CH304380A - Verfahren zum Oxydieren einer Ringverbindung mit einer oxydierbaren Seitenkette zu der entsprechenden Carbonsäure. - Google Patents

Verfahren zum Oxydieren einer Ringverbindung mit einer oxydierbaren Seitenkette zu der entsprechenden Carbonsäure.

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CH304380A
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Bofors Aktiebolaget
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Bofors Ab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/02Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof
    • C07C303/22Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof from sulfonic acids, by reactions not involving the formation of sulfo or halosulfonyl groups; from sulfonic halides by reactions not involving the formation of halosulfonyl groups

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Description


  



  Verfahren zum Oxydieren einer   Ringverbindung    mit einer oxydierbaren Seitenkette zu der entsprechenden Carbonsäure.



   Es hat sich gezeigt, dass man Ringverbindungen mit wenigstens einer oxydierbaren Seitenkette in der Weise zu den entsprechenden Carbonsäuren oxydieren kann, dass man die zu oxydierende Substanz zusammen mit Salpetersäure und allenfalls einem   zusätz-    lichen Oxydationsmittel in eine homogene Lö  sung    überführt und diese in geschlossenem Gefäss auf eine Temperatur von   120    bis   3000      0 C    erhitzt. In der Regel geht dabei die Oxydation praktisch momentan unter einer Druckerhö  hung    von 5 bis   50      kg/cm2    und einem Tem  peraturanstieg    vor sich.

   Die Reaktionsge  schwindigkeit,    das   Reaktionsgleichgewicht,    der   Druck-und    der Temperaturanstieg hangen unter anderem vom Verhältnis der Konzentration des Oxydationsmittels   zur Konzentra-    tion der zu oxydierenden Verbindung ab.



   Als Oxydationsmittel kann   zusätzlieh    zur Salpetersäure mindestens ein weiteres oxydierendes Agens benutzt werden, das in Wasser oder in Salpetersäure löslich ist, wie Luft, Sauerstoff, Nitrite, Nitrate oder   stickstoffhal-    tige Gase.   Aueh    können   Oxydations-Katalysa-    toren zugegeben werden, was die   Herabset-      zung    der Temperatur erlaubt. Das Verfahren lässt sieh auch ganz oder teilweise   kontinuier-    lieh durchfüh. ren.



   Das Oxydationsmittel wird vorzugsweise höchstens in der theoretisch erforderlichen   Menue    zugesetzt, in welchem Falle das Oxvdationsmittel in der Regel beim Oxydationsvorgang vollständig umgesetzt wird.



   Man kann u. a. auch von   Verbinclungen    ausgehen, die im   Ringmolekül    oder als   Sub-    situent tertiären Stickstoff enthalten. Die zu oxydierenden   Verbindvmgen    können als Substituenten zum Beispiel Halogen, Nitro-, Phenyl-, Phenylalkyl-,   Sulfonsäure-oder    Carbonsäuregruppen enthalten. Ganz allgemein lässt sich das Verfahren auf solehe Ringverbindungen mit wenigstens einer oxydier  baxen      Seitenliette    anwenden, die in einer mässigen Menge Wasser oder Salpetersäure   loslich    sind, zu welchem   Zweeke    die Verbin  dungenwenigstens    eine hydrophile Gruppe   auf-    weisen müssen.



   Falls die zu oxydierenden Substanzen Säuregruppen enthalten, kann es zweckmässig sein, in Gegenwart von Alkali-oder Erdalkaliverbindungen zu arbeiten. Verbindungen, wel  che    tertiären Stickstoff enthalten, können in Form von Salzen mit Säuren zugegeben werden. Der-Vorteil dieses Vorgehens ist u.   a.    der, dass die entstehenden Salze der Oxyda  tionsprodukte    in der Regel leicht von der   Mutterlosung    getrennt werden können.



   Die Oxydation wird vorzugsweise in ver   dünnter Salpetersäure vorgenommen. Zweck-    mässig beträgt die Konzentration der Salpetersäure in der homogenen Lösung 5 bis 20    /o    am besten annähernd   15"/o,    bezogen auf   Was-    ser + HNO3. Man kann die Salpetersäure zum Beispiel mit einer Konzentration von mehr als 25% einer Lösung der zu oxydierenden Verbindung zugeben, und zwar allenfalls kontinuierlich.



   Gegenstand des Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung von o-Sulfobenzoesäure, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass eine homogene Lösung, die   o-Toluolsul-      fonsäure und    als Oxydationsmittel mindestens Salpetersäure enthält, in einem   gescllossenen    Gefäss auf eine Temperatur von 120 bis   300     C erhitzt wird.



