CH356767A - Verfahren zur Herstellung von Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroiden

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CH356767A
CH356767A CH356767DA CH356767A CH 356767 A CH356767 A CH 356767A CH 356767D A CH356767D A CH 356767DA CH 356767 A CH356767 A CH 356767A
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pregnadiene
dioxy
dione
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Allan J Campbell
Claude Babcock John
Alexander Hogg John
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Upjohn Co
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von Steroiden    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf     ein    Ver  fahren zur Herstellung neuer in     2-Stellung    substi  tuierter     3-Keto-4,6-pregnadiene.       Das erfindungsgemässe Verfahren und die mit  diesem erhältlichen neuen Verbindungen können  durch folgende Formeln dargestellt werden:

    
EMI0001.0006     
    In den Formeln bedeutet R einen     Acylrest    mit  1 bis 11     Kohlenstoffatomen,    vorzugsweise den Rest  einer     Kohlenwasserstoffcarbonsäure    mit 1 bis 8       Kohlenstoffatomen    und     R1    einen niedrigen     Alkyl-          rest    mit 1 bis 8     Kohlenstoffatomen.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man ein     2-Alkyl-9ss,I1fl-epoxy-          17a-oxy-21-acyloxy-4,6-pregnadien-3,20-dion    (I) mit       Fluorwasserstoff    in     Gegenwart    einer starken Säure in  ein     2-Alkyl-9a-fluor-llss,17a-dioxy-21-acyloxy-4,6-          pregnadien-3,20-dion        (II)    überführt. Letzteres kann  in alkalischem Medium zum     2-Alkyl-9a-fluor-          11ss,17u,21-trioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion        hydro-          lysiert    werden.

   Die erfindungsgemäss erhältlichen  2 -     Alkyl    - 9a -     fl'uor    -11<B>ss,</B> 17a<I>-</I>     dioxy-21-acyloxy-4,6-          pregnadien-3,20-dione        (II)    können auch mit Chrom  säure zu entsprechenden     11-Keto-steroiden    oxydiert  werden, die ihrerseits durch alkalische Hydrolyse in  den freien Alkohol     überführbar    sind.  



  Die Ausgangsmaterialien des erfindungsgemässen    Verfahrens können wie in den nachfolgenden Prä  parationen 8 bis 14 beschrieben erhalten werden,  indem man ein     11ss,21    -     Dioxy    - 4,6,17(20) - [cis]     -          pregnatrien-3-on-21-acylat    mit einem     Alkylester    der       Oxalsäure    in     Gegenwart    einer     Alkalimetallbase,    z. B.

    einem     Alkalimetallalkoholat,    vorzugsweise     zwischen     20 und 70 , in das entsprechende     Alkalimetallenolat     des     2-Alkyloxyoxalyl-llss,21-dioxy-4,6,17(20)-[cis]-          pregnatrien-3-on-21-acylats    überführt.

   Dieses wird  dann mit einem niedrigen     Alkylchlorid,        -bromid    oder       -iodid        in    das 2 -     Alkyloxyoxalyl    - 2 -niedrig-     alkyl-          11        ss,21-        dioxy-4,6,17        (20)-        [cis]-pregnatrien-3-on-21-          acylat        übergeführt,    das seinerseits mit einem     Alkali-          metallalkoholat    zum     2-Alkyl-llss,21-dioxy-4,6,17(20)

  -          [cis]-pregnatrien-3-on        hydrolysiert    wird. Die     Ver-          esterung    dieses     Pregnatrienons        führt    zum     2-Alkyl-          11        ss-oxy-21-acyloxy-4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on.     Dieser Ester wird dann mit     Osmiumtetroxyd    in Ge  genwart eines Peroxyds, z. B.

   Wasserstoffperoxyd  oder eines     Aminoxydperoxyds,    oder eines Aryl-           jodoxyds    behandelt, wobei man das 2-Alkyl       11ss,17a,21-trioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion-21-          acylat    erhält.

