CH338446A - Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden

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CH338446A
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Otto Dr Isler
Marc Dr Montavon
Rudolf Dr Rueegg
Paul Dr Zeller
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Hoffmann La Roche
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      Verfahren        zur        Herstellung    von     Carotinoiden       Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfah  ren zur Herstellung von     Carotinoiden,    das dadurch  gekennzeichnet ist, dass man     3,8-Dimethyl-decatrien-          (3,5,7)-diin-(1,9)    - im folgenden     Cl,-Kohlenwasser-          stoff    genannt - über eine metallorganische Verbin  dung beidseitig mit     4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclohexa-          dien-(1',3')-yl]-2-methyl-buten-(2)-a1-(1)

      - im fol  genden     ss-Dehydro-C14        aldehyd    genannt - oder mit       4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclohexen-(1')-yl]-bzw.    4-[2',6',       6'-Trimethyl-cyclohexyliden]-2-methyl-buten-(2)-al-          (1)-im    folgenden     ss-C14    Aldehyd bzw.

       'So-C14-Alde-          hyd    genannt - welches in     4'-Stellung    eine Sauer  stoffunktion, die an der Reaktion nicht teilnimmt,  aufweisen kann, zur entsprechenden     4,15-Dihydroxy-          verbindung    kondensiert, das erhaltene Kondensations  produkt - im folgenden     C4ö        Diol    genannt - oder  einen Ester davon einer Wasser- bzw.

   Säureabspal  tung in 4- und     15-Stellung    unter     Allylumlagerung     unterwirft, in dem gebildeten     Carotinoid    die Drei  fachbindungen partiell hydriert und das erhaltene  Produkt zur     all-trans-Verbindung        isomerisiert.     



  Die benötigten Ausgangsprodukte können bei  spielsweise wie folgt hergestellt werden:         C12        Kohlenwasserstoff.          3,8-Dimethyl-decatrien-(3,5,7)-diin-(1,9).     Eine Suspension von 0,1     Mol        Triphenyl-[3-me-          thyl-penten-(2)-in-(4)-yl]-phosphoniumbromid        [Smp.     152-155 , erhalten durch Kondensation von     Tri-          phenylphosphin    mit     1-Brom-3-methyl-penten-(2)-in-          (4)    in Essigester] in 150     cms        abs.    Äther wird bei 0   mit 0,

  1     Mol    ätherischer     Phenyllithiumlösung    versetzt  und unter Stickstoff während 3 Stunden gerührt. Die  dunkelrote Lösung enthält dann das     Triphenyl-[3-          methyl-penten-(2)-in-(4)-yhden]-phosphin.    Nun gibt  man eine ätherische Lösung von 0,1     Mol        3-Methyl-          penten-(2)-in-(4)-al-(1)    zu und erwärmt das Reak-         tionsgemisch    1 Stunde auf 40 . Das Reaktions  gemisch wird anschliessend filtriert, das Filtrat mit  Wasser neutral gewaschen, getrocknet und im Va  kuum eingeengt.

   Der Rückstand wird in wenig     Ätha-          nol    oder Methanol gelöst und auf     -40     gekühlt,  wobei der     C12    Kohlenwasserstoff     auskristallisiert.     Durch Sublimation im Hochvakuum erhält man ein  Präparat vom Schmelzpunkt 91-93  mit Absorp  tionsmaxima im     Ultraviolettspektrum    bei 304, 318,  334     1nit   <B>(E1 I%</B> 2310, 3495, 3240).  



       Iso-C14   <I>Aldehyd.</I>  



  <I>4 - [2',6',6'-</I>     Trimethyl   <I>-</I>     cyclohexyliden]   <I>-</I>     2-methyl-          buten-(2)-al-(1).     



       2,6,6-Trimethyl-cyclohexanon    wird mit     Athoxy-          acetylen    kondensiert, das erhaltene     Carbinol    in be  kannter Weise an der     Dreifachbindung    partiell hy  driert und mit Säure     hydrolysiert.    Der gebildete       2,6,6-Trimethyl-cyclohexyliden-acetaldehyd    wird     ace-          talisiert,    das     Acetal    mit     Propenyläther    in Gegenwart  von Zinkchlorid     kondensiert    und     anschliessend    mit  Essigsäure erwähnt.

