CH350737A - Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe

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CH350737A
CH350737A CH350737DA CH350737A CH 350737 A CH350737 A CH 350737A CH 350737D A CH350737D A CH 350737DA CH 350737 A CH350737 A CH 350737A
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radical
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sulfonic acid
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diazo
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Alfred Dr Fasciati
Henri Dr Riat
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    neuer     Azofarbstoffe       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung neuer,     wertvoller        Azofarb-          stoffe,    die einen     halogenierten        Triazinrest    enthalten.

    Diese neuen     Azofarbstoffe    enthalten mindestens zwei  saure     wasserlöslichrnachende    Gruppen und entspre  chen der Formel    (1)     X-D        N=N-A       worin A den Rest einer in Nachbarstellung zur     Oxy-          gruppe    an die     Azobrücke    gebundenen     Oxynaphthalin-          sulfonsäure    und X einen über eine     Stickstoffbrücke     an den Rest D einer     Diazokomponente    gebundenen       Halogentriazinrest    der Formel  
EMI0001.0022     
    bedeutet,

   worin Z eine     Alkoxygruppe    oder ein Halo  genatom bedeutet.  



  Als saure     wasserlöslichmachende    Gruppe kom  men hierbei insbesondere     wasserlöslichmachende        Sul-          fon-    oder     Sulfonsäureamidgruppen    und mit Vorteil  ionisierende     wasserlöslichmachende    Gruppen wie die       Carboxyl-    und     Sulfonssäuregruppen    in Betracht. Diese  Gruppen können im     Farbstoffmolekül    beliebig ver  teilt sein.  



  Neben mindestens zwei solchen Gruppen enthal  ten die     Farbstoffe    der Formel (1) einen     Halogen-          triazinrest    der angegebenen Formel, vorzugsweise  einen     Dichlortriazinrest    der Formel  
EMI0001.0037     
    der an den Rest der     Diazokomponente    über das       Stickstoffatom    einer Gruppierung der Formel  
EMI0001.0040     
    gebunden ist, worin n eine positive ganze Zahl     im     Werte von höchstens 5 ist.

      Einen solchen     Halogentriazinrest    enthaltende     Di-          azokomponenten    können nach an sich bekannten  Methoden aus 1     Mol        Cyanurchlorid    und 1     Mol    einer  aromatischen Verbindung hergestellt werden, die  neben einem an ein     Stickstoffatom    gebundenen, re  aktionsfähigen     Wasserstoffatom    noch einen in eine       Aminogruppe        überführbaren        Substituenten,    z.

   B. eine  Nitrogruppe, aufweisen, die nach der Umsetzung mit       Cyanurchlorid    in eine     NH2    Gruppe umgewandelt       wird.    Der leichteren Zugänglichkeit wegen sind aber  die aus 1     Mol        Cyanurchlorid    und 1     Mol    eines aro  matischen     Diamins    erhältlichen     Diazokomponenten     dieser Art besonders wertvoll. Als aromatische Di  amine kommen sowohl     bicyclische    aromatische Ver  bindungen, vorzugsweise auch     monocyclische        Diamine     in Betracht.

   Es können auch     azogruppenhaltige    Di  amine verwendet werden, wie z. B. diejenigen, die  man durch Kupplung und nachfolgendes     Verseifen     eines     monoacylierten        Diamins    mit     einer    dank der      Anwesenheit einer     diazotierbare        Aminogruppe    kup  pelnden Verbindung, wie     Naphthylamin,        Naphthyl-          aminsulfonsäuren,    o- oder     m-Toluidin,        p-Xylidin,        5-          Methyl-2-methoxy-l-amino-benzol,

          Aminohydrochi-          non-dimethyl-    bzw.     -diäthyläther    usw. erhält. Die so  erhaltenen, zwei     NH.-    Gruppen enthaltenden     Azover-          bindungen    ergeben durch Umsetzung mit 1     Mol          Cyanurchlorid    ebenfalls     wertvolle,

      zur Herstellung vor  liegender Farbstoffe brauchbare     Diazokomponenten.       Die Kondensation der erwähnten aromatischen  Verbindungen mit     Cyanurchlorid        führt    man zweck  mässig in Gegenwart säurebindender .Mittel wie Na  triumacetat oder     Natriumcarbonat    aus. Bei der Kon  densation ist so vorzugehen, dass im entstandenen  Kondensationsprodukt mindestens ein, vorzugsweise  aber zwei der drei austauschbaren Chloratome übrig  bleiben, z. B. indem man in schwach saurem bis neu  tralem Medium und/oder bei möglichst niedrig ge  haltenen Temperaturen arbeitet.  



