CH335681A - Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des 5,6-Dihydrobenzo(c)cinnolins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des 5,6-Dihydrobenzo(c)cinnolins

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CH335681A
CH335681A CH335681DA CH335681A CH 335681 A CH335681 A CH 335681A CH 335681D A CH335681D A CH 335681DA CH 335681 A CH335681 A CH 335681A
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Haco Ges Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren    zur   Herstellung neuer    Acylderivate   des    5,6-Dihydrobenzo(c)cinnolins   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung von neuen    Acylderivaten   des    5,6-Di-      hydro-benzo(c)cinnolins   der Formel.

   
 EMI1.7 
 worin R einen organischen Rest mit insgesamt höchstens 8    Kohlenstoffatomen   bedeutet, der Äthersauerstoff oder    cyclisch   gebundener Sauerstoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.10 
 worin    R1   und    R2   Wasserstoff, ein    Alkalimetall   oder einen    Acylrest   bedeuten, mit solchen Verbindungen umsetzt, welche die beiden Reste    R1   und    R.,   durch den zweiwertigen Rest 
 EMI1.17 
 worin R die oben definierte Bedeutung besitzt, zu ersetzen vermögen. 



     5,6-Dihydro-benzo(c)cinnoline   der obigen Formel 1, in welchen R den    Tetrahydropyran-2-methyl-,   den    n-Butoxyäthyl-   und den    Phenoxyäthylrest   darstellt, werden besonders bevorzugt. 



  Die neuen    5,6-Dihydro-benzo(c)cinnoline   besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften oder stellen wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von    Arzneimitteln   dar. Viele dieser neuen Derivate üben eine ausgeprägte    analgetische   und    antiphlogi-      stische   Wirkung aus und können zur Bekämpfung von entzündlichen, insbesondere von rheumatischen Erkrankungen verwendet werden. 



  Bemerkenswert ist, dass die neuen Derivate saure Eigenschaften besitzen und    mit   Basen, wie Kaliumhydroxyd,    Lithiumhydroxyd,      Bariumhydroxyd,      Tri-      methylammoniumhydroxyd,      Triäthylammoniumhy-      droxyd   und    a,w-Bis-(trimethylammonium)-hexan-di-      hydroxyd,   Salze zu bilden vermögen, von denen insbesondere die    Alkalisalze   in der Regel ohne überschuss an entsprechender Base in Wasser klar löslich sind. Diese wässerigen Lösungen sind nur schwach    alkalisch   und eignen sich    hervorragdnd   für intra- 

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    musculäre   oder    subcutane   Injektionen.

   Viele der in Wasser gut löslichen    Salze   der neuen Derivate sind gute    Lösungsvermittler   und können zur Herstellung verhältnismässig konzentrierter wässeriger Lösungen von in Wasser wenig löslichen Heilmitteln, wie z. B.    Aminopyrm,   verwendet werden. Die Salze und die freien Säuren können auch in fester Form, z. B. nach    überführung   in Tabletten, Dragees oder in Gelatinekapseln, oral verabreicht werden. 



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung neuer    Acylderivate   des    5,6-Dihydro-benzo(c)cinno-      lins   der obigen Formel I ist dadurch    gekennzeichnet,   dass man eine Verbindung der    allgemeinen   Formel 
 EMI2.12 
 worin    R1   und    R2   Wasserstoff, ein    Alkalimetall   oder einen    Acylrest   bedeuten, mit solchen Verbindungen umsetzt,    ;

  welche,die   beiden Reste    R1   und    R2   durch den zweiwertigen Rest 
 EMI2.20 
 worin R die oben definierte Bedeutung besitzt, zu ersetzen vermögen.    Gewünschtenfalls   können die erhaltenen    5,6-Dihydro-benzo(c)cinnoline   in üblicher    Form   in ihre    Salze   mit Basen übergeführt werden. 



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung kann zum Beispiel so durchgeführt werden, dass    5,6-      Dihydro-benzo(c)cinnolin   in freier Form oder in Form eines    Salzes   mit einer starken Säure in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie z. B.    Pyridin   oder    Diäthylanilin,   mit einem monosubstituierten    Malonylchlorid   der Formel 
 EMI2.31 
 in welcher R die oben definierte Bedeutung zukommt, zur Reaktion gebracht wird. Da das    5,6-Dihydro-      benzo(c)einnolin   unter der Einwirkung selbst schwacher Oxydationsmittel, wie z. B.

