CH329203A - Verfahren zur Herstellung von Chinuclidin-4-carbonsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chinuclidin-4-carbonsäureestern

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CH329203A
CH329203A CH329203DA CH329203A CH 329203 A CH329203 A CH 329203A CH 329203D A CH329203D A CH 329203DA CH 329203 A CH329203 A CH 329203A
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      Verfahren        zur    Herstellung von     Chinuelidin-4-earbonsäureestern            Chinue-lidin-4-carbonsäureester    sind     bis     heute noch unbekannt. Es     wurde    gefunden,  dass solche Verbindungen beständig     sind,        und     nach dem hier beschriebenen Verfahren gut       hergestellt    werden     können.     



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur     Herstellung    von       Chinuelidin-4-carbonsäureestern    und deren  Salzen, welches dadurch     gekennzeichnet        ist,     dass man     1-Alkyl-4-cyano-piperidine    in eine       MetalIverbindung    überführt, mit einem reak  tionsfähigen Ester     eines        1,2-Glykols    konden  siert,

   die erhaltenen Verbindungen dequaterni-         siert.    und     die        Cyangruppe    in eine     Carbon-          säureestergr.ippe        überführt.     



  Die Synthese der neuen     Chinuclidinderi-          vate    verläuft z. B. nach folgendem Schema:       1-Alkyl-47cyano-piperidin    wird mit einer  Metall-, besonders     Alkaliriietallverbind-ung,    wie  z. B.

   Natrium- oder     Lithiumamid,        Kalium    in       flüssigem        Ammoniak,        Lithiumdiäthylamid-    oder  vorzugsweise mit     Phenylnatriiun    in einem       inerten    Lösungsmittel in das     Alkalisalz    über  geführt     und        dann    mit einem     reaktionsfähigen     Ester eines     1,2-Glykols,    besonders mit     Äthy-          lenhalogeniden,    vorzugsweise mit     Äthylenchlo-          rid,

          kondensiert.       
EMI0002.0001     
    Die Umwandlung der     Nitrile    in     die        Car-          bonsäureester        erfolgt    in an sich     bekannter          Weise    z. B.     -durch    Hydrolyse und Verestern,  z. B. durch     Überführen    einer erhaltenen     Car-          bonsäure    in     das    Säurechlorid und Umsetzung  mit Alkoholen, vorzugsweise mit niederen  Alkoholen.

   Die     Dequaternisierung        kann    man  vorzugsweise     mittels    Pyrolyse, wie trockenem  Erhitzen im     Vakuum    und gegebenenfalls       gleichzeitiger        Sublimation    der     entstandenen          dequaternisierten    Verbindungen bewerkstel  ligen.  



  Je nach der     Ausführungsform        des    Ver  fahrens erhält man die neuen Verbindungen       in.        Form    der freien     Basen    oder ihrer Salze.       Aus    den Salzen lassen sich in     üblicher        Weise     die Basen     gewinnen;    freie Basen können nach  bekannten Methoden in ihre Salze abgewandelt  werden. Dabei eignen sich zur Bildung von         therapeutisch    verwendbaren Salzen solche mit       anorganischen    Säuren, wie z.

   B. mit     Halogen-          wasserstoffsäuren,        Schwefelsäuren,    Salpeter  säure,     Phosphorsäuren,        Rhodanwasserstoff-          säure    oder mit     organischen    Säuren, wie z. B.

    mit     Essigsäure,        Propionsäure,        Oxalsäure,    Ma  lonsäure,     Bernsteinsäure,        Äpfelsäure,        Methan-          sulfonsäure,        Äthänsulfonsäure,        OxyäthansLll-          fonsäure,    Benzol- oder     Toluolsidfonsäure    oder  mit therapeutisch     wirksamen    Säuren.  



  Die als     Ausgangsstoffe    genannten     1-Alkyl-          4-cyano-piperidine        lassen    sich in an sich     be-          kannter    Weise herstellen.  



