CH374033A - Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen - Google Patents

Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen

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CH374033A
CH374033A CH7271459A CH7271459A CH374033A CH 374033 A CH374033 A CH 374033A CH 7271459 A CH7271459 A CH 7271459A CH 7271459 A CH7271459 A CH 7271459A CH 374033 A CH374033 A CH 374033A
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Fritz Dipl Ing Wiedemann
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Description


  Einrichtung zum Bewegen von     Trübwasser        in        Schlammfaulräumen     bei     Abwasserreinigungsanlagen       Die vorliegende     Erfindung        betrifft    eine Einrich  tung zum Bewegen von     Trübwasser        in        Schlammfaul-          räumen    bei     Abwasserreinigungsanlagen,        mit    einem  motorisch angetriebenen Förderrotor und einem die  sen umgebenden Führungsrohr.  



  Bei bekannten Einrichtungen der genannten Art  wird durch die stationären     Führungsrohre    erreicht,  dass sich der Wirkungsbereich des     Förderrotors        ver-          grössert.    Ist der Förderrotor von einem Führungs  rohr umgeben, welches bis nahe zu der Sohle des  Faulraumes reicht, bewirkt der Rotor     eine    Um  wälzung des Faulschlammes in dem gesamten Faul  raum.

   Die Führungsrohre der bisher bekannten     Art     weisen jedoch eine     Reihe    von Nachteilen auf, -Zu  nächst müssen diese Rohre an dem Behälter befes  tigt werden, d. h. es sind     Verankerungen    und Ab  stützungen erforderlich, welche für den Schlamm hin  derlich sind.     Weiterhin.    kann die     Eintauchtiefe    des  Rohres nur     schwer    verändert werden, d. h. nur bei  Ablassen des gesamten Schlammes und Abänderung  der Aufhängung des Rohres.

       Schliesslich    ist es bei  den bekannten     Ausführungen    der     Führungsrohre     nicht     möglich,    die Umwälzung unter ein Mindest  mass zu begrenzen. Eine derartige     räumliche    Be  grenzung der Umwälzung kann beispielsweise in       Nachfaulräumen        erwünscht    sein.  



  Die Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfin  dung     vermeidet    diese Nachteile weitgehend. Sie ist  dadurch gekennzeichnet,     dass:    das Führungsrohr mit  dem Rotor fest verbunden ist und die     Schaufeln    des  Rotors sich zwischen der Nabe und dem Führungs  rohr erstrecken.  



  Durch diese Massnahme wird erreicht, dass das  Rohr - gemeinsam     mit    dem Förderrotor - ausge  wechselt werden kann. Fernerhin kann durch die    Formgebung des Rotors, des     Rohres,    und der Nabe  der Einwirkungsbereich der     Umwälzung    weitgehend  variiert werden.  



  Ein besonderer     Vorteil    der     erfindungsgemässen     Einrichtung ergibt sich aus folgendem  Seit längerer Zeit hat man erkannt, dass es vor  teilhaft ist, wenn der Abbau des frischen Klärschlam  mes im     Faulraum    in zwei Stufen erfolgt. In der ersten  Stufe, dem     Vorfaulraum,    wird der Schlamm intensiv  durchmischt und geheizt, worauf er sich nach über  leitung in die zweite Stufe, den     Nachfaulraum,    dort       eindickt,    und man ein     möglichst    schlammfreies       überlaufwasser    erhält.  



  Im     Vorfaulraum    sind demgemäss die entsprech  enden Einrichtungen für     Umwälzung,    Heizung und       Schwimmdeckenzerstörung    vorzusehen.  



  Im     Nachfaulraum    hingegen soll sich der Schlamm  ungestört eindicken können, eine Umwälzung des  gesamten     Faulrauminhaltes    ist also nicht erwünscht.  Ebenso wird man     normalerweise    keine Heizung vor  sehen, ausser wenn es aus     betrieblichen    Gründen   Austauschmöglichkeit mit dem     Vorfaulraum        -          zweckmässig    ist.

