CH304185A - Verfahren zur Herstellung einer Diammoniumverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Diammoniumverbindung.

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CH304185A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     Diammoniumverbindung.            Diainmoniumverbindungen    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0003     
    worin N (Am) niedrige     Dialkylaminoreste    oder       Alkvleniminoreste    mit 5 bis 6 Ringgliedern,  deren     Alkylenradikal    auch durch O oder S  unterbrochen sein kann, Alk niedrige     Alkyl-          reste,    X einwertige Anionen.

   insbesondere von       Halogenwasserstoffsäuren    oder     Alkylsehwefel-          sättren,    oder Normaläquivalente mehrwertiger  Anionen, und m und n zwei, oder höchstens  einer der drei Indizes 3 bedeuten, wobei je zwei  benachbarte, gleiche oder verschiedene     Hetero-          atome    nicht an das selbe     Kohlenstoffatom    ge-         bunden    sein dürfen, und die Verbindungen  auch     unsymmetrisch    gebaut, das heisst die bei  den     N(Am),    Alk, X oder die beiden Gruppen       C",H2",    auch voneinander verschieden sein kön  nen, sind bisher nicht bekanntgeworden.  



  Wie gefunden wurde, üben diese Verbin  dungen     pharmakologiscb    interessante Wirkun  gen aus.  



  Die neuen     Diammoniumverbindungen    wer  den durch Umsetzung von     ditertiären    Diami  nen der allgemeinen Formel         (Am)N-(C          @H2m)-S-(C@H2n)-s-(CH2m)-N()       mit 2     11Tol    von     Alky        lierungsmitteln    der allgemeinen Formel       Alk-X       wobei     N(Am),    m, n, Alk und X die oben  gegebene Bedeutung haben, hergestellt.

      Ferner können solche Verbindungen auch  durch     Umsetztmg    von Bis-     (halogenalkylmer-          eapto)-alkanen    der allgemeinen Formel         Halogen-(C.H2.)-S-(C"H.2")-S-(C.H2m    )-Halogen    mit zwei     1!2o1    von tertiären Aminen der allgemeinen Formel         (Am)N-Alk       hergestellt werden.

        Als tertiäre Diamine der oben gegebenen  allgemeinen Formel seien beispielsweise ge  nannt:       1,2-Bis-        (2'-dimethylamino-äthylmercapto)        -          äthan,          1,2-Bis-        (2'-diäthylamino-äthylmereapto)        -          äthan,          1,2-Bis-        (2'-dipropylamino-äthylmercapto)        -          äthan,          1,2-Bis-        (2'-dibutylamino-äthylmercapto)        -          äthan,

            1.,2-Bis-        (2'-piperidino-äthylmercapto)        -äthan,          1,2-Bis-        (2'-morpholino-äthylmercapto)        -äthan,          1,3-Bis-        (2'-dimethylamino-äthylmercapto)        -          propan,          1,3-Bis-        (2'-diäthjamino-äthylmercapto)-          propan,          1,3-Bis-        (2'-dibutylamino-äthylmercapto)-          propan,          1,

  3-Bis-        (2'-piperidino-äthylmercapto)        -propan,          1,2-Bis-        (2'-diäthylamino-äthvjmereapto)-          propan,          1-(3'-Dimethylamino-propylmercapto)-2-(2"-          diäthylamino-äthylmercapto)        -äthan,     1-     (3'-Diäthylamino-propylmercapto-2-        (2"-          diäthylamino-äthylmereapto)-äthan    und  1-     (2'-Piperidino-propylmercapto    )

  -2-     (2"-          dim        ethy        lamino-äthylmereapto)        -äthan.     Solche Verbindungen können z. B. nach       Price    und Roberts     J.        org.        Chem.    12,     264-268     (1947) durch     Umsetzung    von niedrigen     Di-          alkylaminen    oder     Alkylen-iminen    mit     1,2-          Bis-(2'-chlor-äthylmercapto)-äthan,    welches  seinerseits gemäss G.

