CH329194A - Verfahren zur Herstellung von 11-Oxy-steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 11-Oxy-steroiden

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CH329194A
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Charles Murray Herbert
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Harold Peterson Durey
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Upjohn Co
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     11-Oxy-steroiden       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     11-Oxy-steroiden     durch Oxydation von Steroiden, die in     11-Stel-          lung    eine     Methylengruppe    enthalten.  



  Dieses Verfahren besteht darin, dass man  diese Steroide einer biochemischen Oxydation  unter     aeroben    Bedingungen mittels Enzymen  unterwirft, die von Pilzarten der Ordnung       Mucorales    erzeugt werden. Hierbei können  die Ausgangssteroide der Einwirkung eines  lebenden Stammes solcher Pilzarten oder der  Einwirkung oxydierender Enzyme, welche aus  diesen Pilzarten erhalten werden können,  unterworfen werden.  



  Es ist bereits bekannt, Sauerstoff in die       11-Stellung    eines     Steroides    einzuführen,  jedoch wurde dies nur durch technisch hoch  entwickelte organische Synthesen mit vielen       Zwischenstufen    erreicht. Demzufolge war die       Gesamtausbeute    von in der     11-Stellung    oxy  dierten     Steroiden    viel zu klein und die Un  kosten einer solchen Erzeugung waren ausser  ordentlich gross, wenn nicht vollkommen un  tragbar.

   Dies stellte ein unüberwindliches  Hindernis für die Bestrebung der pharma  zeutischen Chemiker dar, gewisse in der     11-          Stellung    oxydierte Steroide einem grösseren  Kreis von Personen, welche an bestimmten  Krankheiten leiden, zur Verfügung zu stellen,  da diese Krankheiten nur von gewissen, in  der     11-Stellung    oxydierten Steroiden günstig  beeinflusst werden können, deren hohe Her-         stellungskosten    jedoch und die unzulängliche  Versorgung des Marktes eine allgemeine Ver  breitung dieser Heilmittel verhinderten.

   Unter  den Medikamenten, welche aus in der     11-Stel-          lung    oxydierten     Steroiden    bestehen, seinen       Corticosteron,        11-Dehydro-corticosteron,    11  Dehydro-17-Oxy-corticosteron     (Compound    E,       Cortison)    und     17-Oxy-corticosteron        (Com-          pound    F) erwähnt.

   Es ist daher von grösster  Wichtigkeit, eine     zufriedenstellendere    Methode  zu finden, um Steroide herzustellen, welche  in der     11-Stellung    eine     Hydroxyl-(Oxy-)gruppe     (-OH) enthalten, wie sie in vielen wert  vollen Steroiden vorkommt und ausserdem  leicht durch bekannte     Oxydationsverfahren     in eine     Ketogruppe    umwandelbar ist. Bisher  konnte diesbezüglich trotz grösstem Aufwand  an Mitteln und Zeit kein nennenswerter Er  folg verzeichnet werden.  



  Die Erfindung ermöglicht nun auch die  Herstellung solcher     Steroide,    welche zumin  dest in der     11-Stellung    des     Steroidringsystems     eine     Hydroxylgruppe    enthalten, in guter Aus  beute. Die Oxydation der Steroide zumindest  in der     11-Stellung    kann vor allem durch Pilze  der Familie     Mucoraceae,    welche der Ordnung       Mucorales    angehört, insbesondere der Gat  tung     Rhizopus    oder durch sie erzeugte oxy  dierende Enzyme stattfinden.

   Ausserdem er  möglicht das erfindungsgemässe Verfahren,  Verbindungen herzustellen, welche     durch    kein  anderes     Verfahren    erzeugt werden können      und daher von sehr grossem Wert für die Her  stellung von in     11-Stellung    oxydierte Steroide  enthaltenden Heilmitteln sind.  



  Es     -wurde    festgestellt, dass die genannten       Ausgangssteroide,    welche das     Cyclopentano-          poly        hy        drophenanthren-Ringsystem    enthalten,  insbesondere 10,13 -     Dimethyl    -     cyclopentano-          polyhydrophenanthren,    leicht und mit hoher  Ausbeute in die entsprechenden     11-Oxy-          Steroide    umgewandelt werden können, indem  das     Steroid    der Einwirkung eines Pilzes der  Ordnung     Mucorales,

      oder der von diesen Pil  zen     inner-    oder     ausserzellular    gebildeten oxy  dierenden     Enzymen    unterworfen wird. Dieses  Verfahren bietet eine wirksame,     wirtschaft-          liehe    und kommerziell zufriedenstellende Mög  lichkeit zur Einführung der OH-Gruppe in  die     11-Stellung    eines     Steroids    der genannten  Art.

   Dadurch ist eine neue und einfache     Her-          stellungsmöglichkeit    von in     11-Stellung    eine       Hydroxylgruppe    enthaltenden     Steroidheil-          mitteln    gegeben, welche, wie bereits erwähnt,  für die Chemie, Pharmazie und Medizin, ins  besondere für solche Patienten, die an physio  logischen Veränderungen leiden, welche     aus-          sehliesslich    durch derartige Heilmittel günstig  beeinflusst werden können, von grösster Wich  tigkeit ist.  



  In vereinzelten Fällen können auch andere  Stellungen des Steroidmoleküls durch die     Ein-          wirkLing    der Pilze oder deren     Enzyme    Ver  änderungen erfahren, jedoch sind solche Um  Wandlungen nicht immer als unerwünscht zu  betrachten, da die Einführung von Sauer  stoff     in    andere Stellungen des Steroidmoleküls  wertvolle therapeutische Stoffe oder Zwischen  produkte ergeben kann, z. B. solche, welche  eine     Hydroxylgruppe    in     17-Stellung    besitzen.

    Im Falle, dass die Einführung solcher zusätz  licher Gruppen nicht erwünscht ist, können  dieselben nach bekannten Methoden leicht  wieder entfernt werden.     Hydroxylgruppen,     welche im Steroidmolekül, das in der     11-Stel-          lung    oxydiert werden soll, schon vorhanden  sind, können, im Falle, dass es wünschenswert  ist,     ausserordentlich    hohe Ausbeuten von in  der     11-Stellung    oxydierten Steroiden anzu  streben, durch Umwandlungen, wie, z.

   B. mit-         tels    Verestern,     Veräthern,        Halogenierung    oder  dergleichen vor den verschiedenen Einwirkun  gen, inbegriffen die     Wirlulng    der oxydieren  den Pilze oder deren oxydierende Enzyme,  geschützt werden, wobei die erhaltenen Grup  pen sich in     Hydroxylgruppen    zurückverwan  deln lassen müssen. Eine solche     Vorbehand-          lung    ist aber nicht Vorbedingung, um Sauer  stoff in die     11-Stellung    von Steroiden mittels  des erfindungsgemässen Verfahrens     einführen     zu können.  



  Die Steroide, auf welche das erfindungs  gemässe Verfahren anwendbar ist, werden  durch die Art oder Anzahl der in ihrem Mole  kül anwesenden     Substituenten    nicht einge  schränkt. Für die Herstellung von     11-Oxy-          Steroiden    ist die Anwendbarkeit der Steroide  lediglich durch das Vorhandensein einer     Me-          thylengruppe    in     11-Stellung    bestimmt.

   Der       Grundkörper    kann     Substituenten    oder Kom  binationen von     Substituenten    in der 1-, 2-, 3-,  4-, 5-, 6-, 7-, 8-, 9-, 10-, 11-, 12-, 13-, 14-, 15-,  16- und     17-Stellung    haben, insbesondere       7.0,13-Dimethylgruppen,    3,7- oder     12-Keto-,          Hydroxyl-    oder     Acyloxygriippen.    Es können       Seitenketten    in     17-Stellung    vorhanden sein,  wovon die Progesteron- und     Corticosteron-          (Ketol-)Seitenketten    besonders erwähnt wer  den sollen.

   In der     17-Stellung    kann auch eine       Ketogruppe    vorhanden sein, oder es kann sich  eine     Hydroxylgruppe    oder     dergl.    dort befin  den. Ausserdem können Doppelbindungen an  der 4-, 5-, 6-, 7-, 8-, 16(17)- und andern Stel  lungen (ausser den 9(11)- und     11(12)-Stellun-          gen)    sowie Kombinationen von Doppelbindun  gen im Ringsystem     vorkommen.    Auch Doppel  bindungen, welche durch Anlagerung von  Halogenen oder     Halogenwasserstoffen        abge-          sättigt        wurden,    können vorhanden sein.

   Ebenso  können Additionsprodukte von     dienophilen     Verbindungen, wie etwa     Maleinsäure,        Malein-          säureanhydrid    oder     Maleinsäureester    mit  Steroiden, welche eine konjugierte Doppelbin  dung, z. B. an     5,7-Stellungen,    besitzen, gebil  det werden. Das Ringsystem kann auch andere       Substituenten    oder Kombinationen von     Sub-          stituenten    mit     Doppelbindungen    usw. enthal  ten, welche zu zahlreich sind, um gesondert      erwähnt werden zu können und wovon viele  bereits in der Steroidchemie     bekannt    sind.

    



  Als Vertreter der Steroide, welche mittels  dieses Verfahrens oxydiert werden können,  seien z. B. folgende genannt: Progesteron,       17-Oxy-progesteron,        Pregnenolon,        Acyloxy-          pregnenolone    wie etwa     Pregnenolonacetat,          1.1-Desoxy-corticosteron,    11-     Desoxy-17    -     oxy-          corticosteron    und     Acyloxyderivate    davon, wie  etwa     Acetoxyderivate,        21-Oxy-pregnenolon     und     21-Acyl-,    z.

   B.     Acylester    davon     17,21-          Dioxy-pregnenolon    und dessen     17,21-Diacyl-          oxyderivate,    z. B. das     Diaeetoxyderivat,          Androstendion,        Androstan-17-ol,        5-Androsten-          3-ol-17-on    und -     3-Acyl-,    z.

   B.     Acetylester     davon,     5-Androsten-3-ol-17-on    und     3-Acyl-,          Acetylester    davon;     Ergosterin,        Stigmasterin,          Stigmastanol    und     3-Acy    1-, z.

   B:     3-Acetylester     davon;     Ergostenon,        Stigmastenon,        Stigmasta-          non,        Cholestenon,        Cholsäure,        Desoxychol-          säure,        Lithocholsäure,        Cholansäure,        Noreholan-          säure,        Bisnorcholansäure,        Cholensäure,        Nor-          eholensäure,

          Bisnorcholensäure    und die     3-Oxy-,          3-Keto-,        3,7-Dioxy-,        3,7-Diketo-,        3,7,12-Trioxy-,          3,7,12-Triketo-Verbindungen,    Ester,     Thiolester     und andere Derivate der vorher erwähnten  Säuren und dergleichen.  



  Unter den zahlreichen Familien der Ord  nung     Mucorales,    wie sie in dem Werk      Mor-          phology        and        Taxonomy    of     Fungi     von     Bessy,     erschienen bei     The        Blachiston        Company        in     Philadelphia im Jänner 1952 im 7.

   Kapitel  beschrieben ist, können die Gattungen der  Familie     Mucoraceae    für die biochemische  Oxydation am besten verwendet werden und  von diesen wieder können die     Rhizopus-    und       Mucorgattungen    am besten gebraucht werden.  Von den Arten dieser Gattungen seien z. B.

    folgende erwähnt: die     Rhizopusarten        micro-          sporus,        circinans,        oligosporus,        arrhizus,        cohnii,          cryzae    und     nigricans,    und synonyme Arten,  welche mit den genannten Arten trotz anderer  Benennung     tatsächlich    identisch sind und die  typischen     Mucorarten        mucedo,        griseocyanus,          hiemalis,

          hiemalis        var.        albus,        rouxi,        adven-          titius,        christianiensis,        circinelloides,        dubius,          genevensis,        javanicus,        microsporus,        parasiticus     und dgl.

