CH371811A - Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine

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CH371811A
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CH
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mol
bromide
acid
methoxyphenoxyethyl
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CH367763A
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Jean Dr Druey
Karl Dr Schenker
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/34Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by amino groups
    • C07C233/35Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by amino groups with the substituted hydrocarbon radical bound to the nitrogen atom of the carboxamide group by an acyclic carbon atom
    • C07C233/36Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by amino groups with the substituted hydrocarbon radical bound to the nitrogen atom of the carboxamide group by an acyclic carbon atom having the carbon atom of the carboxamide group bound to a hydrogen atom or to a carbon atom of an acyclic saturated carbon skeleton

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von sekundären Aminen der Formel
EMI1.1     
 worin   R    einen gesättigten niederen Kohlenwasser  stoffrest    und   Rl    einen niederen Alkylrest bedeuten.



   Der gesättigte niedere Kohlenwasserstoffrest R soll vor allem aliphatischer Natur sein, z. B. ein niederer gerader oder verzweigter Alkylrest, z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, sek.-Butyl, Amyl oder Hexyl. Als niedere Alkylreste   Ri    sind die eben erwähnten, vor allem aber Methyl anzuführen.



   Die neuen Verbindungen und ihre Salze besitzen ausgesprochen   sympathicolytische    Wirkung mit einer bradykarden und sedativen   Wirkungskomponente.    Sie sollen dementsprechend als Medikamente verwendet werden.



   Besonders wertvoll sind die Verbindungen der Formel   I,    worin   Ri    und R niedere Alkylreste mit insgesamt mindestens 3 Kohlenstoffatomen bedeuten, und ihre Salze, und besonders diejenigen der Formel
EMI1.2     
 worin R für einen niederen Alkylrest, insbesondere für einen Äthyl-, Propyl-oder Butylrest steht, und ihre Salze. Die sedative Wirkungskomponente ist besonders ausgeprägt beim   N- (o-Methoxy-phenoxy-      äthyl)-n-propylamin.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.3     
 worin X eine reaktionsfähige veresterte Hydroxylgruppe bedeutet, mit einem Amin der Formel   H2N-R    kondensiert.



   Als Reste X kommen insbesondere mit starken anorganischen oder organischen Säuren, z. B. Halogenwasserstoffsäuren oder organischen Sulfonsäuren, wie p-Toluolsulfonsäure, veresterte Hydroxylgruppen in Frage.



   Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen Verbindungen in Form ihrer Basen oder Salze. Aus den Salzen können in an sich bekannter Weise die freien Aminbasen gewonnen werden. Von letzteren wiederum lassen sich durch Umsetzung mit Säuren, die zur Bildung therapeutisch verwendbarer Salze geeignet sind, Salze gewinnen, wie z.   B.    der Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure,   Rhodanwasserstoffsäure,    Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Apfelsäure, Methansulfonsäure, ¯thansulfonsÏure,   Oxyäthansulfonsäure,    Benzol-oder Toluolsulfonsäure oder von therapeutisch wirksamen Säuren.



   Die Ausgangsstoffe können nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden.



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder topicale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen   Träger-    material enthalten. 



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
11, 55 g (0, 05 Mol)   o-Methoxy-phenoxyäthyl-    bromid und 7, 3 g (0, 1 Mol)   prim.-Isobutylamin    werden in einem Rundkolben mit Luftkühler 90 Minuten lang auf   1009    erhitzt. Nach dem Abkühlen nimmt man das Reaktionsgemisch in Chloroform auf und schüttelt die Lösung zunächst mit verdünntem Ammoniak und dann mit Wasser aus. Die Chloroformlösung hinterlässt nach dem Trocknen mit wasserfreiem Natriumsulfat und anschliessendem Eindampfen   N-(o-Methoxy-phenoxyäthyl)-isobutylamin    der Formel
EMI2.1     

Dieses wird in Essigester gelöst, mit einer 2n Lösung von Chlorwasserstoff in Essigester neutralisiert und die Lösung eingedampft.

   Nach einmaligem Umkristallisieren aus Athanol-Essigester erhält man das Hydrochlorid als farblose Kristalle vom F. 147 bis   149 .   



   In analoger Weise kann man z. B. die folgende Verbindung herstellen :    N-(o-Methoxy-phenoxyäthyl)-methylamin-hydro-    chlorid, F.   134-136     (aus   AthanollEssigester).   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete o-Methoxyphenoxyäthylbromid kann wie folgt hergestellt werden :
Zu einer Lösung von 11, 5 g (0, 5 Mol) Natrium in 250 cm3 absolutem Äthanol lässt man 62 g (0, 5 Mol) in 100 ml absolutem Athanol gelöstes Gujakol zufliessen. Nachdem der Kolbeninhalt auf 0  abgekühlt worden ist, werden 282 g (1, 5 Mol) Athylenbromid zugegeben. Unter kräftigem Rühren kocht man das Reaktionsgemisch unter Rückfluss, bis es neutral reagiert (etwa 4 Stunden). Nach dem Abkühlen filtriert man das entstandene Natriumbromid ab und engt im Wasserstrahlvakuum ein. Der   Rück-    stand wird in 200 cm3 Chloroform aufgenommen, zweimal mit je 50 cm3 2n Natronlauge ausgezogen, dann mit Wasser neutralgewaschen und schliesslich über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.

   Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels kühlt man den Rückstand in Eis und filtriert das als Nebenprodukt entstandene   1,    2-Di-   (o-Methoxy-phenoxy)-äthan    (F.   148-150 )    ab. Das Filtrat wird am Vakuum destilliert. Das   o-Methoxy-phenoxyäthylbromid    ist eine farblose Flüssigkeit vom Kp   141-142",    welche nach einiger Zeit   kristallinisch    erstarrt und dann einen Schmelzpunkt von 40-42  aufweist.



   Beispiel 2
Auf gleiche Weise wie im Beispiel 1 angegeben, erhält man aus 11, 55 g (0, 05 Mol) o-Methoxyphenoxyäthylbromid und 7, 3 g (0, 1 Mol) n-Butylamin das   N- (o-Methoxy-phenoxyäthyl)-n-butylamin    der Formel
EMI2.2     
 als gelbliches   01.    Umsetzen mit methanolischer Salzsäure führt zum Hydrochlorid, das aus Essigester umkristallisiert bei   148-150  schmilzt.   



   Beispiel 3
Man erhitzt 10 g (0, 042 Mol) o-Methoxyphenoxyäthylbromid und 10 g (0, 22 Mol) Athylamin in 50 cm3 Athylalkohol im geschlossenen Rohr während 14 Stunden auf   100".    Das Reaktionsgemisch wird eingedampft, in   100    cm3 2n Salzsäure aufgenommen, der Neutralteil durch Extraktion mit Ather entfernt und die wässrige Lösung mit Aktivkohle entfärbt. Man macht durch Zugabe von ver  dünnter    Natronlauge alkalisch und extrahiert die ausfallende Base mit Chloroform. Das N- (o-Methoxy  phenoxyäthyl)-äthylamin    der Formel
EMI2.3     
 wird nach dem Abdampfen des Lösungsmittels als gelbes   01    erhalten.

   Das auf gleiche Weise wie im Beispiel   1    angegeben hergestellte Hydrochlorid kristallisiert aus Athanol-Essigester in farblosen Kristallen vom F.   105-107 .   



   Beispiel 4
10 g (0, 042 Mol)   o-Methoxy-phenoxyäthyl-    bromid und 15 g (0, 25 Mol) n-Propylamin werden in 20 cm3 Athanol 15 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Man dampft das Lösungsmittel und das   über-    schüssige Amin im Wasserstrahlvakuum ab und arbeitet wie im Beispiel 3 angegeben auf. Das   N- (o-      Methoxy-phenoxyäthyl)-n-propylamin    der Formel
EMI3.1     
 wird als viskoses, fast farbloses bl erhalten. Das Hydrochlorid, auf gleiche Weise wie im Beispiel 1 angegeben hergestellt, kristallisiert aus Essigester Athanol in farblosen Kristallen vom F.   140-142 .   



   Beispiel 5
8, 0 g (0, 035 Mol)   o-Methoxy-ph, enoxyäthyl-    bromid und 30 cm3 tert.-Butylamin werden in 50 cm3 Athanol über Nacht unter Rückfluss gekocht. Lösungsmittel und überschüssiges Amin dampft man im Wasserstrahlvakuum ab. Der Rückstand wird in 100 cm3 verdünnter Salzsäure aufgenommen. Durch Ausschütteln mit Ather entfernt man etwaige Neutralprodukte, filtriert dann die wässrige Phase durch Aktivkohle und macht das Filtrat durch Zugabe von verdünnter Natronlauge alkalisch. Extraktion mit Chloroform und anschliessende Destillation im Hochvakuum liefern das   N- (o-Methoxy-phenoxyäthyl)-    tert.-butylamin der Formel
EMI3.2     
 als gelbliches öl vom Kp. 0,08
Hydrochlorid : Farblose Kristalle aus Essigester  Ather    vom F.   131-133 .   



   Beispiel 6
Man kocht 8, 0 g (0, 035 Mol) o-Methoxyphenoxyäthylbromid und 30 cm3 Isopropylamin in 50 cm3 Athanol über Nacht unter Rückfluss und arbeitet dann wie im Beispiel 5 beschrieben auf. So erhält man das N-(o-Methoxy-phenoxyäthyl)-isopro  pylamin    der Formel
EMI3.3     
 vom Kp. 11   : 145-146 .   



   Hydrochlorid : Farblose Kristalle aus Essigester Ather vom F.   93-95".   



