CH336833A - Verfahren zur Herstellung neuer Oxdiazole - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Oxdiazole

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CH336833A
CH336833A CH336833DA CH336833A CH 336833 A CH336833 A CH 336833A CH 336833D A CH336833D A CH 336833DA CH 336833 A CH336833 A CH 336833A
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diacylhydrazines
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ring
oxy
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Inventor
Emil Dr Siegrist Adolf
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D271/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
    • C07D271/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D271/101,3,4-Oxadiazoles; Hydrogenated 1,3,4-oxadiazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Verfahren   zur    Herstellung   neuer    Oxdiazole   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung neuer, farbloser    1,3,4-Oxdiazolverbin-      dungen   der Formel 
 EMI1.6 
 worin R und    R1   aromatische Reste bedeuten, von denen mindestens einer eine    Oxygruppe   mit    pheno-      lischem   Charakter in    o-Stellung      zur   Verknüpfungsstelle mit dem    Oxdiazolring   und mindestens ein Halogenatom enthält und mindestens einer eine    Sul-      fonsäuregruppe   aufweist. 



  Zu diesen Verbindungen gelangt man, wenn man höchstens teilweise    sulfonierte      Diacylhydrazine   der allgemeinen Formel 
 EMI1.18 
 worin R und    R1   von    chromophoren   Gruppen freie, aromatische Reste bedeuten, von denen mindestens einer in    o-Stellung   zur -CD-Gruppe eine    Oxy-      gruppe   mit    phenolischem   Charakter und mindestens ein Halogenatom aufweist, mit sulfonierenden ringschliessenden Mitteln behandelt. 



  Die als Ausgangsstoffe dienenden    Diacylhydra-      zine   können in an sich bekannter Weise aus Hydrazin oder dessen Salzen und durch Halogenatome weitersubstituierter    2-Oxy-l-benzoesäuren   oder deren Halogeniden erhalten werden.    Beim   vorliegenden Verfahren kann man die Behandlung mit dem ringschliessenden Mittel auch gleichzeitig mit der soeben erwähnten Herstellung der als Ausgangsstoffe dienenden    Diacylhydrazine   ausführen.

   Bei dieser Ar-    beitsweise   verlaufen beide Umsetzungen höchst wahrscheinlich teilweise nebeneinander, in der Weise, dass aus bereits entstandenem    Diacylhydrazin   die    Oxdiazolverbindung   entsteht, bevor die Umsetzung des Hydrazins mit der    Carbonsäure   zu Ende geht. Die zur Herstellung der    Diacylhydrazine   benötigten    o-Oxybenzoesäuren   sollen in diesem Falle weitgehend bis vollständig von    Sulfonsäuregruppen   frei sein, so dass mindestens teilweise die Bildung des    Diacylhydrazins   vor der    Sulfonierung   durch das    sul-      fonierende   und    ringschliessende   Mittel stattfindet. 



  Als    ringschliessendes   und    sulfonierendes   Mittel eignet sich    Oleum   besonders gut. Besonders vorteilhafte Ausgangsstoffe    sind   diejenigen    Diacyl-      hydrazine   der angegebenen Formel, worin R und    R1      Benzolringe   darstellen und mindestens ein Chloratom enthalten. 



  Die nach dem vorliegenden    Verfahren   erhältlichen neuen    Oxdiazole   sind wertvolle Verbindungen, die sich für verschiedene Verwendungszwecke eignen. Sie besitzen die Eigenschaft, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und eignen sich deshalb dazu, in verschiedensten Materialien die bekannten, durch derartige Strahlen hervorgerufenen Schädigungen zu verhindern. 



  Weiterhin besitzen die neuen Verbindungen, aus wässerigen Lösungen in Form ihrer Salze, vorzugsweise der    Alkalisalze,   angewendet, ein ausgesprochenes Ziehvermögen für animalische Fasern, wie Wolle, Pelze, Haare,    Federn   und andere ähnliche    fibröse   Materialien. Diese Materialien werden durch die Imprägnierung weitgehend gegen den Befall durch tierische Schädlinge, insbesondere gegen die Larven der    Kleidermotte      (Tineola      biseliella),   geschützt. Im    allgemeinen   erweisen sich geringe Mengen der    Oxdiazolverbindungen      in   der Grössenordnung von einigen Prozent (auf das Fasermaterial 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 berechnet) als sehr wirksam.

