CH361807A - Verfahren zur Herstellung von Phenothiazinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phenothiazinen

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CH361807A
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phenothiazine
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phenothiazines
propionyl
carboxylic acid
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Klaus-Heinz Dr Risse
Ulrich Dr Hoerlein
Wolfgang Prof Dr Wirth
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Bayer Ag
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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von     Phenothiazinen       Es ist bekannt, dass gewisse Derivate des     Pheno-          thiazins    wertvolle pharmazeutische     Eigenschaften     besitzen. So wirkt z. B. das     3-Chlor        10-(y-dimethyl-          amino-propyl)-phenothiazin    zentral dämpfend und  schwach blutdrucksenkend.  



  Es ist auch schon vorgeschlagen worden, pharma  zeutisch wertvolle Derivate des     Phenothiazins    da  durch     herzustellen,    dass man in     3-Stellung        acylierte     Derivate des     Phenothiazins    in     10-Stellung    basisch       alkyliert.    Man erhält dabei Verbindungen mit blut  drucksenkender Wirkung.  



  Demgegenüber     betrifft    die vorliegende Erfindung  ein Verfahren zur Herstellung von Derivaten des       Phenothiazins,    die sich im Tierversuch sowohl durch  blutdrucksenkende,     spasmolytische    und     broncholy-          tische    als auch durch     Antihistamin-Wirkung    aus  zeichnen. Die Verbindungen haben die     Formel    1  
EMI0001.0022     
    in der     Ac    eine     Acylgruppe,    Y und Z Wasserstoff  atome oder einwertige     Substituenten,    z. B.

   Nieder  alkylgruppen,     Alkoxygruppen    oder Halogene, X       Sauerstoff    oder Schwefel, A eine Sauerstoff- oder       Schwefelbrücke,    B eine gegebenenfalls verzweigte       aliphatische        Kohlenstoffkette    und     R1    und     R2          Alkylgruppen,    die gegebenenfalls unter sich oder mit    einem     Kohlenstoffatom    der Kette B einen 5- oder       6gliedrigen        heterocyclischen    Ring, wie z.

   B. einem  gegebenenfalls substituierten     Piperid'in,        Pyrrolidin,          Morpholin    oder     Piperazinring,    bilden, bedeuten.  



  Die genannten Verbindungen werden als Basen,  in Form ihrer     Salze    oder als     quartäre    Ammonium  verbindungen verwendet.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist dadurch ge  kennzeichnet,     d'ass    man     Phenothiazine    der Formel 11  
EMI0001.0046     
    mit     Phosgen    oder     Thiophosgen    umsetzt und die er  haltenen     Acylphenothiazin    - 10 -     carbonsäurechloride     bzw.     Acylphenothiazin-10-thiocarbonsäurechloride     mit Verbindungen der     Formel     
EMI0001.0053     
    kondensiert. Verbindungen vom obigen Typus sind  z.

   B.     N-Diäthylaminoäthanol,        N-Methyl-piperidyl-4-          methylcarbinol,        y-Piperidyl-n-propanol,        f        (N-Methyl-          piperidyl)-äthanol    und     N-Diäthylaminoäthylmercap-          tan.     



  Bei der Umsetzung mit dem Kohlensäure- oder       Thiokohlensäure-halogenid    kann man gegebenenfalls  in Gegenwart eines säurebindenden     Mittels    oder Kon  densationsmittels, wie z. B.     Natriumamid,    arbeiten.      <I>Beispiel 1</I>  60 g     3-Propionyl-phenothiazin:        werden        in    600     cm3          Xylol    zum Sieden erhitzt und 8 Stunden lang ein  rascher Strom     Phosgen    eingeleitet. Anschliessend wird  das Lösungsmittel     abdestilliert    und der Rückstand)  in 1 Liter     Benzol    aufgenommen.

   Man erhitzt zum  Sieden, tropft 67 g     N-Methyl=piperid'yl-4-methyl-          carbinol    im Laufe einer Viertelstunde zu und lässt  noch zwei Stunden kochen. Nach dem Abkühlen  wird vom ausgeschiedenen Hydrochlorid des     N-Me-          thyl    -     piperidyl    - 4     -methylcarbinols        abgesaugt,    mit  Benzol ausgewaschen und die vereinten     Benzodlösun-.     gen zur Entfernung des überschüssigen     basischen:     Alkohols mehrmals mit Wasser ausgeschüttelt.

   Dann  wird mit Pottasche getrocknet und mit ätherischer       Salzsäure    oder durch Einleiten von     Chlorwasserstoff     das Hydrochlorid gefällt. Nach dem     Umkristallisie-          ren    aus     Isopropylalkohol    erhält man das Hydro  chlorid     des        3-Propionyl-phenothiazin-10-(N        methyl-          piperidyl-4-methyl)-carbonsäureesters    vom     Schmp.     208  (Zersetzung).  



  <I>Beispiel 2</I>  10 g 3     Acetyl-phenothiazin-10-carbonylchlorid     werden in 50     cm3    Benzol mit 7,35g     Diäthylamino-          äthanol    wie oben umgesetzt und aufgearbeitet. Das  Hydrochlorid des 3     Acetyl-phenothiazin-10-(ss'-di-          äthylaminoäthyl)-carbonsäureesters    wird aus     Isopro-          pylalkohol    umkristallisiert und hat den     Schmp.    194 .

