und die     gebräuchliche    Länge des Trich  ters (gemessen von der     Spannwalzenklemm-          stelle    bis     zuni        Triehterausgang)    beträgt  0,75 Zoll.  



       Untersucht    man die     Gleichungen    (V) und       (VI),    dann erkennt man, dass           a)    C von der Dicke der     Fasern,          t:)    K von den allgemeinen     Eigenschaften     des zu verziehenden Materials,  
EMI0015.0005     
    von (I) den Längenverhältnissen der  Fasern und     (II)    von der Spannwal  zenstellung und  <I>d) T</I> von     derwirksamenBelastungder    obern  Spannwalze abhängt, die durch die  Zugfestigkeit der Fasern begrenzt ist.  



  Es ist zu ersehen, dass unter diesen nur  zwei, nämliche),     (II)    und d) regelbar sind  und Einstellungen gestatten, während alle  andern von der Art des zu verziehenden Ma  terials abhängen und     infolgedessen    im Be  trieb unveränderlich sind.  



  Es sind infolgedessen nur zwei Einstellun  gen der Vorrichtung erforderlich, nämlich  ein Verschieben der Mitteleinheit zurück und       naeli    vorn (Änderung der     Spannwalzeneinstel.-          hing)    und eine Veränderung der auf die obere  Spannwalze aufgebrachten Belastung. Dazu  kommt, dass die geeignetste Anfangsdrehung  vorgesehen werden muss, die am besten empi  risch, wie oben erklärt, bestimmt wird, und  die geeignetste     Luntendicke    bestimmt. werden  muss, was noch     erklärt    werden wird.  



  Die Gleichungen (V) und     (VI)    zeigen,  dass je höher der Wert von  
EMI0015.0016     
    Das Verhältnis der beiden. erwähnten    ist, desto grösser der     günstigste    Verzug wird,  wenn alle andern Faktoren gleich bleiben.       Fig.    9 zeigt, dass diese Werte mit dem Ab  nehmen des     Spannw        alzenabstandes    von den       Streckwalzen    ansteigen, wobei der mögliche  Höchstwert beim Minimum des Spannwalzen  abstandes liegt.

   Aus     Fig.    9 kann dieser       kleinste    Wert für     Yt    als Länge der Ordinate  im Abstand 1,25 Zoll von der Verzugswalzen  klemmstelle     abgelesen    werden. Dieser Wert  (in     Fig.    9 als     Yt        max    angegeben) beträgt 0,28.

    Der     Yf-Wert    ist die Ordinate in einem Ab  stand von 0,5 Zoll (das heisst 1,25 Zoll weniger  0,75 Zoll     Trichterlänge)    von der     Verzugs-.          walzenklemmstelle:    er beträgt 0,62 (in     Fig.    9  als     Yf        ma"    angegeben).

   Durch Einsetzen dieser  Maximalwerte für     Yt    und     Yf    in die Gleichun  gen (V) und     (VI)    wird der unter den gege  benen     Umständen    erzielte Maximalverzug  beim Vorhandensein eines Trichters  
EMI0015.0040     
    und beim Fehlen eines Trichters  
EMI0015.0041     
    Daraus ist ersichtlich, dass der Wert d im  ersten Fall grösser ist als im zweiten, dass so  mit beim Vorhandensein eines Trichters ein  grösserer Maximalverzug erhalten wird als       beine    Fehlen des     Trichters.     



       2Zaximalverzugswerte    wird dann  
EMI0015.0045     
    was bedeutet, dass ein     Ansteigen    des Verzuges  um annähernd     701/o    erreicht werden kann,  wenn man einen Trichter verwendet. Dieser  Wert trifft natürlich nur auf die besondere  Wollqualität     (64's/70's)    zu, auf die     Fig.    9  bezogen ist.  



  Man kann für die verschiedenen Material  qualitäten     Spannwalzenstellungskurven    auf  tragen. Aus Bequemlichkeitsgründen soll ge  setzt werden  
EMI0015.0051     
    Für     64's/70's    Wolle, auf die sich     Fig.    4  bis 9 beziehen, gelten die folgenden Daten:  C = 52,5  T = 7,25 OZ.      (Diese Zahl ergibt, wie erprobt wurde, genü  gende Sicherheit gegen ein durch. Überbean  spruchung verursachtes Brechen der Faser  bei allen normalen Wollqualitäten.)       K    = 0,00712.  