   Luft, sehr leicht in    Benzo(c)cinnoline   übergehen, ist es zweckmässig, die Umsetzung zwischen der    Cinoliriverbindung   und dem substituierten    Malonylchlorid   unter Ausschluss von Sauerstoff, z. B. in einer Stickstoff- oder Wasserstoffatmosphäre, durchzuführen. Gemäss einer andern Ausführungsvariante des vorliegenden Verfahrens wird    5,6-Dihydro-benzo(c)-      cinnolin   als solches oder in Form eines    N-Acyl-   oder    N,N'-Diacylderivates,      zweckmässigerweise   ebenfalls unter Ausschluss von Sauerstoff, mit einem Ester einer monosubstituierten    Malonsäure   in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels bei erhöhten Temperaturen kondensiert.

   Als Kondensationsmittel, die unter die angegebene Definition fallen, können zum Beispiel    Natriumäthylat,      Kalium-tert.-butylat,      Natriumamid   und    Phenyllithium   verwendet werden. Das bevorzugte Kondensationsmittel ist    Natriumalko-      holat.   Als    Acylderivate   können die    N-Acetyl-   und    N,N'-Diacetylderivate,   z. B.    N-Acetyl-5,6-dihydro-      benzo(c)cinnolin   und    N,N'-Diacetyl-5,6-dihydro-      benzo(c)cinnolin,   verwendet werden.

   Die    Acylderi-      vate   besitzen gegenüber dem nicht    acylierten      5,6-Di-      hydro-benzo(e)cinnolin   den Vorteil der Beständigkeit. 



  Wird als Ausgangsmaterial    5,6-Dihydro-benzo(c)-      cinnolin   in der nicht    acylierten   Form verwendet, so ist es wegen der Unbeständigkeit dieser Verbindungen vorteilhaft, das Ausgangsmaterial frisch herzustellen und hierauf unmittelbar im gleichen Reaktionsgefäss mit der    Malonyl-   oder einen substituierten    Malonyl-      rest   abgebenden Verbindung zur Umsetzung zu bringen.

   So kann man zum Beispiel    Benzo(c)cinnolin   in Gegenwart eines substituierten    Malonsäurediäthyl-      esters   und von mehr als 1    Mol      Natriumalkoholat,   in Äthanol gelöst, bei Raumtemperatur in Gegenwart eines    Hydrierungskatalysators,   wie Platin oder Palladium, mittels trockenem Wasserstoff zu    5,6-Di-      hydro-benzo(c)cinnolin   hydrieren und dann direkt, ohne vorherige Isolierung, durch Erhitzen zum substituierten    N,N'-Malonyl-5,6-dihydro-benzo(c)cinno-      lin   kondensieren.

   Es ist somit möglich, in einem einzigen Reaktionsgefäss auf einfache Art    Benzo(c)cinno-      line   direkt in substituierte    N,N'-Malonyl-5,6-dihydro-      benzo(c)einnoline   überzuführen. 



  Auch die    Alkalisalze   von    5,6-Dihydro-benzo(c)-      cinnolin,   die bekanntlich aus    Benzo(c)cinnolin   und den entsprechenden    Alkalimetallen   durch Schütteln oder Verrühren der Reaktionskomponenten bei    Raumtemperatur   in Gegenwart von geeigneten Lösungsmitteln, wie z. B. Äther, erhalten werden können, sind für die Umsetzung mit einen monosubstituierten    Malonylrest   abgebenden Verbindungen verwendbar. 



  Gemäss einer weiteren Ausführungsvariante des vorliegenden Verfahrens können auch mit dem Rest R der obigen Definition substituierte    Malonsäuren   als Verbindungen, die einen substituierten    Malonylrest   abzugeben vermögen, verwendet werden. So werden beispielsweise aus    N-Acetyl-5,6-dihydro-benzo(c)cin-      nolin   und substituierten    Malonsäuren   durch Erhitzen mit sauren Kondensationsmitteln, wie    Phosphortri-      chlorid   oder    Thionylchlorid,   substituierte    N,N'-Malo-      nyl-5,6-dihydro-benzo(c)cinnoline   erhalten. 