  Die neuen     Chinuclidin-4-carbonsäureester     sind therapeutisch     wirksam.    So zeigen sie  ausgesprochene     sympaticomimetische    Eigen  schaften, die für eine     therapeutische    Wirkung  auf die     gestörte        Darmfunktion        praktisch    von  Bedeutung sind.

   Sie sollen als Heilmittel Ver-      Wendung     finden    und     als        Zwischenprodukte     zur Herstellung von     Desinfektionsmitteln,          Textilhilfsstoffen    und von     Heilmitteln    dienen,  Die Erfindung wird im nachstehenden Bei  spiel beschrieben. Zwischen Gewichtsteilen  und     Volumteilen    besteht :die gleiche Beziehung  wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter.  Die Temperaturen sind in     Celsiusgraden    an  gegeben.  



  <I>Beispiel</I>  Zu einer aus 4 Gewichtsteilen     Natriumsand     und 9,7     Gewichtsteilen    Chlorbenzol in 50       Volumteilen        abs.    Benzol unter Stickstoff be  reiteten     Suspension    von     Phenylnatrium    wird  bei     5     eine Lösung von 10     Gewichtsteilen        1-          lIethyl-4-cyano-piperidin,

          in    30     Volumteilen          abs.        Benzol    innert 20     1ATinuten        zutropfen    ge  lassen. Nach     dreissigminütigem        Rühren    bei 20   wird     erneut    auf 5  abgekühlt und unter  Kühlen 7,2 Gewichtsteile     1,2-Dichloräthan     langsam     zugetropft    und anschliessend     während     45 Minuten bei 20  weitergerührt.

   Zur Zer  störung     des    unverbrauchten Natriums versetzt  man das     dickflüssige,        braunschwarze        Reak-          tionsgemisch    unter Kühlen zunächst mit 3       Volumteilen    Methanol und dann mit 40     Vo-          lumteilen        Wasser.    Nach     Abtrennung    der     wäss-          rigen    Schicht wird     diese    noch     dreimal    mit je  30     Yolumteilen        Benzol        

  extrahiert    und die  vereinigten     Benzolextrakte    über Pottasche     ge-          trocknet,    Beim Erhitzen der etwas     eingeengten          Benzollösung    zum Sieden unter     Rückfluss    wäh  rend 15     Sunden    fallen 2,54 Gewichtsteile       kristallines        1-Methyl-4-eyano-chinuclidinium-          chlorid    aus.

   Dieses     äusserst    hygroskopische Salz       kristallisiert    aus     Isopropanol    in     farblosen    Na  deln vom     Smp.        290-293         (unkorr.).    Mit       äthanolischer        Pikrinsäurelösung    wird ein       Pikrat    erhalten vom     Smp.    261-262 .  



  Die nach dem     Altrennen    des obigen       Chinuelidiniumsalzes    erhaltene     benzolische     Mutterlauge hinterlässt nach dein Eindampfen  4,5 Gewichtsteile     1-Methyl-4-cyano=piperidin,     welches nach der     Destillation        erneut    verwen  det werden kann.  



  2 Gewichtsteile trockenes     1-Methyl-4-cy        ano-          ehinuclidiniiim-chlorid,        werden    im Vakuum  von 13 mm     I-Ig    auf 260-270  erhitzt, wobei         4-Cyano-chinuclidin    an den kalten     Stellen    der       Destillationsapparatur    kondensiert. Dieses  wird in     Chloroform    aufgenommen und die  Lösung eingedampft. Nach Sublimation des  Rückstandes bei 13 mm und 110      Badtempera-          tur    werden 1,26 Gewichtsteile der reinen Base  in Form langer, farbloser Nadeln vom       Smp.    135  erhalten.

