CH368174A - Verfahren zur Herstellung heterocyclischer Kondensationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung heterocyclischer Kondensationsprodukte

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CH368174A
CH368174A CH5287157A CH5287157A CH368174A CH 368174 A CH368174 A CH 368174A CH 5287157 A CH5287157 A CH 5287157A CH 5287157 A CH5287157 A CH 5287157A CH 368174 A CH368174 A CH 368174A
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sep
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CH5287157A
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Ernst Dr Rer Nat Dipl Biekert
Adolf Prof Dr Phil D Butenandt
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Bayer Ag
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung        heterocycfischer        Kondensationsprodukte       Es wurde gefunden, dass man durch Kondensation von     Verbindungen        mit    der Gruppierung  
EMI0001.0007     
    mit     a-Ketocarbonsäureestem    zu bisher unbekannten  Verbindungen mit dem Ringsystem des 5,6-Dihydro-         1,4-oxazin-2-ons    gelangt, wobei die Reaktion nach  folgendem Reaktionsschema vor sich geht:  
EMI0001.0010     
    In dem angegebenen Schema können die Reste  R, R', R" und R"' z. B.

   Wasserstoff,     Alkyl-,        Aralkyl-          oder        Arylgruppen    bedeuten, die auch unter sich  Garbo- oder     heterocyclisch    verknüpft     sein    können.

   Als  solche     Aminoalkohole        kommen    daher beispielsweise  in Frage     2-Amino-äthanol-(1),        2-Amino-butanol-(1),     cis- und     trans-2-Amino-cyclohexanol-(1),    cis- und       trans-2-Amino-cyclopentanol-(1),        1-Phenyl-2-amino-          äthanol-(1),        2-Phenyl-3-amino-propanol-(2)    und ähn  liche Verbindungen, die in den     Arylresten    gegebenen  falls substituiert sein können.  



  In den     erfindungsgemäss    anzuwendenden     a-Keto-          carbonsäureestern    der Formel     X-CO-COOY    ist Y  vorzugsweise ein niedriger     Alkylrest,    wie die     Methyl-          oder        Äthylgruppe,    und X eine     beliebig        konstituierte          Alkyl-,    substituierte     Alkyl-,        Cycloalkyl-    oder     Aryl-          gruppe,

      wobei als substituiertes     Alkyl    insbesondere  auch     2-Oxo-alkyl-    bzw.     cycloalkyl-Reste    der Formel         Z-CO-CH(R')-    in Betracht kommen, wobei Z einen       Alkyl-    oder     Arylrest    oder auch einen     heterocyclischen     Rest aromatischen     Charakters    oder eine     Alkoxy-          gruppe,    bedeutet;

   ebenso können die Reste Z und R'  (Bedeutung siehe oben) unter sich ringförmig ver  knüpft     sein.    Als     a-Ketocarbonsäureester    kommen  daher in Frage Verbindungen wie beispielsweise       Brenztraubensäureester,        Cyclohexan    -1-     on-2-oxalo-          ester,        Phenylglyoxylsäureester,        Acetylbrenztrauben-          säureester,        Oxalessigester    und dergleichen.  



  Die neue Reaktion verläuft zum     'feil    bereits beim  Mischen der Komponenten leicht und mit starker  Wärmetönung, so dass es sich bei der     Durchführung     solcher     exothermen    Reaktionen     in    grösserem Massstab  empfiehlt, geeignete     Lösungs-    oder Verdünnungsmit  tel, wie Alkohole,     Kohlenwasserstoffe    und derglei  chen,     anzuwenden.    Im allgemeinen jedoch ist die Re  aktionsbereitschaft der Komponenten weitgehend von           ihrer    Konstitution abhängig, so dass es erforderlich  sein kann, die Reaktionskomponenten zur Beschleu  nigung der     Umsetzung    zu erwärmen,

   wobei Tempe  raturen von 80 bis etwa 150-170  sich zumeist als  ausreichend erwiesen haben.  
EMI0002.0003     
    wie spezielle Untersuchungen der     Infrarotspektren     dieser Verbindungen ergaben.  



  Die erfindungsgemäss     herstellbaren    neuen 1,4  Oxazin-2-one     sind        vielseitigen    weiteren Umwandlun  gen zugänglich; während das     Oxazinonsystem    gegen  Einwirkung verdünnter Säuren relativ beständig ist,  lässt sich der     Lactonring    mit alkalisch wirkenden Mit  teln aufspalten, wobei neben     Umwandlungsproduk-          ten    des angewandten     a-Ketoncarbonesters    der zur  Synthese zuvor     benutzte        Aminoalkohol    letzten Endes  wieder zurückgewonnen wird.

   Eine     bevorzugte    Um  wandlung     stellt    die Hydrierung zu     gesättigten        Mor-          pholon-Derivaten    dar, die unter üblichen Bedingun  gen leicht vonstatten geht. über diese     Morpholon-          derivate    können beliebig substituierte     Morpholine     dargestellt werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Zu 1,6     ml        Oxalessigester    (0,01     Mol)    werden  innerhalb weniger Minuten 0,6 ml     Äthanolamin          (nD     1,4529)     zugetropft.    Die sehr stark     exotherme          Reaktion    muss     zur    Vermeidung zu starker,     örtlicher          überhitzung    durch     Schütteln    und Rühren in einer       Kältemischung    gut gekühlt werden.

