CH364778A - Verfahren zur Herstellung von Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroiden

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CH364778A
CH364778A CH5035357A CH5035357A CH364778A CH 364778 A CH364778 A CH 364778A CH 5035357 A CH5035357 A CH 5035357A CH 5035357 A CH5035357 A CH 5035357A CH 364778 A CH364778 A CH 364778A
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pregnadiene
alkyl
aryl
dione
difluoro
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CH5035357A
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Jr Lincoln Frank Harris
Paul Schneider William
Basil Spero George
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Upjohn Co
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    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Steroiden    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von in     6a-Stellung    durch eine       Alkyl-    oder     Arylgruppe    substituierten       9a,21-Difluor-11        ss,17a-dihydroxy-          1,4-pregnadien-3,20-dionen,       insbesondere von       6a-Methyl-9a,21-difluor-11ss,17a-dihydroxy-          1,4-pregnadien-3,20-dion.     Das     erfindungsgemässe    Verfahren wird z. B.  



  durch die folgenden Formeln illustriert:  
EMI0001.0010     
    und ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein       6a-Alkyl(oder        6a-Aryl)-9ss,llss-oxydo-          17a-hydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dion     mit     Fluorwasserstoff    behandelt.  



  Die als Ausgangsmaterial zu verwendenden Ver  bindungen können aus den gemäss dem Verfahren  der schweizerischen Patentschrift Nr. 364256 erhält  lichen       6a-Alkyl(oder        6a-Aryl)-11ss,17a-dihydroxy-          21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dionen     erhalten werden durch     Dehydratisierung,    z.

   B. mit  Schwefelsäure,     Thionylchlorid    oder vorzugsweise mit  einem     N-Halogenamid    oder     N-Halogenimid    und  dann mit wasserfreiem Schwefeldioxyd unter Bildung  der entsprechenden       17a-Hydroxy-21-fluor-1,4,9(11)-pregnatrien-          3,20-dione,       die durch Behandlung     mit        unterhalogeniger    Säure  in die         6a-Alkyl(oder        6a-Aryl)-9a-halogen-11ss,17a-          dihydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dione     übergehen;

   behandelt man diese     mit    einer schwachen  Base, so erhält man die entsprechenden       9ss,1        lss-Oxydo-17a-hydroxy-21-fluor-          1,4-pregnadien-3,20-dione.     Die     erfindungsgemäss    daraus     erhältlichen          6a-Alkyl(oder        6a-Aryl)-9a,21-difluor-          l1ss,17a-hydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dione     können     gewünschtenfalls    durch Oxydation mit       Chromsänreanhydrid    oder     Bichromat    in       6a-Alkyl(oder        6a-Aryl)-9a,

  21-difluor-17a-          hydroxy-1,4-pregnadien-3,11,20-trione          übergeführt    werden.      Die neuen       6a-Alkyl-    und     6a-Aryl-9a,21-difluor-11i3,17a-          dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dione     und insbesondere die     6a-Methylverbindungen    sowie  die entsprechenden 17a -     Hydroxy    - 3,11,20 -     trion-          Verbindungen    besitzen starke physiologische Wirk  samkeit und speziell eine     glucocorticoide    Wirksam  keit,

   welche diejenige des     Hydrocortisons    um ein  Mehrfaches     übertrifft.    Ausserdem bewirken sie keine       Salzretention,    sondern haben eine ausgesprochene       diuretische    Wirkung. Sie haben auch stark entzün  dungshemmende Wirkung und eignen sich zur Be  handlung von     Arthritis,    speziell in Fällen, wo ausser  dem noch chronisch     kongestive    Herzschwäche,       nephrotische    Syndrome und andere     Zirkulations-          störungen    vorhanden sind.

   Die Verabreichung kann  in Form der verschiedensten Präparate oral,     parente-          ral    oder äusserlich     erfolgen.     



  Bei der     Durchführung    des erfindungsgemässen  Verfahrens wird ein       6a-Alkyl-    oder     6a-Aryl-9ss,llss-oxydo-17a-          hydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dion     vorzugsweise in einem Lösungsmittel mit Fluor  wasserstoff umgesetzt. Als Lösungsmittel eignen sich       Methylenchlorid,        Tetrahydrofuran,        Äthylendichlorid,          Chloroform,        Tetrachlorkohlenstoff    usw., wobei     Me-          thylenchlorid    und     Tetrahydrofuran    bevorzugt wer  den.