    <I>Beispiel 3</I>  60 g 3     Propionyl-phenothiazin    werden     in.    600     cm3          Xylol    mit     Phosgen    umgesetzt und das dabei ent  stehende 3     Propionyl-phenothiazin-10-carbonylchlorid     wie oben mit 67 g     N-Methylpiperidy14-methyl-          carbinol    umgesetzt und aufgearbeitet.

   Das     Hydro-          chlorid    des     3-Propionyl-phenothiazin-10-(N-methyl-          piperidyl    - 4 -     methyl)    -     carbonsäureesters    hat den       Schmp.    208  (Zersetzung).  



  <I>Beispiel 4</I>  88 g     3-Propionyl-phenothiazin-10-carbonylehlorid     werden wie oben mit 64,5 g     y-N-Methyl-piperazinyl          propylalkohol        in.    800     cm3    Benzol umgesetzt und auf  gearbeitet. Das Hydrochlorid des     3-Propionyl-          phenothiazin    -10 - (y -N     -methyl@-piperazinyl-propyl-          carbonsäureesters)    hat den     Schmp.    245  und wird  aus Alkohol/Äther umkristallisiert.  



  <I>Beispiel 5</I>  37 g     3-Propionyl-phenothiazin-10-carbonylchlorid,     werden wie oben mit 36 g     y-Piperidino-propylallcohol     in 500     cm3    Benzol umgesetzt und aufgearbeitet. Das  Hydrochlorid des     3-Propionyl-phenothiazin-10-(y-          piperidino-propylcarbonsäureesters)    hat den     Schmp.     192  und wird aus     Isopropylalkohol    umkristallisiert.

    <I>Beispiel 6</I>  15 g     3-Propionyl-phenothiazin-10-carbonylchlorid     werden in 200 cm?, Benzol mit 18 g     fl-Diäthylamino-          äthylthiol    2 Stunden am     Rückfluss    erhitzt und wie    oben beschrieben aufgearbeitet. Das     Oxalat    des       3-Propionyl-phenothiazin-10-(fl-diäthylaminoäthyl)-          carbonsäurethioesters    hat den     Schmp.    135-136 .  Ausbeute:     7611/e.     



  <I>Beispiel 7</I>  40 g 3     Acetyl-phenothiazin-10-carbonylchlorid     werden in 500     cm3    Benzol mit 35 g     y-Diäthylaniino-          propylalkohol    wie oben umgesetzt und aufgearbeitet.  Das Hydrochlorid des     3-Acetyl-phenothiazin-(y-di-          äthylaminopropyl)-carbonsäureesters    hat den     Schmp.     159-160  (Zersetzung). Ausbeute:<B>81,0/9</B> d.     Th.     



  <I>Beispiel 8</I>  40 g     3-Propionyl-phenothiazin    werden mit       Phosgen    umgesetzt; das dabei entstandene     3-Propio-          nyl-phenothiazin-N-carbonylchlorid    wird wie oben  mit 45 g     N-Methyl-a-piperidyl-äthylalkohol    umge  setzt und aufgearbeitet.

   Das Hydrochlorid des  3     -Propionyl        -phenothiazin-10-(N-methyl-a-piperidyl-          äthylcarbonsäureesters)    hat den     Schmp.    155      (Zers.).     <I>Beispiel 9</I>  21,5 g     3-Chlor-x-propionyl-phenothiazin    werden  wie oben zuerst mit     Phosgcn    und dann mit 17 g     y-Di-          methylamino-propylalkohol    umgesetzt und aufge  arbeitet und ergeben     3-Chlor-x-propionyl-pheno-          thiazin-10-(y-dimethyllamino-propyl-carbonsäureester),

       dessen Hydrochlorid nach dem     Umkristallisieren    aus       A.lkoholJÄther    den     Schmp.    198-199      (Zers.)    hat.  <I>Beispiel 10</I>  60 g     3-Butyryl-phenothiazin    werden wie oben mit       Phosgen    und das entstandene     3-Butyryl-phenothiazin-          N-carbonyl-chlorid    mit 51 g     y-Dimethylamino-propyl-          alkohol    umgesetzt und aufgearbeitet.

   Man erhält  65 g an Hydrochlorid vom     3-Butyryl-phenothiazin-          10-(y-dimethylamino-propyl-carbonsäureester),    das  nach dem     Umkristallisieren    aus Alkohol/Äther bei  182  schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Phenothiazinen der Formel I EMI0002.0116 in der Ac eine Acylgruppe, Y und Z Wasserstoff atome oder einwertige Substituenten, X Sauerstoff oder Schwefel, A eine Sauerstoff- oder Schwefel brücke, B eine gegebenenfalls verzweigte aliphatische Kohlenstoffkette und R1 und R2 Alkylgruppen,
    die gegebenenfalls unter sich oder mit einem Kohlen- stoffatom der Kette B einen 5- oder 6gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, bedeuten, dadurch ge kennzeichnet, d'ass man Phenothiazine der Formel II EMI0003.0006 mit Phosgen oder Thiophosgen umsetzt und die er haltenen Acylphenothiazin -10 - carbonsäurechloride bzw.
    Acylphenothiazin -10 - thiocarbonsäurechloride mit Verbindungen der Formel EMI0003.0013 kondensiert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man Phenothiazine der Formel 1I ver wendet, in der Y und Z niedermolekulare Alkyl- gruppen, Alkoxygruppen oder Halogene darstellen.
CH361807D 1956-07-02 1957-05-09 Verfahren zur Herstellung von Phenothiazinen CH361807A (de)

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