CH329706A - Verfahren zum Lagern von Silierfutter in Haufen - Google Patents
Verfahren zum Lagern von Silierfutter in HaufenInfo
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Description
Verfahren zum Lagern von Silierfutter in Haufen Die Erfindung bezieht sieh auf ein Ver fahren zum Lagern von Silierfutter in Haufen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, beim Lagern von Silierfutter den Haufen Silier- futter mit einem biegbaren, luftdichten Stoff zu bedecken und darauf Erde aufzutragen, um zu einer Abdichtung zu gelangen, die verhin dert, class Luft von aussen her in das Silier futter eindringt. Auf diese Weise erhält man im allgemeinen kein günstiges Resultat, weil die überdeckte Grünfuttermasse durch allerlei Umstände, die einen Unterdruck in der Masse verursachen, Luft ansangt, während überdies in der an das Deckmaterial grenzenden Grün- futtersehieht Kondensationserscheinungen auf treten, die ein Verfaulen dieser Schicht, för dern. Zumal wenn man Haufen am Boden oder in untiefen Mulden macht, wobei im letz teren Falle jedoch die Haufen wenigstens zur halben Höhe über das Erdreich hinausragen, werden die Verhältnisse zum Abdichten des Silierhaufens so ungünstig, dass hierfür eine einzige Sehieht aus biegbarem, luftdichtem Stoff, wie Kunststoff, nicht --genügt. In der Praxis besteht jedoch das Bedürfnis, solche Haufen am Boden oder in untiefen Mulden zu errichten. Es wurde nun gefunden, dass die vor erwähnten Schwierigkeiten überwinden wer den können, wenn gemäss der vorliegenden Er findung die Bedingungen für eine reine Mileh- säuregärung in dein Futter geschaffen wer- den, welche das Futter einwandfrei konser viert, indem das Futter vor der Lagerung zu einer Masse zerschnitzelt wird, die beim La gern weniger als 20% nachsinkt, alsdann ange häuft und mit Bahnen aus einem biegsamen, undurchlässigen Stoff überdeckt wird, auf die eine Schicht Deckmaterial aufgetragen wird. Für dieses Verfahren eignet sich jedes Fut ter, das sich in wirtschaftlicher Weise zer- sehnitzeln lässt und in diesem Zustande an gehäuft nicht mehr als 20% nachsinkt. Diese Voraussetzungen treffen z. B. auf vorgetrock netes Gras nicht zu. Das Zersehnitzeln zu einer Masse, die weni ger als 20 !a nachsinkt, ist. an zwei Voraus setzungen gebunden, welche einerseits den Rohfasergehalt und anderseits den Feuchtig keitsgehalt des Ausgangsmaterials betreffen, und zwar in dem Sinne, dass Rohfutter mit einem hohen Rohfasergefalt und niedrigem Feuchtigkeitsgehalt sich nicht in wirtschaft licher Weise in eine wenig nachsinkende Masse umsetzen lässt. Im allgemeinen besitzen unterirdisch wach sende Pflanzenteile - in denen Reservestoffe angesammelt sind - wie z. B. Knollen, Rüben und Zwiebeln, einen niedrigeren Rohfaser gehalt als oberirdisch wachsende Pflanzenteile, welch letztere, um standfähig zu sein, eine gewisse Steifheit besitzen müssen, wozu mei stens Gewebe dienen, die unter die Bezeich nung Rohfasern fallen. Das Laub von Knol- len, Rüben und Zwiebeln ist in der Regel saftreich, so dass Produkte wie Rübenköpfe, Kartoffeln, Zwiebeln mit oder ohne Laub und Kohlrabis zum Durchführen des Verfahrens in Betracht kommen. Wenn man jedoch Gras unter Zusatz von z. B. Stoppelknollen quetscht und dabei diese Produkte zusammen unter den Einfluss eines Quetschwerkzeuges bringt, dann werden die Knollen völlig zerschnitzelt, und die Knollen- sehnitzel füllen dann die Räuine in der ge quetschten Grasmasse aus, so dass man auf diese Weise mit Gras in vielen Fällen doch noch eine Masse erhalten kann, die weniger als 20% nachsinkt. Falls man jedoch Haufen an Boden er richtet, oder Haufen, die wenigstens zur halben Höhe über das Erdreich hinausragen, so wird eine Überdeckung mit Erde auf der Kunst stoffabdeckung praktisch nicht mehr ausführ bar. Das hängt damit zusammen, dass zum Dek- ken der steilen Seiten des Haufens mit. Erde eine Erdschicht mit breiter Basis erforderlich ist, was sehr viel Material und Arbeit fordert. Es wurde jedoch gefunden, dass man auf die Kunststoffüberdeclning eine relativ leichte Putzschicht aus z. B. Stalldünger oder Ton oder auch aus Grasplaggen auftragen und so mit die steilen Kanten ohne viel Material zu decken kann. Eine solche leichte Überdeckung presst wenig Feuchtigkeit. ans der Masse und verursacht nur ein geringes Nachsinken der (Trünfuttermasse. <I>Beispiel</I> Gras wird sofort nach dein Mähen ge quetscht. Es wird zusammen mit 30% Stoppel- knollen (berechnet auf das Grasgewicht) durch die Quetsehinasehine geführt. Alsdann wer den die Bedingungen für eine reine Milch- säuregä.rung geschaffen. Als Hilfsstoff wird eine kleine Menge einer sauren Flüssigkeit, z. B. 10 Liter Normalsäure pro Tonne, zu gesetzt. Das in dieser Weise behandelte Gut wird in flachen ][laufen am Boden gelagert und durch ein Pferd angestampft oder mit Hilfe eines Treekers zusammengepresst. Der Haufen wird anschliessend mit Kunststoff bahnen zugedeckt, die mit einer dünnen Schicht aus Ton mit Stalldünger verputzt wird. Das vorgeschlagene Verfahren eignet sich auch dazu, handelsfähige Silierungen herzu stellen, die - nachdem sie einige Monate ge lagert gewesen sind - nach andern Betrieben verkauft und dort weitergelagert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Lagern von Silierfutter in wenigstens zur halben Höhe über das Erd reich hinausragenden Haufen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Bedingungen für eine reine Milchsäuregäi@unff@ in dem Futter ge schaffen werden, welche das Futter einwand frei konserviert, indem das Futter vor der Lagerung zu einer Masse zersehnitzelt %vircl, die beim Lagern weniger als 20 % naehsinkt, alsdann anueliäuft. und mit Bahnen eines bieg samen,undurchlässigen Stoffes überdeekt wird, auf die eine Schicht Matei,ial zur Ab- deekuna, aufaetragen wird.
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| CH329706T | 1955-01-25 |
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1955
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