   M.     Benett    und E. M.       Whincop,        J.        chem.        Soc.    119, 1862 (1921) aus       1,2-Bis-(2'-oxyäthyl-mercapto)-äthan    erhalten  wird, hergestellt werden.

   Sie lassen sich aber  auch unter Vermeidung der gefährlichen 2  Halogen-äthy     lmercaptoverbindungen    durch       Umsetzung    von     Tertiäramino-alkylhalogeniden     wie     2-Dimethylamino-,        2-(Methyläthylamino)-,          2-Diäthylamino-,        2-Dipropylamino-,        2-Dibutyl-          amino-,        2-Piperidino-,        2-Morpholino-,        2-Pyr-          rolidino-,        2-(2'-Methylpiperidino)-äthylchlorid,

            -äthylbromid    oder     -propylchlorid,        3-Diäthyl-          amino-,        2-Dibutylamino-propylbromid    und     1,2-          Äthan-dithiol,    1,2- oder     1,3-Propan-dithiol       oder deren Salzen, oder durch Umsetzung von       Tertiäramino-alkan-thiölen    oder deren Salzen  und     Dibalogenalkanen    herstellen. Entspre  chende Ausgangsprodukte für das letztere  Verfahren sind z.

   B.     DimethyIamino-äthyl-          mercaptan,        Diäthylamino-äthylmercaptan,        Pi-          peridino-äthylmercaptan,        2-1Iorpholino-propyl-          mercaptan,        3-Diäthylamino-propylmercaptan     bzw.

       1,2-Diehlor-    und     1,2-Dibromäthan    oder       -propan    und     1,3-Dibrom-propan,    welche, ge  gebenenfalls stufenweise, unter Berücksichti  gung der Bedingung, dass die Gesamtzahl  der     Kohlenstoffatome    zwischen den beiden  Stickstoffatomen höchstens 7 sein darf, mit  einander zur     Umsetzung    gebracht: werden kön  nen. Die     ditertiären    Diamine können mit     Al-          kylierimgsmitteln,    wie z.

   B.     Methy        lbromid,1Ze-          thyljodid,        Dimetlrylsulfat,        Äthylbromid,        Äthyl-          jodid,        Propylbromid,        Allylbromid    und     Butyl-          bromid,    umgesetzt werden. Die Reaktion wird,  nötigenfalls in geschlossenem Gefäss, in     An-          oder    Abwesenheit von Lösungsmitteln vorge  nommen. Sie vollzieht sich entweder von selbst  unter     Selbsterwärmung    oder durch gelindes  Erwärmen auf Temperaturen bis zu etwa 100 .  



  Da die pharmakologische Aktivität der er  findungsgemässen     diquartären        Diammonium-          salze    in erster Linie vom Kation abhängt,  kommt der Art des Anions im Rahmen dieser  Erfindung geringere Bedeutung zu.

   Zur  therapeutischen Verwendung sollen Salze sol  cher anorganischer oder organischer Säuren  verwendet werden, welche nicht starke     Eigen-          toxizität    aufweisen und dadurch pharmako  logische     Nebenwirkungen        verursachen.    Im       übrigen    richtet sich die Wahl des Anions nach  verschiedenen     Gesichtspunkten,    wie Preis der  Säure bzw.

   des     Alkvlierungsmittels,    Leichtig  keit der Umsetzung,     Krista.llisierbarkeit    (Rei  nigungsmöglichkeit) und Wasserlöslichkeit  der Produkte, wobei von Fall zu Fall die  geeignetste Lösung durch wenige orientie  rende Versuche     leieht    zu finden ist.     A1kyl-          jodide    addieren sich besonders leicht. an die  tertiären Basen und die Produkte sind oft       kristallisierbar    und doch gleichzeitig wasser  löslich; ähnliche Vorzüge besitzen die Bro  möde, welche ausserdem billiger sind.

