CH349253A - Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen

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CH349253A
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G Dr Stoll Willy
Hofer Dr Bruno
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C49/00Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
    • C07C49/04Saturated compounds containing keto groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C49/17Saturated compounds containing keto groups bound to acyclic carbon atoms containing hydroxy groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/004Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with organometalhalides

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer bis-tertiärer Glykole, die wertvolle pharmakologische Eigenschaften aufweisen.



   Bis-tertiäre Glykole der Formel
EMI1.1     
 worin   Rt    und   R,    Alkylreste mit je 1-4 Kohlenstoffatomen und R3 einen Alkylrest mit 2-4 Kohlenstoffatomen bedeuten, sind bisher nicht bekanntgeworden.



  Wie nun gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen eine ausgezeichnete hypnotische und sedative Wirksamkeit. Überdies kommen sie als Zwischenprodukte für die Herstellung weiterer pharmakologisch wertvoller Stoffe in Betracht.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung dieser Glykole ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein a-Hydroxy-keton (a-Ketol) der Formel
EMI1.2     
 mit einer Metallacetylenverbindung kondensiert und das Kondensationsprodukt hydrolysiert. Man kann die Kondensation beispielsweise in flüssigem, trockenem Ammoniak oder in wasserfreien, organischen Lösungsmitteln, wie Methylal, Diäthyläther oder deren Gemisch, Formamid, Dimethylsulfoxyd oder Dimethylformamid, durchführen. Als Metallacetylenverbindungen können beispielsweise Alkalimetallacetylide verwendet werden, welche zum Beispiel in situ entweder vor der Reaktion durch Umsetzung von Acetylen mit den in Ammoniak gelösten Metallen oder während der Reaktion gebildet werden.

   Im letzteren Fall setzt man beispielsweise Acetylen mit dem   a-Ketol    in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines fein suspendierten Alkalihydroxyds um.



   Im weiteren kann man auch die a-Hydroxy-ketone mit Acetylenmonomagnesiumhalogeniden in einem Äther, z. B. Tetrahydrofuran, als Lösungsmittel umsetzen. Eine Suspension der Grignardkomponente in Tetrahydrofuran wird zum Beispiel durch portionenweise Zugabe einer Lösung von   iithylenmagne-    siumbromid in Tetrahydrofuran zu einer gesättigten Lösung von Acetylen in Tetrahydrofuran unter ständigem weiterem Einleiten von Acetylen erhalten (E. R. H. Jones, L. Skatteböl und M. C. Whiting, J.



  Chem. Soc. 1956, 4765-68). Dabei erfolgt die weitere Zugabe von Magnesiumverbindung zweckmässig erst nach beendigter   Äthanentwicklung    und erneuter Sättigung des Reaktionsgemisches mit Acetylen, so dass letzteres stets im Überschuss vorhanden ist.



   Die Anwesenheit einer freien Hydroxylgruppe in der Ketonkomponente hat naturgemäss zur Folge, dass sowohl Metallacetylid wie Acetylenmagnesiumhalogenid in mindestens molarem Überschuss angewandt werden müssen.



   Die Herstellung der Ausgangsstoffe der Formel II kann beispielsweise aus Ketonen der Formel    R1-CO-R2    erfolgen. Diese werden zweckmässig zunächst in entsprechende Cyanhydrine übergeführt, deren Hydroxylgruppe zur Verschliessung beispielsweise acyliert oder mit Dihydropyran oder einem Vinyläther umgesetzt wird. Die so erhaltenen Verbindungen, also zum Beispiel a-Acyloxy-,   a-Tetrahydropyranyloxy-oder    a-(a'  Alkoxy-äthoxy) -alkancarbonsäurenitrile    lassen sich  mit Alkylmagnesiumhalogeniden der Formel R3-Mg Halogen zu Iminen umsetzen, aus welchen durch Hydrolyse die a-Hydroxy-ketone der Formel II erhältlich sind.

   Als Beispiele solcher Verbindungen seien das 4-Methyl-pentanol-(4)-on-(3), 4-Methylhexanol-(4)-on-(3),   4-Äthyl-hexanol-(4)-on-(3),    4 Methyl-heptanol- (4)-on- (3),   4,5-Dimethyl-hexanol-    (4)-on-(3), 4-Methyl-octanol-(4)-on-(3) und   4,5,5-    Trimethyl-hexanol-(4)-on-(3) genannt.



   Beispiel 1 a) 11,3 g n-Propyl-methyl-keton-cyanhydrin werden mit 7,2 g Vinyläthyläther versetzt. Dann fügt man 3-5 Tropfen ätherische Chlorwasserstofflösung zu, worauf eine deutliche Temperatursteigerung eintritt.



  Nach einstündigem Stehenlassen neutralisiert man die Reaktionslösung mit wasserfreiem Natriumcarbonat und filtriert die anorganischen Salze ab. b) In einem mit Kühler, Thermometer, Tropftrichter und Stickstoffüberleitrohr versehenen Rührkolben von 350 ml Inhalt wird zum   Athylmagnesium-    bromid aus 2,9 g Magnesium und 15 g Athylbromid in 50 ml Äther in Stickstoffatmosphäre und unter Rühren die nach a) erhaltene ätherische Lösung von a-Methyl-a-(a'-äthoxy-äthoxy)-valeronitril bei schwachem   Ätherrückfluss    zutropfen gelassen und das Reaktionsgemisch anschliessend fünf Stunden bei Siedetemperatur des Ethers gerührt. Dann wird es unter Eiskühlung mit 50 ml Wasser zersetzt und mit 50prozentiger Schwefelsäure kongosauer gestellt.