   Das     Pikrat    der Base  schmilzt nach     Kristallisation    aus Methanol  bei 286-289  unter     Zersetzung.    Mit     Methyl-          jodid    wird ein     Methjodid    gebildet, welches aus       Äthanol    in farblosen Nadeln     kristallisiert        und     bei 310  noch nicht     geschmolzen        ist.     



  3     Gewichtsteile        4-Cyano-chinuclidin    wer  den mit 50     Volumteilen    einer     5prozentigen          wässrigen    Lösung von N     atritunhydroxyd-    wäh  rend 14     Stunden        unter        Rückfluss    gekocht, wo  bei Ammoniak entwickelt     wird.    Nach dem     Ab-          kühlen    wird     mit        konz.        Salzsäure        -angesäuert     und im Vakuum eingedampft.

       Durch    Extrak  tion des     Rückstandes    mit heissem     absolutem     Äthanol und     Eindampfen    werden 4,3 Ge  wichtsteile     Chinuclidin-4-carbonsäure-hydro-          chlorid    erhalten, welches aus Äthanol in farb  losen Nadeln     kristallisiert.    Diese sind bei 360   noch     nicht        geschmolzen.     



  Das aus dem Hydrochlorid mit     äthanoli-          scher        Pikrinsäurelösung    gebildete     Pikrat    bil  det hellgelbe     Nadeln    vom     Smp.    286-289        unter        Zersetzung.     



       Zur        Herstellung    der freien     Chinuclidin-4-          carbonsäure        wird    1     Gewichtsteil        des        Hydro-          chloriden    mit 1,

  2     Gewichtsteilen    Silberoxyd in  20 Teilen     Wasser    geschüttelt und .die Reak  tionslösung filtriert und     eingedampft.    Durch       Kristallisation    des Rückstandes     aus        Äthanol     wird die freie     Aminosäure    in     Form        farbloser     Blättchen erhalten. Diese verfärben sich im       Kapillarrohr    bei etwa 340 , sind aber bei  370  noch nicht geschmolzen.

   Mit     Pikrinsäure     wird:     das    oben     beschriebene        Pikrat    vom       Smp.    286-289  (unter Zersetzung) erhalten.  



  0,3 Gewichtsteile     Chinuclidin-4-earbon-          säure-hydrochlorid    werden mit 4     Vohunteilen          Thionylchlorid        während    11/2     Stunden    am Rück  fluss gekocht.

   Nach     Eindampfen    im     Vakuum     kocht man den     kristallinen        Rückstand    mit -10       Volumtellen        absolutem    Methanol     und    dampft           wiederum    im Vakuum     ein.    Beim     Umkristalli-          sieren    aus Äthanol erhält man 0,28 Gewichts  teile     4-Carbomethoxy-chinuclidin-hydröchlorid          in    Form von farblosen Blättchen,

   welche bei       288--.-92         unter        Zersetzung    schmelzen.  



  Die freie Base kristallisiert aus     Pentan    in  Form von     verästelten        Nadeln        und        schmilzt     bei     4s-49.     



  . In analoger     Weise    erhält man das     4-Carb-          äthoxy-chinuelidin-hydrochlorid,    welches bei  298-299      unter    Zersetzung     schmilzt.    Die freie  Base, das     4-Carbäthoxy-chinuclidin,    ist bei  Raumtemperatur ein farbloses Öl.  



  Das als- Ausgangsmaterial verwendete     1-          Mothyl-4-cyano-piperidin.    kann auf folgende       Weise        hergestellt    werden:     Isonicotinsäureamid     wird     zunächst    zu     Isonipecotinsäureamid    redu  ziert.

   Zu diesem Zwecke werden 50     Gewichts-          teile        Isonicotinsäureamid        in    250     Volimzteilen          Dioxan    mit 10     Gewichtsteilen        Raney-Nickel     in einem     Autoklaven    bei 175-180      und    einem       Anfangsd2-ack    von etwa 120     atm.    hydriert.  Nach etwa 5 Stunden     ist    die Wasserstoffauf  nahme beendet.

