CH357389A - Verfahren zur Herstellung von Ketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ketonen

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CH357389A
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Kimel Walter
William Sax Norbert
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B9/00Essential oils; Perfumes
    • C11B9/0007Aliphatic compounds
    • C11B9/0015Aliphatic compounds containing oxygen as the only heteroatom

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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    von Betonen    Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     Ketonen    der Formel  
EMI0001.0006     
    worin     R1    einen     Alkyl-    oder     Alkenylrest    und R2 einen       Alkylrest    bedeutet, durch Pyrolyse von Estern der  Formel  
EMI0001.0011     
    welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Re  aktion in Gegenwart eines niederen     Aluminium-tri-          alkoholates    und einer niederen Fettsäure     durchführt.     



  Der in der Formel I mit     R1    bezeichnete     Alkyl-          oder        Alkenylrest    und der mit R, bezeichnete     Alkyl-          rest    können     geradkettig    oder verzweigt sein. Als Aus  gangsverbindungen der Formel     II    werden vorzugs  weise solche verwendet, in welchen     R1    ein niederer       Alkyl-    oder     Alkenylrest,    wie z.

   B.     Methyl,    Äthyl,       Propyl,        Isopropyl,        Butyl,        Isobutyl,        Allyl,        4-Methyl-          3-pentenyl    oder     3,4-Dimethyl-3-pentenyl,    und     R2    ein  niederer     Alkylrest,    wie z. B.     Methyl,    Äthyl,     Propyl,          Isopropyl,        Butyl    oder     Isobutyl    ist.

   Geeignet sind ins  besondere diejenigen Verbindungen, in welchen     R1          ein        Methyl-,    Äthyl-,     Isobutyl-,        4-Methyl-3-pentenyl-          oder        3,4-Dimethyl-3-pentenylrest    und     R2    der     Methyl-          rest    ist.  



  Das     Verfahren    gemäss der vorliegenden     Erfindung     kann so     durchgeführt    werden, dass man dem Ester  der Formel     1I    katalytisch wirkende Mengen eines  niederen     Aluminium-trialkoholates    und einer niederen    Fettsäure zusetzt und das Gemisch, vorzugsweise un  ter kräftigem Rühren, auf eine Temperatur erhitzt,  bei welcher     eine    stetige Kohlendioxyd-Entwicklung       stattfindet.    Das Ende der Pyrolyse ist daran erkenn  bar, dass die Entwicklung von Kohlendioxyd zum  Stillstand kommt. Die Aufarbeitung des Reaktions  gemisches und die Isolierung des Reaktionsproduktes  können nach üblichen Methoden erfolgen, z.

   B. durch  gewöhnliche Fraktionierung, Vakuumdestillation, wo  bei die Wahl der     Aufarbeitungsmethode    sich danach  richtet, wie weit die Siedepunkte des als Reaktions  produkt erhaltenen     Ketons    und der im Reaktions  gemisch enthaltenen Verunreinigungen auseinander  liegen. Wenn die Siedepunkte der Komponenten des  Reaktionsgemisches nahe     beieinanderliegen,    so kann  man die Verunreinigungen durch Waschen mit mässig       alkalischen    oder mässig sauren Reagenzien entfernen.  



  Das zum Katalysieren der Pyrolyse verwendete       niedere        Aluminium-trialkoholat    kann z. B.     Alumi-          nium-trimethylat,        Aluminium-triäthylat,        Aluminium-          trüsopropylat,        Aluminium-tri-n-butylat,        Aluminium-          tri-n-amylat,        Aluminium-tri-n-heptylat    sein.

   Vorzugs  weise verwendet man     ein        Aluminium-trialkoholat,    in  welchem jeder     Alkoholatrest        2-4        Kohlenstoffatome     enthält, z. B.     Aluminium-triäthylat,        Aluminium-trüso-          propylat,        Aluminium-tri-n-butylat    oder     Aluminium-          tert.-butylat.    Besonders günstige Resultate erzielt man       mit        Aluminium-tri-isopropylat.     



