CH324086A - Verfahren zur Herstellung von a-Dialkylamino-acetaniliden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von a-Dialkylamino-acetaniliden

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CH324086A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C237/00Carboxylic acid amides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by amino groups

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von a-Dialkylamino-acetaniliden
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von a-Dialkylamino-aeetaniliden der Formel :
EMI1.1     
   wo Ri    und   R    einen niederen Alkylrest mit   l-t    4 Kohlenstroffatomen und R3 und R ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkyl  rest mit 1-3    Kohlenstoffatomen bedeuten.



   Die Verbindungen vom oben genannten.



     Tu pus    sind bekannt und stellen   Lokalanästhe-    tica mit einer im Verhältnis zu ihrer   Wirk-    samkeit niedrigen Toxicität dar.



   Es wurde nun gefunden, da. man diese Verbindungen herstellen kann, indem man in   Phenylamin    der Formel
EMI1.2     
 wo   R3    und   RL    ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest mit 1-3   Kohlenstoff-    atomen bedeuten, mit einem   Alkylmagnesium-    halogenid zum entspreehenden Phenylaminmagnesiumhalogenid umsetzt, dass man die  ]   etztere    Verbindung mit einem   Dialkylamino       essigsä. ureester    der Formel
EMI1.3     
 wo   Ri    und R2 einen niederen Alkylrest mit   l-4 :

      Kohlenstoffatomen und X einen während der Reakt. ion abgespaltenen niederen Alkylrest bedeuten, umsetzt, und dass man das erhaltene Komplexsalz in ganz schwach saurem oder neutralem Medium zum   a-Dialkylamino-aeet-    anilid hydrolysiert.



   Das in drei Stufen verlaufende Verfahren lässt sich durch folgende   Reaktionsgleichun-    gen, wo   ein Athylmagnesiumhalogenid    verwendet wird, veranschaulichen : I. Stufe
EMI1.4     
   Il.    Stufe
EMI2.1     

  <SEP> R3\-R, <SEP> \
<tb>  <SEP> \ <SEP> Rl
<tb> 2Hal-Mg-NH- <SEP> -I-N-CH2 <SEP> COOX
<tb>  <SEP> T}
<tb>  <SEP> JKf4
<tb>  <SEP> R4 <SEP> R2
<tb>  <SEP> O-Mg-Hal
<tb>  <SEP> I/R4/
<tb>  <SEP> N-CH2-C <SEP> 4-I-Hal-Mg-0-X
<tb>  <SEP> /\ <SEP> R
<tb> N//-\\
<tb>  <SEP> nu
<tb>  <SEP> NH- <SEP> 
<tb> (Komplexsalz) <SEP> 1\/
<tb>  <SEP> Ri
<tb> 4
<tb>  III.

   Stufe
EMI2.2     

  <SEP> r <SEP> 3
<tb> Komplexsalz <SEP> + <SEP> H20 <SEP>  >  <SEP> \NCH2CONEt3 <SEP> +
<tb>  <SEP> R2 <SEP> R4
<tb>  <SEP> 4
<tb>  <SEP> Ra
<tb>  <SEP> + <SEP> NH243 <SEP> + <SEP> HalMgOH
<tb>  <SEP> R4
<tb> 
In den obigen Formeln haben   RI,    R2. R3, R4 und X die gleiche Bedeutung wie weiter oben beschrieben,   während Hal    ein Halogenatom bedeutet.



   Vorzugsweise verwendet man als Alkyl  magnesiumhalogenid    das   Äthylmagnesium-    bromid, und   als Dialkylaminoessigsäureester    einen   Dialkylaminoessigsäureäthylester.   



   Bei der   Herstellung von Acetaniliden aus    den   Magnesiumhalogenidverbindungen    von Anilin oder dessen im Benzolkern   alkylsubsti-      tuierten    Derivaten und einem Fettsäureester wurde die letzte Verfahrensstufe, das heisst die Hydrolyse der erhaltenen   Komplexverbin-    dung, üblicherweise mittels Säuren   durchge-    führt. Die Darstellung von a-Dialkylamino  acetaniliden    unter   Anwendung von Dialkvl-      aminofettsäureestern nach    der   Grignard-Me-      thode    war indessen bisher nicht gelungen, indem sieh nach der sauren Hydrolyse eine Abtrennung des Reaktionsproduktes als unmöglich erwies.



   Es war daher völlig   überrasehend,      dal3    naeh dieser   methode &alpha;-Dialkylamino-acet-    anilide bequem und in guter Ausbeute zugänglich sind, wenn man den Hydrolyseschritt entweder in neutralem Medium, wie Wasser, oder besonders   zweekmässig    in ganz sehwach sauren Medien, wie sie zum Beispiel die   Hydrolyseacidität    eines Ammoniumsalzes liefert, ausführt.