  Die als Ausgangsmaterialien für das vorliegende Verfahren verwendeten Verbindungen sind    bekannt   

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 oder können nach bekannten Methoden erhalten werden. Die wegen ihrer Beständigkeit als Ausgangsstoffe besonders gut geeigneten    N-Acyl-   und    N,N'-      Diacyl-5,6-dihydro-benzo(c)cinnoline   können aus    5,6-Dihydro-benzo(c)cinnolin   durch Behandlung mit    Acylierungsmitteln,   wie z. B.    Acetanhydrid,      Keten,      Benzoylchlorid   oder    Buttersäurechlorid,   erhalten werden. 



  In den nachfolgenden Beispielen besteht zwischen Gewichtsteil und    Volumteil   die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



  Beispiel I    w   0,92 Gewichtsteil Natrium wird in absolutem Äthanol gelöst. Darauf gibt man 5 Gewichtsteile    3-Methoxy-butyl-malonsäure-diäthylester   und 4,5 Gewichtsteile    N-Acetyl-5,6-dihydro-benzo(c)cinnolin   hinzu und destilliert den Alkohol aus der gelben Lösung in einer trockenen Stickstoffatmosphäre langsam ab. Der kristalline Rückstand wird während 2 Stunden bei einem Vakuum von 10-15 mm    Hg   auf 130-135  erhitzt und nach dem Erkalten in 100    Volumteilen   Wasser aufgenommen. Die klare, braune, wässerige Lösung wird viermal mit je 50    Volumteilen   Chloroform ausgeschüttelt, und alle    Chloroformschichten   werden mit den gleichen 100    Volumteilen   2-n    Sodalösung   gewaschen. 



  Die vereinigten wässerigen Schichten werden mit Essigsäure angesäuert, wobei eine kristalline, hellgelbe Fällung in einer Ausbeute von 5,6 Gewichtsteilen entsteht. Zur Reinigung kann man das Produkt aus Äthanol, einem Gemisch von Essigester und Benzin (Mischverhältnis 1 : 1) oder aus einem Gemisch von Benzol und Benzin (Mischverhältnis 1 : 2)    umkristallisieren,   wobei man das    N,N'-(3-Methoxy-      butylmalonyl)-5,6-dihydro-benzo(c)cinnolin   der Formel 
 EMI3.23 
 in Form von    blassgelben   Nadeln vom Schmelzpunkt    105    erhält. 



  Der in diesem Beispiel als Ausgangsprodukt verwendete 3 -    Methoxybutyl   -    malonsäure   -    diäthylester   kann auf folgende Art erhalten werden: 104 Gewichtsteile    3-Methoxybutanol   (im Handel erhältlich) werden mit 450    Volumteilen   Benzol verrührt und bei 20-30  gleichzeitig innert 11/2 Stunden mit 180    Volumteilen      Benzolsulfochlorid   und 72 Gewichtsteilen gepulvertem    Natriumhydroxyd   versetzt.

   Nach weiterem Rühren während einiger    Stunden   wird das Reaktionsgemisch mit 450    Volumteilen   Wasser in einem Scheidetrichter gut vermischt, worauf die wässerige Schicht abgelassen und    in   einem zweiten Scheidetrichter mit 100    Volumteilen   Benzol gewaschen wird. Die vereinigten    Benzolschichten   werden während einiger Stunden mit 50    Volumteilen      34pro-      zentigem   Ammoniak und anschliessend noch während 10 Minuten mit 100    Volumteilen   2-n Natronlauge geschüttelt. Die    Benzolschicht   wird von der wässerigen Schicht getrennt und mit 100    Volumteilen   2-n Natronlauge und mit 100    Volumteilen   Wasser gewaschen.

   Aus der    Benzollösung   erhält man nach dem Eindampfen und Trocknen im Vakuum 201 Gewichtsteile    Benzolsulfonsäure-3-methoxybutylester   in Form eines hellgelben Öls. Man lässt 171 Gewichtsteile davon innerhalb 3 Stunden unter Rühren in eine unter    Rückfluss   kochende Lösung aus 350    Volum-      teilen   absolutem Äthanol, 16,1 Gewichtsteilen Natrium und 224 Gewichtsteilen    Malonsäurediäthyl-      ester   laufen.