   Der so gewonnene Aldehyd weist  im     Ultraviolettspektrum    ein Absorptionsmaximum bei  288     m,tc    (in     Petroläther)    auf.  



       4'-Acetoxy-iso-C14        aldehyd.          4-[2',6',6'-Trimethyl-4'-acetoxy-cyclohexyliden]-          2-methyl-buten-(2)-al-(1).     



       ss-Isophoron    [Am.     Chem.        Soc.    63, 2308 (1941)]  wird mit     Peressigsäure    bei 10-20      gerührt    und an  schliessend schwach     alkalisch    gestellt;

   das erhaltene       Oxy-isophoron    wird mit Chromsäure oxydiert und  mit Zinkstaub in Eisessig zum     2,6,6-Trimethyl-cyclo-          hexandion-(1,4)        reduziert.    Das daraus mit     Athylen-          glycol    in bekannter Weise erhaltene     4-Mono-ketal     wird wie das     unsubstituierte        Trimethylcyclohexanon     (siehe     voranstehende    Vorschrift) weiterverarbeitet.

        Das auf diese Weise erhaltene     4-[2',6',6'-Trimethyl-          4'-oxo-cyclohexyliden]-2-methyl-buten-(2)-a1-(1)    kann  in an sich bekannter Weise in die-     4'-Hydroxy-Verbin-          dung    bzw. deren     Acylderivate    umgewandelt werden.       4'-Acetoxy-ss-C14        aldehyd.     



       4-[2',6',6'-Trimethyl-4'-acetoxy-cyclohexerz-(1')-          yl]-2-methyibuten-(2)-al-(1).     



       4'-Acetoxy-iso-C14        aldehyd    wird mit     Isopropenyl-          acetat    umgesetzt, das gebildete     Enolacetat    4-[2',6',6'  Trimethyl-4'-acetoxycyclohexen-(1     @-yl]    - 2 -     methyl-l-          acetoxy-butadien-(1,3)

      mit     Natriumbicarbonat    in wäs  serigem Methanol     erwärmt    und der gebildete     Oxy-          aldehyd    mit     Acetanhydrid    in     Pyridin        acetyliert.            ss-Dehydro-C14        aldehyd.          4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclohexadieh-(1',3')-yl]-2-          methyl-buten-(2)-al-(1).     



       ss-C14    Aldehyd wird mit     Bromsuccinimid    in     Me-          thylenchlorid        bromiert    und anschliessend mit     Chinolin     erwärmt, das entstandene     4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclo-          hexen-(2')-yliden]-2-methyl-buten-(2)-a1-(1)    mit     Iso-          propenylacetat    in das     Enolacetat    umgewandelt und  letzteres alkalisch verseift.

   Der Aldehyd zeigt im       Ultraviolettspektrum    Absorptionsmaxima bei 224  und 268     my.    Sein     Phenylsemicarbazon    schmilzt bei  180-182 .    In der ersten Stufe des erfindungsgemässen Ver  fahrens wird der     C12    Kohlenwasserstoff über     eine     metallorganische Verbindung mit einem     ss-Dehydro-          C14        aldehyd    oder mit einem     ,B-C"    bzw.     'so-C14    Al  dehyd, der in     4'-Stellung    eine Sauerstoffunktion tra  gen kann, umgesetzt.

   Als metallorganische Verbin  dungen eignen sich insbesondere die     Alkalimetall-          Verbindungen    und die     magnesiumorganischen    Ver  bindungen des     C12    Kohlenwasserstoffes.

