CH370837A - Magnetohydrodynamischer Generator, zur direkten Erzeugung von Wechselstrom - Google Patents
Magnetohydrodynamischer Generator, zur direkten Erzeugung von WechselstromInfo
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- H02K44/18—Magnetohydrodynamic [MHD] generators for generating AC power
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Description
Magnetohydrodynamischer Generator, zur direkten Erzeugung von Wechselstrom Unter dem Begriff Magnetohydrodynamischer Generator wird, bekanntlich eine Einrichtung zur direkten Umwandlung von Wärmeleistung in elek trische Leistung verstanden. Die Einrichtungen, auf welche sich im Hinblick auf die Erzeugung hoher elektrischer Leistungen das Interesse zur Zeit konzen triert, umfassen (Fig. <B>1)</B> einen Kanal K von beispiels weise quadratischem Querschnitt, der von ionisiertem Gas durchströmt wird. Durch das eine Paar<I>a,<B>b</B></I> der Seitenwände hindurch wird, quer zur Strömungsrich tung v des Gases ein magnetisches Feld H gelegt.
Die übrigen Wände c und<B>d</B> sind mit<B>je</B> einer Elektrode <B>Ei</B> bzw. <B>E,</B> versehen, welche dem Gas ausgesetzt ist. Zwischen diesen beiden Elektroden entsteht beim Betrieb des Generators eine Gleichspannung<B>E,</B> deren Höhe unter anderem von der Strömungsgeschwindig keit des Gases und von der magnetischen Feldstärke abhängt. Untersuchungen liessen erkennen, dass mit derartigen Einrichtungen bei Kanallängen von der Grössenordnung<B>10</B> m, Kanalquerschnitten von der Grössenordnung<B>1</B> M2, Strömungsgeschwindigkeiten des Gases (z. B.
Luft von rund 20000 K) in der Grössenordnung<B>1000</B> m/s und Magnetfeldern in der Grössenordnung<B>10000</B> Gs elektrische Leistungen von mehr als<B>100</B> MW bei Spannungen in der Grössen ordnung<B>1000</B> V erzielbar sind.
Die bekannten Einrichtungen sind zur Erzeugung von Gleichstrom entworfen worden. Bei der Ver wendung solcher Einrichtungen in Kraftwerken zur Speisung des vorhandenen Verteilnetzes ist daher eine Umformung in Wechselstrom notwendig. In An betracht der verhältnismässig grossen Leistungen bei verhältnismässig niedrigen Spannungen ist der Um- forinprozess mit beträchtlichen Schwierigkeiten ver bunden und bedingt einen relativ grossen, Aufwand.
Der erfindungsgemässe Generator erzeugt nun direkt Wechselstrom. Er kann also auf kürzestem Wege direkt mit einem Hochspannungstransformator verbunden werden, so dass der Hochstromkreis nur geringe Ausdehnung aufzuweisen braucht. Schalt kontakte oder Kommutatoren im Hochstromkreis fallen dabei völlig weg.
Es erscheint naheliegend, eine Einrichtung gemäss Fig. <B>1</B> dadurch zur Erzeugung von Wechselstrom auszunützen, dass ein Magnetfeld H von zeitlich sinus- förmigveränderlicher Stärke appliziert wird. Infolge der zeitlich veränderlichen Beeinflussung der Gas strömung durch das pulsierende Magnetfeld entstehen jedoch in der Längsrichtung des Kanals periodische Druckwellen, so dass dieses Verfahren aus gaskine tischen Gründen nicht in Betracht kommt.
Der Erfindlungsgedanke sieht demgegenüber vor, ein Magnetfeld anzuwenden, das zwar seine Richtung mit der gewünschten Frequenz ändert, das aber zur Vermeidung der störenden Druckwellen. im Gasstrom stetsdieselbe Stärke aufweist. Demgemäss sind, beim erfindungsgemässen Generator die Mittel zur Erzeu gung des Magnetfeldes so ausgebildet, dass sie zur Erzeugung eines magnetischen Drehfeldes geeignet sind.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines solchen Gene#rators, der zur Erzeugung von dreipha sigem Wechselstrom geeignet ist. Die Mittel zur Er zeugung des um die Längsachse des Kanals rotie renden magnetischen Drehfeldes umfassen den Stator <B><I>S</I></B> mit den drei Polköpfen Pl, P2, P.. Die<B>Polköpfe</B> tragen Erregerwicklungen, welche aus der Drehstrom- quelle <B>Q</B> gespeist werden.