   Wasserabspaltung daraus, vorzugsweise  mittels eines     N-Halogenamids    oder     N-Halogenimids     und wasserfreiem Schwefeldioxyd, liefert das     2-A1-          kyl        -17,9ä    -     oxy-21-acyloxy-4,    6, 9     (11)-pregnatrien-3,20-          dion.    Diese Verbindung wird mit einer     unter-          halogenigen    Säure, deren Halogen ein Atomgewicht  zwischen 34 und 130 besitzt, zu dem     2-Alkyl-          9a    -     halogen    - I l     ss,

  179-        dioxy        21-acyloxy-4,6-pregna-          dien-3,20-dion    umgesetzt, das durch Behandlung mit       Alkaliacetat    unter möglichst wasserfreien Bedingun  gen die Ausgangsverbindung I des vorliegenden Ver  fahrens     ergibt.        11ss,21-Dioxy-4,6,17(20)-[cis]-pregna-          trien-3-on-21-acylate    können wie unter     Präparation     1 bis 7 beschrieben erhalten werden.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen  sind wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung  hochwirksamer     Nebennierenrindenhormone    und sind  ausserdem an sich wirksam. So erhält man beispiels  weise durch selektive Hydrierung in     Methanollösung     in     Gegenwart    eines     Palladium-Kohle-Katalysators     und     Kahumhydroxyd,    wie im USA-Patent Nummer  2 697<B>106</B> beschrieben, das hochwirksame     2-Methyl-          9a-fluor-hydrocortison.    In gleicher Weise erhält man  durch selektive Hydrierung der entsprechenden       11-Keto-Analoga,

      wie 2     Methyl-9a-fluor-17a-oxy-          21-acyloxy-4,6-pregnadien-3,11,20-trion    die entspre  chenden     2-Methyl-9a-fluor-cortison-21-ester.    Alle  diese Verbindungen sind wichtige     Nebennierenrinden-          steroide    mit ausgesprochener     nebennierenhormon-          artiger    Wirkung wie     Glycogenablagerung    in der  Leber mit geringen Nebenwirkungen.

   Obschon auch  die Chlor-, Brom- und Jodderivate dieser in     2-Stel-          lung        alkylierten        Cortison-    und     Hydrocortisonverbin-          dungen    eine beachtliche Wirkung aufweisen, ergab  sich die grösste Wirksamkeit bei den Verbindungen,  die in     9-Stellung    ein     Fluoratom    enthielten.  



  Das 2 -     Methyl    - 9a -     fluor-11        ss,17a,21-trioxy-4,6-          pregnadien-3,20-dion    und dessen Ester haben eine       Nebennierenhormonwirksamkeit,    insbesondere     gluco-          corticoide    Wirksamkeit, die grösser ist als die des       Hydrocortisons.    In analoger Weise sind die     11-Keto-          analoga,        2-Methyl-17a,21-dioxy-4-pregnen-3,11,20-          trion    und die Halogenderivate, wie     2-Methyl-9a-          fluor    - 17a,

  21-     dioxy    - 4 -     pregnen-        3,11,20-trion    und  deren Ester in der     gleichen    Weise wie die entspre  chenden     llss-Oxyanaloga        als        Nebennierenrinden-          hormonmittel    wirksam. Diese Verbindungen zeigen  auch     mineralcorticoide    Wirksamkeit sowie entzün  dungshemmende Wirkung.  



  Bei der Durchführung des erfindungsgemässen  Verfahrens wird ein     2-Alkyl-9ss,11ss-epoxy-17a-21-          dioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion-21-acylat    vorzugs  weise in Lösung in Gegenwart einer starken Säure       mit        z.        B.        48        %iger        Fluorwasserstoffsäure        behandelt.     Als Lösungsmittel dienen     Methylenchlorid,        Äthylen-          dichlorid,    Chloroform,     Tetrachlorkohlenstoff    usw.,  von denen     Methylenchlorid    bevorzugt wird.

   Als kata  lytisch wirkende starke Säure eignet sich Perchlor-    säure,     Toluolsulfosäure,    Schwefelsäure oder der  gleichen. Die Reaktion kann bei Zimmertemperatur,  vorzugsweise unter Rühren, erfolgen und dauert 1  bis 24 Stunden, wobei 1 bis 12 Stunden in der Regel  genügen. Nach Beendigung der Reaktion kann die  Mischung in Wasser gegossen und mit einer ver  dünnten Base wie Natrium- oder     Kaliumbicarbonat     neutralisiert werden. Man kann auch einen über  schuss an starken Basen anwenden. Dann wird mit  einem wasserunlöslichen Lösungsmittel, wie     Methy-          lenchlorid,    extrahiert, die organische Schicht von der       wässrigen    Phase getrennt, mit Wasser gewaschen, ge  trocknet und verdampft.

