CH328902A - Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonderivaten

Info

Publication number
CH328902A
CH328902A CH328902DA CH328902A CH 328902 A CH328902 A CH 328902A CH 328902D A CH328902D A CH 328902DA CH 328902 A CH328902 A CH 328902A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
weight
benzyl
pyrazolone
compound
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Dr Ehrhart
Walter Dr Kross
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Publication of CH328902A publication Critical patent/CH328902A/de

Links

Landscapes

  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Pyrazolonderivaten            5-Pyrazolone,    die in     1-Stellung    einen     Ben-          z-lrest    und in     4-Stellung    eine     Dialkylamino-          gruppe    tragen, sind bislang nicht bekannt  geworden.  



  Es wurde nun gefunden, dass man in die  Verbindung der Formel  
EMI0001.0010     
         is    in     4-Stellung    die Gruppe  
EMI0001.0013     
    einführen kann, wobei     R2    und     R3    für     Methyl-          oder        Äthylgruppen.    stehen, indem man die  Ausgangsverbindung in     4-Stellung        nitrosiert,     die     4-Nitrosogruppe    in die     Aminogruppe    über  führt, und diese mit Formaldehyd oder     Acet-          aldehyd    in Gegenwart von Reduktionsmitteln,

    wie katalytisch erregtem Wasserstoff, Amei  sensäure,     ZinkstaubAIineralsäure    oder     Zink-          staub/Essigsäure,        umsetzt.       Als Ausgangsstoff wird das     1-Benzyl-2,3-          dimethyl-pyrazolon-(5)    verwendet.  



  Man arbeitet nach dem Verfahren gemäss  der Erfindung in der Weise, dass man das  1     -Beilzyl-2,3-dimethyl-pyrazolon-(5)    in be  kannter Weise, z. B. unter Kühlung mit Na  trittmnitrit in schwefelsaurer Lösung, in 4  Stellung     nitrosiert.    Die     4-Nitrosoverbindung     lässt sich mit     Natriumbisulfit    zu     Sulfamin-          säure    reduzieren und durch Verkochen mit  einer Mineralsäure in das Amin überführen.  



  An Stelle des     Natriumbisulfits    können  auch andere gebräuchliche Reduktionsmittel,  wie Zinkstaub in     mineral-    oder essigsaurer  Lösung, wobei man bei mittleren Temperatu  ren, vorzugsweise bei 50 bis 60 C, arbeitet,  oder Wasserstoff in Gegenwart von Kataly  satoren der B. Gruppe des periodischen Sy  stems, Verwendung finden.  



  Die     4-Aminoverbinclung    lässt sich nach den  verschiedensten Methoden     alkylieren.    Durch  Kochen mit Formaldehyd und Ameisensäure  erhält man aus ihr beispielsweise die     Di-          methylaminoverbindung.    Die Ameisensäure  kann hierbei durch andere     Reduktionsmittel,     z. B.     Zinkstaub-Schwefelsäure,        Zinkstaub-Es-          sigsäure    oder Wasserstoff in Gegenwart von       Hydrierungskatalysatoren,    wie Nickel, Palla  dium, Platin, ersetzt werden. Ebenso kann       inan    an Stelle des Formaldehyds auch seine      Polymeren, z.

   B.     Paraformaldehy    d, einsetzen.       Verwendet    man an Stelle des Formaldehyds       Acetaldehyd,    so lässt sich die     Aminogruppe     auch durch     Äthylreste    substituieren.  



  Die Hydrierung mit Wasserstoff kann man  so vornehmen, dass man die     4-Nitrosoverbin-          dung    in Methylalkohol löst und nach Zugabe  des Katalysators mit Wasserstoff unter Druck,  vorteilhaft zwischen 50 und 100     atm,    und bei  mässig erhöhten Temperaturen,     vorzugsweise          zwischen    25 und 30  C, bis zur Beendigung  der Wasserstoffaufnahme behandelt.