Der sechseckige Kanal K enthält zwischen den, Magnetpolen die drei Elektroden Eji <B><I>E2,</I> E.,</B> an welchen eine erzeugte Drehstrom- leistung in Dreieckschaltung abgenommen wird. Es kann selbstverständlich auch ein Stator mit sechs Polköpfen, vorgesehen werden, wobei jeweils die Erregerwicklungen von einander diametral gegenüber liegenden Polköpfen aus<B>je</B> einer Phase der Dreh- stromquelle gespeist werden.
Die Fig. <B>3</B> zeigt die Polköpfe und Elektroden in einer für die Erzielung günstiger magnetischer und elektrischer Eigenschaften zweckmässigen Gestalt. Die inneren Begrenzungslinien der Polkopfflächen und der Elektroden stehen an ihren Schnittpunkten senkrecht aufeinander. Diese Bedingung kann durch eine Krüm mung der Elektroden, durch eine Krümmung der dem Gasstrom zugewendeten Polflächen oder auch, wie es die Figur zeigt, durch eine Krümmung aller Flächen, erfüllt werden. Die ausserhalb der Elektroden zwischen den Polköpfen auftretenden Streufelder las sen sich in an sich bekannter Weise durch Kurz- schlusswindungen unterdrücken.
Im vorliegenden Fall können diese Kurzschlusswindungen durch die radial gestellten, Zuleitungen Z" Z2, Z,3 gebildet werden, die sich dazu wenigstens angenähert über die gesamte Länge des Stators erstrecken, müssen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Magnetohyd-rodynamischer Generator zur direk ten Erzeugung von Wechselstrom, der einen von ioni siertem. Gas durchströmten Kanal mit Elektroden zur Stromabnahme und Mittel zur Erzeugung eines quer zur Strömungsrichtung des Gases verlaufenden Magnetfeldes umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass diese Mittel zur Erzeugung eines magnetischen Dreh feldes ausgebildet sind. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Generator nach Patentanspruch, dadurch<B>ge-</B> kennzeichnet, dass die Mittel zur Erzeugung des magnetischen Drehfeldes einen Stator mit mindestens drei Polköpfen umfassen. 2.Generator nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Elektroden sich<B>je</B> zwischen zwei Polköpfen befinden. <B>3.</B> Generator nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch<B>ge-</B> kennzeichnet, dass die inneren Begrenzungslinien der Polkopfflächen und der Elektroden an ihren Schnitt punkten aufeinander senkrecht stehen. 4. Generator nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass ausserhalb des Kanals zwischen den Polköpfen sich Kurzschlusswindungen gegen magne tische Streufelder befinden.<B>5.</B> Generator nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zuleitungen zu den Elektroden als Kurzschlusswindungen ausgebildet sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7674859A CH370837A (de) | 1959-08-08 | 1959-08-08 | Magnetohydrodynamischer Generator, zur direkten Erzeugung von Wechselstrom |
| BE593847A BE593847A (fr) | 1959-08-08 | 1960-08-05 | Générateur magnéto-hydrodynamique |
| GB2738460A GB918544A (en) | 1959-08-08 | 1960-08-08 | Improvements in or relating to magnetohydrodynamic electrical generators |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7674859A CH370837A (de) | 1959-08-08 | 1959-08-08 | Magnetohydrodynamischer Generator, zur direkten Erzeugung von Wechselstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH370837A true CH370837A (de) | 1963-07-31 |
Family
ID=4535151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7674859A CH370837A (de) | 1959-08-08 | 1959-08-08 | Magnetohydrodynamischer Generator, zur direkten Erzeugung von Wechselstrom |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH370837A (de) |
| GB (1) | GB918544A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2292632A (en) * | 1994-08-23 | 1996-02-28 | Adrian Visan | A generator |
-
1959
- 1959-08-08 CH CH7674859A patent/CH370837A/de unknown
-
1960
- 1960-08-08 GB GB2738460A patent/GB918544A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB918544A (en) | 1963-02-13 |
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