   Man erhält dabei rohes       2-Alkyl-9a-fluor-11        ss,17a,21-trioxy-4,6-pregnadien-          3,20-dion-21-acylat.    Die so erhaltene rohe Verbin  dung wird je nach Bedarf durch     Umkristallisieren     oder     Chromatographie    gereinigt.  



  Die so erhaltenen Ester können in einem alka  lischen Medium zum     2-Alkyl-9a-fluor-llss,17a,21-          trioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion        hydrolysiert    werden.  



  Oxydation des     2-Alkyl-9a-fluor-llss,17a,21-tri-          oxy-4,6-pregnadien-3,20-dion-21-acylats    mit Chrom  säure     führt        zum        erstsprechenden        21-Acylat    des  2 -     Alkyl        @-    9a -Fluor -17a,21-     dioxy        -4,6-pregnadien-          3,11,20-trions,    das bei Hydrolyse mit     äthanolischer          Natriumbicarbonatlösung    in Stickstoffatmosphäre  das freie     Diol        2-Alkyl-9a-fluor-17a,21-dioxy-4,

  6-          pregnadien-3,11,20-trion    liefert.         Präparation   <I>1</I>       Methyl-3-acetoxy-11-keto-3,5,17(20)-[cis]-          pregnatrien-21-oat       Eine Lösung von 7,2 g (0,05     Mol)        Methyl-3,11-          diketo-4,17(20)-[cis]-pregnadien-21-oat    und 200 mg       p-Toluolsulfosäure        in    50 ml     Essigsäureanhydrid    wird  4 Stunden unter Durchleiten von Stickstoff auf       Rückflusstemperatur    erhitzt.

   Das Lösungsmittel wird  dann unter vermindertem Druck     abdestilliert    und der  Rückstand mit     Äthylacetat    verrieben. Das unlösliche  Material aus     Äthylacetat        umkristallisiert,    wobei man  die Lösung mit Teerkohle entfärbt. Man erhält 2,2 g       Methyl-3    -     acetoxy-11        -keto-3,5,17(20)-[cis]-pregna-          trien-21-oat    vom     Smp.    150-170  C,     a"38    = 28 850  und mit der Struktur übereinstimmendem Infrarot  spektrum.  



  Das     Methyl-3,11-diketo-4,17(20)-[cis]-pregna-          dien-21-oat    kann nach dem Verfahren des     USA-          Patentes    Nr.<B>2707184</B> hergestellt werden. Diese  Verbindung wird durch Kochen am     Rückfluss    in     Na-          triummethylat    enthaltendem Methanol in das ent  sprechende     Methyl    - 3,11-     diketo    - 4,17(20) -     [trans]-          pregnadien-21-oat    übergeführt. Die andern     Alkyl-          3,11-diketo-4,17(20)-pregnadien-21-oate    werden in  analoger Weise hergestellt.

           Präparation   <I>2</I>       Methyl-3,11-diketo-6-brom-4,17(20)-[cis]-          pregnadien-21-oat     Zu einer Lösung von 2,1 g (5,4     Millimol)        Me-          thyl-    3 -acetoxy-11-keto-3,5,17(20)-[cis]-pregnatrien-           21-oat    in 80     ml    Aceton gibt man unter Kühlung im  kalten Wasserbad tropfenweise eine Lösung von  2,2 g     N-Bromacetamid,    2 g     Natriumacetat-Trihydrat     und 2,2 ml Eisessig in 40 ml Wasser. Es entsteht ein  Niederschlag des Ausgangsmaterials, und man gibt  weitere 150 ml Aceton zu und rührt 3 Stunden bei  Zimmertemperatur.

   Das Aceton wird unter vermin  dertem Druck     abdestilliert,    das Konzentrat mit Äther  verdünnt und die ätherische Lösung mit     Natrium-          bicarbonatlösung    und dann mit Wasser gewaschen.  Die gewaschene Lösung wird getrocknet, filtriert und  zur Trockne eingedampft.

   Der Rückstand besteht  aus     Methyl    - 3,11-     diketo    - 6 -     brom    - 4,17(20) -     [cis]-          pregnadien-21-oat    vom     Smp.    133-140 C unter  Zersetzung,     u31.5    - 20 300 und folgender Analyse:         Ber.    für     C."H,704Br:        Br.    18,50       Gef.:        Br.    18,91.         Präparation   <I>3</I>       Methyl-3,11-diketo-4,6,17(20)-[cis]-          pregnatrien-21-oat    .