  Als Beispiele von so erhältlichen Aminen, deren       Diazoverbindungen    beim vorliegenden Verfahren als  
EMI0002.0024     
    Zur Herstellung der     Farbstoffe    der Formel (1)  werden erfindungsgemäss die z. B. nach obigen An  gaben     erhältlichen    primären Kondensationsprodukte  der Formel    (2)     X-D        NH,            diazotiert    und mit     Oxynaphthalinsulfonsäuren    ver  einigt, die in Nachbarstellung der     Oxygruppe    kup  peln können.  



  Als     Oxynaphthalinsulfonsäuren    dieser     Art    seien       erwähnt:          1-Oxy-naphthalin-3-,    -4-, -5- oder     -8-sulfonsäure,          2-Oxy-naphthalin-4-,    -5-, -6-, -7- oder     -8-sulfonsäure,          1,8-Dioxy-naphthalin-i,6-disulfonsäure,          2-Oxy-naphthalin-3,6-    bzw.

       -6,8-disulfonsäure,          1-Oxy-naphthalin-3,6-    oder     -3,8-disulfonsäure,          2-Amino-8-oxy-naphthalin-6-sulfonsäure,          2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure,          2-Phenylamino-5-oxy-naphthalin-7-sulfonsäure,          2-Methylamino-8-oxy-naphthalin-6-sulfonsäure,          2-Phenylamino-8-oxy-naphthalin-7-sulfonsäure,          1-Amino-8-oxy-naphthalin-4-sulfonsäure,          1-Amino-8-oxy-naphthalin-2,4-,    3,6- oder     -4,

  6-di-          sulfonsäure     und die     N-acylderivate    dieser     Aminonaphtholsulfon-          säuren,    die als     Acylrest    z. B. einen     Acetyl-,        Propio-          nyl-,        Chloracetyl-,        Benzoyl-,        Tertiärbutylbenzoyl-,    3'-    Ausgangsstoffe in Betracht kommen, seien die folgen  den     erwähnt:     Die primären Kondensationsprodukte von 1     Mol          Cyanurchlorid    mit 1     Mol:

            4,4'-Diamino-diphenyl-3-sulfonsäure,          4,4'-Diamino-stilben-2,2'-disulfonsäure,          4-(4'-Amino-benzoylamino)-1-amino-benzol-2-sul-          fonsäure,          4,4'-Dimethyl-3,3'-diamino-diphenylmethan,          4,4'-Diamino-diphenylsulfon    oder     -sulfid,          4-(4'-Amino-benzoylamino)-2-amino-benzol-l-sul-          fonsäure,          4-(3'-Amino-benzoylamino)-1-amino-benzol-2-car-          säure,          4,4'-Diamino-diphenyl,     4,4'- oder     2,4-Diamino-diphenyläther,     1,

  3- oder     1,4-Diamino-benzol,          1,4-Diamino-benzol-2-carbonsäure,          1,3-Diamino-benzol-4-sulfonsäure    oder       1,4-Diamino-benzol-3-sulfonsäure,          2-Methoxy-1,4-diamino-benzol-5-sulfonsäure    und die  primären Kondensationsprodukte der Formeln  
EMI0002.0085     
    oder     4'-Amino-benzoyl-,    Methan- oder     Äthansulfo-          nyl-,

          p-Toluolsulfonyl-    oder     Chlorbenzolsulfonylrest     oder einen     Carbomethoxy-    oder     Carboäthoxyrest    oder  auch einen sich von einer     Cyanursäure    ableitenden       Acylrest,    wie z. B. einen Rest der Formel  
EMI0002.0095     
    enthalten, worin beide Y Halogenatome,     Oxygrup-          pen    oder     Aminogruppen,    insbesondere substituierte       Aminogruppen    darstellen.