   Man erhält  sie zum Beispiel in     bekannter    Weise durch Umsetzen  des     C12    Kohlenwasserstoffes mit den entsprechenden  Metallen oder deren Derivaten, wie zum Beispiel       Natrium-    und     Lithiumamid,        Alkyl-    und     Aryllithium-          verbindungen    und     Alkyl-    oder     Aryhnagnesiumhalo-          geniden,    beispielsweise     Phenyllithium,        Phenylmagne-          siumchlorid,

          Äthyhnagnesiumbromid.    Die Umsetzung  mit dem Aldehyd erfolgt am besten     in    einem     inerten     Lösungsmittel, wie zum Beispiel Äther, Benzol oder  auch in flüssigem Ammoniak.     Vorteilhaft    arbeitet  man im gleichen Reaktionsmedium und im gleichen  Gefäss, in dem die metallorganische Verbindung her  gestellt worden ist. Die Kondensation verläuft schon  bei Raumtemperatur und kann durch Erwärmen be  schleunigt und     vervollständigt    werden. Um Neben  reaktionen auszuschliessen, arbeitet man     vorteilhafter-          weise    in einer     inerten    Atmosphäre, z. B. unter Stick  stoff.

   Nach vollendeter Umsetzung wird das entstan  dene metallorganische Reaktionsprodukt     hydrolysiert,     z. B. durch Hydrolyse mit Wasser,     Ammonacetat-          lösung    usw. Das entstehende     C4ö        Diol    braucht nicht  gereinigt zu werden, bevor es weiterverarbeitet wird.  Man kann es durch     Zerewitinoffbestimmung    und    U.     V.-Absorptionsspektrum    charakterisieren. Dieses       Diol    stellt ein Gemisch     stereoisomerer    Formen dar.  



  In der zweiten Stufe des Verfahrens wird das       C4ö        Diol,    gegebenenfalls nach     Veresterung,    einer dop  pelten Wasser- bzw. Säureabspaltung unter     Allyl-          umlagerung    unterworfen. Umlagerung und Abspal  tung gelingen gleichzeitig, wenn man wässerige oder       wasserfreie        Halogenwasserstoffsäure    einwirken lässt.  Zweckmässig wird das     C4ö        Diol    vor der Wasserabspal  tung verestert, z.

   B.     acetyliert.    Eine geeignete     Aus-          führungsform    besteht darin, dass man eine Lösung  des     C4ö        Diols        bzw.    eines seiner Ester in einem     inerten     Lösungsmittel, wie Äther,     Methylenchlorid,        Dioxan     usw., mit wasserfreier     Halogenwasserstoffsäure    be  handelt. Es genügt eine kleine Menge Säure, wenn die  Reaktion durch Erwärmen beschleunigt wird. Man  arbeitet mit Vorteil in     Äthyläther    und wendet einen  Überschuss alkoholischer     Chlorwasserstoffsäure    an.

         Eine    andere geeignete     Ausführungsform    besteht  darin, dass man das CO     Diol    oder einen seiner Ester  in einem     halogenierten    Kohlenwasserstoff mit gro  ssem     Dipolmoment    bei einer Temperatur unter 0   mit wässeriger     Halogenwasserstoffsäure    behandelt  und anschliessend aus der gebildeten     Halogenverbin-          bindung    durch Einwirkung von Wasser oder einer  basischen Verbindung Halogenwasserstoff abspaltet.

    Als Lösungsmittel eignen sich hierzu     Methylenchlo-          rid    und Chloroform, als wässerige Halogenwasser  stoffsäure konzentrierte wässerige Bromwasserstoff  säure. Man kann die Wasserabspaltung auch mit       Phosphoroxychlorid    in     Pyridin    durchführen. Man er  hält     Carotinoide,    die in den Stellungen 11, 12 und  11', 12' noch     Dreifachbindungen    anstelle der Dop  pelbindungen enthalten und ein charakteristisches       Absorptionsspektrum    aufweisen.  



  In der dritten Stufe des     Verfahrens    werden die       Dreifachbindungen        partiell    hydriert. Diese Hydrie  rung kann in Lösung oder in Suspension, z. B. in       Petroläther,        Toluol    usw., vorzugsweise mit Hilfe  eines     desaktivierten        Palladiumkatalysators    und bei  Gegenwart von     Chinolin,    erfolgen.