   Während Arten der -Gattungen aus    den Familien der Ordnung der Mikroorga  nismen, welche alle zusammen nach dem ge  nannten Werk als     Mucorales    bezeichnet wer  den und insbesondere jene der Familie     Muco-          raceae    als oxydierende Pilze im allgemeinen  wirksam sind, können aus wirtschaftlichen  und     Produktivitätsgründen    Arten der Gat  tungen     Rhizopus    bevorzugt werden und von  dieser Gattung kann die Art     arrhizus,        auf     welche später des öfteren unter der Bezeich  nung     RI3-176    Bezug genommen werden wird,  gewählt werden,

       -um    bei der Erzeugung von       1l.-Oxy-steroiden    optimale     Ausbeuten    zu erhal  ten, obwohl in manchen Fällen, unter beson  deren Umständen, . andere Gattungen und  andere Arten in vorteilhafter Weise benützt  werden können. Arten der     erwähnten    Gattun  gen sind besonders reichhaltig an oxydieren  den Enzymen, wodurch sie bei     entsprechender     Zucht in der Lage sein können, die genannten       Ausgangssteroide    in der     11-Stellung    in einem  industriell in Frage     kommenden    Massstab zu  oxydieren.  



  Trotzdem Arten gewisser Gattungen, der       Rhzopusgattung    insbesondere und der     Mucor-          gattung,    welche beide der Familie     1VIucoraceae     angehören, in den meisten Fällen für die       Barzeugung    im grossen von     11-Oxy-steroiden     vorgezogen würden und Während wirtschaft  liche Beweggründe sogar die praktischen Ver  fahren auf die     Anwendung    gewisser Arten  und Stämme, welche besonders physiologische  Eigenschaften besitzen, einschränken können,

    können andere Familien und Gattungen der  Ordnung     Mucorales    ebenfalls zur Umwand  lung von     Steroiden    der genannten Art in die  entsprechenden     11-Oxy-steroide    in einem in  dustriell bedeutsamen Ausmass verwendet wer  den.  



  Beispielsweise seien andere Gattungen der  Familie     Mucoraceae    und ihnen angehörige  Arten aus dem Buch von     I3.        Zycha         Krypto-          gamenflora    der Mark Brandenburg , Band       VIa,    1-264 (1934),     zusammengestellt:

            Parasitella    (P.     simplex),          Zygorhynchus    (Z.     heterogamus),          Circinella    (C.     spinosa),              Actinomucor    (A.     repens),          Pirella    (P.     circinans),          Absidia    (A.     reflexa),          Spinellus    (S.

       Sphaeresporus),          Phycomyoes        (Ph.        Blakeslecanus),          Sporodinia        (Sp.        grandis),          Pilaira    (P.     anomala),          Pilobolus    (P.     crystalliniis),          Dicoccum    (D.     asperum).     



  Andere Familien der Ordnung     Mucorales     samt ihren     Gattungen    und sie vertretende  Arten sind:       Thamnidieae          Thamnidium        (Th.        elegans),          Dieranophora    (D.     fulva),          Chaetostylum    (C.     Fresenii),          Heliostylum    (H.     piriforme),          Chaetocladium        (Ch.        Brefeldii);          Choanephoreae:

            Blakesleea    (B.     trispora),          Choanephora        (Ch.        cucurbitarum),          Rhopalomyces    (Rh.     elegäns),          Cunninghamella    (C.     elegans),          Thamnocephalis        (Th.        qLladritpedata);          Cephalideae:

            Piptocephalis    (P.     presenians),          Syneephalis    (S.     reflexa),          Spinalis        (Sp.        radians),          Syncephalastrum    (S.     racemosLim),          Dispira    (D.     cornuta),          Coemansia    (C.     pectinata),          Kickxella    (K.     alabastrina)    ;

         Mortierelleae          Mortierella    (M.     pusilla),          Haplosporangium    (H.     bisporale),          Dissophora    (D.     decumbens);

            Endogonaceae          Endogone    (E.     reniformis),          Seleroeystis    (S.     coromiodes),          Glaziella    (C.     vesiculosa).    6  Unter den Arten der     R.hizopusgattungen,     welche wie erwähnt im     erfindungsgemässen          Verfahren    bevorzugt angewendet werden kön  nen, sind nach H.     Zycha,         Krypt.    der Mark  Brandenburg , Band     VIa,    110-120 (1935)  viele allgemein bekannte Arten synonym.

   So    ist     Rhizopus        microsporus    auch unter Namen  wie Rh.     ininimus,        Mucor        speciosus,    Rh.     specio-          sus    und Rh.     equinus    bekannt;

       Rhizopus        circi-          nans    ist auch bekannt als Rh.     reflextis;        Rhizo-          pus        oligosporus    ist auch bekannt als Rh.     Dela-          inar    oder Rh.     Tamari;        Rhizopus        arrhizus    ist  bekannt als Rh.     nodosus,    Rh.     racemoses,    Rh.

         maydis,        Miicor        arrhizus,        Mucor        norvegicus,     Rh.     pusilltis,    Rh.     bovigus,    Rh.     Cambodja,    Rh.

         chinensis    und Rh.     tritici;        Rhizopus        Cohnii    ist  bekannt auch als Rh.     suinus;        Rhizopus        Oryzae     ist auch bekannt als Rh.     japonicus    oder     Rh.          toniknensis;        Rzizopus        nigricans    ist auch be  kannt als     Mucor        stolonifer,    Rh.     niger,    Rh.

         artocarpi,        Mucor        niger,    Rh.     nigricans        var.          minor    oder Rh.     nigricans        var.        luxurians;    und       Rhizopus        echinatus    wird als selbständige Art  bezweifelt und dürfte mit     Rhizoptis        nigricans     synonym sein.  



  Die Pilzorganismen können von bekannten  Quellen, wie etwa von den     Northern    Regional  Research     Laboratories,        Peoria,    Illinois, oder       American        Type        Culture        Collection,    Washing  ton, D. C., oder     Centraalbureau        voor        Schimmel-          cultur        Baarn,    Holland, bezogen werden. An  dernfalls können auch natürliche, dem Mikro  biologen bekannte Quellen verwendet werden.  



  Die Isolierung der Pilze von natürlichen  Quellen kann nach dein Mikrobiologen be  kannten Verfahren erfolgen. Sterile Nähr  böden können aus verschiedenen Kohlehydra  ten und Stickstoff enthaltenden Stoffen her  gestellt     lind    mit 20/e     Agar    zu einem Gel ver  festigt werden. Der Stickstoff kann verschie  densten Ursprunges sein und kann z. B. aus  organischen Nitraten,     Amnioniumsalzen    oder  Proteinauszügen stammen. Die Nährböden  können durch Dampfdruck oder im Auto  klaven in mit     Wattebausehen    verschlossenen  Kolben oder     Reagenzgläseim    sterilisiert wer  den, um dann unter sterilen Bedingungen in       Petrischalen    umgefüllt     z11    werden.

   Diese kön  nen entweder mit durch Pilze infizierten  Steroidlösungen geimpft oder Staub bzw.  offener Luft ausgesetzt werden. Auf diesen  Platten     entwickeln    sich Pilze, unter welchen  Kolonien von     Mucorales,    besonders die     Mucor-          aceae-Arten        Mucor    und     Rhizopus,    leicht      durch einen geschulten Mikrobiologen erkannt  werden können. Aus den Kolonien können die  Organismen ausgesucht und entweder auf  einen gleichen     Nährboden    in Reagenzgläsern  oder auf irgendeinem andern, dem Wachstum  der Pilze zuträglichen Nährboden übertragen  werden.

   Kräftige     Lüftung    wirkt unabhängig  von der     Nährbodenart    fördernd auf ein starkes  Wachstum der Organismen. Mit der     Orga-          nismenkultur,    welche aus     Sammlungen    bezo  gen oder natürlichen Ursprunges sein kann,  kann nun ein das Wachstum der Pilze för  dernder bakteriologischer Nährboden beschickt  werden.

   Für diesen Zweck kann der Nähr  boden von     Peterson    und     Murray    mit gutem  Erfolg verwendet werden und im folgenden,  in den Aufstellungen     lind    Beispielen wird,  wenn nicht anders erwähnt, stets der Nähr  boden von     Peterson    und     Murray    Anwendung  finden. Ein solcher Nährboden enthält z. B.

    auf einen Liter Leitungswasser, das dazu  dient, um Spuren von Elementen und anorga  nischen Salzen zu liefern, folgende     Zusätze:-          5    5     ems        112aisquellwasser,    20 g im Handel     erhält-          lichen.Laetalbuminauszug    Lind 50 mg im Han  del erhältliche Dextrose. Der     pH--#Vert    dieses       Nährbodens    oder anderer, welche Verwendung  finden können, kann gewöhnlich vor dem Ein  impfen der Pilzorganismen auf ungefähr 5;5  bis 5,9 gestellt werden.

   Erhitzen unter Druck  von etwa 0,7     kg/em2    während 30 Minuten  kann eine Erniedrigung des     pi-I-Wertes    von  ungefähr 6,5 auf ungefähr 5,5 bis 5,9 bewir  ken und diese Verminderung des     pH-Wertes     muss bei der Einstellung des PH-Wertes des  Nährbodens vor der Erhitzung     berVieksiehtigt     werden, um nach Beendigung dieser Mass  nahme optimale     1\rachstumsbedingungen    zu  erhalten. Nach 24 Stunden Pilzwachstum auf   dem Nährboden kann man feststellen, dass der       j)ri-'v#Tert    des Nährbodens stark gesunken ist,  gewöhnlich auf ungefähr 3,5 bis 4,2.

   Vorzugs  weise in diesem Wachstumsstadium der Pilze  kann das zu oxydierende     Steroid    hinzugegeben,  oder die     Pilzfermentationsflüssigkeit,    welche  zur     fermentativen    Oxydation der Steroide be  nützt wird, von den Pilzkulturen getrennt  werden.    Das Impfen des das Pilzwachstum erhal  tenden Nährbodens mit ausgewählten Pilzen  der     Mucoralesordnungkann    in irgendeiner  entsprechenden, in der Mikrobiologie üblichen  Weise erfolgen. Zum Beispiel kann das Imp  fen in geeigneter Weise mit Sporen der Orga  nismen erfolgen, jedoch wäre ein Impfen, bei  welchem vegetatives Myzelium verwendet  wird, ebenfalls erfolgreich.

   Das Wachstum der  Pilze kann     Letter    Aufrechterhaltung einer       Incubationstemperatur,    welche der Zimmer  temperatur; z. B. 20  bis 25  C entspricht, gut  gefördert werden, jedoch wäre auch ein rela  tiv grosses Temperaturintervall möglich. Zum  Beispiel wurden Temperaturen von ungefähr       1.5     C bis ungefähr 45  C für die Zucht der  Pilzorganismen als zufriedenstellend befun  den.  



  Die Zeitdauer des Pilzwachstums, welche  notwendig ist, bevor das zu oxydierende       Steroid    der Pilzeinwirkung oder der Einwir  kung der Pilzenzyme ausgesetzt wird, scheint  nicht entscheidend zu sein. Beispielsweise  kann das in der     11-Stellung    zu oxydierende       Steroid    entweder gleichzeitig mit dem Impfen  des Nährbodens mit     ausgewählten        Mucorales-          arten    oder zu irgendeiner Zeit, z. B. 24 Stun  den später, zugeführt werden.

   Bei der Aus  übung des- Verfahrens     wurde    gefunden, dass  das zu oxydierende     Steroid    ohne nachteilige       Wirkung    auf das erhaltene Ergebnis, sogar  5 Tage nach dem Impfen des Nährbodens mit  ausgewählten     Mucoralesarten    zu den Pilzkul  turen in der     Nährbodenlösung    hinzugefügt  werden kann. Nach einer bevorzugten Arbeits  weise kann man die Zugabe des     Ausgangs-          steroides    zur     Fermentationsflüssigkeit    nach  einer     16-24stündigen    Zeitdauer des Pilz  wachstums tätigen, da in diesem Stadium des  Pilzwachstums die Enzymbildung voll ent  wickelt zu sein scheint.

   Auch im Falle, dass  die Oxydation nur mittels der das oxydierende  Enzym enthaltenden     Fermentationsflüssigkeit     vorgenommen werden soll, muss mindestens  dieses Wachstumsstadium erreicht sein, ehe die       Fermentationsflüssigkeit    wie üblich und vor  teilhaft abgetrennt wird.      Die Art der Zugabe der zu oxydierenden       Steroide    zu den oxydierenden Pilzen, zum       Pilznährboden    oder zur     Fermentationsflüssig-          keit    scheint nicht entscheidend zu sein.

