CH292712A - Verfahren zur Herstellung einer phosphorhaltigen organischen Verbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer phosphorhaltigen organischen Verbindung.

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CH292712A
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    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02—Phosphorus compounds
    • C07F9/06—Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/22—Amides of acids of phosphorus
    • C07F9/26—Amides of acids of phosphorus containing P-halide groups

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer phosphorhaltigen organischen Verbindung.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf die Gewinnung einer phosphorhaltigen  organischen Verbindung. Sie besteht in der       Ilerstellun    g von     Bis-isopropylamin-fluoro-phos-          phinoxy    d und kennzeichnet sich dadurch, dass  man     Isopropylamin    mit     Phosphoroxychlorid     in Gegenwart eines     inerten,    wasserfreien orga  nischen Lösungsmittels mischt und das er  haltene Produkt mit einer konzentrierten Lö  sung eines     anorganischen,    wasserlöslichen       Fluorids    behandelt.  



  Vor der Behandlung mit dem     Fluorid     kann man das     Reaktionsprodukt    von der or  ganischen Lösung abtrennen. Dies ist aber  nicht unbedingt notwendig.  



  Als     Fluorid    benutzt man zweckmässig das  Kalium- oder     Ammoniumfluorid.     



  Bei der Mischung werden vorteilhaft 3,5  bis 5     Mol        Isopropylamin    pro     Mol    Phosphor  oxychlorid verwendet. Am besten gelingt die  Reaktion mit 4 bis 4,1     Mol        Isopropylamin     auf 1     Mol        Phosphoroxychlorid.     



  Als wasserfreie,     inerte,    organische Lösungs  mittel sind für den vorliegenden Zweck be  sonders geeignet Azeton und die chlorierten       Kohlenwasserstoffe,    die zwischen 40 und  l.00  C sieden.  



  Die nachstehend angeführten Beispiele       mögen    das Verfahren näher erläutern.       Beispiel   <I>1:</I>  Zu 76,.5g     Phosphoroxychlorid    wurden  300     cm3    Chloroform hinzugefügt. Die Mi-         schung    wurde mechanisch gerührt und gekühlt,  um die Temperatur zwischen 18 und 22 C wäh  rend der Hinzufügung von 11.8 g     Isopropyl-          amin    zu erhalten.  



  Zu dem erhaltenen Produkt wurden nach  Abkühlung auf 0  C 32 g wasserfreies     Kalium-          fluorid,    gelöst in 30     cm3    Wasser, hinzugefügt.  Die Temperatur stieg     rasch    auf 18  C an und  verblieb auf 18  C während einer 20 Minuten  lang dauernden Rührung.  



  Die erhaltene Mischung wurde zunächst  mit 230     cm3    Wasser extrahiert. Der zurück  bleibende organische Rückstand wurde zwei  mal mit je 20     cm3    Wasser nachgewaschen.  



  Das Chloroform wurde aus dem     organi-          sehen    Rückstand durch Vakuumdestillation  entfernt und die zurückbleibende Masse mit  200     em3        Petroläther    bei 40 bis 60  C so lange  gerührt, bis eine kristalline Substanz entstand.  



  Die Ausbeute betrug 73 g praktisch reines       Bis-isopropylamin-fluoro-phosphinoxyd.          Beispiel   <I>2:</I>  76 g     Phosphoroxyehlorid    wurden zu 400     ciu3     von     Kohlenstofftetrachlorid    hinzugefügt. Die  Mischung wurde mechanisch gerührt und ab  gekühlt, um eine Temperatur zwischen 1.8  und 22  C während der Hinzufügung von  118 g     Isopropylamin    aufrechtzuerhalten. Zu  dem Produkt wurden nach Abkühlung auf  0  C 32 g wasserfreies     Kaliumfluorid,    gelöst  in 30     em3    Wasser, hinzugegeben.

   Die Tempe  ratur stieg auf 20  C an, und die Mischung      wurde 20 Minuten lang bei dieser     Teinpera-          tur    gerührt. Das Produkt wurde ebenso wie  in Beispiel 1 isoliert und die Ausbeute betrug  in diesem Fall 66 g praktisch reines Bis  isopropylamin-fluoro-phosphinoxyd.  



  <I>Beispiel 3:</I>  76     g        Phosphoroxychlorid    wurden zu 350     ein-          Triehlorä.thylen    hinzugefügt. Die     Mischung          wurde    mechanisch     gerührt    und gleichzeitig  gekühlt, um eine Temperatur zwischen 18 und  22  C während der     Hinzufügung    von 118 g       Isopropylamin    aufrechtzuerhalten. Zu dem  Produkt wurden nach Abkühlung auf     011C     32g wasserfreies     Kaliumfluorid,    gelöst in  30     em3    Wasser, hinzugegeben.