   Die bei der     Par-          tialhydrierung    erhaltenen     Carotinoide    besitzen an den  neu entstandenen Doppelbindungen     cis-Konfigura-          tion    und zeigen ein für solche Verbindungen typi  sches     Absorptionsspektrum.     



  In der vierten Stufe des Verfahrens werden die       cis-Carotinoide    zu den     all-trans-Verbindungen        iso-          merisiert.    Die     Isomerisierung    erfolgt zum Beispiel  durch Einwirkung von Jod oder Licht in Lösung,       vorzugsweise    aber durch     Erwärmen    in     Petroläther.     Die entstandenen     Carotinoide    werden als Lebensmit  telfarbstoffe, z.

   B. zur Färbung von Margarine, Öl,  Butter,     Fett,        Eiscremepulver,    Teigwaren, denen sie  orange bis rote Farbtöne verleihen, verwendet; einige  davon besitzen auch     Vitamin-A-Wirksamkeit.       <I>Beispiel 1</I>       ss-Carotin.     



  3,6 Gewichtsteile (0,023     Mol)        3,8-Dimethyl-          decatrien-(3,5,7)-diin-(1,9)    werden in 50     Raumteilen         absolutem Äther gelöst, mit 0,05     Mol    ätherischer       Phenyllithiumlösung    versetzt und während 30 Minu  ten unter     Rückfluss    gekocht.

   Hierauf lässt man eine  Lösung von 11     Gewichtsteilen    (0,05     Mol)        4-[2',6',6'-          Trimethyl-cyclohexen-        (1')-yl]-2-methyl-buten-(2)-al-          (1)    in 100 Raumteilen Äther     zutropfen    und kocht  2 Stunden. Dann wird das Reaktionsgemisch mit  wässeriger     Ammonacetatlösung        hydrolysiert,    die äthe  rische Schicht abgetrennt, getrocknet und eingeengt.

    Der Rückstand,     1,18-Di-[2',6',6'-trimethyl-cyclo-          hexen-(1')-yl]-3,7,12,16        -tetramethyl-4,15-dihydroxy-          octadecapentaen-(2,7,9,11,16)-diin-(5,13)    ist ein har  ziges Produkt (welches 1,9 aktive Wasserstoffatome  und im     Ultraviolettspektrum        Absorptionsmaxima    bei  326 und 341     m,y    aufweist), das ohne weitere Reini  gung für die nächste Stufe verwendet wird. Zu die  sem Zweck löst man das Harz in 200 Raumteilen       Methylenchlorid,    setzt 10 Raumteile Eisessig zu und  kühlt unter Rühren in einer Kohlendioxydatmosphäre  auf -40 .

   Dann gibt man auf einmal 9 Raumteile  wässerige     Bromwasserstoffsäure        (60o/o.ig)    zu, rührt       I1/2    Minuten bei -35  und lässt anschliessend 200  Raumteile Eiswasser zulaufen. Nachdem noch 2 Stun  den bei 0  gerührt worden ist, trennt man die     Methy-          lenchloridschicht    ab, wäscht sie mit Wasser und       Natriumbicarbonatlösung,    trocknet sie mit     Na2S04     und engt im Vakuum ein.

   Der Rückstand,     11,12-          11',12'-Bis-dehydro-ss-carotin,    stellt ein     zähes    Harz  oder ein schaumiges,     festes    Produkt dar (kein aktives  Wasserstoffatom, im     Ultraviolettspektrum    Absorp  tionsmaxima bei 292, 330, 346 und 416     m@c).    Es  kann durch     Chromatographie    oder     Kristallisation    ge  reinigt werden. Man kann das Rohprodukt auch ohne  Reinigung für die folgende Stufe verwenden.  



  11,4 Gewichtsteile     11,12-11',12'-Bis-dehydro-ss-          carotin    werden in 100 Raumteilen     Petroläther    (Siede  bereich 80-100 ) gelöst und nach Zugabe von 0,5  Raumteilen     Chinolin    und 5 Gewichtsteilen eines mit  Blei vergifteten     Palladium-Katalysators    unter Normal  bedingungen hydriert.