   Anschlie  ssend hydriert man nach Zugabe von     30o/oiger     wässriger     Formaldehydlösung    bei höheren  Temperaturen, vorzugsweise bei 100  C, weiter  bis     zur        Beendigung    der     Wasserstoffaufnahme.     Man kann jedoch die Hydrierung auch so  durchführen, dass man die     Forznaldehydlösung     sofort zusetzt, die Temperatur bis     zur    Beendi  gung der Wasserstoffaufnahme zunächst bei  etwa 25 bis 30  C hält und anschliessend bei  etwa 1000 C zu Ende     hydriert.     



  Für die Durchführung des     Verfahrens    hat  sich herausgestellt, dass es häufig unnötig ist,  die     Aminov        erbindung    zu isolieren. Vielmehr  kann man direkt von der     4-Nitroso-Verbin-          dung    ausgehen, die man in den meisten Fäl  len ebenfalls nicht aus dem Reaktionsgemisch  abzutrennen braucht.  



  Die nach dem angegebenen Verfahren her  gestellten Produkte zeichnen sich besonders  durch gute     antipyretische        und        analgetische          Wirkung    aus. So zeigt beispielsweise das     1-          Benzy    1- 2,3 -     dimethyl-4-dimethylamino-pyra.zo-          lon-(5)    eine bedeutend stärkere     analgetische     Wirkung als das     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-di-          methylamino-pyrazolon-(5)    und ist leichter  wasserlöslich.

      <I>Beispiel 1</I>  202 Gewichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimethyl-          pyrazolon-(5)    werden fein     gepulvert    und mit  500     Voltanteilen    Wasser versetzt. Unter Küh  lung durch Eis lässt man bei 0-50 C Innen  temperatur gleichzeitig 550     Volumteile        2n-          Schwefelsäure        und    500     Volumteile        2ti-Na-          triumnitrit-Lösung    zufliessen.

   Hierbei schei  det sieh die grüne     4-Nitrosoverbindumg    aus,    die     abgesaugt.    und mit den üblichen Reduk  tionsmitteln wie     l@Tatriumliydrosulfit,    Zink  staub in mineralsaurer oder essigsaurer Lö  sung, oder Wasserstoff in Gegenwart von  Katalysatoren der Edelmetall- oder Nickel  gruppe in die     4-Aminov        erbindung    übergeführt  wird, welche nach Umkristallisation aus Ben  zol oder     Äthylaeetat    bei 54  C schmilzt.

   Sie ist  leicht. löslich in     _VVasser,    mit     Benzaldehyd     erhält man aus ihr eine     Benzyliden-Verbin-          dung        vom    Schmelzpunkt 158  C.  



  22 Gewichtsteile des so erhaltenen     1-Ben-          zyl-2,3-dimethyl-4-amino-pyrazolon-(5)    wer  den in<B>1.00</B>     Volumteilen    Wasser mit 25     CTe-          wiclitsteilen        85o/oiger    Ameisensäure und 25  Gewichtsteilen 30     o/aigem,        wässrigem    Formalde  hyd 1.0 Stunden lang     gekoelit.    Nach dem Er  kalten versetzt man mit überschüssiger kon  zentrierter     Natronlauge    und     schüttelt    mehr  mals mit Benzol aus.

   Nach dem Trocknen  und     Abdestillieren    des Benzols erhält man  22 Gewichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-dime-          thyjamino-pyrazolon-(5),    das nach dem Um  kristallisieren aus     Cj'elohexan    oder     Äthylace-          tat    bei 75  C schmilzt. Statt durch     Umkristal-          lisieren    kann man die erhaltene Verbindung  auch durch Vakuumdestillation reinigen. Sie  siedet bei 0,8     mm    Druck bei     173-174     C.  



  Zu derselben Verbindung gelangt man,  wenn man das     1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-amino-          pyrazolon-(5)    in schwefelsaurer oder essig  saurer Lösung bei 50-60  C mit     Zinkstaub          unter    gleichzeitigem Zufügen von Formalde  hyd oder     Paraformaldehyd    behandelt, oder  wenn man es in Gegenwart von Formaldehyd  oder     Paraformaldehyd    katalytisch mit Edel  metallkatalysatoren bei geringem     überdruck     oder mit Nickelkatalysatoren unter erhöhtem  Druck hydriert.  