      Das nach der Methode der     Präparation    2 erhal  tene Produkt (20 g) wird in 250 ml     Collidin    unter  langsamem Durchleiten von Stickstoff 45 Minuten  am     Rückfluss    erhitzt. Die Mischung wird abgekühlt  und vom ausgeschiedenen     Collidinbromhydrat        abfil-          triert.    Das Filtrat wird mit 6n Salzsäure leicht an  gesäuert und mit     Methylenchlorid    extrahiert. Der  Extrakt wird mit verdünnter Salzsäure, Wasser, ver  dünnter Natronlauge und wieder mit Wasser ge  waschen, bis das Waschwasser neutral ist.

   Der  Extrakt wird getrocknet und durch ein Bett aus        Florisil     (synthetisches     Magnesiumsilikat)    filtriert.  Das Filtrat wird kondensiert bis zur Trockne und  der Rückstand mit etwas Äther verrieben. Der unlös  liche Rückstand wird aus Methanol umkristallisiert,  und man erhält 13,6 g     Methyl-3,11-diketo-4,6,17(20)-          [cis]    -     pregnatrien    - 21 -     oat    vom     Smp.    180-182  C.  Eine aus Aceton umkristallisierte Analysenprobe  schmilzt bei 183-185  C,     [a]v    + 228  in Aceton,       f.=.,3    = 14 050 und     e,..    = 23 075.

   Die Äther- und       Methanolmutterlaugen    werden vereinigt und zur  Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in  Benzol gelöst und auf eine Säule von 200 g        Florisil     gegossen. Die Säule wird mit      Skellysolve     B , das zunehmende Mengen Aceton enthält, ent  wickelt und die     Eluate    mit 9 bis     1310h,        Acetongehalt     enthalten das gewünschte Produkt.  



  Das     eluierte    Produkt besteht aus verschiedenen  Kristallformen des     Methyl-3,11-diketo-4,6,17,(20)-          [cis]    -     pregnatrien    - 21 -     oats,    die bei 170-174  C  schmelzen. Eine Mischung der beiden Formen  schmilzt bei 183-185  C. Die Analyse ergibt, dass  es sich um ein     Acetonsolvat    handelt. Nach mehr  tägigem Trocknen bei 100  C ist das     Acetonmolekül          vertrieben,    und das Produkt hat folgende     Analyse:            Ber.    für     C.'l-Hz,04:    C, 74,55; H, 7,39       Gef.:    C, 74,53; H, 7,12.

           Präparation   <I>4</I>       Methyl-3,7-dipyrrolidyl-3,5,17(20)-[cis]-          pregnatrien-21-oat     Eine Lösung von 19,0 g (0,055     Mol)        Methyl-          3,11-diketo-4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-21-oat    und  50 mg     p-Toluolsulfosäure    in einer Mischung von  69     ml        Methylenchlorid    und 19 ml     Pyrrolidin    wird  40 Minuten bei Zimmertemperatur unter Stickstoff  gehalten.

   Man destilliert unter vermindertem Druck  zur Trockne, schlämmt den Rückstand in wenig  Methanol auf und destilliert das Methanol unter  vermindertem Druck ab und trocknet etwa 3 Stun  den im Hochvakuum. Das so erhaltene     Methyl-3,7-          dipyrrolidyl-3,5,17(20)-[cis]-pregnatrien        21-oat    hat  im     UV-Spektrum    ein Absorptionsmaximum bei  324 mit in Methanol.  



       Präparation   <I>5</I>       3,7-Dipyrrolidyl-11        ss,21-dioxy-3,5,17(20)-          pregnatrien     Das nach dem Verfahren der     Präparation    4 er  haltene Produkt wird in etwa einem Liter wasser  freiem Äther gelöst und mit 9 g     Lithium-aluminium-          hydrid    versetzt. Man rührt 75 Minuten und gibt  langsam 60 ml     Äthylacetat,    gefolgt von 60 ml  Wasser, zu, um das überschüssige     Lithiumaluminium-          hydrid    zu zerstören.

   Dann wird zum Sieden erwärmt  und das Lösungsmittel     abdestilliert.    Man erhält so  eine konzentrierte Lösung, welche     3,7-Dipyrrolidyl-          llss,21-dioxy-3,5,17(20)-[cis]-pregnatrien    enthält,  das durch Abtrennen des     Äthers,    Trocknen der Lö  sung mit wasserfreiem     Magnesiumsulfat    und Ein  dampfen zur Trockne isoliert werden kann.  



