CH348704A - Verfahren zur Einführung von Resten wenig reaktionsfähiger Carbonsäuren, wie des ss-Cyklopentyl-propionylrestes, in die 17a-Oxygruppe solcher Steroide, die am Kohlenstoffatom 17 neben der Oxygruppe eine Acetylgruppe tragen - Google Patents

Verfahren zur Einführung von Resten wenig reaktionsfähiger Carbonsäuren, wie des ss-Cyklopentyl-propionylrestes, in die 17a-Oxygruppe solcher Steroide, die am Kohlenstoffatom 17 neben der Oxygruppe eine Acetylgruppe tragen

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CH348704A
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cyclopentyl
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Karl-Heinz Dr Pawlowski
Martin Dr Schenck
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Schering Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07J—STEROIDS
    • C07J7/00—Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07J—STEROIDS
    • C07J75/00—Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Einführung von Resten wenig reaktionsfähiger     Carbonsäuren,     wie des     ss-Cyklopentyl-propionylrestes,    in die     17a-Oxygruppe    solcher Steroide,  die am     Kohlenstoffatom    17 neben der     Oxygruppe    eine     Acetylgruppe    tragen    Bekanntlich ist die     17a-Oxygruppe    solcher  Steroide, die am     Kohlenstoffatom    17 gleichzeitig eine       CH.C0-Gruppe    tragen,

   nur unter Anwendung ver  schärfter Reaktionsbedingungen zu     verestern.    Immer  hin gelingt diese     Veresterung    mit den im allgemeinen  gut reaktionsfähigen     aliphatischen        Carbonsäuren     recht glatt, wenn man deren     Anhydride    bzw. Säure  chloride, letztere vorteilhaft als Lösung in der zu  gehörigen Säure,     in        Gegenwart    stark wirksamer     Ver-          esterungskatalysatoren    wie     p-Toluolsulfosäure    auf  die obengenannten     17a-Oxysteroide    einwirken lässt.

    Auch diese Methode versagt indessen beim Ver  such der     Veresterung    genannter Steroide mit reak  tionsträgeren Säuren wie     ss-Cyklopentyl-propion-          säure.    Denn selbst bei Ausdehnung der Einwirkungs  zeit von     Cyklopentylpropionsäurechlorid    in Gegen  wart von     Cyklopentylpropionsäure    als     Lösungsmittel     auf 8 Tage lässt sich unter Verwendung von bis zu  1,

  1     Moläquivalenten        p-Toluolsulfosäure    als     Ver-          esterungskatalysator    weder bei 20 noch bei 37  C  eine auch nur andeutungsweise     Veresterung    des 17a  Oxypregn-5-en-3ss-ol-20-on-3-acetats in     17-Stellung     erzielen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man die angestrebte       Veresterung    der     17a-Oxygruppe    mit reaktionsträ  geren Säuren, wie der     6-Cyklopentylpropionsäure,     auch bei Steroiden, die am     17-Kohlenstoffatom     gleichzeitig eine     Acetylgruppe    tragen, gleichwohl er  zwingen kann, wenn man die reaktionsträgere Säure       wasserfei    in Gegenwart von     Trifluoressigsäure-          anhydrid    bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise  bei 80-90  C, auf die genannten Steroide einwir  ken lässt.

      Die Einführung des     ss-Cyklopentylpropionsäure-          restes    in die     17a-Oxygruppe    erfolgt hierbei in über  raschend kurzer Zeit und mit ausgezeichneter Aus  beute.     Sterische    Umlagerungen des     Steroids    im Be  reich des     Cyklopentanringes    treten nicht in Erschei  nung (vgl. Beispiel 2).

   Sogar     gegebenenfalls    zusätz  lich     irn    Steroidmolekül vorhandene     Ketogruppen,     die     bekanntlich    bei Verwendung von     p-Toluolsulfo-          säure    als     Veresterungsmittel    in     Enolester    übergehen,  bleiben bei der erfindungsgemässen     Veresterungs-          methode        unangegriffen.     



