CH340832A - Verfahren zur Herstellung von 2-(a-Aminoäthyl)-3,4-bis(hydroxymethyl)-furan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-(a-Aminoäthyl)-3,4-bis(hydroxymethyl)-furan

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CH340832A
CH340832A CH340832DA CH340832A CH 340832 A CH340832 A CH 340832A CH 340832D A CH340832D A CH 340832DA CH 340832 A CH340832 A CH 340832A
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aminoethyl
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Elming Niels
Wilhelm Clauson-Kaas Friedrich
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Sadolin & Holmblad As
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  Verfahren zur     Herstellung    von     2-(a-Aminoäthyl)-3,4-bis        (hydroxymethyl)-fnran       Es ist schon vorgeschlagen worden,     2-(a-Amino-          äthyl)-3,4-bis(hydroxymethyl)-furan    durch direkte  reduktive     Aminierung    von     2-Acetyl-3,4-bis(hydroxy-          methyl)-furan    herzustellen.  



  Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf ein  ebenso günstige Resultate lieferndes zweistufiges Ver  fahren zur Herstellung von     2-(a-Aminoäthyl)-3,4-          bis(hydroxymethyl)-furan.    Gemäss diesem Verfahren  wird     2-(a-Aminoäthyl)-3,4-bis(hydroxymethyl)-furan     der Formel  
EMI0001.0013     
    auf die Weise hergestellt, dass man in     2-Acetyl-3,4-          bis(hydroxymethyl-    oder     -acyloxymethyl)-furan    die       Ketogruppe,

      die sich in     a-Stellung    des     Substituenten     in     2-Stellung    des     Furanringes    befindet, zuerst durch  Umsetzung mit     Hydroxylamin    oder einem Salz des  selben in die entsprechende     Oximgruppe    und diese  dann durch Reduktion in eine     CHNH"-Gruppe    über  führt.  



  Gemäss einer Ausführungsform der     Erfindung     wird die Reduktion des     Oxims    auf katalytischem  Wege mit Wasserstoff bei einem     Wasserstoffdruck     von 80-120 Atmosphären, bei einer Temperatur  von 60-100  C und in Gegenwart von     Raney-Nik-          kel    als Katalysator, durchgeführt. Wenn man die  Reduktion in Gegenwart eines     Säureanhydrids    als  Lösungsmittel durchführt, erhält man eine Verbin-    düng der     Formel     
EMI0001.0032     
    in welcher R einen     Acylrest    darstellt.

      Die Überführung des     Ketons    in das     Oxim    ge  schieht auf gewöhnliche Weise, z. B. durch Zusatz  von     Hydroxylamin    oder einem     Hydroxylaminsalz    zu  einer Lösung des     Ketons    in einem geeigneten Lö  sungsmittel, z. B. Methanol oder Äthanol, in Gegen  wart eines     Neutralisationsmittels,    z. B. Kalium- oder       Natriumacetat,    das die freiwerdende Säure aufnimmt.  Das so erhaltene     Oxim    wird     zweckmässigerweise    iso  liert und danach z.

   B. mit     Raney-Nickel    als Kata  lysator in einem     Säureanhydrid,    am besten Essig  säureanhydrid, mit Wasserstoff von einem Druck  von 80-120 Atmosphären, am besten von ungefähr  100 Atmosphären, und bei einer Temperatur von 60  bis 100  C, vorzugsweise     70-80     C, zum entspre  chenden Amin reduziert. Die Reduktion des     Oxims     benötigt unter diesen Bedingungen in der Regel etwa  eine Stunde. Nach der     Abdampfung    des Lösungsmit  tels kann der Rückstand, der aus dem gewünschten       2-(Acyl-aminoäthyl)-3,4-bis(acyloxymethyl)-furan    be  steht, beispielsweise aus     .Äther    kristallisiert werden.

    Das Produkt kann dann aus einer     Benzol-Äther-          Mischung    umkristallisiert werden.  



  Eine besondere Ausführungsform des erfindungs  gemässen Verfahrens kann mittels folgendem Reak  tionsschema veranschaulicht werden:    
EMI0002.0001     
    <I>Beispiel</I>  18,5 g     2-Acetyl-3,4-bis(acetoxymethyl)-furan    wer  den mit 8,2 g wasserfreiem     Natriumacetat    und 6,2 g       Hydroxylaminhydrochlorid        gemischt,    worauf die Mi  schung 5 Stunden mit 80 ml Äthanol unter Rück  fluss erwärmt wird. Die erwärmte Mischung wird fil  triert und das Äthanol im     Vakuum    abgedampft.

   Der       Destillationsrückstand    besteht aus einer nahezu farb  losen Flüssigkeit, die nach Zusatz von Wasser und  nach Abkühlung zu einem weissen, festen     Stoff        kri-          stallisiert.    Nach     Filtrierung    und Waschen mit Was  ser und Trocknen erhält man     2-Acetyl-3,4-bis(acet-          oxymethyl)-furanoxim    in einer Ausbeute von 17,6 g,

         was        90        %        der        theoretischen        Ausbeute        entspricht.     Das Produkt hat einen Schmelzpunkt von 78-81  C.  Nach der     Umkristallisierung    aus Äther steigt der       Schmelzpunkt    auf 79-81  C.  



