CH352940A - Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Zuführen zweier Fadenenden zu einem Knoter - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Zuführen zweier Fadenenden zu einem Knoter

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CH352940A
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suction tube
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knotter
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Fuerst Stefan
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  • Textile Engineering (AREA)
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Description


  
 



   Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Zuführen zweier Fadenenden zu einem Knoter
Bei selbsttätigen Spulmaschinen mit einer selbsttätigen Knüpfvorrichtung und einer Einrichtung zum selbsttätigen Auswechseln der Ablaufspulen, welche jedoch nur dann in Tätigkeit tritt, wenn eine Ablaufspule ganz oder annähernd abgelaufen ist, ist das Erfassen des von der Ablaufspule kommenden Fadenendes mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden, weil die Fadenenden an verschiedenen Stellen bereitliegen, je nachdem, ob es sich um Enden handelt, die von einem teilweise bereits abgelaufenen und während des Ablaufs gebrochenen Fadens stammen, oder solche, die von einer neu eingeführten Ablaufspule kommen.



   Das Fadenende eines während des Ablaufs gebrochenen Fadens, dessen Bruch meist hinter dem Spanner bzw. Fadenreiniger erfolgt, liegt innerhalb des Spanners und muss erfasst, dem selbsttätigen Knüpfgerät zugeführt und abgesaugt werden. Das Fadenende einer nach erfolgtem Ablaufspulenwechsel neu eingeführten Ablaufspule wird bereits in einer Saugdüse oder irgend einem   anderen - Klemm- und    Festhaltepunkt festgehalten, und daher würde nach Zuführung einer neuen Ablaufspule bei Erfassen des Fadens mittels Saugdüse an beiden Düsen ungefähr die gleiche Kraft wirken. Deshalb ist es ungewiss, welche Düse bei der Fortbewegung einer Düse den Faden mitnimmt.

   Um diesen Mangel zu beheben, ist vorgeschlagen worden, dass ein Saugrohr an mehreren, ein Fadenende bereithaltenden Stellen vorbeigeführt wird, wobei eines dieser Fadenenden wahlweise durch das Förderglied einmal durch Ansaugen, das andere Mal durch Ergreifen und Umschlingen erfasst wird. Damit derartige Einrichtungen sicher arbeiten, sind jedoch komplizierte Teile erforderlich.



  Ferner kann die räumliche Zuordnung des Ablaufspulenmagazins zur Spulstelle nicht so frei gestaltet werden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zum selbsttätigen Zuführen zweier Fadenenden zu einem Knoter zwecks deren Verbindung an textilen Arbeitsmaschinen, wie Spul- oder Fachmaschinen, bei denen die Fadenenden der neu anzuknüpfenden Ablaufspule in einem Saugrohr gehalten werden und mittels eines Saugrohrs einem Knoter zugeführt werden, löst die gestellte Aufgabe in einfacherer Weise dadurch, dass der Faden der neu anzuknüpfenden Ablaufspule zwischen Bereithalte-Saugrohr und Zuführ-Saugrohr nach Verbringung des Zuführ-Saugrohres in die Erfasslage getrennt wird.



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass im Fadenweg zwischen dem Bereithalte-Saugrohr und dem Zuführ-Saugrohr in Erfasslage eine Einrichtung zum Trennen des Fadens vorgesehen ist.



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt, welches Beispiel anschliessend erläutert wird. Soweit Teile nicht näher dargestellt und erläutert sind, handelt es sich um Bekanntes. Auf einer Welle 1 ist eine Fadenführungstrommel 2 angebracht, auf welcher eine in einem Spulenträger 3 gelagerte Spule 4 liegt. Die Spule 4 wird von der Fadenführungstrommel 2 angetrieben. Dabei wird der Faden F von einer Ablaufspule 5 abgewickelt und auf der Ablaufspule 4 aufgespult. Ein Saugrohr 6 mit einer Düse 7 ist um einen Punkt 8 schwenkbar. Die Düse 7 befindet sich in der ausgezeichneten Stellung in Nähe der Spulenoberfläche. Nach dem Zuführen eines Fadenendes F' der Spule 4 zum Knoter 9 nimmt das Saugrohr 6 die Lage   6' ein.    Ein Knoter 9 dient zum Ver  binden der Fadenenden F' und F".