  Die neuen Steroidester sollen als Heilmittel oder  als Zwischenprodukte zur Herstellung solcher ver  wendet werden. Sie zeichnen sich vor den schon  länger bekannten     Cyklopentylpropionaten    anderer  Steroide durch eine vergleichsweise überraschend  gute Löslichkeit in     öligen        Lösungsmitteln    aus.  



  Natürlich ist die     erfindungsgemässe        Veresterungs-          methode    auch auf die reaktionsfähigeren     aliphati-          schen        Carbonsäuren    übertragbar, allerdings ohne  hierbei im allgemeinen besondere Vorteile zu bieten.  <I>Beispiel 1</I>  5 g     17a-Oxypregn-5-en-3-ol-20-on-3-acetat    wer  den in eine 80  C heisse Mischung aus 10     cm3        Cy-          klopentylpropionsäure    und 5     cm3        Trifluoressigsäure-          anhydrid    eingetragen.

   Das homogene Reaktions  gemisch wird 45 Minuten bei dieser Temperatur ge  halten und nach Erkalten in Wasser eingegossen.  Das hierbei ausgefallene Öl wird in Äther aufgenom  men, zur Entfernung der überschüssigen Säure mit  verdünnter Natronlauge ausgewaschen, über Na  triumsulfat getrocknet und durch Eindampfen im  Vakuum vom Äther befreit. Der ölige Rückstand      wird mit     Pentan    zur Kristallisation gebracht und  aus     Isopropyläther    umkristallisiert.  



  Ausbeute 5,53 g =     83,71/o    der Theorie     17a-          Oxypregnenolen    - 3 -     acetat-17        -cyklopentylpropionat,     F. = 137-138,5 .  



  <I>Beispiel 2</I>  1 g     17a-Oxyprogesteron,    4     cm3        Capronsäure     und 1     cm3        Trifluoressigsäureanhydrid    werden analog  Beispiel 1 umgesetzt und aufgearbeitet. Ausbeute  860 mg =<B>66,501o</B> der Theorie     17a-Oxyprogesteron-          capronat,    F. = 120-121  C.  



  Es ist identisch mit authentischem Material, das  nach bekanntem Verfahren mit     Capronsäureanhydrid     in Gegenwart von     p-Toluolsulfosäure    dargestellt  wurde. Das beweist, dass trotz der sehr energischen  Reaktionsbedingungen keine     sterischen    Umlagerun  gen im Bereich des     Cyklopentanringes        eingetreten.     sind.  



  <I>Beispiel 3</I>  1 g     17a-Oxyprogesteron    wird der 80  C heissen  Mischung aus 4     cm3        Cyklopentylpropionsäure    und  1     cm3        Trifluoressigsäureanhydrid    zugesetzt und ana-    log Beispiel 1 umgesetzt und aufgearbeitet.

   Ausbeute  an 17a -     Oxyprogesteron-17    -     cyklopentylpropionat          980        mg        =        71%        der        Theorie.        F.        =        128-131         C,     
EMI0002.0037  
   (c = 1; in     CHC13)     2241 rau;     E    17 000 (Methanol)

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Einführung der Reste wenig reak tionsfähiger Carbonsäuren, in die 17a-Oxygruppe solcher Steroide, die am Kohlenstoffatom 17 neben der Oxygruppe eine Acetylgruppe tragen, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten Säuren wasserfrei in Gegenwart von Trifluoressigsäure- anhydrid bei erhöhten Temperaturen auf die ge nannten Steroide einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man den fl-Cyklopentyl-propionyl- rest einführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man bei 80-90 C arbeitet.
CH348704D 1956-03-22 1956-12-27 Verfahren zur Einführung von Resten wenig reaktionsfähiger Carbonsäuren, wie des ss-Cyklopentyl-propionylrestes, in die 17a-Oxygruppe solcher Steroide, die am Kohlenstoffatom 17 neben der Oxygruppe eine Acetylgruppe tragen CH348704A (de)

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CH348704D CH348704A (de) 1956-03-22 1956-12-27 Verfahren zur Einführung von Resten wenig reaktionsfähiger Carbonsäuren, wie des ss-Cyklopentyl-propionylrestes, in die 17a-Oxygruppe solcher Steroide, die am Kohlenstoffatom 17 neben der Oxygruppe eine Acetylgruppe tragen

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