  Die zum Katalysieren der Pyrolyse verwendete  niedere Fettsäure kann z. B. Essigsäure,     Propion-          säure,    Buttersäure,     Valeriansäure,        Isovaleriansäure     oder     Capronsäure    sein. Vorzugsweise verwendet man  eine niedere Fettsäure     mit    2-3     Kohlenstoffatomen,     d. h. Essigsäure oder     Propionsäure.     



  Durch Verwendung eines niederen     Aluminium-          trialkoholates    und einer     niederen    Fettsäure zum Kata  lysieren der Pyrolyse gemäss der     vorliegenden    Erfin-           dung    erzielt man höhere Ausbeuten an     isolierbarem     Reaktionsprodukt und auch gleichmässigere Resultate,  d.

   h., dass nach dem     erfindungsgemässen,    Verfahren die  ungesättigten     Ketone        in    höheren Ausbeuten als bei  den     vorbekannten        Verfahren    erhalten werden und  dass diese hohen Ausbeuten     regelmässig        reproduzier-          bar    sind.  



  Die für die Durchführung des erfindungsgemässen  Verfahrens     zu    verwendenden Mengen an niederem       Aluminium-trialkoholat    und niederer Fettsäure rich  ten sich in der Regel nach der     molaren    Menge des  als Ausgangsmaterial verwendeten substituierten     Pro-          pargyl-acetoacetates.    Es ist zweckmässig, etwa 2 bis  12 g niedere Fettsäure und etwa 0,1-1,5 g niederes       Aluminium-trialkoholat    auf je 1     Mol    des genannten       Propargyl-acetoacetates    zu verwenden.

   Vorzugsweise  verwendet man etwa 3 g Fettsäure und etwa 0,2 g       Aluminium-trialkoholat    pro     Mol    des Esters.  



  Die Pyrolyse wird vorzugsweise bei einer Tem  peratur von etwa 150-190  C durchgeführt.  



  Die Pyrolyse kann, muss jedoch nicht, in einem  Lösungsmittel für den Ester durchgeführt werden. Als  Lösungsmittel eignen sich solche, deren     Siedepunkt     über der     Pyrolysentemperatur    liegt und die sich unter  den Bedingungen der Reaktion     indifferent    verhalten.  Bevorzugt werden Lösungsmittel, deren Siedepunkt  ausserhalb des die Siedepunkte der Reaktionsprodukte  umfassenden Bereiches     liegt.    Man kann z. B. hoch  siedende     Kohlenwasserstoffe,    wie z.

   B.     Decahydro-          naphthalin,        Tetrahydronaphthalin,        Ligroin,        Petrol-          äther,    oder hochsiedende     inerte    Äther, wie z. B.     Di-          phenyläther,    verwenden.  



  Die     Propargyl-acetoacetate    der Formel     II    können  durch Kondensieren von     Diketen    mit einem     Propar-          gylalkohol,    der am     1-Kohlenstoffatom    des     Propargyl-          restes    die     Substituenten        R1    und     R2    trägt, unter kräf  tigem Rühren hergestellt werden.  



  Die nach dem erfindungsgemässen     Verfahren    er  haltenen ungesättigten     Ketone    der Formel I sind als  Riechstoffe für die Herstellung von Parfums und als  Zwischenprodukte für die Herstellung anderer Riech  stoffe verwendbar.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind alle Tem  peraturen in Celsiusgraden     (unkorr.)    angegeben.  <I>Beispiel 1</I>  Einem Gemisch von 1176 g (7,0     Mol)        1,1-Di-          methyl-propargyl-acetoacetat    und 588 g niedersieden  dem     Ligroin    werden 1,4 g     Aluminium-triisopropylat     und 21g Essigsäure zugesetzt. Das Gemisch wird  kräftig     gerührt    und in einem Ölbad auf 160-180   erhitzt, wodurch eine kräftige Kohlendioxydentwick  lung verursacht wird.

