CH365372A - Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen

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CH365372A
CH365372A CH5381157A CH5381157A CH365372A CH 365372 A CH365372 A CH 365372A CH 5381157 A CH5381157 A CH 5381157A CH 5381157 A CH5381157 A CH 5381157A CH 365372 A CH365372 A CH 365372A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen Bis-tertiäre Glykole der Formel   (I)   
EMI1.1     
 worin   R1    einen Alkylrest mit 1-3 Kohlenstoffatomen oder einen Cycloalkylrest mit   3-7    Kohlenstoffatomen, R2 die Methyl-oder Athylgruppe oder   R,    und   R2    auch zusammen einen Alkylenrest mit   4-5    Kohlenstoffatomen und 4 Kohlenstoffatomen zwischen den beiden freien Valenzen und   Rs    einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen, wobei   R3    mindestens 2 Kohlenstoffatome besitzt, wenn   Ri    fiir einen unverzweigten Alkylrest mit   1-3    C-Atomen steht, bedeuten, sind bisher nicht bekanntgeworden.



  Wie nun gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen eine ausgezeichnete hypnotische, narkotische, sedative und antikonvulsive Wirksamkeit.   Oberdies    kommen sie als Zwischenprodukte für die Herstellung weiterer pharmakologisch wertvoller Stoffe in Betracht.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung der vorstehend definierten Glykole, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein a-Hydroxyketon (a-Ketol) der Formel   (II)   
EMI1.2     
 mit einer mono-metallorganischen Acetylenverbindung kondensiert. Als solche Acetylenverbindungen kann man   Monometallacetylide    verwenden und in diesem Fall die Kondensation beispielsweise in   flüssi-    gem, trockenem Ammoniak oder in wasserfreien, organischen Lösungsmitteln, wie Methylal,   Diäthyl-    äther oder deren Gemisch, Formamid, Dimethylsulfoxyd oder Dimethylformamid, durchführen. Von den Monometallacetyliden können insbesondere   Monoalkalimetallacetylide    verwendet werden, welche z.

   B. in situ entweder vor der Reaktion durch Umsetzung von Acetylen mit den im Ammoniak gelösten Metallen oder während der Reaktion gebildet werden. Im letzteren Fall setzt man beispielsweise Acetylen mit dem   a-Ketol    in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines fein suspendierten Alkalihydroxyds unter gewöhnlichem oder leicht er  höhtem    Druck, z. B. bei   1-1,    33 Atmosphären, um.



   Als mono-metallorganische Acetylenverbindung kann man ferner auch ein Acetylenmonomagnesiumhalogenid verwenden und dieses mit einem   a-Hy-    droxy-keton der vorstehend definierten Formel   (II),    z. B. in einem Ather als Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, umsetzen. Eine Suspension der Grignardkomponente in Tetrahydrofuran wird z. B. durch portionenweise Zugabe einer Lösung von   Athyl-    magnesiumbromid in Tetrahydrofuran zu einer ge  sättigten    Lösung von Acetylen in Tetrahydrofuran unter ständigem weiterem Einleiten von Acetylen erhalten (E. R. H. Jones, L. Skatteböl und M. C.



  Whiting, J. Chem. Soc. 1956,   4765-68).    Dabei erfolgt die weitere Zugabe von Magnesiumverbindung am besten erst nach beendigter Athanentwicklung und erneuter Sättigung des Reaktionsgemisches mit Acetylen, so dass letzteres stets im Überschuss vorhanden ist.



   Die Anwesenheit einer freien Hydroxylgruppe in der Ketonkomponente hat naturgemäss zur Folge,   dal3    sowohl z. B. Mono-metallacetylid, wie z. B. Acetylenmonomagnesiumhalogenid, in mindestens molarem Überschuss angewandt werden müssen. 



   Zu den als Ausgangsstoffe benötigten a-Ketolen der Formel   (II),    worin   R2    und   Rg    durch die Methylgruppe verkörpert sind, gelangt man beispielsweise durch Kondensation von in Frage kommenden   Me-    thylketonen der Formel R,-CO-CH3 mit Alkalimetallacetyliden und Wasseranlagerung, z. B. in Gegenwart von Quecksilberoxyd und Schwefelsäure, an die so erhaltenen   Athinyl-R,-methyl-carbinole.   



  Ferner sei die (von   Billimoria    et al., J. Chem. Soc.