   Die  Zugabe kann in irgendeiner entsprechenden  Weise stattfinden, die einen     innigen    Kontakt  der Steroide mit den Pilzen     und/oder    den  Enzymen der Pilze herstellt, wie etwa durch       Züchten    der     Pilzorganismen    in Gegenwart von  fein zerkleinerten Steroidkristallen, durch       Dispergierung    der Steroide in der ganzen       Nährbodenflüssigkeit    oder in sonst ähnlicher  Weise. Zu diesem Zweck können oberflächen  aktive Mittel,     Dispersionsmittel    oder     Auf-          sehwemmungsmittel,    wie etwa käuflich erhält  liche Mittel, wie z.

   B. die     Markenprodid"te      Span ,      Tween ,        Aerozol ,         Nacconol     oder  dergleichen verwendet werden. Das     Steroid     kann jedoch vorzugsweise in der Form einer  mit Wasser mischbaren organischen Lösung,  wie etwa in Form einer Lösung in Aceton,  Alkohol oder sogar einer Ätherlösung, welche  sieh     in    Wasser nur wenig löst, den Pilzen,  dem Nährboden oder der     Fermentationsflüs-          sigkeit    hinzugefügt und sodann die Nähr  bodenlösung mit dem     Steroid    gut durchmischt  werden,

   so dass sich eine Suspension oder  Dispersion feiner Steroidteilchen bildet und  eine sehr grosse Berührungsfläche des zu oxy  dierenden     Steroides    mit den oxydierenden       Pilzen    oder deren Enzymen hergestellt wird.  Es können entweder     Submers-    oder Ober  flächenkulturmethoden gut verwendet wer  den,     Submerskulturen    werden jedoch vorgezo  gen. Für die Oxydation des     Steroides    bedarf  es     jedenfalls        aerober    Bedingungen.

   Man kann  auch die     Fermentationsflüssigkeit    einer Pilz  zucht absondern, dem     Steroid    oder dessen  Lösung beimischen und die Mischung     aeroben     Bedingungen     unterwerfen,    um die Oxydation  der Steroide durchzuführen.  



  Die Temperatur, welche während der oxy  dierenden     Einwirkung    der Pilze auf die  Steroide eingehalten     wird,    braucht nicht not  wendigerweise eine andere, als während der  Zeit, wo die Steroide noch nicht zugemischt  waren, zu sein. Sie soll sich lediglich inner  halb solcher Grenzen bewegen, in welcher das    Leben oder ein aktives Wachstum der Pilz  organismen aufrechterhalten bleibt. Die     Incu-          bationstemperatur    während der oxydierenden  Einwirkung der Pilze auf die Steroide kann  demzufolge z. B. zwischen ungefähr 15  C und  ungefähr 45  C betragen, wobei Zimmertem  peratur, z. B. 20 bis 25  C, wegen der hierbei  auftretenden optimalen Wirkung der Pilz  organismen oder deren Enzyme den Vorzug  geniesst.  



  Die Pilzorganismen können     vorzugsweise     unter     aeroben    Bedingungen gezüchtet werden,  wobei die Wachstumsstärke sich als von der       Belüftungsstärke    abhängig ergibt. Trotzdem  jede Art einer     aeroben    Zucht     zufriedenstel-          lend    ist, kann gewöhnlich eine starke Belüf  tung, wie etwa durch Rühren und     loder    Durch  blasen von Luft durch die Nährflüssigkeit  vorgenommen werden, um maximales Pilz  wachstum zu erlangen, wobei offenbar die  Zeit, welche zur Bildung der     11-Oxy-steroide     notwendig ist, vermindert wird.

   Der Umwand  lungsgrad des     Ausgangssteroides    in das ent  sprechende     11-Oxy-steroid    ergibt sieh somit als  abhängig entweder von der Belüftungsstärke  oder vom Ausmass des Pilzwachstums zur Zeit,  wo das     Steroid    zugegeben wird, da festge  stellt wurde, dass Umwandlungen, welche ent  weder die Pilzkulturen oder die     Fermenta-          tionsflüssigkeit    allein verwenden, schneller  vor sich gehen, wenn die Belüftungsstärke  grösser ist und auch dann, wenn der Pilz vor  dem Zusatz des zu oxydierenden     Steroides     sich 16 bis 24 Stunden     entwickeln    konnte.

    Dies deutet darauf hin, dass das oxydierende  Enzymsystem nach 16- bis 24stündigem  Wachstum.     vollentwickelt    ist und dass eine  Belüftung entweder die Umwandlung bzw.  die     Umwandlungsgesehwindigkeit    durch Ver  grösserung der Wachstumsgeschwindigkeit der  Pilzorganismen mit entsprechend besserer  Entwicklung des oxydierenden Enzymsystems  erhöht, oder dass die Belüftung lediglich durch  Vergrösserung der Sauerstoffzufuhr die Oxy  dation fördert.

   Die vorhergehenden theore  tischen Auslegungen sind nur als Erläuterun  gen aufzufassen, ohne eine Einschränkung des  Erfindungsgegenstandes zu beinhalten, da die           Oberflächenkulturmethode    ohne Rühren oder  andere Belüftungsarten allein verwendbar ist       und        ausserdem        das        Steorid        der     mit dem Impfen mit Pilzorga  nismen zugegeben werden kann, ohne     die-Ver-          wendbarkeit    der Methode zu beeinträchtigen.

    Wichtig ist nur, dass die     biochemisehe    Oxyda  tion des     Steroids    unter     aeroben    Bedingungen  stattfindet.  



  Die Zeit, welche zur Biooxydation des       Steroids    durch die oxydierenden Pilzorga  nismen oder deren oxydierende Enzyme not  wendig ist, kann nicht genau angegeben wer  den, da verschiedene Umstände in Betracht  gezogen werden müssen. Ungefähr 1 bis 72  Stunden wurden als hinreichend befunden,  um durch Einwirkung von oxydierenden  Pilzen oder deren     oxydierenden    Enzymen auf  ein     Steroid    der genannten Art dasselbe in das  entsprechende     11-Oxy-steroid    umzuwandeln.

    Es bestehen jedoch Anzeichen dafür, dass die  Oxydation des     Steroides    im wesentlichen  sofort nach der Zugabe desselben zur Fermen  tationsflüssigkeit eines     vollentwickelten    oxy  dierenden Pilzes oder dessen oxydierender  Enzyme beginnt, wobei eine     Pilzzucht    nach     4-          bis    24stündigem Wachstum als voll ent  wickelt bezeichnet wird, was in gewissem'  Masse auch von der Belüftungsstärke abhängt.

    Wenn das     Steroid    zum Nährboden gleichzeitig  mit dem Impfen mit den Pilzorganismen zu  gegeben wird, ist zwecks hohen     Umsetzungs--          grades    der Ausgangssteroide eine längere     Fer-          mentationsdauer    angezeigt, wobei, wie schon  früher erwähnt, anzunehmen ist,     däss    dieser  Umstand der Tatsache zuzuschreiben ist, dass  das oxydierende Enzymsystem der Pilze erst  nach einer gewissen Dauer des Pilzwachstums       vollentwickelt    ist.

   Dementsprechend     _werden,     falls das     Steroid    gleichzeitig mit dem Impfen  dem Nährboden zugegeben wird, gewöhnlich       Fermentationszeiten    von 8 bis 72 Stunden  eingehalten, wobei die Länge der     Fermenta-          tionsdauer    umgekehrt proportional der Be  lüftungsstärke ist. Anderseits, falls das     Steroid     den Pilzen, dem Nährböden oder den Enzymen  der Pilze in der     Fermentationsflüssigkeit    nach  längerem Wachstum der Pilzorganismen, z. B.

      nach 16 bis 24 Stunden ohne wesentliche Be  lüftung oder nach 2 bis 4 Stunden bei starker  Belüftung zugegeben wird, beginnt die Um  wandlung des     Ausgangssteroids    in das ent  sprechende     11-Oxy-steroid    sofort, und im  Laufe von 1 bis 72 Stunden oder je nach der  Belüftungsstärke, sogar in kürzeren oder län  geren Zeiten, werden hohe Ausbeuten erzielt.  Es sei erwähnt, dass bei längerer Einwirkungs  dauer der     oxydierenden    Pilze oder von deren  Enzymen auf die Ausgangssteroide eine er  höhte     Umwandlung    in mehrfach oxydierte  Abkömmlinge stattfinden kann, dass das       Steroid    in der     11-Stellung    jedoch auf jeden  Fall oxydiert wird.  



  Nach der Vollendung der oxydierenden       Fermentationsreaktion    kann das gebildete       1.1.-Oxy-steroid    vom     Fermentationsreaktions-          gemisch    in irgendeiner     zweekentsprechenden     Weise abgetrennt werden.

   Eine besonders vor  teilhafte Art, die oxydierten Steroide abzu  trennen, kann darin bestehen, das Gemisch  der     Fermentationsreaktion    zu extrahieren,  insbesondere die     Fermentationsflüssigkeit    und  die     1Vlyzelien    in den Fällen, wo das     Steroid     direkt zur Pilzkultur hinzugefügt würde, und  zwar mittels mit Wasser nicht mischbaren  organischen Lösungsmitteln, wie etwa     halo-          genierten        Kohlenwasserstoffen,    z. B.     Methylen-          chlorid,        Äthylenchlorid    oder Chloroform, ver  schiedenen Ätherarten und dergleichen.

   Die       Extrakte    können dann, nachdem sie zuerst  mit N     atriumbikarbonat    und nachher mit  destilliertem     Wasser    gewaschen worden sind,  vereint werden, und zusammen durch einen  Luftstrom, im Vakuum, oder auf eine     ähn-          liehe    Weise getrocknet werden, um dann  zwecks     Auskristallisierung    die festen Rück  stände in etwas frischem organischem Lösungs  mittel, z. B.     iii        Methylenchlorid    oder andern,  schon vorher erwähnten Lösungsmitteln, auf  zunehmen. Eine zusätzliche     Umkristallisierung     kann, wenn erwünscht, aus organischen Lö  sungsmitteln, z. B.

   Methanol, stattfinden. Die  kristalline Substanz kann mittels bekannter  Methoden, wie etwa durch Elementaranalyse;  durch den     Schmelzpunkt,    ein Infrarot- und       Ultraviolettabsorptionsspektrum,    - durch ein           Röntgenbeugungsdiägramm,    eine Mikrover  brennung und andere Methoden identifiziert  werden. Man kann auch das kristalline Mate  rial oder Extrakte nicht kristallinen Materials,  welche durch die     Biooxydation    hergestellt       wurden,    mittels der     Papierchromatogramm-          Methode    nach     Zaffaroni    identifizieren.  



  Ein besonders brauchbares Verfahren zur  Trennung von nach dem erfindungsgemässen  Verfahren hergestellten     Oxydationsprodukten     ist die     Chromatographie    der Extrakte oder  festen Substanzen anhand einer aus Alumi  niumoxyd     (A1203)    oder andern Substanzen  bestehenden     Adsorptionssäule,    wobei z. B.  Benzol als Lösungsmittel verwendet wird und  verschiedene     Lösungsmittel    oder Mischungen  davon zum     Entwickeln    des     Chromatogramm.es     dienen,     wie    aus den     Chromatogrammen    der  Beispiele     zu    ersehen ist.

   Die festen Substan  zen werden durch Verdampfung der Extrak  tionsflüssigkeit erhalten und können noch  umkristallisiert werden. Diese Methode ist     zur     Identifizierung der durch die Oxydation ge  bildeten Stoffe besonders geeignet, da, wenn  erwünscht, jede Fraktion der Säule nach der  Methode nach     Zaffaroni    geprüft werden kann.

    Durch     ein        Papierchromatogramm    nach     Zaffa-          roni        können    so     kleine    Mengen wie zehn bis  vierzig y der Substanz geprüft, die chemischen  Stoffe identifiziert und Fraktionen, die die  gleichen chemischen Stoffe enthalten, vereint  und die Verbindung aus den vereinten Frak  tionen kristallisiert werden.  



  Die Methode von     Zaffaroni,    soweit sie in  der Beschreibung     erwähnt    wird, ist eine ver  hältnismässig neue, jedoch schon     gut    einge  führte Methode zur Identifizierung gewisser  organischer Stoffe, nämlich der den     Neben-          nierenrindenhormonen    verwandten Verbin  dungen, wobei diese analytische Methode zum  Teil auf der Polarität der zu prüfenden Stoffe       fusst.    Die Literaturangaben zu dieser Arbeits  methode sind folgende:

       Burton,        Zaffaroni    und       Keutmann,     A New     Analytical        Method        for          Adrenal        Cortical        Hormones ,        Seience    110,  442 (1949);

   und     Zaffaroni,        Burtön    und     Keut-          mann,        Seience    111,<B>6</B> (1950).     An,    diesen Stel-         len    können     Einzelheiten    über diese Methode  nachgelesen werden.  



