CH326780A - Verfahren zur Herstellung des Monophosphates des Aneurin-orthophosphorsäureesters - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Monophosphates des Aneurin-orthophosphorsäureesters

Info

Publication number
CH326780A
CH326780A CH326780DA CH326780A CH 326780 A CH326780 A CH 326780A CH 326780D A CH326780D A CH 326780DA CH 326780 A CH326780 A CH 326780A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
orthophosphoric acid
aneurine
acid ester
monophosphate
water
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Zima
Georg Dr Goettmann
Original Assignee
Emanuel Merck Offene Handelsge
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emanuel Merck Offene Handelsge filed Critical Emanuel Merck Offene Handelsge
Publication of CH326780A publication Critical patent/CH326780A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/547Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom
    • C07F9/6536Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom having nitrogen and sulfur atoms with or without oxygen atoms, as the only ring hetero atoms
    • C07F9/6539Five-membered rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung des Monophosphates des     Aneurin.orthophosphorsäureesters            L.        Velluz    und Mitarbeiter (Bulletin de la       Societe        Chimiques    de France 1948; S. 876) er  hielten angeblich das Monophosphat des     Aneu-          rin-orthophosphorsäui?eesters    auf zwei Wegen.  Nach der     ersten.    Methode     wurde        Aneurin    mit  Phosphorsäure behandelt, die vorher bei 2000       entwässert    worden war. Isoliert wurde das       Esterphosphat    aus wässriger Lösung durch  Fällen mit Aceton.

   Die zweite Methode     ging     vom     Aneurintriphosphorsäureester    aus, der in  kochender wässriger Lösung nach 2 Stunden  zu 75     a/a    den monophosphorsauren     An.eurin.-          orthophosphorsäureester    ergab. Auch hier er  folgte die Aufarbeitung     wie    oben beschrieben.  In beiden Fällen kristallisierte die     Acetonfäl-          lung    erst nach längerem Stehen und führte  zu einem hygroskopischen Produkt mit einem  Schmelzpunkt von 228-2300 (im Block ge  messen).  



  Die     vorliegende    Erfindung betrifft ein       Verfahren    zur Herstellung des Monophospha  tes des     Aneurin-orthophosphorsäureeste,rs,    das  dadurch gekennzeichnet ist, dass man     Aneurin-          orthophosphorsäureester    oder ein anderes     Salz     als das     Orthophosphat    des     Aneurin-orthophos-          phorsäureesters    mit     mindestens    einer     äqui-          molekularen    Menge     Orthophosphorsäure    um  setzt.

   Das so gebildete Monophosphat kristal  lisiert .aus Wasser in farblosen Nadeln, die  nach dein Trocknen 1     Mol    Kristallwasser ent  halten, der Bruttoformel         C121,2008N4SP2    ' 1     H20     entsprechen und die in wässriger Lösung Ad  sorptionsmaxima bei 241 und 260     my    zeigen.  



  Es hat sich nämlich gezeigt, dass man zu  einem nichthygroskopischen Monophosphat  des     Aneurin-orthophosphorsäureesters    ge  langt, wenn man in der angegebenen Weise  arbeitet. Hierbei geht man von     Aneurin-ortho-          phospliorsäureester    (freie Base) aus,

   den man  mit     mindestens        einer        äquimolekularen    Menge       Orthophosphorsäure    umsetzt oder ein anderes  Salz als das Monophosphat des     Aneurin-ortho-          phosphorsäureesters        wird    durch doppelte Um  setzung oder eventuell durch     Anionenaus-          tausch    in das Monophosphat     übergeführt.    Das  so erhaltene Salz ist nicht hygroskopisch,

   was  für seine praktische     Verwendung    als Heilmit  tel mit     Aneurin-Wirkung    von     grosser    Bedeu  tung     ist;    es hat einen zwischen     194-I990    lie  genden Schmelzpunkt (im     Schwefelsäurebad     nach der üblichen Methode gemessen).  



  Der so     gewonnene        Monosphosphat    des       Aneurin-orthophosphorsäureesters    lässt sich  sehr gut aus Wasser     umkristallisieren.    Die       Kristallisation        beginnt    prompt beim Abkühlen  und ist rasch beendet. Reste des Monophos  phates kann man aus den Mutterlaugen durch  Einengen     odQr    durch Zusatz von Methanol  bzw. Aceton gewinnen. Die Substanz ist in  den üblichen organischen Lösungsmitteln un-      löslich. Aus Wasser erhält man sie in Form  schöner Nadeln, die man zweckmässig bei etwa  80  C und einem Vakuum von 10 bis 15 mm     Hg     trocknet.

