CH299109A - Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.

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CH299109A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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    • C07F9/02Phosphorus compounds
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    • C07F9/6561Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom containing systems of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring or ring system, with or without other non-condensed hetero rings
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Lacto$avin-monophosphorsäureesters.       Die Erfindung betrifft ein neuartiges  Verfahren zur     Herstellung        eines        Lactoflavin-          monophosphorsäureesters    und zur Isolierung  des bekannten     Lactoflavin-5'-monophosphor-          säureesters    aus den Mischungen desselben mit  andern     Isomeren        de's        Lactoflavin-monophos-          phorsäureesters,    welche bei der     Herstellung     desselben entstehen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung des     Lactofla-          vin-5'-monophosphorsäureesters,    dadurch ge  kennzeichnet, dass ein     1-D-1'-Ribitylamino-          3,4-dimethyl-benzol    mit einer Chlorphosphor  säure     phosphoryliert,    das     Reaktionsprodukt     zum     monophosphorylierten        1-D-1'-Ribityl-          amino-3,4-dimethyl-benzol        hydrolysiert,

      dieses  mit einem     Aryl-diazoniumsalz    zum     phospho-          rylierten    1-D-1'-Ribitylamino-6-arylazo-3,4-di-         methyl-benzol    gekuppelt,     dieses    mit     Barbitur-          säure    --tun     phosphorylierten        Lactoflavin    kon  densiert und aus dem erhaltenen     Isomeren-          Gemisch    das     5'-Isomere    isoliert wird.

      Der Ausdruck      Chlorphosphorsäure ,    wie  er hier gebraucht wird, bezeichnet zwei -Ver  bindungen, d. h.     Monochlorphosphorsäure        -Lund          Dichlorphosphorsäure,    deren Formeln die fol  genden sind:     (HO)2POC1    und     HOPOC12.     Die Bildung dieser zwei     Verbindungen    erfolgt  durch     Umsetzung    zwischen     Phosphoroxy-          chlorid    und Wasser oder zwischen     Phosphor-          exychlorid    und Phosphorsäure.  



  Die Chlorphosphorsäuren werden leicht  durch Umsetzen von     Phosphoroxychlorid    mit  1 bis 2     Mol    Wasser gewonnen. Die Reaktion  nimmt folgenden Verlauf:  
EMI0001.0049     
  
    <B>POC13</B> <SEP> + <SEP> <B>H20</B> <SEP> <U>></U> <SEP> ' <SEP> <B>HOPOCI2</B> <SEP> -I- <SEP> <B>HCI</B>     
EMI0001.0050     
  
    POC13 <SEP> -I- <SEP> 2H20 <SEP> <B>--->-</B> <SEP> (HO)2POC1+ <SEP> 2 <SEP> HCl       Die zwei Verbindungen bilden sich auch  bei der Umsetzung von     Phosphoroxychlorid     mit     ortho-Phosphorsäure.        Beispielsweise    kann  ein geeignetes     Chlorphosphorsäure-Reagens     durch langsamen Zusatz von 61,3 g (0,4     lol)

            Phosphoroxychlorid    zu 19,6 g (0,2     Mol)    was  serfreier     ortho-Phosphorsäure,    wobei gerührt  und auf Raumtemperatur gekühlt werden  muss, erhalten werden. Die     Reaktionsmischung     wird während etwa 1 Stunde     gerührt.    Um  eine möglichst hohe Ausbeute an Chlorphos-         phorsäure    zu gewinnen, lässt man das     Pro-          dakt    über Nacht stehen. Die Wartezeit ist  jedoch nicht     unerlässlich,    denn die Chlor  phosphorsäure bildet sich leicht und in guter  Ausbeute, sobald     Phosphoroxychlorid    mit  Wasser oder Phosphorsäure reagiert.

   Es ver  steht sich, dass die Phosphorsäure auch wässe- .  rig     sein    kann, in welchem Fall beide Reaktio  nen zur     Bildung    der Chlorphosphorsäure bei  tragen, d. h.     eine        Reaktion    zwischen dem       Phosphoroxychlorid    und Wasser,     -Lind    eine      Reaktion zwischen dem     Phosphoroxychlorid     und der     ortho-Phosphorsäure.    Die Chlorphos  phorsäure kann selbstverständlich auch in  Gegenwart des zu     phosphorylierenden    Kör  pers gebildet werden, wobei sie dann sofort  mit letzterem reagiert.  



