CH369460A - Verfahren zur Herstellung von 5-Fluor-uracil - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Fluor-uracil

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CH369460A
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CH1182062A
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Duschinsky Robert
Heidelberger Charles
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zum alkalischen Abkochen und     Lntlaugen     von Geweben in breiter Form.    Bei der     Vorbehandlung    von Geweben für das nachfol  gende Bleichen, Färben, Drucken und Ausrüsten     nimmt    das       Vorreinigen    und Abkochen einen wichtigen Platz ein. Die Vor  behandlung bezweckt das Entfernen von Rückständen der Schlich  te, das     Aufschliessen    und     Löslichmachen    von Fetten, natürli  chen Farbstoffen, Pektinen usw., ferner das     Aufschliessen     von     Samenschalen,    kurz eine weitestgehende Säuberung und       Vorbereitung    für einen nachfolgenden Bleichprozess.

   Das Pro  dukt soll nach der     Vorreinigung    von     Verunreinigungen    weitest  gehend befreit, sehr saugfähig und gegenüber dem Rohprodukt  stark aufgehellt sein. Dieser gewünschte Effekt kann erfah  rungsgemäss nur durch eine     längerdauernde    Warmbehandlung mit  verdünnten     Aetzalkalien    erzielt werden.      Dieses alkalische Abkochen in breiter Form wird  heute auf verschiedene Arten technisch ausgeführt. Es be  steht die Möglichkeit,
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   auf zum Abkochen geeigneten       Jiggern    zu tun, ein relativ zeitraubendes und lohnintensives  Verfahren.

   Andere, sogenannte kontinuierliche Verfahren er  fordern einen relativ grossen maschinellen Aufwand, da die  Zeitdauer der Einwirkung nicht über ein bestimmtes     Minimum     verkürzt werden     kann    und das Auswaschen von Lauge sehr zeit  raubend ist.  



  Es ist bereits ein Verfahren nebst Vorrichtung zur         Nassbehandlung    von auf einem perforierten Hohlzylinder aufge  wickelten Stoffbahnen bekannt, wobei der Hohlzylinder in einem  die Behandlungsflotte enthaltenden Trog angeordnet ist und  diese Flotte mittels einer Pumpe in Umwälzung versetzt und  durch die hohle welle des perforierten Zylinders ins Innere  desselben geleitet wird. Es ist ferner eine Maschine zur Be  handlung von Geweben und Fäden mit Flüssigkeiten, Dampf oder       heissen    Gasen bekannt, welche einen seitlich offenen, per  forierten Zylinder aufweist, der den Wickel enthält und dessen  Welle mittels eines Motors in Rotation versetzt wird.

   Der Zy  linder ist in einem zylindrischen Gehäuse, welchem die Be  handlungsflüssigkeit, die     Dämpfe    oder die Heissluft zugeführt  wird, angeordnet. Es ist auch ein Verfahren nebst     Vorrichtung     zum Behandeln von Garnen oder     bahnenförmigen    Textilmaterialien  mit Flüssigkeiten     bekannt,    bestehend aus einem perforierten,      walzenförmigen, in rasche Drehung versetzbaren Hohlzylinder,  auf den das Behandlungsgut aufgewickelt und aus einem im  Innern des Hohlkörpers verlaufenden, ebenfalls perforierten  Rohr zum Zuführen der Behandlungsflüssigkeit in das Innere  des Hohlzylinders.  



  Es wurde nun gefunden, dass die durch die genannten    Verfahren bekannte Zuführung von Flüssigkeit in das Innere  einer rotierenden, perforierten, den Gewebewickel tragenden  Trommel in Form eines neuartigen dreistufigen Verfahrens zum  alkalischen Abkochen und     Entlaugen    von Gewebebahnen in breiter  Form angewandt werden kann.