   Die Reaktion erfolgt vorzugsweise unter Rühren  bei     Zimmertemperatur    (20-30  C), wenn man     Me-          thylenehlorid    als Lösungsmittel verwendet, und mit       Tetrahydrofuran    bei tieferen Temperaturen von 0 bis  -80  C.

   Mit     Methylenchlorid    bei     Zimmertempera-          tur        verwendet        man        wässrige        (48        %        ige)        Fluorwasser-          stoffsäure,    während     mit        Tetrahydrofuran    bei tiefen  Temperaturen flüssiger     Fluorwasserstoff    verwendet  wird. Die Reaktionszeit liegt zwischen 1-24 Stun  den, wobei 1 bis 12 Stunden in der Regel genügen.

    Zur     Aufarbeitung    kann nach Beendigung der Um  setzung in Wasser gegossen und mit einer verdünn  ten     Basenlösung    wie Na- oder     K-bicarbonatlösung     oder dergleichen neutralisiert werden. Man kann  auch starke Basen im     überschuss    anwenden. Dann  kann     mit    wasserunlöslichen     Lösungsmitteln,    wie     Me-          thylenchlorid,    extrahiert, die organische Schicht von  der     wässrigen    Phase abgetrennt,     mit    Wasser gewa  schen, getrocknet und verdampft werden.

   Man er  hält das rohe  6a     Alkyl-    oder     6a-Aryl-9a,21-difluor-11ss,17a-          dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dion,     das durch     Umkristallisieren    oder     chromatographisch     gereinigt werden kann.    Die Oxydation des       6a-Alkyl-    oder     6a-Aryl-9a,21-difluor-llss,17a-          dioxy-1,4-pregnadien-3,20-dions       mit     Chromsäureanhydrid    oder     Alkalichromat,    z. B.

    in Essigsäure gelöst, bei Temperaturen zwischen 0  und 40  C, ergibt das entsprechende       6a-Alkyl-    oder     6a-Aryl-9a,21-difluor-17a-          oxy-1,4-pregnadien-3,11,20-trion.       <I>Präparat 1</I>  Eine Mischung von 1 g     6a-Methyl-llss,17a-di-          hydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dion,    650 mg       N-Brom-acetamid    und 6 ml     Pyridin    wird im Dunkeln  30 Minuten gerührt. Dann kühlt man im Eiswasser  bad und bläst unter Rühren einen     SO.-    Strom auf die       Oberfläche,    bis die     Kaliumjodid-Stärkeprobe    negativ  ausfällt.

   Dann setzt man 50     ml    Wasser zu und hält  30 Minuten bei 5  C. Der feste weisse Niederschlag  wird     abfiitriert,    mit Wasser gewaschen und im  Vakuum getrocknet. Nach     Umkristallisieren    aus  Aceton erhält man 0,79 g       6a-Methyl-17a-hydroxy-21-fluor-1,4,9(11)-          pregnatrien-3,20-dion.     <I>Präparat 2</I>  Man löst 0,5 g     6a-Methyl-17a-hydroxy-21-fluor-          1,4,9(11)-pregnatrien-3,

  20-dion    in 20 ml     Methylen-          chlorid    und     versetzt    mit einer Lösung von 1 ml       71'o/oiger        Perchlorsäure    in 10 ml Wasser und 200 mg       N-Bromacetamid    in 50 ml     tert.        Butylalkohol.    Man  hält 15 Minuten bei Zimmertemperatur und mischt  mit einer Lösung von 0,3g     Natriumsulfit    in 12 ml  Wasser. Man destilliert unter vermindertem Druck,  bis der Rückstand sich trübt, und fällt durch Zugabe  einer Mischung von 100 ml Eis und Wasser.

   Der  weisse kristalline Niederschlag wird     abfiltriert,        mit     Wasser gewaschen, getrocknet und aus einer Mi  schung von Aceton und     Skellysolve    B umkristalli  siert, wobei man       6a-Methyl-9a-brom-11fl,17a-dioxy-21-fluor-          1,4-pregnadien-3,20-dion     erhält.  



  <I>Präparat 3</I>  Eine Mischung von 0,45 g     6a-Methyl-9a-brom-          l        lss,17a-dihydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dion,     0,45g wasserfreiem     Kaliumacetat    und 20 ml Aceton  wird 5 Stunden am     Rückfluss    gekocht. Dann wird  abgekühlt, in Wasser gegossen und mit     Methylen-          chlorid    extrahiert.