   Ein Zuführ-Saugrohr 10, welches um eine Achse 11 schwenkbar ist, trägt eine Saugdüse 12. Das Saugrohr 10 nimmt beim Abholen eines Fadenendes die Erfasslage 10' ein. Die Saugdüse 12 wird dabei dem Kreisbogen 13 entlang in die Erfasslage 12'geschwenkt. Mit dem Saugrohr 10 verbunden ist ein Kurvenstück 14. Mit dem Kurvenstück 14 arbeitet ein Hebel 15 zusammen, der in einem Lager 16 drehbar ist und an welchem sich eine Fadenreinigerplatine des Fadenreinigers 17 sowie ein Spannerabhebehebel 18 befinden.



  Ein Fadenspanner 19 steht unter Wirkung einer Feder 20. Unterhalb des Fadenspanners 19 ist ein Fadenführer 21 angeordnet. In einem Reservemagazin 22 sind Reserveablaufspulen 5' untergebracht, deren Fadenanfänge 23 zu einem Bereithalte-Saugrohr 24 führen. Die jeweils unterste Reservespule 5' kann zu gegebenem Zeitpunkt im Reservespulenmagazin freigegeben werden, fällt entlang der Spulenrutsche 28 schräg nach unten und wird in die Lage der Ablaufspule 5 eingeschwenkt. Dabei legt sich der Fadenanfang 23 in die Stellung des Fadenlaufes 25. In den Fadenlauf 25 ist eine Schere 26 eingebaut, die mit einer Zugstange 27 zu gegebener Zeit betätigt wird.



   Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Beim Umspulen eines Fadens F von der Ablaufspule 5 auf die Ablaufspule 4 durchläuft der Faden den Fadenführer 21, den Fadenspanner 19, den Fadenreiniger 17 und wird von der Fadenführungstrommel 2 hin- und hergeführt, wobei die Fadenführungstrommel 2 gleichzeitig die Ablaufspule 4 an ihrem Umfang antreibt. Wenn der Faden F reisst, wird die Fadenführungstrommel 2 stillgesetzt und kurzzeitig in entgegengesetztem Sinn zurückgedreht, wobei die Saugdüse 7 des Saugrohres 6 das Fadenende F' von der Ablaufspule 4 erfasst. Während dieses Absaugvorganges schwenkt das Saugrohr 10 im Sinne des Uhrzeigers in die Erfasslage 10', um das von der Ablaufspule 5 kommende Fadenende, welches sich zwischen dem Fadenführer 21 und dem Fadenspanner 19 befindet, abzuholen.

   Bei der Nachunten-Bewegung des Saugrohres 10 bewegt sich die mit dem Saugrohr 10 fest verbundene Kurve 14 ebenfalls im Sinne des Uhrzeigers, so dass der Hebel 15 sich entgegen dem Uhrzeiger verschwenkt, wodurch die Platine des Fadenreinigers 17 sowie der Fadenspanner 19 durch Einwirkung des Spannerabhebehebels 18 geöffnet werden. Die Saugdüse 12 erfasst somit dieses Fadenstück in der Lage   12' und    bringt das Fadenende bei der Aufwärtsbewegung in die in der Zeichnung ausgezogene Lage und somit zum Knoter 9. Nunmehr schwenkt das Saugrohr 6 mit dem von der Saugdüse 7 angesaugten Fadenende F' im Sinne des Uhrzeigers bis in die Endstellung 6', wobei das Fadenende F' dem Knoter 9 zugeführt wird. Das vom Saugrohr 10 ebenfalls dem Knoter 9 zugeführte Fadenende legt sich dabei hinter die Saugdüse 7.



   Der Knoter 9 kann nunmehr die beiden ihm zugeführten Fadenenden F' und F" miteinander verbinden. Das vom Knoter abgeschnittene Ende des Fadens F' wird von der Saugdüse 7, das Ende des Fadens F" von der Saugdüse 12 abgesaugt. Nach Beendigung der Knüpfung kehrt das Saugrohr 6 wieder in seine obere Lage zurück.