  1951, 3067, beschriebene) Umsetzung von entspre  chenden      a-Hydroxy-carbonsäuren    mit Methyllithium erwähnt.   a-KetoIe    der Formel   (II)    sind ferner aus Ketonen der Formel   R1COR2 erhältlich.   



  Diese werden zunächst in entsprechende Cyanhydrine übergeführt, deren Hydroxylgruppe zur Verschliessung beispielsweise acyliert oder mit Dihydropyran oder einem   Vinyläther    umgesetzt wird. Die so erhaltenen   a-Acyloxy-, a-Tetrahydropyranyloxy-oder      a- (a'-Alkoxy-äthoxy)-alkancarbonsäurenitrile    lassen sich mit   Alkylmagnesiumhalogeniden    der Formel   R3-Mg-Halogen    zu Iminen umsetzen, aus welchen durch Hydrolyse die a-Hydroxyketone der Formel   (II)    erhältlich sind.

   Als Beispiele solcher Verbindungen seien das    4-Methyl-4-hydroxy-pentanon- (3),   
4-Methyl-4-hydroxy-hexanon- (3),    4-Athyl-4-hydroxy-hexanon- (3),
4-Methyl-4-hydroxy-heptanon- (3),   
4,5-Dimethyl-4-hydroxy-hexanon- (3) sowie die    2-Cycloalkyl-2-hydroxy-butanone- (3)    und    3-Cycloalkyl-3-hydroxy-pentanone- (4)    mit   3-7    C-Atomen im Cycloalkylrest genannt.



   Zu   a-Ketolen    der Formel (II), worin   Ri    und   R2    zusammen einen der genannten Alkylenreste bedeuten und worin   R3    durch die Methylgruppe verkörpert ist, gelangt man beispielsweise durch Kondensation von entsprechenden cycloaliphatischen Ketonen mit   Alkalimetallacetyliden    und Wasseranlagerung an die so erhaltenen Athinyl-cycloalkanole oder durch die (oben erwähnte) Umsetzung von entsprechenden   K-Hydroxy-carbonsäuren    mit Methyllithium ;

   oder, falls   R3    einen Alkylrest mit   2-4    Kohlenstoffatomen verkörpert, durch Umsetzung von Cyanhydrinen geeigneter cycloaliphatischer Ketone (nach Verschlie ssung der Hydroxylgruppe wie oben beschrieben) mit entsprechenden niedermolekularen   Alkylmagnesium-    halogeniden zu Iminen, aus welchen durch Hydrolyse die entsprechenden   a-Hydroxy-ketone    der Formel   (II)    erhältlich sind. Als Beispiele solcher Verbindungen seien das   1-Acetyl-,      1-Propionyl-,      1-Buty-    ryl-und   l-Isobutyryl-cyclopentanol    und das   1-Acetyl-    2-methyl-cyclopentanol genannt.



   In den nachfolgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
In einen mit Kühler, Rührer, Toluolthermometer, Gaseinleitungsrohr und Tropftrichter ausgerüsteten Rührkolben von 350 ml Inhalt fügt man zu 50   ml    destilliertem Methylal und 50 ml trockenem   Diäthyl-    äther 50 g fein pulverisiertes Kaliumhydroxyd und leitet unter Rühren und Kühlen der Suspension auf -10 bis 0  Innentemperatur trockenes Acetylen bis zur Sättigung ein. Dann werden unter stärkerem   Acetylanstrom    innerhalb 10 Minuten 13,0 g 3,4-Di  methyl-3-hydroxy-pentanon-    (2) zutropfen gelassen, und anschliessend wird bei derselben Temperatur noch zwei Stunden unter weiterem Einleiten von Acetylen gerührt.

   Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit Essigsäure lackmussauer gestellt, die Ather-Methylal Schicht abgetrennt und die saure, wässrige Lösung   ausgeäthert.    Die   Atherextrakte    und die Äther-Methylal-Schicht werden für sich allein oder vereinigt neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und von den Lösungsmitteln befreit. Bei der Vakuumdestillation des Rückstandes geht das 3,4,5-Trimethyl-3,4-dihydroxy-hexin- (1) unter 13 mm Druck bei 98-99  über.