   Der Extrakt wird getrocknet, auf  eine Säule aus 25 g     Florisil    (synthetisches     Magne-          siumsilikat)    gegossen und mit     Skellysolve    B, das zu  nehmende Anteile an Aceton enthält,     eluiert.    Das       Eluat    mit     Skellysolve    B plus     101/o    Aceton enthält       6a-Methyl-9ss,1        lss-oxydo-17a-hydroxy-21-fluor-          1,4-pregnadien-3,20-dion.     <I>Beispiel</I>  Eine Lösung von 1 g     6a-Methyl-9/3,llss-oxydo-          17a-hydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,

  20-dion    in  50 ml     Methylenchlorid    versetzt man mit 5 ml       48o/oiger        Fluorwasserstoffsäure    und 0,5 ml     71o/oiger          Perchlorsäure.    Man rührt 6 Stunden kräftig bei       Zimmertemperatur    und giesst in überschüssige kalte       511/oige        wässrige        Natriumbikarbonatlösung.    Die     Me-          thylenchloridphase    wird abgetrennt, mit wasserfreiem       Natriumsulfat    getrocknet und auf eine Säule von  100 g     Florisil    gegossen.

   Die Säule wird mit     Skelly-          solve    B und Aceton entwickelt; die Rückstände aus      den Fraktionen mit     1011/a    Aceton geben beim Um  kristallisieren reines       6a-Methyl-9a,21-difluor-l        lss,17a-dihydroxy-          1,4-pregnadien-3,20-dion     vom     Smp.    262-274  C     (Zers.);    Drehung [ab + 71   (in Aceton).  



  Analyse:  her. für     C22H2s04F2:    F = 9,63       gef.:    F = 9,80  Nach der gleichen Arbeitsweise, jedoch unter  Verwendung von       6a-Alkyl-9ss,1        lss-oxydo-17a-hydroxy-21-fluor-          1,4-pregnadien-3,20-dione,     in denen der     6ständige        Substituent    ein Äthyl-,     Pro-          pyl-,        Isopropyl-,        Butyl-,        Isobutyl-,        Pentyl-,

          Hexyl-          oder        Phenylrest    oder dergleichen ist, erhält man die  entsprechenden     6a-alkyl-    oder     -aryl-substituierten          9a,21-Difluor-1lss,17a-dihydroxy-1,4-          pregnadien-3,20-dione.     Oxydiert man       6a-Methyl-9a,21-difluor-l        lss,17a-dihydroxy-          1,4-pregnadien-3,20-dion     mit     Chromsäureanhydrid    in essigsaurer     Lösung,    so  erhält man       6a-Methyl-9a,21-difluor-17a-hydroxy-          1,4-pregnadien-3,11,

  20-trion.            In    analoger Weise verläuft die Oxydation von  andern       6a-Alkyl-    oder     6a-Aryl-9a,21-difluor-llss,17a-          dihydroxy-1,4-pregnadien-3,11,20-trionen,          in    denen der     Substituent    in     6-Stellung    Äthyl,     Propyl,          Isopropyl,        Butyl,        Isobutyl,        Pentyl,        Hexyl,        Phenyl     usw. ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 6a-Alkyl(oder 6a-Aryl)-9a,21-difluor-11ss,17a- dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dionen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 6a-Alkyl(oder 6a-Aryl)-9ss,llss-oxydo-17a- hydroxy-21-fluor-1,4-pregnadien-3,20-dion mit Fluorwasserstoff behandelt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man das 6a-Alkyl(oder 6a-Aryl)-9a,21-difluor-lla- dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dion anschliessend mit einem Chromsäure-Oxydationsmit- tel zum 6a-Alkyl(oder 6a-Aryl)-9a,21-difluor-17a hydroxy-1,4-pregnadien-3,11,20-trion oxydiert.
CH5035357A 1956-09-10 1957-09-10 Verfahren zur Herstellung von Steroiden CH364778A (de)

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US644201A US2867636A (en) 1957-03-06 1957-03-06 6-methyl-9alpha, 21 difluoro-11 oxygenated 17alpha hydroxy-1, 4 pregnadiene-3, 20 dione steroid compounds

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