   Salze      mit andern Anionen lassen sich ausser durch  Anlagerung von     Alkylchloriden,        Dialkylsul-          faten    und dergleichen auch durch doppelte  Umsetzung in an sich bekannter Weise aus den  durch direkte Anlagerung erhältlichen     quar-          tären    Salzen herstellen (z. B. Sulfate aus     Jo-          diden    und Silbersulfat;     Reineckate    aus den  Bromiden und     Ammoniumreineckat).     



  Die     diquartären    Salze sind annähernd  farblose, kristallisierende Verbindungen oder  seltener viskose gelbe Öle. Zur Kristallisation  eignen sich besonders organische Lösungsmittel  oder passende Gemische solcher, z. B. von  gut lösenden Mitteln wie Alkoholen mit  schlechter lösenden wie Aceton,     Butanon    oder  Essigester, oder wenig lösenden wie Äther oder  Benzol. In Wasser sind die     diquartären    Salze  im allgemeinen gut und mit praktisch neu  traler Reaktion löslich.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun ein  Verfahren zur Herstellung einer     Diammonium-          verbindung.    Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man auf 1     112o1        1,2-Bis-(2'-          diäthylamino-äthylmercapto)        -äthan    2     1M1          Äthyljodid    einwirken lässt.  



  Die erhaltene neue Verbindung, das     1,2-          Bis    - (2' -     triäthylammonium    -     äthylmercapto)-          ä.than-dijodid,    schmilzt bei etwa 220  unter  Zersetzung. Sie soll therapeutische Verwen  dung finden.  



  <I>Beispiel:</I>  18 Teile     1,2-Dibrom-äthan,    27 Teile     2-          Diäthylamino-äthylmereaptan    und 100     Vo-          lumteile        abs.        Toluol    werden bei 40 bis     50c\       unter     Rühren        portionsweise    mit 8,2 Teilen       Natriumamid,    welches in     abs.        Toluol    zu einer  feinen Suspension gemahlen wurde, versetzt.

    Man     rührt    weiter 2 Stunden bei 40 bis 50   und 2 Stunden unter Kochen am     Rückfluss.     Aus der kalten Reaktionsmischung rührt man  die Basen mit     2-N-Salzsäure    aus, wäscht die  salzsaure Lösung mit Äther und stellt sie dann  mit 30     %        iger    Natronlauge stark     alkalisch.    Das  ausgeschiedene<B>Öl</B> wird in Äther aufgenom  men. Nach Trocknen mit     Kaliumcarbonat    wird  der Äther     abdestilliert.        1,2-Bis-(2'-diäthyl-          amino-äthy1mercapto)-äthan    siedet bei 132 bis  133  unter 0,1 mm Druck.  



  5,84 Teile dieser Base in 30     Voltanteilen     trockenem Aceton werden mit 6,25 Teilen       Äthyljodid    versetzt und 14 Stunden in einem  Wasserbad von 50 bis 60  unter     Rückfluss    er  wärmt. Nach Abkühlen saugt man ab und  kristallisiert das     1,2-Bis-        (2'-triäthyl-ammo-          nium-äthylmercapto)-äthan-dijodid        gewünseh-          tenfalls    aus Methanol     -i-        Butanon    um. Es       schmilzt    unter Zersetzung bei etwa 220 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Diammo- niumverbindung, dadurch - gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol 1,2-Bis-(2'-diäthylamino- äthylmereapto)-äthan 2 Mol Äthyljodid ein wirken lässt. Die erhaltene neue Verbindung, das 1,2- Bis - (2' - triäthylammonium - äthylmercapto)- äthan-dijodid schmilzt bei etwa 220 unter Zersetzung.
CH304185D 1951-12-11 1951-12-11 Verfahren zur Herstellung einer Diammoniumverbindung. CH304185A (de)

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