  (Diese Zahl hat sich bei allen normalen  Wollqualitäten bewährt, aber die einzu  setzende Zahl hängt von dem jeweiligen Vor  gehen ab, das zur Bestimmung der der Lunte  zu erteilenden Anfangsdrehung verwendet  wird.  



  Einsetzen dieser Zahlen in die Gleichun  gen (V) und     (V1)    ergibt dann:  
EMI0016.0003     
    Jetzt können aus der Kurve in     Fig.    9 die       Yt-    und     Yf-Ordinate    für verschiedene Spann  walzenstellungen abgelesen werden, wobei  man beim     kleinsten    Abstand von 1,25 Zoll  beginnt und (beispielsweise) bis 3 Zoll geht.  Die     Zf-    und     Zt-Werte    für den Fall mit     bzv-.     ohne Trichter werden dann berechnet und in  die Gleichungen     (VIII)    und     (VII)    eingesetzt.

    Dies ergibt den Wert von d für die verschie  denen     Spannwalzenstellungen.    d wird dann  über der     Spannwalzenstellung    aufgetragen,  für die die     Zf-    und     Zt    Werte im Falle mit  Trichter und im Falle ohne Trichter erhalten       wurden,    und man bekommt zwei Kurven, die  den erreichbaren maximalen Verzug (bei  kleinster     Spannwalzenstellung)    und die opti  malen     Spannwalzenstellungen    für alle unter  dem     Maximum    liegenden     Verzüge    zeigen.  



  Zwei solche Fälle sind, bezogen auf den  Fall mit Trichter und auf den Fall ohne  Trichter, in     Fig.    10 und 11 gezeichnet und in  jedem Fall mit A bezeichnet. Daraus folgen  die maximalen     Verzüge    für     64s/70's    -Volle  7.L1:  mit. Trichter 110  ohne Trichter 65.  



  Der     Maximalwert    von T wird durch die Zug  festigkeit der zu verziehenden Fasern be  grenzt. Wie angegeben, hat sich als zuver  lässiger Wert für Wolle 7,25     ozs    ergeben; zur    Abänderung von 1' sind Wechselgewichte vor  gesehen; das geschieht deswegen, weil es viele  Faktoren gibt, die     unvorhergesehene    Ände  rungen der Zugfestigkeit und der wirksamen  Drehung der     _NV        ollfasern    hervorrufen.     Irgend-          vrelche    Änderungen der Belastung werden  infolgedessen am besten beim     Spinnvorgang     dem     Fachmann    überlassen.  



  Die mit Flanschen     verselieiien    Spann  walzen, wie sie hier beschrieben wurden,  führen zu einer Begrenzung der zu verwen  denden Lunten. Bei der besonders hier     be-          trachteter,    Bauart sind die Abmessungen der  Spannwalzen so, dass sie     wegen    des begrenz  ten     Raumes    zwischen den Walzen und den  Flanschen nur Lunten aufnehmen können,  die nicht dicker als 55     drams    pro 40 Yards  sind.

   Die Bedingungen müssen deshalb so  sein, dass in einem Abstand von der     Verzugs-          wa.lzenkleminstelle,    der gleich der     Spann-          wa.lzenstellung    ist, die Lunte 55     drams    pro  40 Yards nicht überschreitet. Gewöhnlich wird  verlangt, dass ein gewisser Bereich von Garn  nummern aus einer und     derselben    Lunte her  stellbar sei.  



  Natürlich ist jeweils aus     @virtschaftlichen     Gründen der erreichbare     Maximalverzug    des  gegebenen Textilmaterials mit dem gegebenen  Streckwerk erwünscht.  