   Bevor die    Gesamtmenge   an    Benzolsul-      fonsäureester   zugegeben ist,    beginnt   die Ausscheidung von    Natriumbenzosulfonat.   Nachdem das Reaktionsgemisch noch einige Stunden am    Rückfluss   gekocht hat, wird die Hauptmenge des    Athanols   unter vermindertem Druck abgedampft und der Rückstand mit 250    Volumteilen   Wasser versetzt. Es wird nun mit Äther extrahiert. Die Ätherschichten ergeben nach dem Waschen mit Wasser, Trocknen über Natriumsulfat und Eindampfen einen öligen Rückstand.

   Unter Verwendung einer    Fraktionierkolonne   erhält man beim Destillieren im Vakuum nach dem Abtrennen des überschüssigen    Malonsäurediäthylesters   eine einheitliche, farblose Fraktion vom    Kpl,   138 bis 139  in einer Ausbeute von 134 Gewichtsteilen, die aus reinem    3-Methoxybutylmalonsäurediäthyl-      ester   besteht. 



  Anstelle von    3-Methoxybutyl-malonsäurediäthyl-      ester   kann man im obigen Beispiel auch den    4-      Äthoxybutyl-   oder    Äthoxyäthyl-malonsäurediäthyl-      bzw.      -dimethylester   verwenden. 



  Beispiel 2 In eine Lösung von 0,92 Gewichtsteilen Natrium in 75    Volumteilen   absolutem Äthanol werden 5,1 Gewichtsteile    Tetrahydrofurfuryl-malonsäurediäthylester   und 4,5 Gewichtsteile    N-Acetyl-5,6-dihydro-benzo(c)-      cinnolin   gegeben. In einer Atmosphäre von absolutem Stickstoff wird durch Erhitzen in einem Ölbad das    Äthanol      innerhalb   von 3 Stunden    abdestilliert.   Der kristalline, grüngelbe Rückstand wird darauf während einer Stunde in einem Vakuum von 10 bis 15 mm    Hg   auf 135-140  erhitzt. 



  Nach dem Abkühlen löst man den Rückstand in 80    Volumteilen   Wasser und schüttelt die Lösung mit 50    Volumteilen   Chloroform und dann zweimal mit je 25    Volumteilen   Chloroform aus. Sämtliche    Chloro-      formschichten   werden mit 30    Volumteilen      1-n   Natronlauge gewaschen. Die vereinigten    alkalischen,   wässerigen Schichten werden    mit   1,2 Gewichtsteilen Aktivkohle geschüttelt -und dann unter Zugabe von 

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    Diatomeenerde   filtriert. Aus dem Filtrat erhält man beim Ansäuern mit Essigsäure unter Aussenkühlung mit Eiswasser eine ölige, hellgelbe Ausscheidung.

   Diese wird in Chloroform aufgenommen, mit Wasser gewaschen und durch Eindampfen des Chloroforms isoliert. Zur Trocknung wird der Rückstand    zweimal   mit wenig    Benzol   versetzt und im Vakuum eingedampft. Beim Stehenlassen kristallisiert der Rückstand spontan. Durch    Umkristallisieren   aus 40    Volumteilen   Äthanol erhält man 5,15 Gewichtsteile    blassgelbe   Kristalle vom    Schmelzpunkt   115 , die, wie die Elementaranalyse zeigt, aus reinem    N,N'-(Tetrahydrofur-      furvl-malonyl)-5,6-dihydro-benzo(c)cinnolin   der Formel 
 EMI4.10 
 besteht.

   Die in äusserst geringer Menge vorhandene bräunliche    Verunreinigung   kann entfernt werden,    indem   man eine    benzolische   Lösung der neuen Substanz durch eine Säule aus Aluminiumoxyd (nach Brockmann) filtriert. 



  Die neue Verbindung löst sich mit der äquivalenten Menge    Diäthylamino-äthanol   leicht in Wasser mit zitronengelber Farbe. Solche wässerige Lösungen sind nur sehr schwach alkalisch    (pH   < 8). 