   Ferner kommen als Kupp  lungskomponenten auch     5,5'-Dioxy-2,2'-dinaphthyl-          harnstoff-7,7'-disulfonsäure    und     5,5'-Dioxy-2,2'-di-          naphthylamin-7,7'-disulfonsäure    in Betracht, die wie  die     1-Amino-8-oxy-naphthalin-3,6-disulfonsäure    zwei  mal mit den angegebenen     Diazokomponenten    ver  einigt werden können.  



  Es können als Kupplungskomponenten auch sol  che     kuppelbare        Oxynaphthalinsulfonsäuren    verwendet  werden, die     Azogruppen    enthalten, wie z. B. die     Mono-          azoverbindungen,    die man z. B. durch saure Kupplung      einfacher     Diazoverbindungen    der Benzol- oder     Naph-          thalinreihe    (z.

   B.     diazotierter        Naphthylamine,        Aniline,     Chlor- oder     Nitroaniline,        Toluidine,        2-Amino-benzoe-          säuren,        5-Nitro-2-amino-benzoesäuren    oder     Nitro-          aminophenole,        Chloraminophenole    usw.) mit     2-          Amino-5-oxy-naphthalin-7-sulfonsäure    oder mit 1  Oxy-8-amino-naphthalin-3,6-disulfonsäure herstellen  kann.

   Aus den so erhaltenen     Monoazoverbindungen     werden mit den gemäss vorliegendem Verfahren zu  verwendenden     Diazoverbindungen    der Amine der  Formel (2) durch schwach alkalische Kupplung eben  falls wertvolle Dis- und     Polyazofarbstoffe    erhalten, die  mindestens einmal die charakteristische     Halogentri-          azingruppierung    aufweisen.  



  Die     Diazotierung    der beim vorliegenden Verfah  ren als Ausgangsstoffe dienenden Amine kann nach  an sich bekannten Methoden, z. B. mit Hilfe von  Mineralsäure, insbesondere Salzsäure, und Natrium  nitrit, erfolgen. Damit das in den Ausgangsstoffen  vorhandene austauschbare Halogen bei der Kupplung  nicht     reagiert,    erfolgt diese zweckmässig in schwach  saurem Medium,     sofern    dies wegen der gewählten  Kupplungskomponente     möglich    ist; falls man solche  Kupplungskomponenten verwendet, bei welchen eine  alkalische Kupplung erwünscht ist, so ist es empfeh  lenswert, die Kupplung in möglichst schwach alkali  schem Medium und bei möglichst niedrig gehaltenen       Temeraturen    vorzunehmen.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestell  ten     Chlortriazinfarbstoffe    können, falls sie noch eine  reaktionsfähige     Aminogruppe    aufweisen, mit einem  weiteren     Mol        Cyanurchlorid    kondensiert werden, und  es werden so Farbstoffe erhalten, die zweimal die  charakteristische     Halogentriazingruppierung    aufwei  sen. Aus dem Herstellungsmedium können die Farb  stoffe z. B. durch     Aussahen    und Filtrieren isoliert  werden. Sie können getrocknet bzw. zu trockenen  Färbepräparaten verarbeitet werden; wegen der An  wesenheit von labilen Halogenatomen im     Molekül     empfiehlt es sich dabei, vorsichtig vorzugehen, z. B.

    nicht zu hohe     Trocknungstemperaturen    zu wählen  und gegebenenfalls unter     vermindertem    Druck zu  operieren.  



  Die neuen     Farbstoffe    eignen sich zum Färben  und Bedrucken der verschiedensten Materialien, ins  besondere     cellulosehaltiger        Textilmaterialien    wie Lei  nen,     regenerierte        Cellulose    und vor allem Baumwolle  sowie synthetische Kunstfasern aus     Viscose.    Sie eig  nen sich ganz besonders zum Färben nach dem sog.       Kaltfärbeverfahren,    wonach die Färbung in höch  stens 50  warmen, wässerigen und gegebenenfalls  auch salzhaltigen, alkalisch reagierenden Bädern er  zeugt wird. Enthalten die Farbstoffe metallkomplex  bildende Gruppen, z.

