CH346874A - Verfahren zur Herstellung neuer moschusartiger Geruchs- und Aromastoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer moschusartiger Geruchs- und Aromastoffe

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CH346874A
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tert
butyl
dimethyl
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Jan Dr Beets Muus Gerrit
Harm Van Essen
Meerburg Wilhelmina
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Polak & Schwarz Internationaal
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer moschusartiger Geruchs-und Aromastoffe
Aus Arbeiten von M. Stoll [Manufacturing Perfumer   1,    107 (1937)] ist bekannt, dass makrocyclische Verbindungen mit 14-19 Ringgliedern, wie Lactone und Ketone, einen starken reinen Moschusgeruch besitzen. Infolgedessen finden Verbindungen diesen Typs ausgedehnte Anwendung als Parfums.



   Eine andere Gruppe von Verbindungen, die auf Grund ihres Moschusgeruchs von grosser Bedeutung ist, ist die der aromatischen Nitroverbindungen (vgl.



  T. F. West, H. J. Strausz und D. R. H. Barton, Synthetic. Perfumes 1949, Seite 297). Die wichtigsten Vertreter dieser Gruppe sind 2,4,6-Trinitro-1,3dimethyl-5-tert.-butyl-benzol (Xylolmoschus), 3,5-Dinitro-2,6-dimethyl-4-tert.-butyl-acetophenon (Ketonmoschus) und 3-Methoxy-2,6-dinitro-4-tert.-butyltoluol (Ambrettemoschus).



   Die makrocyclischen Verbindungen besitzen den Nachteil, dass die meisten Vertreter nur auf kompliziertem Wege erhältlich sind, wodurch ihr Preis im allgemeinen sehr hoch liegt. Sie besitzen jedoch einen sehr feinen Geruch und ausgezeichnete   Haftfähig-    keit und sind ausserordentlich licht-und alkalibeständig.



   Die Nitroverbindungen dagegen können zu niederem Preis hergestellt werden, besitzen jedoch einen viel gewöhnlicheren Geruch als die makrocyclischen Verbindungen und ihre Neigung zur Verfärbung, insbesondere wenn sie nicht ausserordentlich hochgradig gereinigt sind, ist als ein Nachteil anzusehen.



   Es ist deshalb wünschenswert, Verbindungen zu erhalten, die einerseits den feinen reinen Moschusgeruch und dessen Aroma, die Haftfähigkeiten und die Stabilität der makrocyclischen Verbindungen besitzen und anderseits auf einfache Weise hergestellt werden können.



   Zwei Veröffentlichungen lassen den Schluss zu, dass in dieser Richtung nach stickstofffreien aromatischen Verbindungen mit den gewünschten   Eigen-    schaften gesucht wurde.



   M. S. Carpenter, W. M. Easter und T. F. Wood [Journal of Organic Chemistry 16,586 (1951)] beschreiben eine   stickstofffreie    aromatische Verbindung mit Moschusgeruch, nämlich den 2,4-Di-tert.-butyl5-methoxy-benzaldehyd.



   In der   niederländischen    Patentschrift Nr. 74524 ist eine Anzahl von Verbindungen mit Moschusgeruch beschrieben, die durch Einführung einer Alkylgruppe mit   4-6    Kohlenstoffatomen und einer Acetylgruppe in meta-oder para-Cymol erhalten wurden.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer moschusartiger Geruchs-und Aromastoffe der Formel
EMI1.1     


<tb>  <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> tert. <SEP> \/
<tb>  <SEP> IsY\4/)
<tb>  <SEP> /) <SEP> W
<tb>  <SEP> x
<tb>  <SEP> RCO
<tb>  worin R Methyl oder Athyl bedeutet, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Indanderivat der Formel
EMI1.2     

  <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> tert. <SEP> Butyl  mit einem Acetylierungs-oder   Propionylierungsmittel    behandelt.



   Beispiel 1
4-Acetyl-6-tert.-butyl-1,   1-dimethyl-indan   
Einer Mischung aus 1423 g konzentrierter Schwefelsäure und 76,5 g Eis werden in 10 Minuten bei   15     730 g   1,      1-Dimethyl-indan    und hierauf eine Mischung aus 185 g tert.-Butanol und 30 g   1,      1-Di-    methyl-indan in   11/4 Stunden    bei 10  zugesetzt. Man rührt noch   1142    Stunden bei 10-17  und arbeitet auf. Es wird im Vakuum mittels einer geeigneten Kolonne fraktioniert. Das   tert.-Butylierungsprodukt    vom   Kp      2      5 = 90-97 , n D =    1,5080-1,5100 wird in einer Ausbeute von 91,2  /o der Theorie erhalten.



