CH374033A - Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen - Google Patents
Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei AbwasserreinigungsanlagenInfo
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Description
Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrich tung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaul- räumen bei Abwasserreinigungsanlagen, mit einem motorisch angetriebenen Förderrotor und einem die sen umgebenden Führungsrohr.
Bei bekannten Einrichtungen der genannten Art wird durch die stationären Führungsrohre erreicht, dass sich der Wirkungsbereich des Förderrotors ver- grössert. Ist der Förderrotor von einem Führungs rohr umgeben, welches bis nahe zu der Sohle des Faulraumes reicht, bewirkt der Rotor eine Um wälzung des Faulschlammes in dem gesamten Faul raum.
Die Führungsrohre der bisher bekannten Art weisen jedoch eine Reihe von Nachteilen auf, -Zu nächst müssen diese Rohre an dem Behälter befes tigt werden, d. h. es sind Verankerungen und Ab stützungen erforderlich, welche für den Schlamm hin derlich sind. Weiterhin. kann die Eintauchtiefe des Rohres nur schwer verändert werden, d. h. nur bei Ablassen des gesamten Schlammes und Abänderung der Aufhängung des Rohres.
Schliesslich ist es bei den bekannten Ausführungen der Führungsrohre nicht möglich, die Umwälzung unter ein Mindest mass zu begrenzen. Eine derartige räumliche Be grenzung der Umwälzung kann beispielsweise in Nachfaulräumen erwünscht sein.
Die Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfin dung vermeidet diese Nachteile weitgehend. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass: das Führungsrohr mit dem Rotor fest verbunden ist und die Schaufeln des Rotors sich zwischen der Nabe und dem Führungs rohr erstrecken.
Durch diese Massnahme wird erreicht, dass das Rohr - gemeinsam mit dem Förderrotor - ausge wechselt werden kann. Fernerhin kann durch die Formgebung des Rotors, des Rohres, und der Nabe der Einwirkungsbereich der Umwälzung weitgehend variiert werden.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung ergibt sich aus folgendem Seit längerer Zeit hat man erkannt, dass es vor teilhaft ist, wenn der Abbau des frischen Klärschlam mes im Faulraum in zwei Stufen erfolgt. In der ersten Stufe, dem Vorfaulraum, wird der Schlamm intensiv durchmischt und geheizt, worauf er sich nach über leitung in die zweite Stufe, den Nachfaulraum, dort eindickt, und man ein möglichst schlammfreies überlaufwasser erhält.
Im Vorfaulraum sind demgemäss die entsprech enden Einrichtungen für Umwälzung, Heizung und Schwimmdeckenzerstörung vorzusehen.
Im Nachfaulraum hingegen soll sich der Schlamm ungestört eindicken können, eine Umwälzung des gesamten Faulrauminhaltes ist also nicht erwünscht. Ebenso wird man normalerweise keine Heizung vor sehen, ausser wenn es aus betrieblichen Gründen Austauschmöglichkeit mit dem Vorfaulraum - zweckmässig ist.
In der Praxis hat es sich gezeigt, dass eine Bekämpfung der Schwimmdeckenbildung im Nachfaulraum erforderlich ist, da sonst auch hier mit der Zeit eine beachtliche Schwimmschlamm decke entsteht.
Damit stellt sich für den Nachfaulraum das Pro blem, eine Einrichtung zu schaffen, welche in der oberen Zone die Schwimmdecke zerstört, ohne in den tieferen Schichten den Eindickvorgang mit der Trennung von Bodenschlamm und überlaufwasser störend zu beeinflussen. Die Erfindung soll anschliessend anhand der bei liegenden Zeichnungen beispielsweise näher erläutert werden.
Es zeigen Fig. 1 eine Faulanlage im Längsschnitt mit Vor faul- und Nachfaulraum, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Nachfaulraum mit Schlammrotor, und Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Schlamm rotor.
Die in Fig. 1 gezeigte Abwasserreinigungsanlage enthält einen Vorfaulraum 1 und einen Nachfaul raum 2. In den Vorfaulraum ragt der durch den Motor 5 angetriebene Förderrotor 4, welcher von dem Rohr 3 umgeben ist, das an dem Rotor 4 be festigt ist. Mittels der gezeigten Fördereinrichtung kann der Schlamm in dem Vorfaulraum 1 beispiels weise periodisch umgewälzt und zugleich die Schwimmdecke zerstört werden.
Es ist ohne weiteres zu ersehen, dass die gesamte Umwälzeinrichtung ohne Schwierigkeiten ein- und ausgebaut bzw. aus gewechselt werden kann.
Der in dem Raum 1 befindliche Schlamm kann mittels einer Pumpe 6 über die Leitungen 7 und 8 in den Nachfaulraum 2 gefördert werden. Der Nach faulraum erfüllt=im Gegensatz zu dem Vorfaulraum die Aufgabe, durch Absetzen eine Trennung zwischen den festen und flüssigen Bestandteilen des durch die Leitung 8 ankommenden Schlammes zu ermöglichen.
Da in dem Raum 2 keine Strömung erzeugt wird, setzt sich der Schlamm ab; während über der mit 9 bezeichneten Sclilämmoberfläche das Trübwasser steht oberhalb des Trübwassers befindet sich jedoch eine mit 10 bezeichnete Schwimmdecke, welche sich aus den Bestandteilen des Schlammes zusammen setzt, welche leichter als Wasser sind.