   Die Temperatur  stieg auf 20  C an, und die Mischung     wurde     ?0 Minuten lang nach Erreichung dieser  Höchsttemperatur gerührt. Das Produkt wurde  ebenso wie in Beispiel 1 isoliert. Die Ausbeute  betrug in diesem Fall 70 g praktisch reines       Bis-isopr        opy        lamin-fluoro-phosphinoxyd.     



  Das reine Erzeugnis wurde durch     Umkri-          stallisation    des nach den vorstehenden Bei  spielen erhaltenen Produktes aus     Glykoldi-          azetat    erhalten. Die Reinheit des Erzeugnisses,  welches eine weisse Kristallmasse darstellt,  wurde folgendermassen ermittelt       a)    Durch den     konstanten    Verteilungsko  effizienten zwischen Chloroform und Wasser  bei     aufeina.nderfolgenden    Extraktionen.

   Dieser  Koeffizient beträgt     4,3:1        zu    Gunsten von       Chloroform        bei        20         C        und        weniger        als        0,1%     Konzentration, bestimmt mit Hilfe einer radio  aktiven Substanz.  



       b)    Durch     Umkristallisieren    aus     Glykoldi-          azetat,    wobei ein konstanter Schmelzpunkt von  65  C erhalten wurde.  



  Die Konstitution wurde durch     Titr        ation     des durch alkalische Destillation nach der       Säurehydrolyse    in Freiheit gesetzten     Isopro-          pylamins    festgestellt, ferner durch die Be  stimmung der Phosphorsäure mit Hilfe der       Molybdänblaureaktion    nach der Säurehydro  lyse und durch Bestimmung des     Alkaliver-          brattehes    während der Hydrolyse zu     Fluorid     und     Bis-(mono-isopropyla.min)-metaphosphor-          säure,

      wobei eine Korrektur in dem letztge-         nannten    Fall von dem     geringen    Betrag der  Hydrolyse zu     Isopropy        lamin    und     Orthophos-          phat    angebracht wurde.  



  Die     Verbindun--    stellt einen farblosen und  geschmacklosen kristallinen festen Körper dar,  der sehwach hygroskopisch ist.. Der Schmelz  punkt des weitgehend gereinigten Produktes  beträgt 65  C, die Handelsware schmilzt bei  60  C. Die Dichte lässt sieh     zti    ungefähr 1,2  bestimmen.

   Die Löslichkeit in Wasser beträgt       bei        Raumtemperatur        etwa        8%.        Der        Dampf-          druck    wird bei 15  C mit. 0,001     nun        gemessen.     Die Verbindung ist in organischen Estern  und andern polaren organischen Lösungsmit  teln leicht löslich. Dagegen ist, die Löslichkeit  in Mineralölen und in pflanzlichen ölen nur  gering.  



  Das     Bis-isopropy        lamin-fluoro-phosphinoxyd     kann in hoher     Ausbeute    nach dem Verfahren  der vorliegenden Erfindung dargestellt wer  den. Sein verhältnismässig hoher Schmelz  punkt     begünstigt    die Herstellung, und die  Verbindung hat den grossen Vorteil, dass sie  bei hoher Toxizität gegenüber Insekten viel  weniger toxisch gegenüber Säugetieren als  das     Bis-dimethyla.min-fluoro-phosphinoxyd    ist.  



  Als konzentrierte     wä-ssrige    Lösung, die ein       anorganisches    wasserlösliches     Fluorid    enthält,  kann man z. B. eine     wässrige    Lösung, die  mindestens 1.5 - wasserfreies     Kaliumfluorid     (KP) pro 100 g der Lösung enthält, oder  eine     wässrige        Lösun-,    welche mindestens 10 ;       wasserfreies        Aminoniiunfluorid        (NrL,F)    pro  100 g Lösung enthält,     verwenden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung- von Bis-isopro- py lamin-fluoro-phosphinoxyd, dadurch gekenn zeichnet, dass Isopropylamin mit. Phosphoroxy- chlorid in Clegenwart eines inerten, wasser freien or-anisehen Lösungsmittels gemischt und das erhaltene Produkt mit einer konzen trierten wässri-en Lösung eines anorganischen wasserlöslichen Fluorids behandelt wird.
    Die Verbindung stellt einen farb- und ge- sehniacklosen, kristallinen festen Körper vom Schmelzpunkt 65 C dar. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass als Fluorid Kalitim- fluorid verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Fluorid Am- moniumfluorid verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ausgangs- inisehung 3,5 bis 5 Mol Isopropylamin pro Mol 1'liosphoroxychlorid enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsmischung 4,0 bis 4,1 Mol Isopropylamin pro Mol Phosphoroxychlorid enthält. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel Azeton verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel ein chlorierter Kohlenwasserstoff verwendet wird, der zwischen 40 und 100 C siedet.
CH292712D 1950-05-12 1951-05-07 Verfahren zur Herstellung einer phosphorhaltigen organischen Verbindung. CH292712A (de)

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