CH347534A - Verfahren zur Herstellung von neuen N-Oxymethyl-N-formyl-aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen N-Oxymethyl-N-formyl-aminen

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CH347534A
CH347534A CH347534DA CH347534A CH 347534 A CH347534 A CH 347534A CH 347534D A CH347534D A CH 347534DA CH 347534 A CH347534 A CH 347534A
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CH
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formyl
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amines
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Henry Dr Martin
Carl Dr Richter
Peter Dipl Chem Sieber
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Cilag Chemie Aktiengesellschaf
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/16Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by singly-bound oxygen atoms

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen N-Oxymethyl-N-formyl-aminen
Es wurde gefunden, dass man zu neuen, chemotherapeutisch wertvollen, antimycotisch wirkenden N-Oxymethyl-N-formyl-aminen gelangt, wenn man N-Formyl-amine, die mindestens 3 Kohlenstoffatome enthalten, mit Formaldehyd oder Formaldehyd abgebenden Mitteln umsetzt.



   Die neuen Verbindungen eignen sich vor allem zur Desinfektion von Körperoberflächen. Sie wirken speziell gegen hautpatogene Pilze. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie gleichzeitig die mycotisch angegriffene Haut gerben und in dem Masse verhärten, dass sie gegen den weiteren Angriff von Pilzen sehr widerstandsfähig wird.



   Es war bekannt, dass Methylformamid mit Formaldehyd umgesetzt, je nach den angewandten Reaktionsbedingungen N-Oxymethyl-N-methyl-formamid und Methylen-bis-formamid ergibt (DBP. Nr. 923485).



  Das erstere Produkt zeigt wohl eine gute fungistatische Wirkung, gerbt aber die Haut derart stark, dass dessen Verwendung als Antimycoticum nicht in Frage kommt. Das letztere Produkt hat eine überaus starke und unerwünschte Quellwirkung auf die Epidermis, aber nur eine sehr geringe fungistatische Wirkung.



   In der deutschen Patentschrift Nr. 818222 wird auf Seite 1, Zeilen   20X21    das Formyl-bis-oxymethylamid beschrieben. Diese Verbindung hat nach eigenen Versuchen ebenfalls eine zu starke Gerbwirkung, da sie den Formaldehyd zu leicht abgibt.



   In der deutschen Patentschrift Nr. 164610 wird die Herstellung von N-Methylol-formamid und -acetamid beschrieben. Diese sind seinerzeit als Gemisch unter dem Namen  Formicin  in den Handel gebracht worden. Fuchs, Pharmazeutische Zeitung 1905, S. 803). Dieses Präparat hat nach eigenen Versuchen tatsächlich eine gute bakterizide Wirkung.



  Seine antimycotische Wirkung ist aber - verglichen mit den hier neu beschriebenen Stoffen - unbedeutend.



   Gemäss der vorliegenden Erfindung können so Oxymethyl-Verbindungen von formylierten Propylaminen, Butylaminen, Amylaminen, Decylaminen und Dodecylaminen hergestellt werden.



   Zur Herstellung der neuen N-Formyl-N-oxymethylamine ist es vorteilhaft, auf die formylierten Amine wässrige Formaldehydlösung bei ungefähr neutralen PH einwirken zu lassen. Selbstverständlich kann man auch die formylierten Amine in alkoholischer Lösung oder acetonischer Lösung mit Formaldehyd umsetzen. An Stelle von Formaldehyd kann man auch formaldehydliefernde Mittel, wie z. B. Polyoxymethylen, Trioxan oder Urotropin verwenden.



   Die neuen Stoffe können allein oder auch in Gemischen mit andern verwandten Verbindungen in Form von Tinkturen und von Salben usw. appliziert werden. So wurde z. B. eine 100/oige Isopropanollösung einer Mischung von gleichen Teilen   N-Pormyl-      N-oxymethyl4sopropylamin    und N-Formyl-N-Oxymethyl-dodecylamin bei einigen Fällen von interdigitaler Fussmycose, die seit 10 Jahren ohne Heilung geblieben waren (positiver Kaufmann-Wolf) angewendet. Nach 14tägiger Behandlung waren alle Mycosen restlos geheilt. Die Tinktur erzeugte praktisch keine Schmerzen und brachte die interdigitalen Wunden rasch und vollständig zum Verschwinden.