       Präparation   <I>6</I>  11     ss,21-Dioxy-4,6,17        (20)-[cis]-pregnatrien-3-on     Die nach der Methode der     Präparation    5 erhal  tene     ätherische    Lösung des     3,7-Dipyrrolidyl-llss,21-          dioxy-3,5,17(20)-[cis]-pregnatrien    wird mit 400 ml  Methanol und 40 ml     l0a/oiger    wässriger Natron  lauge versetzt. Man hält etwa 15 Minuten bei  40  C und gibt dann 25 ml Essigsäure zu. Nach  etwa einer Stunde wird mit verdünnter     Salzsäure    an  gesäuert und mit     Methylenchlorid    extrahiert.

   Den  Extrakt wäscht man mit verdünnter Natronlauge  und Wasser, trocknet, filtriert und verdampft zur  Trockne. Der Rückstand besteht aus     llss,21-Dioxy-          4,        6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on.            Präparation   <I>7</I>  11     ss-Oxy-21-acetoxy-4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on     Das nach dem Verfahren der     Präparation    6 er  haltene Produkt wird in 20 ml     Pyridin    gelöst, mit  15 ml     Essigsäureanhydrid    versetzt und 4 Stunden  auf 40  C erwärmt. Nach dem Abkühlen wird die  Lösung langsam mit Wasser verdünnt.

   Die 10,4 g  ausgefällten Steroide werden     abfiltriert,    mit Wasser  gewaschen und getrocknet. Nach dem     Umkristallisie-          ren    aus Aceton     schmilzt    das 11ss-Oxy-21-acetoxy-           4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on    bei 177-181  C;       [a]D    + 105  in Aceton und     e280    = 26 350.  



       Ber.    für     C23H3004'    C, 74,58; H, 8,16       Gef.:    C, 74,88; H, 8,22.       Präparation   <I>8</I>       Natriumenolat    des     2-Äthoxyoxalyl-llss,21-dioxy-          4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on     Eine Lösung von 1 g     llss-Oxy-21-acetoxy-          4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on    in 16 ml     tert.          Butylalkohol    wird auf 63  C erwärmt.

   Dazu gibt       man        0,8        ml        Äthyloxalat        und        0,9        ml        einer        25        %igen     Lösung     Natriummethylat    in Methanol, wobei man  unter Stickstoffatmosphäre     rührt.    Bevor alles Na  triummethylat zugegeben ist, beginnt sich ein Nieder  schlag auszuscheiden. Man kühlt auf 30  C und setzt  18 ml absoluten Äther zu. Die Mischung wird  40 Minuten gerührt, filtriert und der Niederschlag  gründlich mit trockenem Äther gewaschen.

   Das so  erhaltene     Natriumenolat    des     2-Äthoxyoxalyl-llss,21-          dioxy        4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-ons    wiegt 1,15 g  (Ausbeute     1001h)    und gibt mit     Ferrichlorid    in     wäss-          rigem    Methanol eine dunkelbraune Färbung.

   Das       Ultraviolettspektrum    dieser Verbindung ist wie folgt:  In Alkohol:     e28..    - 12 225;     e370    = 7025  In 0,01 N alkoholisches     H.S04:          8298   <I>=</I> 9375;     e350    = 8175  In 0,01 N alkoholisches     KOH:          a287    = 14 975;     a382    = 7000.

         Präparation   <I>9</I>       2-Äthoxyoxalyl-2-methyl-11        ss,21-dioxy-4,6,17(20)-          [cis]-pregnatrien-3-on     Eine Suspension von 3 g des erhaltenen     Natrium-          enolats    in 120 ml Aceton, 6 g wasserfreies     Kalium-          carbonat    und 18 ml     Methyljodid    wird bei Zimmer  temperatur 5 Tage gerührt, dann mit Wasser ver  setzt und die Mischung dreimal mit je 50 ml     Methy-          lenchlorid        extrahiert.    Die vereinigten Extrakte wer  den mit Salzsole gewaschen,

   getrocknet und zur  Trockne eingedampft. Der erhaltene gelbe Rück  stand wird aus     Aceton- Skellysolve        B -Hexanen    um  kristallisiert, um das reine     2-Äthoxyoxalyl-2-methyl-          1l,l,21-dioxy        .4,6,17(20)-[ciä]-pregnatrien-3-on-21-          acetat    herzustellen.  