   Die    Oxdiazolverbin-      dungen   können für sich allein, zusammen mit andern Schutzmitteln oder auch mit Farbstoffen zusammen zur Anwendung gelangen. 



  Im folgenden Beispiel bedeuten Teile Gewichtsteile, die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



  Beispiel In eine Lösung von 13,0 Teilen    Hydrazinsulfat   in 193 Teilen    Oleum   (27    o/a   S03) werden unter Kühlen 41,4    Teile      3,5-Dichlor-2-oxy-l-benzoesäure   langsam so zugegeben, dass die Temperatur 25  nicht übersteigt. Man bringt darauf die Temperatur innert 30 Minuten auf 60 bis 65  und rührt anschliessend 5 bis 6 Stunden bei 65 bis 70 .

   Man lässt erkalten,    giesst   in Eiswasser und verrührt die erhaltene Suspension bei 80  mit    Natriumchlorid.   Nach dem Abkühlen    wird   filtriert und das Filtergut in heissem Wasser    suspendiert.   Die Suspension wird mit verdünnter    Natriumcarbonatlösung      neutral   gestellt und mit    Natriumchlorid   erneut    ausgesalzen,   wobei sich das Kondensationsprodukt der Formel 
 EMI2.16 
 abscheidet. Man kühlt auf Raumtemperatur ab,    filtriert,   wäscht mit verdünnter    Natriumchloridlö-      sung   und erhält nach dem Trocknen ein helles Pulver. 



  Verwendet man in obigem Beispiel an Stelle von 41,4 Teilen 3,5    -Dichlor-2-oxy-l-benzoesäure   34,4    Teile      5-Chlor-2-oxy-l-benzöesäure,   so erhält man als Kondensationsprodukt das    Dinatriumsalz   der Formel 
 EMI2.24 
 als helles Pulver. 



  Die neuen    Oxdiazole   können als Lichtschutzmittel oder als    faseraffine   Mottenschutzmittel wie folgt verwendet werden: Man behandelt    Wollmousseline   während 30 Minuten bei 90 bis 95  und einem    Flottenverhältnis   von 1:40 in einem Bad, das, auf das Fasergewicht    bezogen,   5    %      Schwefelsäure      und   3    %      der      nach      den   obigen Angaben hergestellten Verbindung enthält. Anschliessend wird die Wolle gut gespült und getrocknet.

   Die Prüfung auf    Mottenschutzwirkung   erfolgte nach den Normen des Schweizerischen Verbandes    für   Materialprüfung der Technik    (SVMT-A   3001) mit Larven von    Tineola      biseliella.   Die mit 3     /a   der Verbindung imprägnierte    Wollmousseline   war bei der Prüfung mottenecht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer, mindestens eine Sulfonsäuregruppe aufweisender 1,3,4-Oxdiazol- verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man höchstens teilweise sulfonierte Diacylhydrazine der allgemeinen Formel EMI2.48 worin R und R1 von chromophoren Gruppen freie, aromatische Reste bedeuten, von denen mindestens einer in o-Stellung zur -GO-Gruppe eine Oxygruppe mit phenolischem Charakter und mindestens ein Halogenatom aufweist, mit sulfonierenden ringschliessenden Mitteln behandelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Diacylhydrazine der angegebenen Formel als Ausgangsstoffe verwendet, worin R und R1 Benzolringe darstellen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Diacylhydrazine der angegebenen Formel als Ausgangsstoffe verwendet, in welchen mindestens einer der Reste R und R1 mindestens ein Chloratom enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe Diacyl- hydrazine der Formel EMI2.63 verwendet, worin R und R1 zwei gleiche Benzolreste bedeuten, welche je eine in o-Stellung zur -GO-Gruppe befindliche Oxygruppe und als weitere Substituenten 1 bis 2 Chloratome enthalten. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als ringschliessendes Mittel Oleum verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit dem ringschliessenden Mittel gleichzeitig mit der Herstellung der als Ausgangsstoffe dienenden Diacylhydrazine aus Hydrazin oder dessen Salzen und durch Halogenatome weitersubstituierter 2-Oxy-l-benzoesäure erfolgt.
CH336833D 1954-11-05 1954-11-05 Verfahren zur Herstellung neuer Oxdiazole CH336833A (de)

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