   Nachdem die Gasentwicklung  zu Ende gekommen ist (nach etwa 51/2 Stunden),     wird     das Erhitzen unterbrochen und die zurückbleibende  Flüssigkeit einer     fraktionierten        Vakuumdestillation     unterworfen. Das Hauptprodukt wird     als    gelbe Flüs  sigkeit vom     Sdp.    85-87 ,I11 mm,     nD    =<B>1,5308,</B> er  halten. Es besteht im     wesentlichen    aus einem Ge-    misch von     Stereoisomeren    des     6-Methyl-heptadien-          (3,5)-on-(2).     



  <I>Beispiel 2</I>  Ein Gemisch von 236 g (1,0     Mol)        1-Methyl-l-          [4'-methyl-penten-(3')-yl-(1')]-propargyl-acetoacetat,     250     cm3        Decahydronaphthalin,    3 g     Propionsäure    und  0,2 g     Aluminium-triisopropylat    wird in einem Drei  hals-Kolben von 1 Liter Inhalt kräftig     gerührt.    Der  Kolben wird in einem Bad bei 160-185  erhitzt, um       eine    stetige Kohlendioxydentwicklung in Gang zu hal  ten. Die Gasentwicklung hört nach 2 Stunden auf.

    Man lässt dann das Reaktionsgemisch abkühlen und  löst es     in    250     cm3        Petroläther    auf. Die Lösung wird  3mal mit je 250     cm3    gesättigter wässeriger Natrium  bicarbonatlösung extrahiert und schliesslich mit Was  ser neutral gewaschen. Die organische Schicht wird  über Natriumsulfat getrocknet, worauf das Lösungs  mittel     abdestilliert    und der Rückstand unter Verwen  dung einer     Fraktionierkolonne    mit hohem     Fraktio-          niervermögen    destilliert wird.

   Das Hauptprodukt       destilliert    bei     89-940/0;0,5    mm über     (nD    = 1,5280).  Es besteht im wesentlichen aus     6,10-Dimethyl-unde-          catrien-(3,5,9)-on-(2).       <I>Beispiel 3</I>  Ein mit einem mechanischen     Rührer,    einem  Thermometer, einem Tropftrichter und einem     Trok-          kenrohr    versehener     Dreihals-Kolben    von 2 Liter In  halt wird mit 304 g (3,1     Mol)        3-Methyl-pentin-(1)-          ol-(3),    300     cm3        Petroläther,

      6     cm3        Pyridin    und 6 cm r  Essigsäure beschickt. Man rührt die Lösung bei  Raumtemperatur und lässt im Verlaufe von 2 Stunden  285,8 g (3,4     Mol)        Diketen        zutropfen.    Die Reaktions  temperatur wird durch Aussenkühlung auf 25-30   gehalten. Das Rühren wird während weiterer 6 Stun  den bei der genannten Temperatur fortgesetzt. An  schliessend wird das Reaktionsgemisch nacheinander  2mal mit je 200     cm3        1511/o-iger    wässeriger Schwefel  säure, 4mal mit je 200     cm-'    gesättigtem wässerigem       Natriumbicarbonat    und schliesslich mit Wasser neu  tral gewaschen.

   Die organische Schicht wird über       Calciumsulfat    getrocknet, worauf das Lösungsmittel       abdestilliert    und das Reaktionsprodukt durch Va  kuumdestillation gereinigt wird. Man erhält     3-Methyl-          pentin-(1)-yl-(3)-acetoacetat    in Form einer farblosen  Flüssigkeit vom     Sdp.    57-60 /0,2 mm,     nD    = 1,4472.  



  Der erhaltene Ester (550 g) wird zusammen mit  275 g     Ligroin,    0,6 g     Aluminium-triisopropylat    und  9,0 g Essigsäure in einen     Dreihals-Kolben    von 2 Liter  Inhalt gebracht. Das Gemisch wird kräftig gerührt  und auf 160-175  erhitzt, um eine rasche Kohlen  dioxydentwicklung in Gang zu halten. Nach     5stündi-          gem    Erhitzen ist die Reaktion beendet. Die zurück  bleibende Flüssigkeit wird dann unter Verwendung  einer     Fraktionierkolonne    mit hohem     Fraktionierver-          mögen    destilliert.

