CH357719A - Verfahren zur Herstellung von reinem Hecogeninacetat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem Hecogeninacetat

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CH357719A
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hecogenin
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Eric Holt Thomas
Charles Clayton John
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Glaxo Lab Ltd
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    von     reinem        Hecogeninacetat            Hecogenin    ist ein     Steroid,    das aus verschiedenen  pflanzlichen Materialien, insbesondere aus Sisal, er  halten werden kann. Dieses     Steroid    ist ein nützliches  Ausgangsmaterial für die synthetische Herstellung       verschiedener    Steroide, insbesondere von     Cortison     und verwandter Verbindungen. Die Herstellung von       Hecogenin    in grossen Mengen und in reiner Form ist  daher von grosser Wichtigkeit, war aber bisher mit  Schwierigkeiten verbunden.  



  Das     Hecogenin    kommt in     Pflanzensaft    in Form  des entsprechenden     Saponins    vor. Es ist daher zu  nächst notwendig, die     glykosidische    Bindung des     Sa-          ponins        zu        hydrolysieren.    Dies kann auf verschiedene       Art    erfolgen, z. B. indem der Pflanzensaft     autolysie-          ren    gelassen und der erhaltene     Schlamm    mit Säure       hydrolysiert    wird.  



  Das Produkt der Hydrolyse des natürlich vor  kommenden Stoffes ist gefärbt und enthält neben  dem gewünschten     Hecogenin    viele Verunreinigungen,  wie andere Steroide, Wachse,     Gummi    und andere  Stoffe.  



  Die Reinigung des     Hecogenins    kann zum Beispiel  durch ein Verfahren erfolgen, wie es in der Schwei  zer Patentschrift Nr. 345002 beschrieben ist. Es ist  aber nicht zweckmässig, das     Hecogenin    auf diese  Weise in einen völlig reinen Zustand zu bringen, son  dern man führt die weitere Reinigung besser durch  weitere Verfahrensschritte durch., z. B. durch     Acety-          lierung.     



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein     Verfahren     zur Herstellung von reinem     Hecogeninacetat,    das da  durch gekennzeichnet ist, dass man     hecogeninhaltiges     Material     acetyliert    und das entstandene     Hecogenin-          acetat    aus Essigsäure     kristallisiert.    Durch dieses Ver  fahren können andere, verunreinigende Steroide (z. B.  andere     Sapogenine)    sowie etwa noch vorhandene    Farbstoffe aus dem Produkt entfernt werden, so dass  dieses nach Auswaschen     mit    Wasser für die meisten       Synthesezwecke    geeignet ist.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweck  mässig derart ausgeführt, dass die     Acetylierung    des       hecogeninhaltigen    Materials durch Erhitzen in einem  Gemisch von     Essigsäureanhydrid    und Essigsäure er  folgt, vorzugsweise aus 2-3     Volumteilen    Essigsäure  und 1     Volumteil        Essigsäureanhydrid.    Das Vorhan  densein der Essigsäure ist     vorteilhaft,        weil    sie erstens       die    Ausscheidung von     Hecogeninacetat    vor Beendi  gung der     Acetylierung    verhindert.

   Die     Kristallisation     kann     dann    leicht durchgeführt werden, wenn man das  überschüssige     Anhydrid    durch Zugabe von Wasser in  Essigsäure     überführt    und das Produkt aus dieser  essigsauren Lösung     kristallisieren    lässt.  



       Gewünschtenfalls    kann eine weitere Reinigung  durch Umkristallisation des genannten     Hecogenin-          esters    aus Essigsäure oder einem anderen geeigneten       Lösungsmittel,    wie     Athylacetat    oder Leichtpetroleum  von vorzugsweise     einer    Fraktion, die zwischen 100  und 120  C siedet,     erzielt    werden,     nötigenfalls    in Ge  genwart einer     kleinen    Menge, z. B. ungefähr 5      /o-,     Holzkohle.  



  Es wurde     gefunden,    dass manchmal das nach dem       erfindungsgemässen    Verfahren hergestellte     Hecogenin-          acetat    nicht so reich ist, wie es     erforderlich    ist.

   Das  Material sieht     dann    zum Beispiel zwar gut aus, zeigt  aber einen     niedrigeren        Schmelzpunkt    als das reine       Hecogeninacetat.    So wurde     beispielweise    bei der       Kristallisation    von     Hecogeninacetat    in der oben be  schriebenen Weise aus den Mutterlaugen solches un  reines Material erhalten, dessen     Schmelzpunkt    einige  10  C unter dem des reinen     Hecogeninacetats    lag.