  Die Produkte der     Phosphorylierung    mit  der Chlorphosphorsäure umfassen die mono  (chlorphosphorsauren) Salze der Phosphor  säureester     und        Chlorphosphorsäureester    von       1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethylbenzol,    Poly  phosphorsäuren, chlorenthaltende Phosphor  säure und chlorenthaltende Polyphosphorsäu  ren.     Cyclische        Phosphorsäureester    der Zwi  schenprodukte können auch gebildet werden.    Der Grad der     Phosphoryliertmg    ist abhängig  von der Zeitdauer, während der die Ausgangs  verbindungen mit der Chlorphosphorsäure  reagieren können.

   Die hier angegebenen Reak  tionen stellen eine Synthese mit hypothetischen       Zwischenproduktstrukturen    dar. Obwohl das  vorangehende und das nachstehende Reak  tionsschema auf dem gründen, was als der  wahrscheinlichste Reaktionsverlauf angesehen  wird, versteht es. sich,     dassr    die Erfindung kei  nesfalls auf irgendeine Reaktionstheorie oder       Zwischenprodukts-Struktur    beschränkt ist.  



  Im Falle der     Dichlorphosphorsäure    kann  die Reaktion wie folgt formuliert werden:  
EMI0002.0015     
    Das obige     monochlorphosphorylierte    Produkt kann weiter     chlorphosphoryliert    werden,  
EMI0002.0018     
  
    je <SEP> nach <SEP> Reaktionszeit <SEP> wie <SEP> folgt: <SEP> _
<tb>  0 <SEP> 0
<tb>  (a) <SEP> --F <SEP> HOPOC12 <SEP> RO-P-O-P-OH <SEP> - <SEP> HOPOC12 <SEP> (b)
<tb>  Cl <SEP> Cl
<tb>  0 <SEP> 0
<tb>  und/oder <SEP> RO-P-O-P-Ci <SEP> HOPOC12 <SEP> (c)
<tb>  OH <SEP> C1       Die Verbindungen (b) und (c) können weiter     phosphoryliert    werden.  



  Im Falle der     Monochlorphosphorsäure    sind die entsprechenden Reaktionen die folgenden  
EMI0002.0021     
    Nach weiterer Behandlung mit     Monochlorphosphorsäure    ergibt sich folgendes:  
EMI0002.0023     
      Die Verbindung (e) kann weiter     phospho=          ryliert    werden.  



  In den obigen     Formeln    bedeutet ROH       1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-benzol.     Die Hydrolyse der Zwischenprodukte der  Reaktion mit den Chlorphosphorsäuren be  wirkt je nachdem zuerst die     Abspaltung    der  salzbildenden     HOPOC12    oder     (HO)2POC1,     gefolgt von der Freisetzung des     Monophos-          phorsäureesters,    welcher entsprechend als       ROPO(OH)2    bezeichnet werden kann. Der       Phosphorylierungsgrad    ist belanglos, da das  Endprodukt der Hydrolyse in jedem Falle der       Monophosphorsäureester    des Zwischenproduk  tes ist.

   Das Hauptprodukt ist ein     5'-Ester,     doch besteht eine kleine Menge aus den andern       Isomeren,    d. h. den 2'-, 3'- und     4'-Isomeren.     



  Obwohl die vorgenannten     Estersalze    des  Zwischenproduktes isoliert werden können,  z. B. um sie zu reinigen, ist es nicht     erforder-          lieh,    diese Isolierung vorzunehmen, bevor man  dieselben in     Lactoflavin-monophosphorsäure-          ester    umwandelt. Die durch     Phosphorylierung     des Zwischenproduktes erhaltene Reaktions  mischung kann     einfach    in mehrere Volumen  Wasser gegossen und für einige     Stunden     stehengelassen werden.

   Während dieser Zeit       hydrolysieren    die restlichen nicht umgesetzten  Chlorphosphorsäuren vollständig zu Phosphor  säure und     Salzsäure,    und die Zwischenester  salze erleiden ebenfalls eine Hydrolyse, wel  che zu den     Monophosphorsäureestern    des Zwi  schenproduktes führt.