  Angenommen, es sei nun eine Lunte vor  bereitet, um die feinste     Garnnummer    bei  maximalem Verzug zu erzeugen; in diesem  Fall stehen die     Spaninvalzen    in ihrer vor  dersten Stellung und die Dicke der Lunte  zwischen ihnen wird      -egen    der Lunten  zuspitzung in der Verzugszone verhältnis  mässig klein sein. Jetzt sei     angenommen,    dass  die gröbste Nummer des Bereiches gefordert  wird; dies erfordert geringeren Verzug und  wegen des     dem    geringeren Verzug angemes  senen hohen Wertes der     Spannwalzenstellung     ein     entsprechendes    Zurückschieben der Spann  walzen.

   Die     Luntendicke    zwischen den Spann  walzen wird nun wegen ihrer Bewegung ent  lang des     Luntenweges    dicker; tatsächlich  kann die     Luntendieke    den Wert von 55     drams     pro 40     Yards    überschreiten. Somit wird die  Lunte nicht die Herstellung der gröbsten      Nummer des geforderten Bereiches ermög  lichen. Angenommen, die Anfangslunte sei  infolgedessen viel dünner gewählt, um einen  Schutz gegen eine Überladung der Spann  walzen bei Erzeugung grober Nummern zu  haben, dann kann sie so dünn gewählt worden  sein, dass sie weit unter der 55     drams    pro  40 Yards Grenze liegt und zudem nicht den  maximalen Verzug ausnützt, wenn die feinste  Nummer gesponnen wird.

   Das Problem be  steht infolgedessen darin, die Anfangsdicke  der Lunte so festzulegen, dass der höchste  Verzug für die feinste Nummer erreicht wird,  ohne die Spannwalze zu überladen, wenn die       gröbste    Nummer erzeugt wird. Aus den  obigen Gründen ist die Einstellung der An  fangsdicke der Lunte auf empirischem Wege  langwierig, da sie das     Ausprobieren    einer  Anzahl verschiedener Lunten bei verschie  denen, dem Bereich der zu erzeugenden Garn  nummern entsprechenden Verzögen verlangt.  Diese Schwierigkeit kann indessen durch eine       grahhisehe    Methode überwunden werden. So-.

    weit es sich um das     Verspinnen    von Kamm  garn handelt, kann eine allgemein gebräuch  liche, einfache Formel     verwendet    werden, die  Verzug,     Luntendicke    und Garnnummer zu  einander in Beziehung bringt.  



  Wenn R das     Anfangslängeneinheitsgewieht     der Lunte in     drams    pro 40 Yards, d den Ver  zug und     y    die     Kammga.rnnummern    des zu  spinnenden Garnes bedeutet, dann ist  
EMI0017.0012     
    Nimmt man den Wert von     y    mit<B>1.0</B> an,  der als Bezugszahl Verwendung finden soll,  dann kann der Wert der     Luntendicke    (R) zur  Erzeugung der Nummer     1.0s    bei den in den  Kurven A der     Fig.    10 und 11 dargestellten       Verzögen    berechnet werden.

   Gleichung     b)     ergibt:  
EMI0017.0019     
    In     Fig.    10 und 11 ist R über d aufgetragen.    Diese Kurven, die gerade Linien sind, sind in  beiden Figuren mit B bezeichnet. Die     Fig.    10  und 11 zeigen somit graphisch den Zusam  menhang zwischen     Spannwalzenstellung    und  Verzug (Kurve A) und zwischen Anfangs  dicke der Lunte und Verzug (Kurve B). Die  beiden Kurven A und B sind über einer ge  meinsamen Basis aufgetragen. Über dieser  Basis kann nun noch eine dritte Kurve C auf  getragen werden, welche den     Zusammenhang     zwischen der Anfangsdicke der Lunte und  der     Luntendicke    bei den Spannwalzen für  verschiedene Verzugswerte zeigt.  



  Vorangehend wurde     gezeigt,    dass die     Lun-          tendicke    an irgendeiner Stelle längs der  Verzugsstrecke und bei irgendeinem Verzug  gleich<I>R (1-Y)</I> ist; aus     Fig..    9 kann bei  einer gegebenen     Spannwalzenstellung    der  Wert des zugehörigen Y erhalten werden. Zur  Herstellung der Kurve C wählt. man verschie  dene     R-Werte    auf der Linie B. Der Schnitt  punkt der zugehörigen Ordinate mit der  Kurve A ergibt auf der linken Skala die  zugehörige     Spannwalzenstellung,    die ihrer  seits aus     Fig.    9 den zugehörigen Wert Y  finden lässt.

