CH299110A - Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.

Info

Publication number
CH299110A
CH299110A CH299110DA CH299110A CH 299110 A CH299110 A CH 299110A CH 299110D A CH299110D A CH 299110DA CH 299110 A CH299110 A CH 299110A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid ester
lactoflavin
monophosphoric
monophosphoric acid
ribitylamino
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
F Hoffmann- Aktiengesellschaft
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Publication of CH299110A publication Critical patent/CH299110A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/547Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom
    • C07F9/6561Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom containing systems of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring or ring system, with or without other non-condensed hetero rings
    • C07F9/65618Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom containing systems of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring or ring system, with or without other non-condensed hetero rings containing the ring system, e.g. flavins or analogues

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Lacto$avin-monophosphorsäureesters.       Die Erfindung betrifft ein neuartiges  Verfahren zur     Herstellung    eines     Lactoflavin-          monophosphorsäureesters    und     zur    Isolierung  des bekannten     Lactoflavin-5'-monophosphor-          säureesters    aus den Mischungen desselben mit  andern     Isomeren    des     Lactoflavin-monophos-          phorsäureesters,    welche bei der Herstellung  desselben entstehen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur     Herstellung    des     Lacto-          flavin    -     5'-        monophosphorsäureesters,    dadurch  gekennzeichnet, dass 1- D -1' -     Ribitylamino-          3,4-dimethyl-benzol    mit einer Chlorphosphor  säure     phosphoryliert,    das Reaktionsprodukt  zum     monophosphorylierten    1- D -1' -     Ribityl-          amino-3,4-dimethyl-benzol        hydrolysiert,

      dieses  mit einem     Aryl-diazoniumsalz    zum     phosphory-          lierten        1-D-1'-Ribitylamino-6-arylazo-3,4-dime-          thyl-benzol    gekuppelt und dieses zum phos-         phorylierten        1-D-1'-Ribitylamino-6-amino-3,4-          dimethyl-benzol    reduziert,

   das Reduktionspro  dukt mit     Alloxan        ziun        phosphorylierten        Lacto-          flavin    kondensiert und aus dem erhaltenen       Isomeren-Gemisch    das     5'-Isomere    isoliert wird.  



  Der Ausdruck      Chloiphosphorsäure ,    wie  er hier gebraucht wird, bezeichnet     zwei    Ver  bindungen,     bindimgen,    d. h.     Monochlorphosphorsäure    und       Dichlorphosphorsäure,    deren Formeln die fol  genden sind:     (HO)2POC1    und     HOPOC12,    Die  Bildung     dieser    zwei Verbindungen erfolgt  durch     Umsetzung    zwischen     Phosphoroxy-.     Chlorid und Wasser oder zwischen     Phosphor-          oxychlorid    und Phosphorsäure.

      Die Chlorphosphorsäuren werden leicht  durch Umsetzen von     Phosphoroxychlorid    mit  1 bis 2     Mol    Wasser gewonnen. Die Reaktion  nimmt folgenden Verlauf:  
EMI0001.0052     
  
    POC13 <SEP> -f- <SEP> H20 <SEP> <U>></U> <SEP> HOPOC12 <SEP> -!- <SEP> <B>HCl</B>
<tb>  POC13 <SEP> -I- <SEP> 2H20 <SEP> <B>->-</B> <SEP> (HO)2POC1+ <SEP> 2 <SEP> HCl       Die zwei Verbindungen bilden sich auch  bei der     Umsetzung    von     Phosphoroxychlorid     mit     ortho-Phosphorsäure.    Beispielsweise kann  ein geeignetes     Chlorphosphorsäure-Reagens     durch langsamen Zusatz von 61,3 g (0,4     Mol)          Phosphoroxychlorid    zu 19,6 g (0,

  2     Mol)    was  serfreier     ortho-Phosphorsäure,    wobei gerührt  und auf Raumtemperatur gekühlt werden  muss, erhalten werden. Die Reaktionsmischung  wird während etwa 1 Stunde gerührt. Um  eine möglichst hohe Ausbeute an Chlorphos  phorsäure zu gewinnen, lässt man das Pro-         Bukt    über, Nacht stehen. Die Wartezeit ist  jedoch nicht unerlässlich, denn die Chlorphos  phorsäure bildet sich leicht und in guter Aus  beute, sobald     Phosphoroxychlorid    mit Wasser  oder Phosphorsäure reagiert.