   Beispiel 1 :
In einem Druckgefäss   aus säurefestem    Stahl werden   300 Teile o-Toluolsulfonsäure    durch die stöchiometrische Menge von 30prozentiger Salpetersäure unter Erwärmung auf   145"C    oxydiert. Bei dieser Temperatur vollzieht sich die Reaktion innerhalb   weniger Mi-    nuten unter einem grossen Temperaturanstieg und einem maximale Druck von   40    kg/cm2. Die dabei entstehende   o-Sulfobenzoesäure    kann durch Druck vom Druckgefäss in eine homogene Wasserlösung übergeführt und von der Mutterflüssigkeit in guter Ausbeute als   Caiciumsalz    abgetrennt werden.



   Beispiel 2:
172 Teile o-T'oluolsulfonsäure, 110 Teile Kliumnitrat,   300 Teile    Wasser und 100 Teile 65prozentige Salpetersäure werden zu einer homogenen Lösung gemischt und in einem säurefesten   Druekgefäss    auf 160 C erwärmt.



  Bei dieser Temperatur findet eine rasche Oxydation der o-Toluolsulfonsäure zu   o-Sulfo-    benzoesäure statt. Das entstandene Kaliumsalz der   o-Sulfobenzoesäure    kann in einer Ausbeute von 80    /o    durch   Kühlung und Aus-    salzen von der   Mutterflüssigkeit    abgetrennt werden.



   Beispiel 3:    172    Teile o-Toluolsulfonäure, 85 Teile   Kaliumnitrat, 300    Teile Wasser und 160 Teile 65prozentige Salpetersäure werden in ein säurefestes Druckgefäss eingefüllt und d auf 145    C    erwärmt. Es kann ein rascher Druckanstieg beobachtet werden, da bei der Bildung von ; Sulfonat stickstoffhaltige Gase entstehen. Bei der genannten Temperatur verläuft die Oxydation schnell unter einem Temperaturanstieg und einem weiteren Anstieg des Druckes bis 45 kg/cm2. Das Kaliumsalz der   o-Sulfobenzoesäure    kann wie im Beispiel 2 isoliert werden.



   Beispiel 4 :
172 Teile   o-Toluolsulfonsäure,    50 Teile 65prozentige Salpetersäure und 300 Teile Wasser werden in einem säurefesten Druckgefäss gemischt, das mit einem Einlass für Gas versehen ist. Die Mischung wird auf   200       C er-    wärmt, worauf in die Mischung Sauerstoff bei einem Druck von   40      kg/cm2    eingeblasen wird. Man kann eine merkliche Aufnahme von Sauerstoff durch die Mischung feststellen.



  Aus der   Mutterflüssigkeit    lässt sich die o  Sulfobenzoesäure    mit Guter Ausbeute durch Neutralisation und Aussalzen mit Kaliumchlorid abtrennen.



   Die   kalium-un    Natriumsalze der   o Sulfo-    benzoesäure stellen weisse, in Wasser lösliche Pulver dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von o-Sulfo- benzoesäure, dadurch gekennzeichnet, dass eine homogene Lösung, die o-Toluolsulfon- säure und als Oxydationsmittel mindestens Salpetersäure enthält, in einem geschlossenen Gefäss auf eine Temperatur von 120 bis 300 C erhitzt wird.
    UNTEBANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation kon tinuierlich vorgenommen wird, wobei konti- nuierlich 25prozentige Salpetersäure zugeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Salpetersäure in der homogenen Lösung 5 bis 20%, bezogen auf Wasser + HNO3, beträgt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Salpetersäure in der homogenen Lösung wenigstens 15 /o, bezogen auf Wasser + HNO3, beträgt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass verdünnte Salpetersäure höchstens in der theoretisch erforderlichen Menge zugesetzt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, da iurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersaure noch mindestens ein weiteres oxydierendes Agens verwendet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersäure noch mindestens ein in Wasser lösliches oxydierendes Agens verwendet wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und tinteransprueh 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersäure noch mindestens ein in Salpetersäure lösliches oxydierendes Agens verwendet wird.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersäure Luft als oxydieren- des Agens verwendet wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersäure ISauerstoff als oxydierendes Agens verwendet wird.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersäure ein stickstoffhaltiges Gas als oxydierendes Agens verwendet wird.
    11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprueh 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser ! Salpetersäure ein Nitrit als oxydierendes Agens verwendet wird.
    12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Salpetersäure ein Nitrat als oxydierendes Agens verwendet wird.
    13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem mindestens ein Oxydations Katalysator zugegeben wird.
CH304380D 1950-06-12 1951-06-09 Verfahren zum Oxydieren einer Ringverbindung mit einer oxydierbaren Seitenkette zu der entsprechenden Carbonsäure. CH304380A (de)

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