       C8H904N        (COCH3)z     
EMI0002.0025     
  
    Berechnet: <SEP> C <SEP> 53,5%, <SEP> H <SEP> 5,60/0, <SEP> N <SEP> 5,201o,
<tb>  COCH3 <SEP> 32,41/o
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 53,6%, <SEP> H <SEP> 5,90%, <SEP> N <SEP> 5,4%,
<tb>  COCH" <SEP> 32,4%       2,50 g des erhaltenen     2-Acetyl-3,4-bis(acetoxy-          methyl)-furanoxims    und 20     ml        Essigsäureanhydrid     werden eine Stunde mit 0,4g     Raney-Nickel    unter  Wasserstoff bei einem Druck von 100 Atmosphären  und einer Temperatur von 70-80 C geschüttelt.

    Die Reaktionsmischung wird filtriert und das Lö  sungsmittel im Vakuum     abgedunstet,        schliesslich    bei  0,1 mm     Hg    und 60-70 C. Der     Destillationsrück-          stand    wird dann mit 20 ml wasserfreiem Äther ge  schüttelt, wobei sich weisse Kristalle bilden. Unge  fähr 10 ml des Äthers werden     abgedunstet,    wonach  die Kristalle     abfiltriert,    zweimal mit Äther gewaschen    und getrocknet werden. Die Ausbeute beträgt 2,52 g       (91%)        2-(a-Acetamido-äthyl)-3,4-bis(acetoxymethyl)-          furan    mit Schmelzpunkt 92-94  C.

   Nach dem Um  kristallisieren aus einer Mischung von Äther und  Benzol hat das Produkt einen Schmelzpunkt von 95  bis     96     C.  



       CSH1oO.Y        (COCH3)3     
EMI0002.0044     
  
    Berechnet: <SEP> C <SEP> 56,6%, <SEP> H <SEP> 6,40/09 <SEP> N <SEP> 4,711/09
<tb>  COCH3 <SEP> 43,4 <SEP> 0/0
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 56,3%, <SEP> H <SEP> 6,404, <SEP> N <SEP> 4,5%,
<tb>  COCH3 <SEP> 42,51/o       Bei der Isolierung des Reaktionsproduktes durch  Destillation wird eine hellgelbe Flüssigkeit in einer       Ausbeute        von        79        %        erhalten.        Diese        Flüssigkeit        siedet     bei 170-190  C bei etwa 0,

  1 mm     Hg.    Die Flüssig  keit kristallisiert nach einigen Tagen     Aufbewahrung,     und bei der     Umkristallisierung    aus Äther erhält man  weisse     Kristalle    mit     Schmelzpunkt    65-68  C.

   Eine  Analyse dieser Kristalle ergibt:       C        =        56,5        %,        H        =        6,6        %,        N        =        4,7        0/0,        COCH3=42,40/0       Diese Kristalle sind in Äther leicht löslich, aber  bei der Impfung mit Kristallen mit Schmelzpunkt 95  bis 96  C bilden sich in der Ätherlösung Kristalle,  die ebenfalls bei 95-96  C schmelzen und eine nur  geringere     Löslichkeit    in Äther haben.

   Die Verbin  dung kristallisiert offensichtlich in zwei Formen, von  denen die eine einen höheren Schmelzpunkt hat als  die andere, die gewöhnlich gebildet wird.  



  Für die spätere     überführung    des gemäss der vor  liegenden Erfindung hergestellten     2-(a-Aminoäthyl)-          3,4-bis(hydroxymethyl)-furans    in Vitamin     B6    können  die     Aminogruppen    und die     Hydroxygruppen    auf an  und für sich bekannte Weise geschützt werden, z. B.  durch     Acylierung    oder durch     überführung    in das  entsprechende     Carbamat,    Mono- oder     Diureid.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-(a-Aminoäthyl)- 3,4-bis(hydroxymethyl)-furan der Formel EMI0003.0003 dadurch gekennzeichnet, dass man in 2-Acetyl-3,4- bis(hydroxymethyl- oder -acyloxymethyl)-furan die Ketogruppe, die sich in a-Stellung des Substituenten in 2-Stellung des Furanringes befindet,
    zuerst durch Umsetzung mit Hydroxylamin oder einem Salz des selben in die entsprechende Oximgruppe und diese dann durch Reduktion in eine CHNH2 Gruppe über führt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reduktion auf katalyti schem Wege mit Wasserstoff bei einem Wasserstoff druck von 80-120 Atmosphären, einer Tempera tur von 60-100 C und in Gegenwart von Raney- Nickel als Katalysator durchführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reduktion in Gegenwart eines Säureanhydrids als Lösungsmittel durchführt, wodurch die Verbindung der allgemeinen Formel EMI0003.0029 in welcher R einen Acylrest bedeutet, entsteht.
CH340832D 1953-11-30 1954-11-30 Verfahren zur Herstellung von 2-(a-Aminoäthyl)-3,4-bis(hydroxymethyl)-furan CH340832A (de)

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