CH374645A - Verfahren zur Herstellung von neuen Thiocolchicin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Thiocolchicin-Derivaten

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CH374645A
CH374645A CH7650259A CH7650259A CH374645A CH 374645 A CH374645 A CH 374645A CH 7650259 A CH7650259 A CH 7650259A CH 7650259 A CH7650259 A CH 7650259A CH 374645 A CH374645 A CH 374645A
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CH
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preparation
general formula
thiocolchicine
new
alkyl
Prior art date
Application number
CH7650259A
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English (en)
Inventor
Hans-Peter Dr Sigg
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C331/00Derivatives of thiocyanic acid or of isothiocyanic acid
    • C07C331/16Isothiocyanates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen   Thiocolchicin-Derivaten   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen   Thiocolchicin-Derivaten    der allgemeinen Formel I,
EMI1.1     
 in welcher   Ri    eine niedere Alkylmercaptogruppe und   R2    eine   Alkyl-,    Alkenyl-,   Alkinyl-oder    Cycloalkylgruppe oder einen gegebenenfalls durch eine   Hy-    droxyl-, Alkoxyl-, Alkyl-, Nitro-oder Aminogruppe oder durch ein Halogenatom substituierten aromatischen oder heterocyclischen Rest bedeuten, und X für O oder   S    steht.



   Gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung werden die neuen Derivate der Formel I hergestellt, indem man ein Desacetyl-colchicin-Derivat der allgemeinen Formel   II,   
EMI1.2     
 mit einem organischen Isocyanat bzw. Isothiocyanat der allgemeinen   Formel III,       R2-N=C=X III    umsetzt und das Umsetzungsprodukt durch Kristallisation oder, falls es nicht kristallisiert, durch Ausfallen reinigt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird   vorzugs-    weise folgendermassen ausgeführt :
Ein Amin der   Formel II    wird in wenig abs.



  Benzol gelöst und mit einer Lösung von   1.      1    Aquivalent Isocyanat bzw. Isothiocyanat in abs. Benzol versetzt. Nach 4-24 Stunden bei 20  erfolgt im allgemeinen Kristallisation, eventuell erst nach Ätherzugabe. Andernfalls werden die Produkte durch Ausfällen mit   Petroläther    gewonnen und durch Umfällen gereinigt. Man erhält so gelbe Kristalle bzw. amorphe Pulver, deren Schmelzpunkte nicht sehr charakteristisch sind, da sie meist von einer Zersetzung begleitet werden. Sie lösen sich in den meisten   organischen Losungsmitteln    leicht auf, so z. B. in Chloroform, Methylenchlorid und niederen Alkanoleny sind aber in Äther und Petroläther schwer löslich und unlöslich in Wasser.

   Die Charakterisierung der Substanzen erfolgt durch Messung der molekularen Drehung und des   Infrarot-Spektrums.    Die Prüfung der Reinheit ist mittels der Papierchromatographie möglich.



   Die neuen   Thiocolchicin-Derivate zeichnen    sich durch eine starke und selektive Hemmwirkung auf die Teilungsvorgänge im Zellkern bzw. durch spezifische mitosehemmende Eigenschaften aus. Bei der Prüfung in vitro an der   Fibroblastenkultur    hemmen sie die Zellteilung in der frühen Metaphase gleich stark, teilweise sogar stärker als bekannte Colchicinderivate. Die Prüfung in vivo erfolgte an dem experimentellen Ehrlichschen Ascitestumor der Maus : Bei intraperitonealer Verabreichung der Substanzen wird die Zellteilung in der frühen   Metaphase wahrend. 10    bis 40 Stunden gänzlich gehemmt. Bei dieser langen Wirkungsdauer erweisen sich die neuen   Verbindun-    gen jedoch als nicht cytotoxisch und kaum allgemein toxisch.

   Infolge dieser geringen Toxizität und des Fehlens der bekannten Nebenwirkungen des Colchi  cins,      wie Nausea,    Erbrechen und Durchfall, sind sie in den verschiedenen klassischen   Anwendungs-    bereichen des Colchicins vorteilhaft verwendbar. Sie sollen in die Therapie eingeführt werden, stellen aber auch Zwischenprodukte zur Herstellung von   Arznei-    mitteln dar.