       Präparation   <I>10</I>       2-Methyl-11ss,21-dioxy-4,6,17(20)-[cis]-          pregnatrien-3-on     Man löst 2,5 g     2-Athoxyoxalyl-2-methyl-llss,21-          dioxy-4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien-3-on-21-acetat    in  75 ml Methanol, gibt 3 ml 25 0/0     iges        Natriummethylat     zu und     rührt    2 Stunden und 20 Minuten in Stick  stoffatmosphäre.

   Dann verdünnt man mit Wasser  und extrahiert dreimal mit je 50 ml     Methylenchlorid.     Die Extrakte werden mit Wasser     phenolphthalein-          neutral    gewaschen, über wasserfreiem     Natriumsulfat     getrocknet und zur Trockne eingedampft. Der Rück  stand ist rohes     2-Methyl-1        l,B,21-dioxy-4,6,17(20)-          [cis]-pregnatrien-3-on.       Das Rohprodukt wird in 10 ml     Pyridin    und 5 ml       Essigsäureanhydrid    getrocknet. Nach Stehen über  Nacht bei Zimmertemperatur (20 bis 25 ) wird die  Lösung tropfenweise mit Wasser verdünnt und mit  Äther extrahiert.

   Die Extrakte werden mit     Natrium-          bicarbonatlösung    gewaschen, über wasserfreiem Na  triumsulfat getrocknet und verdampft. Der Rück  stand ist ein gelbes, glasartiges Produkt. Er wird an  50 g      Florisil         chromatographiert    unter Verwen  dung von      Skellysolve        B -Hexan-Methylenchlorid     und     Aceton- Skellysolve    B  als     Eluaten.     



  Die Mittelfraktionen werden vereinigt, verdampft  und nochmals über 30 g      Florisil         chromatogra-          phiert,    wobei 24 Fraktionen zu 100 und weitere zu  250     ml    aufgefangen werden. Ein enger mittlerer  Bereich wird vereinigt und eingedampft, wobei man       2-Methyl-11;l,21-dioxy-4,6,17(20)-[cis]-pregnatrien#-          3-on-21-acetat    erhält, das sich nicht kristallisieren  lässt und ein     Ultraviolettabsorptionsspektrum    bei  283     mlc,        e    = 22 925,     lab    + 150  in Chloroform  aufweist.

           Präparation   <I>11</I>       2-Methyl-11,8,17a,21-trioxy-4,6-pregnadien-          3,20-dion-21-acetat       Man stellt eine Lösung her, die 230 mg     2-Me-          thyl        @    11     ss,21-dioxy-4,6,17        (20)-[cis]-pregnatrien-3-on-          21-acetat,    13 ml     tert.        Butylalkohol,    0,15 ml     Pyridin,     1 ml     N-Methylmorpholinoxydperoxyd    (4,4 N, be  zogen auf     Thiosulfatlösung)    und 0,

  45 mg     Osmium-          tetroxyd    in 0,1 ml     tert.        Butylalkohol    enthält und lässt  24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Dann wird  mit Wasser verdünnt und mit     Methylenchlorid    extra  hiert. Die vereinigten Extrakte wäscht man mit ver  dünnter Salzsäure, verdünntem     Natriumbicarbonat     und Wasser; trocknet, und verdampft zur Trockne.  Der Rückstand wird über einer Säule aus 15 g        Florisil         chromatographiert    unter Verwendung von       Aceton- Skellysolve        B -Gemischen.     



  Die Mittelfraktionen werden vereinigt, einge  dampft und der Rückstand aus     Äthylacetat/Äther     umkristallisiert. Das so     erhaltene2-Methyl-11ss,17a,21-          trioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion-21-acetat        schmilzt     bei 211-216 C; UV-Absorption     e284    - 23425.  Das     Infrarotspektrum    zeigt, dass das Produkt     solva-          tiert    ist, sonst ist die angenommene Struktur mit dem  Spektrum übereinstimmend.  



  Analyse:       Ber.    für     C,4H"08    -     1/2        Mol        Äthylacetat:     C, 68,10; H, 7,47       Gef.:    C, 68,21; H, 8,25.  Das     Solvat    liefert nach 18 Stunden Erhitzen auf  100 C über     Phosphorpentoxyd    reines     2-Methyl-          11,B,17a"21-        trioxy    - 4,6     -pregnadien    -     3,20,-d:ion-21-          acetat.     