   Dieses Verfahren ist gemäss der  vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die     im     breiten Zustand mit     Alkalilauge        imprägnierte    und abgequetschte  Gewebebahn in breitem Zustand auf eine perforierte um ihre  Längsachse drehbare     Trommel    aufgewickelt wird, dass sodann  zur Einleitung des     Abkochprozesses    durch die Achse der Trom  mel Dampf in deren Inneres eingeleitet wird, der durch die  Perforation in die aufgewickelte Gewebebahn eintritt und  diese erhitzt,

   wobei die Trommel in langsame Rotation ver  setzt wird und dass hierauf zwecks     Entlaugung    der Stoffbahn  anstelle von Dampf kochendes Wasser in die     Trommel    eingeleitet  und letztere in rasche Rotation versetzt wird, wobei das Was  ser in radialer Richtung durch die Gewebelagen nach aussen       gepresst    wird.      Das     erfindungsgemässe        Abkoch-Verfahren    arbeitet       technisch    mit einfachen Mitteln und führt zu     Abkoch-Effekten,     die     dera    aus der Strang-Behandlung bekannten     Beuchprozess        kaum     nachstehen..

   Das Verfahren gestattet das gleichzeitige Ab  kochen verhältnismässig grosser Gewebemengen durch wenig  Arbeitskräfte, unter schonender Behandlung der Gewebe, da  diese während des     Abkoch-    und     Auswaschprozesses    im Gegensatz  zu den bekannten Prozessen nicht manipuliert zu werden brau  chen.      Es ist ferner bemerkenswert, dass durch das Verfahren auch  die in breiter Form besonders schwer     entfernbaren    Reste an  Stärkeschlichte abbaubar sind.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist nachfolgend an  Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert, die eine zur  Ausübung des Verfahrens geeignete Anlage darstellt.  



       Fig.    1 zeigt in Ansicht, teilweise im Schnitt eine  Vorrichtung zur Imprägnierung der Gewebebahn mit Alkali  lauge.  



       Fig.    2 zeigt im Mittellängsschnitt die bewickelte  perforierte Trommel.  



       Fig.    3 zeigt die Einrichtung zur Durchführung des       Abkochprozesses    in perspektivischer Darstellung.  



       Fig.    4 zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung des       Entlaugungsprozesses    in perspektivischer Darstellung.  Gemäss     Fig.    1 weist die Anlage einen Trog 3 auf, in    dessen unterem Teil drei parallele Rollen 2 drehbar gelagert  sind. Diesen sind vier zu ihnen parallele über dem Trog 3 an  geordnete Rollen 2 derart zugeordnet, dass die zu behandelnde  Gewebebahn 1 in mehreren aufeinanderfolgenden Schlingen von  oben nach unten und unten nach oben durch den Trog 3 laufend  hindurchführbar ist. Der Trog 3 enthält verdünnte Natronlauge  mit einer Konzentration zwischen 1 und 5      Bd.    Diese, vorzugs  weise heisse, Lösung kann zur Unterstützung der Wasch- und  Netzwirkung geeignete Textilhilfsmittel enthalten.

   Das Impräg-           nieren    kann in Anschluss an eine     Breit-Entschlichtung    erfol  gen, wobei durch genügend starkes mechanisches     Vorquetschen     dafür zu sorgen ist, dass das im feuchten Zustand mit Natron  lauge     imprägnierte    Gewebe noch genügend     Alkalilauge        aufnimmt.     Hierauf gelangt die Gewebebahn 1 über ein oberhalb des Tro  ges 3 befindliches Walzenpaar 4, mit dessen Hilfe es abge  quetscht wird, auf eine     gemäss        Fig.    2 mit perforiertem Mantel  versehene     Trommel    5, auf welche es breit aufgewickelt wird.

    Die     Trommel    5 hat einen Durchmesser von etwa 50 cm und weist  ausser dem perforierten Mantel eine zentrale perforierte Hohl  welle 6 auf. Die Perforation des     Trommelmantels    wird auf bei-    den Seiten bis etwa 5 cm unter die Gewebekante,     z.B.    mittels  einer     Gummimanchette,    abgedeckt, falls die     Gewebebahnbreite     nicht um diese Beträge grösser ist als die     Länge    des perforier  ten Mantelteils.  



  Wie aus     Fig.    2 hervorgeht, ist am einen Ende der    Hohlwelle 6 ein in Längsrichtung durchbohrter Wellenzapfen 7  angebracht, der gemäss     Fig.    3 mit einer Rohrleitung 11 für  die Zufuhr von     Dampf    oder heissem Wasser verbunden ist. Am  anderen Ende der Hohlwelle 6 ist ein mit einer Antriebswelle  versehener Wellenzapfen 8 angebracht, wobei die Welle, wie  in     Fig.    3 und 4 dargestellt, mit Hilfe eines Elektromotors  mittels eines schematisch angedeuteten Kettenantriebes 10  in Rotation versetzt wird.