       Beispiel        N     202 Gewichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimethl-          py        razolon-(5)        werden,    wie in Beispiel 1 be  schrieben,     nitrosiert.    Ohne die     Nitrosov        erbin-          dung    zu isolieren, versetzt man mit 800 Ge  wichtsteilen     38o/oiger        Natriumbisulfitlösung     und 100 Gewichtsteilen konzentrierter Na  tronlauge, gibt nach     erfolgter        Reduktion         500 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure  hinzu,

   kocht 3 Stunden lang und führt danach  die     Methylierung    durch Zugabe von Form  aldehyd und Zinkstaub durch. Nach Neutrali  sation mit konzentrierter Natronlauge und       Ausrühren    mit     Benzol    erhält man 200 Ge  wichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-dimethyl-          amino-pyrazolon-(5),    das durch     Umkristalli-          sieren    oder Vakuumdestillation gemäss Bei  spiel 1 gereinigt werden kann.

           Beispiel   <I>3</I>  202 Gewichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimetKyl-          pyrazolon-(5)    werden, wie in Beispiel 1 be  schrieben,     nitrosiert,    mit     Bisulfit        reduziert     und anschliessend nach Zugabe von konzen  trierter Schwefelsäure 3 Stunden lang ge  kocht. Hierauf neutralisiert man mit Natron  lauge, versetzt mit 270 Gewichtsteilen     85pro-          zentiger    Ameisensäure und<B>195</B> Gewichtstei  len     4019/oigem        wässrigem        Formaldehyd    und  kocht 10 Stunden lang.

   Nach Beendigung des  Kocheis kühlt man ab, versetzt mit überschüs  siger konzentrierter Natronlauge und arbeitet  weiter wie in Beispiel 2 auf. Man erhält 200       Gewiehtsteile        1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-dime-          thylamino-pyrazolon-    (5).

           Beispiel   <I>4</I>  23 Gewichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-ni-          troso-pyrazolon-(5)    (Zersetzungspunkt 132  C),  erhalten nach der in Beispiel 1 angegebenen       Voi@sehrift,    werden mit.

   200     Volumteilen    Me  thanol, 25     Gewiehtsteilen        wässrigem,        30o/aigem     Formaldehyd und einem Gewichtsteil     Palla-          dium-Mohr    mit Wasserstoff bei geringem       t'berdruck    bis zur Beendigung der Wasser  stoffaufnahme     hydriert.    Nach     Abtrennen    vom  Katalysator und     Abdestillieren    des Lösungs  mittels erhält man in nahezu quantitativer  Ausbeute das     1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-dime-          thyl-amino-pyrazolon-(5),

      das durch     Umkri-          stallisieren    weiter gereinigt werden kann.    <I>Beispiel 5</I>  23 Gewichtsteile     l.-Benzyl-2,3-dimethyl-4-          iiitroso-pyrazolon-(5),    erhalten nach der in    Beispiel 1 angegebenen Vorschrift, werden  mit 250     Volumteilen    Methanol und 2,5 Ge  wichtsteilen     Raney-Nickel    unter 50-100     atm     Wasserstoffdruck bei 25-30 C bis zur Be  endigung der Wasserstoffaufnahme behandelt.

    Danach gibt. man 25 Gewichtsteile 30     o/oigen,          wässrigen    Formaldehyd hinzu und     hydriert     weiter bei 100  C bis zur Beendigung der       Wasserstoffaufnahme.    Nach Aufarbeitung ge  mäss Beispiel 4 erhält man das     1-Benzyl-2,3-          dimethyl-4-dimethylamino-pyrazolon-(5)    in  nahezu quantitativer Ausbeute. .  



  Man kann die Hydrierung auch so durch  führen, dass man den Formaldehyd sofort zu  setzt, zunächst bei Temperaturen von 25 bis  30  C bis zur Beendigung der Wasserstoffauf  nahme arbeitet und danach bei 100  C zu  Ende     hydriert.     