   Ein  solches, noch nicht genügend     reines    Material kann  durch     Rückhydrolysierung    in     Hecogenin    mit einer      Lösung von     Ätzalkali    in einem     niedrigen        Alkohol     und anschliessende erneute     Acetylierung    und Be  handlung nach den oben beschriebenen Methoden  gereinigt werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  1,67 kg nach Beispiel 1 der     Schweizer    Patent  schrift Nr. 345002 gereinigten     Hecogenins    werden  mit 1,7 Liter     Essigsäureanhydrid    und 3,4 Liter  Essigsäure     erhitzt,    bis die     Auflösung    beendet ist  und eine heftige     Reaktion        einsetzt.    Nach zweistün  digem Erhitzen am     Rückfluss    worden zur Zerset  zung des überschüssigen     Essigsäureanhydrids    226     cm3     Wasser vorsichtig zugegeben und die Lösung über  Nacht abkühlen gelassen,

   wobei das     Hecogeninacetat          auskristallisiert.    Es wird     abfiltriert    und mit wenig  Essigsäure und     dann    mit Wasser gewaschen. Nach  dem Trocknen bei 100 C in einem Ofen beträgt die  Ausbeute 1,435 kg vom     Schmelzpunkt    243-248  C.  Aus den     Essigsäure-Mutterlaugen    wird nach Ein  dampfung auf ein Viertel des Volumens eine zweite  Fraktion von 125 g vom Schmelzpunkt 237-243  C  erhalten.  



  <I>Beispiel 2</I>  1,57 kg nach Beispiel 2 der     Schweizer    Patent  schrift Nr. 345002     erhaltenen    gereinigten     Hecogenins     werden wie im Beispiel 1     acetyliert,    wozu 1,6 Liter       Essigsäureanhydrid    und 3,2 Liter Essigsäure     benutzt     werden. Am     Schluss    der Reaktion werden 212     cm3     Wasser     zugesetzt.    Das     erhaltene    Acetat hat einen       Schmelzpunkt    von 225-235  C und wiegt 1,14 kg.  Es wird in 44 Liter Benzin (100/120  C) gelöst und  mit 100 g     Holzkohle    behandelt.

   Dann wird die Lö  sung heiss filtriert und das Filtrat     abkühlengelassen.     Man     erhält    so 810 g     Hecogeninacetat    vom Schmelz  punkt 240-246  C und 98 g vom     Schmelzpunkt    229  bis 236  C als erste und zweite Fraktion.

      <I>Beispiel 3</I>  20 g rohes     Hecogeninacetat    vom     Schmelzpunkt     230-235  C, die aus Mutterlaugen von     vorhergehen-          den    Versuchen erhalten wurden, werden unter Rück  fluss mit 450     cm3    Methanol und 20     cm3        4011/oigem          Natriumhydroxyd    eine halbe Stunde lang erhitzt.  Nach Abkühlen wird der     kristalline    feste Stoff fil  triert, mit wenig Methanol gewaschen und getrocknet.

    Er wird darauf durch     Erhitzen    am     Rückfluss    mit  16,5     em3        Essigsäureanhydrid    und 33     cm-3    Essigsäure  eine Stunde lang erhitzt. Man lässt das Gemisch ab  kühlen, filtriert den kristallinen Niederschlag ab und  wäscht ihn mit wenig Essigsäure und darauf mit  Wasser.

   Der getrocknete feste Stoff wird aus 560     em3          Benzin    unter Verwendung von 0,7g     Holzkohle    (5      /o)          umkristallisiert    Das abgetrennte     Hecogeninacetat     wiegt 9,7 g und hat einen     Schmelzpunkt    von 242 bis  246  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von reinem Hecogenin- aoetat, dadurch gekennzeichnet, dass man hecogenin- haltiges Material acetyliert und das entstandene Heco- geninacetat aus Essigsäure kristallisiert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet,
    dass die Acetylierung des hecogeninhaltigen Materials durch Erhitzen in einem Gemisch von Essigsäureanhydrid und Essigsäure erfolgt und der L7berschuss an Essigsäurean'hydrid nach erfolgter Ace- tylierung in Essigsäure übergeführt wird, aus welcher das Hecogeninacetat kristallisiert.
CH357719D 1955-02-21 1956-02-20 Verfahren zur Herstellung von reinem Hecogeninacetat CH357719A (de)

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