   Die noch heisse     Dioxan@lösung     wird filtriert und     eingedampft.,    wobei 45 Ge  wichtsteile     Isonipecotinsäureainid    vom     Smp.          144-148 ,    welches     direkt    für die nachfolgende       reduktive        Methylierrrng    verwendet werden  kann, zurückbleiben.  



  4.0     Gewichtsteile        Isonipecotinsäureainid     werden in 150     Volumteilen    Methanol gelöst  und mit 27     Volumteilen        40prozentiger        Forma-          linlösung        versetzt,

      wobei unter     Selbsterwär-          mung        eine    Reaktion     einsetzt.    Nach vierstün  digem Schütteln bei     Zimmertemperatur        wird     mit etwa 8     Gewichtsteilen        Raney-Nickel    bei  gewöhnlichem     Drunk        und    Temperatur     hydriert.     Dann wird vom Katalysator     abfiltxiert    und  die Lösung im Vakuum eingedampft.

   Der  farblose,     kristalline        Rückstand        liefert    nach  dem     UmkristallIsieren    aus einem Gemisch von       Äthanol    und Äther 39     Gewichtsteile        1-Methyl-          isonipecotinsäureamid    vom     Smp.    196-198 .  



  Durch     Wasserabspaltung    wird daraus das       1-Methyl4-eyano-piperidin    gewonnen. Zu die  sem Zwecke werden 30     Gewichtsteile        des    obi  gen     Amids    in einem     Gemisch    von 120     Volum-          teilen    trockenem Benzol und 60     Volumteilen            Thionylchlorid        suspendiert,    wobei sich unter       Selbsterwärmung    eine schmierige Masse bil  det.

   Unter wiederholtem kräftigem Schütteln  wird während 6 Stunden unter     Rückfluss    ge  kocht,, nach welcher Zeit sich eindunkel  braunes Öl'     ausscheidet.    Nach dem Eindamp  fen im Vakuum wird der zähe, braunschwarze  Rückstand in     möglichst    wenig     Eiswasser    ge  löst     und.    mit 50prozentiger     Kaliumearbonat-          lösung    stark     phenolphtalein-alkalisch    gemacht.  Die     ausgeschiedene,    ölige Base wird in Äther  aufgenommen, die     ätherische        Lösung    über  Pottasche getrocknet und eingedampft.

   Das       zurückbleibende    rohe     1-1VTethyl-4-cyano-piperi-          din    liefert bei der Destillation in Vakuum  19     Gewichtsteile    der reinen Base,     Sdp.14    85  bis     .88 ;        nD    - 1,4603. Das     Pikrat    der Base       kristallisiert    aus Methanol in feinen gelben       Nadeln,    welche bei     245-217     unter Zersetzung  schmelzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Chinuclidin-4-carbonsäureestern und deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1- Alky 1-4-cyano-piperidine in eine Metallver- bindung überführt., diese mit einem reaktions fähigen Ester eines 1,2-Glykols kondensiert,
    die erhaltenen Verbindungen dequaternisiert und die Nitrilgruppe durch Hydrolyse und Verestern in eine Carborisäureesterg-rappe um wandelt. ' -UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Metallverbindung aus 1-Alkyl=4-cyano-piperi- din durch Umsetzung mit Phenylnatrium in einem inerten Lösungsmittel erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als reaktionsfähiger Ester eines 1,2-Gly- kolis ein Äthylenhalogenid verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, d@ass die Dequaternisierimg durch Pyrolyse im Vakuum erfolgt.
CH329203D 1954-10-08 1954-10-08 Verfahren zur Herstellung von Chinuclidin-4-carbonsäureestern CH329203A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0269991A1 (de) * 1986-11-28 1988-06-08 Eisai Chemical Co., Ltd. Verfahren zur Synthese von 4-Cyanochinuclidin oder einem Salz davon

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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