   Beispiel 7
12, 8 g (0, 052 Mol)   o-Athoxy-phenoxyäthyl-    bromid, 40   cm3    n-Propylamin und 50 cm3 Methanol lässt man. über Nacht unter Rückfluss kochen und arbeitet dann das Reaktionsgemisch auf die im Beispiel 5 beschriebene Weise auf. Dabei erhält man das   N- (o-Athoxy-phenoxyäthyl)-n-propylamin    der Formel
EMI3.4     
 als farbloses 01 vom Kp. in :   92-96".    Sein Hydrochlorid kristallisiert aus Athanol-Ather in feinen   Nädelchen    vom F.   111-112 .   



   Der Ausgangsstoff wird wie folgt erhalten :
Zu einer Lösung von 46 g (2,   0    Mol) Natrium in 1000 cm3 absolutem Athanol lässt man 276 g (2, 0 Mol)   Guäthol    (o-Athoxy-phenol) zufliessen. Man kühlt auf 10 , gibt 564 g (3, 0 Mol) Äthylenbromid zu und kocht anschliessend 5 Stunden unter Rückfluss. Die Aufarbeitung, wie im Beispiel   1    beschrieben durchgeführt, ergibt 130, 3 g (0, 53 Mol)   o-, 2ithoxy-phenoxyäthylbromid    vom Kp.   il : 142 bis      145 .   



   Beispiel 8
Man setzt 12, 8 g (0, 052 Mol) o-Athoxy-phenoxy  äthylbromid    nach der im Beispiel 5 beschriebenen Methode mit 40   cm3      n-Butylamin    um. Es wird das   N- (o-Athoxy-phenoxyäthyl)-n-butylamin der    Formel
EMI3.5     
 als farblose Flüssigkeit vom Kp.   0,      06    :   98-102     erhalten. Sein Hydrochlorid bildet aus Essigester Kristalle vom F.   122-123 .   



   Beispiel 9
19 g (0, 066 Mol)   o-Amyloxy-phenoxyäthyl-    bromid werden während 12 Stunden im Druckrohr mit einer Lösung von 30 g Methylamin 0,04: 85-90¯.   100    cm3 Athanol auf   100     erhitzt. Die Aufarbeitung ist gleich wie im Beispiel 1 beschrieben und führt zum N- (o Amyloxy-phenoxyäthyl)-methylamin der Formel
EMI4.1     

Farblose Flüssigkeit vom Kp.   g : 105-107 .   



  Das Hydrochlorid schmilzt nach Umkristallisieren aus Essigester bei   92-93 .   



   Der Ausgangsstoff wird wie folgt erhalten :
Zu einer Lösung von 15, 5 g (0, 067 Mol) Natrium in 250 cm3 absolutem ¯thanol lässt man 120 g (0, 67 Mol)   o-Amyloxy-phenol    in 150   cmo absolutem    Athanol zufliessen und erhitzt anschliessend mit 376 g (2, 0 Mol) Athylenbromid 3 Stunden unter   Rück-    fluss. Man erhält so nach dem im Beispiel 1 beschriebenen   Aufarbeitungsverfahren    das   o-Amyloxy-    phenoxyäthylbromid vom Kp. o,   ls : 97-103 .   



   Beispiel 10
Auf gleiche Weise wie im Beispiel 11   beschrie-    ben, bereitet man aus 19 g   (0,      066    Mol) o-Amyloxy  phenoxyäthylbromid    und 30 g   Athylamin    das   N- (o-      Amyloxy-phenoxyäthyl)-äthylamin    der Formel
EMI4.2     
 ein farbloses öl vom   Kp. 0, 07    :   108-112 .    Hydrochlorid : Farblose Schuppen aus   Essigester-Ather vom    F.   101-102 .   



   Beispiel 11
19 g (0, 066 Mol)   o-Amyloxy-phenoxyäthyl-    bromid setzt man mit einem grossen Uberschuss von n-Propylamin auf die im Beispiel 5 beschriebene Weise um. Man erhält das (o-Amyloxy-phenoxy  äthyl)-N-n-propylamin    der Formel
EMI4.3     

Farblose Flüssigkeit vom Kp. 0,08: 112-114¯.Hydrochlorid : Schuppen aus Essigester vom F. 131 bis   132 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine der Formel EMI4.4 worin R einen niederen Alkylrest und R einen ge sättigten niederen Kohlenwasserstoffrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI4.5 worin X eine reaktionsfähige veresterte Hydroxylgruppe bedeutet, mit einem Amin der Formel H2N-R (III) kondensiert.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rest X die mit einer Halogenwasserstoffsäure oder mit einer organischen Sulfonsäure veresterte Hydroxylgruppe bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen der Formel II und III ausgeht, worin R1 Methyl und R einen niederen Alkylrest bedeuten.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daf3 man von Verbindungen der Formel II und III ausgeht, worin Ri Methyl und R Methyl, ¯thyl, n-Propyl oder Isopropyl bedeuten.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Amine bzw. Säureadditionssalze ineinander umwandelt.
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