  Die folgenden Beispiele sollen lediglich als  Erläuterungen gewertet werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Oxydation von Progesteron  Zu 4 Liter einer 32 bis 48 Stunden alten  Zucht der Pilzkultur     RII-1.76    wurde 1 g  Progesteron, gelöst in 50     eins    Aceton, hinzu  gegeben und damit eine Suspension in der       Nährbodenflüssigkeit    der     Kultur    hergestellt.  Die     Kultur    wurde dann bei Zimmertempera  tur 48 Stunden lang unter Belüftung ausge  brütet. Zu diesem Zweck wurde die 4 Liter  umfassende, beimpfte Kulturflüssigkeit in  einer     20-Literflasche,    welche mithin 16 Liter  Luft enthält, auf einer. Schüttelmaschine ge  schüttelt.

   Nach Verlauf dieser Zeit betrug der       pH-Wert    des Nährbodens ungefähr 3,5 und  die     Fermentationsflüssigkeit    und das Myze  lium     wurden    nacheinander dreimal mit einem  Liter, einmal mit zwei Liter und einmal mit  einem Liter     Methylenchlorid    extrahiert. Die       Methylenchloridextrakte    wurden     vereinigt     und zweimal mit je 400     cm3    einer 2      /aigen          wässrigen        Natriumbikarbonatlösung    und drei  mal mit je 500     cm3    destilliertem Wasser ge  waschen.

   Das     Methylenchlorid    wurde im     Va-          kuiim        abdestilliert        -Lind    der trockene Rück  stand in 50     eins        Methylenehlorid    aufgenom  men. Die Lösung wurde in ein     Becherglas     von 100     cm3    gebracht und mittels eines Luft  stromes verdampfen gelassen. Der feste Rück  stand, welcher 1,585 g wog,     wurde    in 5     cm3     heissem Methanol aufgelöst und langsam auf  Zimmertemperatur     abgekühlt.    Es fielen 75 mg  Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 245 bis  249  C aus.

   Diese Kristalle erhielten die Be  zeichnung     U-I.    Die Kristalle     wurden    in  5     cm3    Methanol gelöst, in ein Zentrifugen  glas filtriert, worauf nach Kühlung 23 mg       U-I-Kristalle    mit einem     Schmp.    von 246 bis  248  C ausfielen.

   Bei Anwendung der schon  erwähnten     Papierchromatogramm    - Methode  nach     Zaffaroni,    unter Benützung von     Di-          äth#Tlenglykolmonoäthyläther    als stationäre  Phase und     Methyleyelohexan    als bewegliche      Phase, erzeugten diese Kristalle eine einzige  Spur, welche stärker polar als Progesteron  war.     Mikroverbrennungen    zeigten die Auf  nahme zweier Sauerstoffatome in das     Proge-          steronmolekül    an, wie aus folgendem ersicht  lich ist:

    Analyse  
EMI0009.0004     
  
    Berechnet <SEP> für <SEP> Progesteron <SEP> C <SEP> 80,23 <SEP> H <SEP> 9,55
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> Dioxyprogesteron <SEP> C <SEP> 72,8 <SEP> H <SEP> 8;7
<tb>  Gefunden <SEP> für <SEP> U-1 <SEP> C <SEP> 72,8 <SEP> H <SEP> 8,6       Der Stoff     U-I    zeigte bei     Infrarotanaly    se  mehr als eine     Hydroxylgruppe    auf, behielt  anderseits die ursprüngliche     3-Keto-,        d4-    und       20-Keto-Struktur    des Progesterons, wie aus  der     Infrarotanalyse    ersichtlich war, bei.  



  Die     Acetylierung    des Stoffes     U-I,    bei  welcher 0,3     eins        Pyridin    und 0,3     cm3    Essig  säureanhydrid für 9,0 mg     U-I    verwendet  wurden, das.

   Ganze 16 Stunden bei Zimmer  temperatur verweilte, 12,5     eins    Wasser zuge  setzt bekam und nach abermals einer Stunde       Verweilzeit    bei Zimmertemperatur und zwecks       Auskristallisierung    abgekühlt wurde, ergab  6,7 mg kristallisierten     Diacetats    mit einem       Schmp.    154-1550 C, welches mit     U-II    be  zeichnet wird.     Infrarotuntersuchungen    dieses  Stoffes zeigten die Abwesenheit der     Ilydroxyl-          gruppen    und die Anwesenheit neuer     Acetoxy-          gruppen    an.  



  Die Mutterlauge des ersten kristallinen  Stoffes     U-I,    welcher 1,5 g wog, wurde durch  Lüftung vom Lösungsmittel befreit, in 50     eins       Benzol .gelöst und über     A1203        chromatogra-          phiert,    wie aus Tabelle I zu- ersehen ist. 50 g  mit Säure gewaschenen Aluminiumoxyds, ge  trocknet bei 450 C, wurden als     Adsorbens    ver  wendet und die Säule     wurde    mit Teilen von  je 100     eins    Lösungsmittel entwickelt.

   Auf  Grund von Untersuchungen mittels Papier  ehromatograminen nach     Zaffaroni    wurde ge  funden, dass die Fraktion A nur eine Spur  ergab, welche stärker polar als Progesteron,  jedoch weniger polar als ein zweiter Stoff,  nämlich     U-I,    war und in den Fraktionen 21  bis 33 auftrat.   Die Fraktion A wurde in 2     eins    heissem       11Iethanol    gelöst und filtriert. Nach Auskühlen  über Nacht wurden 171 mg Kristalle eines  Stoffes, welcher mit     U-III    bezeichnet wurde  und einen     Schmp.    von<B>166-1670</B> C besass,  erhalten.

   Nach einer     Umkristallisierung    in  3     cms    Methanol erhielt man 98;7 mg von       U-III    mit     Schmp.    166-1670 C und einer spezi  fischen Drehung des polarisierten Lichtes von       [a]D    =     +    1759 (C = 1,0127 in Chloroform).  Mikroverbrennungen liessen auf die Aufnahme  eines Sauerstoffatoms in das Progesteron  molekül schliessen.  



  Analyse       Berechnet    für     Monooxyprogesteron     
EMI0009.0051     
  
    C <SEP> 76,4 <SEP> H <SEP> 9,10
<tb>  U-III <SEP> gefunden <SEP> C <SEP> 76,66 <SEP> H <SEP> 8,92            Infrarotuntersuchungen    von     LT-III    zeigten die  Anwesenheit einer     Hydroxylgruppe    am ur  sprünglichen     Progesteronmolekül.     
EMI0009.0056     
  
    <I>Tabelle <SEP> Z</I>
<tb>  Gewicht <SEP> des
<tb>  Fraktion <SEP> Lösungsmittel <SEP> Rückstandes <SEP> Papierchromatogrammuntersuchung
<tb>  Nr.

   <SEP> in <SEP> mg
<tb>  1 <SEP> Benzol <SEP> 0 <SEP> Keine <SEP> Spur
<tb>  2 <SEP> Benzol <SEP> 1.82,0
<tb>  3 <SEP> Benzol <SEP> + <SEP> 5 <SEP> % <SEP> Äther <SEP> 123,0
<tb>  4 <SEP> Benzol <SEP> + <SEP> 5 <SEP> <B>%</B> <SEP> Äther <SEP> 246,6 <SEP> Keine <SEP> Spur
<tb>  5 <SEP> Benzol <SEP> + <SEP> 10 <SEP> 'Ihm <SEP> Äther <SEP> 162,9
<tb>  6 <SEP> Benzol <SEP> + <SEP> 10 <SEP>  /m <SEP> Äther <SEP> 18,0       
EMI0010.0001     
  
     Die     Hydroxylgruppe    in     U-III    liegt in       11-Stellung,    wie durch Oxydation einer Lö  sung von 30 mg des Stoffes     U-III    in 0,5     cm3     Eisessig mit 5 mg Chromoxyd     (Cr03)

      in  1     cm3    Eisessig und 5     mm3    Wasser, das man.  dann eine Stunde bei Zimmertemperatur  stehenliess, festgestellt wurde. Einige Trop  fen Methanol wurden dann hinzugefügt und  nach 10 Minuten wurde das Methanol auf  45     cm3    mit Wasser verdünnt, die     Lösung    drei-    mal mit je 15     cm3        Methylenchlorid    extrahiert  und schliesslich das     Methylenehlorid    abge  dampft.

   Der Rest wurde aus 0,5     emj        hIethanol     mit einer Ausbeute von 19 mg umkristalli  siert     und    das so erhaltene     Triketon        U-VI    be  sitzt einen     Sclunp.    von 172-175  C und eine  spezifische Drehung von [a125 = + 227  in  Chloroform. Die Struktur wurde durch     Infra-          rotuntersuchungen    festgestellt, wobei sich, her  ausstellte, dass die neuen     Ketogruppen    sich      lediglich in 1-, 7-, 11- und     12-Stellung    befin  den können. Es ist kein natürliches oder syn  thetisches     1-Ketosteroid    bekannt.

   Die physi  kalischen Konstanten des     Oxyprogesterons          U-II    stimmen mit jenen des     12-cu-Oxyproge-          sterons    nicht überein     [Schmp.    200-203  C;       [a117    =     -1-    205  (C =1,0 in Aceton), Wett  stein,     Helv.        Chim.    Acta, 31, 1963 (1945) ], oder  mit     12-f-Oxyprogesteron        [Schmp.164-167     C,  nach Abkühlen Wiederschmelzen bei 195 bis  198  C, [a]17 =     -I-    205  (C = 0,502 in Aceton),       sseichstein,    C.

   A. 36, 2261 (1942) ], somit kom  men nur noch die 7- und     11-Stellung    für die  neue     Ketogruppe    des Stoffes     U-VI    in Frage.  



  Ein Vergleich der physikalischen Konstan  ten deutet darauf hin, dass das     Triketon     (Stoff     U-VI)    ein     11-Keto-progesteron    ist.       [Schmp.        172-175     C; [a]17 =     -I-    238  (C = 0;9  in Aceton),     Reichstein,        Helv.        Chim.    Acta,  23, 684 (1940); und ebenda 26, 721 (1942) ].

    Ein Vergleich mit reinem     11-Keto-progesteron     mittels     Infrarotanalyse,        Röntgenbeugungs-          diagramm        Papierchromatographien    nach       Zaffaroni    und     Schmelzpunktbestimmungen     ergaben, dass der Stoff     U-VI    mit reinem     11-          Keto-progesteron    identisch ist.  



  Die physikalischen Konstanten des Stoffes       U-III    stimmen mit denjenigen von     11ss-Oxy-          progesteron        (Schmp.    187-188  C;       [a]17    =     -h    222-225   (C = 1,75 in Aceton),     Shapples    und Reich  stein, C. A. 36 2261 (1940) ] nicht -überein.  Demzufolge muss     U-III    ein     11a-Oxy-proge-          steron    sein, da     U-VI    zeigt, dass sich das ein  geführte Sauerstoffatom in der     11-Stellung     befindet.  



  20 mg des Stoffes     U-III    wurden mit  0,6     cm3        Essigsäureanhydrid    in 0,6     ems          Pyridin        acetyliert.    Nach 16stündigem Stehen  bei Zimmertemperatur wurden 25     em3    Wasser  hinzugefügt. Nach einer Stunde wurde die       Mischung    zwecks Kristallisation gekühlt. Die  entstandenen Kristalle wurden mit Wasser  gewaschen und getrocknet; die Ausbeute be  trug 16,1 mg des     Monoacetates        U-V    mit einem       Sehmp.    von 175-177  C.

   Die     Infrarotanalyse     zeigte die Abwesenheit der     Hydroxylgruppe       und die Anwesenheit einer neuen     Acetoxy-          gruppe    an.  



       Mikroelementaranalyse     Berechnet für     Monoacetoxyprogesteron     
EMI0011.0067     
  
    C <SEP> 74,0 <SEP> H <SEP> 8,85
<tb>  Gefunden <SEP> C <SEP> 74,33 <SEP> H <SEP> 8,78       <I>Beispiel 2</I>  Oxydation von Progesteron  Einer 24 Stunden alten Zucht der Pilz  kultur     RH-176-    in 4 Liter     Nährbodenlösung-          wurde    1 g Progesteron, gelöst in 50     em3     Aceton hinzugefügt. Nach     24stündigem    Aus  brüten und Schütteln in     Gegenwart-von    Luft  wurde die     Fermentationsflüssigkeit,    wie in  Beispiel 1 beschrieben, extrahiert.