   Nach der Formel:     Luntengewicht     = R<I>(1-Y)</I> berechnet man das örtliche       Längeneinheitsgewicht    der Lunte.  



  Durch Auftragen der resultierenden Werte  auf den zugehörigen     R-Ordinaten    über den  entsprechenden Verzugswerten erhält man die  in den     Fig.    10 und 11 gezeigten     Kurven    C.  Jetzt wird eine waagrechte Linie bei 55     drams     pro 40 Yards (Skala     rechts)    gezogen. Der       R-Wert,    der bei der Spannwalze beim Erzeu  gen der Nummer 10s ein     Luntengewicht    von  55     drams    pro 40 Yards ergibt, ist bestimmt  durch den Punkt C2 auf der Kurve B, der  senkrecht über dein Schnittpunkt der Kurv  C mit der horizontalen     55-drams-Linie    C1  liegt.

   In     Fig.    10 und 11 erhält man beide  Male 60     drams    als Wert für R.  



       Diese    B- und     C-Kurven    können auch Ver  wendung finden, um die     Maximalwerte    von R  für andere     Garnnummern        als    10s zu finden,  beispielsweise soll ein Garn nicht gröber als  20s gefordert sein.
EMI0017.0051  
   ergibt 110. Man      zieht in     Fig.    10 durch die     110-drams-Ordinate     eine Waagrechte und merkt den     Sehnittpiinl@t     mit der     Kurve    C an.

   Dann nimmt man den       R-Wert        senkrecht    über diesem     Sehnittpiinht     (142     drams)    und multipliziert ihn mit
EMI0018.0009  
    das Ergebnis (71     drams)    ist die Anfangs  dicke     R    der Lunte, welche die dummer     ?0s     bei voller Beladung der Spannwalze (das  heisst 55     drams    pro 40     yards)    ergibt.

   Der  Verzug,     nin    die Garnnummer     20s    zu erzeugen,  darf natürlich den     maximalen    Verzug nicht  überschreiten.     Dies    kann durch das Einzeich  nen einer senkrechten Linie über dem maxi  malen Verzugswert und dadurch, dass man  die     Kurven    B und C nicht darüber     hinaus     aufträgt,     verhindert    werden.

   Wenn nun 55  mit einem zu grossen Faktor multipliziert  wird, reicht die Kurve C nicht weit genug  nach oben, um eine waagrechte Linie, die  durch die dem Produkt entsprechende Zahl  gezogen wird, zu treffen, wodurch     angezeigt     wird, dass der daraus folgende Verzug grösser  als der     Maximalverzug    ist.  



  Aus der vorhergehenden Beschreibung ist  zu ersehen, dass es zwei mechanische Begren  zungen für den Verzug gibt, nämlich:       rr)    der kleinste Wert der     Spannwalzenstel-          lung,wenn    feine Garnnummern gesponnen  werden, und  b) die Belastung der Spannwalze,     wenn.     grobe     Garnnummern    gesponnen werden.  Es gibt drei Begrenzungen des Verzuges,  die durch das     Textilmaterial    selbst     ausgeiibt     werden, nämlich  c) die Z- und     Z"-ZVerte,          d)    die     Grenzgarnnummern,     <I>e) die</I> Zugfestigkeit der Fasern.  



  In einigen Fällen können sieh die Begren  zungen     d)    und c) :gegeneinander aufheben,  weil eine geringe Grenzzahl grobe Fasern an  zeigt, die eine grössere Zugfestigkeit haben  und somit. einem höheren Wert von T wider  stehen.  



  Geeignete     Spannwalzenstellungen,    das heisst  die Abstände von der Verzugswalzenklemm-    stelle, um optimale Ergebnisse unter den oben  erwähnten verschiedenen Bedingungen zu er  erhalten, können durch Versuche gefunden  werden. Die beste Methode ist indessen ver  mutlich, die Stellungen, wie oben erklärt,  auszurechnen und die     Endeinstellung    durch  Versuche gemäss dem zu erzeugenden Garn  vorzunehmen.  