  Das    Natriumsalz   der neuen Verbindung kann man in Form von hellgelben, leicht wasserlöslichen Kristallen erhalten, wenn man 0,668 Gewichtsteile davon in 5    Volumteilen      Äthanol   löst, die Lösung mit 1    Volumteil   2-n    Natriummethylatlösung   versetzt und dann unter vermindertem Druck eindampft. 



  Wenn man bei der oben beschriebenen Kondensation anstelle von 4,5 Gewichtsteilen    N-Acetyl-5,6-dihydro-      berizo(c)cinnolin   5,3 Gewichtsteile    N,N'-Diacetyl-5,6-      dihydro-benzo(c)cinnolin   verwendet, so erhält man nach dem    Umkristallisieren   aus Athanol 4,85 Gewichtsteile NN'-    (tetrahydrofurfurylmalonyl)-5,6-di-      hydro-benzo(c)cinnolin   vom    Schmelzpunkt      115o.   



     N,N'-Diacetyl-5,6=dihydro-benzo(c)cinnolin   kann auf folgende    Art   hergestellt werden: 40 Gewichtsteile    2,2'-Dinitro-diphenyl,   950    Vo-      lumteile      Äthanol,   30    Volurüteile   Wasser, 12 Gewichtsteile    Kaliumhydroxyd   und 0,2 Gewichtsteil    Platinoxyd   werden in einem    Rührautoklaven   bei etwa 50 Atmosphären Wasserstoffdruck hydriert. Die Reaktion verläuft    exotherm,   und die Temperatur wird durch Aussenkühlung auf 20-30o gehalten. Nach ungefähr einer Stunde ist die Wasserstoffaufnahme beendet.

   Man    rührt   das Reaktionsgemisch noch eine bis    zwei   Stunden bei etwa 30 Atmosphären Wasserstoffdruck, reduziert dann den Druck auf Atmosphä-    rendruck   und oxydiert das in guter Ausbeute entstandene    5,6-Dihydro-benzo(c)cinnolin   durch Hindurchleiten von Luft in der Wärme zu    Benzol(c)cin-      nolin.   Das Äthanol wird hierauf abgedampft und der Rückstand mit 500    Volumteilen   2-n Salzsäure behandelt.

   Das als Hydrochlorid in Lösung gegangene    Benzo(c)cinnolin   wird nach    Abfiltrieren   von geringen Mengen Verunreinigungen mit Ammoniak in kristalliner Form gefällt und    abgenutscht.   Nach Lösen in 300    Volumteilen   siedendem Methanol, Zugabe von 2 Gewichtsteilen Aktivkohle und Filtrieren der hei- ssen Lösung kristallisieren mindestens 20 Gewichtsteile    Benzo(c)cinnolin   in reiner Form beim Abkühlen aus. 



  1,8 Gewichtsteile des so erhaltenen    Benzo(c)cin-      nolins   werden in 10    Volumteilen   Eisessig und 4    Vo-      lumteilen      Acetanhydrid   mit 0,005 Gewichtsteil Platinoxyd bei 20o bei Atmosphärendruck hydriert. Die Wasserstoffaufnahme kommt nach etwa 3/4 Stunden zum Stillstand. Man lässt über Nacht stehen, erhitzt eine halbe Stunde auf 100  und versetzt das Reaktionsgemisch nach dem Abkühlen mit 100    Volum-      teilen   Wasser. Durch Extraktion mit Chloroform erhält man 2,34 Gewichtsteile eines öligen Rückstandes, der mit 25    Volumteilen   Methanol versetzt und bei -17o stehengelassen, 0,42 Gewichtsteil kristallines    N,N'-Diacetyl-5,6-dihydro-benzo(c)cinnolin   ausscheidet.

   Die Mutterlauge enthält viel    Monoacetyl-      verbindung,   die nach dem Trocknen beim Erhitzen mit 6    Volumteilen      Acetanhydrid   während 4 Stunden auf 100  in die    Diacetylverbindung   übergeführt wird. Diese wird durch    Umkristallisieren   aus Methanol in Form von farblosen Prismen vom Schmelzpunkt 169 bis    170 ,   erhalten. 