   Die     Methy-          lenchloridauszüge    wurden zweimal mit je  300     cm3    2     1/aiger        Natriumbikarbonatlösung     und zweimal mit je 500     cms    destilliertem  Wasser gewaschen, die zusammengelegten  Auszüge mit möglichst wenig     wasserfreiem     Natriumsulfat getrocknet und 6     ems    dieser  Lösung, welche 2 mg des ursprünglichen  Progesteron entsprechen, wurden für     Papier-          chromatogrammuntersuchungen    nach     Zaffa-          roni,    unter Benützung derselben Lösungs  mittel wie in Beispiel 1,

   verwendet. Die Unter  suchungen wiesen auf einen hohen Umwand  lungsgrad in     11a        Oxy-progesteron    hin. Der  restliche     Methylenchloridatiszug        wurde    in  einem Luftstrom zur Trockene abgedampft.  Die festen Rückstände (1,584 g) wurden in  100     cm3    Benzol gelöst, und ein unlöslicher  Anteil von 145 mg     abfiltriert.    Der Schmelz  punkt dieses Stoffes betrug 190-230  C.

    Durch - Auflösen des unlöslichen Anteils  (145 mg) unter Erwärmung in 20     em3    Aceton,       Eindampfen    der Lösung auf 10     cm3    und Ab  kühlung wurden 90 mg des Stoffes     U-I,          Schmp.    230-240  C, erhalten. Durch ein     Pa-          pierchromatogramm    nach     Zaffaroni    und die       Schmelzpunktbestimmung    wurden die gebilde  ten Kristalle als eine     Dioxyverbindung,    der  Stoff     U-I,    identifiziert.

   Das Filtrat, welches  1,439 g feste: Körper enthielt, würde über  eine     A1203    Säule (Tabelle     II)    in-der in Bei-      spiel 1 angegebenen Weise     chromatographiert,     wobei Teile von je 100     cm3    Lösungsmittel  zum Entwickeln der Säule verwendet wurden.

    Die     Fraktion    B der     chromatographischen     Trennung (Tabelle     II),    welche 571 mg     Ila.-          Oxy-progesteron    (Stoff     U-III)    enthielt,       wurde    in 20     em3    Methanol gelöst, 20     eins     Wasser hinzugefügt, erwärmt und im Kühl  schrank abgekühlt.    Nach Zusatz von weiteren 20     em3    Wasser  wurde weiter gekühlt.

   Durch die     Auskristalli-          sation    erhielt man     11a-Oxy-progesteron    (Stoff       U-III)    mit     Schmp.    165-166  C, welches     trok-          ken    ein Gewicht von 300 mg aufwies.  



  Eine Zusammenstellung einiger     Biooxy-          dationsergebnisse    ist in Tabelle     III    (l. Teil  und 2. Teil) angegeben.  
EMI0012.0023     
  
     
EMI0013.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1I</I> <SEP> -(Fortsetzung)
<tb>  Gewicht <SEP> des
<tb>  hraktion <SEP> Lösungsmittel <SEP> Rückstandes <SEP> Papierchromatokrammuntersuchung
<tb>  Nr. <SEP> in <SEP> mg <SEP>   30 <SEP> Aceton <SEP> -h <SEP> 10 <SEP> % <SEP> MeOH <SEP> 0
<tb>  31 <SEP> Aceton <SEP> -h <SEP> 50 <SEP> 1/a <SEP> Me0H <SEP> 1
<tb>  32 <SEP> Aceton <SEP> -f- <SEP> 50 <SEP> 1/o <SEP> MeOH <SEP> 23
<tb>  33 <SEP> Me0H <SEP> 9     
EMI0013.0002     
  
    <I>Tabelle <SEP> III</I> <SEP> (1. <SEP> Teil)
<tb>  Fermentation
<tb>  Progesteron <SEP> Vol.

   <SEP> der <SEP> Brutdauer
<tb>  Versuch <SEP> zugefügt <SEP> Nährbodenlösung <SEP> Stunden
<tb>  mg <SEP> Liter
<tb>  26611CM179 <SEP> 1000 <SEP> 4 <SEP> 48
<tb>  266HCM195 <SEP> 1200 <SEP> 4 <SEP> 67
<tb>  266HCM206PA <SEP> 1000 <SEP> 4 <SEP> 24
<tb>  266HCM206PB <SEP> 1000 <SEP> 4 <SEP> 30
<tb>  2661ICM212 <SEP> 3000 <SEP> 10 <SEP> 24     
EMI0013.0003     
  
    <I>Tabelle <SEP> III</I> <SEP> (2.

   <SEP> Teil)
<tb>  Fraktionen <SEP> auf <SEP> der <SEP> <B>A1203</B> <SEP> Säule <SEP> enthalten
<tb>  lla-Oxy- <SEP> Dioxy- <SEP> Andere
<tb>  Versuch <SEP> Progesteron <SEP> progesteron <SEP> progesteron <SEP> Umwandlungs-  mg <SEP> [U-IIIl <SEP> [U-I<B>]</B> <SEP> produkte
<tb>  mg <SEP> mg
<tb>  266HCM179 <SEP> 0 <SEP> 391 <SEP> 142 <SEP> 18
<tb>  266HCM195 <SEP> 0 <SEP> 507 <SEP> 222 <SEP> 95
<tb>  2661-ICM206PA <SEP> 0 <SEP> 571 <SEP> 225 <SEP> 94
<tb>  266HCM206PB <SEP> 0 <SEP> 471. <SEP> 265 <SEP> 120
<tb>  266HCM212 <SEP> 1520 <SEP> 1260 <SEP> 76       <I>Beispiel 3</I>  Oxydation von Progesteron  Eine     1-em3-Aufschwemmung    von Sporen.

         (coinidia)    einer 5 Tage alten     '10-cm3-Kultur     des Pilzes     Rhizopus        arrhizus    in einer Nähr  bodenplatte, bestehend aus Malz,     Agar    und        Edamine ,    in einer sterilen physiologischen  Salzlösung wurde zum Impfen von 150     em3     einer sterilen     Nährbodenlösung,    bestehend aus       21/o         Edamine ,        5'%        Dextrose        und        0,5         /o     Maisquellwasser in Leitungswasser, verwen  det.

   Diese, 150     cms    einnehmende Pilzkultur,         -wurde    24 Stunden lang geschüttelt und einer  Lüftung unterworfen, wodurch ein starkes  vegetatives Wachstum gefördert wurde.  100     cm3    dieser vegetativen Pilzzucht wurde  zu 4 Liter steriler Nährlösung hinzugefügt,  dieselbe 24 Stunden geschüttelt und belüftet,  dann wurde 4 g Progesteron, gelöst in 40 cm.  Methanol, zugefügt und die Belüftung fort  gesetzt.

   Nach 24 Stünden 45 Minuten wurde  die Nährlösung mittels Extraktion mit     Me-          thylenchlorid,    wie in Beispiel 1, abgesondert,  wobei insgesamt 4 Liter     Methylenchlorid    wer-           wendet        wurden.    Die     Methylenchlöridlösung          wurde    aufgearbeitet und konzentriert, wobei  4,38g Rückstände erhalten wurden.

   Dieses    'Material wurde nach der in Beispiel 1 be  schriebenen Weise     chromatographiert    und  ergab folgende Fraktionen:  
EMI0014.0006     
  
    Fraktionen <SEP> Zusammensetzung <SEP> Gewicht <SEP> (g)
<tb>  Benzol <SEP> unlöslich <SEP> Dioxy-progesteron <SEP> [U-I] <SEP> 0,635
<tb>  14-16 <SEP> Progesteron <SEP> 0,694
<tb>  20-22 <SEP> 11a-Oxy-progesteron <SEP> [U-III <SEP> ] <SEP> 1,994
<tb>  23-25 <SEP> Nachzügler <SEP> (Mono <SEP> -f- <SEP> Dioxy  stoffe) <SEP> 0,437       Die das     11a-Oxy-progesteron    enthaltende  Fraktion wurde in 15     cm3    warmem Methanol  gelöst, 2     cm3    Wasser hinzufügt und die Lö  sung filtriert.

   Nach     Abkühlen    über Nacht        irden    1,15 g eines kristallinen Stoffes mit       Schmp.    163-166  C erhalten. Die Ausbeute  an     kristallinischem        11a-Oxy-progesteron    be  trug     29,1/a.    Ein kleiner zusätzlicher Ertrag       wurde    auch noch erhalten.

      <I>Beispiel 4</I>  Oxydation von     11-Desoxy-17-oxy-corticosteron     (Stoff S) in der     11-Stellung     Eine 16 Stunden alte Pilzkultur     RH-176,     welcher 1 g des Stoffes S, gelöst in 50     cm3          Jllethanol,    zugegeben wurde, wurde 4 Stunden  bei     Zimmertemperatur    unter Luftzutritt be  brütet.  



  Die     Fermentationsflüssigkeit,    welche einen.       pH-'\Vert    von 3,8 besass, wurde zuerst mit  2 Liter     Methylenchlorid    und dann noch  dreimal mit<B>je</B> einem Liter     Methylenehlorid     extrahiert. Die Extrakte wurden vereinigt und  je zweimal mit 500     cm3    einer 2     a/oigen    Na  triumbikarbonatlösung gewaschen. Die Aus  züge wurden vereinigt und dann zweimal  mit je 500     cm3    destilliertem Wasser ge  waschen. Die gewaschenen     Methvjenchlorid-          auszüge    wurden mit möglichst wenig wasser  freiem Natriumsulfat getrocknet und dann  im Luftstrom verdampft.

   Ein kleiner     aliquo-          ter    Teil des Rückstandes wurde Papier-         ehromatogrammimtersuehungen    unterworfen,  wobei sich herausstellte, dass eine neue, lang  sam wandernde Spur neben einer andern er  schien. Der -gesamte feste Rückstand, der  1,5286g wog, wurde in Benzol gelöst und  über     A1203        chromatographiert,    wie aus Ta  belle IV zu ersehen ist.

   Eine der     langsam     wandernden Spuren bildet den Hauptanteil  der Fraktion C des     Chromatogrammes     und diese     wurde    daher zur     Gewinniuig    des       Stoffes    verwendet, der sich von der Ausgangs  substanz, der Verbindung S, unterschied. Die  Fraktion C, welche 376,5 mg wog, wurde in  2     em3    heissem Methanol gelöst und filtriert.  Mittels eines Stickstoffstromes wurde das  Volumen auf 1,5     cm3    vermindert, wonach Kri  stalle ausfielen.  



  Diese wogen 152 mg und besassen einen       Schmp.    von 198-210  C. Nach     Umkristalli-          sierung    in 1     cm3    heissem Methanol erhielt man  35,6 mg Substanz mit     Schmp:    223-226  C.  Nochmaliges     Umkristallisieren    der letzten Sub  stanz ergab reine Kristalle mit     Schmp.    222  bis 225  C. Diese Verbindung enthielt Sauer  stoff in der     11-Stellung    des     Steroidring-          systems    und war mit     11a,17a,21-Trioxy-4-          pregnen-3,20-dion    identisch.  



  Analyse  Berechnet für     17-Oxy-corticosteron     
EMI0014.0057     
  
    C <SEP> 69,5 <SEP> H <SEP> 8,28
<tb>  Gefunden <SEP> C <SEP> 69;66 <SEP> 11 <SEP> 8,20       
EMI0015.0001     
  
     <I>Beispiel 5</I>  Oxydation der     11-Stellung    von     17a-Oxy-          progesteron     Eine 24 Stunden alte     Pilzkultur        RH-176,     welcher 1,0 g     17a-Oxy-progesteron,    gelöst in  50     cm3    Methanol, zugegeben wurden, wurde  48 Stunden bei Zimmertemperatur unter Luft-    zutritt unter     Bedingungen,    wie sie in Bei  spiel 1 angegeben sind, bebrütet. .  



  Die     Fermentationsflüssigkeit        (pH    = 3,6)  wurde zuerst mit zwei Liter     Methylenchlorid     und dann noch dreimal mit' je 1 Liter dessel  ben Lösungsmittels extrahiert. Die Extrakte  wurden vereinigt und zweimal     .mit.    500     cm3         2 obiger     Natriumbikarbonatlösung    gewaschen.  Die- Auszüge-     wurden--    vereinigt und zweimal  mit je 500     cm3    destilliertem Wasser gewaschen.