   Die so erhaltenen Mono  phosphorsäureester von     1-D-1'-Ribitylamino-          3,4-dimethyl-benzol    können leicht mit     Aryl-          diazoniumsalzen    zu den     Monophosphorsäure-          estern    des     1-D-1'-Ribitylamino-6-arylazo-3,4-          dimethyl-benzols    gekuppelt werden, und diese  werden mit     Barbitursäure    zu den     Lactoflavin-          monophosphorsäureestern    kondensiert.  



  Wie oben hervorgehoben, entstehen neben  dem Hauptprodukt, nämlich dem     Lactoflavin-          5'-monophosphorsäureester,    eine kleine Menge  der     Lactofiavin-2'-,    -3'- oder     -4'-monophosphor-          säureester.    Von diesen     Isomeren    des     Lactofla-          vin-monophosphorsäureesters        ist    allein der       5'-Isomere    biologisch voll wirksam. Es ist da  her     wünschenswert,    diese Substanz     in    reiner    Form, frei von den andern     Isomeren,    zu ge  winnen.

   Die Eigenschaften der verschiedenen       Isomeren    sind     allerdings    so weitgehend ähn  lich, dass die Abtrennung des     5'-Isomeren    von  den andern schwierig ist.  



  Es ist festgestellt worden, dass die     Diätha-          nolamin-    und     Morpholinsalze    des     Lactoflavin-          5'-monophosphorsäureesters    in ihren     Löslich-          keitseigenschaften    so weit verschieden sind  von den entsprechenden Salzen der andern       Isomeren,    dass die     Abtrennung    des gewünsch  ten     5'-Isomeren    in reiner Form zweckmässig  über diese     Aminsalze    erfolgt.

   Diese neuen       Diäthanolamin-    und     Morpholinsalze    des     Lacto-          flavin-5'-monophosphorsäureesters    sind auch  an sich physiologisch wertvolle Verbindungen,  denn sie enthalten den biologisch aktiven       5'-Isomeren    in einer leicht löslichen, nicht  toxischen Form, die sich für therapeutische  Verwendung eignet. Diese Salze     können    mühe  los in den freien     5'-Monophosphorsäureester     durch einfaches     Ansäuern    ihrer wässerigen  Lösung, z. B. mit einer     Mineralsäure,    umge  wandelt werden, wobei der     5'-Ester    in reiner  Form kristallisiert.

      Die den     Lactoflavin-5'-mQnophosphorsäure-          ester    und die andern     Isomeren    enthaltende       Mischung    wird z. B.     einfach    mit     Diäthanol-          amiri    oder     Morpholin        -umgesetzt,    wobei sich  eine Mischung der     entsprechenden        Aminsalze     der     Isomeren    des     Lactoflavin-monophosphor-          säureesters    bildet.

   Die     Aminsalze    des     Laeto-          flavin-5'-monophosphorsäureesters    werden so  dann von der Mischung abgetrennt, beispiels  weise durch fraktionierte Kristallisation. Letz  tere kann so durchgeführt werden, dass ein  mit Wasser mischbares Lösungsmittel, wie  Äthanol,     Isopropanol    oder Aceton, einer wäs  serigen Lösung der Mischung der     Aminsalze     der     Isomeren    zugesetzt wird. Die entsprechen  den     Aminsalze    der andern     Isomeren    bleiben  in der Mutterlauge in Lösung.

   Die     Diäthanol-          amin-        und        Morpholinsalze    des     Lactoflavin-5'-          monophosphorsäureesters    werden leicht durch  Behandlung mit einer geeigneten Säure in den  freien     Lactoflavin-5'-monophosphorsäureester     umgewandelt.      Während der Umsetzung der Mischung  der     Isomeren    des     Lactoflavin-monophosphor-          säureesters    mit den vorgenannten Aminen bil  den sieh entweder die Mono- oder     Diaminsalze     oder Mischungen derselben, je nach Menge  des verwendeten Amins.

   Bei der     Titration    mit       Diäthanolamin    oder     Morpholin        zeigt    die     poten-          tiometrische        Titrationskurve    des     Laetoflavin-          monophosphorsäureesters    ein scharfes Knie  bei ungefähr PH 4 in dem Augenblick, wo ein  Hol des Amins pro     Mol    des     Lactoflavin-mono-          phosphorsätireesters    addiert worden ist.