   Nachdem die berechnete Menge       Wasserstoff    aufgenommen worden ist, filtriert man  den Katalysator ab, schüttelt das Filtrat mit verdünn  ter Schwefelsäure aus, um das     Chinolin    zu entfernen,  und erhält in üblicher Weise durch Einengen das  11,12-l     1',12'-di-cis-Carotin.    Durch     Umkristallisieren     aus     Benzol-Alkohol    wird das Produkt gereinigt; es  schmilzt dann bei 154 ;

   Absorptionsmaxima     im    Ultra  violettspektrum bei 276, 334, 338, 401 und 405     mu.     Die     Isomerisierung    erfolgt durch 10stündiges Erwär  men auf 90-100  in hochsiedendem     Petroläther    in  einer Kohlendioxydatmosphäre. Das erhaltene     ss-Ca-          rotin        schmilzt    bei 180 ; Absorptionsmaxima bei 452  und 480     nu.     



  <I>Beispiel 2</I>       Bis-dehydro-ss-carotin.     



  1,4 Gewichtsteile     3,8-Dimethyl-decatrien-(3,5,7)-          diin-(1,9)    werden in 100 Raumteilen absolutem Äther  gelöst und mit 20 Raumteilen 1-n ätherischer     Phenyl-          lithiumlösung    versetzt. Nachdem die Mischung 30    Minuten unter     Rückfluss    gekocht hat, gibt man eine  Lösung von 3,5     Gewichtsteilen        4-[2',6',6'-Trimethyl-          cyclohexadien-(1',3')-yl]-2-methyl-buten-(2)-al-(1)    in  100 Raumteilen absolutem Äther zu und kocht an  schliessend während einer Stunde.

   Nach der Hydro  lyse des Reaktionsgemisches mit     Ammonchlorid-          lösung,    Abtrennen der ätherischen Schicht, Trock  nen und Einengen, erhält man     1,18-Di-[2',6',6'-Tri-          methyl-        cyclohexadien    - (1',3')     -y1]    -     3,7,12,16-tetrame-          thyl-    4,15 -     dihydroxy-        octadecapentaen-(2,7,9,11,16)-          diin-(5,13)    als zähes Harz;

       Ultraviolettspektrum    mit  Absorptionsmaxima bei 266, 330 und 346     mct.    Das  Rohprodukt wird nach der im Beispiel 1 angegebenen  Methode dehydratisiert, wobei man 3,4-3',4'-11,12  11',12'-Tetradehydro-ss-carotin erhält; Absorptions  maxima bei 335, 382 und 403     mu.    Die     Partialhydrie-          rung    und     Isomerisierung,    ebenfalls wie in Beispiel 1  ausgeführt, liefert     3,4,3',4'-Bis-dehydro-ss-carotin,

            Smp.        190-1910.        Ultraviolettspektrum    mit einem  breiten     Absorptionsmaximum    bei 471     m@t.       <I>Beispiel 3</I>       Zeaxanthin.     



  0,8 Gewichtsteile     3,8-Dimethyl-decatrien-(3,5,7)-          dün-(1,9)    werden in 50 Raumteilen absolutem Äther  gelöst und tropfenweise mit 10 Raumteilen 1-n äthe  rischer     Phenyllithiumlösung    versetzt. Nach einstün  digem Kochen gibt man zu der hellgelben Suspension  eine Lösung von 2,5 Gewichtsteilen     4-[2',6',6'-Tri-          methyl-4'-        acetoxy-cyclohexyliden]        -2-methyl-buten-          (2)-al-(1)    in 50 Raumteilen absolutem Äther, wobei  ein dicker, weisser Niederschlag entsteht.

   Nachdem  das Reaktionsgemisch während einer Stunde unter       Rückfluss    gekocht worden ist,     hydrolysiert    man mit       Ammonacetatlösung.    Man trennt die Ätherschicht  ab, wäscht sie mit Wasser, trocknet mit Natriumsul  fat und engt im Vakuum ein.