    Der gewaschene     Methylenchloridauszug    wurde       sodann        zeit        möglichst    wenig wasserfreiem  Natriumsulfat getrocknet und das     Methylen-          chlorid    unter Vakuum     abdestilliert.    Ein klei  ner     aliquoter    Teil des     Rückstandes    zeigte  bei     Papierchromatogrammuntersuchungen    das       Vorhandensein    von drei Spuren an, welche  nicht dem     17a-Oxy-progesteron    zugeordnet  werden konnten.

   Der gesamte feste Rück  stand, welcher 1,8849g wog, wurde in Benzol  gelöst und über     A1203        chromatographiert,    wie  aus Tabelle     V    zu ersehen ist. Ein die eine  Spur ergebender Stoff überwog in Fraktion    B, woraus 307 mg feste Substanz aus 1     em3     heissem Methanol     auskristallisiert    wurden.  Nach Abkühlung     wurden    61 mg Kristalle mit  einem     Schmp.    von 178-210  C erhalten.     Eine          Umkristallisierung    aus 0,5     em3    Methanol ergab  25 mg Kristalle mit     Sehmp.    2.19-222  C.

    Nochmaliges     Umkristallisieren    lieferte reine  Kristalle, welche einen     Schmp.    von 220 bis  223  C besassen. Diese Verbindung enthielt  Sauerstoff in der     11-Stellung    des     Steroidring-          systems    und     wurde    als     11a,17a-Dioxy-proge-          steron    identifiziert.  



  Analyse;  Berechnet für     11a,17a-Dioxy-progesteron     
EMI0016.0036     
  
    C <SEP> 72,8 <SEP> H <SEP> 8,60
<tb>  Gefunden <SEP> C <SEP> 73,01 <SEP> H <SEP> 8,65     
EMI0016.0037     
  
     
EMI0017.0001     
  
     <I>Beispiel 6</I>  Oxydation von     11-Desoxy-corticosteron     Eine 64 Stunden alte Pilzkultur     RH-176,.     welcher 1,0 g     11-Desoxy-corticosteron    in 4 Liter  Nährsubstrat zugegeben wurden,     wurde    54  Stunden bei Zimmertemperatur unter Bedin  gungen, wie in Beispiel 1 angegeben, bebrütet.

    Die     Fermentationsflüssigkeit    samt Myzelium  wurde zuerst einmal mit 2 Liter     Methylen-          chlorid    und dann dreimal mit je 1 Liter       Methylenchlorid    extrahiert. Die     Methylen-          ehloridauszüge    wurden vereinigt, zweimal mit       je        500        cms        2'%iger        Natriumbikarbonatlösung     und schliesslich zweimal mit je 500     ems    destil  liertem Wasser gewaschen.

   Der     Methylen-          chloridauszug    wurde mittels eines Luftstromes  zur Trockne verdampft und der feste Rück  stand in 50     cm3        Methylenchlorid    aufgenom  men. Die Lösung wurde in ein 100     ems    fassen  des     Becherglas    umgeleert und im Luftstrom  verdampft. Die festen Rückstände, welche  1,4218g wogen, wurden in Benzol gelöst     und       über     A120,        chromatographiert,    wie aus Ta  belle     VI    ersichtlich ist.

   Die Fraktion B liess  auf die Bildung dreier langsam wandernder  Verbindungen schliessen, wobei eine Spur die       stärkste    war. Ein Teil dieser Fraktion besass  eine biologische     Wirksamkeit,    welche eine     un-          gefähr    5     %ige        Umwandlung        in        bezug        auf          Corticosteron    anzeigte, gewertet nach der       Rattenleberglykogenprobe    von Papst und Mit  arbeitern,     Endocrinology,    41, 55 (1947).  



  Die restliche Substanz, 200 mg, wurde aus  1.     em3    Methanol umkristallisiert und lieferte  26 mg Kristalle mit     Sehmp:    180-189  C.  Zweimaliges     Umkristallisieren    dieser Substanz  ergab 8 mg Kristalle mit     Schmp.    190-192  C.       Infrarotuntersuchungen    liessen auf die Ein  führung einer neuen     Hydroxylgruppe    in       '11-Desoxy-corticosteron    durch die Einwirkung  der Pilzorganismen RH-176 schliessen. Das  Endprodukt     wurde    als das     11a,21-Dioxy-4-          pregnen-3,20-dion    erkannt.

    
EMI0017.0050     
  
     
EMI0018.0001     
  
     <I>Beispiel</I>  Oxydation von Progesteron  150 mg Progesteron, gelöst in ungefähr  3     em3    Aceton, wurde zu 150     cm3    Nährboden  lösung (wie vorher beschrieben), welche 60 mg  Markenprodukt      Tween    40  enthielt, gleich  zeitig mit dem Impfen des Nährbodens mit       RH-176    hinzugegeben. Das     beimpfte    Nährsub  strat wurde, -wie in ...

   Beispiel 1 angegeben,  unter Schütteln     bQlüftet,    wobei eine     1-Liter-          flasche    verwendet     wurde.        1NTach    72 Stunden  hatte die vollständige     Umwandlung    des     Proge-          sterons        stattgefunden        und        eine        30        %ige        Um-          wandlung    in     11a-Oxy-progesteron    (Stoff       U-III)

      wurde durch ein     Papierchromatogramin     festgestellt, wobei ein     Carbitol-Methylcyclo-          hexan-Lösungsmittelsystem    zum Nachweis der       Progesteronausnützung    und ein     Toluol-Pro-          pylenglycol-System    zur Feststellung des Um-         wandlungsgrades    und der erhaltenen Verbin  dungstypen verwendet wurden.  



  <I>Beispiel 8</I>  Oxydation von Progesteron       Eine    5 Tage alte     aerobische    Zucht von  RH-176 in 150     cm3        Nährbodenlösung    wurde  nach Zugabe von 150 mg Progesteron, gelöst       in..3._cm3    Aceton, unter     Belüftungsbedingun-          gen,    wie sie in Beispiel 7 beschrieben sind, be  brütet, wobei die Konzentration 1 mg je     cm3     betrug.

   Nach 32 Stunden war kein Proge  steron mehr nachweisbar, die Umwandlung  in die Stoffe     U-I    und     U-III    war vollständig,  und dabei betrug die Umwandlung in     U-III,          11a-Oxy-progesteron    ungefähr     501/o,    wie  durch ein     Papierchromatogramm    festgestellt  werden konnte, wobei ein     Carbitol-Methyl-          eyclohexan-Lösungsmittelsystem    zum Nach-      weis der     Progesteronausnützung    und ein       Toluol-Propylenglykolsystem    zur Feststellung  des     Umwandlungsgrades    und der erhaltenen  Verbindungstypen verwendet wurden.

    



       Beispiel   <I>9</I>  - Oxydation von Progesteron  In ähnlicher Weise wurde eine 41 Stun  den alte, 2 Liter umfassende Pilzzucht von       RH-176,    welcher 1 g Progesteron, gelöst in  40     ems    Aceton, zugemischt waren, 30 Stunden  lang einer Lüftung unterworfen. Die Lüftung  erfolgte in der Weise, dass ein Luftstrom von  0,1. Liter pro Minute unter heftigem Rühren  mit einem     Rührer    (etwa 250     U/min)    durch  die Nährflüssigkeit hindurchgeleitet wurde.

    Es wurde     11a-Oxy-progesteron    (Stoff     U-III)          mit        einer        Ausbeute        von        47'%-        durch        Extra-          hierung    der.     Fermentationsflüssigkeit    und des       ,Myzeliums    erhalten. Die Ausbeute an der.

         Dioxyverbindung    (Stoff     U-I)    betrug unge  fähr     26,5'0/a,    wobei die Ausbeute nach     ehro-          matographischer    Trennung mittels einer Alu  miniumoxydsäule und vor der     Umkristallisie-          rung    bestimmt -wurde. Die erhaltenen Sub  stanzen wurden in der in Beispiel 1 angege  benen Weise mit guter Ausbeute umkristalli  siert.  



  <I>Beispiel ZO</I>  Oxydation von Progesteron  Zu 150     em3    einer 24 Stunden     @    alten     RI-I-          176-Kultur    wurden 30 mg Progesteron, gelöst  in 3     cm3    Aceton, hinzugegeben und unter den  in Beispiel 7 angegebenen Bedingungen  24 Stunden belüftet.

   Die Umwandlung von  Progesteron in     11a-Oxy-progesteron    (Stoff       U-III)        betrug        ungefähr        60%,        korrigiert        in     bezug auf nicht umgewandeltes Progesteron  durch ein     Papierchromatogrämm,    bei einer       Gesamtausbeute        von        ungefähr        37%,

          wobei     ein     Carbitol-Methylcyclohexan-Lösungsmittel-          svstem    zum Nachweis von Progesteron und ein       Toluol-Propylenglykolsystem    zur Differenzie  rung der     Umwandlungsprodukte    verwendet  wurden.  



       Beispiel   <I>11</I>  Oxydation von Progesteron  Das obige Beispiel wurde mit 150     ems          Nährbodenlösung    wiederholt, wobei wieder    mit RH-176 geimpft wurde und 300 mg  Progesteron, in 3     cm3    Aceton gelöst, hinzu  gegeben wurde. Die Konzentration betrug 2 g  Progesteron auf 1 Liter Nährboden. Auch  nach 72 Stunden konnte mittels     Papierehro-          matogramm-und    Beobachtung des Pilzwachs  tums nachgewiesen werden, dass ein hinzu  gefügtes Progesteron noch immer umgewan  delt werden kann, jedoch waren die Ausbeu  ten von     U-III    und     U-I    kleiner als üblich.

    In ähnlicher Weise wurde Progesteron zum  Nährboden     a)    gleichzeitig - mit dem Impfen  des Nährbodens mit     RH-176,        b)    24 Stunden  nach dem Impfen und e) 5 Tage nach dem  Impfen des Nährbodens hinzugefügt und  jeweils gemäss Beispiel 1 belüftet, ohne dabei  eine wesentliche     Änderung    der Arten der ge  bildeten Stoffe feststellen zu können; und  zwar waren immer     Dibxy-progesteron        (U-I)     und     11a-Oxy-progesteron        (U-III)    vorhanden.

    <I>Beispiel 12</I>  Oxydation von     11-Desoxy-corticosteron     Der Arbeitsgang von     Beispiel'1        wurde    mit  einer 24 Stunden alten Kultur von     RH-176     wiederholt und einige neue, in     11-Stellung     oxydierte Verbindungen     'wurden    hergestellt,  wie aus einem     Papierehromatogramm    nach       Zäffaroni    mit     Diäthylenglykolmonoäthyläther-          als    stationäre Phase und     Methylcyelohexan    als  bewegliche Phase ersichtlich war.

   Bei der  Identifizierung erwies sieh eine davon als       11-epi-Corticosteron    mit einem     Schmp.    von 159        (korr);        [a,]    20 =     -f-    149  (in Essigester).  



  <I>Beispiel 13</I>  Oxydation der     11-Stellung    von     3-Oxy-          pregnan-20-on     In der gleichen Weise wie bei der oben  angegebenen Oxydation der     11-Stellung    des       Steroidringsystems    von     17a-Oxy-progesteron     wird     3-Oxy-pregnan-20-on    in der     11-Stellung     des Ringsystems durch     Einwirkung    einer  Kultur von     RH-176    oxydiert, wobei     3a,11a-          .        Dioxy-pregnan-20-on    erhalten wird. .  



  <I>Beispiel</I>     14     Oxydation von Steroiden in der     11-Stellung          300        cm.3        der        üblichen,        aus        2'%.         Edamine ,          5%        Dextrose.--und-Maisquellwasser    bestehen-      den     Nährbodenlösung    mit einem     pH    von 6,5  wurde mit Sporen der Organismen RH-176  geimpft und 24 Stunden unter Lüftung ge  schüttelt.

   Von diesem Nährboden     wurden    An  teile von je 20     cm3    in sterile, 100     cm3    fassende  Kolben gefüllt und .jedem Kolben     wurden     ungefähr je 6 mg folgender     Steroidsubstan-          zen,    gelöst .in höchstens 0,3     cm3    Aceton, hin  zugefügt, wobei eine feine Suspension der    Steroide in der     Nährbodenflüssigkeit    erzeugt  wird. Die Kolben     wurden    mit ihrem Inhalt  24 Stunden geschüttelt und sodann der Inhalt  extrahiert, um die Änderungen mittels eines       PapierchromatogTammes    bestimmen zu kön  nen.