   Beispiel 2 a) 11,3 g n-Propyl-methyl-keton-cyanhydrin werden mit 7,2 g   Vinyläthyläther    versetzt. Dann fügt man   3-5    Tropfen ätherische Chlorwasserstofflösung zu, worauf eine deutliche Temperatursteigerung eintritt. Nach einstündigem Stehenlassen neutralisiert man die Reaktionslösung mit wasserfreiem Natriumcarbonat und filtriert die anorganischen Salze ab.

   b) In einem mit Kühler, Thermometer, Tropftrichter und   Stickstoff-tlberleitrohr    versehenen Rührkolben von 350 ml Inhalt wird zum Athylmagnesiumbromid aus 2,9 g Magnesium und 15 g Athylbromid in 50 ml Äther in Stickstoffatmosphäre und unter Rühren die nach a) erhaltene ätherische Lösung von   a-Methyl-a-(cct-äthoxy-äthoxy)-valeronitri    bei schwachem   Sitherrückfluss    zutropfen gelassen und das Reaktionsgemisch anschliessend fünf Stunden bei Siedetemperatur des Athers gerührt. Dann wird es unter Eiskühlung mit 50 ml Wasser zersetzt und mit   50  loiger Schwefelsäure    kongosauer gestellt.



  Hierauf destilliert man organische Anteile bis zu einem Siedepunkt von 60  ab und rührt die zurückbleibende Lösung 10-15 Stunden in einem Bad von   80 .    Nach dem Erkalten äthert man aus, wäscht den   Atherextrakt    neutral, trocknet ihn über Natriumsulfat und dampft das Lösungsmittel ab. Der   Rück-    stand wird im Vakuum destilliert.

   Nach   zweimaliger    Rektifikation erhält man 4-Methyl-4-hydroxy  heptanon- (3)    vom   Kpl2 7071 .    c) In einem mit Kühler, Rührer, Thermometer, Gaseinleitungsrohr und Tropftrichter versehenen Rührkolben von 350 ml Inhalt fügt man zu 50 ml destilliertem Methylal und 50 ml trockenem   Diäthyl-    äther 50 g fein pulverisiertes Kaliumhydroxyd und leitet unter Rühren und Kühlen der Suspension bei -10 bis 0  Innentemperatur trockenes Acetylen bis zur Sättigung ein. Dann werden unter stärkerem Acetylenstrom innerhalb 10 Minuten 13,0 g 4-Me   thyl-4-hydroxy-heptanon- (3) (Kp lz 70-71  ) zu-    tropfen gelassen, und anschliessend wird bei derselben Temperatur noch zwei Stunden unter weiterem Ein leiten von Acetylen gerührt.

   Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit Essigsäure lackmussauer gestellt, die Ather-Methylal-Schicht abgetrennt und die saure wässrige Lösung mit Ather extrahiert. Die Ätherextrakte und die   Sither-l\tethylal-Schicht    werden vereinigt und neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und von den Lösungsmitteln befreit. Bei der Vakuumdestillation des Rückstandes geht das   3-Äthyl-4-methyl-3,      4-dihydroxy-heptin- (1)    unter 12 mm Druck bei 105-106  über.



   In analoger Weise gelangt man, ausgehend vom   Aceton-cyanhydrin,    zum 3-Athyl-4-methyl-3, 4-di  hydroxy-pentin-    (l) vom   Kpt5 8889O.   



   Beispiel 3 a) 9,9 g   Methyl-äthyl-keton-cyanhydrin    werden mit 20 ml destilliertem Acetanhydrid und 0,5   ml    Acetylchlorid im Wasserbad auf etwa 50-60  erwärmt und dann eine halbe Stunde stehengelassen. Hierauf destilliert man das überschüssige Acetanhydrid und das Acetylchlorid im Vakuum ab und rektifiziert den Rückstand. Das   a-Methyl-a-acetoxy-    butyronitril geht unter 12 mm Druck bei 74-76    liber.       b)    und c) Eine ätherische Lösung von 14,1 Teilen dieser Verbindung wird in der im Beispiel 2 unter b) angegebenen   Grignardreaktion    anstelle der Lösung des   a-Methyl-a-(a'-äthoxy-äthoxy)-valero-    nitrils eingesetzt.

   Analog Beispiel 2, b) und c) erhält man daraus das 3-Athyl-4-methyl-3, 4-dihydroxyhexin- (l) vom   Kpl2 97980,    Smp.   33-35 .   