   Hernach enthalten sie noch 1     Mol     Kristallwasser. Die Analysen stimmen dann  auf die     Formel          C12H2008N4SP2    -<B>1 H20</B>       (Molekulargewicht    460,36). Die     Ultraviolett-          Absorptionskurve    zeigt ein Maximum bei  241     mlc        und        ein    schwächeres bei 260     mu.     



  Gegenüber dem     salzsauren        Aneurin-ortho-          phosphorsäureester    hat das Monophosphat  einige Vorteile: der Geruch ist geringer, die       wässrigen    Lösungen haben ein     p$    von 3,8 und  liegen damit     gänstiger    als diejenigen des Chlo  rids, dessen     wässrige        Lösung    ein     pn    von 1,8  zeigt.

   Die     Lösungen    des     phosphorsailren     Esters sind bei den verschiedenen     Applika-          tionsarten        besser    verträglich als Lösungen des       salzsauren        Esters.     



  Das für die Beispiele als Ausgangsmate  rial benutzte salzsaure Salz des     Aneurin-ortho-          phosphorsäureesters    wurde von Lohmann und  Schuster (Biochemische Zeitschrift,     Bd.294,     <B>1937,</B> S.199) sowie von     Karrer        und        Viscontini          (Helvetica        chimica    Acta,     Bd.    29, 1, 1946,  S. 716) beschrieben. Die freie Base des     Aneu-          rin-orthophosphorsäureesters    lässt sich aus  ihren Salzen zum Beispiel durch Neutralisa  tion mit     galiumcarbonatlösung    herstellen.  



  <I>Beispiele</I>  1.     21,8g        Aneurin-orthophosphorsäureester-          chlorid-hydrochlorid    werden     unter    Eisküh  lung in 6     cm3    Wasser aasgeschlämmt und mit  etwa 35     em3    einer kalt gesättigten     Kalium-          earbonatlösung    bis zur beginnenden Gelbfär  bung versetzt. Die anfänglich     starke        Kohlen-          dioxydentwicklung    ist dann beendet, und die  klare Lösung hat ein     px    von 7.

   Durch Zugäbe  von 600     cm3    Methanol fällt das bei der Neu  tralisation gebildete     Kaliumehlorid    aus. Es  wird     abgesaugt    und das Filtrat sofort mit  8     cm3        85o/oiger        Orthophosphorµäure        versetzt.     Dabei scheidet sich das Monophosphat des       Aneurin-orthophosphorsäureesters    in farblosen         Nadeln    ab.

   Nach dem Absaugen     werden    sie  in Wasser gelöst, die Lösung bis zur     Trübung     mit Methanol versetzt, nochmals klar     filtriert     und aus der Mutterlange durch Kühlen und  allmählichen Zusatz von mehr     Methanol    das  phosphorsaure Salz abgeschieden. Die     Aus-          beute        beträgt        20,7        g        =        90        %        der        Theorie.     



  2. 10,9 g     Chlorid-Hydroehlorid    des     Aneu-          rin-orthophosphorsäureesters    werden in 50     ein,'     Wasser gelöst und dazu eine Suspension von       8;4    g Silberacetat     und    12 g     Orthophosphor-          säure;        (84o/oig)    in 75     em3    Wasser gegeben.  Nach einstündigem Rühren wird das abge  schiedene Silberchlorid     abfiltriert        und    aus  dem Filtrat     mit    Schwefelwasserstoff die letz  ten Spuren von Silber entfernt.

   Die klare  Lösung     hinterlässt    beim Einengen einen Sirup,  der in     wässrigem    Methanol gelöst     wird.    Beim       :Kühlen    und     Animpfen    kristallisiert das  Monophosphat des     Aneurin-orthophosphor-          säureesters        in@    farblosen     Nadeln    in einer Aus  beute von 80     07o    der Theorie aus.  



  3. Ein     Anionenaustauscher    wird mit     Ortho-          phosphorsäure    beladen und mit einer Lösung  von 350 g     Chlorid-Hydrochlorid    des     Aneurin-          orthophosphorsäureesters    beschickt. Nach dem  Auswaschen mit 10-12 Liter Wasser zeigt  der Ablauf keine     Thiochromreaktion    mehr.