   Es versteht sich,  dass die Phosphorsäure auch wässerig sein  kann, in welchem Fall beide Reaktionen zur  Bildung der Chlorphosphorsäure beitragen,  d. h. eine Reaktion- zwischen dem     Phosphor-          oxychlorid    und     Wasser,    und eine     Reaktion     zwischen dem     Phosphoroxychlorid    und der       ortho-Phosphorsätire.    Die Chlorphosphorsäure      kann selbstverständlich auch in Gegenwart  des zu     phosphorylierenden    Körpers gebildet  werden, wobei sie dann sofort mit letzterem  reagiert.  



  Die Produkte der     Phosphorylierung    mit  der Chlorphosphorsäure umfassen die mono  (chlorphosphorsauren) Salze der Phosphor  säureester und     Chlorpbosphorsäureester    von       1-D-I'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-benzol,    Poly  phosphorsäuren, chlorenthaltende Phosphor  säure und chlorenthaltende Polyphosphorsäu  ren.     Cyclische        Phosphorsäureester    der     Zwi-          schenprodukte    können auch gebildet werden.

    Der Grad der     Phosphorylierung    ist abhängig    von der Zeitdauer, während der die     Aus-          gangsverbindungen    mit der Chlorphosphor  säure reagieren können. Die hier angegebenen  Reaktionen stellen eine Synthese mit hypo  thetischen     Zwischenprodukts-Struktur    dar.  Obwohl das vorangehende und das nachste  hende Reaktionsschema auf dem gründen, was       als    der wahrscheinlichste Reaktionsverlauf  angesehen wird, versteht es sich, dass die Er  findung keinesfalls auf irgendeine Reaktions  theorie oder     Zwischenprodukts-Struktur    be  schränkt ist.  



  Im Falle der     Dichlorphosphorsäure    kann  die Reaktion wie     folgt    formuliert werden:  
EMI0002.0017     
         o    Das obige     monochlorphosphorylierte    Produkt kann weiter     chlorphosphorvliert    werden,  je nach     Reaktionszeit        wie    folgt:  
EMI0002.0023     
    Die Verbindungen (b) und (c) können weiter     phosphoryliert    werden.  



       Im    Falle der     14Ionochlorphosphorsäure    sind die entsprechenden Reaktionen die     folgenden:     
EMI0002.0028     
    Nach weiterer Behandlung mit     Monochlorphosphorsäure    ergibt sich folgendes:  
EMI0002.0030     
      Die Verbindung (A) kann weiter     phos-          phoryliert    werden.  



  In den obigen Formeln bedeutet ROH       1-D-1'-R.ibitylamino-3,4-dimethyl-benzol.     Die Hydrolyse der     Zwischenprodukte    der  Reaktion mit .den Chlorphosphorsäuren be  wirkt je nachdem     zuerst    die Abspaltung der.  salzbildenden     HOPOC12    oder     (HO)2POC1,     gefolgt von der Freisetzung     des        TNIonophos-          phorsäureesters,    welcher entsprechend als       ROPO(OH)2    bezeichnet werden kann.

   Der       Phosphorylierungsgrad    ist belanglos, da das  Endprodukt der Hydrolyse in jedem Fall  der     Monophosphorsäureester    des Zwischen  produktes ist. Das Hauptprodukt ist ein       5'-Ester,    doch besteht eine kleine Menge aus  den andern     Isomeren,    d. h. den 2'-, 3'- und       4'-Isomeren.     



  Obwohl die vorgenannten     Estersalze    des  Zwischenproduktes isoliert werden können,  z. B. um sie zu reinigen, ist     es    nicht erforder  lich, diese Isolierung vorzunehmen, bevor man  dieselben in     Lactoflavin-monophosphorsäure-          csterumwandelt.    Die durch     Phosphorylierung          des    Zwischenproduktes erhaltene Reaktions  mischung kann einfach in mehrere Volumen       Wasser    gegossen und für einige Stunden  stehengelassen werden.

   Während dieser Zeit       hy        droly    Bieren die restlichen nicht umgesetzten  Chlorphosphorsäuren vollständig zu Phos  phorsäure     und    Salzsäure, und die     Zwischen-          estersalze    erleiden ebenfalls eine Hydrolyse,  welche zu den     Monophosphorsäureestern    des  Zwischenproduktes führt.