   Wenn  ein weiteres     Mol    Amin zugesetzt wird, steigt  das     pH    langsam auf etwa 7, wo ein kaum  wahrnehmbares Knie in der Kurve zeigt, dass  das zweite     Mol    Amin in dem     Di-salz    nur sehr  schwach gebunden ist. Beim Zusatz eines  mit Wasser mischbaren Lösungsmittels, z. B.  Äthanol,     Isopropanol    oder Aceton, zur wässe  rigen Lösung der     Aminsalze,    fällt ein Salz  aus, das je nach dem     pH,    an dem die Ausfäl  lung erfolgt, aus dem Mono- oder     Diaminsalz,     oder einer Mischung derselben, besteht.

   Bei  einem     pA    von etwa 4 ist das ausgefällte Salz  praktisch ausschliesslich ein     Monoaminsalz,     während bei einem     pH    von mindestens etwa 9  das ausgefällte Salz zur Hauptsache ein     Di-          aminsalz    ist. Bei dazwischenliegenden pH-Wer  ten werden     Mischungen    der Mono- und     Di-          aminsalze    erhalten, wobei allerdings bei     pH    7  zur Hauptsache das     Monoaminsalz    gewonnen  wird.

   Unabhängig davon, ob das Mono- oder  das     Diaminsalz    oder     Mischungen    derselben  erhalten werden, erlaubt die fraktionierte  Kristallisation die Abtrennung des entspre  chenden     Aminsalzes    des gewünschten     5'-Iso-          meren    des     Lactoflavin-monophosphorsä-tire-          esters.    Infolge ihrer Stabilität werden indessen  die     Monoaminsalze    bevorzugt.  



  Gemäss einer empfehlenswerten     Ausfüh-          ruingsform    dieses     Isolierungsverfahrens    für  den     5'-Isomeren    wird eine wässerige Lösung,  die sowohl den     Lactoflavin-5'-monophosphor-          säureester    und die andern     Isomeren    enthält,  auf ein     p,1    von mindestens etwa 4     -und    mit  Vorteil innerhalb eines     PH-Intervalls    von     etwa     4-10 mittels     Diäthanolamin    oder     Morpholin     gebracht,

   worauf die Lösung mit einem mit    Wasser mischbaren Lösungsmittel, z. B.     Ätha-          nol,        Isopropanol    oder Aceton, fraktioniert  kristallisiert wird; um die entsprechenden  Salze des     Lactoflavin-5'-monophosphorsäure-          esters    zu gewinnen. Wie oben hervorgehoben,  werden entweder die Mono- oder     Diaminsalze     oder Mischungen derselben erhalten, je nach  dem verwendeten     pH.     



  Die     Diäthanolamin-    und     Morpholinsalze     des     Laetoflavin-5'-monophosphorsäureesters     können durch Behandlung mit einer geeigne  ten Säure in den freien     Lactoflavin-5'-mono-          phosphorsäureester    übergeführt werden. Dabei  ist zu beachten, dass bei den Monosalzen wenig  stens ein Äquivalent der Säure und bei den       Disalzen    wenigstens zwei Äquivalente verwen  det werden.  



  <I>Beispiel:</I>  7,2 g (0,4     Mol)    Wasser werden langsam,  unter gutem Schütteln und unter Kühlen auf       Zimmertemperatur,    mit 61,3 g (0,4     Mol)          Phosphorozychlorid    langsam versetzt. Die       Mischung    wird gerührt., bis die Entwicklung  von Chlorwasserstoff beendet ist, und während  ungefähr 16 Stunden stehengelassen. Dann  werden unter Rühren 5,1 g (0,02     Mol)        1-D-1'-          Ribitylamino-3,4-dimethyl-benzol        (Ribityl-          Yylidin)    zugegeben. Letzteres löst sich unter  Entwicklung von Chlorwasserstoff auf.