  Wie im vorgehenden erklärt wurde, kann  das Verziehen bei     Hocliverzügen    ohne Hilfe  eines Trichters     dureligeführt    werden, obwohl  höhere     Verzfi-e    bei Verwendung eines Trich  ters erzielt werden können. Einige wichtige  Punkte für die Ausführung des Trichters       %verdetl    nun     mitgeteilt.     



  Die Aufgabe des Trichters ist     es,    die       Dreliirnusänderung    der Lunte über einen Be  reich     zii    verhindern, der gleich der Länge des       Trichters    ist, diese     Nllirkung    wird durch eine  Oberfläche     zustande    gebracht, die so     wirkt,     dass sie den. Querschnitt der Lunte so defor  miert:, dass sie sieh nicht. ohne weitere     wesent-          liche    Deformation. drehen kann.

   Vorzugsweise  läuft die Lunte durch einen Kanal mit waag  rechtem     Boden    und zwei senkrechten Seiten  wänden, wobei die Seitenwände enger bei  einander stehen, als der     Durchmesser    der       undeformierten    Lunte ist. Ein solcher Kanal  findet im     Trichter    des oben beschriebenen  Streckwerkes Verwendung. Zur Abwechslung  (wie im Fall des Drehungsstabilisators 3A)       kann    eine V-förmige Gestalt. Verwendung  finden, wobei der eingeschlossene Winkel am  Scheitel der     V-Form    kleiner als beispiels  weise 30  ist.

   Der     Trichterkanal    braucht  keinen Abschluss     zii    haben (wie im Fall des       Drehungsstabilisators    3A) oder aber ein  oberer     Abschluss    wird vorgesehen, wobei aber  die Tiefe des Kanals gross genug sein muss,  damit die sich nach oben     deformierende    Lunte  nicht in Berührung mit dein Abschluss kommt.  Bei dieser Anordnung wird eine hohe Be  lastung des Kanals nicht zu einem Stecken  bleiben im Trichter führen.

   Es ist selbstver  ständlich, dass eine     Tricliterart    für einen  weiten     Bereicb.    von     Litntengewichten    brauch  bar ist, da es, bei der angegebenen Trichter  form nicht notwendig ist, dass eine genau     zu              beaehtende    Beziehung zwischen dem unbe  schränkten     Luntendurchmesser    und der     Trich-          terkanalbreite    besteht.  



  Ein mit einem solchen     Abschluss        ver-          sehener    Trichter (in dem ein enger Längs  schlitz zur Führung vorgesehen ist) hat, ab  gesehen. von seiner drehungsfeindlichen Wir  kung, eine ähnliche Wirkung wie die  Trom  peten  und  Kondensatoren , wie sie vom  Fachmann genannt werden, das heisst ein  übermässiges     Auseinanderstreben    der Faserei,  die normalerweise von der Lunte herausragen,  wird verhindert. Er verhindert, dass solche  Fasern von den     Verzugswalzen    an einem  Punkt ausserhalb der Hauptlunte erfasst wer  den.

   Ist, dies nämlich der Fall, dann werden  die wegstehenden Fasern vom Kern des Garns  weggezogen und können nicht in das Garn  hineingedreht werden, wenn sie aus den Ver  zugswalzen herauskommen.  



  Nun werden einige     Vorschriften    gegeben,  die dazu dienen, festzustellen, ob ein Trichter  von gegebenen     Abmessungen    sich für gege  bene     Lunteneigenschaften    eignet. Diese Vor  schriften bedienen sich der     Luntenkompres-          sion,    da dies eine herkömmliche Form der  anzuwendenden Rechnung ermöglicht. Es ist  indessen zu beachten, dass unter dem Aus  druck  Kompression  hier     -mir    ein Mass für  den     (1rad    der auftretenden     Luntenverfor-          mung        verstanden    wird.  



