CH354415A - Verfahren zur Herstellung von beständigen, eine Diazoverbindung und eine Azokomponente enthaltenden Mischungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von beständigen, eine Diazoverbindung und eine Azokomponente enthaltenden Mischungen

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CH354415A
CH354415A CH354415DA CH354415A CH 354415 A CH354415 A CH 354415A CH 354415D A CH354415D A CH 354415DA CH 354415 A CH354415 A CH 354415A
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diazo compound
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Stanislaw Dr Pizon
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Inst Barwnikow I Polproduktow
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes
    • D06P1/12General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes prepared in situ

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Description


  Verfahren zur Herstellung von beständigen,  eine     Diazoverbindung        und        eine        Azokomponente    enthaltenden     Mischungen       Das bisherige Verfahren zur Herstellung von  beständigen     Azoverbindungen,    die sich zum Mischen  mit     Azokomponenten-    vom Typ der     o-Hydroxyaryl-          carbonsäurearylamide    und andern im alkalischen  Medium eignen,

   bestand in der Überführung von       Diazoniumverbindungen    mittels Natron- oder Kali  lauge in     Nitrosamine    oder in der Stabilisierung von       Diazoniumverbindungen,    welche Stabilisierung in  der Bildung von Verbindungen des     Diazoamin-Typs     von der allgemeinen Formel  
EMI0001.0014     
    besteht, wozu man Amine der Formel  
EMI0001.0015     
    benutzt, in welchen zumindest eine Gruppe (X) vor  handen ist, welche den Verbindungen eine Löslich  keit in alkalischem Medium verleiht.  



  Es werden auch Verbindungen angewendet,  welche durch Einwirkung von saurem     Sulfit    auf     Di-          azoniumverbindungen    entstehen und der Formel       Ar-N=N-S03Me     entsprechen.  



  Alle obengenannten beständigen Formen der       Diazoniumverbindungen    besitzen eine zusätzliche  Komponente, welche sich mit dem     Diazoniumsalz     verbindet und ihm Beständigkeit und Löslichkeit  im alkalischen Medium verleiht. Nach dem Mischen  mit einer     Azokomponente    kann sich dagegen ein  Farbstoff unter Einwirkung eines neutralen, sauren  bzw. oxydierenden Dampfes bilden.

      Die     Erfindung    beruht auf der Erkenntnis, dass  sich bei der     Diazotierung    von Verbindungen der  allgemeinen Formel  
EMI0001.0025     
    mit salpetriger Säure eine stabile und inaktive     Diazo-          form    von der Formel     (II)     
EMI0001.0029     
    bildet, wobei in den Formeln I und     1I    das Radikal   A  einen aromatischen Rest der Benzol-, Naphtha  lin- oder     Anthrazenreihe    oder einen     heterocyclischen     Rest bedeutet,

   welche Reste in     o-Stellung    zur Gruppe       -CO-NH-    eine zur     Diazotierung    befähigte     NH2     Gruppe und mindestens eine     löslichmachende    Gruppe  (z. B.     -S0        3H,        -COOH)    enthalten, sowie andere  negative     Substituenten    (z. B.

   Halogene,     N02,     -R -     COOH    usw.) tragen     können,    wobei      B     einen  nichtsubstituierten oder     substituierten    Rest der       Benzol-,        Diphenyl-    oder     Naphthalinreihe    darstellt,  welcher gegebenenfalls     Substituenten,    wie z.

   B. -R,       -0R,        -NH    R (R =     Alkyl    oder     Aryl),    Halogene,       N02    und     -S02        NR2,        aufweist.     



  Unter der Einwirkung von     Alkalien    geht die  inaktive     Diazoform        (II)    in die     Azoaminform        (III)     über, welche in alkalischem Medium löslich ist    
EMI0002.0001     
    und unter dem Einfluss von Entwicklungsagenzien,  wie z. B. verdünnte organische und mineralische  Säure, Wasserdampf, Licht, in der Substanz selbst  oder auf der Faser mit dem inaktiven Bestandteil  der     Azokomponente    kuppelt und beständige Farb  stoffe in Farben vom bunten Gelb bis zum tiefen  Schwarz bildet, wobei nur das Radikal      B     als Be  standteil des Farbstoffes in Frage kommt.