       Präparatioh   <I>12</I>       2-Methyl-17a,21-dioxy-4,6,9(11)-pregnatrien-          3,20-dion-21-acetat     Eine Mischung aus 1 g     2-Methyl-11ss,17a,21-          trioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion-21-acetat,    60 mg           N-Bromacetamid    und 6     ml        Pyridin    wird im     Dunkeln     5 Minuten gerührt. Die Mischung wird dann im Eis  wasserbad gekühlt und unter die Oberfläche der ge  rührten Lösung so lange SO     z    eingeleitet, bis die       Kaliumjodid-Stärke-Reaktion    negativ ist.

   Dann gibt  man 50 ml Wasser zu und hält 30 Minuten bei  etwa     5"C.    Der weisse Niederschlag wird     abfiltriert,     mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet.  Nach dem     Umkristallisieren    aus Aceton erhält man  das reine     2-Methyl-17a,21-d'ioxy-4,6,9(11)-pregna-          trien-3,20-dion-21-acetat.     



       Präparation   <I>13</I>       2-Methyl-9a-brom-11        ss,17a,21-trioxy-4,6-          pregnadien-3,20-dion-21-acetat     Eine Lösung von 1 g     2-Methyl-17a,21-dioxy-          4,6,9(11)-pregnatrien-3,

  20-dion-21-acetat    in     .40    ml       Methylenchlorid        wird        mit    2     ml        71%        iger        Perchlor-          säure    in 20 ml Wasser umgesetzt und 400 mg       N-Bromacetat    in 100 ml     tert.        Butylalkohol    versetzt.  Man lässt 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen  und vermischt mit einer Lösung von 0,5g Natrium  sulfit in 24 ml Wasser. Die Mischung wird bei ver  mindertem Druck eingeengt und die Lösung trübt  sich.

   Durch Zugabe einer Mischung von 200 ml Eis  und Wasser wird das Produkt ausgefällt. Der     weisse     kristalline Niederschlag des 2 -     Methyl    - 9a -     brom-          11        ss,17a,21-        trioxy    - 4,6 -     pregnadien    - 3,20 ,     d'ionm°        1-          acetats    wird auf dem Filter gesammelt, mit Wasser  gewaschen und bei Zimmertemperatur im Vakuum  getrocknet.

       Umkristallisieren    aus einer Mischung  von Aceton und      Skellysolve    B  gibt das reine Pro  dukt     2-Methyl-9ca-brom-llss,17a-dioxy-21-acetoxy-          4,6-pregnadien-3,20-dion.            Präparation   <I>14</I>       2-Methyl-9ss,11        ss-epoxy-17a,21-dioxy-4,6-          pregnadien-3,20-dion-21-acetat     Eine Mischung von 0,5 g     2-Methyl-9a-brom-          11        ss,    17a,21 -     trioxy    - 4,6     -pregnadien-    3,

  20 -     dion-21-          acetat,    0,5 g wasserfreiem     Kaliumacetat    und 20 ml  Aceton wurde 5 Stunden am     Rückfluss    erhitzt. Die  Mischung wird auf Zimmertemperatur gekühlt, in  Wasser gegossen und dann mit     Methylenchlorid     extrahiert. Die     Methylenchloridextrakte    werden über  wasserfreiem     Natriumsulfat        getrocknet    und einge  dampft.

   Der Rückstand     wird    dreimal aus Aceton  und      Skellysolve        B     umkristallisiert, und man erhält       2-Methyl    -     9ss,11        ss    -     epoxy-17a;21    -     dioxy-4,6-pregna-          dien-3,20-dion-21-acetat.     



  <I>Beispiel</I>       2-Methyl-9a@fluor-11        ss,17a,21-trioxy-          4,6-pregnadien-3,20-d'ion-21-acetat     1 g     2-Methyl-9ss,llss-epoxy-17a,21-dioxy-4,6-          pregnadien-3,20-dion-21-acetat    in 5 ml     Methylen-          chlorid        wird        mit    5     ml        48        %iger        Fluorwasserstoff-          säure        und        0,

  5        ml        71%iger        Perchlorsäure        bei        Zim-          mertemperatur    behandelt. Man rührt 6 Stunden  kräftig und giesst dann in überschüssige, kalte,     wäss-          rige        5%ige        Natriumbicarbonatlösung.        Die        Methylen-          chloridschicht        wird    abgetrennt, mit wasserfreiem         Natriumsulfat    getrocknet und dann eingedampft.