  Zur Bestimmung des Durchmessers in  Zoll einer Garnnummer ist die sogenannte       Ashenhurst-Regel    in der Textilindustrie wohl  bekannt. Wendet man sie auf die Lunte an,  so findet man durch Rechnungen, die zu wie  derholen hier nicht notwendig ist, dass  
EMI0019.0021     
         (angenähert),    wobei       .9    =     QuerschnittsflächederLunte    in Quadrat  zoll,  R =     Lunten-Längeneinheitsgewicht    in     drams     pro 40     yards    ist.  



       Ashenhursts    Regel gilt für festgedrehtes  (tarn, was bedeutet, dass die Kompression. im  Querschnitt hoch ist. Der Wert A in der    obigen Gleichung setzt eine Lunte voraus, die  im Querschnitt hoch komprimiert ist. Es  wurde experimentell festgestellt, dass, wenn  Lunten zwischen den Flanschen der untern  Spannwalze dem Druck ausgesetzt wird, der  von der obern, ein Gewicht von annähernd  205 g (7,25     oz)    tragenden Spannwalze, aus  geübt wird, was einem Druck von 500     g/cm2          (701bs/Quadratzoll)    entspricht, der gemes  sene Wert von A fast identisch mit dem aus  der obigen Gleichung erhaltene Wert von A  ist.

   Das Mass der Kompression zwischen den  Spannwalzen kann als Kennzeichnung für die  Grösse A der     Querschnittsfläche    dienen. So  kann der Grad der Kompression     als    halbiert  angenommen werden, wenn der Querschnitt  verdoppelt wird, so dass bei  halber     Spann-          walzenkompression     die     Querschnittsfläche     der Lunte 2A beträgt.  



       Wenn    eine Lunte von     rundem    Querschnitt  in einen quadratischen Querschnitt von glei  chem Flächeninhalt verformt wird, entsteht  ein Druck zwischen dem     Trichterkanal    und  dem     Luntenumfang.    Die Formänderung soll  nachstehend benützt werden.  



  Wenn der     Luntenquerschnitt    so zu einem  Quadrat verformt wird, wobei mit S die Sei  tenlänge des     Quadrates    bezeichnet werden     söll,     dann ist  
EMI0019.0044     
         Fig.    12 zeigt zwei Kurven, deren eine     mit     <I>X</I> bezeichnet ist und
EMI0019.0047  
   oder     S    als Abszisse     a     über R als Ordinate, also bei voller Spann-     i          walzenkompression    aufgetragen, zeigt, wäh  rend die Kurve Y den Wert 2A oder 1,414     S,     über R als Ordinate, also     ebi    voller Spann  walzenkompression aufgetragen.

   Die Werte  für A werden dabei .aus der vorangehend ge  nannten Beziehung zwischen A und R für  verschiedene R berechnet.  



  Bei der     Trichterart,    die hier Verwendung  findet, beträgt die Breite am     Eingang     0,075 Zoll und die Höhe 0,25 Zoll, während  der Ausgang 0,065 Zoll breit und 0,075 Zoll  hoch ist. Die beschränkte Breite ergibt den  Druck, während die Höhe ein Anwachsen der  Beladung gestattet. In     Fig.    12 sind an den      Stellen, an welchen     S    = 0,075 Zoll und       S    =     0,06:i    Zoll     beträgt,    was der Breite des       Triehters    am Eingang bzw. am Ausgang ent  spricht, senkrechte Linien     F1    und F2 ge  zogen. Diese Linien PI und F2 schneiden die  Kurven X und Y bei<I>C, D, E</I> und F.

   Die  Fläche<I>C, D, E, F</I> kann nun dazu benützt       werden,    nachzuprüfen, ob der Trichter mit  den erwähnten Abmessungen am Eingang und  Ausgang sich zur     Verwendung    bei gegebener       Lunte    eignet.