        Zur     Einleitung    des     Abkoch-Prozesses    wird, wie aus       Fig.    3 hervorgeht, durch die Rohrleitung 11 und den durch  bohrten Wellenzapfen 7 Dampf in die Trommel 5 eingeleitet,  wobei dieser durch die Perforation in die breit aufgewickel  te Stoffbahn 1 eintritt und diese erhitzt. Dieses Durchblasen  von Dampf kann zwischen 1/2 bis 2 Stunden erfolgen, wobei  die Trommel in langsame Rotation von     ca    15     Umdr./min.    ver  setzt wird, um das Absinken von Flüssigkeit zu vermeiden.  Die untere Trommelhälfte ist von einem Trog 12 umgeben, wel  cher das austretende Kondensationswasser auffängt, das mittels  eines     Hahnens    13 abgelassen werden kann.  



  Zur Einleitung des     Entlaugungsprozesses    wird anstelle    von Dampf kochendes Wasser durch die Rohrleitung 11 in die  Trommel eingeleitet. Um das Wasser in radialer Richtung durch  die Gewebelagen nach aussen zu pressen, wird die Trommel in  rasche Rotation versetzt. Je nach Gewebedicke und Anzahl Ge  webelagen sind 50 bis 300 Umdrehungen per Minute     zweckmässig.     Das an der Aussenseite austretende Waschwasser wird hierbei       abgeschleudert.    Der Prozess wird so lange fortgesetzt, bis  die Reaktion auf der Oberfläche der Geweberolle neutral ist.

    Wie aus     Fig.    4 ersichtlich ist, wird während des     Entlaugungs-          prozesses    der Auffangtrog 12 zwecks Auffangen des     abgeschleu-          derten    Waschwassers mit einem Deckel 14 versehen.  



  Nach dem     Entlaugen    kann die Gewebebahn auf einer  Breitwaschmaschine mit kaltem Wasser gespült und auf eine      Welle aufgewickelt werden.  



  Der     Abkocheffekt    ist um so vollständiger und die       Entlaugungsdauer    um so kürzer je höher die dabei zur An  wendung     kommenden    Behandlungstemperaturen sind. Es ist des  halb vorteilhaft, die Natronlauge während des     Imprägnierens     nicht unter<B>100%</B> abzuquetschen, die Temperatur der Imprägnier  lauge möglichst nahe an 100 C zu halten und den     Entlaugungs-          vorgang    ebenfalls möglichst nahe an Kochtemperatur vorzu  nehmen.

Claims (1)

  1. <U>Patentanspruch:</U> Verfahren zum alkalischen Abkochen und Entlaugen von Gewebebahnen in breiter Form, dadurch gekennzeichnet, dass die im breiten Zustand mit Alkalilauge imprägnierte und abgequetschte Gewebebahn in breitem Zustand auf eine perforierte um ihre Längsachse drehbare Trommel aufgewickelt wird, dass sodann zur Einleitung des Abkochprozesses durch die Achse der Trommel Dampf in deren Inneres eingeleitet wird, der durch die Perforation in die aufgewickelte Gewebe bahn eintritt und diese erhitzt,
    wobei die Trommel in lang same Rotation versetzt wird und dass hierauf zwecks Entlau- gung der Stoffbahn anstelle von Dampf kochendes Wasser in die Trommel eingeleitet und letztere in rasche Rotation ver setzt wird, wobei das Wasser in radialer Richtung durch die Gewebelagen nach aussen gepresst wird. <U>Unteransprüche:</U> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass heisse Alkalilauge verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Alkalilauge mit einer Konzentration von 1 - 5 D6 verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Alkalilauge die Wasch- und Netzwirkung unterstützende Textilhilfsmittel zugesetzt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Hindurchtreiben von Dampf durch die auf gewickelte Gewebebahn während 1/2 bis 2 Stunden erfolgt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Trommel während des Abkoch-Prozesses mit ca. 15 Umdr./min. rotiert. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Trommel während des Entlaugungsprozesses mit 50 bis 300 Umdr./min. rotiert.
CH1182062A 1956-05-08 1957-04-10 Verfahren zur Herstellung von 5-Fluor-uracil CH369460A (de)

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