   Mit der gleichen Mischung wurden zwei Fälle einer flächenartigen Handmycose, die gegenüber jeder bisherigen spezifischen Behandlung mit verschiedenen Antimycotica resistent geblieben waren, nach dreiwöchiger Behandlung geheilt. Die Abschuppungen und das Beissen der Hautstellen verschwanden schon nach einigen Tagen.  



   Beispiel 1
10 g n-Dodecylformylamin in 7,5 cm3 Aceton werden mit 10,7 g Formaldehyd   (380/0,    PH 7) versetzt. Das Ganze wird einige Tage bei   20O    stehengelassen, und dann im Vakuum bei möglichst tiefer Temperatur das Lösungsmittel abgedampft. Der Rückstand ergibt aus Petroläther umkristallisiert das bei   41 41,50    schmelzende N-Formyl-N-oxymethyldodecylamin.



   Beispiel 2
22 g N-Formyl-isopropylamin, 23 g   36 0/obige    wässrige Formaldehydlösung und 10 cm3 gesättigtes Barytwasser werden zusammen einige Tage bei   20     geschüttelt. Anschliessend wird mit Schwefelsäure neutralisiert, das Bariumsulfat abfiltriert und das Filtrat bei möglichst tiefer Temperatur verdampft.



  Der Rückstand, das N-Formyl-N-oxymethyl-isopropylamin stellt ein farbloses wasserlösliches Ö1 dar.



   Beispiel 3
In gleicher Weise, wie oben beschrieben, erhält man aus N-Formyl-n-propylamin und Formaldehyd das N-Formyl-N-oxymethyl-n-propylamin, ein mit Wasser und Äthanol mischbares, farbloses Ö1.



   Beispiel 4
Aus N-Formyl-benzylamin und Formaldehyd bei   60-70"    erhält man das N-Formyl-N-oxymethylbenzylamin, ein sirupöses, wenig wasserlösliches   Ö1;    dieses erstarrt nach einiger Zeit zu farblosen, bei   62640 C    schmelzenden Kristallen, die sich aus Benzol/Ligroin umkristallisieren lassen.



   Beispiel 5
120 g N-Formyl-aminoäthyl-dodecyläther werden in 100   cm3    Methanol gelöst und mit 56,5   cm3    methanolischer Formaldehydlösung versetzt. Das Ganze wird mit Natriumäthylat bei   p,    9 versetzt und 40 Stunden auf 350 C erwärmt. Anschliessend wird der Methanol verdampft und der Rückstand gekühlt.



  Er kristallisiert nach einiger Zeit und wird daraufhin in 150   cm3    Petroläther heiss aufgenommen, die Lösung filtriert und gekühlt. Die ausgefallenen Kristalle werden abgesaugt, mit Petroläther gewaschen und im Vakuum getrocknet. Man erhält so 100 g, das sind 750/0 der Theorie, reinen N-Formyl-N-oxymethylamino-äthyl-dodecyläther, der bei 41 bis 420 C schmilzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen, chemotherapeutisch wertvollen, antimycotisch wirkenden N-Formyl-N-oxymethyl-aminen, dadurch gekennzeichnet, dass man N-Formyl-amine, die mindestens 3 Kohlenstoffatome enthalten, mit Formaldehyd oder Formaldehyd abgebenden Stoffen umsetzt.
CH347534D 1956-09-24 1956-09-24 Verfahren zur Herstellung von neuen N-Oxymethyl-N-formyl-aminen CH347534A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110771607A (zh) * 2019-10-09 2020-02-11 集美大学 一类n-羟甲基酰胺类抗菌剂及其制备方法

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