   Ein  charakteristisches Merkmal der neuen nicht aktiven       Diazoverbindung    besteht in ihrer Beständigkeit  gegen chemische Agenzien und höhere Temperaturen  sowie darin, dass sie, wenn sie mit dem     o-Hydroxy-          arylcarbonsäurearylamid,    welches die     Azokompo-          nente    darstellt, gemischt ist, der Zersetzung nicht  unterliegt und auch nicht während des     Lagerns    kup  pelt, sondern ihre unveränderte Zusammensetzung  sehr lange beibehält.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Her  stellung von beständigen Färbepräparaten, die eine  beständige     Diazoverbindung    und eine     Azokompo-          nente    enthalten, ist dadurch gekennzeichnet, dass  man Verbindungen der Formel  
EMI0002.0013     
    der     Diazotierung    mit salpetriger Säure unterwirft,  die erhaltenen beständigen     Diazoverbindungen    der  Formel     (II)    isoliert, trocknet und mit     o-Hydroxy-          arylcarbonsäurearylamiden    als     Azokomponenten     mischt.  



  <I>Beispiel 1</I>  34 g     2-Methyl-5-chloranilid    der 4- oder     5-Sulfo-          2-aminobenzoesäure    werden mit 500     em3    Wasser zu  einer homogenen Suspension angerührt, mit 12,

  5     cm3          30o/oiger        Salzsäure    angesäuert und mit 7 g     Na-          triumnitrit        in        Gestalt        einer        20        %        igen        Lösung        diazo-          tiert.    Das Reaktionsprodukt     wird    mit     Kochsalz    aus  gesalzen,     abfiltriert    und getrocknet.  



  Zu dem trockenen Reaktionsprodukt wird  trockenes     o-Toluidid    der     2-Oxy-3-naphthoesäure    ge  geben und zu einem homogenen Pulver vermahlen.  Die Mischung     wird    für die Vorbereitung von  Pasten für die     Bedruckung    von Textilien aus     Cellu-          losefasern    in Rot angewendet.    <I>Beispiel 2</I>  50 g 2,5 -     Diäthoxy-    4 -     benzoylaminoanilid    der       4-Sulfo-2-aminobenzoesäure    werden mit 1000     cm3     Wasser zu einer homogenen Suspension angerührt.

    Diese Mischung wird mit 12,5     cm3        30 /oiger    Salz  säure angesäuert und mit 7 g     Natiumnitrit    in Form  einer     200/eigen    Lösung     diazotiert.    Das Reaktions  produkt wird mit Kochsalz     ausgesalzen,        abfiltriert     und getrocknet.  



  Zum trockenen Reaktionsprodukt wird trockenes       Anilid    der     2-Oxy-3-naphthoesäure    zugegeben und  zu einem homogenen Pulver vermahlen. Nach dem  Auflösen in einer Lauge und Zusatz eines Ver  dickungsmittels wie     Traganth    bewirkt diese Mi  schung nach dem Aufbringen auf Textilien aus       Cellulosefasern    eine Färbung derselben in Blau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von beständigen Färbepräparaten, die eine beständige Diazoverbin- dung und als Azokomponente ein o-Hydroxyaryl- carbonsäurearylamid enthalten, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein Arylamid einer o-Amino- carbonsäure der Formel EMI0002.0070 worin A einen aromatischen Rest der Benzol-, Naphthalin- oder Anthrazen-Reihe oder einen hetero- cyclischen Rest bedeutet, welche Reste die kern gebundene,
    diazotierbare Aminogruppe in o-Stellung zur kernständigen CO - NH-Gruppe und darüber hinaus mindestens eine löslichmachende Gruppe ent halten und ferner weitere negative Substituenten ent halten können, und B einen gegebenenfalls substi tuierten Rest der Benzol-, Diphenyl- oder Naph- thalin-Reihe darstellt, mit salpetriger Säure diazo- tiert, die entstandene beständige Diazoverbindung der Formel EMI0002.0086 isoliert,
    trocknet und mit der genannten Azokompo- nente mischt.
CH354415D 1956-11-27 1956-11-27 Verfahren zur Herstellung von beständigen, eine Diazoverbindung und eine Azokomponente enthaltenden Mischungen CH354415A (de)

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