   Die  Lösung wird während 6 Stunden bei Zimmer  temperatur geschüttelt. Unter Kühlen wer  den 500     cm3    wasserfreier Äther zugefügt. Ein  <B>Öl</B> scheidet sich ab. Nach Verrühren mit fri  schem Äther wird es fest. Diese Substanz wird  mit 250     em3    Wasser gekocht, um Hydrolyse  zum beständigen.     Monophosphorsäureester    zu  bewirken. Die dadurch erhaltene wässerige  Lösung wird im Vakuum auf ein kleines Vo  lumen     eingeengt,    und mehrere Teile Aceton  werden zugegeben. Der Monophosphorsäure  ester des     1.-D-1'-Ribitvjamino-3,4-dimethyl-          benzols    scheidet sieh als ölige     Masse    ab, die  beim Stehen hart wird.

   Es wird     abfiltriert,     mit Aceton und Äther     gewaschen    und im Va  kuum getrocknet. Die Verbindung ist sehr  hygroskopisch und im Gegensatz zum     Ribityl-          Yylidin    selbst bei Zimmertemperatur sehr was  serlöslich. Bei der     potentiometrischen    Titra-           tion    mit     Natriumhydroxyd    zeigt sie, nach dem  Zusatz von zwei Äquivalenten Alkali, ein Knie  bei ungefähr     pA    9.  



  Wird für die     Herstellung    des     Lactoflavin-          monophosphorsäureesters    der Monophosphor  Säureester des     Ribitylxylidins    verwendet, so ist  es nicht notwendig, die     Verbindung    in fester  Form zu isolieren.

   Durch Wiederholen des       Phosphorylierungsprozesses    und Zugeben der       Pliosphorylierungsreaktionslösung    in mehrere  Volumen Wasser (an Stelle von Äther) und       Neutralisieren    der erhaltenen Lösung auf un  gefähr     pH    3 mit     Ätznatron    erhält man eine  wässerige Lösung der Verbindung, die sich  zur Umwandlung in den     Lactoflavin-mono-          pliosphorsäureester    eignet.  



  Der wässerigen Lösung des erhaltenen       Monophosphorsäureesters    des     Ribitylxylidins     wird eine gleichwertige Menge     Benzoldiazo-          niumchloridlösung,    die durch     Diazotieren    von  Anilin mittels     Natriumnitrit    in Gegenwart von  Salzsäure hergestellt wurde, zugegeben. Die  Temperatur wird zwischen 10 und 20  C ge  halten. In ungefähr 5 Minuten scheiden sich  rote Kristalle von     Monophosphorsäureester     des     1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-6-phenyl-          azo-benzols    ab.

   Durch gelegentlichen Zusatz  von     Natriumacetat    wird das p$ während unge  fähr 6 Stunden auf ungefähr 3 gehalten. Die  roten Kristalle werden     abfiltriert    und mit  gesättigter     Natriumchloridlösung    gewaschen,  bis sie von anorganischen Phosphaten befreit.  sind; hernach werden sie mit Luft getrocknet.  Diese Mischung von     Natriumchlorid    und von       Monophosphorsäureester    des     1-D-1'-Ribityl-          amino-3,4-dimethyl-6-phenylazo-benzols    ist  ohne weitere     Reinigung    zur Umwandlung in  den     Monophosphorsäureester    des     Lactoflavins     zu gebrauchen.

   Der reine Monophosphorsäure  ester des     1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-6-          phenylazo-benzols    wird durch Extraktion der  Mischung mit     Butylalkohol,    Einengen auf ein  kleines Volumen und Fällen mit Äther, erhal  ten. Bei der     potentiometrischen        Titration    mit       Natriumhydroxyd    zeigt die     Titrationskurve     des so erhaltenen Produktes ein scharfes Knie  bei ungefähr PH 9, d. h. nach Zugabe von  2     11fo1    Alkali.

      Eine Lösung von 0,01     Mol    Mononatrium  salz des     Monophosphorsäureesters    des 1-D-1'  R-ibitylamino-3,4-dimethyl-6-phenylazo-benzols  in 94     em3    Wasser     wird    durch Zusatz von  0,01     Mol        Natriumhydroxyd    zu einer wässe  rigen Suspension von 0,01     Mol    der freien       Esternatriumchloridmischung    bereitet. Dieser       Lösung    werden 30g     Natriumchlorid    zugege  ben.