   Die so erhaltenen       Monophosphorsäureester    von     1-D-1'-Ribityl-          amino-3,4-dimethyl-benzol    können leicht mit       Aryldiazoniumsalzen    zu den     Monophosphor-          säureestern        des        1-D-1'-Ribitylamino-6-arylazo-          #,4-dimethyl-benzols    gekuppelt werden und  diese zu den     Monophosphorsäureestern    des  l     =D-1.'        -Ribitylamino-6-amino-3,4-dimethyl-ben-          zols    reduziert werden,

   welche durch Konden  sation mit     Alloxan    die     Lactoflavin-monoplios-          phorsäureester    liefern.  



  Das Reduktionsprodukt kann auch mit       Alloxan,    welches in     sitzt    aus der     alloxan-          abgebenden        Verbindung        Alloxantin    erhalten  wird, kondensiert     werden.    Entsprechend    können Mischungen von     Alloxan    .und     Allo-          xantin        verwendet    werden.  



  Wie oben hervorgehoben, entstehen neben  dem Hauptprodukt, nämlich dem     Lactoflavin-          5'-monophosphorsäureester,    eine kleine Menge  der     Lactoflavin-2'-,    3'- oder     4'-monophosphor-          säureester.    Von     diesen        Isomeren    des     Lacto-          flavin-monophosphorsäureesters    ist allein der       5'-Isomere    biologisch voll wirksam. Es ist da  her     wünschenswert,        diese    Substanz in reiner  Form, frei von den andern     Isomeren,    zu ge  winnen.

   Die Eigenschaften der verschiedenen       Isomeren    .sind allerdings so weitgehend ähn  lich, dass die Abtrennung des     5'-Isomeren     von den andern schwierig ist.  



  Es ist festgestellt worden, dass die     Diätha-          nolamin-    und     Morpholinsalze    des     Lactoflavin-          5'-monophosphorsäureesters    in ihren Löslich  keitseigenschaften so weit verschieden sind  von den entsprechenden Salzen der andern       Isomeren,    dass die     Abtrennung    des gewünsch  ten     5'-Isomeren    in reiner     Förm    zweckmässig  über diese     Aminsalze    .erfolgt.

   Diese neuen       Diäthanolamin-    und     Morpholinsalze    des     Lacto-          flavin-5'-monophosphorsäureesters    sind auch  an sich physiologisch wertvolle Verbindungen,  denn sie enthalten den biologisch -aktiven       5'-Isomeren    in einer leicht löslichen, nicht  toxischen Form, die sich     für    therapeutische  Verwendung eignet.     Diese    Salze können     miihe-          los    in .den freien     5'-Monophosphorsäizreester     durch einfaches Ansäuern ihrer wässerigen  Lösung, z.

   B. mit einer Mineralsäure, umge  wandelt werden, wobei der     5'-Ester    in reiner  Form kristallisiert.  



  Die den     Lactoflavin-5'-monophosphorsäure-          ester    und die andern     Isomeren    enthaltende  Mischung wird z. B. einfach mit     Diäthanol-          amin    oder     Morpholin    umgesetzt, wobei sich  eine Mischung der entsprechenden     Aminsalze     der     Isomeren        des        Lactoflavin-mönop.hosphor-          säureesters    bildet.

   Die     Aminsalze        des        Lacto-          flavin-5'-monophosphorsäureesters    werden so  dann von der Mischung abgetrennt, beispiels  weise durch fraktionierte Kristallisation. Letz  tere kann so durchgeführt werden, dass ein  mit Wasser mischbares     Lösungsmittel,    wie      Äthanol,     Isopropanol    oder Aceton, einer wäs  serigen Lösung der     Mischung    der     Aniinsalze     der     Isomeren    zugesetzt wird.

   Die     entsprechen-          den        Aminsalze    der andern     Isomeren    bleiben in  der     1VIutterlauge    in Lösung. Die     Diäthanol-          amin-        imd        Morpholinsalze    des     Lactoflavin-5'-          monophosphorsäureesters    werden leicht durch  Behandlung mit einer geeigneten Säure in den  freien     LactofIavin-5'-monophospliorsäiireester     umgewandelt.  