   Das gebildete     1,18-Di-          [2',    6',     6'-Trimethyl-4'-acetoxy-cyclohexyliden]-    3,7,12,       16-tetramethyl-4,15-dihydroxy-octadecapentaen    -(2,7,       9,11,16)-diin-(5,13)    bleibt als festes, schaumiges Pro  dukt zurück; Ausbeute:     3-4.    Gewichtsteile; Absorp  tionsmaxima bei 246, 330 und 340     mlt.    Dieses Pro  dukt kann ohne Reinigung für die nächste Stufe ver  wendet werden.

   Zu diesem Zweck löst man es in  80 Raumteilen Benzol, gibt 2 Raumteile     Pyridin    zu  und lässt in einer Stickstoffatmosphäre unter Rühren  eine Mischung von 0,7 Raumteilen     Phosphoroxychlo-          rid,    0,7 Raumteilen     Pyridin    und 20 Raumteilen Ben  zol zulaufen.     Anschliessend    erwärmt man     während     einer Stunde auf 70-80 . Dann wird das Reaktions  gemisch auf Eiswasser gegossen, die abgetrennte     Ben-          zolschicht    wird neutral gewaschen, getrocknet und  eingeengt.

   Der Rückstand     3,3'-Di-acetoxy-11,12-11',          12'-bis-dehydro-ss-carotin,    das     ein    zähes Harz bildet,  wird durch     Chromatographie    an Aluminiumoxyd mit       Petroläther-Benzol    gereinigt und dann durch Erwär  men mit     l0o/oiger        methanolischer        Kalilauge    in äthe  rischer Lösung unter Stickstoff bei Raumtemperatur       verseift.    Das erhaltene     3,3'-Dihydroxy-11,12,11',

  12'-          bis-dehydro-ss-carotin    wird durch     Umkristallisieren         aus     Methylenchlorid-Petroläther    gereinigt;     Smp.    195  bis 198 ; Absorptionsmaxima bei 292, 330, 346 und  416     mu.    Die     Partialhydrierung    erfolgt in gleicher  Weise wie in Beispiel 1,

   ebenso die     Isomerisierung.     Das so gewonnene synthetische     Zeaxanthin    weist     im          Ultraviolettspektrum    die gleichen     Absorptionsmaxima     bei 452 und 480     mu        wie        ss-Carotin    auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden, da durch gekennzeichnet, dass man 3,8-Dimethyl-deca- trien-(3,5,7)-diin-(1,9) über eine metallorganische Verbindung beidseitig mit 4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclo- hexadien-(1',3')-yl]-2-methyl-buten-(2)-al-(1) oder mit 4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclohexen-(1')-yl]- bzw.
    4 [2',6',6'-Trimethyl-cyclohexyliden]-2-methyl-buten (2)-al-(1), welches in 4'-Stellung eine Sauerstoff- funktion, die an der Reaktion nicht teilnimmt, auf weisen kann, zur entsprechenden 4,15-Dihydroxyver- bindung kondensiert, das erhaltene Kondensations produkt oder einen Ester davon einer Wasser- bzw.
    Säureabspaltung in 4- und 15-Stellung unter Allyl- umlagerung unterwirft, in dem gebildeten Carotinoid die Dreifachbindungen partiell hydriert und das er haltene Produkt zur all-trans-Verbindung isomeri- siert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man .zur Kondensation die Di- Lithium- oder Di-Natriumverbindung des 3,8-Di- methyl-decatrien-(3,5,7)-diins-(1,9) herstellt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, -dass man zur Kondensation die Di- Alkyhmagnesiumverbindung des 3,8-Dimethyl-deca- trien-(3,5,7)-diins-(1,9) herstellt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclo- hexen-(1')-yl]-2-methyl-buten-(2)-al-(1) als den einen Reaktionspartner verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclo- hexyliden]-2-methyl-buten-(2)-al-(1) als den einen Reaktionspartner verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-[2',6',6'-Trimethyl-cyclo- hexadien-(1',3')-yl]-2-methyl-buten-(2)-a1-(1) als den einen Reaktionspartner verwendet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 4-[2',6',6'-Trimethyl-4'-acet- oxy-cyclohexyliden]-2-methyl-buten-(2)-a1-(1) als den einen Reaktionspartner verwendet.
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