  Beispiel 3 4,8 Gewichtsteile    Furfuryl-malonsäure-diäthyl-      ester   und 4,5 Gewichtsteile    N-Acetyl-5,6-dihydro-      benzo(c)cinnolin   werden in einer Lösung von 0,92 Gewichtsteil Natrium in 75    Volumteilen   Äthanol kondensiert und, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Beim Ansäuern der vereinigten alkalischen Schichten mit Essigsäure entsteht eine kristalline Fällung, die nach dem    Abfiltrieren   und Auswaschen mit Wasser beim    Umkristallisieren   aus Äthanol 4,2    Gewichtsteile   hellgelbe Kristalle vom    Schmelzpunkt      14711,   liefert.

   Die neue Substanz kann auch aus einer Mischung von    Essigsäureäthylester   und Benzin umkristallisiert werden. Sie besitzt die Konstitution des    N,N'-      (Furfuryl-malonyl)   -    5,6-dihydro-benzo(c)cinno-      lins   von der Formel 
 EMI4.85 
 

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 Beispiel 4 3,60 Gewichtsteile    Benzo(c)-cinnolin,   4,90 Gewichtsteile    Tetrahydrofurfuryl   -    malonsäure   -    diäthyl-      ester,   0,018 Gewichtsteil Platinoxyd und eine Lösung von 0,

  92 Gewichtsteil    Natriummetall   in 75    Volum-      teilen   Äthanol werden in ein Druckgefäss mit    Rühr-      vorrichtung   gebracht. Das Gefäss wird durch Evakuierung luftfrei gemacht und dann sofort mit trockenem Wasserstoff unter einen Druck von 17 Atmosphären gesetzt. Bei gutem Rühren ist die Wasserstoffaufnahme bei Raumtemperatur mit Bildung von    5,6-Di-      hydro-benzo(c)cinnolin   innert 1,5 Stunden beendet. Der Wasserstoffdruck wird dann auf 3 Atmosphären reduziert, worauf das Reaktionsgemisch ohne Rühren während 2 Stunden bei 130-140  und dann wäh-    rend   weiterer 2 Stunden bei 150-160  erhitzt wird. Man lässt das Reaktionsgemisch über Nacht erkalten. 



  Die hellgelbe alkoholische Lösung wird unter partiellem Vakuum zur Trockne eingedampft; der    kristalline,   hellgelbe Rückstand wird in 100    Volum-      teilen   Wasser aufgenommen und wie im Beispiel 2 beschrieben aufgearbeitet. 



  Man erhält auf diese Weise 3,65 Gewichtsteile reines    N,N'-(Tetrahydrofurfuryl   -    malonyl)   - 5,6 -    di-      hydro-benzo(c)cmnolin   vom Schmelzpunkt 115 , das mit der gemäss Beispiel 2 erhaltenen Verbindung identisch ist. 



  Beispiel s Bei der Kondensation von 4,8    Gewichtsteilen   des    Tetrahydropyranderivates   der Formel 
 EMI5.23 
 mit 4,5 Gewichtsteilen    N-Acetyl-5,6-dihydro-benzo-      (c)cinnolin   nach der in Beispiel 2 beschriebenen Methode erhält man nach    Umkristallisierung   des Reak-    tionsproduktes   aus Äthanol 4,2    Gewichtsteile   des    neuen   5,6 -    Dihydro   -    benzo(c)cinnolinderivates   der Formel 
 EMI5.32 
 in Form von    blassgelben   Nadeln, welche bei 128 bis 129  schmelzen. 



  Das für diese Kondensation als Zwischenprodukt verwendete    Tetrahydropyranderivat   kann auf folgende Art erhalten werden: 116    Gewichtsteile   käufliches    Tetrahydropyran-2-methanol   werden bei 25 bis 35  in 450    Volumteilen   Benzol verrührt und gleichzeitig nach und nach mit 180    Volumteilen      Benzol-      sulfochlorid   und 72 Gewichtsteilen gepulvertem Natriumhydroxyd versetzt. Nachdem alles eingetragen ist, verrührt man noch während 2 Stunden bei der gleichen Temperatur. Nach dem Stehenlassen über Nacht wird das Reaktionsgemisch mit 450    Volum-      teilen   Wasser gut durchmischt.