   Beispiel 4    a)    11,3 g   Diäthylketon-cyanhydrin    und 8,4 g Dihydropyran werden mit 5 Tropfen ätherischer Chlorwasserstofflösung versetzt, wobei Erwärmung eintritt. Nach   10-15stündigem    Stehenlassen bei Raumtemperatur wird die Reaktionslösung mit Ather ver  dünnt,    mit Bicarbonatlösung geschüttelt und nach dem Trocknen über Natriumsulfat vom Ather befreit. Bei der Vakuumdestillation des Rückstandes erhält man das   a-Athyl-a-tetrahydropyranyloxy-butyronitril    vom   Kp3 1101142.    b) und c) Eine ätherische Lösung von 19,7 g dieser Verbindung wird in der Grignardreaktion von Beispiel 2 unter b) eingesetzt und das Reaktionsprodukt hierauf nach c) weiterverarbeitet.

   Auf diese Weise erhält man das 3,4-Diäthyl-3,4-dihydroxy  hexin- (l)    vom   Kp 12 106-107 ,    Smp.   36-38 .   



   Beispiel 5
In einem mit Kühler, Rührer, Toluolthermometer, Gaseinleitungsrohr und Tropftrichter ausgerüsteten Rührkolben von 350 ml Inhalt, der in einem Kohlendioxyd-Acetonbad unter-40  gekühlt wird, bringt man 100 ml trockenes Ammoniak.   Bei-40    bis -50  werden zunächst 0,1 g krist. Ferrinitrat zugegeben und darauf 0,4 g Natrium. Nachdem die zunächst auftretende tiefblaue Färbung in Grau übergegangen ist, werden weitere 4,6 g Natrium in feinen Stückchen zugegeben. Wenn die tiefblaue Färbung wiederum nach Grau umgeschlagen hat, wird noch eine halbe Stunde weitergerührt. Hierauf werden etwa 5 Liter trockenes Acetylengas eingeleitet und dann unter weiterem Einleiten von Acetylen innerhalb 10 Minuten 12,8 g   1-Acetyl-cyclo-    pentanol in 20 ml absolutem Ather zutropfen gelassen.

   Nach beendetem Zutropfen wird eine Stunde unter ständigem Einleiten von Acetylen weitergerührt. Dann lässt man innerhalb von 10-15 Stunden die Temperatur auf etwa   20  steigen,    wobei durch Zugabe von absolutem Ather die Masse rührbar gehalten wird.



   Nun wird das Reaktionsgemisch zwei Stunden unter Erwärmen am   Äther-Rückfluss    gerührt, dann bei 0  mit 50 ml gesättigter   Ammoniumchlorid-Lö-    sung versetzt und hydrolysiert und hierauf mit   50' /oiger Schwefelsäure kongosauer'gestellt.    Das Reaktionsprodukt wird in Äther aufgenommen und die ätherische Lösung nach dem Neutralwaschen und Trocknen über Magnesiumsulfat eingeengt. Bei der Vakuumdestillation des Rückstandes erhält man das 3-Methyl-4,4-tetramethylen-3,4-dihydroxy-butin (1) vom Kpl4   122-124 ,    Smp.   6667 .   



   Beispiel 6
In einen mit Rührer, Kühler, Toluolthermometer, Gaseinleitungsrohr und Tropftrichter ausgerüsteten Kolben von 350 ml Inhalt, der in einem Kohlendioxyd-Aceton-Bad unter-40  gekühlt wird, gibt man 100 ml trockenes Ammoniak. Die nachfolgenden Umsetzungen werden bei Innentemperaturen   zwischen-40 und-50  durchgeführt.    Unter Rühren werden zuerst 0,1 g krist. Ferrinitrat, dann 0,4 g Natrium zugegeben. Nachdem die zunächst auftretende, tiefblaue Färbung in Grau übergegangen ist, werden nochmals 4,6 g Natrium in feinen Stückchen zugegeben. Nachdem wieder der Farbumschlag von Blau nach Grau eingetreten ist, wird eine halbe Stunde nachgerührt.

   Hierauf werden etwa 5 Liter acetonfreies, trockenes Acetylen eingeleitet und darauf unter weiterem Einleiten von Acetylen innerhalb 15 Minuten 12,8 g   2-Cyclopropyl-2-hydroxy-butanon- (3),    hergestellt aus   Cyclopropyl-methyl-äthinyl-carbinol    durch übliche Wasseraddition in Gegenwart von Quecksilbersalzen und Schwefelsäure (Siedepunkt   ii :    60 ), in 20 ml absolutem Ather zugetropft. Nach beendeter Ketol-Zugabe wird während einer Stunde unter ständigem Einleiten von Acetylen nachgerührt.