   Das bewirkt die     Abscheidimg    des Mono  natriumsalzes des     Monophosphorsäureesters     des     1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-6-phenyl-          a.zo-benzols,    das     abfiltriert,    mit gesättigter     Na-          tr        iumchloridlösung    gewaschen und an der  Luft getrocknet wird. Das trockene Produkt  wird mit 3 g     Barbitursäure    in einer Mischung  von 62     ein-        Dioxan    und 12     cm3    Eisessig wäh  rend 61/2 Stunden unter     Rücldluss    zum Sieden  erhitzt.

   Die     Reaktionsmischung    wird gekühlt  und von nicht     -umgesetzten    Materialien ab  filtriert. Das Filtrat zeigt die typische Fluo  reszenz des     Lactoflai-in-monophosphorsäure-,          esters.    Die Substanz wird durch Zusatz von       Bariumchloridlösimg    -und Filtration des er  zielten Niederschlages des     schwerlöslichen          Bariumsalzes    des     Lactoflavin-monophosphor-          säureesters    isoliert. Aus diesem Salz gewinnt  man den freien Ester durch Umsetzung mit  Säure.  



  2,0 g der so erhaltenen     Lactoflavin-5'-          monophosphorsäureester    und andere     Lacto-          flavin-monophosphorsäureester-isomere    enthal  tenden     Mischling    werden in 20     cm3    Wasser  aufgeschlämmt und mit so viel     Diäthanolamin     versetzt, dass das     pH    auf 8,8 steigt     und'Auf-          lösung    erfolgt. Die Lösung wird von ungelö  stem Material filtriert. Durch Zusatz einer  kleinen Menge Essigsäure wird das     pn    auf 4,8  gebracht. Man gibt 5 Volumen Äthanol zu.

    Der     dadurch    erzeugte Niederschlag wird ab  filtriert     -und    in 10 Teilen Wasser durch Zu  satz von     Diäthanolamin    bei einem     pH    von 8,0  wiedergelöst. Die Lösung wird von ein wenig  ungelöstem Material     abfiltriert.    Das     pH    wird  durch Zusatz von Essigsäure auf 4,8 gebracht.  Beim Versetzen mit 5 Volumen Äthanol fällt  das     Monodiäthanolaminsalz    des     Lactoflavin-          monophosphorsäureesters    aus. Das Produkt  wird     abfiltriert,    mit Äthanol gewaschen und      getrocknet.

   Es besteht     im    wesentlichen aus  reinem     Lactoflavin-5'-monophosphorsäure-          ester-monodiäthanolaminsalz.    Eine Mischung  der     Monodiäthanolaminsalze    der andern     Iso-          meren    ist in der Mutterlauge enthalten und  kann daraus durch Verdampfen im Vakuum  isoliert werden.  



  Das     Lactoflavin-5'-monophosphorsäure-          ester-monodiäthanolaminsalz    wird als gut was  serlösliches gelbes Pulver erhalten, welches  2 Moleküle Kristallwasser enthält. Das     pH     seiner wässerigen     Lösung    ist ungefähr 4 bis 5.  Die Verbindung wird beim Erhitzen     dunkel     und schmilzt bei 201 bis 203  C unter Zer  setzung.  



  5 g des     Monodiäthanolaminsalzes    des       Lactofla-%-in-monophosphorsäureesters    werden  in 7 5     cm3    Wasser gelöst und mit 7     cm3    kon-    zentrierter Salzsäure versetzt.     Lactoflav        in-5'-          monophosphor        säureester    fällt aus und wird       abfiltr        ier    t.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung des Lactofla- vin-5'-monophosphorsäiireesters, dadurch ge kennzeichnet, dass 1-D-1'-Ribitylamino-3,4-di- methyl-benzol mit.
    einer Chlorphosph örsäurc phosphoryliert, das Reaktionsprodukt zum monophosphorylierten 1-D-1'-Ribitylamino-3,4- dimethyl-benzol hydrolysiert, dieses mit einem Aryl-diazoniumsalz zum phosphorylierten 1 - D -1' - Ribitylamino - 6 - arylazo-3,4-dimethyl- benzol gekuppelt,
    dieses mit Barbitursäure zum phosphorylierten Lactoflavin kondensiert und aus dem erhaltenen Isomeren-Gemisch das 5'-Isomere isoliert wird.
CH299109D 1950-07-15 1951-06-15 Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters. CH299109A (de)

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