Nähmaschinenmöbel mit Versenkeinrichtung für die Nähmaschine Die Erfindung betrifft ein Nähmaschinenmöbel mit Versenkeinrichtung für die Nähmaschine, z. B. eine Freiarmnähmaschine, die mit einem Möbel be nützt wird und nach der Benützung in dem Möbel, durch Verbringen in eine bestimmte Nichtgebrauchs- lage, versorgt wird.
Es sind Versenkeinrichtungen für Nähmaschinen bekannt, bei denen die<B>Näh-</B> maschine an zwei, auf der Unterseite der Nähmaschi- nentischplatte befestigten Scharnieren im Tischplat- tenaussehnitt aufgehängt ist und durch denselben in die Versenklage gebracht wird.
Dabei hat die Tisch platte als Maschinenstütze sowie zur Vergrösserung des Ausschnittes eine schwenkbare Klappe, die beim Versenken von Hand hochgehoben oder umgelegt wird und genügend Raum freigibt für das Versenken der Nähmaschine durch die so entstandene, ver grösserte Tischplattenöffnung. In den allermeisten Fällen befinden sich die Scharniere auf der der Be dienungsperson abgewendeten Seite der Nähmaschi- nenplatte. Das Anheben der Maschine ist umständ lich, da der hohe Kraftaufwand infolge des Ge wichtes der Maschine durch die Armmuskeln aufzu bringen ist.
Besonders beim Verbringen der Maschine in die Versenklage kommen beim Anheben der Ma schine und Umlegen der Stützklappe nicht selten Unfälle, ja sogar Verletzungen vor, wenn die Be dienungsperson nicht auf die Unhandlichkeit vorbe reitet ist. Auch sind Versenkeinrichtungen bekannt, bei denen die Nähmaschine in einem Tragrahmen sitzt, der sich ebenfalls auf einer schwenkbaren Klappe abstützt.
Die Lagerung des Tragrahmens er folgt entweder wie vorstehend beschrieben, mit den gleichen Nachteilen oder auf der der Bedienungs person zugewendeten Seite der Nähmaschinenplatte. Beim Versenken der Maschine bildet in diesem Falle der Tragrahmen einen Teil der vordern Front des Möbels, was einen sehr kostspieligen Möbel- aufbau bedingt, jedoch nicht für alle Möbelarten anwendbar ist.
Auch in diesem Falle ist das Ver bringen der Maschine in die Gebrauchslage umständ lich, obwohl das Anheben einen nicht so hohen Kraftaufwand verursacht, da mit der einen Hand die Maschine und n-üt der andern die Stätzklappe <B>je-</B> weils um 90-18011 bewegt werden muss, was die Un fallgefahr nicht ausscheidet, weil die eine Hand immer zwischen Stützklappe und Maschine ist. Für Freiarmnähmaschinen wurden ähnliche Einrichtun gen mit den gleichen Nachteilen entwickelt.
Darüber hinaus sind Versenkeinrichtungen bekanntgeworden, bei denen die Maschine auf einer Trageinrichtung, die sich in vertikaler Richtung bewegen lässt, be festigt ist. Diese Einrichtungen können nur bei Mö beln, deren Bauhöhe allseitig umschlossen ist, z. B. Schrankmöbel, angewendet werden. Sie beanspruchen also sehr viel Raum und einen komplizierten Mecha nismus für die Verstellung der Maschine in verschie dene Lagen und der jeweiligen Verriegelung in der gewählten Stellung. Solche Einrichtungen sind nur mit hohem Kostenaufwand herzustellen, woraus ein nicht vertretbarer Verkaufspreis resultiert.
Um die vielen Nachteile zu beseitigen und um eine leicht bedienbare Versenkeinrichtung, mit ge ringem Kostenaufwand, zu schaffen, ist erfindungs gemäss das Nähmaschinenmöbel dadurch gekenn zeichnet, dass unterhalb der Nähtischplatte des Mö bels eine pendelnd aufgehängte Tragplattenauflage zur Abstützung der Maschinentragplatte in ihrer Ge brauchslage vorgesehen ist,
die zum Versenken der Maschine in die Nichtgebrauchslage durch einen Be tätigungsmechanismus und beim Heben der Maschine in die Gebrauchslage durch die Maschinentragplatte aus dem Stützbereich herausschwenkbar ist und die sowohl nach dem Versenken der Maschine in die Nichtgebrauchslage als auch nach dem Heben der Maschine in die Gebrauchslage selbsttätig in ihre Stützlage zurückkehren kann.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veran schaulicht. Es zeigen: Fig. <B>1</B> Nähmaschinenmöbel in Vorderansicht mit Maschine in der Gebrauchslage, Fig. 2 Draufsicht auf die eingebaute Versenk- einrichtung, bei weggenommener Tischplatte, Fig. <B>3</B> Teilansicht der Versenkeinrichtung mit Maschine in der Gebrauchslage, Fig. 4 Teilansicht gemäss Fig. <B>3</B> mit Maschine in der Nichtgebrauchslage,
Fig. <B>5</B> Verriegelung zwischen Maschinentragplatte und Tragplattenauflage in der Gebrauchslage, Fig. <B>6</B> verstellbarer Anschlag für Tragplatten- auflage.