   Nun versetzt man das Reaktionsgemisch mit 20 g festem Ammoniumchlorid in fünf Portionen und lässt innert 10-15 Stunden die Temperatur auf etwa 20  steigen, wobei durch Zugabe von Äther die Masse rührbar gehalten wird. Dann werden die anorganischen Salze durch Zugabe der dazu nötigen Menge Wasser gelöst und die organische Schicht nach dem Neutralwaschen und Trocknen über Natriumsulfat eingeengt. Der Rückstand wird im Wasserstrahlvakuum destilliert und die Fraktion vom   Kp 11 97-104     mit Hilfe einer guten Kolonne rekti fiziert, wobei man das 3-Methyl-4-cyclopropyl-3, 4  dihydroxy-pentin- (l)    vom   Kplo 10311, n26o    : 1,4822 erhält.



   Beispiel 7
Eine Lösung von Athylmagnesiumbromid in Tetrahydrofuran wird in üblicher Weise aus 7,0 g   Magnesiumspänen,    32,0 g dest. Äthylbromid und 200 ml trockenem Tetrahydrofuran unter Stickstoff hergestellt. Die noch warme   Grignardlösung    wird in inerter Atmosphäre in einen Tropftrichter eines trockenen Rührkolbens von   11/2    1 Inhalt (ausgerüstet mit Kühler, Rührer, Thermometer und Acetyleneinleitrohr) dekantiert. In den Kolben gibt man 120 ml trockenes Tetrahydrofuran und leitet unter gutem Rühren acetonfreies Acetylengas bis zur Sättigung ein. Unter weiterem Acetyleneinleiten lässt man die   Grignardlösung    in ewa 5-ml-Portionen zufliessen, wobei jedesmal ein starkes Aufschäumen auftritt.

   Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch bei 25  mit Acetylen gesättigt, worauf beim Abkühlen mit Hilfe eines Eisbades eine leicht rührbare Suspension des Athinylmagnesiumbromids in Tetrahydrofuran entsteht.



   Hierauf wird unter Eiskühlung die Lösung von 14,4 g 3-Methyl-3-hydroxy-heptanon- (4) vom Kpl2   70-71     in 15 ml abs. Tetrahydrofuran innert   1,    Stunde zugetropft. Die Acetyleneinleitung wird abgebrochen und der Kolbeninhalt während etwa 12-15 Stunden bei Raumtemperatur (etwa   20")    gerührt. Nun wird mit Ammoniumchlorid in üblicher Weise zersetzt, und nach der Vakuumdestillation des vom Tetrahydrofuran befreiten Rückstandes erhält man das   3-Methyl-4-äthinyl-3,    4-dihydroxy-heptan vom   Kp 1 105-108 .   



   In analoger Weise erhält man aus   3-Methyl-3-      hydroxy-octanon- (4)    vom   Kp      2 85860    nach einer der vorstehend beschriebenen Athinylierung das   3-Methyl-4-äthinyl-3,    4-dihydroxy-octan vom   Kip 12      117-120 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen der Formel (I) EMI4.1 worin Rl einen Alkylrest mit 1-3 Kohlenstoffatomen oder einen Cycloalkylrest mit 3-7 Kohlenstoffatomen, R2 die Methyl-oder Äthylgruppe oder Ri und R2 auch zusammen einen Alkylenrest mit 4-5 Kohlenstoffatomen und 4 Kohlenstoffatomen zwischen den beiden freien Valenzen und R3 einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen, wobei Rs ; mindestens 2 Kohlenstoffatome besitzt, wenn Ri für einen unverzweigten Alkylrest mit 1-3 C-Atomen steht, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein a-Hydroxy-keton der Formel (II) EMI4.2 mit einer mono-metallorganischen Acetylenverbindung kondensiert.
    UNTERANSPRUCHE l. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als mono-metallorganische Acetylenverbindung ein Monometallacetylid, insbesondere ein Monoalkalimetallacetylid, verwendet.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als mono-metallorganische Acetylenverbindung ein Acetylenmonomagnesiumhalogenid verwendet und die Umsetzung in einem Ather als Lösungsmittel, insbesondere Tetrahydrofuran, durchführt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3278609A (en) * 1960-08-19 1966-10-11 Boehringer Sohn Ingelheim Alkine diols and processes of preparation

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