  Während der Umsetzung der Mischung  der     Isomeren    des     Lactoflavin-monophosphor-          wäureesters    mit. den vorgenannten Aminen  bilden sieh entweder .die Mono- oder     Diamin-          sa.lze    oder Mischungen derselben,

   je nach  Menge des verwendeten     Amins.    Bei der       Titration    mit     Diäthanolamin    oder     Morpholin     zeigt die     potentiometrische        Titrationskurve     des     Lactoflavin-iuonophosphorsäiireesters    ein  scharfes Knie bei ungefähr     pH    4 in dem       Augenblick,    wo ein     Mol    des Amins pro     Mol    des       Lactoflavin-monophosphorsäureesters    addiert  worden ist.

   Wenn ein weiteres     Mol    Amin. zu  gesetzt wird, steigt das     pH    langsam auf etwa  7, wo ein     kaiun    wahrnehmbares Knie in der  Kurve zeigt, dass das zweite     1M1        Ainin    in dem       Di-salz    nur sehr schwach gebunden ist. Beim  Zusatz eines mit Wasser     mischbaren    Lösungs  mittels, z.

   B.     Äthanol,-        Isopropanol    oder Ace  ton, zur wässerigen Lösung der     Aminsalze,     fällt ein Salz aus, das je nach dem     p$,    an  dem die     Ausfällung    erfolgt, aus     @    dem     Mono-          oder        Diaminsalz,    oder einer Mischung der  selben, besteht.

   Bei einem     pH    von etwa 4 ist  das ausgefällte     Salz        praktisch    ausschliesslich  ein     Monoaminsalz,    während bei einem     pH    von  mindestens etwa 9 das ausgefällte Salz zur  Hauptsache ein     Diaminsalz    ist.

   Bei dazwi  schenliegenden     pn-Werten    werden Mischungen  der Mono- und     Diaminsalze    erhalten, wobei  allerdings bei     p,1    7 zur Hauptsache das Mono  aminsalz gewonnen     wird.    Unabhängig davon,  ob das Mono- oder das     Diaminsalz    oder     Mi-          schuuigen    derselben erhalten werden,

   erlaubt  die fraktionierte Kristallisation die Abtren  nung des entsprechenden     Aminsalzes    des ge  wünschten     5'-Isomeren    des     Lactoflavin-mono-          phosphorsäureesters.    Infolge ihrer Stabilität    werden indessen die     Monoaininsalze    bevor  zugt.  



       Gemäss    einer empfehlenswerten     Ausfüh-          rungsform    dieses Isolierverfahrens für den       5'-Isomeren    wird eine     wässerige        Lösung,    die  sowohl den     Lactoflavin-5'-monophosphorsäuire-          ester    und die andern     Isomeren    enthält, auf  ein     pg    von mindestens etwa 4 und mit Vor  teil innerhalb eines     pH-Iiitervalls    von etwa 4  bis 10 mittels     Diäthanolamin    oder     Morpholin     gebracht,     .worauf    die Lösung mit.

   einem mit.  Nasser mischbaren Lösungsmittel, z. B. Ätha  nol,     Isopropanol    oder Aceton, fraktioniert  kristallisiert wird, um die     entsprechenden     Salze des     Lactoflavin-5'-monophosphorsäure-          esters    zu gewinnen. Wie oben hervorgehoben,       werden    entweder die Mono- oder     Diaminsalze     oder Mischungen derselben erhalten, je nach  dem verwendeten     pii.     



  Die     Diäthanolamin-    und     Morpholinsalze     des     Lactoflavin    - 5' -     monophosphorsäureesters     können durch Behandlung mit einer geeigne  ten Säure in den freien     Lactoflavin-5'-mono-          phosphorsäureester    übergeführt werden. Da  bei ist zu beachten, dass bei     den-    Monosalzen  wenigstens ein Äquivalent der Säure und bei  den     Disalzen    wenigstens zwei Äquivalente ver  wendet werden.  



       Beispiel:     7,2g (0,4     Mol)    Wasser werden langsam,  unter gutem Schütteln und unter Kühlen auf  Zimmertemperatur, mit 61,3 g (0,4     Mol)          Phosphoroxyehlorid    langsam versetzt. Die Mi  schung     wird    gerührt, bis die Entwicklung von  Chlorwasserstoff beendet ist und während  ungefähr 16 Stunden stehengelassen. Dann       werden    unter Rühren 5,1 g (0,02     Mol)        1-D-1'-          R.ibitylamino    - 3,4 -     dimethy    1- Benzol     (R.ibity1-          xylidin)    zugegeben.