Zur Abführung des Schwimmschlammes ist eine Leitung 11 vorge sehen. - - Zur Zerstörung der Schwimmdecke ist nun ein in Fig. 3 mehr im einzelnen dargestellter Rotor vor gesehen. Dieser Rotor wird mittels eines Motors 12 und einer Welle 13 angetrieben, wobei diese Welle in einem Schutzrohr 14 verläuft.
Der Rotor besitzt eine Nabe 15, welche an den Enden in Umlenkkörper 16 und 17 ausläuft. Die rotationssymmetrischen Um lenkkörper 16 und 17 sind so ausgebildet, dass sie mit- grösser werdendem Abstand von dem Mittel- pukt des Rotors grössere Querschnittsfläche be sitzen. An der Nabe 15 sind geneigte Laufschaufeln 18 befestigt. Die Laufschaufeln werden aussen durch ein Aussenrohr 19 miteinander verbunden.
Dieses Aussenrohr ist an den Enden erweitert, sodass es sich der Form. der Nabe mit den Umlenkkörpern an- passt, d. h. dass der Zwischenraum zwischen dem Aussenrohr und der Nabe im wesentlichen gleich bleibt. Durch die beschriebene Ausbildung des Rotors wird erreicht, dass bei entsprechender Rotation das Trübwasser mit einer zu dem Rotor radialen Kom ponente unten angesaugt und mit einer entsprechen den radialen Komponente oben ausgestossen wird, wie dies durch die Pfeile 20 und 21 in Fig. 2 ge zeigt ist.
Das oben ausgestossene Wasser zerstört die Schwimmdecke und feuchtet diese an, sodass, wenn der Schwimmschlammablass 11 geöffnet wird, der Schwimmschlamm mit der obersten Wasserschicht abfliesst.
Durch die beschriebene Anordnung wird erreicht, dass der Rotor nur die in seiner unmittelbaren Nähe befindlichen Wasserteile erfasst und keine Turbulenz des bereits abgesetzten Schlammes bewirkt. Versuche haben gezeigt, dass bereits 25 cm unter der Rotor unterkante der Schlamm in. Ruhe bleibt und nur Trübwasser ungewälzt wird.
Erst wenn der Abstand zwischen Schlammdecke 9 und Rotor unter 20 cm absinkt, wird auch Schlamm erfasst. Der beschriebene Schlammrotor besitzt den erhe blichen Vorteil, dass er ohne Schwierigkeiten in be reits bestehende Nachfaulräume eingebaut werden kann, da die erforderliche lichte Weite zum Ein führen des Rotors sehr gering ist.
Im praktischen Betrieb wird der Schlammrotor nicht stetig laufen, sondern nur in grösseren Inter vallen _ und nicht länger, als zur periodischen Zer störung der Schwimmschicht erforderlich. Da sich der Rotor nicht unmittelbar in der Schwimmschlamm zone befindet, sondern, darunter, kann er stets ohne Schwierigkeiten anlaufen, im Gegensatz zu einem in horizontaler Ebene, in der Schwimmschicht selbst rotierenden Rührwerk, welches daher kontinuierlich laufen muss und die Schwimmschicht nur nach aus sen abdrängt, ohne sie wirksam zu zerstören.
Ferner beanspruchen Rührwerke mit ihrem grossen Flügel durchmesser mehr Platz und eine entsprechend grössere Einbauöffnung in der Faulraumdecke.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen, mit einem motorisch angetriebenen Förderrotor und einem diesen umgebenden Führungsrohr, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr mit dem Rotor fest verbunden ist und die Schaufeln des. Rotors sich zwischen der Nabe und dem Führungs rohr erstrecken. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe des Rotors an den Enden erweitert ist. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr an den Enden derart erweitert ist, dass der Abstand zwischen der Nabe und dem Rohr gleichbleibend ist. PATENTANSPRUCH II Verwendung der Einrichtung gemäss Patent anspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2 zur Zerstörung der Schwimmschlanundecke in einem Nachfaulraum. UNTERANSPRUCH 3. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor periodisch in Betrieb gesetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7271459A CH374033A (de) | 1959-04-28 | 1959-04-28 | Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7271459A CH374033A (de) | 1959-04-28 | 1959-04-28 | Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH374033A true CH374033A (de) | 1963-12-15 |
Family
ID=4532033
Family Applications (1)
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| CH7271459A CH374033A (de) | 1959-04-28 | 1959-04-28 | Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH374033A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3327033A1 (de) * | 1983-07-27 | 1985-02-14 | Joh. A. Benckiser Gmbh, 6700 Ludwigshafen | Verfahren und vorrichtung zur sedimentierenden trennung von substanzen unterschiedlichen spezifischen gewichtes |
| DE4431369A1 (de) * | 1994-08-27 | 1996-04-11 | Max Voelkl Waermetechnik | Vorrichtung für die Klärung von Abwasser |
-
1959
- 1959-04-28 CH CH7271459A patent/CH374033A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3327033A1 (de) * | 1983-07-27 | 1985-02-14 | Joh. A. Benckiser Gmbh, 6700 Ludwigshafen | Verfahren und vorrichtung zur sedimentierenden trennung von substanzen unterschiedlichen spezifischen gewichtes |
| DE4431369A1 (de) * | 1994-08-27 | 1996-04-11 | Max Voelkl Waermetechnik | Vorrichtung für die Klärung von Abwasser |
| DE4431369C2 (de) * | 1994-08-27 | 1998-07-09 | Max Voelkl Waermetechnik | Vorrichtung für die Klärung von Abwasser |
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