   Hierauf destilliert man organische Anteile bis zu einem Siedepunkt von 600 ab und rührt die zurückbleibende Lösung 10-15 Stunden in einem Bad von 800. Nach dem Erkalten äthert man aus, wäscht den   2ither-    extrakt neutral, trocknet ihn über Natriumsulfat und dampft das Lösungsmittel ab. Der Rückstand wird im Vakuum destilliert. Nach zweimaliger Rektifikation erhält man 4-Methyl-heptanol-(4)-on-(3) vom   Kpl2 70-71".    c) In einem mit Kühler, Rührer, Thermometer, Gaseinleitungsrohr und Tropftrichter versehenen Rührkolben von 350 ml Inhalt fügt man zu 50 ml destilliertem Methylal und 50 ml trockenem Diäthyl äther 50 g feinpulverisiertes Kaliumhydroxyd und leitet unter Rühren und Kühlen der Suspension bei -10 bis   0"    Innentemperatur trockenes Acetylen bis zur Sättigung ein.

   Dann werden unter stärkerem Acetylenstrom innerhalb 10 Minuten 13,0 g 4-Methylheptanol-(4)-on-(3)   (kit2      70710)    zutropfen gelassen, und anschliessend wird bei derselben Temperatur noch zwei Stunden unter weiterem Einleiten von Acetylen gerührt. Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit Essigsäure lackmussauer gestellt, die   Ather-Methylal-    Schicht abgetrennt und die saure wässrige Lösung mit   Ather    extrahiert. Die   Ätherextrakte    und die Ather Methylal-Schicht werden vereinigt und neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und von den Lösungsmitteln befreit.

   Bei der Vakuumdestillation des Rückstandes geht das   3-=aithyl-4-methyl-heptin-      (1)-diol-(3,4)    unter 12 mm Druck bei   105-106"    über.



   In analoger Weise gelangt man, ausgehend vom Acetoncyanhydrin, zum   3 -Athyl-4-methyl-pentin-( 1)-    diol-(3,4) vom   Kpt5      88890.   



   Beispiel 2
9,9 g Methyl-äthyl-keton-cyanhydrin werden mit 20 ml destilliertem Acetanhydrid und 0,5 ml Acetylchlorid im Wasserbad auf etwa   50600    erwärmt und dann eine halbe Stunde stehengelassen. Hierauf destilliert man das überschüssige Acetanhydrid und das Acetylchlorid im Vakuum ab und rektifiziert den Rückstand. Das   a-Methyl-a-acetoxy-butyronitril    geht unter 12 mm Druck bei   7/1 760    über.



   Eine ätherische Lösung von 14,1 Teilen dieser Verbindung wird in der im Beispiel 1 angegebenen Grignardreaktion anstelle der Lösung des a-Methyl-a  (a'-äthoxyäthoxy)-valero-nitrils    eingesetzt. Analog Beispiel 1, b) und c) erhält man daraus das   3-Äthyl-      4-methyl-hexin-(l)-diol-(3,4)    vom   Kp12      97980    Smp.   33-35".   



   Beispiel 3
11,3 g Diäthylketon-cyanhydrin und 8,4 g Dihydropyran werden mit 5 Tropfen ätherischer Chlorwasserstofflösung versetzt, wobei Erwärmung eintritt. Nach   l0-15stündigem    Stehenlassen bei Raumtemperatur wird die Reaktionslösung mit Äther verdünnt, mit Bicarbonatlösung geschüttelt und nach dem Trocknen über Natriumsulfat vom   Ather    befreit.



  Bei der Vakuumdestillation des Rückstandes erhält man das   a-Sithyl-a-tetrahydropyranyloxy-butyronitril      vom Kp 110-114".   



   Eine ätherische Lösung von 19,7 g dieser Verbindung wird in der Grignardreaktion von Beispiel 1 unter b) eingesetzt und das Reaktionsprodukt hierauf nach c) weiterverarbeitet. Auf diese Weise erhält man das   3,4-Diäthyl-hexin-( 1)-diol-(3,4)    vom   Kpl9    106 bis   107 ,    Smp.   36380.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen der Formel EMI2.1 worin R1 und R Alkylreste mit je 1-4 Kohlenstoffatomen und R3 einen Alkylrest mit 2-4 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein a-Hydroxy-keton der Formel EMI2.2 mit einer Metallacetylenverbindung in mindestens molaren Überschuss kondensiert und das Kondensationsprodukt hydrolysiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallacetylenverbindung ein Metallacetylid verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallacetylenverbindung ein Acetylenmagnesiumhalogenid verwendet wird, wobei die Umsetzung in einem Äther, z. B. Tetrahydrofuran, als Lösungsmittel erfolgt.
CH349253D 1957-01-08 1957-01-08 Verfahren zur Herstellung von bis-tertiären Glykolen CH349253A (de)

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