   Die Mischung  kristallisiert in kurzer Zeit völlig durch, der     2-Oxo-          5,6-dihydro    -1,4 -     oxazin-3-essigsäure-äthylester    wird  durch Umkristallisation aus Methanol in langen,  weissen Nadeln vom     Fp.    75  erhalten; die Ausbeute  beträgt 1,65 g     (8911/o    der Theorie).

    
EMI0002.0041     
  
    Ber. <SEP> C <SEP> 51,88 <SEP> <B>1-1</B> <SEP> 5,99 <SEP> N <SEP> 7,56
<tb>  Gef. <SEP> C <SEP> 51,97 <SEP> H <SEP> 6,05 <SEP> N <SEP> 7,60       <I>Beispiel 2</I>  5 g     2-Amino-butanol-1        (nD'    1,4510) werden auf  dem Wasserbad     mit    9,9 g     Phenylglyoxylsäureäthyl-          ester    eine Stunde erhitzt. Nach dem Erkalten bleibt  ein hellgelbes, dickes Öl, das dreimal mit je 15 ml  trockenem Benzol extrahiert wird. Die     vereinigten          Benzolauszüge    werden über     NazS04    getrocknet und  im Vakuum zur Trockne gebracht.

   Aus dem zurück  bleibenden, fast farblosen Öl wird das     3-Phenyl-6-          äthyl-2-oxo-5,6-dihydro-1,4-oxazin    durch     Destilla-          tion        gewonnen.        Kpi        142-144 ;        Ausbeute:        51%        der     Theorie.

    
EMI0002.0060     
  
    Ber. <SEP> C <SEP> 70,9<B>1</B> <SEP> H <SEP> 6,45 <SEP> N <SEP> 6,89
<tb>  Gef. <SEP> C <SEP> 70,64 <SEP> H <SEP> 6,40 <SEP> N <SEP> 6,84       Führt man die Reaktion mit     a-Ketocarbonsäure-          estern    der Formel     Z-CO-CH2-        CO-COOY    durch,  so liegen die so erhaltenen Verbindungen     vermutlich     in der den     1,4-Oxazolin-2-onen    A     tautomeren        Mor-          pholon-Form    B vor,

      Der Rückstand der     Benzolextraktion    besteht aus  dem     Phenyl-glyoxylsäureamid    des     2-Aminobutanols-1,     das aus     Benzol    in farblosen     Nädelchen    vom     Fp.    103        kristallisiert.        Ausbeute        35%        der        Theorie.     
EMI0002.0081     
  
EMI0002.0082     
  
    Ber. <SEP> C <SEP> 65,13 <SEP> H <SEP> 6,83 <SEP> N <SEP> 6,33
<tb>  Gef.

   <SEP> C <SEP> 65,13 <SEP> H <SEP> 6,80 <SEP> N <SEP> 6,35       <I>Beispiel 3</I>  1,3 g     cis-2-Aminocyclohexanol-1    (Schmelzpunkt  65 ) werden mit 2,2 g     Phenylglyoxylester    eine Stunde  auf 110  erhitzt. Nach dem Erkalten     kristallisiert     das Gemisch durch, und aus Methanol wird     3-Phenyl-          cis-(5,6)-cyclohexan-2-oxo-5,6-dihydro-1,4-oxazin    in  farblosen Blättchen vom     Fp.    12l  erhalten.

   Ausbeute:       1,8        g        (72%        der        Theorie).     
EMI0002.0094     
  
    Ber. <SEP> C <SEP> 73,34 <SEP> H <SEP> 6,80 <SEP> N <SEP> 6,11
<tb>  Gef. <SEP> C <SEP> 73,49 <SEP> H <SEP> 6,68 <SEP> N <SEP> 5,88       <I>Beispiel 4</I>  In gleicher Weise wie oben geschrieben, wird aus       trans-2-Aminocyclohexanol-1        (Schmelzpunkt    72 )  und     Phenylglyoxylester        3-Phenyl-trans-(5,6)-cyclo-          hexan-2-oxo-5,6-dihydro-1,4-oxazin    erhalten.

   Farb  lose Blättchen aus Methanol,     Fp.    130 , Ausbeute       70%        der        Theorie.        Der        Mischschmelzpunkt        der        beiden          Isomeren    zeigte eine deutliche Depression (113 bis  115 ), die     IR-Spektren    sind verschieden.  



       Ber.    C 73,34 H 6,80 N 6,11       Gef.    C 73,29 H 6,72 N 5,83

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 5,6-Dihydro-1,4- oxazin-2-onen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen mit der Gruppierung EMI0002.0114 mit a-Ketocarbonsäureestern kondensiert.
CH5287157A 1956-12-11 1957-11-20 Verfahren zur Herstellung heterocyclischer Kondensationsprodukte CH368174A (de)

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