  <I>Beispiel 6</I>  22 Gewichtsteile     1-Benzyl-2,3-dimethyl-4-          amino-pyrazolon-(5),    erhalten nach der in  Beispiel 1 angegebenen Vorschrift, werden in  150     Volumteilen    Wasser gelöst, mit 30 Ge  wichtsteilen     konzentrierter    Schwefelsäure ver  setzt und bei 50-60  C mit 50     Gewichtsteilen     Zinkstaub unter     Zutropfen    von 15 Gewichts  teilen     Acetaldehyd    behandelt.

   Nach Aufarbei  tung durch Neutralisieren und     Ausschütteln     mit Benzol erhält man das     1-Benzyl-2,3-di-          methyl    - 4 -     diäthylamino    -     pyrazolon    - (5), das  durch Destillation im Vakuum und     Umkristal-          lisieren    aus     Äthylacetat    gereinigt werden  kann. Es siedet bei 2 mm Druck bei 188 bis  190  C und schmilzt bei 74  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Pyrazolon- abkömmlingen, dadurch gekennzeichnet, dass man in die Verbindung der Formel EMI0003.0069 in 4-Stellung die Gruppe EMI0004.0003 einführt, wobei R2 und R.3 für Methyl- oder Äthylgruppen stehen, indem man die Aus gangsverbindung in 4-Stellung nitrosiert,
    die 4-Nitrosogruppe in die Aminogruppe über führt und diese mit Formaldehyd oder Acet- aldehyd iii-Gegenwart von Reduktionsmitteln umsetzt. UNTERANSPRÜCHE l.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Verfah ren ohne Isolierung der 4-Nitrosoverbindun- gen durchführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Verfah ren ohne Isolierung des Amins durchführt.
CH328902D 1953-07-06 1954-07-03 Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonderivaten CH328902A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE328902X 1953-07-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH328902A true CH328902A (de) 1958-03-31

Family

ID=6186491

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH328902D CH328902A (de) 1953-07-06 1954-07-03 Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonderivaten

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH328902A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1966195C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Alkyl-2-aminomethylpyrrolidinen
DE1129153B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡-Cyan-ª‰-Alkyl-ª‰-phenylacrylsaeureestern
CH328902A (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonderivaten
DE945449C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-cyclohexyl-6-methyl-aminomethylphenol
DE3146471C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(3,5-Dimethoxy-4-hydroxyphenyl)-2-(N-methylamino)-ethanol-hydrochlorid
AT228779B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen araliphatischen Aminen und deren Salzen
DE897103C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Diphenylacetyl-1, 3-indandion und seinen ungiftigen Metallsalzen
DE962255C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Aminen
DE897406C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonverbindungen
DE1270560B (de) Verfahren zur Herstellung alpha-alkylsubstituierter organischer Carbonylverbindungen
DE2207111C2 (de) 9-(3-Oxo-1-propenyl)-9,10-dihydro-9,10-äthano-anthracen-Verbindungen
DE959097C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Diarylacetonitrilen
DE565799C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Pheny1-3-methy1-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolonen
AT230882B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Aminochrysen
DE1057093B (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoguanidinen
AT200581B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Guanidinverbindungen
DE823453C (de) Verfahren zur Herstellung von Schiff&#39;schen Basen des 2, 5-Diasmino-1, 3, 4-thiodiazols
AT206439B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, racemischen oder optisch aktiven Piperidyl-(2)-arylmethanoläthern
DE1028125B (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Pyrazolonabkoemmlingen
CH335494A (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonderivaten
DE1003209B (de) Verfahren zur Herstellung spasmolytisch wirksamer basischer Carbinole
CH443267A (de) Verfahren zur Herstellung von kreislaufwirksamen Propenylaminen und Propylaminen
CH299531A (de) Verfahren zur Herstellung eines Piperidions.
DE1024077B (de) Verfahren zur Herstellung von Bis- (1-aminocyclohexylmethyl)-aminen
CH310648A (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Butylamino-salicylsäure.