CH350304A - Verfahren zur Herstellung von Thiochromonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiochromonen

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CH350304A
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thiochromones
thiochromone
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acid
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Friedrich Dr Bossert
Hans Dr Henecka
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D335/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D335/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D335/06Benzothiopyrans; Hydrogenated benzothiopyrans

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Thiochromonen
Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Herstellung von Thiochromonen beschrieben. Es besteht darin, dass man Thiophenole mit mindestens einer freien o-Stellung zur Mercaptogruppe mit a-Acyl-fettsäureestern in Gegenwart von Polyphosphorsäure kondensiert.



   Bei der weiteren Bearbeitung des Verfahrens wurde nunmehr gefunden, dass man auch dann zu Thiochromonen gelangt, wenn man Thiophenole mit mindestens einer freien o-Stellung zur Mercaptogruppe mit Diacylessigsäureestern unter dem Einfluss von Polyphosphorsäure kondensiert. Das Thiophenol selbst kann im Kern beliebige Substituenten tragen; mindestens eine o-Stellung zur Mercaptogruppe muss dabei aber stets unsubstituiert sein. Als Diacylessigsäureester können z. B. Verbindungen gemäss der folgenden Formel verwendet werden:
EMI1.1     
 in der R = Wasserstoff, eine Alkyl-, Aryl-, substituierte Aryl-, Cycloalkyl-, Heteroaryl- oder eine partiell oder vollhydrierte heterocyclische Gruppe, die jeweils mit beliebigen Substituenten weiter substituiert sein können, und R' eine Alkyl- oder Arylgruppe und   R" einen    niedermolekularen Alkylrest bedeuten.



   Die Reaktion verläuft hierbei derart, dass während der Kondensation einer der beiden Acylreste des Diacylessigsäureesters abgespalten wird und der hierbei intermediär 'entstehende   Acylessigester - analog    dem Verfahren des   Hauptpatentes - unter    dem Einfluss der Polyphosphorsäure mit dem angewandten Thiophenol zu dem entsprechenden Thiochromon kondensiert.



   Diese Ausführungsform der Thiochromonsynthese bedeutet eine wesentliche Vereinfachung gegenüber dem Verfahren des Hauptpatentes, da eine allgemein anwendbare und häufig verwendete Herstellungsmethode der bei dem Verfahren des Hauptpatentes anzuwendenden Acylessigsäureester in der partiellen Hydrolyse von Diacylessigsäureestern besteht. Die nunmehr gefundene neue Ausführungsform der Thiochromonsynthese vereinfacht daher den Anwendungsbereich des neuen Verfahrens dadurch, dass nunmehr bereits Zwischenprodukte der üblichen Herstellungsweise von Acylessigsäureester unmittelbar der Kondensation mit Thiophenolen unter dem Einfluss von Polyphosphorsäure unterworfen werden können.



   Beispiel 1
Zu Polyphosphorsäure (70   cm3    Phosphorsäure von d = 1 75 und 130 g Phosphorpentoxyd) gibt man bei   90"    10   cm3    Thiophenol und 11   cm3    Diacetylessigester, erhitzt 2 Stunden auf   100"    und giesst auf Eis. Nach Kristallisation aus Ligroin erhält man 2-Methyl-thiochromon, F.   104".    Es gibt mit der nach dem Verfahren des Hauptpatentes hergestellten Vergleichssubstanz keine Schmelzpunktdepression.



   Beispiel 2
15 g 2-Methyl-5-acetamino-thiophenol werden in 15 cm3 Diacetylessigester gelöst und 1 Stunde in Polyphosphorsäure (vergleiche Beispiel 1) erhitzt.



  Anschliessend gibt man auf Eis und erhält   2,8-Di-    methyl-5-acetamino-thiochromon vom Fp. 163 bis   164"    (Alkohol).



   Wenn man die Verbindung mit Salzsäure verseift, erhält man   2, 8-Dimethyl-5-amino-thiochromon    vom Fp.   1700    (Methanol). Es gibt mit der nach dem Verfahren des Hauptpatentes hergestellten Vergleichssubstanz keine Schmelzpunktdepression.  



   Beispiel 3
Eine Lösung von 15 g 2-Methyl-5-acetamino-thiophenol und 18   cm3    a-Benzoyl-acetessigester in Polyphosphorsäure (vergleiche Beispiel 1) wird 30 Minuten auf   100"    erhitzt und dann auf Eis gegeben. Man erhält   2-Phenyl-5-acetamino-8-methyl-thiochromon.   



  Wenn man die Verbindung mit HCl hydrolysiert, erhält man 2-Phenyl-5-amino-8-methyl-thiochromon vom Fp. 114 bis 115  (Methanol). Es gibt mit der nach dem Verfahren des Hauptpatentes hergestellten Vergleichssubstanz keine Schmelzpunktdepression.



   Beispiel 4
Zu Polyphosphorsäure (vergleiche Beispiel 1) gibt man bei 800 8 g 2-Methyl-5-acetamino-thiophenol und 12 g p-Chlorbenzoyl-acetessigester, erhitzt 20 Minuten auf 1000 und giesst auf Eis. Man erhält 2   (p-Chlor-phenyl)-5 -acetamino- 8-methyl-thiochromon.   



  Wenn man die Verbindung mit Salzsäure verseift, erhält man   2-(p-Chlor-phenyl) -5- amino -8- methyl-    thiochromon vom Fp. 176 bis   177    (Alkohol). Es gibt mit der nach dem Verfahren des Hauptpatentes hergestellten Vergleichssubstanz keine Schmelzpunktdepression.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Thiochromonen, dadurch gekennzeichnet, dass man Thiophenole mit mindestens einer freien o-Stellung zur Mercaptogruppe mit Diacylessigsäureestern unter dem Einfluss von Polyphosphors äure zu Thiochromonen kondensiert.
CH350304D 1956-07-04 1957-05-09 Verfahren zur Herstellung von Thiochromonen CH350304A (de)

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