   Letzteres löst sich unter  Entwicklung von Chlorwasserstoff auf. Die  Lösung wird während 6 Stunden bei Zimmer  temperatur geschüttelt. Unter Kühlen werden  500     eins        wasserfreier    Äther zugefügt.     Ein    Öl  scheidet sich ab. Nach Verrühren mit. frischem       ,Äther        wird    es fest. Diese Substanz wird     niit     250     em3    Wasser gekocht, um Hydrolyse zum be  ständigen     lIonophosphorsäureester    zu bewir-           ken.    Die dadurch erhaltene wässerige Lösung  wird im Vakuum auf ein kleines Volumen ein  geengt, und mehrere Teile Aceton werden zuge  geben.

   Der     Monophosphorsäureester    des     1-D-1'-          ss,ibitylamino-3,4-dimethy        1-benzols    scheidet sich  als ölige Masse ab, die beim Stehen hart wird.  Es wird     abfiltriert,    mit Aceton und Äther ge  waschen und im Vakuum getrocknet. Die Ver  bindung ist sehr hygroskopisch und im Gegen  satz zum     Ribitylxylidin    selbst bei Zimmer  temperatur sehr wasserlöslich.

   Bei der     poten-          tiometrisehen        Titration    mit     Natr        iumhydroxyd     zeigt sie, nach dem Zusatz von zwei Äquivalen  ten Alkali, ein Knie bei ungefähr PH     9-          -Wird    für die Herstellung des     Lactoflavin-          monophosphorsäiireesters    der Monophosphor  säureester des     Ribitylxylidins    verwendet, so ist  es nicht notwendig, die Verbindung in fester  Form zu isolieren.

   Durch Wiederholen des       .Pliosphorylierungsprozesses    und Zugeben der       Phosphorylierungsreaktionslösung    in mehrere  Volumen Wasser (an Stelle von Äther) und  Neutralisieren der erhaltenen     Lösung    auf     Lin-          gefä.hr    PH 3 mit     Ätznatron    erhält man eine       wässerige    Lösung der Verbindung, die sich  zur Umwandlung in den     Lactoflavin-mono-          phosphorsäureester    eignet.  



  Der wässerigen Lösung des erhaltenen       Monophosphorsäureesters    des     Ribitylxylidins     wird eine gleichwertige Menge     Benzoldiazo-          niumchloridlösung,    die durch     Diazotieren    von  Anilin mittels     Natriumnitrit    in Gegenwart von  Salzsäure hergestellt     wurde,    zugegeben. Die  Temperatur wird zwischen 10 und 20  C ge  halten. In     tmgefähr    5 Minuten scheiden sich  rote Kristalle von     Monophosphorsäureester    des       1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-6    -     phenjazo-          benzols    ab.

   Durch gelegentlichen Zusatz von       Natriumacetat    wird das     pH    während ungefähr  6 Stunden auf ungefähr 3 gehalten. Die roten  Kristalle werden     abfiltriert    -und mit gesättig  ter     Natriumchloridlösung    gewaschen, bis sie  von anorganischen Phosphaten befreit sind;  hernach werden sie mit Luftgetrocknet.

   Diese  Mischung von     Natriumchlorid        und    von Mono  phosphorsäureester des     1-D-1'-Ribitylamino-          3,4-dimethyl-6-phenylazo-benzols    ist ohne wei  tere Reinigung zur     Umwandlung    in den         iVTonophosphorsäureester    des     Lactoflavins        ztt     gebrauchen. Der reine Monophosphorsäure  ester des     1-D-1'-Ribitylainino-3,4-dimethyl-6-          phenylazo-benzols    wird durch Extraktion der  Mischung mit     Butylalkohol,    Einengen auf ein  kleines Volumen und Fällen mit Äther, erhal  ten.

   Bei der     potentiometrischen        Titration    mit       Natriumhydroxyd    zeigt die     Titrationskurve     des so erhaltenen Produktes ein scharfes Knie  bei ungefähr     pH    9, d.     h.    nach Zugabe von 2     Mol.     Alkali.

      Ein reines     Bariumsalz    wird durch Sus  pension der     Natriumchlorid-l-D-1'-ribityl-          amino-3,4-        dimethyl-6-phenylazo    -Benzol - mono  phosphorsäureester-Mischung     in    Wasser, Ein  stellen des     pH    mit     Natriumhydroxyd    auf 9, um  die Auflösung zu bewirken, und Zugabe von       Bariumchloridlösung    erhalten.