   Das Hauptprodukt, nämlich     6-Me-          thyl-octadien-(3,5)-on-(2),    wird als Gemisch von       Stereoisomeren    vom     Sdp.        106-110 !19    mm, n D =  1,5255, erhalten.      <I>Beispiel 4</I>  Eine Lösung von 302,2 g (2,395     Mol)        3,5-Dime-          thyl-hexin-(1)-ol-(3)    im gleichen Volumen     Petroläther     werden 5 cm'     Pyridin    und 5     cm3    Essigsäure zuge  geben.

   Man gibt der erhaltenen Mischung unter kräf  tigem Rühren im Verlaufe von 2 Stunden tropfen  weise 221,3 g (2,63     Mol)        Diketen    zu. Da die Reak  tion     exotherm    ist, kühlt man das Reaktionsgemisch  von aussen, um dessen Temperatur zwischen 25 und  30  zu halten. Nach etwa 5 Stunden erfolgt keine  weitere Wärmeentwicklung mehr. Die erhaltene Lö  sung wird dann 2mal mit verdünnter wässeriger  Schwefelsäure, mehrmals mit gesättigter wässeriger       Natriumbicarbonatlösung    und schliesslich mit Wasser  neutral gewaschen. Die organische Schicht wird über       Calciumsulfat    getrocknet, worauf das Lösungsmittel  durch Vakuumdestillation entfernt wird.

   Als Rück  stand wird     3,5-Dimethyl-hexin-(1)-yl-(3)-acetoacetat     in quantitativer     Ausbeute    erhalten     (n2-1    = 1,4482).  Dieses Produkt ist genügend rein, um ohne vorherige  Reinigung für die nächste Reaktionsstufe verwendet  zu werden.  



  Man verdünnt den erhaltenen Ester mit 253 g       Ligroin    und gibt 7 g Essigsäure und 0,5 g     Alumi-          nium-triisopropylat    zu. Das Gemisch wird kräftig ge  rührt und auf 155-170  erhitzt, um eine rasche  Kohlendioxydentwicklung in Gang zu halten. Das  Erhitzen wird so lange fortgesetzt, bis die Gasent  wicklung     aufhört    (etwa 3 Stunden).

   Man lässt dann  den Rückstand abkühlen und verdünnt ihn mit  300     cm3        Petroläther.    Die Lösung wird mit 300     cm3          15        %        iger        wässeriger        Schwefelsäure,        3mal        mit        je     300     cms        gesättigter    wässeriger     Natriumbicarbonat-          lösung    und schliesslich mit Wasser neutral gewaschen.

    Das Produkt wird über     Calciumsulfat    getrocknet und  schliesslich durch fraktionierte Destillation gereinigt.  Man erhält     6,8-Dimethyl-nonadien-(3,5)-on-(2)    als  gelbe Flüssigkeit vom     Sdp.        79-82 /1    mm,     nD    =  1,5153.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Ke- tonen der Formel EMI0003.0041 worin R1 einen Alkyl- oder Alkenylrest und R2 einen Alkylrest bedeutet, durch Pyrolyse eines Esters der Formel EMI0003.0048 dadurch gekennzeichnet, dass man die. Reaktion in Gegenwart eines niederen Aluminium-trialkoholates und einer niederen Fettsäure durchführt. UNTERAXSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass R, und R2 niedere Alkylreste sind. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass R1 ein niederer Alkenylrest und R2 ein niederer Alkylrest ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als niederes Aluminium-trialkoholat Aluminium-tri- isopropylat und als niedere Fettsäure Essigsäure oder Propionsäure verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-12 g der niederen Fettsäure und 0,1-1,5 g des niederen Aluminium-trialkoholates auf je 1 Mol des Ausgangsesters verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1--4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Pyrolyse bei 150-190 C durchführt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 2-5, zur Herstellung von 6,10-Dime- thyl-undecatrien-(3,5,9)-on-(2), dadurch gekennzeich net, dass man 1-Methyl-1-[4'-methyl-penten-(3')-yl- (1')]-propargyl-acetoacetat in Gegenwart von Alumi- nium-trüsopropylat und Propionsäure erhitzt.
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