   Einer Mischung aus 4780 g Tetrachlorkohlenstoff, 565 g (7,2 Mol) Acetylchlorid und 1212 g Dimethyl-tert.-butyl-indan (in der oben erwähnten Weise hergestellt) werden bei 0-5  in 4 Stunden 881 g Aluminiumchlorid (6,6 Mol) zugesetzt. Man rührt weitere 2 Stunden bei der gleichen Temperatur und arbeitet auf. Nach Fraktionieren und Kristallisation wird erhalten :
1. ein reines kristallisiertes Hauptprodukt vom F. = 77,2-77,7  in einer Ausbeute von etwa   55 /o    der Theorie, welches einen reinen starken Moschusgeruch vom Pentadecanolidtyp zeigt ; es handelt sich um 4-Acetyl-1, 1-dimethyl-6-tert.-butyl-indan ;
2. eine sehr geringe Menge eines Isomeren, wahrscheinlich   6-Acetyl-1, 1-dimethyl-4-tert.-butyl-    indan vom F. = 105,2-106,0 , das ebenfalls einen starken pentadecanolidähnlichen Geruch besitzt.



   Beispiel 2    4-Propionyl-6-tert.-butyl-1, 1-dimethyl-indan   
5000 g Tetrachlorkohlenstoff, 610,5 g (6,6 Mol) Propionylchlorid und 1212 g (6 Mol)   1,      1-Dimethyl-    tert.-butyl-indan werden in einen 6-Liter-Reaktionskolben eingebracht. 881 g Aluminiumchlorid werden unter Rühren bei   3-5     in etwa 4 Stunden zugesetzt.



  Man rührt weitere 2 Stunden, giesst auf eine Mischung von Eis und Salzsäure und arbeitet auf.



   Das Reaktionsprodukt wird im Vakuum mit einer 16bödigen Kolonne fraktioniert und die kristallisierenden Fraktionen durch Umkristallisation gereinigt.



   272 g eines flüssigen Vorlaufes mit praktisch vollständig konstantem Siedepunkt (103-104  bei 0,2 mm) und einem konstanten Brechungsindex   (nid =    1,5340) werden erhalten. Diese Verbindung hat einen Carbonylgehalt von 4,84 m Aquiv./g und ist wahrscheinlich   Propionyl-dimethyl-indan.    Ausbeute 22,4"/ &  der Theorie.



   Als Hauptprodukt werden weiterhin 52,4 /o der theoretisch möglichen Menge an Propionyl-dimethyltert.-butyl-indan vom F. = 45,1-45, 9  erhalten.



  Diese Verbindung besitzt einen starken Moschusgeruch.



   Schliesslich wird noch eine kleine Menge einer isomeren Verbindung vom F. =   59-60 ,    die ebenfalls Moschusgeruch besitzt, erhalten.



   Beispiel 3    4-Acetyl-l, l-dimethyl-6-tert.-butyl-indan       38 g    Natrium werden in 400 g absolutem Methanol gelöst und 512 g Diäthyl-malonat in 10 Minuten bei 40  zugesetzt. Man kühlt auf   24  ab    und fügt unter Rühren in   11, ; Stunden    292 g   4-tert.-Butyl-    benzylchlorid zu. Dann lässt man die Mischung bei Raumtemperatur stehen, bis die Reaktion beendet ist.



   Die Verseifung wird durch Abdestillieren des   Athanols    und allmählicher Zugabe von 960 g   33/oiger    Natronlauge und so viel Wasser, als notwendig ist, um die Masse in   rührfähigem    Zustand zu halten, ausgeführt.



   Man rührt noch 2 Stunden in der Siedehitze und säuert mit verdünnter Schwefelsäure in der Hitze an.



  Dann trennt man die obere Schicht und decarboxyliert in bekannter Weise. Die rohe 4-tert.-Butyl  phenyl-propionsäure    wird durch Destillation im Vakuum und Umkristallisieren aus   Petroläther    gereinigt. F.   = 110-112     ;   Ausbeute=74 /o derTheorie.   



   217 g   4-tert.-Butyl-phenylpropionsäure    werden in eine Mischung aus   640 g Methanol    und 40 g Schwefelsäure eingebracht und 5 Stunden gekocht.



  Nach Aufarbeiten wird der Methylester fraktioniert.



  Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.   Kp3= 128 .   



  Erstarrungspunkt 40 .



   In bekannter Weise wird eine Lösung von Methylmagnesiumbromid aus 58,3 g Magnesium hergestellt und zu dieser   222 g Methyl-4-tert.-butyl-phenyl-    propionat in 3 Stunden bei 0-4  unter Rühren zugesetzt. Nach Aufarbeitung wird fraktioniert.



     Kp3 = 136-138     ;   n2r,      =    1,5030-1,5038 ; Erstarrungspunkt etwa 40 .



   207 g   3-Methyl-l- (4-tert.-butyl-phenyl)-butanol-    (3) werden unter Rühren in einer Stunde bei   0-5     einer Mischung aus   540    g Schwefelsäure und 66 g Wasser zugesetzt. Man rührt noch eine Stunde bei der gleichen Temperatur weiter und anschliessend noch   11/o    Stunden bei 10-15 . Nach Aufarbeiten werden 158 g   1,      1-Dimethyl-6-tert.-butyl-indan    erhalten.   Kp4    = 97  ;   nid = 1,    5070.