In Fig. <B>1</B> ist mit<B>1</B> die Nähmaschine bezeichnet, mit 2 die Tischplatte, mit<B>3</B> und 4 die Tischplatten- verlängerungen, die im geschlossenen Zustand die Ausschnittsöffnungen der Tischplatte verdecken. Der Körper des Möbels besteht aus den Seitenwänden<B>5</B> und<B>6,</B> der Rückwand<B>7,</B> der Zarge<B>8,</B> dem Boden<B>9,</B> an dem die vier Füsse<B>10</B> befestigt sind, und den beiden Türhälften<B>11</B> und 12, die mit den Bandscharnieren <B>13</B> und 14 an der Stirnseite der Seitenwände<B>5</B> und <B>6</B> anscharniert sind.
Im Innern des Möbelkörpers ist an der Zarge<B>8</B> die Maschinentragplatte <B>15,</B> die in der Mitte eine Durchgangsbohrung<B>16</B> für die Be festigung der Maschine<B>1</B> besitzt und mit den beiden Scharnierbändern <B>17</B> und<B>18</B> verbunden ist, mit den Scharilierlagern <B>19</B> und 20, also unterhalb der Tisch platte, anscharniert,
so dass sich die Maschinentrag- platte <B>15</B> in die Horizontallage als Gebrauchslage oder in eine Nichtgebrauchslage bewegen lässt. In der Nichtgebrauchslage legt sich die Maschinentragplatte <B>15</B> an die verstellbaren Auflagestützen 21 und 22, die an den Seitenwänden<B>5</B> und<B>6</B> angebracht sind, an (Fig. 4). Die Maschine<B>1</B> ist mit der Schraube<B>23</B> auf der Maschinentragplatte <B>15</B> befestigt.
In der Ge brauchslage stützt sich die Maschinentragplatte <B>15</B> auf der Tragplattenauflage 24 ab. Unterhalb der Maschinentragplatte <B>15</B> befinden sich die beiden Auflagegummipuffer <B>26</B> und<B>27,</B> die als Stützpunkte auf der Tragplattenauflage dienen. An den beiden Enden der Tragplattenauflage 24 sind die Pendel scharniere<B>28</B> und<B>29</B> mit Schrauben befestigt.
Sie schwingen mit der Tragplattenauflage 24 um ihre Scharnierzapfen <B>30</B> und<B>31,</B> die ihrerseits mit den Scharnierplatten <B>32</B> und<B>33</B> fest verbunden sind, die an die Seitenwände<B>5</B> und<B>6</B> angeschraubt sind. Die Tragplattenauflage 24 steht unter dem Druck der Feder 34, die mit der Rückwand<B>7</B> fest verbun den ist. An dem Pendelscharnier<B>28</B> ist eine am vor dem Ende abgewinkelte Anschlagleiste<B>35</B> mit dem Scharnierzapfen <B>36</B> anscharniert. Die Anschlagleiste <B>35</B> legt sich an die einstellbare Anschlagschraube<B>37,</B> die an der Zarge<B>8</B> angebracht ist, an.
Durch Ver stellen dieser Schraube lässt sich der Ausschlag der Tragplattenauflage 24 so einregulieren, dass dieselbe in der Gebrauchslage ihre richtige Stellung besitzt. Zum Versenken der Maschine<B>1</B> ist an der Seiten wand<B>6</B> ein Winkelhebel<B>38,</B> der auf der Platte<B>39,</B> die fest mit der Seitenwand<B>6</B> verbunden ist und um den Zapfen 40 schwingt, angeordnet. Der vertikale Schenkel desselben ist mit der Anschlagleiste<B>35</B> mit tels des Zapfens 41 gelenkig verbunden. An dem horizontalen Schenkel des Winkelhebels<B>38</B> ist das Druckstück 42, das seine Führung in der Nähmaschi- nen-Tischplatte 2 hat, mittels des Zapfens 43 eben falls gelenkig verbunden.
Zur Sicherung der Ma- schinentragplatte <B>15</B> ist auf der Tragplattenauflage 24 ein Winkel 44 mit den Schrauben 45 befestigt. An den kurzen Schenkel des Winkels 44 schlägt eine Ainschlagschraube 46, die in die Maschinentragplatte <B>15</B> eingeschraubt ist, an. Dadurch ist die Maschinen- tragplatte <B>15,</B> bei ungewollter Betätigung des Druck stückes 42, mit der Tragplattenauflage 24 verrie gelt. An der Maschinentragplatte <B>15</B> ist ferner auf der der Seitenwand<B>5</B> zugewendeten Seite ein Zapfen 47 fest angeordnet.
