CH338464A - Verfahren zur Herstellung eines 2-Amino-imidazolins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines 2-Amino-imidazolins

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CH338464A
CH338464A CH338464DA CH338464A CH 338464 A CH338464 A CH 338464A CH 338464D A CH338464D A CH 338464DA CH 338464 A CH338464 A CH 338464A
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imidazoline
amino
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solvent
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Rudolf Dr Hirt
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Wander Ag Dr A
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  Verfahren zur Herstellung eines     2-Amino-imidazolins       Es wurde gefunden, dass man zu neuen, pharma  kologisch interessanten Substanzen gelangt, wenn  man     Äthylen-isothioharnstoff-alkyläther    oder deren  Salze von der Struktur:  
EMI0001.0003     
    worin R und     R1    Wasserstoff oder einen     aliphati-          schen,    aromatischen oder     heterocyclischen    Rest, R2  einen     aliphatischen    Rest bedeuten, mit aromatischen  oder     heterocyclischen    Aminen umsetzt.

   Dabei findet  unter Abspaltung von     Mercaptan    Kondensation statt  unter Bildung von     2-Amino-imidazolinen    der Struk  tur:  
EMI0001.0012     
    Darin bedeuten R und     Ri    Wasserstoff oder einen       aliphatischen,    aromatischen oder     heterocyclischen     Rest,     R3    einen aromatischen oder     heterocyclischen     Rest.

   Die Kondensation von     Äthylenisothioharnstoff-          methyläther,    nämlich von     2-Methylmercapto-4,5-di-          hydro-imidazol-hydrojodid,    mit     aliphatischen    Aminen  ist bereits im J. of Am.     Chem.        Soc.    73, 602 (1951)  beschrieben worden, führt aber zu wenig interessan  ten Produkten. Ferner ist die Kondensation von       offenkettigen        Isothioharnstoff-alkyläthern    mit aro  matischen Aminen bekannt, ergibt aber auch phar  makologisch wenig interessante Körper.  



  Erst die Kondensation von     Äthylen-isothioharn-          stoff-alkyläthern    mit aromatischen Aminen führt, wie  jetzt überraschenderweise gefunden wurde, zu biolo-         gisch    stark wirksamen Verbindungen. So hat z. B.       2-(3,4-Dioxyphenylamino)-imidazolin    mit der Kon  stitution  
EMI0001.0031     
    eine Wirkung auf den Blutdruck, die derjenigen des  Adrenalins sehr nahe kommt oder sie sogar     über-          trifft,    während im Gegensatz dazu offene     Dioxyphe-          nyl-guanidine,    wie  
EMI0001.0036     
    diese Wirkung nicht zeigen.  



  Die mit aromatischen oder     heterocyclischen     Resten substituierten     2-Amino-imidazoline    können  dadurch hergestellt werden, dass man in Gegenwart  oder Abwesenheit eines     Lösungs-    oder     Suspendie-          rungsmittels    auf     Äthylen-isothioharnstoffalkyläther     oder deren Salze aromatische oder     heterocyclische     Amine bei Temperaturen einwirken lässt, die eben  ausreichen, um     Mercaptan    abzuspalten, im allge  meinen 100-150  C.  



  Als Lösungsmittel eignet sich z. B.     vorzüglich          Pyridin.    Nach Beendigung der Reaktion, die am Auf-      hören der Gasentwicklung zu bemerken ist, wird das       Gemisch    zweckmässig in Natronlauge eingetragen  und das Reaktionsprodukt entweder durch Filtration  oder durch Extraktion mit einem geeigneten Lösungs  mittel abgetrennt. Eine Anzahl Derivate können ohne  Zersetzung im Hochvakuum     destilliert    werden,  andere sind durch     Kristallisation    rein zu erhalten.

    <I>Beispiel</I>  122     Teile        Äthylen-S-methyl-isothioharnstoff-jod-          hydrat    und 79 Teile     4-Amino-brenzcatechin-aceton-          Verbindung    der Formel  
EMI0002.0009     
    werden mit 100     Teilen        abs.        Pyridin    vermischt und  im Ölbad unter     Rückfluss    auf 110  C erwärmt. Dabei  findet nach kurzer Zeit lebhafte Entwicklung von       Methylmercaptan    statt, das als Gas entweicht.

   Nach  der Hauptreaktion     wird    noch 3 Stunden auf 125  C  erwärmt und darauf am Vakuum das     Pyridin        abde-          stilliert.    Das     Reaktionsgemisch    wird nun in wenig  Wasser gelöst und in     konz.    Natronlauge eingetragen.  Dabei wird ein bald erstarrendes Öl abgeschieden.     Das     erstarrte Produkt wird abgesaugt und mit Wasser  gewaschen und im Vakuum getrocknet, darauf im  Vakuum destilliert.     Sdp.o,i    180-185  C.

   Das Destil  lat wird in Benzol gelöst, nach dem Erkalten mit       Petroläther        vermischt    und     abgekühlt.    Dabei scheidet  sich die reine     Acetonverbindung    des     2-(3,4-Dioxy-          phenyl-amino)-imidazolins    .aus.     Smp.    172-173  C.  



  Diese     Acetonverbindung    wird in die freie     Dioxy-          verbindung    übergeführt,     indem    man sie     in    der nöti  gen Menge     konz.        Salzsäure        (36-38        a/oig)    löst, über    Nacht stehen lässt, darauf mit Eiswasser abkühlt, das  ausgeschiedene Produkt absaugt,

   mit wenig alkoho  lischer Salzsäure und darauf mehrmals mit Äther       nachwäscht.    Durch     Umkristallisieren    aus     abs.    Alko  hol unter     Abkühlung    auf -30  C wird das entstan  dene     2-(3,4-Dioxyphenyl-amino)-imidazolin-chlor-          hydrat    in farblosen Kristallen vom     Smp.    197-198  C  erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-(3,4-Dioxy-phe- nylamino)-imidazolin, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Salz eines Äthylen-isothioharnstoff-alkyl- äthers bei einer Temperatur, die für die Mercaptan- Abspaltung ausreicht, auf ein Derivat des 4-Amino- brenzcatechins mit maskierten Hydroxylgruppen ein wirken lässt, bei dem diese Hydroxylgruppen nach der Kondensation freigesetzt werden können,
    und die maskierten Hydroxylgruppen durch Behandeln des Reaktionsproduktes mit Mineralsäuren oder Alka- lien freisetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Derivate des 4-Amino- brenzcatechins die Acetonverbindung, einen Dialkyl- äther oder ein Bis-O-acyl-Derivat verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung bei 100 bis 150 C durchführt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung in Abwesen heit eines Lösungsmittels durchführt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines Lösungsmittels durchführt. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lö sungsmittel Pyridin verwendet.
CH338464D 1955-12-19 1955-12-19 Verfahren zur Herstellung eines 2-Amino-imidazolins CH338464A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1191381B (de) * 1961-08-04 1965-04-22 Thomae Gmbh Dr K Verfahren zur Herstellung von 2-[5', 6', 7', 8'-Tetrahydronaphthyl-(1')-amino]-imidazolin und seinen Salzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1191381B (de) * 1961-08-04 1965-04-22 Thomae Gmbh Dr K Verfahren zur Herstellung von 2-[5', 6', 7', 8'-Tetrahydronaphthyl-(1')-amino]-imidazolin und seinen Salzen

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