   B.     o,o'-Dioxy-azogruppierungen     oder     o-Oxy-carboxygruppierungen,    wie sie in     Salicyl-          säureresten    vorkommen, so können die damit erhal  tenen Färbungen mit metallabgebenden, z. B. chrom-    abgebenden, vorzugsweise aber kupferabgebenden  Mitteln behandelt werden Die Behandlung mit den  metallabgebenden Mitteln kann nach üblichen, an  sich bekannten Methoden erfolgen.

   In vielen Fällen  können sehr wertvolle Färbungen erhalten werden,  wenn man nach dem Verfahren arbeitet, gemäss wel  chem die mit den metallfreien     Farbstoffen    herge  stellten Färbungen mit solchen wässerigen Lösungen  nachbehandelt werden, die wasserlösliche, insbeson  dere komplexe Kupferverbindungen und basische       Formaldehyd-Kondensationsprodukte    aus Verbindun  gen enthalten, die mindestens einmal die Atomgrup  pierung  
EMI0003.0049     
    im Molekül aufweisen, oder wie     Cyanamid,    leicht in  solche Verbindungen übergehen können.  



  Die mit den neuen Farbstoffen auf     cellulosehal-          tigen    Fasern erhältlichen Färbungen zeichnen sich in  der Regel durch die Reinheit ihrer Farbtöne, durch  eine gute Lichtechtheit und vor allem durch hervor  ragende Waschechtheit aus.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  33,6 Teile des primären Kondensationsproduktes  aus 1     Mol        Cyanurchlorid    und 1     Mol        1.,3-Diamino-          benzol-4-sulfonsäure    werden in 300 Teilen     Wasser,     300 Teilen Eis und 20 Teilen     30o/oiger    Salzsäure an  gerührt und bei 0 bis     2     mit 25     Volumteilen        4n-          Natriumnitritlösung    dianotiert.

   Die erhaltene kongo  saure     Diazosuspension    wird mit 30 Teilen Natrium  acetat     (CH3        C02Na        #        3H"0)    versetzt     und    hierauf zu  einer auf 0 bis 2  gekühlten Lösung von 42,3 Teilen       1-Benzoylamino-8-oxy-naphthalin-3,6-disulfonsäure    in  400 Teilen Wasser und 15 Teilen     calc.        Natriumcar-          bonat    gegeben.

   Nach beendeter Kupplung wird der  Farbstoff durch Zugabe von     Kaliumchlorid    abgeschie  den,     filtriert,    mit     Kaliumchloridlösung    gewaschen und  bei 30  im Vakuum getrocknet. Er löst sich leicht  in kaltem Wasser und färbt bei 25 bis 35      Cellulose-          fasern    aus     natriumchloridhaltigem    Bade in reinen  Rottönen, die bemerkenswert nass- und lichtecht sind.  



  Nach dieser Methode erhält man aus den primä  ren Kondensationsprodukten der in Kolonne 1 fol  gender Tabelle angegebenen Formeln und den in  Kolonne     II    erwähnten Kupplungskomponenten Farb  stoffe, die Baumwolle in den in Kolonne     III    aufge  führten Tönen aus kaltem bis lauwarmem Bade fär  ben.

      
EMI0004.0001     
  
     
EMI0005.0001     
  
     
EMI0006.0001     
  
     
EMI0007.0001     
  
     Wird der Farbstoff Nr. 16 dieser Tabelle an der  freien     NH.-    Gruppe mit einem weiteren     Mol        Cyanur-          chlorid    kondensiert, so erhält man einen sehr echten  Farbstoff, der zwei     Dichlortriazinreste        aufweist.     



  <I>Beispiel 2</I>  18,4 Teile     Cyanurchlorid    werden in 400     Volum-          teilen    Methanol bei 20 bis 25  gelöst und auf 0   gekühlt, dann werden 2 Teile Wasser zugegeben  und 9,3 Teile     Natriumbicarbonat    als feines Pulver  eingestreut.  



  Man     rührt    2 Stunden bei 0 bis 5 , lässt die Tempe  ratur auf 20 bis 25  steigen und rührt noch 2 Stunden  bei dieser Temperatur weiter. Dann wird auf 5   gekühlt und eine Lösung von 18,8 Teilen     1,3-Di-          amino-benzol-4-sulfonsäure    als     Natriumsalz    in 700       Volumteilen    Wasser zugegeben.