   Das abgeschie  dene unlösliche     Bariumsalz    des     Monophosphor-          säureesters    wird     abfiltriert,    mit Wasser     chlo-          ridfrei,    dann mit Alkohol     und    Äther gewa  schen     und    getrocknet. Die Substanz enthält  5,53      /o    Phosphor.  



  3,0 g     Bariumsalz    des     Monophosphorsäure-          esters    des     1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-6-          phenylazo-benzols    werden in 50     cm3    Wasser  suspendiert. 5     cms        n-Schwefelsäure    werden  zugegeben, um den Ester zu befreien. 1,0 g       Palladiiuukohle-Katalysator    werden zugesetzt  und die Mischung bei 70  C unter einem Druck  von 35 Atmosphären während 2 Stunden  hydriert.

   Der Katalysator     und    das Barium  sulfat werden     abfiltriert.    Die erhaltene Lö  sung ist     nun    praktisch farblos, was die voll  ständige     Reduktion    des     Monophosphorsäure-          esters    von     1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dimethyl-          6-phenylazo-benzol    anzeigt.

   Die Lösung wird  mit     Natriumhydroxyd    alkalisch gemacht und  das gebildete Wasser und Anilin im     Valium          abdestilliert.    Nach Zusatz von     Alkohol    zum  Rückstand scheidet sich das     Natriumsalz    des       Monophosphorsäureesters    von     1-D-1'-Ribityl-          amino-3,4-dimethyl-6-amino-benzols    aus.  



  Die Suspension in     Alkohol    des     Natriuml-          salzes    des     Monophosphorsäilreesters    des     1-D-1'-          Ribitylamino        -3,4-dimethyl-6    -     amino    - Benzols  wird mit konzentrierter     Salzsäure    angesäuert           imd    unter     hückfluss    erhitzt. 2 g     Alloxantin     werden zugegeben und die Mischung     unter          Rückfla        ss    und Rühren während 5     Stunden     gekocht.

   Es entsteht die typische gelbe Farbe  und Fluoreszenz des     Lactoflavin-monophos-          phorsäureesters.    Die Lösung wird gekühlt, mit  Wasser versetzt     und    nicht umgesetztes     Allo-          xantin    durch Filtration entfernt. Der Ester  wird auf     Fullererde        adsorbiert    und gut. mit  Wasser gewaschen.

   Er wird mit     Natriiun-          hydroxyd        eluiert,    wobei eine von anorgani  schen Phosphaten völlig freie Lösung des Na  triumsalzes von     Lactoflavin    -     monophosphor-          säureester    entsteht.     Daraus    gewinnt man den  freien Ester durch Umsetzen mit Säure.  



  2,0 g der so erhaltenen     Lactoflavin-5'-          monophosphorsäureester    und andere     Lactofla-          vin-monophosphorsäureester    -     isomere    enthal  tenden     Mischung    werden in 20     cm3    Wasser       aufgeschlämmt        und    mit so viel     Diäthanolamin     versetzt, dass das     pg    auf 8,8 steigt und Auf  lösung erfolgt. Die Lösung wird von unge  löstem Material filtriert. Durch Zusatz einer       kleinen    Menge Essigsäure wird das p$ auf 4,8  gebracht. Man gibt 5 Volumen Äthanol zu.

    Der dadurch erzeugte Niederschlag wird ab  filtriert     und    in 10 Teilen Wasser durch Zu  satz von     Diäthanolamin    bei einem     pH    von 8,0  wieder gelöst. Die Lösung wird von ein wenig  ungelöstem Material     abfiltriert.    Das     p$    wird  durch Zusatz von Essigsäure auf 4,8 gebracht.  Beim Versetzen mit 5 Volumen Äthanol fällt  das     Monodiäthanolaminsalz    des     Lactoflavin-          monophosphorsäureesters    aus. Das Produkt  wird     abfiltriert,    mit Äthanol gewaschen     'und     getrocknet.

   Es besteht im wesentlichen aus rei  nem     Lactoflavin-5'-monophosphorsäureester-          monodiäthanolaminsalz.    Eine     Mischung    der       Monodiäthanolaminsalze    der andern     Isomeren     ist in der Mutterlauge enthalten und kann         daraus    durch Verdampfen im Vakuum iso  liert werden.  