    Der Rückstand wird durch     Umkristallisieren    aus        Skellysolve        B ,        Hexanen    und Aceton     gereinigt    und  das so erhaltene     2-Methyl-9a        fluor-11ss,17a,21-          trioxy    - 4,6 -     pregnadien    -     3,20-dion-21-acetat    hat in       Chloroform    ein     Infrarotspektrum,    das die angenom  mene     Konstitution    bestätigt.  



  Zur     Verseifung        wird    1 g     2-Methyl-9a-fluor-          11        ss,17a,21-trioxy-4,6,,pregnadien-3,20-dion-21-acetat     in 15 ml Methanol gelöst. Durch diese Lösung leitet  man 10 Minuten lang Stickstoff. Dann versetzt man  mit 10     ml    Methanol, die 1 g     Kaliumcarbonat    und  2 ml Wasser enthalten. Die zugesetzte Lösung wurde  ebenfalls durch     Hindurchleiten    von Stickstoff vorher  von Luft befreit. Die Mischung wird in Stickstoff  atmosphäre 40 Minuten am     Rückfluss    gekocht, ab  gekühlt und auf 200 ml zerstossenes Eis gegossen.

    Die so erhaltene Lösung wird     zweimal    mit je 50 ml       Methylenchlorid        extrahiert.    Die     Methylenchlorid-          extrakte    werden getrocknet, eingedampft und der  Rückstand aus      Skellysolve        B -Hexan-Aceton        um-          kristallisiert,    wobei man reines     2-Methyl-9a        fluor-          11ss,17a,21-trioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion    erhält.  



  Zur Oxydation stellt man eine Mischung her, die  0,5 g     2-Methyl-9a        fluor-llss,17a,21-trioxy-4,6-pre-          gnadien    - 3,20 -     dion    - 21-     acetat,    0,2 g Chromsäure  anhydrid, 10 ml Eisessig und 0,5 ml Wasser enthält.  Die Mischung wird durchgerührt und dann 8 Stun  den bei     Zimmertemperatur    gehalten. Dann giesst  man in 50 ml Eiswasser und neutralisiert mit ver  dünnter Natronlauge.

   Der erhaltene Niederschlag  wird auf dem Filter gesammelt und aus     Äthylalkohol     und      Skellysolve        B -Hexanen    dreimal umkristalli  siert, wobei man 2     Methyl-9a-fluor-17a,21-dioxy-          4,6        pregnadien-3,11,20-trion-21-acetat    erhält.  



  Zur     Verseifung    wurde eine Lösung von etwa 1 g       2-Methyl-9a-fluor-17a,21,dioxy-4,6        pregnadien-          3,11,20-trion-21-acetat    in etwa 25 ml     950/aigem     Äthanol mit wässrig-alkoholischer     Kaliumcarbonat-          lösung    in Stickstoffatmosphäre etwa 1/2 Stunde am       Rückfluss    gekocht. Das Reaktionsgemisch wurde in  100 ml Eiswasser gegossen und mit     Methylenchlorid     extrahiert.

   Nach dem Waschen, Trocknen und Ein  dampfen der     MethylenchloridExtrakte    wurde 2-Me       thyl-9.ct-fluor-17a,21-dioxy-4,6-pregnadien-3,11,20-          trion    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Steroiden der EMI0005.0159 Formel <SEP> I <SEP> CH20 <SEP> R <tb> C=O <tb> HO <SEP> \\ <SEP> V <SEP> ---- <SEP> OH <tb> . <SEP> HIC <SEP> F <SEP> I <tb> R, <tb> <B>0</B> in der R einen Acylrest mit: 1 bis 11 Kohlenstoff- atomen und R1 einen niedrigen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein entsprechendes 2-Alkyl 9ss,11,l-epoxy-17a,21-dioxy-4,6-pregnadien-3,20-dion- 21-acylat in Gegenwart einer starken Säure mit Fluorwasserstoff behandelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass man 2-Methyl-9ss,11 ss-epoxy- 17a,21- dioxy - 4,6 - pregnadien - 3,20-dion-21-acetat zum 2-Methyl-9a-fluor-llss,17a,21-trioxy-4,6-pre- gnadien-3,20-dion-21-acetat umsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man erhaltene Ester der Formel I anschliessend in alkalischem Medium zu den entspre chenden 21-Oxyverbindungen verseift.
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