   Die Erfindung wird   dureh    die fogenden Beispiele näher erläutert : 
Beispiel 1
Diäthylamino-acet-2,6-dimethyl-anilid  (Lidocain)
Zu einer Lösung von   Äthylmagnesium-    bromid, hergestellt dureh Umsetzung von 38, 2 g Magnesiumspäne und 191 g Äthylbromid in 1100 em3 abs. Äther, werden bei   0     unter guter Aussenkühlung, 153 g vie.-meta  Xylidin zugetropft.    Unter lebhafter Gasentwicklung (Äthan) ist die Reaktion in kurzer Zeit beendet.

   Man lässt das erhaltene Reak   tionsprodukt (vic.-meta-Xylidin-magnesinm-      bromid) 1/2    Stunde bei Zimmertemperatur stehen, kühlt wieder auf 0  ab, und lässt, unter   Schiitteln,    eine Lösung von 160g    Diäthylaminoessigsäureäthylester in 400 cm3    abs. Äther rasch eintropfen. Schliesslich erhitzt man 1/2 Stunde am Rückflusskühler, um die Reaktion zu beendigen. Man kühlt wieder auf 0  ab und zersetzt das gebildete Komplexsalz unter gutem Schütteln und Zusatz von 500 cm3 Eiswasser, welches   2,    5 g Ammoniumehlorid enthält. Die   Athersehicht    wird abgetrennt und über Natriumsulfat t getrocknet.



     Ahan    dampft dann den Äther weg. Der   Rück-    stand, eine Mischung von   Lidoeain    und vic.  meta-Xylidin,    wird dann im Vakuum fraktioniert. Man erhält bei 5 mm Druck 2 Fraktionen : eine bei 90-95    (vie.-meta-Xylidin)    und die zweite bei 182-183  (Lidocain).



   Schmelzpunkt F =   68,      5-69 .   



   Ausbeute : bis 90% der Theorie.



   Beispiel 2    Dimethylamino-acet-anilid   
Diese Verbindung wird analog wie im Bei   spiel 1 aus 3, 8: g Magnesium, 19, 1 g Äthbyl-    bromid und 11, 7 g Anilin in 115 cm3 abs.



  Äther (Herstellung von Anilin-magnesiumbromid) und 13, 1   g      Dimethylaminoessigsäure-      äthylester    und   naehfolgende    Hydrolyse des erhaltenen   Komplexsalzes,    hergestellt. Aus  becte    : 83% ; F =   38 .   



   Beispiel 3
Dimethylamino-acet-2,6-dimethyl-anilid
Die Herstellung erfolgt analog wie im Beispiel   1    aus Xylidin-magnesium-bromid und   Dimethylaminoessigsäureäthylester    und nachfolgender Hydrolyse.



   Ausbeute : 87% ; F =   75,    5 .



      PATENTANSPRTJCH   
Verfahren zur Herstellung von   a-Dialkyl-    aminoacetaniliden der Formel :
EMI3.1     
 wo R. und   R    einen niederen Alkylrest mit   14    Kohlenstoffatomen und   R3    und R.

   ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest mit 1-3 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Phenylamin der Formel
EMI3.2     
 wo   R3    und   R    ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest mit 1-3   Kohlenstoff-    atomen bedeuten, mit einem   Alkylmagnesium-    halogenid zum entsprechenden   Phenylamin-    magnesiumhalogenid umsetzt, dass man die letztere Verbindung mit einem   Dialkylamino-    essigsäureester der Formel
EMI3.3     
 wo R1 und R2 einen niederen Alkylrest mit   lA Kohlenstoffatomen    und   X    einen während der Reaktion abgespaltenen niederen Alkylrest bedeuten, umsetzt,

   und dass man das erhaltene Komplexsalz in ganz schwach saurem oder neutralem Medium zum   a-Dialkllamino-acet-    anilid hydrolysiert.

Claims (1)

  1. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man vic.-meta- Xylidin mit einem Alkylmagnesiumhalogenid zum vic.-meta-Xylidinmagnesiumhalogenid umsetzt, dass man letztere Verbindung mit einem Diäthylaminoessigsäureester eines niederen aliphatischen Alkohols umsetzt, und dass man das erhaltene Komplexsalz in ganz schwach saurem oder neutralem Medium zum a-Diäthylamino-acet-2, 6-dimethyl-anilid hydro- lysiert.
    2. Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Athylmagnesiumbromid als Alkylmagnesiumhalogenid verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das vic.-meta-Xylidimmagnesium halogenid mit Diäthylaminoessigsäureäthy]- ester umsetzt.
    4. Verfahren naeh Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass man das erhaltene Komplexsalz in Gegenwart der wässrigen Lo- sung eines Ammoniumsalzes hydrolysiert.
CH324086D 1955-06-22 1955-06-22 Verfahren zur Herstellung von a-Dialkylamino-acetaniliden CH324086A (de)

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