   In der     Praxis    hat es sich gezeigt,  dass     eine    Bekämpfung der     Schwimmdeckenbildung     im     Nachfaulraum        erforderlich    ist, da sonst auch hier  mit der     Zeit    eine beachtliche Schwimmschlamm  decke entsteht.  



  Damit     stellt    sich für den     Nachfaulraum    das Pro  blem, eine Einrichtung zu     schaffen,    welche in der  oberen Zone die Schwimmdecke zerstört, ohne in  den tieferen Schichten den     Eindickvorgang    mit der  Trennung von Bodenschlamm und     überlaufwasser     störend zu beeinflussen.      Die     Erfindung    soll     anschliessend    anhand der bei  liegenden     Zeichnungen    beispielsweise näher erläutert  werden.

   Es zeigen       Fig.    1 eine Faulanlage im Längsschnitt mit Vor  faul- und     Nachfaulraum,          Fig.    2 einen Querschnitt durch den     Nachfaulraum          mit    Schlammrotor, und       Fig.    3 einen Längsschnitt durch den Schlamm  rotor.  



  Die in     Fig.    1 gezeigte     Abwasserreinigungsanlage     enthält einen     Vorfaulraum    1 und einen Nachfaul  raum 2. In den     Vorfaulraum    ragt der durch den  Motor 5     angetriebene    Förderrotor 4, welcher von  dem Rohr 3 umgeben ist, das an dem Rotor 4 be  festigt ist. Mittels der gezeigten     Fördereinrichtung          kann    der Schlamm in dem     Vorfaulraum    1 beispiels  weise periodisch     umgewälzt    und zugleich die       Schwimmdecke    zerstört werden.

   Es ist ohne weiteres  zu ersehen, dass die gesamte     Umwälzeinrichtung     ohne Schwierigkeiten ein- und ausgebaut bzw. aus  gewechselt werden kann.  



  Der in dem Raum 1     befindliche        Schlamm    kann       mittels    einer Pumpe 6 über die Leitungen 7 und 8 in  den     Nachfaulraum    2 gefördert werden. Der Nach  faulraum     erfüllt=im    Gegensatz zu dem     Vorfaulraum     die Aufgabe, durch Absetzen     eine    Trennung zwischen  den festen und flüssigen Bestandteilen des durch die       Leitung    8     ankommenden        Schlammes    zu ermöglichen.

    Da in dem Raum 2 keine Strömung erzeugt wird,  setzt sich der     Schlamm    ab; während über der mit 9       bezeichneten        Sclilämmoberfläche    das     Trübwasser     steht oberhalb des     Trübwassers    befindet sich jedoch  eine     mit    10 bezeichnete     Schwimmdecke,    welche sich  aus den     Bestandteilen    des Schlammes zusammen  setzt, welche leichter als Wasser sind.

   Zur Abführung  des Schwimmschlammes ist eine Leitung 11 vorge  sehen. - -   Zur Zerstörung der Schwimmdecke ist nun ein     in          Fig.    3 mehr im     einzelnen        dargestellter    Rotor vor  gesehen. Dieser Rotor wird     mittels    eines Motors 12  und einer Welle 13 angetrieben, wobei diese Welle  in einem Schutzrohr 14 verläuft.

   Der Rotor besitzt  eine Nabe 15, welche an den Enden in     Umlenkkörper     16 und 17     ausläuft.    Die rotationssymmetrischen Um  lenkkörper 16 und 17     sind    so     ausgebildet,    dass sie  mit- grösser werdendem Abstand von dem     Mittel-          pukt    des Rotors grössere     Querschnittsfläche    be  sitzen. An der Nabe 15 sind geneigte     Laufschaufeln     18     befestigt.    Die     Laufschaufeln    werden aussen durch  ein Aussenrohr 19     miteinander    verbunden.