   In der folgenden Tabelle     VII    sind die  behandelten Steroide, der     px-Endwert    und die  Endstoffe angegeben.  
EMI0020.0015     
  
    <I>Tabelle <SEP> VII</I>
<tb>  Steroide <SEP> P$ <SEP> Endwert' <SEP> Endstoffe
<tb>  1. <SEP> Androstendion <SEP> 3,75 <SEP> lla-Oxy-androstendion
<tb>  2. <SEP> Cholestenon <SEP> 4,12 <SEP> lla-Oxy-cholestenon
<tb>  3. <SEP> Ergosteron <SEP> 3,9 <SEP> lla-Oxy-ergosteron
<tb>  4. <SEP> Pregnenolonacetat <SEP> 3,9 <SEP> 7,11-Dioxy-pregnenolon
<tb>  5.

   <SEP> Stigmastadienon <SEP> 3,0 <SEP> Ila-Oxy-stigmastadienon
<tb>  Knapp <SEP> vor <SEP> der <SEP> Extraktion       Alle diese Verbindungen sind in der     11-          Stellung    des     Steroidringsystems    durch die       Einwirkung    von     RH-176    oxydiert.    <I>Beispiel 15</I>  Oxydation der     11-Stellung    in Progesteron  Zum Impfen von 150     cms    eines üblichen,  aus      Edamine ,        Ghikose,    Maisquellwasser und  Leitungswasser bestehenden Nährbodens wurde  1     cms    einer aus 10     em3    bestehenden Koch..

         salzlösungsaüfschwemmung    von Sporen einer       Schrägkultur    von RH-176 aus der Sammlung  verwendet. Nach 24stündigem Schütteln wur  den 5     cm3    davon verwendet, um 150     cms     eines sterilen Nährbodens folgender Zusam  mensetzung zu impfen: 0,3 g primäres     Kaliilm-          phosphat        (KH2P04),    1,5 g     Ammoniiunnitrat          (NH4N03),    0,25g     Magnesiumsulfatheptahydrat          (l-TgS04.        7I320)    mit Leitungswasser auf  1 Liter gebracht.

   Nach Sterilisierung des  Nährbodens bei 120  betrug der     pil-Wert    des  Nährbodens 4,3.  



  Nach einer     24stündigen    Lüftungsdauer,  wodurch ein starkes Wachstum hervorgerufen       würde,    kam eine Lösung von 60 mg Proge  steron in 3     cm3    Methanol zur Pilzkultur dazu.  Nach weiteren 24 Stunden Lüftung wurde die         Fermentationsflüssigkeit    mit     Methylenchlorid     extrahiert. Wie aus     papierchromatographi-          schen    Untersuchungen ersichtlich werde, war  der     UmwandlungsgTad    in     lla-Oxy-progesteron.          (U-III)    und weiter oxydierten Derivaten hoch.

    Die extrahierte Substanz     (U-III)    war kristal  lin und schwächer gefärbt als bei komplizier  ter zusammengesetzten Nährböden.    <I>Beispiel 16</I>  Oxydation von Steroiden in der     11-Stellung     Die verwendeten Organismen wurden in  einer     Nährbodenlösung    folgender Zusammen  setzung gezüchtet: 20 g      Edamine ,    5 cm?,  Maisquellwasser, 50 g Dextrose, mit Leitungs  wasser auf 1 Liter aufgefüllt, auf PH 6,5 ein  gestellt und dann auf 120  C 20 Minuten lang  sterilisiert.  



  Die Kulturen wurden mittels stark     sporen-          beladener        Schrägkulturen        beimpft,-        die        10        %     getrockneten Malzextrakt und     211-/o.        Agar    ent  hielten.     Alle    Kolben enthielten durchschnitt  lich je 30     em3    des Nährbodens.  



  Die Kolben würden unter Luftzutritt  24 Stunden lang bei Zimmertemperatur ge  schüttelt. Eine gewisse Menge der Steroide  wurde in Form einer 2     1/oigen        Acetonlösung         (Substanzgewicht je     Volumteile    - Lösungs  mittel) hinzugefügt und der Kolben weitere  24 Stunden bei Zimmertemperatur geschüttelt.  Auf 30     cm-'    kamen 6 mg Steroide.  



  Das     Fermentationsgemisch,    bestehend     aus          Nährbodenlösung,    dem     Steroid    und den Orga  nismen wurde dreimal mit     Methylenchlorid     extrahiert, und zwar mit     Lösungsmittelvolu-          men,    welche gleich gross wie das Volumen der       wässrigen    Lösung waren.

   Der Aaszug     wurde       in einem Scheidetrichter von der-     wässrigen          Lösung        getrennt        und        mit        2%        Natriumbikar-          bonatlösung    und destilliertem Wasser ge  waschen. Das Lösungsmittel wurde bis zur  Trockene abgedampft und der Rückstand  durch     Papierchromatographie    geprüft.  



  In der nachfolgenden Tabelle     VIII    sind  die verwendeten Organismen und die Steroid  substanz angegeben.  
EMI0021.0022     
  
    <I>Tabelle <SEP> VIII</I>
<tb>  Steroid <SEP> : <SEP> Progesteron
<tb>  Organismen <SEP> American <SEP> Type <SEP> Culture
<tb>  Collection <SEP> Nr.
<tb>  1. <SEP> Mucor <SEP> rouxi. <SEP> 4857
<tb>  2. <SEP> Mucor <SEP> griseocyanus <SEP> (-I-) <SEP> 1207a
<tb>  3. <SEP> Mucor <SEP> griseocyanus <SEP> (-) <SEP> 1207b
<tb>  4. <SEP> Mucor <SEP> hiemalis <SEP> var. <SEP> albus <SEP> 6800
<tb>  5. <SEP> Mucor <SEP> hiemalis <SEP> 8690
<tb>  6. <SEP> Mucor <SEP> mucedo <SEP> 9836
<tb>  7. <SEP> Mucor <SEP> mucedo <SEP> 9635
<tb>  B. <SEP> Mucor <SEP> mucedo <SEP> 7941
<tb>  9. <SEP> Mucor <SEP> nigricans <SEP> 10404
<tb>  10. <SEP> Rhizopus <SEP> nigricans <SEP> 7577
<tb>  1.1.

   <SEP> Rhizopus <SEP> nigricans <SEP> (-f-) <SEP> 6227a
<tb>  12. <SEP> Rhizopus <SEP> nigricans <SEP> (-) <SEP> 6227b
<tb>  13. <SEP> Rhizopus <SEP> chnensis <SEP> (-) <SEP> 1227b
<tb>  14. <SEP> Rhizopus <SEP> japonicus <SEP> 8446
<tb>  15. <SEP> R.hizopus <SEP> oryzae <SEP> 10260
<tb>  16. <SEP> Rhizopus <SEP> oxyzae <SEP> 9363
<tb>  Steroid <SEP> :

   <SEP> 11-Desoxy-17a-oxy-corticosteron
<tb>  17. <SEP> Mucor <SEP> rouxi <SEP> 4857
<tb>  18. <SEP> Mucor <SEP> griseocyanus <SEP> (-i-) <SEP> 1207a
<tb>  19. <SEP> Mizeor <SEP> griseocyanus <SEP> (-) <SEP> 1207b       Versuche über die Einwirkung der in der  Tabelle     VIII    angegebenen Organismen auf       11-Desoxy-corticosteron,        17-Oxy-progesteron     und     11-Desoxy-17-oxy-corticosteron    ergaben  ähnliche Resultate, nämlich die Einführung  einer     Hydroxylgruppe    in die     11-Stellung    'des       Steroidringsystems.     



  In ähnlicher Weise wird bei     Einwirkung     der im folgenden aufgezählten     Pilzorganismen       auf Progesteron,     11-Desoxy-corticosteron,        11-          Desoxy    -17 -     oxy-corticosteron    und     17-Oxy-          progesteron        dasselbe    Ergebnis erhalten:

       Mucor_          genevensis,        plumbeus,        parasiticus,        dubius,          javanicus,        adventitius,        microsporus,        roucianus,          racem.osus;        Rhizopus        reflexus,        shanghaiensis,          tritici,        schnii,        delamar,        tonkinensis,        kazanensis;

            Phycomyces        blakeslecanus,        theobromatus;        Ab-          sidia        gläuca;        Zygorhynchus        moelleri,

          hererö-          gamus    und     Syncephalis        nodosa.         <I>Beispiel 17 ' -</I>  Oxydation von Progesteron unter     Verwendung     von     Filtraten    der     Fermentationsflüssigkeit     von RH-176  Eine 72 Stunden alte Kultur     wurde    fil  triert und daraus 160     em3    Filtrat der Fermen  tationsflüssigkeit mit einem PH-Wert von 4,1  erhalten.

   Das Myzelium     wurde    in einem        Waring     -Mischer unter Zusatz einer  0,9      /oigen    Kochsalzlösung 15 Minuten lang  zerkleinert und     abzentrifngiert,    wobei 100     cm3     Flüssigkeit abgetrennt wurden und welche in  zwei gleiche Teile geteilt     wurde.    Ein Teil       wurde    bei     pH    4,65- belassen, der andere mit       halbmolarer        Na2HP04    Lösung auf     pH    6,76  gestellt.

   Der     Myzeliumrückstand    wurde zu,       sammen    mit etwas zugegebener Kochsalzlösung  in einen eigenen Kolben geschüttet. Zu jedem  Kolben     wurde    Progesteron (30 mg je     cms     Aceton) in der im folgenden angegebenen.

    Weise hinzugegeben  
EMI0022.0021     
  
    Fraktion <SEP> Progesteron  menge
<tb>  S <SEP> I <SEP> = <SEP> überstehende <SEP> Flüssigkeit
<tb>  pg <SEP> 6,76 <SEP> 30 <SEP> mg
<tb>  S <SEP> II <SEP> = <SEP> überstehende <SEP> Flüssigkeit
<tb>  pa <SEP> 4,65 <SEP> 30- <SEP> mg
<tb>  R <SEP> = <SEP> Myzeliumrückstände <SEP> 60 <SEP> mg
<tb>  BF <SEP> - <SEP> unverdünnte <SEP> Fermenta  tionsflüssigkeit <SEP> pa. <SEP> 4,1 <SEP> 30 <SEP> mg       Die mit Wattebauschen verschlossenen Kol  ben     wurden    17 -Stunden lang bei Zimmer  temperatur geschüttelt und in der in Bei  spiel 1 angeführten Weise mit     Methylen-          chlorid    extrahiert.

       Papierchromatogramme    mit       aliquoten,    300 y wiegenden Mengen von  Steroiden zeigten, bei Verwendung eines        Carbitol -,        Methylcyclohexan-Lösungsmittel-          sy        stems,    dass     S    I eine sehr geringe     Umwand-          hLug    in höher oxydierte Substanzen ergab,  S     II    eine     beachtliche    und     BF    eine noch  grössere Umwandlung hervorriefen, dass aber  die     Myzeliumrückstände    eine vollständige Um  wandhing ergaben.

      <I>Beispiel' 18</I>  Oxydation von     11-Desoxy-corticosteronacetat     In einem 5 Liter fassenden,     mit    Rührwerk  versehenen     Glasfermenter    wurden 3 Liter  Nährboden (Dextrose 50 g, Maisquellwasser,       Caseinpepton    20 g,     dest.    Wasser 1000 cm')  mit Sporen des Pilzes     Rhizopus        nigricans     Ehrenberg (bestimmt nach     H.        Zycha,        Krypto-          gamenflora    der Mark Brandenburg, Band     VIa          (Pilze,        II,

          Mucorineae)    Leipzig, 1939 und  G. Lindau,  Die mikroskopischen Pilze , Ber  lin, 1922) geimpft. Die Ausgangskulturen     für     die Impfung waren jeweils 5 Tage alt und  wurden auf Malzextrakt mit Maisquellwasser       (Schrägagar)        vorgezüchtet.    Durch den     be-          impften.    .Nährboden wurde bei 24  C unter  Rührung sterile Luft mit einer Geschwindig  keit von 500 Liter/min. geleitet. Zur Schaum  verhütung wurden 6     cm3        Spermöl    zugegeben.