   Die     Praxis    hat     gezeigt,    dass bei  irgendeinem gegebenen ursprünglichen     Lun-          tengewieht,    wenn die     Luntengewichte    am       Trichtereingäng    und     -ausgang    aus der Be  ziehung<I>R (1-Y)</I> errechnet werden, und  wenn diese Werte auf den Linien     P1    und     F2     gemäss der linken Skala in     Fig.    12 aufgetra-    gen werden, so     liegt    eine diese beiden Punkte  verbindende Linie innerhalb der Fläche C,<B><I>D;</I></B>  <B><I>E,</I></B> F, wenn sich der Trichter für diese  spezielle Lunte eignet.

   Bei Verwendung von       Fig.    12 wird als     Lttntengewicht    am Trichter  eingang dasjenige an der Spannwalzen  klemmstelle genommen. Diese Annäherung ist  aber für den vorliegenden Zweck genügend  genau. Soll z. B. eine     60-drams-Lunte    ver  wendet werden, und der Trichter befindet  sich in seiner vordern     Maximalstellung    (was  den Abmessungen 0,5 und 1,25 Zoll in     Fig.    9  entspricht), dann erhält man, bei Verwen  dung der     entsprechenden        Yt-    und     Yt        Werte     aus     Fig.    9,

   die     folgenden        Luntengewichte    am       Trichtereingang    und     -ausgang     
EMI0020.0035     
  
    Luntengewicht <SEP> am <SEP> Triehtereingang <SEP> = <SEP> R <SEP> (1- <SEP> Yt)
<tb>  = <SEP> 60 <SEP> (1-0,28) <SEP> drams <SEP> pro <SEP> 40 <SEP> Yards
<tb>  = <SEP> 43,2 <SEP> drams <SEP> pro <SEP> 40 <SEP> Yards.
<tb>  Luntendieke <SEP> am <SEP> Trichterausgang <SEP> <I>= <SEP> R <SEP> (1-Yf)</I>
<tb>  = <SEP> 60 <SEP> <B>(1-0,62)</B> <SEP> drams <SEP> pro <SEP> 40 <SEP> Yards
<tb>  = <SEP> 22,8 <SEP> drams <SEP> pro <SEP> 40 <SEP> Yards.

         Diese beiden Werte werden nun auf den  Linien     F1    und F2 gegenüber den entspre  chenden     R-Skalen    aufgetragen und durch  eine Linie F3 miteinander verbunden. Wie  ersichtlich, liegt die Linie F3     innerhalb    der  Fläche C, D,<I>E,</I> F und somit eignet sieh der  in Betracht gezogene Trichter zur Verwen  dung mit     der    vorgesehenen Lunte.  



  Bei der vorerwähnten Benützungsara: der       Fig.    12 wurde angenommen, es sei ein Garn  einer mittleren Garnnummer zu spinnen. Bei  der Erzeugung von Garnen feiner     Nummern     jedoch ist, wie früher erwähnt, die     Zuführ-          kraft    gering, und     es    muss ein übermässiger  Druck der     Trichterseiten    auf die Lunte ver  hindert werden. In diesem Fall sollte deshalb  die Linie F3 nahe E, F liegen, uni das     Lun-          tengewicht    möglichst klein zu halten.

   Sollen  dagegen Garne grober Nummern erzeugt  werden, dann ist die     Zuführkraft    gross und  die zu verwendende schwerere Lunte wird  vorteilhaft. so erhalten, dass die Linie F3 nahe  D, C     liegt.     



       Wenn    es     erwünseht    ist, einen Trichter-         kanal.        für    eine gegebene Lunte herzustel  len, kann dies leicht an Hand der     Fig.    12  getan werden. Es wird notwendig sein, die  R     (1-Yt)-    und     t?    (1     --Yt)-Werte    je an  einer Ordinate derart     aufzutragen,    dass die  Endpunkte zwischen der X- und der     Y-Kurve     zu liegen kommen.

   Die rechte Ordinate er  gibt den Wert der     Trichtereingangsbreite     und die linke Ordinate die     Trieliterausgangs-          breite.     



  Was die Länge des     Triehters    betrifft,     so     muss sie lang genug sein, um eine genügende       Berührlänge    mit der Lunte z u ergeben, so  dass eine     Drehungsänderung    verhindert wird,       während    sie nicht zu lang sein darf, damit  der Widerstand gegen die     Durchzugskraft     nicht     ztt    gross wird.