Er sitzt fest auf dem Winkel stück 48, das mit den Schrauben 49 auf dem Schamierband <B>18</B> befestigt ist. Unter den Zapfen 47 greift der lange Schenkel einer Torsionsfeder <B>50,</B> die mit ihren Windungen im Lager<B>5 1,</B> das an der Zarge <B>8</B> befestigt ist, ihre Aufnahme findet. Der kurze Schenkel der Feder<B>50</B> stützt sich an der Wand des Lagers<B>51</B> ab. Dadurch wird erreicht, dass beim Ver bringen der Maschine<B>1</B> von der Gebrauchslage in die Nichtgebrauchslage die Feder<B>50</B> gespannt wird. Umgekehrt wird beim Verbringen der Maschine<B>1</B> in die Gebrauchslage das Anhebegewicht vermindert.
Die Funktionsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Nimmt man an, die Maschine befinde sich in der Gebrauchslage, gemäss Fig. <B>1</B> und<B>3,</B> dann erfolgt das Verbringen der auf der Maschinentragplatte <B>15</B> mit der Schraube<B>23</B> befestigten Maschine<B>1</B> in die Nichtgebrauchslage dadurch, dass man die Maschine <B>1</B> im Durchgangsraum mit der linken Hand anhebt und mit einem Finger der rechten Hand das Druck stück 42 in die Tischplatte 2 hineindrückt.
Die Trag- plattenauflage 24 wird dadurch vom Winkelhebel<B>38</B> über die Anschlagleiste<B>35,</B> die mit der Pendel- scharnierplatte <B>28</B> gelenkig verbunden ist, aus ihrer Stützlage (Fig. <B>3)</B> herausgeschwenkt in die in Fig. 4 dargestellte Stellung.
Jetzt kann die Maschinentrag- platte <B>15</B> mit der Maschine<B>1</B> an der Tragplatten- auflage 24 vorbeischwenken und in die Nicht- gebrauchslage verbracht werden, in welcher sie sich auf die Anschläge 21 und 22 auflegt. Dabei spannt sich die an der Zarge<B>8</B> im Lager<B>51</B> angebrachte Torsionsfeder <B>50</B> immer mehr und fängt das Gewicht der Maschine<B>1</B> auf, wobei ein sanftes Aufsetzen derselben gewährleistet ist.
Die Tragplattenauflage 24 schwingt infolge des Druckes der Feder 34, nach dem man das Druckstück 42 losgelassen hat, selbst tätig in ihre normale Stellung, also in die Stützlage. Die Anschlagleiste<B>35,</B> die mit dem Pendelscharnier <B>28</B> und dem Winkelhebel<B>38</B> gelenkig verbunden ist, legt sich mit ihrem vordem, abgewinkelten Teil an die Anschlagschraube<B>37</B> und bringt das Druckstück 42, das mit dem Winkelhebel und der Anschlagleiste gelenkig verbunden ist, infolge des Druckes der Feder 34, selbsttätig in seine Ausgangslage.
Beim Verbrin gen der Maschinentragplatte <B>15</B> mit der Maschine in die Gebrauchslage (Fig. <B>3),</B> was dadurch geschieht, dass man die Maschine<B>1</B> wieder im Durchgangsraum anfasst und anhebt, kommt die vordere, abgerundete Kante der Maschinentragplatte <B>15</B> mit der Trag- plattenauflage 24 in Berührung, dann drückt dieselbe die Tragplattenauflage 24 um die gemeinsame Achse der Scharnierpunkte <B>30131</B> gegen die Rückwand<B>7,</B> wobei die Feder 34 gespannt wird.
Die Maschine<B>1</B> wird so weit angehoben, dass die Tragplattenauflage 24 unter die Maschinentragplatte <B>15</B> in ihre Stützlage schwingen kann und sich durch den auf der Trag- plattenauflage 24 befestigten Anschlagwinkel 44 mit der Schraube 46 der Maschinentragplatte <B>15</B> ver riegelt. Bei diesem Vorgang entspannt sich die Tor- sionsfeder laufend und erleichtert das Anheben der Maschine<B>1,</B> besonders dann, wenn sich dieselbe in der Tiefstlage befindet, da dort der Federdruck am stärksten ist.
In der Gebrauchslage ist die Wirkung der Torsionsfeder <B>50</B> nahezu null. Selbstverständlich ist die Nähmaschinentischplatte 2 so ausgebildet, dass sich die Maschine durch entsprechende öffnun- gen bewegen lässt. Wenn die Maschine<B>1</B> als Freiarm- nähmaschine zum Nähen oder Stopfen von röhren förmigen Bekleidungsstücken benützt wird, sind die öffnungen genügend gross, um solche Arbeiten aus führen zu könn-.n. Für die Benützung als Flach nähmaschine sind Einlegestücke vorhanden,
um diese öffnungen vollständig abzudecken, damit eine voll ständig geschlossene Tischplatte entsteht. Nach Ge brauch der Maschine wird dieselbe in der vorstehend beschriebenen Weise wieder in die Nichtgebrauchs- lage gebracht.
Selbstverständlich lässt sich die Konstruktion dieser Einrichtung abwandeln. So können die beiden Pendelscharniere statt an den Seitenwänden an der Rückwand befestigt werden oder zu einem einzigen Scharnier vereinigt werden. Ferner lässt sich die An schlagleiste<B>35</B> selbst als Druckstück, unter Wegfall des Winkelhebels<B>38</B> mit seinem Druckstück 42, aus bilden.