         Naeh    24stündigem Wachstum wurden 1,5 g       Desoxycorticosteronacetat,    gelöst in 7,5     cm3          Benzylalkohol    zugegeben, und es wurde da  nach weitere 24 Stunden bei gleicher Belüf  tung gerührt. Zur Gewinnung des Reaktions  produktes wird der Inhalt des     Fermenters     dreimal mit insgesamt 4 Liter     Methylen-          chlorid    ausgeschüttelt. Das     Methylenchlorid     wird zweimal mit jeweils 500     cm3    2     o/oiger          Natriumbicarbonatlösung    und danach zwei  mal mit je 1 Liter Wasser gewaschen.

   Es  wird nun einer Destillation unterworfen, wobei  ein öliger Rückstand zurückbleibt. Um Wasser  reste zu entfernen, wird der     Destillations-          rückstand    nochmals mit     Methylenchlorid    ver  setzt und letzteres wieder     abdestilliert.     



  Zur Bestimmung der Ausbeute der Reak  tionsprodukte     wurde    der     Gesamtrückstand    ge  wogen. Ein abgewogener Teil wurde in einem  bekannten Volumen Chloroform aufgelöst.  Ein     aliquoter    Teil     wird    mit einer     Mikrometer-          Syringe    auf     Propylenglykol-getränktes    Papier  (Schleicher  &      Schüll    Nr. 2043b) aufgetragen  und mit     Toluol    einer absteigenden Papier  chromatographie unterworfen. Das unver  änderte     Desoxy-corticosteronacetat    wandert.

    auf dem Papier sehr schnell aus (etwa an der       Toluolgrenze),        während        Oxydationsprodukte         sehr nahe dem Ausgangsfleck verbleiben. Die       Sichtbarmachung    und Bestimmung der Sub  stanzen in den Flecken erfolgte durch Be  handlung des getrockneten Papiers mit alka  lischem     Triphenyltetrazoliumchlorid    (2     ohige     Lösung mit gleichem Volumen     ln-Natron-          lauge)    und nachfolgendem Erwärmen bei  45  C Trockenschrank. Danach wird das Pa  pier mit Wasser gespült und wieder getrock  net.

   Die sich mit reduzierenden Substanzen  bildenden roten Flecke können nun heraus  geschnitten, mit     Methylglykol        eluiert    und       kolorimetriert    werden. Zum Vergleich     wurde     eine     Eichkurve    mit     Desoxy-corticosteronacetat     in der Weise aufgenommen, dass verschiedene  Mengen dieser Substanz auf Papier     aufgetra-          men    und der gleichen Behandlung unterworfen  wurden, wie das Papier mit der Analyse.

   Die       Extinktion    von Flecken, die mit     Corticosteron     erhalten wurden, war etwa die gleiche wie die  des     Desoxy-corticosteronacetates,    deshalb ge  nügte es,     Desoxy-corticosteronacetat    als Eich  substanz zu verwenden. Zur Sicherheit wurde  jedes     Papierchromatogramm    dreimal gemacht  und der Mittelwert aus den Ergebnissen ge  nommen.

      Nach dieser Methode vorgenommene Be  stimmungen des oxydierten Produktes ergaben       eine        Ausbeute        von        60-70        %        des        verwendeten          Desoxy-corticosteronacetates.     



  Die Reaktionsprodukte wurden nun     präpa-          rativ    isoliert. Zu diesem Zwecke wurde das  erhaltene Öl mit einem Gemisch von     Benzol-          Petroläther    \(1 :1) gelöst und die Lösung an  25 g saurem     A1203        chromatographiert.    Mit  Benzol, Äther und Chloroform als     Elutions-          mittel    wurden in üblicher Weise die einzelnen  Fraktionen isoliert.  



  Die Hauptfraktion befand sich in den.       Chloroformlösungen.    Das Rohprodukt war       bereits    kristallisiert und wog rund 0,6 g;  daraus liess sich durch     Kristallisation    aus Essig  ester und Äther (1,5:5) das     11-Epi-cortico-          steron    isolieren. Schmelzpunkt 159      (korr.)    ;       [alD    =     -f-        i49     (in Essigester).

   Die     Substanz     gab keine     Schmelzpunktdepression    mit synthe  tisch hergestelltem     Epi-corticosteron..    Die         Ultrarotspektren    beider     Substanzen    wären  identisch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 11-Oxy- steroiden durch Oxydation von Steroiden, die in 11-Stellung eine Methylengruppe enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Ste- roide einer biochemischen Oxydation unter aeroben Bedingungen mittels Enzymen unter wirft, die von Pilzarten der Ordnung Muco- rales erzeugt werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steroide der Einwirkung eines lebenden Stammes einer Pilzart der Ordnung Mueorales unterworfen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die verwendete Pilzart der Familie Mucoraceae angehört 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die verwendete Pilzart der Gattung Rhizopus angehört. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die verwendete Pilzart der Gattung Mucor angehört. 5.
    Verfahren nach Unteraüspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die oxydierenden Enzyme von einem oxydierenden Pilzstamm der Art Rhizopus arrhizus erzeugt werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, däss die oxydierenden Enzyme von einem oxydierenden Pilzstamm der Art Mucor mucedo erzeugt werden. 7.
    Verfahren nach @ Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Pilze in einer Tauchkultur in einem Nährsubstrat unter Rühren der Reaktionsmischung gezüchtet wer den und. das Steroid der oxydierenden Wir kung dieser Kultur unterworfen wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Oxysteroid durch Extraktion aus der Reaktionsmischung abgetrennt wird. 9.-- Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pilzkultur einer oxydierenden Art der Gattung Rhizopus in einem entsprechen den Nährsubstrat unter aeroben Bedingungen gezüchtet wird und ein Steroid der Einwir kung der oxydierenden Enzyme, welche von der genannten Kultur erzeugt werden,
    unter worfen wird und das oxydierte Steroid aus der Fermentationsmischung extrahiert wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid Progesteron verwendet wird. 11. Verfahren. nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 17-Oxy-progesteron verwendet wird. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 11-Desoxy-17-oxy-eörtieosteron verwendet wird. s 13. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 11-Desoxy-corticosteron verwendet wird. 14. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 3-Oxy-pregnan-20-on verwendet wird. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pilzkultur einer oxydierenden Art der Gattung Mucor in einem entsprechenden Nährboden unter aeroben Bedingungen ge züchtet wird und ein Steroid der Einwirkung der oxydierenden =Enzyme; welche von der genannten Kultur erzeugt werden, unterwor fen wird und das oxydierte Steroid aus der Fermentationsmischung extrahiert wird. 16.
    Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid Progesteron verwendet wird. 17. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 17-Oxy-progesteron verwendet wird. 18. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 11-Desoxy-17-oxy-corticosterori verwendet wird. 19. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 11-Desoxy-corticosteron verwendet wird. 20.
    Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff das Steroid 3-Oxy-pregnan-20-on verwendet wird. 21. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, zur Herstellung von 11-Oxy- progesteron, dadurch gekennzeichnet, dass Progesteron der oxydierenden Einwirkung der Enzyme von aerob gezüchteten Kulturen eines Pilzstammes der Art Rhizopus arrhizus unter worfen wird. 22.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass 11a-Oxy-progesteron der Formel EMI0024.0050 durch die oxydierende Einwirkung der unter aeroben Bedingungen mittels eines Nährsub strates gezüchteten Kulturen eines Stammes der Art Rhizopus arrhizus auf Progesteron hergestellt. wird. 23. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Pilz Rhizopus nigricans verwendet wird. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4; dadurch gekennzeichnet, dass 11a-Oxy-progesteron der Formel EMI0025.0001 durch die oxydierende Einwirkung der unter aeroben Bedingungen mittels eines Nährsub strates gezüchteten Kulturen eines Stammes der Art Mucor mixcedo auf Progesteron her gestellt wird.
    25: Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Nährstoffe ent haltendes Substrat, welches ein Steroid ent hält, durch eine Tauchkultur einer oxydieren den Pilzart der Familie Mucoraceae in Gegen wart von sauerstoffhaltigem Gas in der Nähr substratlösung einer aeroben Fermentation unterworfen wird. 26.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine. Pilzkultur aus der Ordnung Mucorales -unter aeroben Be dingungen gezüchtet wird und ein Steroid der oxydierenden Einwirkung dieser Kultur unterworfen wird. 27.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man unter aeroben Bedingungen einen oxydierenden Stamm einer Pilzart der Ordnung Mucorales auf einem Nährboden züchtet, welcher ausser dem Steroidkohlenstoff assimilierbaren Stickstoff und Kohlenstoff enthält,
    ein Steroid mit bis zu inklusive 22 C-Atomen im zusammenhän genden Kohlenstoff-Skelett der oxydierenden Einwirkung dieser Pilzkultur unterwirft und das entstandene oxydierte Steroid mit der gleichen Anzahl von C-Atomen im zusammen hängenden Kohlenstoff-Skelett wie das Aus- gangssteroid sodann abtrennt. 28. Verfahren nach Unteranspruch 27, da durch gekennzeichnet, dass der verwendete Pilz der Familie Mtieoraceae aneehört. 29.
    Verfahren nach Unteranspruch 27; da durch gekennzeichnet, dass der verwendete Pilz der Gattung Rhizopus angehört. 30. Verfahren nach Unteranspruch 27, da durch gekennzeichnet, dass der verwendete Pilz der Unterfamilie Choanephoreae ange hört. _ 31. Verfahren nach Unteranspruch 27, da durch gekennzeichnet, dass der verwendete Pilz der Gattung Cunninghamella angehört. 32.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man unter aeroben Bedingungen einen oxydierenden Stamm einer Pilzart der Gattung Rhizopus auf einem assi- milierbaren Stickstoff und Kohlenhydrate enthaltenden Nährboden züchtet,
    ein Steroid mit einer 2-C-Atom-Seitenkette in 17-Stellung der oxydierenden Einwirkung dieser Kultur unterwirft und das 11-Oxy-Steroid mit der gleichen Anzahl von C-Atomen im zusammen hängenden Kohlenstoff-Skelett wie das Aus- gangssteroid isoliert. 33. Verfahren nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs- steroid Progesteron verwendet wird. 34.
    Verfahren nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass der verwendete Pilz Rhizopus arrhizus ist. 35. Verfahren nach Unteranspruch 34, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs- steroid Progesteron und der Pilz Rhizopus arrhizus verwendet wird, 36. Verfahren nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass der verwendete Pilz Rhizopus nigricans ist. 37.
    Verfahren nach Unteranspruch 36, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs- steroid Progesteron und der Pilz Rhizopus nigricans verwendet wird. 38. Verfahren nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangs steroid-Desoxy-corticosteronacetat und der Pilz Rhizopus nigricans Ehrenberg verwendet wird. 39.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man unter aeroben. Bedingungen einen oxydierenden Stamm einer Pilzart der Gattung Mueor auf einem assi- milierbaren Stickstoff und Kohlehydrate ent haltenden Nährboden züchtet,
    ein Steroid mit einer 2-C-Atom-Seitenkette in 17-Stellung der oxydierenden Einwirkung dieser Kultur unterwirft und das 11-Oxy-steroid mit der gleichen Anzahl von C-Atomen im zusammen hängenden Kohlenstoff-Skelett wie das Aus- gangssteroid -isoliert.
    40: Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man unter aeroben Bedingungen einen oxydierenden Stamm einer Pilzart der - Ordnung Mucorales auf einem assimilierbaren Stickstoff und Kohlenstoff ausser dem Steroidkohlenstoff enthaltenden Nährboden züchtet,
    ein Steroid mit bis zu inklusive 22 C-Atomen im -zusammenhängen den Kohlenstoff-Skelett der oxydierenden Ein wirkung dieser Kultur unterwirft und das entstandene oxydierte Steroid abtrennt. 41. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff 11-Desoxy-eorticosteronacetat verwendet und 11.-Epi-corticosteron abgetrennt wird. 42.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass 11-Desoxy-cortico- steron mittels einer Pilzart der Unterfamilie Coanephoreae oxydiert und das gebildete Corticosteron abgetrennt wird. 43-. Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass 11-Desoxy-cortico- steron mittels eines Pilzes der Gattung Cunninghamella oxydiert wird. 44.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Progesteron mittels einer Pilzart der Unterfamilie Coanephoreae oxydiert und das gebildete 11fl'-Oxy-proge- steron abgetrennt wird. 45. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Progesteron mittels eines Pilzes der Gattung Cunninghamella oxydiert wird.
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