   Dieses  Aussenrohr ist an den Enden     erweitert,    sodass es  sich der     Form.    der Nabe mit den     Umlenkkörpern        an-          passt,    d. h. dass der Zwischenraum zwischen dem       Aussenrohr    und der Nabe im wesentlichen gleich  bleibt.    Durch die beschriebene Ausbildung des Rotors  wird erreicht, dass bei entsprechender Rotation das       Trübwasser    mit einer zu dem Rotor radialen Kom  ponente unten angesaugt und     mit    einer entsprechen  den radialen Komponente oben ausgestossen wird,  wie dies durch die Pfeile 20 und 21 in     Fig.    2 ge  zeigt ist.

   Das oben     ausgestossene    Wasser zerstört die       Schwimmdecke    und feuchtet diese an, sodass, wenn  der     Schwimmschlammablass    11 geöffnet wird, der       Schwimmschlamm    mit der obersten Wasserschicht       abfliesst.     



  Durch die beschriebene Anordnung wird erreicht,  dass der Rotor nur die in     seiner    unmittelbaren Nähe       befindlichen        Wasserteile    erfasst und keine Turbulenz  des bereits abgesetzten Schlammes bewirkt. Versuche  haben gezeigt, dass bereits 25 cm unter der Rotor  unterkante der Schlamm     in.    Ruhe bleibt und nur       Trübwasser        ungewälzt    wird.

   Erst wenn der Abstand  zwischen Schlammdecke 9 und Rotor unter 20 cm  absinkt, wird auch Schlamm     erfasst.       Der beschriebene Schlammrotor besitzt den erhe  blichen     Vorteil,    dass er ohne Schwierigkeiten in be  reits bestehende     Nachfaulräume        eingebaut    werden  kann, da die     erforderliche    lichte Weite zum Ein  führen des Rotors sehr gering ist.  



  Im praktischen Betrieb wird der Schlammrotor  nicht stetig laufen, sondern nur in grösseren Inter  vallen     _    und nicht länger, als zur periodischen Zer  störung der Schwimmschicht erforderlich. Da sich  der Rotor nicht     unmittelbar    in der Schwimmschlamm  zone befindet,     sondern,    darunter, kann er stets ohne  Schwierigkeiten anlaufen, im Gegensatz zu einem in  horizontaler Ebene, in der Schwimmschicht selbst  rotierenden Rührwerk, welches daher kontinuierlich  laufen muss und die     Schwimmschicht    nur nach aus  sen abdrängt,     ohne    sie wirksam zu zerstören.

   Ferner  beanspruchen Rührwerke mit ihrem grossen Flügel  durchmesser mehr Platz und eine entsprechend       grössere    Einbauöffnung in der     Faulraumdecke.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen, mit einem motorisch angetriebenen Förderrotor und einem diesen umgebenden Führungsrohr, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr mit dem Rotor fest verbunden ist und die Schaufeln des. Rotors sich zwischen der Nabe und dem Führungs rohr erstrecken. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe des Rotors an den Enden erweitert ist. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr an den Enden derart erweitert ist, dass der Abstand zwischen der Nabe und dem Rohr gleichbleibend ist. PATENTANSPRUCH II Verwendung der Einrichtung gemäss Patent anspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2 zur Zerstörung der Schwimmschlanundecke in einem Nachfaulraum. UNTERANSPRUCH 3. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor periodisch in Betrieb gesetzt wird.
CH7271459A 1959-04-28 1959-04-28 Einrichtung zum Bewegen von Trübwasser in Schlammfaulräumen bei Abwasserreinigungsanlagen CH374033A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3327033A1 (de) * 1983-07-27 1985-02-14 Joh. A. Benckiser Gmbh, 6700 Ludwigshafen Verfahren und vorrichtung zur sedimentierenden trennung von substanzen unterschiedlichen spezifischen gewichtes
DE4431369A1 (de) * 1994-08-27 1996-04-11 Max Voelkl Waermetechnik Vorrichtung für die Klärung von Abwasser

Cited By (3)

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DE4431369C2 (de) * 1994-08-27 1998-07-09 Max Voelkl Waermetechnik Vorrichtung für die Klärung von Abwasser

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