   Zu 119 g Aluminiumchlorid und 80 g Acetylchlorid in 600 g Tetrachlorkohlenstoff werden in 2 Stunden bei 0-5  158 g   1,      1-Dimethyl-6-tert.-    butyl-indan zugesetzt. Man rührt noch eine Stunde bei der gleichen Temperatur und arbeitet in üblicher Weise auf. Das Reaktionsprodukt wird schnell im Vakuum ohne Kolonne destilliert. Es kristallisiert vollständig und wird aus Methanol umkristallisiert.



  F. (korr.) = 76,7-77,2  ; Ausbeute 125 g =   65 oxo    der Theorie.



   Ein Mischschmelzpunkt mit dem nach Beispiel 1 hergestellten ProdUkt zeigt keine Depression. Die Verbindung besitzt einen starken Geruch, der stark an denjenigen des Pentadecanolids erinnert. 



   Beispiel 4    4-Acetyl-6-tert.-butyl-1, 1-dimethyl-indan   
800 g Tetrachlorkohlenstoff, 94 g Acetylchlorid (1,2 Mol) und 202 g   (1    Mol)   1, 1-Dimethyl-5-tert.-    butyl-indan (erhalten durch Fraktionierung des in Beispiel   1    hergestellten   1,      1-Dimethyl-tert.-butyl-    indans) werden in einen Reaktionskolben eingebracht.



   147 g (1,1 Mol) Aluminiumchlorid werden unter Rühren bei 0   bis-5     in 3 Stunden zugesetzt. Man rührt weitere 2 Stunden, giesst auf eine Mischung von Eis und Salzsäure und arbeitet auf.



   Das Reaktionsprodukt wird schnell im Vakuum destilliert und mit einer 12bödigen Kolonne frak  tioniert.    Man bekommt 60 g   Acetyl-1,    1-dimethylindan   (n20=    1,5390) und man reinigt die kristallisierenden Fraktionen durch Umkristallisation.



   Ausbeute 66 g   (27 /o) 4-Acetyl-l, l-dimethyl-6-      tert.-butyl-indan    (Schmelzpunkt : 76,6-77,0O).



   Aus den Mutterlaugen bekommt man noch 26 g (Smp. 53,5-68 ) einer Mischung von isomeren Verbindungen, die ausser 4-Acetyl-1, 1-dimethyl-6-tert.butyl-indan (Hauptprodukt) auch das höherschmelzende Isomere enthält.



   Beide können mit einer 16bödigen Kolonne fast vollständig getrennt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer moschusartiger Geruchs-und Aromastoffe der Formel EMI3.1 <tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3 <tb> tert.\/ <tb> <SEP> y <tb> <SEP> s, <tb> <SEP> RCO <tb> worin R Methyl oder Athyl bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Indanderivat der Formel EMI3.2 <SEP> CH3 <SEP> CH3 <tb> tert. <SEP> Butyl\ <tb> mit einem Acetylierungs-oder Propionylierungsmittel behandelt.
    UNTERANSPRtYCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 4-Acetyl-1,1-dimethyl-6-tert.-butyl-indan, dadurch gekennzeichnet, dass man 1, 1-Dimethyl-6- tert.-butyl-indan mit einem Acetylierungsmittel behandelt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 4-Acetyl-1,1-dimethyl-6-tert.-butyl-indan, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Tert.-butyl1,1-dimethyl-indan mit einem Acetylierungsmittel behandelt und durch Fraktionieren und Kristallisieren das gebildete 4-Acetyl-6-tert.-butyl-1, 1-dimethylindan aus dem Reaktionsgemisch abtrennt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung eines Acetyl-tert.-butyl-l, l-dimethyl-indans mit einem Schmelzpunkt von etwa 106 C (korr.), dadurch gekennzeichnet, dass man ein Tert.-butyl-1, 1- dimethyl-indan mit einem Acetylierungsmittel behan delt und durch Fraktionieren und Kristallisieren ein Isomeres vom Schmelzpunkt etwa 106 C aus dem Reaktionsgemisch abtrennt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 4-Propionyl-6-tert.-butyl-1, 1-dimethylindan, dadurch gekennzeichnet, dass man 1, 1-Di- methyl-6-tert.-butyl-indan mit einem Propionylierungsmittel behandelt.
CH346874D 1955-04-02 1956-03-29 Verfahren zur Herstellung neuer moschusartiger Geruchs- und Aromastoffe CH346874A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0040338A3 (de) * 1978-04-19 1981-12-02 INTERNATIONAL FLAVORS &amp; FRAGRANCES INC. Verfahren zur Herstellung von acylierten Indanen und Tetrahydronaphthalenen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0040338A3 (de) * 1978-04-19 1981-12-02 INTERNATIONAL FLAVORS &amp; FRAGRANCES INC. Verfahren zur Herstellung von acylierten Indanen und Tetrahydronaphthalenen

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