   Die wässerige Schicht wird dann abgetrennt, und die    benzolische   Lösung wird während 6 Stunden mit 50    Volumteilen      34pro-      zentiger   wässeriger    Ammoniaklösung   geschüttelt. Auf diese Art wird das unveränderte    Benzolsulfochlorid   in    Benzolsulfamid      übergeführt,   welches man aus der    benzolischen   Lösung leicht durch    Ausschütteln   mit verdünnter Natronlauge entfernen kann.

   Aus der mit Wasser gewaschenen    Benzollösung   erhält man beim Eindampfen 244 Gewichtsteile    Benzolsulfonsäure-      tetrahydropyran-2-methylester   in Form eines braungelben Öls. 128 Gewichtsteile davon werden innerhalb von 3 Stunden unter Rühren und unter Ausschluss von Feuchtigkeit in eine Mischung gegeben, welche durch    Auflösen   von 11,5 Gewichtsteilen Natrium in 250    Volumteilen   Äthanol und    nachherige   Zugabe von 160 Gewichtsteilen    Malonsäure-diäthyl-      ester   entsteht.    Man   kocht darauf während 14 Stunden unter    Rückfluss   und verdampft die Hauptmenge des Äthanols unter vermindertem Druck.

   Die Reaktionsmasse wird dann zwischen Äther und verdünnter    Kochsalzlösung   verteilt. Aus der    mit   Natriumsulfat getrockneten Ätherlösung erhält man beim Eindampfen einen    öligen   Rückstand, der in einem Vakuum von 11 mm He, in einer    Destillationskolonne      fraktioniert   wird.

   Nach dem    Abdestillieren   von unverändertem    Malonsäure-diäthylester   erhält man 77 Gewichtsteile des neuen    Tetrahydropyranderivates   als farbloses Öl vom Siedepunkt 156-157  bei 11 mm    Hg.   

 <Desc/Clms Page number 6> 

 Beispiel 6 Bei der Kondensation von    n-Butoxyäthyl-malon-      säure-diäthylester   mit    N-Acetyl-5,6-dihydro-benzo(c)-      cinnolin   nach der in Beispiel 2 beschriebenen Me-    thode   erhält man das    N,N'-(n-Butoxy-äthyl-malonyl)-      5,6-dihydro-benzo(c)

  cinnolin   der    Formel   
 EMI6.9 
 Die neue Verbindung ist als    Natriumsalz   in Wasser löslich und kann beim    Umkristallisieren   aus Me-    thanol   in Form von    blassgelben   Kristallen erhalten werden, welche bei 71-72  schmelzen.

   Beispiel 7 Bei der Kondensation von    Phenoxy-äthyl-malon-      säure-diäthylester      mit      N-Acetyl-5,6-dihydro-benzo(c)-      cinnolin   nach der in Beispiel 2 beschriebenen Me-    thode   erhält man    N,N'-(Phenoxy-äthyl-malonyl)-5,6-      dihydro-benzo(c)cinnolin   der Formel 
 EMI6.22 
 welches aus    Äthanol   oder Essigester in Form von schwach    grünlichen,   bei l53-154     schmelzenden   Kristallen erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des 5,6-Dihydro-benzo(c)cinnolins der Formel EMI6.28 worin R einen organischen Rest mit insgesamt höchstens 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, der Äthersauerstoff oder cyclisch gebundener Sauerstoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI6.33 <Desc/Clms Page number 7> worin R1 und R2 Wasserstoff, ein Alkalimetall oder einen Acylrest bedeuten, mit solchen Verbindungen umsetzt,
    welche die beiden Reste R1 und R2 durch den zweiwertigen Rest EMI7.8 worin R die oben definierte Bedeutung besitzt, zu ersetzen vermögen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man die erhaltene Verbindung mit einer Base in ein Salz überführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung verwendet, in welcher R den Tetrahydropyran-2-methylrest bedeutet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung verwendet, in welcher R den n-Butoxyäthylrest bedeutet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung verwendet, in' welcher R den Phenoxyäthylrest bedeutet.
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