    Das     Bluat        wird    im Vakuum eingedampft, wo  bei das Monophosphat des     Aneurin-orthophos-          phorsäure,esters        auskristallisiert.    Die Ausbeute       beträgt        290        g,        was        83        %        der        Theorie        ent-          spricht.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung des Monophos phates des Aneurin-orthophosphorsäureesters, dadurch gekennzeichnet, däss man Aneurin- orthophosphorsäureester oder ein anderes Salz als das Orthophosphat des Aneurin-orthophos- phorsäureesters mit mindestens einer äquimole- kularen Menge Orthophosphorsäure umsetzt. Das so gebildete Monophosphat kristallisiert aus Wasser in farblosen Nadeln,
    die nach dem Trocknen 1 Mol Kristallwasser enthalten, der Bruttoformel C12H2008N4SP2 - 1 H20 entspre chen und die in wässriger Lösung Adsorptions- maxima bei 241 und<B>260</B> mu zeigen. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion mit einem andern Salz als dem Orthophosphat des Aneurin-orthophosphorsäureesters in einem mit Orthophosphorsäure beladenen Anionen- austauscher durchführt.
CH326780D 1953-03-10 1954-03-09 Verfahren zur Herstellung des Monophosphates des Aneurin-orthophosphorsäureesters CH326780A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE326780X 1953-03-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH326780A true CH326780A (de) 1957-12-31

Family

ID=6184286

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH326780D CH326780A (de) 1953-03-10 1954-03-09 Verfahren zur Herstellung des Monophosphates des Aneurin-orthophosphorsäureesters

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH326780A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0050792A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphonohydroxyacetonitril
CH326780A (de) Verfahren zur Herstellung des Monophosphates des Aneurin-orthophosphorsäureesters
DE3903715A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-phosphonomethylimino-diessigsaeure
EP0413981A1 (de) Dinatriumsalz des Trimercapto-s-triazin-hexahydrats, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung
DE2430550C2 (de) Äthanol-Wasser-Solvate von Natriumhexametaphosphatkomplexen des &amp;alpha;-6-Desoxy-5-hydroxy-tetracyclin und ein Verfahren zu deren Herstellung
EP0184753B1 (de) Verfahren zur Herstellung von alpha-Aminoalkylphosphon- und von alpha-Aminoalkylphosphinsäuren
DE1085527B (de) Verfahren zur Herstellung des Tetrahydrats und von Salzen der Cocarboxylase
DE69015363T2 (de) Verfahren zur herstellung von methylenbisphosphonsäuren.
DE2302714C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Monocalcium-&amp;alpha;-D-glucose-1-phosphat
DE3102984A1 (de) Verfahren zur herstellung von cysteamin-s-substituierten verbindungen und deren derivaten
AT151948B (de) Verfahren zur Herstellung von handelsüblich reinen Alkali-Phosphaten.
DE704172C (de) Verfahren zur Darstellung eines Co-carboxylase-Konzentrats bzw. von reiner Co-carboxylase
CH407096A (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Diisothiocyanaten
DE715717C (de) Verfahren zur Herstellung des Dicalciumsalzes der natuerlichen Kreatinphosphorsaeure
DE901173C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen von Diamidinbasen
AT275053B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, basischen Additionssalzen von Ribonucleinsäure
DE1568127C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Hexose-1,6-bzw. Pentose-1,5-diphosphaten
DE1967027B2 (de) Bis-(3,5-dioxopiperazino)-alkanverbindungen und verfahren zur ihrer herstellung
DD144546A1 (de) Herstellung einwertiger kristalliner salze der acetylmono-und-oligophosphorsaeuren
DE713079C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide
DE1801305A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-2,3-dihydro-1-methyl-5-o-trifluormethylphenyl-1 H-1,4-benzodiazepin
DE1050745B (de) Verfahren zur Herstellung von phosphorylierten, organischen Hydroxysäuren oder Säurederivaten davon
CH189868A (de) Verfahren zur Herstellung einer beständigen organischen Ferroverbindung.
CH105137A (de) Verfahren zur Darstellung einer p-diäthylaminophenylphosphinigen Säure.
DE1001996B (de) Verfahren zur Herstellung von Pantethein-4&#39;-phosphat