   Dann werden noch  200     Volumteile        4n-Natriumacetatlösung    zugegeben  und 3 Stunden bei 30 bis 35      gerührt.    Das gelöste         Reaktionsprodukt    wird durch Zugabe von     Salzsäure     und 15     Volumprozent        Natriumchlorid    abgeschieden  und     filtriert.     



  31,5 Teile des so erhaltenen Kondensationspro  duktes werden     in    300 Teilen Wasser, 300 Teilen Eis  und 20 Teilen     30 /aiger    Salzsäure     angerührt    und bei  0 bis 2  mit 25     Volumteilen        4n-Natriumnitritlösung          diazotiert.    Die erhaltene, noch kongosaure     Diazosus-          pension    wird mit 15 Teilen     Natriumdicarbonat    ver  setzt und hierauf zu einer auf 0 bis 2"     gekühlten    Lö  sung von 42,3 Teilen     1-Benzoylamino-8-oxy-naphtha-          lin-3,

  6-disulfonsäure    (als     Alkalisalz    vorliegend) in  400 Teilen Wasser und 15 Teilen     calc.        Natrium-          carbonat    gegeben. Nach beendeter Kupplung wird  der     Farbstoff    durch Zugabe von     Kaliumchlorid    ab  geschieden, filtriert,     mit        Kaliumchloridlösung    gewa  schen und bei 70  im Vakuum getrocknet. Er löst  sich in kaltem Wasser mit blaustichig roter Farbe  und färbt     Cellulosefasem    nach dem sog.     Padfärbe-          verfahren        in    blaustichig roten, echten Tönen.

        Nach dieser Methode erhält man aus den in  Kolonne I erwähnten sekundären Kondensations  produkten durch Kupplung mit den in Kolonne     1I    an-    gegebenen     Azolomponenten    ähnliche     Farbstoffe,    die  Baumwolle nach dem sog.     Padfärbeverfahren    in den  in Kolonne     III    angegebenen Tönen     nassecht    färben.  
EMI0008.0007     
  
          Färbevorschri        f   <I>t</I>  2 Teile des gemäss Beispiel 1, 1. Absatz erhal  tenen Farbstoffes werden in 2000 Teilen Wasser kalt  gelöst.

   In das so erhaltene Färbebad geht man bei  20 bis 30  mit 100 Teilen gut genetztem Baumwoll  garn ein, fügt im Verlaufe von 30 Minuten 500 Teile  einer 20      ;    o     igen        Natriumchloridlösung        portionenweise     zu und nach weiteren 10 Minuten gibt man 70 Teile  einer 8     1!o-igen        Natriumcarbonatlösung    zu. Man färbt  weitere 60 Minuten bei 25 bis 35 . Die erhaltene  rote Färbung wird dann mit kaltem Wasser     gespült,     bei 80 bis 100      geseift,    gründlich mit kaltem Wasser  gespült und getrocknet. Man erhält so sehr wasch  echte Rottöne.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von mindestens zwei saure wasserlöslichmachende Gruppen aufweisenden Azofarbstoffen der Formel X-D-N=N-A worin A den Rest einer in Nachbarstellung zur Oxy- gruppe an die Azobrücke gebundenen Oxynaphtha- linsulfonsäure und X einen über eine Stickstoffbrücke an den Rest D einer Diazokomponente gebundenen Halogentriazinrest, bedeutet, dadurch gekennzeich net,
    dass man Diazokomponenten, die einen über eine Stickstoffbrücke gebundenen Halogentriazinrest der Formel EMI0008.0032 aufweisen, worin Z eine Alkoxygruppe oder Halogen bedeutet, mit in Nachbarstellung zur Oxygruppe kup pelnden Oxynaphthalinsulfonsäuren vereinigt und die Ausgangsstoffe so wählt, dass im entstandenen Azo- farbstoff mindestens zwei saure wasserlöslichma- chende Gruppen vorhanden sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Aminonaphtholsulfonsäuren mit dianotierten Aminen der Formel EMI0009.0004 vereinigt, worin R einen sulfonsäuregruppenhaltigen Rest der Benzolreihe bedeutet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Diazoverbindungen aus sul- fonsäuregruppenhaltigen Aminen der Formel EMI0009.0014 verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kupplungskomponenten Acylaminonaphtholmono- oder -disulfonsäuren ver wendet.
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