   In den nachfolgenden Beispielen erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die   Schmelz-    punkte sind im   evakuierten    Röhrchen bestimmt und unkorrigiert.



   Beispiel 1    N- (N'-Phenyl-thiocarbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
5 g kristallines Desacetyl-thiocolchicin werden in Chloroform gelöst und die Lösung im Vakuum zur Trockne gebracht. Der amorphe Rückstand wird in 50   cm3    abs. Benzol gelöst und mit 1,80 g Phenyl  isothiocyanat    in 5 cm3 Benzol versetzt. Nach 18 Stunden Stehen bei einer Temperatur von   200 wer-    den die gelben Kristalle abgenutscht und mit Benzol Ather 1 :   1    gewaschen. Smp. 235-236  (Zers.),   [al2t =-77  (c= 0,    935 in Chloroform).



   Beispiel 2    N- (I'-Methyl-thiocarbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
Analog wie in Beispiel   1    wird mit   Methyl-isothio-    cyanat das im Titel genannte Derivat dargestellt.



  Zers. P.   190-201     ;   [C] 21 =    Chloroform).



   Beispiel 3    N- (N'-Athyl-thiocarbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
Analog wie in Beispiel 1 wird mit Athyl-isothiocyanat das im Titel genannte Derivat dargestellt.



     Zers. P. 170-1870    ;   ta] E) l =-109     (c =   0, 830    in Chloroform).



   Beispiel 4    N- (N'-Allyl-thiocarbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
Analog wie in Beispiel   1    wird mit Allyl-isothiocyanat das im Titel genannte Derivat dargestellt.



  Zers. P.   2392460. [a] 21 =-115     (c = 0,780 in Chloroform).   



   Beispiel S
N- (N'-a-Naphthyl-carbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
Analog wie in Beispiel 1 wird mit   a-Naphthyl-    isocyanat das im Titel genannte Derivat dargestellt.



  Smp. 200-202  (Zers.) ; [a]   2D2= +200    (c   =    0,935 in Chloroform).



   Beispiel 6    N- (N'-Phenyl-carbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
Analog wie in Beispiel   1    wird mit   Phenyl-iso-    cyanat das im Titel genannte Derivat dargestellt.



  Da das Produkt nicht zur Kristallisation gebracht werden kann, wird es durch Eintropfen der Benzollösung in   Petroläther    ausgefällt. Beim Umfällen aus Methylenchlorid-Petroläther erhält man ein reines Produkt vom Smp.   175-185     (Zers.) ;   [iDt =-119     (c = 0,43 in Chloroform).



   Beispiel 7    N-w-n-Nonyl-carbamido)-desacetyl-    thiocolchicin
Analog wie in Beispiel   1    wird mit n-Nonyl-isocyanat das im Titel genannte Derivat dargestellt.



  Die Reindarstellung erfolgt wiederum wie in Beispiel 6 durch Ausfällen mit   Petroläther.    Smp.   120-140     D-670 (c = 0,705 in Chloroform).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Thio colchicin-Derivaten der allgemeinen Formel I, EMI2.1 in welcher Rt eine niedere Alkylmercaptogruppe und R2 eine Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-oder Cycloalkyl- gruppe oder einen gegebenenfalls durch ein Halogenatom oder eine Hydroxyl-, Alkoxyl-, Alkyl-, Nitrooder Aminogruppe substituierten aromatischen oder heterocyclischen Rest bedeuten, und X für O oder S steht, dadurch gekennzeichnet, dass man einDesacetyl- colchicin-Derivat der allgemeinen Formel II, EMI2.2 mit einem organischen Isocyanat bzw.
    Isothiocyanat der allgemeinen Formel III, R2-N=C=X III umsetzt und das Umsetzungsprodukt durch Kristallisation oder, falls es nicht kristallisiert, durch Ausfällen reinigt.
CH7650259A 1959-08-03 1959-08-03 Verfahren zur Herstellung von neuen Thiocolchicin-Derivaten CH374645A (de)

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ES0260061A ES260061A1 (es) 1959-08-03 1960-08-01 Procedimiento de obtencion de derivados de tiocolchicina

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