   Wenn mit an sich bekannten Mitteln festgestellt wird, dass die Ablaufspule 5 erschöpft ist, so wird mit ebenfalls bekannten und daher nicht näher dargestellten Mitteln eine selbsttätige Auswechslung der Ablaufspule vorgenommen, wobei eine aus dem Reservemagazin 22 entnommene Ablaufspule   5' in    die Lage der Ablaufspule 5 gebracht wird. Das Saugrohr 10 hat nun die Aufgabe, den zwischen der neuen Ablaufspule 5, dem Fadenführer 21 und dem Bereithalte-Saugrohr 11 liegenden Fadenlauf 25 abzuholen.



  Dies geschieht dadurch, dass das Saugrohr 10, wie vorher beschrieben, ebenfalls in die Erfasslage 10' und die Saugdüse 12 in die Lage 12' schwenkt.



  Dabei liegt die Saugdüse   12' vor    dem Fadenlauf 25, der jedoch zunächst nicht erfasst werden kann, weil er zwischen der Ablaufspule 5 und dem Punkt 11 festgehalten wird. Im Augenblick des Ansaugvorganges, d. h. bei Übereinstimmung der Lage des Fadens 25 mit der Saugdüse 12', wird durch nicht dargestellte Betätigungsmittel über die Zugstange 27 eine Schere 26 geschlossen, so dass das Fadenstück 25 an dieser Stelle durchgetrennt wird. Nunmehr kann die Saugdüse   12' das    Fadenstück 25 erfassen und in der vorher beschriebenen Weise in ihre Lage 12 zurückschwenken und dem Knoter 9 zuführen.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum selbsttätigen Zuführen zweier Fadenenden zu einem Knoter zwecks deren Verbindung an textilen Arbeitsmaschinen, wie Spul- oder Fachmaschinen, bei denen die Fadenenden der neu anzuknüpfenden Ablaufspule in einem Saugrohr gehalten werden und mittels eines Saugrohres einem Knoter zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden (25) der neu anzuknüpfenden Ablaufspule zwischen Bereithalte-Saugrohr (24) und Zuführ-Saugrohr (10) nach Verbringung des Zuführ Saugrohres (10) in die Erfasslage getrennt wird.
    UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenspanner (19) und der Fadenreiniger (17) entlastet werden, während das Zuführ-Saugrohr (10) in die Erfasslage gebracht wird.
    PATENTANSPRUCH II Vorrichung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass im Fadenweg (25) zwischen dem Bereithaltesaugrohr (24) und dem Zuführ-Saugrohr (10) in Erfasslage eine Einrichtung (26) zum Trennen des Fadens (25) vorgesehen ist.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar vor dem Wirkungsbereich des Zuführ-Saugrohres (10) in der Erfasslage ein Fadenführungsmittel (21) vorgesehen ist.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführ-Saugrohr (10) schwenkbar und mit einem Kurvenstück (14) versehen ist, das die Betätigungsmittel (18) zum Entlasten des Fadenspanners (19) und Öffnen des Reinigers (17) beim Bewegen des Zuführ-Saugrohres (10) in die Erfasslage wirksam macht, bei der Rückbewegung in die Knotstellung aber unwirksam macht.
    S. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung des Fadenführungsmittels (21) von der Saugrohröffnung (12) des Zuführ-Saugrohres (10) in der Erfasslage höchstens gleich dem zehnfachen Durchmesser der Saugrohröffnung (12) ist.
    UNTERANSPRÜCHE 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Betätigungsmittel (27) vorgesehen sind, welche die Trenneinrichtung (26) in Tätigkeit setzen, sobald das Zuführ-Saugrohr (10) in Erfasslage gestellt wird.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Betätigungsmittel (18) zum Entlasten des Fadenspanners (19) vorgesehen sind.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Betätigungsmittel (15) zum öffnen des Fadenreinigers (17) vorgesehen sind.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Betätigungsmittel (15) vorgesehen sind, welche auf den Fadenspanner (19) entlastend und auf den Fadenreiniger (17) öffnend wirken können.
CH352940D 1956-08-07 1957-07-19 Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Zuführen zweier Fadenenden zu einem Knoter CH352940A (de)

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