  Das     Lactoflavin    -<B>5'-</B>     monophosphorsäure-          ester-monodiäthanolaminsalz        wird    als gut was  serlösliches gelbes Pulver erhalten,     welehes     2 Moleküle Kristallwasser enthält. Das     px    sei  ner wässerigen Lösung ist ungefähr 4 bis 5.  Die Verbindung wird beim Erhitzen dunkel  und schmilzt bei 201 bis 203  C unter Zer  setzung.  



  5 g des     Monodiäthanolaminsalzes    des     Laeto-          flavin    -     monophosphor        säureesters    werden in  7 5     cm3    Wasser gelöst und mit 7     eins    konzen  trierter Salzsäure versetzt.     Laetofla.vin-5'-          monophosphorsäureester    fällt aus und wird       abfiltriert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung des Lactoflav in- 5'-monophosphorsäureesters, dadurch gekenn zeichnet, dass 1-D-1'-Ribitylamino-3,4-dime- thyl-benzol mit einer Chlorphosphorsäure phosphoryliert, das Reaktionsprodukt zum monophosphorylier ten 1- D -1' - Ribitylamino- 3,4-dimethyl-benzol hydrolisiert,
    dieses mit einem Aryldiazoniumsalz zum phosphorylier- ten 1-D-1'-Ribitylamino-6-arylazo-3,4-dimethyl- benzol gekuppelt und dieses zum phospho- rylierten 1-D-1'-Ribitylamino-6-amino-3,4-di- methyl-benzol reduziert,
    das Reduktionspro dukt mit Alloxan zum phosphorylierten Lacto- flavin kondensiert und aus dem erhaltenen Isomeren-Gemisch das 5'-Isomere isoliert wird. UNTERANSPRUCH: . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reduktionspro dukt mit Alloxan, welches in situ aus der allo- xan-abgebenden Verbindung Alloxantin er halten wird, kondensiert.
CH299110D 1950-07-15 1951-06-15 Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters. CH299110A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US299110XA 1950-07-15 1950-07-15
US81150XA 1950-11-08 1950-11-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH299110A true CH299110A (de) 1954-05-31

Family

ID=26677807

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH299110D CH299110A (de) 1950-07-15 1951-06-15 Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH299110A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH646180A5 (de) Verfahren zur herstellung von n-phosphonomethyl-glycin.
DE1445506A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen alpha-Aminobenzylpenicillinen und neue antibakterielle Mittel
EP0417604B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Riboflavin-5&#39;-phosphat bzw. dessen Natriumsalz
CH642666A5 (de) Verfahren zur herstellung von phosphor-kohlenstoff-stickstoff-bindungen enthaltenden verbindungen.
DE2719303A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsaeureestern der ascorbinsaeure
EP0385378B1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Phosphorsäure aus wässrigen Lösungen von Thiaminphosphaten
DE1645986A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2&#39;,3&#39;-O-Alkylidenribonucleosid
DE3903715A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-phosphonomethylimino-diessigsaeure
CH299110A (de) Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.
DE1620522A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 5-substituierten Isoxazolidonverbindungen
DE884367C (de) Verfahren zur Herstellung von Lactoflavin-monophosphorsaeureestern
EP0021391B1 (de) Phosphonoameisensäurehydrazide, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Arzneimittel
CH299109A (de) Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.
CH299112A (de) Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.
WO2002076515A2 (de) Verfahren zur herstellung von 1-hydroxy-1, 1-diphosphonsäureverbindungen
CH299101A (de) Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.
CH299111A (de) Verfahren zur Herstellung eines Lactoflavin-monophosphorsäureesters.
DE1228238B (de) Verfahren zur Herstellung von als Schlafmittel verwendbaren halogenhaltigen primaeren Phosphorsaeureestern
WO2005005375A1 (de) Verfahren zur herstellung von 4-cyano-3-hydroxybuttersäureestern
DE4220852C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylphosphocholinen und Reinherstellung derselben
DE831549C (de) Verfahren zur Herstellung von Lactoflavinmonophosphorsaeureester
DE850297C (de) Verfahren zur Herstellung von Amidinsalzen
AT281005B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen o-Aroylaminoaryloxyessigsäuren
DE901173C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen von Diamidinbasen
DE2042320C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N,N&#39;-Bis-(3-hydroxypropyl)-athylendiaimn-(U)