   Längen zwischen<B>1.2, 7</B>  und 19 mm wurden versucht und als     zufrie-          denstellend        befunden.    Wenn die obigen     Be-          dingengen    erfüllt sind, ist die ideale Länge so,       da.ss    der Trichter den Zwischenraum zwi  schen Spannwalzen und Verzugswalzen mög  lichst ausfüllt, wenn die Spannwalzen den  Verzugswalzen am nächsten gerückt. sind.

        Wie vorher     erwähnt,    ist der maximale  Verzug bei kleinster     Spannwalzenstellung     (kleinster Abstand zwischen Spann- und Ver  zugswalzen) zu erreichen, wobei diese Stel  lung auf Grund mechanischer Überlegungen,  die die Ausführung der Spannwalzen betref  fen, begrenzt ist. In den obigen Beispielen  betrug die geringste Stellung 31,7 mm, was  durch die Ausführung der im oben beschrie  benen Streckwerk verwendeten Walzen     be    .  stimmt ist.

   Es ist indessen selbstverständlich,  dass     Vemüge    erreicht werden können, die  höher sind als die, die in der beschriebenen  Art für eine bestimmte     Luntenqualität        be-.     rechnet wurden, indem man eine Spann  walzenausführung verwendet, die eine     stär-          l@ere    Annäherung an die Klemmstelle der  Verzugswalzen erlauben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Verziehen von Textilfasern nach dem Pat.entansprueh I und den Unter ansprüchen 2 und 4 des Hauptpatentes, da durch -ekennzeiehnet, dass das Vorwärts stossen durch bewegliche, belastete Vorstoss- ]']Ziehen erfolgt, die auf das Vorgarn allseitig pressen, und dass an der Klemrnstelle der Streckwalzen das Vorgarn gegen eine nach giebige Fläche gedrückt wird, um diese Klemmstelle ortsfest zu halten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung einer Drehung des Vorgarns auf einer Weg - st.reeke zwischen Vorstossstelle und Streck walzen auf das Vorgarn eine Reibkraft aus geübt wird.
    '. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekenuzeiehnet, dass zur Verhinderung einer Drehung des Vorgarns auf einer Weg strecke zwischen Vorstossstelle und Zuführ- walzen auf das Vorgarn eine Reibkraft aus geübt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Vorgarn ein Wollkammgarn Anwendung findet, dem ein Verzug von über 100 erteilt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass ein Vorgarn aus synthetischen Stapelfasern Anwendung, fin det, dem ein Verzug von über 500 erteilt sind. PATENTANSPRUCH II: Streckwerk zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I gemäss dem Patentanspruch II des Hauptpatentes, da durch gekennzeichnet, dass die beweglichen Flächen belastet sind, und dass die eine Streckwalze mit einem nachgiebigen Über zug mit einer Shore-Härte zwischen 55 und 80 versehen ist. UNTERANSPRÜCHE 5.
    Streckwerk nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Überzug ra dial zusammendrückbar ist. 6. Streckwerk nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zur Aus übung einer Querpressung auf eine Länge des Vorgarns vorgesehen sind, die zwischen der Vorstossstelle und den Zuführwalzen liegt, um ein Drehen dieses Vorgarnstückes zu verhindern. 7.
    Streckwerk nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Führungs mittel einen Trichter zur Ausübung einer Querpressung auf das Vorgarn aufweisen. B. Streckwerk nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die beweglichen Flächen durch ein Zwischenwalzenpaar ge bildet sind, wobei die eine dieser Walzen zwei Flanschen aufweist, zwischen welche die andere Walze eingreift. 9. Streckwerk nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die eine der beiden Zwischenwalzen über der andern Walze ange ordnet ist, um auf dem Vorgarn aufzuliegen. 10.
    Streckwerk nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorstoss mittel bezüglich ihrer Lage einstellbar sind. 11. Streckwerk nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Vorstossmittel und der Trichter bezüglich ihrer Lage ge meinsam einstellbar sind.
CH292639D 1949-06-29 1950-06-29 Verfahren und Streckwerk zum Verziehen von Textilfasern. CH292639A (de)

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